gestartet von permesso (21.08.2007, 15:51)
Frankreich hat tolle Weine - kein Geheimnis. Auch Italien ist trinkbar, sogar manches Weiße aus dem Norden des Stiefels, durchaus einen Schluck wert. Doch auch hier, soz. “um’s Eck” finden sich Weine, die in internationalen Wettbewerben bewiesen haben, dass sie nicht nur konkurrenzfähig sondern manchmal sogar absolute Avant Garde sind!
Der Generationswechsel der letzten 10 Jahre bei den Winzern hat den Wein aus diesen Regionen zu einer wahren Spezialität gemacht. Lasst uns die besten Tropfen sammeln!
Nun, da fällt mir Bürklin Wolf und hier ein.
Lokrep hat ja schon geschrieben, dass er den auch bei Karstadt zu einem guten Preis gesehen, erstanden(?) hat.
volver hat diesen Beitrag 21.08.2007, 17:00 geändert
Dann mache ich mal (fast) den Anfang:
Vom Weingut Peter Gräber (http://www.weingut-graeber.de/) gibt es einen Blanc de Noir, also einen Rotwein, der weiß ausgebaut worden ist (soweit ich weiß, wird dazu nur das Fruchtfleisch der Weinbeeren verwendet und nicht die Schale, aber ich trinke Wein lieber, als dass ich ihn mache ;-). Ich trinke diesen jetzt schon in der zweiten “Generation” und bin jedesmall begeistert was für ein schöner Tropfen das ist. Für gerade mal € 5,30 pro Flasche ein tolles Schnäppchen!
Absolut empfehlenswert!
Mein bisheriges Lieblingsweingut in der Pfalz ist das “Weingut Kaiserberghof”, beschrieben unter (hoffentlich klappt das mit dem Link)
http://www.qype.com/place/23281-Weingut-Kaiserberghof-Ilb…
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Hallo,
als x_Rheinhesse aber Weintrinker aus Überzeugung freue ich mich sehr über das Thema. Ich finde, die Weissweine in D sind schon recht gut.
Rheinhessen war ja über Jahrzehnte die Gegend von Massenweinen. Das hat sich längst geändert, aber es ist noch nicht überall bekannt und so findet man eine Menge guter Weine zu wirklich fairen Preisen.
Über die Pfalz weiss ich wenig, habe ich doch Rheinhessen noch lange nicht durchprobiert.
Hier meine langjährigen aber noch aktuellen Empfehlungen.
Schick -Jugenheim
http://www.weingutschickjugenheim.de/
Die Schicks machen eine weingerechte Weinbergsbewirtschaftung. Auch Erntemaschinen sind nicht im Einsatz, das Traubengut daher wirklich gut.
Neben den guten Weissburgundern, Riesling-Weine mag ich auch die Gewürztramiener Spätlese. Da schauen meine Gäste immer so verduzt und total überrascht drein.
Probieren kann man die Schickweine auch bei sehr leckerem Essen im Restaurant Weedenhof.
http://www.michael-knoell.de/
Weingut Huster
http://www.qype.com/place/41185-Huster-Ingelheim
http://weingut-huster.de
Dieses Weingut kenne ich jetzt schon bald seit 20 Jahren. Huster waren schon immer Ökowinzer, ohne es über lange Zeit zu kommunizieren. Mittlerweile haben sie auch “erkannt”, welchen Wert ein solcher Wein hat.
Trotzdem spritzige, immer geniessbare Weine zu fairen Preisen.
georgous hat diesen Beitrag 22.08.2007, 17:30 geändert
Weissweine; hier mal angemerkt:
Der Winzer baut an, was ihm auch abgenommen wird, nur wenige Rebsorten sind im internationalen Angebot:
Chardonnay wird in Australien, Kalifornien, Südafrika und natürlich in Frankreich angebaut. Das ist eine leicht zu pflegende Allrounderrebe. Vor 20 Jahren in Deutschland noch weitgehend unbekannt, werden mittlerweile ca. 1000 ha abgeerntet. Der Chardonnay versteckt sich übrigends auch im Chablis, der nix anderes ist.
Riesling schmeckt frisch und duftig, ist auch versteckt im Sauvignon blanc.
Müller-Thurgau Reben ergeben einen säurearmen, süffigen Wein, gerne auf vulkanischem Boden angebaut zB. in Baden. Viele Winzer verstecken diesen Wein unter der Bezeichnung Rivaner (klingt besser!??)
Eventuell kommen noch kleine Mengen Grau- und Weißburgunder hinzu - dann hat es sich schon mit dem Angebot.
Nischenprodukte sind selten, erfordern höhere Ausbaumühen. Man findet sie in ländlich struktuierten Weinbaugebieten, kleine Gebiete in Südfrankreich bauen den Roussane an (sehr selten aber köstlich). Auf Sizilien ist der Inzolia der Geheimtip. Die Griechen haben ihren Moschophielero. Diese Weine findet ihr nie im Supermarkt - aber Suchen lohnt sich. Ein gelber Muskateller mit seiner feinen Würze ist was feines - oder der Rosenduft einer Gewürztraminers - da geniesse ich lieber ein Glas, als dass ich Mengen von Chardonnay trinke. Sehr selten ist auch der Vioginier - sehr schwer zu pflegen - die findet man in kleinen Winzereien im Languedoc oder an der Rhone. Als “einfacher Landwein” kann dieser jung getrunken werden, höhere Qualitäten schmecken auch nach Jahrzenten.
Quelle: www.la-petite-cave.de
bin schon lange Rheinhessenfan. Kaufe und trinke fast nur noch deutschen Wein direkt beim Winzer, seit ich hier in Frankfurt wohne. Gerne z.B. von Seebrich in Nierstein, der hat auch hervorragenden Rotwein (Merlot u.a.)
http://www.weingut-seebrich.de/
In Nierstein und Nackenheim kann man eigentlich wenig falsch machen bei den dort ansässigen Winzern.
Übrigens hat das von mir besprochene Weingut Schick das Weingut im Jahr 2007 auf ökologischen bewirtschaftung umgestellt. In 3 Jahren dürfen sie sich Öko-Winzer nennen.
In der DLG Top-100 Liste befindet sich das Weingut an 44. Stelle deutschlandweit.
Na, da mach ich ja noch viel lieber eine Flasche auf.