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Autobiographisches Schreiben

gestartet von gelöschtem Nutzer (03.08.2007, 17:04)

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gelöschtem Nutzer

03.08.2007, 17:04

Von Prominenten abgesehen -hat es einen Sinn? Für den Leser? Für den Verfasser?

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Benutzerfoto: biancaneve

biancaneve

03.08.2007, 17:35

Ich finde ja. Gerade habe ich geschrieben, dass ich an einer Biographie arbeite – ich finde es für mich selbst sehr interessant, wie mir beim Schreiben immer mehr einfällt. Immer noch eine Kleinigkeit, eine Winzigkeit, an die ich schon gar nicht mehr gedacht hatte. Oft zaubert es ein Lächeln hervor und das allein ist für mich schon ein Sinn des Schreibens. Für meine Kinder ist es eine wunderbare Sache. Ich habe auch ein ‘Buch’ über meinen Vater geschrieben und die Kinder fanden es unglaublich interessant, zu lesen, was ihr Opa alles getan hat und was ich alles mit Opa erlebt habe. Dieses Schreiben hat mir auch geholfen, den Tod meines Vaters zu verarbeiten. Schon wieder ein Sinn des Schreibens.

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Benutzerfoto: ottogang

ottogang

03.08.2007, 17:43

Großartig Silvana, genau solche Texte, wie hier gerade von Dir geschrieben, hoffe ich hier zu finden und möchte ich auch hier einstellen. Wir sind Qype.

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Benutzerfoto: Lenz

Lenz

03.08.2007, 18:45

Autobiographisches Schreiben ist Therapie, also hat es einen Sinn. Wenn ein Text für andere nützlich ist, umso besser.

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Benutzerfoto: lokalreporter

lokalreporter

03.08.2007, 18:58

macht es für den leser sinn? wenns gut geschrieben ist! für den verfasser steht der sinn ohnehin außer zweifel.
richtig gut wirds, wenn sich das autobiografische an einem tag abspielt und dir poldi bloom eine seiner anzeigen vertickt.

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Benutzerfoto: Lenz

Lenz

03.08.2007, 19:16

Danke Lokalreporter, jetzt weiß ich auch, wer Poldi Bloom ist.

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Benutzerfoto: lokalreporter

lokalreporter

03.08.2007, 22:59

jaja, ich weiß, im sternbild der jungfrau geboren, bin ich als doppelagent nicht zu gebrauchen ;~}

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Benutzerfoto: meme

meme

04.08.2007, 00:36

Ebenfalls Jungfrau, der man ja auch Oberlehrer-Allüren nachsagt, denke ich schon, dass es für den Leser Sinn macht, wenn´s gut geschrieben ist. Mir sträuben sich jedenfalls die Nackenhaare, wenn ich manche Beiträge lese – an sich sehr interessante Themen, aber eben unsäglich oder einfach nur lieblos geschrieben. Da verläßt mich dann auch die Lust, weiterzulesen.

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Benutzerfoto: Badbury

Badbury

05.08.2007, 00:29

Ganz interessant zu lesen wäre auch der abendliche Tagebucheintrag des Herrn Bloom über die Begegnung mit Dir, Lokalreporter, weil Du so nett warst, ihm eine Anzeige abgenommen und ihm den Tag nun wieder etwas versüsst hast.

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Benutzerfoto: lokalreporter

lokalreporter

05.08.2007, 00:58

e voilá!
ein fremder kritisierte die beziehung zwischen
geld und edelmetall, was die umbildung seines stoffwechsels zur folge hatte und ihm gleichzeitig,
obwohl wetterbedingt, die kritik der gegenkritik eintrug.
zwei sekunden später hüpft ein bildlicher sachverhalt aus einer seelischen krise in eine groteske trickfilmgestalt, um sich kurz zu tummeln und sogleich zurückzukehren mit hochgiftig-magnetisierten schabkunstblättern unterm soll, welche er seiner mädchenhaften sinngestalt zur vorlage bot.
sein motto:
krone statt könig ~ eis statt kälte
das fehlende glied fand sich wieder
im hohlraum of a missing thing.
weiters trafen sich ein regenmesser und ein mit öffentlichen anliegen vertrauter schlaukopf. umständlich versuchten sie ihrer vielteiligen gelehrsamkeit verkettungen einzuflößen, ihrem ureigenen nikotingemisch buße zu erbeten.
es also auf bestimmte wirkungen hin rückzubestimmen…
...nach und nach
poetische lizenz…
determiniert…

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Benutzerfoto: Badbury

Badbury

05.08.2007, 01:41

O, ich liebe es, Verkettungen einzuflössen! Ureigenes Nikotingemisch? Hm, vortrefflich, sollte man irgendwann mal sans Zigaretten sein, könne man sich selbst rauchen.

Ringelnatz hatte auch wundervolle “Dichtung darf das”-Gedichte geschrieben. Da mein Buch von eben diesem bei einem Wassereinbruch in meines Freundes Keller ums Leben kam – sprich ertrank – kann ich nicht persönlich zitieren sondern lasse das Internet dies für mich tun.

Die Nacht war kalt und sternenklar,
Da trieb im Meer bei Norderney
Ein Suahelischnurrbarthaar.-
Die nächste Schiffsuhr wies auf drei.

Mir scheint da mancherlei nicht klar,
Man fragt sich, wenn man Logik hat,
Was sucht ein Suahelihaar
Denn nachts um drei am Kattegat?

Ist zugegebenermassen nur insoweit autobiographisch, wenn man das Suahelischnurrbarthaar ist und in der dritten Person schreibt.

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Benutzerfoto: lokalreporter

lokalreporter

05.08.2007, 02:07

ich denke, es ist eine art hemmung, die dich davon abhält, ringelnatz nicht zu zitieren.
mich würd’ interessieren, wie es sich wirklich verhält!

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Benutzerfoto: Badbury

Badbury

05.08.2007, 02:21

Hm, schade, dass mein persönlicher Psychalanalyst nicht zugegen ist, der könnte es Dir sofort sagen. Aus dem Ärmel schütteln könnte er es. Wie aus der Pistole schiessen. Ich, derweil, kann es nicht.

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Benutzerfoto: lokalreporter

lokalreporter

05.08.2007, 02:37

mich interessierrt, ob du verstand hast, alles andere kannst du weg lassen!

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Benutzerfoto: Badbury

Badbury

05.08.2007, 02:48

Ich habe Verstand, nichts wegzulassen, was davon ablenkt, dass ich keinen habe.

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