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Lokales Bier in Mehrwegflaschen?

gestartet von Moe (28.08.2007, 16:45)

Benutzerfoto: Moe

Moe

28.08.2007, 16:45

Stimmt das eigentlich, oder ist es ein “urban Myth”, dass man als Biertrinker aus ökologischen Gründen doch bitte jeweils das Bier aus der Gegend in der man sich aufhält kaufen sollte, und zwar in Mehrwegflaschen? Denn andere Biere würden oft genug 500km oder mehr zurücklegen, bis sie dann im Laden stehen. Ich hab zwar keine Ahnung ob das tatsächlich stimmt, handhabe es aber in der Tat so. Daher trinke ich nun Astra statt Ottakringer, obwohl ich das Astra ziemlich “gewöhnungsbedürftig” finde, um ehrlich zu sein. ;-)

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Benutzerfoto: naiart

naiart

28.08.2007, 16:49

hmmm … ich denke das mit dem Bier geht noch … Wasser aus Italien finde ich krasser … aber wenn Dir das Astra auch schmeckt, ist es ja ok - es gibt schließlich so viele Biermarken in der Umgebung …. wenn Du z.B. Becks aus Bremen trinkst, wirst Du die Ökobilanz sicherlich nicht kaputtmachen ;)

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Benutzerfoto: Stephan Uhrenbacher

Stephan Uhrenbacher

Administrator

28.08.2007, 17:28

Das Thema müsste eigentlich heißen: Lokale Getränke in…?
Gerade bei Wasser geht mir oft die Galle hoch: Am Wochenende im Hotel an der Ostsee: Taunusquelle! (aus Bad Homburg). Also: Jeder Liter Wasser reist 600 km. Mindestens. Quatsch.
Oder (hier wird es Protest geben: Volvic (glaube ich von Danone), Evian (Nestle?) aus Frankreich. Kann man problemlos in den USA bekommen.

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Benutzerfoto: wrnr

wrnr

29.08.2007, 09:28

Stimmt, Stephan, das sollte auch andere Getränke betreffen.

Ich freu mich einerseits, daß Fruchtsäfte aus Österreich in Deutschland schon gut verbreitet sind (yo, happy day, pfanner, ... ), bin aber auch skeptisch, ob es nicht besser wäre (derzeit) Sachsenobst zu trinken.

Andererseits kommen die Orangen für O-Saft ja meist aus Übersee (bestenfalls Spanien, oder östliches Mittelmeer), die Äpfel auch nicht immer aus der Region oder Südtirol (sondern vermutlich auch aus Chile, Neuseeland oder China, wenn ich mir das Angebot im Supermarkt so anschau’). Also: müssten wenigstens die Abfüller im umweltverträglichen Umkreis sein (wo das gelieferte Konzentrat mit Wasser verdünnt wird). Bei Almdudler und den ganzen anderen Limonaden (pops) werden ja meist auch nur Konzentrate transportiert und regional verdünnt.

Bei hier wachsenden Obstsorten könnte man beim Hersteller nachfragen, ob auch regionales Obst verwendet wird, oder am Markt vom Bauern des Vertrauens kaufen. Kostet aber dann sicher einiges mehr als beim Diskonter.

Beim Bier halte ich es auch wie Moe. Ottakringer muß nicht bis nach Leipzig oder Berin fahren. Gibt ja auch hier gute Brauereien (muß man sich mal durchkosten). Von Leipzig aus sollten tschechische Biere aber auch noch umweltverträglich sein, oder?

Gibts eigentlich unter den x-Umweltsiegeln eines, das diese Faktoren prüft, abwägt und eine Empfehlung gibt?

wrnr hat diesen Beitrag 29.08.2007, 09:29 geändert

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Benutzerfoto: naiart

naiart

29.08.2007, 10:55

@wrnr: Bzgl. der Herkunft bei Säften: es steht manchmal auf den Etiketten drauf. so kommen z.B. die Früchte der Heil-Säfte (sehr lecker auch) fast ausschließlich aus dem Taunus (zumindest bei den standard-Sorten).

Was Umweltsiegel angeht, gibt es ja nicht so viele, da im Lebensmittelbereich fast alles auf Bio ausgerichtet ist.

Ist tatsächlich ein schwieriges Thema, finde ich auch … das gleiche gilt auch für alle anderen möglichen Produkten.

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Benutzerfoto: wrnr

wrnr

29.08.2007, 11:11

Ist das label “Bio” nicht schon recht verwässert? Daß man auch “Bio” draufschreiben kann, wenn z.B. der LKW mit Biodiesel fährt?

Das Thema kann man voerst nur so lösen, daß jeder die Faktoren für sich selber abwägt. Dazu braucht man aber die nötige Information. Die zusammenzutragen ist nicht einfach.

Ein Communityportal mit dem Thema ist auch kaum machbar, da sich da schnell die Unternehmen reinhängen und Beweise für Behauptungen verlangen. Bleibt: Testberichte lesen, Etiketten lesen und richtig interpretieren, Artikel über Hersteller lesen - darauf aufbauend ein “persönliches Umweltsiegel” vergeben (Waren ohne “pUs” nur in Ausnahmefällen kaufen).

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Benutzerfoto: Stephan Uhrenbacher

Stephan Uhrenbacher

Administrator

29.08.2007, 12:25

Nö, der Meinung bin ich nicht. Wenn man sagt: “Ist doch eh alles verwässert”, dann ist das meist ein (auch von mir früher benutzter) Vorwand, nichts zu tun.

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Benutzerfoto: wrnr

wrnr

29.08.2007, 12:40

@Stephan: wollte das Label hinterfragen, ob es wirklich Orientierungshilfe bietet. Ob man sich einfach drauf verlassen kann - was schön wäre.
Da “Bio” zum Geschäft wurde, wird es mE immer weiter ausgelegt.

Sich selbst zu informieren und danach einzukaufen wird wohl immer notwendig sein, wenn das Umweltbewusstsein nicht nur Lippenbekenntnis sein soll. Ein verlässliches Label kann dabei nur eine Hilfe sein, kein Garant.

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Benutzerfoto: Landstreichler

Landstreichler

31.08.2007, 08:44

Um das Thema Wasser nocheinmal aufzugreifen. Wir benutzen seit etlichen Jahren einen Wassersprudler. Der Grund ist weniger das Umweltbewußtsein als vielmehr die Bequemlichkeit. Ich habe keine Lust kistenweise Wasser zu schleppen, wo ich doch eine Wasser-Pipeline direkt in’s Haus besitze.

Ich weiß jetzt nicht genau, wie es in HH ist, ich glaube da kam das Wasser aus der Lüneburger Heide, muß doch eigentlich schmecken. Hier in Wedel ist es jedenfalls sehr gut zu genießen. Auch mal ohne Gas, wenn man Bedenken wegen CO² haben sollte.

Das Einzige, was ich aktuell ab und zu mal in großen Mengen an Getränken kaufe ist Milch. Der Garten ist für eine Kuh dann doch auf Dauer etwas zu klein.

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Benutzerfoto: naiart

naiart

31.08.2007, 10:00

@wrnr: Umwelt und Biosiegel sind zwei verschiedene Dinge. Die einen beziehen sich auf umweltschonende Produkte (z.B. Blauer Engel), die anderen auf Bedingungen bei der Lebensmittelproduktion (z.B. EU-Bio Siegel). Letztere sagen nur aus, dass z.B. keine Pestizide, Fischmehl, Käfighaltung etc erlaubt sind), aber nicht, ob es Umweltschonend geliefert wurde (das Bio Siegel gibt es somit auch für Kiwis aus Neuseeland).

@Landstreichler: Unser Wasser in Hamburg ist leider extrem kalkhaltig und nicht besonders schmackhaft (auch wenn nicht schlecht)

naiart hat diesen Beitrag 31.08.2007, 10:04 geändert

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