gestartet von Stephan Uhrenbacher (16.09.2007, 14:45)
Aktuell ist das Barrel Rohöl schon wieder auf einem Höchststand (80$), die letzte AKW-Skandal ist 6 Wochen her (Vattenfall/Krümmel).
Wir brauchen alle miteinander ungefähr die Hälfte der Energie pro Person, wie jemand, den in den USA wohnt.
Aber es geht auch mit viel viel weniger. Wie sind Eure Erfahrungen?
Von allen “Nachhaltigkeitsthemen” fällt mir das Thema Energie subjektiv am leichtesten…
Erreicht: StromStrom
Verkehr
Heizung / Warmwasser
einkaufen
wrnr hat diesen Beitrag 28.09.2007, 16:22 geändert
Strom
-Licht aus, wenn ich nicht im Raum bin.
-Energiesparlampen, wo das meiste Licht brennt, allerdings noch nicht überall.
-Stecker raus bei TV wenn keiner glotzt
-PC komplett vom Netz, wenn nicht mehr benötigt, also kein Standby
-beinahe alles Geschirr in den Geschirrspüler, bis auf fiese Töpfe.
-Wäschetrockner hat Hausverbot!
Heizung/Warmwasser
-Socken, Pullis und Kuscheldecken wenn ich länger irgendwo sitze, lieber als die Heizung aufdrehen.
-kurzes Duschen, selten echtes Genussduschen, nur wenn ich total verfroren bin
-kein fließendes Wasser beim Zähneputzen usw. , allerdings beim Töpfe abwaschen
Mobilität
-mehr Rad als Auto, trotz Entfernung. Wenigsten haben wir nur ein Auto. Ich hoffe sehr, das bleibt so.
-auch gerne unterwegs mit der regionalen Bimmelbahn, trotz Umständlichkeit
-Urlaub immer noch gernel mit Auto
-nicht gut: Nach Wien am liebsten mit Billigflieger. Da kann ich nicht widerstehen, mit Frankfurt vor der Tür…
Shopping
-ich mach mich schlau durch versch. Bücher und Zeitschriften, wie z.B. Ökotest oder Stiftung Warentest, woher kommen die Produkte, was ist drin?
-möglichst regionale Anbieter unterstützen
-mir ist schon ethisches Verhalten der Unternehmen wichtig. Zumindest informiere ich mich so weit ich kann und bemühe mich dann, bei denen zu kaufen, von denen ich denke, sie sind fair und umweltbewußt.
- lieber leiste ich mir gute Produkte, die länger halten als diese Wegwerfnummern, die nur preiswert sind. Aber auch hier ist nicht jedes teure Produkt gleich gute Qualität. Recherchieren tut not und gestaltet sich manchmal als schwierig. Hasse Discounter aus Prinzip. Aber langsam öffnet sich auch mein bornierter Horizont und anscheinend ist nicht jedes “dieser” Produkte ein ausbeuterisches…
-weniger essen
-mehr instand halten, reparieren, selbst nähen, selbst kochen
noch auf der to-do-list
- Stromanbieter wechseln
-noch mehr Plastikmüll vermeiden, diese Sch… verpackungen..
sybill hat diesen Beitrag 04.10.2007, 12:47 geändert
Das mit dem Stromanbieter wechseln ist echt schwer. Kein Witz. In der Firma geht das schon ewig mit dem Vermieter hin- und her: Wie ist unsere Zählernummer. Und privat musst Du auch bei der Hausverwaltung fragen
Stimmt leider. Unser, sonst sehr lieber Vermieter, sieht das nicht ein. Er hat auch ein Argument: Er sagt, es sei besser man unterstütze Ökostrom-Anbieter effektiver wenn man ihre Aktien kauft oder Ähnliches. Je mehr Leute das täten, desto eher würden die großen, fiesen Stromanbieter gezwungen werden, Ökostrom zu kaufen und anzubieten. Strom direkt von einem Ökostrom-Anbieter zu beziehen wäre sehr unrentabel und auch sinnlos, weil sie eh die schon vorhandenen Kabel nutzen müßten. Hier allerdings versagt meine Erinnerung an das Gespräch mit unserem Vermieter und während ich dir das schildere frage ich mich, wo denn jetzt das Problem sei. Er meinte irgendwie, die Kabel wären von den großen Stromkonzeren belegt und die würden dann eh wieder so eine Art Maut verlangen und dann würde es wieder sehr teuer werden.
Stimmt das, bringe ich was durcheinander, kennst du dich da aus? Welches Argument hätte man denn als Mieter um sich aus dem üblichen Stromnetz zu kündigen und von einem Ökoanbieter Strom zu kaufen?
Wie meinst du das mit “wie ist unsere Zählernummer?” Ich bin die totale Laiin (gibts das überhaupt in weiblicher Form?? Klingt doof) aber ich ärgere mich total über die Stromkonzerne, ganz schlimm finde ich, was die da veranstalten!!
Zu den Stromleitungen:
die sind in den Händen von vier großen Übertragungsnetzanbietern : RWE, Eon, Vattenfall, EnbW. Die verlangen dafür Netznutzungsentgelte
In diesem Wikipedia-Artikel ist für Privatnutzer eine einfache Auflistung:wrnr hat diesen Beitrag 04.10.2007, 13:16 geändert
Danke wrnr!
Das war mal hilfreich.
Verstehen tu ich dennoch nicht, weshalb es so schwierig ist, aus dem konventionellen Netz auszusteigen. Wäre der Wechsel jetzt besonders teuer wegen Netznutzungsentgelte + leider immer noch sehr teurem Ökostrom? Oder steckt da dann auch eine rein technische Komplikation dahinter, andere Zähler, andere Stromleitungen, etc…?
Warum stellen sich die Vermieter so quer?
Ich guck jetzt auch mal bei Wiki nach, bin aber dennoch dankbar für eine Antwort.
Hab vor einiger Zeit mal was gelesen über Ökostrompartys: Da kommt wer und informiert zu verschiedenen Anbietern, und berät, welcher der passende ist.
Ich werd noch recherchieren, wer das macht - war glaub ich, in Sachsen, die wollen aber expandieren (wenn ich mich recht erinnere).
Vermutlich könnden die auch Infos geben, wie Probleme beim Umstieg gelöst werden können.
Wir sind bei Lichtblick (100% Ökostrom) ... ist ein bisschen (5-7%) teuerer als der lokale Anbieter Vattenfall mit konventionellem Stromangebot … allerdings kann man viel durch das Verhalten sparen (siehe Beiträge oben). Außerdem habe ich rausgefunden, dass es auch noch günstigere Ökostrom-Anbieter gibt, die genau den gleichen Preis anbieten können wie der lokale Anbieter (da kann man auch mal sehen, wie deren Gewinnmargen sind).
Für uns war das nur einmal Formular ausfüllen und Stromanzeige ablesen, ganz einfach.
Lichtblick bietet übrigens für den Norden Deutschlands jetzt auch Öko-Gas (aus Biogasanlagen) an, soll angeblich genauso teuer sein wir das übliche Gasangebot, habe ich aber nicht geprüft.
Aber vergleicht doch mal selber mit dem kostenlosen Stromvergleich
naiart hat diesen Beitrag 05.10.2007, 10:06 geändert
Im übrigen lassen wir in unserem Haus gerade alle Fenster austauschen (auch aus Gründen der Isolierung). Hoffe, dass bringt dann auch was …
@naiart
danke für die info. ich muss noch mal mit unserem vermieter reden, wegen stromanbieterwechesel.
wir sind bisher die mieter im haus, die immer am wenigsten strom verbrauchen…. ich weiß auch nicht, was die anderen so machen. dennoch hätte ich lieber sauberen strom.
jaha, obacht! das mit den fenstern…. bei uns ist das haus so superschön isoliert, dass es gleich schimmel gab, im ersten winter, trotz, (oder wegen?), meiner guten lüftungsstrategien. jetzt haben wir eine mechanische lüftung reingebaut gekriegt, mal sehen.
was sehn`ich mich nach dem guten alten wiener altbau mit doppelfenster in die man dann im winter einfach kissen legt, damits nicht kalt reinzieht und dennoch ist die wohnung nicht totisoliert.
naja, die heizkosten…. schon klar.
@sybill
da mache ich mir keine Sorgen, da wir ja in einem alten Haus wohnen …
Bzgl. Stomwechseln: Zahlt Ihr Stromkosten über den Vermieter? Bei uns war das bislang so, dass wir immer direkt Strom abgerechnet haben, dadurch haben wir auch immer entscheiden könnenn, welchen Anbieter wir wählen. Ist anscheinend bei Euch nicht so? Und wenn nicht, kann es Ihm doch eigentlich egal sein, da er Euch die Kosten sicher 1:1 weitergibt.
Ich habe es privat endlich geschafft. Die Stromzählernummer gefunden (war doch auf der Vatttenfall-Abrechnung drauf) und bei Lichtblick angemeldet.
Für Qype sind wir noch dran.
Stromanbieter wechseln ist wirklich einfach. Auf www.atomausstieg-selber-machen.de stehen gute Infos und empfehlenswerte Anbieter. Auf keinen Fall “Ökostrom” vom konventionellen Anbieter kaufen, das ist wirklich Abzocke!