gestartet von musicafides (11.02.2008, 10:04)
Kürzlich eine Durchsage im Zug, dass sich Personen im Gleis befänden und sich deshalb die Weiterfahrt verzögere.
Wie soll ich mir das nur vorstellen? Auf den Gleisen wäre ja einleuchtend. Aber wie kommt man ins Gleis, und was macht man dort?
Hm. Vielleicht eine Art Fachsprache -- Bergsteiger kommen ja auch bevorzugt im Berg um.
ihr seid niedlich ;-)
Seltsame Verhältnisse! Niedlich? Das bringt mich auf einen Gedanken! Was mach ich da oben? Ganz in Gedanken … wieso nicht um die Gedanken …? Was habt Ihr unter meine Gedanken gemischt? Ihr bringt mich ganz aus den Gedanken? Bin ich unter diesen Umständen aus dem Gleis geraten, oder nur nicht vom Fach …? Was sollte ich aber im Fach …? Auf längere Zeit geht das auf den Verstand! Sollte doch in den Verstand! Dann vielleicht lieber Essen auf dem Zimmer, statt Qypen im PC, damit ich nicht vom Fleisch falle?
Hach, Hilfsarbeiter, wie hübsch! :D Nun hast Du, vielleicht nicht passend, aber doch ergänzend zur Konjunktivitis den Präpositionismus erfunden.
Der stammt bestimmt aus dem Englischen. :)
I lately lost a preposition
It hid, I thought, beneath my chair
And angrily I cried, “Perdition!
Up from out of in under there!”
Correctness is my vademecum,
And straggling phrases I abhor,
And yet I wondered, “Why should he come
Up from out of in under for?”
(Morris Bishop)
Lakritze hat diesen Beitrag 14.02.2008, 17:18 geändert
@hilfsarbeiter:
is jetzt das Wort huebsch huebscher als das Wort niedlich???
Oder ist doch das Wort niedlich niedlicher als das Wort huebsch???
Das stellen wir jetzt mal zur Diskussion in den Raum. Wo es vielleicht umkommt wie Alpinisten im Berg oder Unbefugte im Gleis…
Lakritze hat diesen Beitrag 15.02.2008, 00:35 geändert
Aber apropos Zug, stört es denn niemanden, wenn die Standarddurchsage der Bahn kommt: “Dieser Zug endet hier”?
Endet der Zug da? Klar, der Lokführer sitzt am vorderen Ende und macht die Durchsage, aber für die restlichen Reisenden ist das Ende des Zuges sicher nicht “hier”.
Sancho hat diesen Beitrag 14.02.2008, 23:02 geändert
Bei der Bahn haben sie überhaupt erstaunliches Deutsch, doch… Züge “halten auch Einfahrt”. Einfach einfahren wäre zu profan.
Was wäre denn eine gute Alternative für “hier enden”? Es mag an der Uhrzeit liegen -- mir fällt keine mehr ein.
Die Zugfahrt endet hier, nicht der Zug. Oder: der Zug ist an seinem Ziel angekommen. Dieser Zug fährt nicht weiter. Sowas in der Art, keine Ahnung. Aber etwas Falsches nehmen, weil einem nichts Richtiges einfällt, das schaffen nur die Eisenbahner :)
Die Berliner Verkehrsbetriebe lassen auf der Fahrtzielanzeige an der Vorderseite der Busse vor Erreichen der Endhaltestelle auch ein dämliches “Bus endet hier” aufleuchten. Dabei fängt er vorne doch an, der Bus, und endet hinten, und zwar immer. Ein simples “Endhaltestelle” würde es doch genauer sagen.
Die Saartallinien haben, wenn der Bus in Richtung Feierabend fährt, auf der Anzeige vorne eine Kaffeetasse. :)
die Kaffeetasse find ich gut!!!
ich nehm auch einen ;-)
avagabi hat diesen Beitrag 15.02.2008, 12:22 geändert
Schöne Wortspiele und Deutungsvarianten finden sich auch im Podcast Sprachbar von der Deutschen Welle. Immer mal nett zu hören.
Wieso? Kann es nicht sein, dass da tatsächlich welche in den Schienen waren. Na gut die waren dann recht klein,aber sage keiner das dies theoretisch nicht möglich sei. Vielleicht gehen die Schienen ja unten auch weiter, ich habe noch nie drunter geguckt. Dann wäre die Ansage “Da ist jemand unter den Schienen” vonnöten. Aber im Gleis könnte man ja nachsehen wollen ob alles in Ordnung ist mit jenem, man kann darin vielleicht auch spazieren gehen…
Also wenn die sagen “da sind welche im Gleis” können die nicht über, unter oder auf dem Gleis sein. Soviel sei doch faktisch schon mal klar.
Und wenn der Bus mit der Aufschrift “Bus endet hier” rückwärts fährt, vielleicht hat der Fahrer das ja schon geplant, ist hinten vielleicht aus anderer Perspektive gesehen, vorn.
So einfach is datt - Hurra Deutschland!