gestartet von wrnr (05.03.2008, 15:37)
Gerade im Blog Autolos gelesen von einer Aktion, wo viele Radfahrer gleichzeitig die gleiche Straße benützt und damit die Autofahrer blockiert haben. Keine Radlerdemo, nur mehr oder weniger verabredet zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Wie ein Flashmob. Was haltet ihr davon?
Die Hoffnung, die Autofahrer dadurch von der Verwerflichkeit ihres Tuns zu überzeugen, ist trügerisch.
Finde ich auch, es schuert noch mehr Agression.
Ich bin auch skeptisch. Die Idee des spontanen Zusammenfindens hat was, aber die Wirkung in diesem Fall wird vermutlich so sein, wie die der Streiks in Berlin. Irgendwo hat man Verständnis, “aber warum gerade hier und jetzt? Wo ich es doch eilig habe” würde ich mir als Autofahrer denken.
Wenns nicht so ein Dreckswetter wär in Berlin, gäbs dort jetzt sicher auch mehr Radfahrer.
wrnr hat diesen Beitrag 06.03.2008, 10:02 geändert
Es gibt kein Dreckswetter, es gibt nur ungeeignete Kleidung.
Der Spruch ist alt - ich weiß - aber wahr.
RadlernIstDerBenzinpreisEgal hat diesen Beitrag 17.03.2008, 17:33 geändert
Ja, seh ich auch so, mich schreckt ein bisserl Regen nicht. Aber für Leute, die gerade erst überlegen, aufs Rad umzusteigen, wirds schon schwerer, sich aufzuraffen, denk ich.
Im Prinzip habt ihr ja recht mit dem Wetter, aber leider hab ich noch keine Windjacke gefunden, die gegen Gegenwind hilft :)
Beim Segeln gibts ja eine Technik, wie man gegen den Wind segeln kann. Vielleicht lässt sich das fürs Fahrrad adaptieren mit einer speziellen Windjacke?
So eine Art Surfer-Jacke? Interessante Idee! Halte ich aber für sehr riskant im Zweirad-Betrieb.
Viele Wege könnte man alternativ bewältigen. Nur, wer läßt sich denn wirklich bei Sauwetter von oben bis unten gern einsauen, durch dicke LKW im Halb-Meter-”Sicherheitsabstand” oder auch durch nicht mitdenkende PKW-Lenker? Da fehlen gerade im ländlichen Bereich sowohl die entsprechenden Fußwege, als auch die entsprechenden Radwege.
Vom Winterdienst will ich nicht reden, vom Wegebelag und Wegezustand auch nicht.
Windjacke hin oder her, ... Kinderwagen mit schiebenden Müttern, Rentner mit Einkaufsroller, Fußgänger, ob nun Schulkind oder Spaziergänger, und nicht zuletzt die Radler … Das sind doch nicht automatisch Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse, weil ihnen der Blechpanzer fehlt.
Surfer-Jacke: ja, ist sicher riskant, war auch nicht ganz ernst gemeint. Das gegen den Wind segeln ist meines Wissens ja auch ein ständiges Schlangenlinienfahren, geht nicht so gut mit dem Rad. Schon gar nicht auf der Strasse.
Bei Gegenwind hilft nur Runterschalten, Ducken (um weniger Widerstand zu bieten).
Sonst: selbstbewusster im Strassenverkehr. Und Schwächeren helfen, die sich nicht trauen, ein Auto beim Zebrastreifen “abzubremsen”.
Genug Abstand zum Rand lassen, damit die Autos richtig abbremsen und ausweichen und sich nicht vorbeiquetschen. (Für das Gehupe brauchts gute Nerven und auf Schneiden muß man gefasst sein, andererseits: bei Traktoren wirds akzeptiert).
Es gibt da auch so Abstandshalter, die man am Gepäckträger befestigen kann vielleicht gibt es da eine extra breite Version?
wrnr hat diesen Beitrag 19.03.2008, 11:55 geändert