gestartet von Axel Eble (08.12.2007, 20:39)
Je nun, das heikle Thema. Wann, was und wieviel dürfen die Kurzen glotzen?
Bei uns sind es die Sendung mit der Maus und der tägliche Sandmann, ggf. auch noch eine Sendung vor dem Sandmann auf KiKa. Bei anderen Sendungen als den beiden ist auf jeden Fall immer mindestens einer von uns dabei - schon allein um eventuelle Dinge abzufangen, die für die Jungs zu viel sind.
Wieviel laßt Ihr schauen und was? Wie wählt Ihr aus? Was bedeutet für Euch “Medienkompetenz”?
[Update: meine beiden sind 3 und 5]
Axel Eble hat diesen Beitrag 08.12.2007, 23:22 geändert
Die meisten Sachen kommen von unserem Festplatten/DVD-Rekorder. So sind wir frei in der Zeitplanung.
Schwer populär ist aktuell bei uns (bei allen dreien von 1,5 bis knapp 5J) “die kleinen Einsteins”. Eine Folge dauert bereits ca. 20min. Die gibts aber auch nicht jeden Abend, dafür manchmal am Nachmittag.
Mal gibt es auch eine Tiersendung (Zoo & Co oder so) wenn es gerade in den Zeitplan paßt.
Ausnahmen gibt es auch mal. Aber meist eben von der “Platte”.
Im Sortiment angesammelt hat sich auch “Bob der Baumeister”, “Feuerwehrmann Sam”, “Postbote Pat” (find ich auch nett)
Unsere schaut mit uns Tagesschau, während sie in den Schlafsack gepackt wird. Aber bei 9 Monaten gibt es auch noch keine große Diskussion … ;)
Wenn sie mal größer ist, dann ist das einzige, was meine Frau schon jetzt festgelegt hat: KEIN Fernseher im Kinderzimmer. Finde ich auch sinnvoll (und leider nicht selbstverständlich).
In jedem Fall haben wir eine Dreambox, mit der man prima Sendungen auf Platte aufnehmen kann - das reduziert die Werbebelastung.
Fernsehen im Kinderzimmer geht wirklich nicht … ansonsten denke ich sollten Alterseinstufungen bei den Sendungen eingehalten werden und es sollte auch eine Zeitbegrenzung nach Alter geben. Kleinkind 20 Min., ältere Kinder auch längere Sendungen, wobei die Medienzeit (also auch Internet, Konsolen, CDs) nicht die Überhand über die verfügbare Freizeit gewinnen sollten.
naiart hat diesen Beitrag 22.01.2008, 18:28 geändert
Also ich setze meine kleine auch nicht von Morgen bis Abens vor die Klotze.
Aber wenn man es den Kindern ganz verbietet gehen sie zu ihren freunden und sitzen da den ganzen Tag vor der Klotze. Wenn man sie aber zu viel schauen läst werden sie süchtig, oder es interresiert sie irgendwann nicht mehr.Ich denke jedes Kind ist anderst und das muss man selbst heraus finden.
@ Axel: Ich glaube, man kann das immer noch steuern, wenn man es vorlebt: Wir sehen so gut wie kein fern, und wenn dann nur DVD. Unser Sohn (5) darf einmal am Tag eine Folge (15 min) von der DVD sehen. Das reicht ihm meistens.
Sandmann, und mit Papa Sonntagsmorgencomics, weil unsere Familie einfach so medial veranlagt ist das es verlogen wäre dauernd zu sagen “Nein, ihr dürft nicht fernsehen, aber Papa und Mama bloggen und gucken jeden Abend Serien.” Muss man halt im Rahmen halten, manchmal ist es hilfreich, gerade jetzt in der Spätschwangerschaft.
(...) manchmal ist es hilfreich (...)
Das muß ich auch zugeben. Z.B. als in letzter Zeit unser Nachwuchs inhalieren mußte (Bronchitis & Co). Dann war TV das ideale Mittel um die Kinder für die nötige Zeit an die Maske und die Couch zu fesseln.
TV-Sedation :–)
Landstreichler hat diesen Beitrag 06.02.2008, 08:30 geändert
Mein persönliches Reizthema:
Rückblende:
Meine Partnerin hat´s mit Ihren beiden Kindern aus erster Ehe in den letzten sieben Jahren nicht in den Griff bekommen. Aufgestellte Regeln hielten keine 5 Minuten. Das wurde wegglotzt was immer ging. Am Ende war´s dann so schlimm, da liefen in verschiedenen Zimmern drei Fernseher gleichzeitig und es wurde bei Werbung ins Nachbarzimmer gegangen. Fernsehen wirklich als Kommunikationsersatz. Der lief pausenlos. Aktivitäten? Fehlanzeige.
(Ich muss erklärend hinzufügen, dass wir zwei Haushalte führen: sie mit Haus am Stadtrand, ich mit Cityapartment.)
Nun kann man wohl nur versuchen es beim leiblichen Kind besser zu machen. Habe ich wie folgt gelöst:
Im Haus: wurde Kabel-TV abbestellt, in der Annahme man könnte das mit DVB-T abdecken, funktioniert nur leider nicht. Somit seit Sommer 07 kein TV Empfang mehr. Er werden jetzt nur noch ausgewählte DVDs aus der Bücherhalle geguckt.
Im Cityapp.: Kabel-TV gar nicht erst angeschlossen.
Wenn meine Tochter an einem Samstag Nachmittag um 14 Uhr mit der Frage “papa kann ich einen film sehen” ankommt, ist das ein Zeichen dafür, dass ihr langweilig ist. Dann bin ich gefordert sie für etwas Neues zu interessieren.
Seitdem bewegen sich die Film-/Fernsehzeiten auf sehr überschaubarem Niveau. Stattdessen hat sie (geht noch nicht zur Schule) mittlerweile lesen und schreiben gelernt und gelegentlich spielen wir memory, monopoly etc. auf englisch.
Geht doch, auch ohne…
@ towermän: Genial!
@ towermän: Hört sich klasse an. Und viel besser als ein Verbot, das dann nur dazu führt, dass sie Freunde besuchen und dann dort TV schauen.
@towermän: das es auch ohne geht, wundert mich nicht. Bei den Kleinen ist fast alles nur eine Frage der Übergangszeit und Alternativen, die sind halt noch voll flexibel.
Im übrigen ist Langeweile bei Kinder nichts schlechtes. Ich habe nun schon aus verschiedenen Quellen gehört, dass es eine Quelle für Kreativität (was neues interessantes einfallen lassen) und Eigeninitiative (nicht dauernd was vorgesetzt bekommen) ist. Von daher ruihg mal zulassen und nicht immer schlechtes gewissen bekommen.
@telakin: ich musste meiner tochter noch nie etwas verbieten. ich formuliere das immer als bitte, nämlich “dass sie etwas tut” und nicht dass sie etwas nicht-tut. im ergebnis das gleiche, nur eben nicht negativ formuliert und behaftet. so bleibt auch die stimmung immer positiv.
als nachtrag noch: ich fand es immer schrecklich den kindern beim fernsehen zugucken zu müssen. wenn ich nicht JETZT was mit meinen kindern unternehme, wann dann?
statt fernsehen (ich habe das letzte mal im august 07 selber reingeschaut) ziehe ich es vor meiner tochter möglichst viele inhalte anzubieten: leider reicht auch so die zeit gar nicht alle aktivitäten und möglichkeiten auszuprobieren.
wenn davon noch fernsehen abginge, wäre das in wortessinne: zeitverschwendung.
Bin härter geworden was Fernsehen angeht, ein Buch ist immer die bessere Alternative bzw. Malen, Knete spielen oder toben. Ich werf die Kiste bald auch noch aus dem Fenster, zumindestens den Kabelempfang.