Leben

Der Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober

gestartet von Gabie Westbrock (03.10.2007, 12:11)

Benutzerfoto: Gabie Westbrock

Gabie Westbrock

Administrator

03.10.2007, 12:11

Erinnert Ihr Euch noch, was Ihr am ersten Tag der Deutschen Einheit getan habt?

Ich fuhr mit meiner Mutter und einem meiner Söhne nach Weimar, in meine Geburtststadt.
3 Stunden Hinfahrt, 3 Stunden Aufenhalt, 3 Stunden Rückfahrt.

Weimar war ja immer eine der Vorzeigestädte der ehemaligen DDR und trotzdem sahen wir, dass alles nur Fassade war. Vorne Hui und hinten Pfui.
Das hat uns traurig gestimmt.
Fröhlich wurden wir erst bei echten Thüringer Rostbratwürsten und Brätln auf dem Marktplatz.
Überall in der Stadt herrschte Aufbruchstimmung.
Und das ZDF startete vor dem Theater, unter den Blicken von Schiller und Goethe, eine Diskussion mit Thüringern und Jugendlichen aus der BRD über das Empfinden, die Hoffnungen und die Wünsche der Menschen.

Gestern Nacht wurde diese Sendung anlässlich des 3. Oktobers wiederholt…
17 Jahre ist es her und die Bedenken der Menschen haben sich leider, in großen Teilen,bewahrheitet.

Lasst uns zusammenhalten.

Wir sind ein Volk!

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Benutzerfoto: lordhelmchen

lordhelmchen

03.10.2007, 12:19

ich glaube, ich hatte Dienst…. zwinker

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Benutzerfoto: meme

meme

Administrator

03.10.2007, 12:53

Für mich haben sich diese Bedenken nicht bewahrheitet - oder zumindest in vielen Bereichen nicht. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten kreide ich immer noch der damaligen Regierung an, die blauäugig und ohne auf warnende Fach-Stimmen zu hören, eine Invasion von West-Glücksrittern und damit einhergehende Zerstörung der gewachsenen Wirtschaft zugelassen hat.
Aber ich will keine politische Diskussion anfangen. Wir waren schon vor der Wende häufig im “Osten”, da mein Mann dort viele Verwandte hat, und wir fahren heute noch regelmäßig hin - nicht nur zu Verwandtenbesuchen. Deutschland ist so viel schöner und reicher geworden, seitdem wir wieder zusammen sind. Viele der geschichtsträchtigsten Identifikationsorte liegen in den neuen Bundesländern und werden nach und nach zu Schmuckstücken unseres Landes.
Auch die Stimmung ist zumindest unter den Leuten, die ich so regelmäßig kontaktiere, durchaus gut und nicht “Mauer-wieder-aufbauen-mäßig”. Es gibt Probleme hier wie da - so ist halt das Leben - aber ich empfinde absolut keine Trennungs- oder Fremdheitsgefühle mehr. Deutschland ist Deutschland - basta.
Was ich allerdings damals gemacht habe, dass weiß ich wirklich nicht mehr (dafür kann ich mich allerdings ganz genau an die Radio-Nachricht zum Attentat auf Kennedy erinnern) - ist das schon Alzheimer ;-) ??

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Benutzerfoto: Nicola

Nicola

Administrator

03.10.2007, 13:17

Nicht am ersten Tag der deutschen Einheit, aber vor 8 Jahren hätten mein Mann und ich gerne unser “Einheitskind” bekommen. Er kommt gebürtig aus Falkenberg/ Elster (Brandenburg) und ich aus Hildesheim(NIedersachsen). Leider hat es nicht geklappt und unsere Tochter ist am 04.10.99 geboren.

Die “VVende” selbst habe ich in Australien erlebt und konnte es alles nicht fassen.
VVieder in Deutschland vvurde man hier von Trabbis fast überrollt…
Inzvvischen glaube ich schon, dass Deutschland laaangsam zusammenfindet.

muaresis hat diesen Beitrag 03.10.2007, 13:59 geändert

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Benutzerfoto: muaresis

muaresis

03.10.2007, 14:10

Jena ist sehr schön, aber durch die Arbeitslosigkeit ziehen viele Menschen hier weg. Ich bin ja mal gespannt, wo ich nächstes Jahr sein werde. Möchte gern meinem Sohn die Chance geben, 2 Möglichkeiten zu haben (1. in Jena, 2. wo ich dann lebe), etwas zu erreichen. Ich mache mir viel Gedanken um die Zukunft meines Sohnes.

Man merkt wohl noch sehr stark die Unterschiede in vielen Dingen.
(ost-west, arm-reich)
Ich wäre sehr froh, wenn sich DAS ENDLICH geben würde.

muaresis hat diesen Beitrag 05.10.2007, 01:26 geändert

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Benutzerfoto: Tutulla

Tutulla

Administrator

03.10.2007, 17:20

Als Zonengrenzbewohner waren wir an diesem Tag mit dem Auto im Bereich von Bad Soden - Allendorf unterwegs, sind hupend, winkend und Süßigkeiten verschenkend mit tausenden von anderen Leuten in der Trabbiparade mitgefahren. Beim Überqueren der Grenzstelle in Istha hat unser damals dreijähriger Sohn angesichts des Grenzzauns gerufen: ” Oh Mama, gucke, ein Tennisplatz”! Sein Lieblingswort in dieser Zeit war “Trabbi”. Wir haben mehr als einmal im Dorf gestanden und Trabbis ( die find ich heute noch toll ) geguckt, die in Scharen durchs Dorf fuhren. In Folge der Grenzöffnung gab es seitenweise Kontaktanzeigen in unseren Zeitungen und wir haben darüber gute Freunde gefunden.

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Benutzerfoto: gourmet

gourmet

Administrator

05.10.2007, 20:05

Ja Gabie, Du hast Recht: Wir sind ein Volk.
Für mich war es eines der schönsten Erlebnisse in meinem Leben, als endlich West und Ost wieder in einem Land zusammen kamen. Ich hatte immer die fürchterliche Vision, das eines Tages Deutsche auf Deutsche in einem Krieg schießen würden.
Für mich ist der 3. Oktober der schönste Feiertag im Jahr.

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