gestartet von Svenja67 (24.08.2007, 12:44)
Hat jemand von Euch Erfahrung damit?
Sorry, ich hab noch nicht mal einen blassen Schimmer worum es in etwa geht…
Es handelt sich um ein Problem mit der Belüftung des Mittelohres ;-) Sollen eigentlich viele Kinder haben … Wie auch immer, den Kindern werden durch das Trommelfell kleine Röhrchen eingesetzt, damit Wasser aus dem Mittelohr ablaufen kann. Um diese Diskussion fortzusetzen, warten wir dann wohl noch ein wenig … ;-) Und ich berichte dann mal, was sich bei uns ergibt - haben nächste Woche einen Termin dazu im UKE.
Ah, jetzt weiß ich auch worum es sich dreht. Man sieht: habe keine Ahnung/Erfahrung.
So, nach unzähligen Hörtests (5 waren es - aber das reicht) haben wir im Werner-Otto-Institut den vagen Befund bekommen, dass Anton - abgesehen von den schon beschriebenen Paukenergüssen - wohl gut hört. Empfohlene Konsequenz: in einer kleinen OP werden Röhrchen ins Trommelfell gesetzt - wie es zur Zeit wohl recht “modern” ist bei Kindern seines Alters … Hätte ich auch gemacht - wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass er einwandfrei hört. Also doch noch eine zweite Meinung eingeholt und einen weiteren Test gemacht - Ergebnis: Anton hört einwandfrei - von einem Mini-Paukenerguss abgesehen, der aber durch Nasentropfen gut ablaufen kann. Auf der einen Seite bin ich darüber sehr froh, auf der anderen ärgere ich mich, dass es offensichtlich nötig ist, sich als medizinischer Laie so häufig detailliert in alle möglichen Krankheitsbilder einarbeiten zu müssen. Habt Ihr diese Erfahrungen auch schon gemacht?
Svenja67 hat diesen Beitrag 25.10.2007, 10:38 geändert
Geht mir auch so. Man hat auch immer das Gefühl, abserviert zu werden.
Man wird beruhigt und nach Hause geschickt, hat aber das vage Gefühl, dass man die Lage mit dem entsprechenden medizinischen Wissen besser beurteilen könnte, gerade bei noch nicht diagnostizierten Problemen.
Meine beste Freundin ist Ärztin und gibt mir manchmal den einen oder anderen Tipp.
Fazit ist, dass ich zu den meisten Ärzten kaum noch Vertrauen habe.
Beruhigt - oder leider auch beunruhigt! Die bei Anton mit fünf Monaten angenommene Schwerhörigkeit wurde von einer Kinderärztin in Werner-Otto-Institut vermutet, die uns damit gleich an ihren HNO-Kollegen verwiesen hat. Als ich unseren Kinderarzt damit konfrontierte, winkte der ab, dass das von der Ärztin bemängelte Richtungshören in dem Alter noch gar nicht so ausgeprägt sein kann. Dabei hätten wir es belassen sollen; aber wenn einmal so etwas im Raum steht, verfolgt es einen ja doch. Und damit begann dann die Tour - fünf mal immer wieder der gleiche Test in Altsterdorf, Anton genervt, ich genervt, keine klaren Diagnosen, nur vage Ausführungen und Vermutungen, und zum Schluss eine Empfehlung, die im Nachhinein nachweislich keinen Sinn macht. Ähnliche Erfahrungen haben wir mit einem angenommenen Herzfehler gemacht - den es hinterher auch nicht gab (auch das wurde bereits direkt nach der Geburt bestätigt). Aber, wie gesagt, wenn ausgewiesene Spezialisten so etwas wieder in den Raum werfen, ist man eben beunruhigt bis das Gegenteil bestätigt ist. All diese Erfahrungen haben glücklicherweise das Vertrauen in unseren Kinderarzt noch weiter gestärkt. Gut, wenn man - wie ja auch bei uns Erwachsenen - irgendwann einen kleinen “Kompetenz-Kreis” aufgebaut hat, in dem man sich und seine Kinder gut betreut fühlt.
Svenja67 hat diesen Beitrag 25.10.2007, 11:31 geändert
Hallo, auch wenn die Diskussion zu den Paukenergüssen schon zwei Monate alt ist, würde ich Euch gern meine Erfahrungen weitergeben.
Unser “Ältester”, Michel, hat im Juli 2007, mit drei Jahren, Paukenröhrchen bekommen. Vorangegangen waren mehrfache Mittelohrentzündungen mit Antibiotika-Behandlung sowie eine mehr als dreimonatige “Schwerhörigkeit”. Er hat die normale Lautstärke kaum verstanden, hat sich oft erschrocken, wenn ich in sein Zimmer kam, ohne das er mich sehen konnte, und sehr, sehr oft nachgefragt, was wir gesagt hätten. Da wir Angst hatten, dass er im Kindergarten, der im August 2007 startete, nicht alles “mitbekommt”, hatten wir nach mehrfacher Konsultation des Kinderarztes und eines HNO-Arztes beschlossen, ihn operieren zu lassen. Die OP, bei der nicht nur die Röhrchen gesetzt, sondern auch die (sehr großen!) Polypen entfernt wurden, verlief gut. Ist allerdings nicht schön, wenn man dabei ist, während sein Kind mit einer Maske betäubt wird…!
Nach insgesamt drei Stunden haben wir die Praxis verlassen und Michel ging es erstaunlich gut. Leider hat er zwei Tage später eine neue Mittelohrentzündung bekommen, die wir dann aber gut mit antibiotischen Ohrentropfen behandeln konnten. Ob es an den Schnitten im Trommelfell oder der Wunde wegen der herausgeschnittenen Polypen lag oder an einem leichten Schnupfen, den er bekam, kann man nicht sagen.
Insgesamt war die OP aber ein voller Erfolg: Michel hat seitdem weder Hörprobleme noch eine Mittelohrentzündung oder sonstige schwere Erkältung gehabt! Ein Riesenunterschied zum letzten Winter. Die Röhrchen fallen normalerweise nach ca. 6 Monaten raus, wir sind demnächst wieder zur Kontrolle beim HNO.
Ich würde also durchaus zu einer OP raten, sofern wirklich Ohrprobleme vorliegen.