Qualmfrei genießen

Qualmfrei genießen

Kulinarisch genießen, während der Nachbar raucht? Nein, danke!

Drogenabhängigkeit

gestartet von Liesl (10 September 2007)


  • 10 September 2007

    “Meinen Kindern gegenüber tituliere ich die Raucher immer als drogenabhängig”, sagt Landstreichler.

    Absolut korrekt. Die wenigstens Raucher behalten ihre Entscheidungsfreiheit, was die Kippe angeht. Angeblich hat Nikotin ein höheres Suchtpotential als Heroin, das heißt, die Abhängigkeit tritt schneller ein als bei Heroin.

    Fahrlässig scheint mir eher, Rauchen einfach als schlechte Angewohnheit zu werten, das geht entschieden am Problem vorbei.

    Liesl hat diesen Beitrag 13 September 2007 geändert

  • Kay

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    10 September 2007

    Umso unverständlicher, dass die Regierung darauf nicht reagiert. Auf der anderen Seite wieder ein Lehrbeispiel über Lobbyismus in der deutschen Politik.

  • 12 September 2007

    Kay, welche Reaktionen seitens der Regierung wünschst du dir denn sonst noch, zusätzlich vom meiner Meinung nach eigentlich selbstverständlich sein sollenden Rauchverbot in Restaurants?

  • Kay

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    12 September 2007

    Prinzipiell sollte Rauchen in der Öffentlichkeit verboten werden, überall dort, wo Menschen belästigt werden könnten. In einigen Ortschaften von, ich glaube es war Kalifornien, ist Rauchen verboten, wenn andere Menschen in der Nähe sind. Das gilt auch zu Hause.
    Es kann doch nicht sein, dass es völlig normal ist, dass Mütter in der Nähe ihrer Kinder rauchen. Was ich schon gesehen habe, ist Wahnsinn. Da steigen drei rauchende Erwachsene in ein Auto mit nem Kleinkind. Mich stört beispielsweise, dass meine Nachbarn im Hausflur rauchen. Genauso nervt es, wenn die Rauchschwaden dieser Nachbarn in meine Wohnung ziehen, wenn die am Fenster rauchen. Besonders extrem ist es bei mir auf Arbeit, wie in meinem Blog zu lesen ist.

    Das Rauchverbot in Restaurants Einrichtungen des Bundes ist ein Anfang. Wenn diese Verordnungen erstmal umgesetzt werden, wäre das wirklich gut. Bisher gibt es aber nur Übergangsphasen, wo man nur hinschaut.

    Aber nochmal zurück zum ursprünglich Inhalt dieses Threads: Wenn rauchen abhängig macht, sollte es genauso verboten werden, wie andere Drogen.

  • 12 September 2007

    Rauchen zu verbieten, sobald es andere belästigt, fände ich okay.

    Aber willst du allen Ernstes sämtliche Drogen verbieten? Dann musst du nicht nur ein Rauchverbot in Kneipen fordern, sondern Kneipen komplett abschaffen - mit Ausnahme von Limo-, Saft- und Milchbars. ;-)

    PJebsen hat diesen Beitrag 12 September 2007 geändert

  • Kay

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    12 September 2007

    Hmm, sagen wir mal so, Rauchen belästigt und schädigt unbeteiligte Personen. Von daher ist es schon was anderes, würde ich sagen.

    Was Alkohol angeht: Wenn man sich anschaut, wozu exzessiver Alkoholgenuss manchmal führt, würde ich mir schon wünschen, wenn man das etwas einschränken könnte, aber ich trinke auch gerne mal einen Cocktail, aber in Maßen halt. Das ist aber eine andere Diskussion. Da Dritte nicht direkt betroffen sind, ist es, wie gesagt, schon etwas anderes. :-)

  • 13 September 2007

    Hallo,
    ich bin seit einigen Jahren Nichtraucher und bin ein absoluter Befürworter der Rauchverbote in Restaurants etc., überall wo andere belästigt werden finde ich das ok.
    Allerdings habe ich so meine Probleme mit generellen Verboten! Zum einen sind wir eine freiheitliche Gesellschaft und der Staat sollte nicht zuviel regeln, zum anderen gibt es auf vielen Gebieten absolute Verbote, die auch nur bedingt helfen. In der Prohibitionszeit (Alkoholverbot) in den USA, gab es z.B. mehr Tote durch Alkohol als jemals zuvor.
    Ein differenziertes Vorgehen mit Suchtmitteln halte ich für unerlässlich.

  • Kay

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    13 September 2007

    Klar, stimme dir auch soweit zu, wie keine Außenstehenden betroffen sind. Die Freiheit des Einzelnen geht soweit wie die Freiheit anderer nicht eingeschränkt wird. Das gilt fürs Rauchen genauso wie für Alkohol und andere Drogen.
    Ich bin auch keinesfalls für ein Verbot von Alkohol. Es sollte jedoch bewusster damit umgegangen werden. Es kann nicht sein, dass man sich schon ab 16 Jahre ins Koma saufen kann.

  • 13 September 2007

    Absolut richtig! Aber ich glaube das ein Symptom unserer Gesellschaft und lässt sich nicht durch Verbote ändern. Wichtig wäre, dass Erwachsene, Eltern entsprechend vorleben und andere Werte und Perspektiven vermitteln.

  • 13 September 2007

    Ich stimme AquaMellon zu. Komplettverbote bringen nichts, sie erhöhen bei manchen Jugendlichen allenfalls den Reiz.

    Die negativen Auswirkung von Prohibition sieht man nicht nur beim Beispiel Alkohol, sondern auch bei anderen Drogen. Als etwa in den USA der so genannte War on Drugs begann, schwenkten die Dealer von Marihuana auf Kokain um, weil das leichter zu schmuggeln und gleichzeitig profitabler war - gemäß dem Motto: Wenn wir schon ein größeres Riskiko eingehen, dann soll sich das auch richtig lohnen.

  • 13 September 2007

    @AquaMellon: Das halte ich auch für ganz entscheidend.

    Es ist doch albern, den altgedienten Rauchern auf den Kopf zu hauen. Sie rauchen doch schon lange nicht mehr freiwillig, auch wenn sie es sich selber nicht eingestehen. Es gibt so typische Raucherkarrieren: mit 10, 12 oder 14 Jahren angefangen (je früher, desto erstrebenswerter für die Zigarettenindustrie), mit 20 bei einer Packung am Tag, mit 40 beim doppelten und maximaler Horror vorm Aufhören.

    Je früher die Werbung greift, desto sicherer die Kunden. Mir wird regelmäßig schlecht, wenn ich diese kostümierten Einsatzkommandos vorbeischwirren sehe, die ihre Minipackungen verschenken, mit Vorliebe an Teenies. Das könnte doch locker verboten werden einschließlich der gesamten Werbung.

    Liesl hat diesen Beitrag 13 September 2007 geändert

  • 13 September 2007

    Außerdem glaube ich das Suchtmittelgebrauch und alles damit verbundene nicht gänzlich abzuschaffen ist. Es gehört zum Menschen dazu. Die Frage muss lauten wie kann man diesen Komplex gestalten um die Schäden möglichst gering zu halten und andere zu schützen. Wenn es um die Frage der geringen Schäden geht ist eine extrem rigide Drogenpolitik oft kontraindiziert, da durch unnötige Kriminalisierung zusätzlich Probleme geschaffen werden.

  • 13 September 2007

    Soweit ich weiß, ist die Illegalität meist das größte Problem. So sterben mehr Heroinabhängige an den beigemischten Stoffen anstatt am Heroin selbst.

  • 13 September 2007

    Ich weiss nicht, ob bei harten Drogen die Legalisierung richtig wäre, aber zu mindest weniger Kriminalisierung. In Holland gibt es Beispiele, dass Abhängige, die saubere Drogen kontrolliert von Staat bekommen, eine relativ normales Leben führen (arbeiten, Familie, etc.) und manchmal später dann auch den Ausstieg schaffen. Denn sie sind dann nicht mehr im Milieu!

    AquaMellon hat diesen Beitrag 13 September 2007 geändert

  • 13 September 2007

    Mir hat ein US-Arzt vor langer, langer Zeit mal “15 Gründe, warum alle Drogen legalisiert werden sollten” geschickt. Zu keinem der Gründe fällt mir ein Gegenargument ein.

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