Sinn- und Haarspalter

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Besinnliches per Massenmail?

gestartet von Sancho (22.12.2007, 12:46)

Benutzerfoto: Sancho

Sancho

22.12.2007, 12:46

Aus aktuellem Anlass:

geht es nur mir so, oder ist das tatsächlich eine Unsitte, Weihnachtsgrüße, vornehmlich solche, die zur Besinnlichkeit aufrufen, per Massenmail an möglichst viele Kontakte zu verschicken? Womöglich sogar noch garniert mit dem Hinweis, bei dem vielen Stress sei man nicht dazu gekommen, mehr Zeit dafür zu investieren?

Ich reagiere auf sowas sehr empfindlich, habe ich festgestellt. Entweder jemand hat die Zeit und die Lust, mit mir zu kommunizieren, dann soll er das tun. Wenn nicht, dann ist das auch absolut in Ordnung. Aber eine allgemeine Begrüßerei, nur um der Ordnung Genüge zu tun (“ich hab ja immerhin gegrüßt!”), das finde ich völlig überflüssig.

Wie seht Ihr das?

Sancho hat diesen Beitrag 22.12.2007, 17:48 geändert

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Benutzerfoto: telakin

telakin

22.12.2007, 13:05

Wenn sie zu allgemein oder gehäuft daherkommen schwankt meine Reaktion zwischen genervt bis unberührt.

Umso mehr freut mich dann der ein oder andere persönliche Gruß innerhalb des X-mas-Spams …

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Benutzerfoto: Siri

Siri

22.12.2007, 16:17

je nun - XMAS-spam ist natürlich nicht unbedingt die feine englische art.

andererseits möchte die/der eine oder andere vielleicht allen seinen kontakten (auch außerhalb von QYPE) einen gruß zukommen lassen, kann aber wirklich nicht tagelang mils und/oder briefe schreiben?

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Benutzerfoto: telakin

telakin

22.12.2007, 17:09

Leider multipliziert sich die gefühlte Ernsthaftigkeit und das Persönliche so nicht unbedingt, sondern teilt sich eher durch die Anzahl der Empfänger.

Derjenige hat keine Zeit mir persönlich zu schreiben, aber ich soll mir Zeit nehmen es zu lesen?

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Benutzerfoto: Sancho

Sancho

22.12.2007, 17:48

Danke, telakin, genau das ist es. Wer keine Zeit hat, der soll es lassen, ich nehme es ihm nicht übel.

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Benutzerfoto: BerndB

BerndB

22.12.2007, 20:19

Daten- und Informationsaustausch per Email ist aus meinem beruflichen Alltag nicht mehr weg zu denken. Ohne würde das Arbeitspensum nicht zu bewältigen sein. In meiner Branche ist Zeit Geld und Schnelligkeit verschafft Vorteile.
Ebendarum ist es, wie Ihr schon sagt Sancho & Telakin, um so wichtiger sich die Zeit für den Einzelnen zu nehmen. Sicher gerät aufgrund der zeitlichen Einschränkung mal einer hin das Hintertreffen. Aber soviel wertvoller ist dann die persönliche Zuwendung.
Meinen Kunden schicke ich alljährlich eine Weihnachskarte ( incl. Gutschein für eine Leckerei ) per Hand geschrieben und unterschrieben und adressiert. Ich bin der Überzeugung, dass sich dies von der Masse der alljährlichen Flut der Weihnachts- und sonstigen Grüsse abhebt. So far.

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Benutzerfoto: Sancho

Sancho

22.12.2007, 21:13

OK, bei Geschäftskontakten erwarte ich nicht wirklich eine persönliche Ansprache, und ich freue mich jedes Jahr über die Lebkuchen von der GfK aus Nürnberg, die ganz bestimmt nicht nur mir geschickt werden…

Ich meinte aber solche Mails im privaten, freundschaftlichen Rahmen oder im halbprivaten wie hier auf Qype, bei dem man keinerlei Verpflichtung hat und auch kein geschäftliches Interesse verfolgt wird.

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Benutzerfoto: BerndB

BerndB

22.12.2007, 22:31

Nun, bei der Vorgehensweise mache ich eben keinen Unterschied zwischen geschäftlichen und privaten Kontakten. Die Freude über zugeschickte Dinge ist das Eine. Sei es gegönnt. Auch hier ist ein Automatismus vorhanden.
Ähnlich der Massenmail….

Versteh’ Dich schon. Mir “persönlich” geht es genau so. Wenn jemand etwas von mir möchte oder mir etwas mitteilen möchte, dann soll er/ sie sich auch die zeit nehmen, um es mir mitzuteilen. nehme mir auch die zeit es zu lesen.

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Benutzerfoto: buchstäblich

buchstäblich

26.12.2007, 19:05

Ich oute mich: Ich habe so eine Rundmail verschickt.
Normalerweise mag ich es nicht, aber:

Ich hatte einerseits das Bedürfnis, all meinen Kontakten hier schöne Feiertage zu wünschen, andererseits wirklich nicht genug Zeit, jedem einzeln eine Mail zu schicken.
Dass manch einer dergleichen nicht grad super findet, war mir klar. Aber der eine oder andere hat sich trotzdem gefreut und es mir nicht übel genommen.
Bei allen anderen entschuldige ich mich, bzw. habe ich das bereits getan, und gelobe, demnächst mehr Zeit für individuelle Grüße mitzubringen - die ich selber natürlich auch viel schöner finde - sowohl hinsichtlich des Verschicken als auch des Bekommens, und hoffe, dass dies dann auch klappt.

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Benutzerfoto: BerndB

BerndB

27.12.2007, 00:19

Qoute:
Ich oute mich: Ich habe so eine Rundmail verschickt.
Normalerweise mag ich es nicht, aber:
Unqoute

Ist “normalerweise” hier auch durch “eigentlich” ersetzbar? Und ist “eigentlich” nicht ein überflüssiges Wort?
Wer „eigentlich“ sagt, lenkt den Blick hinter das allzu Offensichtliche: auf das Gedachte hinter dem Gesagten, auf das Wesentliche hinter dem Augenfälligen, auf das Bleibende hinter dem Flüchtigen, auf Dinge hinter den Dingen.
„Eigentlich“ ist ein Würzwort: Es würzt das, was wir sagen, mit einem Fragezeichen, einem Selbstzweifel, einem Fingerzeig oder einem Widerspruch.

...eigentlich ein typisches IMAGINATA - Wort

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Benutzerfoto: buchstäblich

buchstäblich

27.12.2007, 12:54

Eigentlich hätte ich auch schreiben können “im Normalfall”, aber das ist eigentlich auch egal, weil mein vorweihnachtlicher Ausnahmezustand zum Glück nicht der Normalfall ist. Außerweihnachtlich bin ich auch nicht normal, aber das ist etwas Anderes.

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Benutzerfoto: BerndB

BerndB

29.12.2007, 20:45

Nun, da stellt sich die eigentliche Frage: Was ist eigentlich normal?

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Benutzerfoto: buchstäblich

buchstäblich

29.12.2007, 21:11

Ich nicht.

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Benutzerfoto: BerndB

BerndB

29.12.2007, 21:23

Achte auf meine Worte: Was und nicht Wer!
Das Du ergab sich aus einer deiner Antwort(en).

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Benutzerfoto: buchstäblich

buchstäblich

30.12.2007, 14:25

Ich bin trotzdem nicht normal. Deshalb kann ich Dir nicht sagen, was normal ist. Bloß, dass ich es nicht sein will.

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