Bollywood-Film "Pyaasa" (Veranstaltungsreihe "Indian Week"), Metropolis Kino im ehemaligen Savoy, St. Georg, Hamburg
Samstag, 15. November 2008 16:00
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Beschreibung:
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Indian Week” zeigt das Metropolis einen Film von Altmeister Guru Dutt. Er dreht sich um einen für tot gehaltenen Dichter, der zur Kultfigur aufgebaut wird.
Der stets verlässliche Marco von molodezhnaja.ch (dem wichtigsten deutschsprachigen Portal mit Bollywood-Kritiken) schreibt: “Ich würde “Pyaasa”, ohne zu zögern, in die Liste der wichtigsten indischen Filme überhaupt einreihen (...) .”
Rediff.com meint: “Pyaasa works at two levels simultaneously -- it is an entertainer with an absorbing story as well as a cauterising comment on the commodification of people in the quest for success, money, and power.
While cineastes respond to Dutt’s philosophy and technical bravura, the layman is enamoured by Dutt’s knack for storytelling.”
Warum wird dieses Event ein voller Erfolg?
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Indian Week“, die leider größtenteils an mir vorbeigegangen ist, sah ich gestern zumindest noch einen echten Klassiker: Er heißt „Pyaasa“ und wurde 1957 von Guru Dutt kreiert, der im Film auch überzeugend die Hauptrolle spielt.
Er verkörpert einen erfolglosen Dichter, der als Totgeglaubter zum Kultstar wird. Dutt ist ein üppiges, schön bebildertes Melodram in Schwarzweiß gelungen, in dem natürlich auch die damals schon üblichen Gesangsszenen nicht fehlen. Die Musik stammt von Sachin Dev (S.D.) Burman und brachte Sänger Mohammed Rafi 1958 in Indien den National Film Award als bester Playbacksänger ein. Das TIME-Magazin hat „Pyaasa“ zu einem der 100 besten Filme aller Zeit gekürt.
Für Bollywood-Interessierte (und nicht nur die!) ist der Streifen sehr sehenswert, auch wenn die Qualität der gestrigen Kinokopie stark zu wünschen übrig ließ.
„Pyaasa“ ist bei Amazon derzeit leider nicht auf DVD erhältlich, ein Exemplar ist aber laut Katalog in den Hamburger Bücherhallen ausleihbar.
Das Soundtrack-Album gibt es bei emusic als legalen Download (mit Hörproben), und zwar hier. Bei mir derzeit ein Dauerbrenner.
Schon im Kino war mein spontaner Lieblings-Song „Sar Jo Tera Chakraye“, der vom Komiker Johnny Walker gemimt und von Mohd. Rafi gesungen wird. Er ist untypisch klamaukhaft, aber sehr charmant. Bei YouTube kann man sich den betreffenden Filmausschnitt anschauen.

