gestartet von wrnr (09.08.2007, 17:25)
die Frage bedeutet für mich, wie sehr Web 2.0 mit seinen Möglichkeiten schon in der “breiten Masse” angekommen ist. Wenn erst 5% des gesamten Konsums über Communities (ich sag mal forsch:) gelenkt wird, ist die Macht noch nicht ausschlaggebend.
Das ist sicher sehr branchenabhängig. Der Discounter um die Ecke wirds noch nicht so spüren. Wenn es ein einfach zu nutzendes Preisvergleichssystem übers Handy gibt (das auch noch den Bekanntheitsgrad von google hat), wirds für die auch spannend. Ist ja nicht alles billig, was orange angeschrieben ist.
Oder gibts sowas schon? Wäre interessant, das zu konzipieren. Ein schönes Thema für das Leipziger Barcamp. ;-)
ich will ja nicht necken, aber google hat genau das schon im angebot mit froogle… :D
ok, is noch suboptimal, aber geht genua in diese richtung….
In diese Richtung gehen schon viele, aber keiner richtig.
Es sollte so sein, daß ich im Supermarkt stehe, mich wundere, daß der Lachschinken auch schon mal billiger war und dann ein sms an den Preisvergleicher schicke mit dem Produktnamen (evtl. Hersteller), den Preis, den ich sehe und dem Supermarkt, wo ich bin. Als Antwort bekomme ich die anderen Preise.
Mir dünkt, sowas wurde vor ca. drei Jahren schon mal angekündigt. Hat sich jedenfalls nicht so verbreitet, daß es allgemein bekannt ist. Vermutlich, weil eine SMS mehr kostet, als die Ersparnis beim Lachsschinken-Preisvergleich bringt. ;-)
Wo ich eigentlich hin wollte: es muß noch einfacher sein, sich spontan zu beteiligen. Beispiel: ich hab übers Handy ein Steakhaus in der Nähe gesucht und gefunden. Bin dann im Lokal, mache Fotos und blogge gleich meinen Qype-Beitrag. Wäre ja alles technisch machbar. Mittlerweile gibts auch Handyverträge, wo es leistbar ist, online alles abzufragen. Ist aber erst in den Anfängen der wirklich spontanen Nutzung.
Aber bewusstes Konsumieren ist nur ein Aspekt zur möglichen Machtausübung der Prosumenten.
wrnr hat diesen Beitrag 09.08.2007, 18:19 geändert
Ich denke eine leistbare leistungsstarke Flatrate für Handydatentarife und das Display des iPhone werden das ihre dazutun.
Also ich höre seit X Jahren, dass nächstes Jahr aber garantiert der Durchbruch in der mobilen Nutzung von Webdiensten kommt. Aber wer weiß, vielleicht ist es nächstes Jahr ja tatsächlich so weit.
Bei der Ifa trommeln sie sich ja auch schon wieder ein. Hoffentlich finden sie einen gemeinsamen Rhythmus.
Ist mE einfach eine Preisfrage. Eine mobile Webflatrate von ca. €25 ist ein Anfang. Wenn es in den 10 Euro bereich geht, steigt die Nutzung. Damit ist auch mehr Druck auf die Gerätehersteller und die portablen, aufrollbaren E-Paper-Designstudien werden auch noch realisiert.
Aber vielleicht müssen wir auch noch weitere X jahre warten.
Ich glaube nicht, dass die breite Masse im Supermarkt sich die Preise der gleichen oder vergleichbarer Produkte woanders aufs Handy holen würde. Sowas wäre vielleicht was, wenn ich grad mal irgendwo warte und plane, etwas Höherwertiges zu kaufen und mir dann mal einen Preisvergleich mobil kommen lasse. Statt SMS zu schreiben oder irgendwelche Leute anzurufen oder so.
Ich halte es eher für sinnvoll, wenn man sich z. B. per Barcode-Erkennung zu einem Produkt zusätzliche Informationen anzeigen lassen kann, besonders dort, wo es keine gute Beratung gibt.
Ob man das alles freilich braucht - ich weiß nicht. Und Qype mobil kann ich für mich im Augenblick eher vorstellen, um zu lesen, aber nicht, um über eine so mickrige Handy-Tastatur meine Beiträge rüberzuschicken. Aber für die Umkreissuche, kombiniert mit GPS oder anderen Ortungsverfahren - das wäre eigentlich gar nicht schlecht. Siehe z. B. auch qiro (zumindest, was die Ortung angeht)