gestartet von sidifferent (24.03.2008, 22:32)
These: Qype ist eine Plattform für Beurteilungen und nicht für Beurteilte
Ist das überhaupt richtig ?
Als ich meine 1. QCN besuchte, war die erste Frage an meine Tischnachbarn: Was ist Qype?
Darauf erhielt ich vage Antworten von wegen Promotion von Restaurants und sonst allgemeine Fragezeichen. Das machte mich schon im Vorfeld betroffen, denn ich hatte meine Kommentare immer unter dem Aspekt einer subjektiven, aber einigenermaßen kompetenten Wahrnehmung geschrieben.
Dann schrieb ich einen subjektiven, aber fairen Kommentar über den Besuch über den Aalspeicher und bekam üblen Gegenwind, der vor allem von dem Betroffenen angefacht wurde.
Über die Qualität seines Kommentars möchte ich gar nicht richten, sondern möchte hier nur seine Möglichkeit zum Kommentar an sich in Frage stellen.
Das machen wir hier eigentlich ? Was ist Qype eigentlich ? Für wen ist Qype ?
sidifferent hat diesen Beitrag 24.03.2008, 22:52 geändert
Was ist Qype eigentlich ?
Über die Qualität seines Kommentars möchte ich gar nicht richten, sondern möchte hier nur seine Möglichkeit zum Kommentar an sich in Frage stellen.
Wenn mich negativ oder durchwachsen bewertete Restaurants interessieren, bilde ich mir normalerweise dennoch lieber mein eigenes Urteil. Im grandiosen Saarbrücker Restaurant Die konkrete Utopie z. B. hat sich das mehr als bezahlt gemacht.
Wenn ein Gastronom allerdings völlig unsouverän mit solcher Kritik umgeht, werde ich mein Geld definitiv nicht zu ihm tragen. Eins meiner “Lieblings”-Beispiele ist das Hamburger Restaurant Tapame, dessen Betreiber in einem Kommentar auf eine vollkommen sachlich formulierte und offenbar fundierte Kritik absolut lächerlich reagierte. Sein Etablissement werde ich mit Sicherheit nicht selbst frequentieren.
Nach den Pöbeleien des Kellners aus dem von dir genannten Restaurant, die dieser in seinen Antworten auf deinen Beitrag und in der Hamburger QCN-Gruppe abgesondert hat, werde ich seinem Laden (den ich ähnlich kritisch beurteilt habe wie du) auch nicht unbedingt eine zweite Chance geben.
PJebsen hat diesen Beitrag 24.03.2008, 23:12 geändert
Ich hab das für mich eigentlich immer genauso gesehen wie du. Und auch einen ähnlich gelagerten Kommentar geschrieben und Gegenwind bekommen. Den habe ich einfach unwidersprochen stehengelassen. Dachte mir, mit Kritik kann ich leben, der Beurteilte aber anscheinend nicht. Macht nichts. Die Leser hier können sich ja selber ein Bild machen. Mir kommt es vor, als schrieben wir hier mehr oder weniger für uns selbst und genießen dabei die Qyper als Leserschaft. Dass unsere Beiträge dann auch im worldwideweb landen, ach ja, auch Blogs sind ja eine solche Zeiterscheinung…
und ich gebe zu, dass ich ganz gerne in den Beiträgen der Qyper stöbere und lese, eigentlich gar nicht zielgerichtet, aber mich freut es, dass hier ausführlich geschrieben wird, Geschichtliches, Persönliches, Gefühlsmäßiges und Gottlob auch Gesellschaftskritisches. Die Beurteilungen der verschiedenen Geschäfte sind ja oft auch echt hilfreich…
Also, für wen, das soll meine Sorge nicht sein…
Fröhliches Schreiben wünsche ich und das lese ich dann wieder gerne.
Herzlich,
Hexje
Mann, bei euch in Hamburg schlagen die Wellen ja mal wieder hoch, Sturmflut in der Kommentarspalte vom Aalspeicher.
Irgendwann hört man auf zu antworten, je früher desto besser, wenn man merkt, dass der Disput nicht weiter führt. Das ist schwer. Ich helfe mir manchmal, indem ich eine Replik schreibe, die ich dann nicht abschicke, den Rechner zuklappe und mich anderen Dingen zuwende.
@vilmoskörte: Beim geringsten Zweifel erst mal ein paar Minuten bis eine Nacht zu warten/drüber zu schlafen, ist mit Sicherheit die beste Herangehensweise. Da die Kontroverse in der betreffenden Kommentarspalte und in der QCN-Gruppe seitens des “Haupt-Disputanten” das argumentative Kindergarten-Niveau noch nicht überschritten hat, waren längere kontemplative Phasen bisher nicht nötig … ;-)
Leute,
es geht doch überhaupt nicht mehr um den A. in HH, der (und die Kommentare darauf) ist doch nur ein Beispiel und interessiert mich nicht mehr die Bohne.
Es geht doch hier darum, wie wir in Zukunft mit Kommentaren von Betroffenenen umgehen. Dafür wurde dieses als bedenkliches Beispiel angehängt.
Denn ich stelle die Möglichkeit von Betroffenen, auf Kritiken von usern zu kommentieren, durchaus in Frage !
sidifferent hat diesen Beitrag 25.03.2008, 00:32 geändert
@sidifferent: Warum stellst du die Kommentarmöglichkeit in Frage? Meiner Meinung nach sollte alles, was in der Öffentlichkeit verbreitet wird, auch öffentlich kommentiert werden können - wobei ich es hilfreich fände, wenn sich ein “Betroffener” (also z. B. ein Gastronom) auch entsprechend outen würde.
Nicht alle Qyper äußern sich so sachlich und fundiert wie du. Vor allem wenn ein Gastronom polemisch und unqualifiziert angeferkelt wird, sollte er doch die Möglichkeit haben, seine Sichtweise darzustellen.
interessiert mich nicht mehr die Bohne
PJebsen hat diesen Beitrag 25.03.2008, 00:43 geändert
@sidifferent: Dein Ansinnen, Kommentare nicht mehr zuzulassen, kann ich nicht verstehen. Oder willst du nur Kommentare von Betroffenen nicht mehr zulassen? Wenn ja, wie willst du das machen?
Meine Meinung zum Kommentar:
Wenn man dem Betroffenen die Möglichkeit zur Stellungnahme verweigert schürt das den Ärger sicherlich weiter. Im genannten Beispiel würde das wohl folgenlos bleiben, in anderen Fällen würde dann evtl. gleich zur Abmahnung gegriffen. Wie es auch gerne sonst von im Internet kritisierten Unternehmen gemacht wird. Natürlich ist ein Kommentar kein Allheilmittel gegen rechtliche Auseinandersetzungen. Aber die Chance ist da: “Erst reden, dann schießen…”
Der Kommentar bietet:
a) Dem Kommentierenden die Möglichkeit gehört/gelesen zu werden. Derjenige kommt sich damit also evtl. nicht mehr ignoriert oder übergangen vor.
b) Anderen die Möglichkeit verschiedene Sichtweisen einer Meinung nachzuvollziehen.
Was ist Qype?
Qype sagt dazu das: Das ist Qype
Nach Douglas Adams kann man sich natürlich auch überlegen, ob die Frage richtig gestellt wurde.
Meine Antwort:
In Qype werden von Menschen verschiedene Orte beschrieben und bewertet.
Dies schließt die Gruppenfunktion natürlich nicht ein.
Ich pflichte PJebsen aber bei, daß Stellungnahmen deutlich markiert werden sollten. Das will ich nicht den Kommentierenden anlasten, sondern für Qype als Funktion vorschlagen.
Landstreichler hat diesen Beitrag 25.03.2008, 10:56 geändert
Denken wir die Sache mal umgekehrt: es soll ja auch schon vorgekommen sein, das ehemalige Geschäftspartner Qype nutzen, um noch ein wenig Schaden anzurichten. Dann müssten sich diese als Bericht- oder KommentarverfasserInnen ebenfalls zu erkennen geben. Wie soll Qype das überprüfen?
@RegineH:
Qype kann natürlich (noch) nicht automatisch das Hirn des Schreibenden sondieren und erkennen, in welcher Beziehung er zum Ort steht.
Aber zum Ort ein Häkchen mach zu können in der Art “Mein Veranwortungsbereich / Meine Arbeitsstelle”. Oder spätestens beim Kommentar ankreuzen zu können “a) Ich arbeite hier. b) ich bin hier verantwortlich”. Wäre eine nette Option. Daß manchmal falsch angekreuzt oder fälschlich nicht angekreuzt wird, das ist schon klar.
Zum Thread-Titel meine Meinung: Für wen ist QypeWas ich mit meinem Beispiel meine: ich halte es für überflüssig, das einzubauen, weil Leute, die Qype nutzen und bestimmte Informationen über sich nicht preisgeben wollen, das auch nicht tun, wenn ihnen die Option dazu geboten wird. Im positiven wie im negativen Sinn.
Das ist jedenfalls meine bescheidene Meinung dazu.
Als ich vorhin einen Beitrag zu einem meiner Meinung nach hervorragenden Hamburger Restaurant abschicken wollte (zum Rialto - s. u.), fiel mir eine eher unsouveräne Reaktion des sich kritisiert fühlenden Gastronomen Tim Seidel auf - wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn er geschwiegen hätte. ;-)
PJebsen hat diesen Beitrag 14.04.2008, 03:32 geändert
@sidifferent: ich fand Deinen Beitrag gut. Du hast Sachen beschrieben und kommentiert, die auch mir aufgefallen wären und ich fand nichts in Deinem Beitrag frech.
Sehr amüsiert hat mich die Antwort des Kochs zu hotzenplotz. Er konnte ja nicht wissen, mit wem er zu tun hat, aber ich weiss es und habe herzlich gelacht.
Trotzdem verstehe ich, dass der Koch aufgebracht war. Ich denke, jeder versteht das, der mal selbst in der Gastronomie gearbeitet hat. Da routiert man wie blöde, schaut, dass man seine Essen rausbringt, setzt sich am Abend dann völlig aufgedreht vom stressigen Tag an den Rechner und liest eine Kritik. Dass das heftig kommt, leuchtet mir ein.
Aber mit sowas muss man rechnen in der Gastronomie. Das ist ein hartes Geschäft. Und dem Profi ist´s entweder wurscht, weil er weiss, dass es ein blöder Tag war und dass er das Geschäft schon seit 30 Jahren macht oder er verbessert es und zieht Nutzen aus der Kritik.
Den Kommentar vonTim Seidel verstehe ich auch. Es gibt wirklich so Tage, da bestellt jeder Gast sein Getränk einzeln. Will dann aber gemeinsam anstossen… Da dann ruhig und freundlich zu bleiben - nicht immer leicht. Und wenn einem der Gast dann noch mit einer Anzeige droht - uiuiui.
@VerenaAnna: Verstehen kann ich Tim Seidels Frust auch. Die Frage ist nur, ob es im Dienstleistungsgewerbe schlau ist, sich mit Kunden über ein in deutschen Breitengraden nicht unübliches Ansinnen (getrennte Rechnungen) herumzustreiten.