Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg, uferhallen, Gesundbrunnen, Berlin
Dienstag, 01. September 2009 19:00 bis Mittwoch, 30. September 2009 19:00
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- Website: http://www.3www2.de/
- Angelegt von: Stroheim
Beschreibung:
Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsbeginns - in Europa - präsentieren AfricAvenir und recherche international zwischen dem 1. und 30. September 2009 die bisher umfangreichste Ausstellung zum Thema "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" in den Uferhallen. Ein vielfältiges Begleitprogramm bestehend aus Filmen, Vorträgen, Workshops, Führungen und einem spektakulären Hip Hop Musical lädt dazu ein, dieses vergessene Kapitel der Weltgeschichte aufzuarbeiten.
Wer meht darüber erfahren will, warum die Ausstellung nicht wie geplant in der Werkstatt der Kulturen statt finden kann, findet hier Einzelheiten:
http://stroheim.wordpress.com/2009/08/28/falsche-rucksich...
Warum wird dieses Event ein voller Erfolg?
Nur noch wenige Tage gibt es die Möglichkeit die Ausstellung „Die dritte Welt im zweiten Weltkrieg“ anzuschauen. Man kann sie mit zahlreichen Ton- und einigen Filmexponaten in den Uferhallen und in abgespeckter Form in der Werkstatt der Kulturen sehen.
Die Ausstellung, konzipiert von dem Verein Africavenir, dem Verein Recherche International und dem Kölner Journalisten Karl Rössel, hatte im Vorfeld für einige Aufregung gesorgt. Offensichtlich hatte sich Philippa Ebéné eine vollkommen andere Ausstellung vorgestellt. Sie wollte „eine Hommage an die gefallenen POCs (People of Colour), die Deutschland vom Faschismus befreiten.“ Warum es in Vorfeld nicht möglich war, sich darüber zu verständigen, dass es sich hier offenbar um zwei gewaltig voneinander abweichende Konzepte handelte, ist kaum nachvollziehbar. Die Motivation Ebénés erschließt sich aus einem Artikel der Jungle World. Hier findet sich auch ein Interview mit Karl Rössel. Die gegenseitigen Unterstellungen und Vorwürfe der Zensur, des Eurozentrismus, Rassismus und Antisemitismus etc.- gerne auch von dritter Seite - waren so absurd wie schädlich. Haben der Ausstellung aber immerhin reichlich Aufmerksamkeit beschert.
Sicher ist die Ausstellung reichlich textlastig, aber sie ist ein Meilenstein. Erstmalig wird hier ein vergessenes Kapitel der Geschichte thematisiert, die Folgen des Zweiten Weltkrieges für Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika. Eine Fülle von Einzelaspekten der verschiednen Regionen, die das Interesse weckt, sich intensiver damit zu beschäftigen, wird präsentiert. Absolut sehenswert!


