Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Bild

Ich bin Coloniaexpress aus Köln. Ich bin Qyper seit dem 09.10.2010

"Heute sind die guten alten Zeiten, an die wir uns in 20 Jahren mit Wehmut erinnern werden. "

Kontakt hinzufügen

Kompliment

Mehr über Coloniaexpress

Statistiken
  • Beiträge: 119
  • Kontakte: 135
  • Einladungen: 0
  • Fotos: 226
  • Videos: 0
  • Kategorisierungen: 28
  • Events hinzugefügt: 1
  • Check-Ins: 0
  • Komplimente: 2854
  • Lieblings-Qyper:2
  • Lustig:83
  • Stimme ich zu:93
  • Mehr davon:258
  • Super Guide:0
  • Tolle Gruppe:0
  • Tolles Profil:1
  • Schönes Foto:5
  • Gut geschrieben:1185
  • Hilfreich:1227

NewbieBadge RookieBadge PioneerBadge PhotographerBadge InsiderBadge ExpertBadge PhotojournalistBadge GroupieBadge PapparazziBadge BookerPrizeWinnerBadge NobelPrizeWinnerBadge NinjaBadge CultureVultureBadge JunkJunkieBadge HardToPleaseBadge CenturionBadge ChopsticksBadge SouthafricaBadge

Zeige alle 18 Medaillen


  • Benutzerfoto: mallimahinde
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Frankenbacher
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Konnie-Neukölln
  • Benutzerfoto: Herzblut St. Pauli
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: abelchema ABEL LAZARO
  • Benutzerfoto: K_J
  • Benutzerfoto: Katja
  • Benutzerfoto: buskutscher8
  • Benutzerfoto: Ronja114
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: kleinerschwan
  • Benutzerfoto: indexmanager
  • Benutzerfoto: mecky

Alle 135 Kontakte ansehen

Profil von Coloniaexpress

Nordstrandischmoor - Nordstrandischmoor

Nordstrandischmoor

15.07.2012 (aktualisiert am 03.08.2012)

Von einem Besuch auf Lüttmoor, wie die Hallig Nordstrandischmoor von den Eingeborenen genannt wird, rate ich ab. Fremde sind hier nicht willkommen. Das war mein erster und einziger Eindruck.

Als ich hier vor rund 5 Jahren einmal zu einem Kurzbesuch mit der MS "Nordfriesland" herkam und mit meinem kleinen Sohn einen Spaziergang vom Anleger zur Kirchwarft macht, blieben wir kurz vor der Halberwegwarft stehen, um das Haus von der Straße aus (!) zu betrachten. Binnen einer Minute erschien eine Frau an der Haustür, die uns unvermittelt aggresiv aufforderte "zu verschwinden".

Was ist das denn für ein Verhalten? Ist das hier Alcatraz für Arme?

Zu sehen gibt es hier ohnehin wenig mehr als knöchelhohe Salzwiesen. Wenn schon der "Bahnhof" der kleinen Lorenbahn mit "Remise" im Keller der Warft als Highlight zu bezeichnen wird, kann man sich vorstellen, wie lang sich der zweistündige Aufenthalt auf Lüttmoor anfühlte, zumal der Hallig Krog geschlossen war..

Halligbahnhof


Warft mit Remise für die Halligbahn-Lokomotive


Die "Landschaft" auf Nordstrandischmoor


Blick in die Ferne - geht hier überall...


Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Kiwi2008 Ich glaub den Drachen haben wir auch schonmal kennengelern…:-)))
Waren schon oft hier, aber du hast Recht hier ist der Hund begraben….

Rautgundis ich denke, wer auf eine Hallig zieht (oder in eine Felsengrotte), hats sowieso nicht so mit der allgemeinen Kommunikation, dafür sind die Halligbewohner unter sich traditionell eine eingeschworene Gemeinschaft. Wer sich nicht einfügt, zieht weg.

Die Helgoländer ertragen die Tagestourischwemmen vermutlich auch nur weil die Insel bis zur Oberkante voll Schnaps ist ;))

Rungholtmuseum - Pellworm

Westerschütting 2, Helmut Bahnsen, 25849 Pellworm

15.07.2012 (aktualisiert am 03.08.2012)

Man war nicht auf einer friesischen Insel, wenn man keine Wattwanderung gemacht hat. Und ich wage zu behaupten, man war nicht in Nordfriesland, wenn man keine Wattwanderung mit Helmut Bahnsen gemacht hat. Erst auf seinen Wattführungen erschließt sich dem interessierten Wanderer wie Kulturwelt des Wattenmeeres rund um Nordstrand, Pellworm und den Halligen. Selbst Sylt, Amrum und Föhr haben nicht vergleichbares zu bieten.


Der Wattführer Helmut Bahnsen

Helmut Bahnsen, der gelernte Wasserbauer, geht auch heute noch mit seinen inzwischen 67 Lenzen täglich bei jedem Wetter ins Watt, egal ob mit oder ohne Gäste. Es gibt niemanden hier an der Küste, der das Watt und die Kulturlandschaft Uthlande besser kennt als er. Und doch sagt er, dass sich das Watt mit jeder Flut verändert. Dinge, die gestern noch nicht da waren, scheinen plötzlich aus dem Watt aufzutauchen, um wenige Tage später - wurden sie nicht von ihm geborgen - wieder zu verschwinden.


Ein versunkener Sodenbrunnen


Schweinekiefer aus dem 14. Jh.


Reste eines Salzfasses

Während der üblichen Wattführungen erfährt man, egal wo man es macht, immer dasselbe: Das Wasser kommt und geht mit dem Mond etwa im 6 Stunden-Rhythmus; hier leben die Wattwürmer - wir graben mal einen aus - igitt, rufen die Mädels; so sehen die Muscheln aus - schaut mal, so sieht das Tier aus, dass in der Muschelschale lebt - igitt, rufen die Mädels wieder - und so graben sie sich wieder ein; keiner sollte alleine ins Watt gehen, zu gefährlich, immer nur mit Führer. Soweit das übliche Blabla. Eine Wanderung mit Bahnsen dagegen ist spannender als ein Kriminalroman. Was er so nebenbei erzählt, eröffnet eine Sicht auf die Dinge und die Geschichte dieser einzigartigen Landschaft, wie man sie mit anderen Führern nicht erleben kann. Er vertrödelt keine Zeit mit Wattwürmern. In seiner ruhigen Art aber zeigt und erklärt er die allenthalben vorhandenen Artefakte aus längst vergangegen Jahrhunderten. So sehe ich eine Warft, einen Kühstall, einen Komposthaufen, einen Grassodenbrunnen, die ich so überhaupt nicht entdeckt hätte. Nach eineinhalb- bis zweistündiger Wanderung komme ich zurück an den Deich und sehe vor dem geistigen wie realen Auge eine völlig veränderte Welt vor mir.

Während unserer Wanderung hebt Helmut Bahnsen immer wieder kleine Dinge auf, so z.B. Ofenkacheln, Scherben, Flaschen, Knochen - und erzählt uns Dinge darüber, die die Welt über 800 Jahren wieder lebendig werden lassen. An den Farben und Zeichnungen einzelner Scherben lesen wir nun ab, ob er sich um reiche oder arme Bauern auf dieser Warft handelte, ob sie heimische oder teure Kacheln oder Krüge aus dem Orient benutzten und vor allem, aus welcher Zeit die Dinge stammen.

Aus kleinen Scherben mit ihren Augenblickgeschichtlein werden aber dann richtig lebendige Geschichten und Gesamtzusammenhänge, wenn man zu Helmut Bahnsen nach Hause kommt. Denn dort hat er irgendwann vor 40 Jahren angefangen, die Artefakte zu sammeln und zu katalogisieren. Heraus gekommen ist ein privates Museum der besonderen Art. Nämlich die Geschichte der Insel Strand, die während der "Groden Mandränke" 1362 auseinander brach und teilweise unterging. Das sagenumwobene Rungholt versank damals in den Fluten der Nordsee, dazu weite Teile der Insel, ganze Kirchspiele wurden von einem Tag auf den anderen vernichtet, tausende Menschen ertranken damals. Übrig blieben Nordstrand, Pellworm und die Halligen. Die sogenannte Zweite Marcellusflut forderte Chroniken zufolge entlang der Nordseeküste rund 100.000 Todesopfer.


Bilder vom Rundholtmuseum


Hier im Rungholtmuseum Bahnsen findet man die Überreste einer vergangenen Welt und das, was Helmut Bahnsen in über 40 Jahren davon geborgen hat. Erstaunliches tritt zutage, hört man dem rüstigen Wanderführer aufmerksam zu. Da zeigt er z.B. eine Schale oder einen Krug, den er wieder zusammen gesetzt hat, dem vielleicht nur ein oder zwei Teile fehlen; und erzählt dazu, dass zwischen dem Fund der ersten und letzten Scherbe dieses Stückes 30 Jahre vergangen sind. Er erzählt lebendige Geschichten über zahllose Fundstücke früherer Bewohner, aber auch von seltsamen Strandgut.

Wer an der nordfrisischen Küste Halt macht, für den ist eine Wattwanderung mit Helmut Bahnsen ein Muss, und wer schon mal auf Pellworm weilt, für den ist der Besuch im Rungholtmuseum Bahnsen ganz sicher keine lästige Pflichtübung.


jurgenehre kein foto zu sehen…aber schön geschrieben!

jurgenehre Jetzt mit Fotos!! Da sieht man erst die Ausmasse der Katastrophe!!

Back König - Humboldt-Gremberg

Wetzlarer Str. 1, 51105 Köln

11.07.2012

Diese Aufbackstationen, die uns in die Handhabung von Geburtshilfezangen eingeführt haben, schießen allenthalben wie die Pilze aus dem Boden, da sie auf perfekte Weise das Geiz-ist-geil-Wesen der deutschen Verbraucher ansprechen. Da aber auch sämtliche Bäckereiketten und mittlerweile auch viele örtliche Bäckerfilialen die gängigen Back-Snacks und hochpreisigen Brötchen nur noch Aufbacken, kann man den Gang zu Backwerk, Back-Factory & Co. ruhigen Gewissens antreten. Sollte man meinen. Ist aber nicht so.

Vor etwas über einem Jahr eröffnete auch in Humboldt-Gremberg einen Steinwurf von der S-Bahn-Station Trimbornstr. entfernt eine Filiale von Back König. Dieser Laden ist eine Billigbutze, wie man sie sich nur vorstellen kann.

Was dort auf der Website (http://www.backkoenig.de/html/sortiment.html) als Sortiment aufgezeigt wird, scheint tatsächlich alles zu sein, was in der Gremberger Filiale zu bekommen ist - allerdings im Wochendurchschnitt! Nie alles an einem Tag. So werden etliche Backwaren nicht frisch angeboten, sondern vom Vortag. Erst wenn die weg sind, wird frisch gebacken - falls die Uhr noch nicht zu weit vorgerückt ist. Also Laugengebäck am Mittag: Fehlanzeige, entweder zäh vom Morgen oder trocken vom Vortag oder es ist halt nichts mehr da. Egal wann ich den Laden mal aufsuchte, es wurde nichts angeboten, was mich auch nur entfernt angesprochen hätte. Anscheinend geht mir das nicht alleine so.

Denn es  kommen immer weniger Kunden rein. War schon vor einem Jahr nichts los, so herrscht jetzt völlig "tote Hose". Eigentlich sitzen nur ein paar türkische Familienangehörige oder Freunde des Betreibers an den drei Tischen im Ladenlokal und schlürfen Kaffee. Ob das reicht? Back König, eigentlich an einem guten Standort, ist ein Tod geweihter Backshop. Friede seiner Krümel.

WalterGKöln aber mal ehrlich. Du willst ja nit wirklich, dat beruhigt mich schon….

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Schutzstation Wattenmeer - Pellworm

Osterschütting 9, Villa Wattwurm, 25849 Pellworm

07.07.2012

Die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer mit Sitz in Husum wurde vor genau 50 Jahren gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein. An der Nordseeküste zwischen Friedrichskoog nördlich der Elbmündung und Husum sowie auf allen nordfriesischen Inseln und den Halligen Hooge und Langeneß finden sich Informationszentren des Vereins, auf Pellworm ist eines in der Villa Wattwurm untergebracht.


Villa Wattwurm

Hier bin ich immer wieder gerne mit meinem Sohn eingekehrt. Bewunderswert engagierte junge Menschen informieren hier über Natur und Naturschutz. Während sich der Mitarbeiterstab bisher fast ausschließlich aus Zivildienstleistenden rekrutierte, werden nach Abschaffung der Wehrpflicht künftig wohl nur noch Teilnehmer aus dem Freiwilligen Ökologischen Jahr die Schutzstation betreuen. Bleibt zu hoffen, dass dem Verein dann nicht die wertvollen und engagierten Mitarbeiter verlustig gehen.

In der Villa Wattwurm findet sich eine kleine Demonstrationsanlage des Wattenmeeres mit seinen typischen Bewohnern wieder. Vor allem Kindern wird das Wattenmeer auf sehr liebevolle Art nahe gebracht. Einige Jungfische, Strandkrabben und Muscheln werden dazu vorher aus dem Meer gefangen und hier gezeigt. Kinder dürfen die Fische auch zart anfassen und in die Hand nehmen. Keine Sorge, die Tiere werden nicht gequält. Alles geschieht sehr vorsichtig, die Fische werden immer wieder ins Wasser gegeben, damit sie keinen Stress erleiden. Und nach der Demonstration trägt ein Zivi die Tiere im Eimer wieder an den Strand, um sie in Freiheit zu lassen.



Dadurch, dass die Kinder die Tiere berühren können, schenken sie der Natur die Aufmerksamkeit, die sie verdient, denn nun haben sie direkt Kontakt zu ihr aufgenommen. Mein Sohn erzählt mir heute noch von solchen Erlebnissen, die wir vor 12, 13 Jahren hatten. Er wurde hier maßgeblich für den Naturschutz sensibilisiert. Man sieht also, dass hier nachhaltiger Naturschutz betrieben wird.

Eintritt in die Villa Wattwurm ist kostenfrei, Spenden werden aber gerne gesehen.


Wattwanderung mit einem engagierten jungen Mann

Auch auf Wattwanderungen, auf "Meeresbiologischer Kutterfahrt" mit der MS "Gebrüder" oder der "Naturkundlichen Fahrt mit Seetierfang" mit der MS "Nordfriesland" wird den Kindern, aber auch den Erwachsenen das Wattenmeer und seine ökologische Bedeutung nahe gebracht. Das alles geschieht für sehr überschaubare Teilnehmergebühren. Für Familien, aber auch sonstige Interessierte eine absolute Empfehlung!



Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

flifu Nach dem Lesen dieses Beitrags fahre ich den PC runter, schwinge mich aufs Rad und fahre zum Watt. Zur Zeit in SPO.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress Wink mal rüber nach Pellworm – und ess ein Krabbenbrötchen für mich mit ;-)

MS 'Gebrüder' - Pellworm

Hooger Fähre 8, 25849 Pellworm

07.07.2012

Solange ich Pellworm besuche, mache ich stets mehrere Fahrten mit der MS "Gebrüder". Seien es Fahrten zu den Seehundbänken, zur Hallig Hooge, Hallig Oland, Hallig Langeneß, zum Norderoogsand oder "Meeresbiologische Kutterfahrt" mit Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer. Die Ausflugsfahrten dauern meist ca. 4 Stunden und kosten um die 12 Euro, die Kutterfahrt kostet 8 Euro und dauert 1,5 Stunden..


Die MS "Gebrüder" am Anleger Hooger Fähre

Das kleine Schiff, einem Kutter sehr ähnlich, wurde von Anfang an als Ausflugsboot ausgebaut und wird tatsächlich von zwei freundlichen Pellwormer Brüdern betrieben. Auf dem Boot dürfte es ca. 20 Sitzplätze geben, vor Wind und Wetter schützt eine aufziehbare Persenning. Die "Brücke" ist zum Fahrgastbereich offen, und man kann sich vom Käpt'n während der Fahrt alles zum Boot erklären lassen.

Ein kurzweiliges Vergnügen auf dem Wasser für kleines Geld.


Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

cordymt Wenn ich das nächste mal

bin, mach ich mich da mal rüber ;-)

Tammensiel - Pellworm

Tammensiel, 25849 Pellworm

07.07.2012

Pellworm hat eine City!

Hä? Wah? City of Pellworm? Wo soll das denn sein?

Tammensiel lautet die Antwort. Tammensiel ist die City. Mit Fußgängerzone und Umgehungsstraße drumrum. Sagen die Insulaner und beweisen damit ihren hintergründigen Humor.

Aus Sicht des Städters ist Tammensiel eine kleine Ansammlung von Geschäften nur Notversorgung der ländlichen Bevölkerung. Es gibt einen Bankschalter mit "gewissen" Öffnungszeiten. Es gibt einen kleinen Tante-Emma-Laden unter Edeka-Logo. Es gibt einen Krimskramsladen für Geschenke, ein Raiffeisenlager und einen Bäcker. Ich glaube, das wars aber auch schon. Die früher vorhandene Postfiliale hat ihre Öffnungszeiten immer mehr reduziert, bis sie aufgegeben und nun als Postlpartner bei Westertilli in einem Blumenladen untergebracht ist. Erstaunlicherweise hat sich hier nie eine Schlecker-Filiale angesiedelt, gut so, denn so hat man sich jetzt zwei arbeitslose Hausfrauen erspart. Sowas braucht hier auch niemand. Drogerie machen Edeka und Hansi Koopmann am Nordermitteldeich nebenbei mit. Dort kann man auch die vergessenen Gummistiefel für die Wattwanderung und sogar Bollerwagen und Förmchen für die Kids kaufen.

Pellworm hat also eine City, na gut. Dazu gehören aber auch der Alte Hafen mit der Bus-Haltestelle, das Hafen-Pub, Leo's Fisch und Helgas Hafenbüdchen, das City-Kommunikationszentrum. Und das Schifffahrtsmuseum im alten Reedereigebäude.

Und natürlich sind hier die Gemeinde- und Kurverwaltung, das Schwimmbad und die Kurhäuser zu finden - sollte man meinen, ist aber nicht. Denn dieser Bereich liegt schon auf der anderen Seite des Hafens und nennt sich Ostersiel. Schöne City ist das...

Kein Wunder, dass die Pellwormer, wenn sie denn mal in die Großstadt kommen, unter Kopfschmerzen leiden. Denn hier gehen die Uhren anders. Wir Städter nennen das Entschleunigung. Und darauf können die Pellwormer wirklich was einbilden!





Monheimer Hof - Riehl

Riehler Str. 231, 50735 Köln

05.07.2012

Den Monheimer Hof kenne und besuche ich seit über 25 Jahren, wenn auch teilweise in größeren Abständen. Meine Urteile zum Lokal fallen denn auch höchst unterschiedlich aus, von (naja, fast) himmelhochjauchzend bis zu (naja, fast) zu Tode betrübt - oder um es einmal qypemäßig auszudrücken, zwischen 2 und 4 Sterne. Da ich den Monheimer Hof in erster Linie als Bierkneipe (bei schlechtem Wetter) und Biergarten (bei Sonnenschein) besuche, lege ich auch hier meinen Schwerpunkt bei der Beurteilung, das nur vorab.

Der Webauftritt offenbart einen (jugendlichen?) Hobby-Designer. Unter Verwendung greller Hintergrundfarben in Verbindung mit möglichst vielen verfügbaren Schrifttypen sowie einer großen Anzahl Symbolbildchen und unterschiedlichster Schaltflächen wurde hier tief in den Baukasten zur Gestaltung von Webseiten gegriffen. Während der User hier teilweise ratlos bis kopfschüttelnd zurück bleibt, wird der einigermaßen erfahrene Designer von Würgeanfällen geschüttelt. Zudem ist bei der Gestaltung des Webauftrittes keinerlei Konzept zu erkennen und gehört dringend in professionelle Hände. Maximal 1 Stern.

Die Kneipe innen wurde über die Jahre mit viel Nippes überladen und gehört dringend entrümpelt. Zum Glück ist das Licht sehr gedämpft, da fällt das alles nicht so auf und die Kneipe ist unter Vermeidung näherer Betrachtung ganz gemütlich. Ich gebe mal wohlwollende drei Sterne.

Der Biergarten draußen ist soweit okay, wenn man von ein paar Kleinigkeiten absieht, die vermutlich jahrelanger Betriebsblindheit geschuldet sind, als da sind...
# Terrasse komplett mit Tischen und Bänken zugestellt, kein Durchkommen für Gäste oder Personal
# Durchgang von der Terrasse in den Innenraum (z.B. zur Bar oder Toilette) so dicht, dass kaum ein Durchkommen ist
# Toilette ungepflegt (nicht schmutzig) - keine Handtücher, nur ein elektrischer Händetrockner, der ebenso mühsam wie vergeblich gegen die Feuchtigkeit auf den Händen ankämpft
# eine baufällige Hochterrasse, die das Ambiente des ganzen Biergarten nachhaltig stört. Zudecken oder abreißen wäre angesagt.

Gut dagegen...
# Durch die große ausfahrbare Markise läßt sich bei Bedarf etwa 80 % des Biergartens überdachen.
# Hohe Mauern umschließen den Biergarten, wodurch er gegen den teilweise erheblichen Verkehrslärm der beiden vierspurigen Straßen Riehler und Boltensternstraße sowie der Stadtbahn geschützt ist.

Also auch hier: Der Biergarten gehört dringend entrümpelt und auf Vordermann gebracht. Da er sich im hellen Sonnenlicht präsentiert, lassen sich die vielen "Baustellen" nicht durch schummrige Beleuchtung kaschieren. 2 Sterne für die Erscheinung des Biergartens.

Positiv ist das Getränkeangebot. Etliche Biersorten und einige selbstgemachte Bowlen stehen auf der Karte, die Preise sind okay. Die Cocktailkarte ist, wenn man sie im Netz gefunden hat (auf den Tischen liegt sie nicht aus) umfangreich, beurteilen kann ich sie mangels Test nicht. Harten Drinks werden ebenfalls reichlich angeboten, die Preise sind angesichts der angebotenen Qualität allerdings gesalzen und meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt. Gute drei Sterne für die Getränkekarte.

Positiv auch die Speisekarte, wie mir allseits berichtet wird. Ich selbst esse hier eigentlich immer den Flammkuchen, der wirklich ausgezeichnet ist.  Bei unserem gestrigen Besuch mit 7 Leuten waren alle sehr angetan von den gereichten Speisen, insbesondere von dem Salat mit Lachs. Vier Sterne dafür.

Die Bedienung dagegen könnte etwas Schulung brauchen. Sie gab sich zwar Mühe und war durchaus freundlich, schien mir allerdings etwas - wovon eigentlich? - überfordert. Nun ist ein Brauereitisch ja eine recht laaaange Angelegenheit und es ist wenig sinnvoll, die Bedienung des Tisches grundsätzlich nur von einer Seite abzuwickeln, auch wenn man nur an die entfernte Seite will. Ich hatte also ständig ohne Ansage irgendwelche vollen und leeren Gläser, Tassen und Teller unter der Nase, das war schon ziemlich lästig, zumal manchmal auch recht überraschend. Du redest mit deinem Gegenüber - zack, hast du ein Glas Eistee vor der Nase. Redest weiter - zack, ein Salatteller, redest - zack, ein Weizenbier. Und sitzt selbst auf dem Trockenen, weil die Dame selbst nicht auf leere Gläser auf dem Tisch achtet. Hast du die Bestellung abgesetzt, geht es allerdings einigermaßen zügig, wenn auch trotz Kölsch-Bestellung die Sieben-Pils-Gedenkminuten stramm eingehalten werden. Gemäßgte drei Sterne.

Alles in allem kann man es hier aushalten, der Flammkuchen ist ein Highlight, der Rest ist halt okay und hat viel Luft nach oben. Trotzdem sieht man mich hier weiterhin, denn wie eingangs erwähnt, beurteile ich den Monheimer Hof in erster Linie als Bierkneipe bzw. Biergarten - also als einfache Gastwirtschaft.
Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

cordymt Da ich auch ein Teil des Stammtisches war, erspare ich mir einen eigenen Bericht, da ich coloniaexpress, suchtlive und siri nahezu uneingeschränkt zustimmen kann. Nichts sagen kann ich zu den Toiletten und dem Kneipeninneren, da ich diese nicht aufgesucht habe. Und zum Essen – mir hat die Ofenkartoffel geschmeckt..

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress Leider las ich heute, dass der Monheimer Hof seit dem 4. August 2012 endgültig geschlossen ist.

Jetzt ist mir auch klar, warum am morbiden Charme des Biergartens nichts mehr verändert wurde.

Laut Zeitungsmeldung ist das Grundstück verkauft, das 140jährige Gebäude, es handelt sich um die alte Riehler Schule, soll angerissen und durch ein Wohnhaus mit 12 Eigentumswohnungen ersetzt werden.

Helgas Hafenbüdchen - Pellworm

Alter Hafen, Südmole, Helga Neukamm, 25849 Pellworm

02.07.2012

Das Kommunikationszentrum Pellworms wird von Helga betreut, in ihrem kleinen Hafen-Kiosk. Bei einem kleinen Klönsnack erfährt man die Neuigkeiten und Gerüchte der Insel. Hier entwickelte Gerüchte werden etwa 1 Stunde später an der Hooger Fähre verfeinert. Nebenbei nimmt man einen Lütt un Lütt und beißt herzhaft in frisch gemachte belegte Brötchen oder in die Frikadelle.

Für den Rheinländer wird hier auch ein Kölsch angeboten, so hält die gute Seele Helga ihre kölschen Wurzeln am Leben, daher auch der Titel "Büdchen", wie man ein Kiosk in Köln nennt. Überhaupt fühle ich mich hier ein wenig an eine kölsche Eckkneipe erinnert: Eine herzliche Wirtin, lecker Kölsch, kleine Snacks, immer was los, und man kommt schnell und locker mit allen ins Gespräch.


Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

bb-dd Klasse Tipp, denn das Beschenken von Kölnern ist ja ein Problem für sich. Dieses Jahr die Tastatur, nächstes Jahr gibt’s dann die Kölschgläser:-) Danke!

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress Ach, viele wie z.B. WalterG, kannst Du mit einem Pittermännchen glücklich machen, z.B. von Päffgen oder der Malzmühle.

Vogelkoje - Pellworm

Am Norderhaffdeich, (Außendeich), 25849 Pellworm

02.07.2012

Lange vor dem ersten China-Restaurant oder Asia-Imbiss sind die Friesen auf den Geschmack von frischem oder gepökeltem Entenfleisch gekommen. Praktischerweise leben die Friesen genau auf der Reiseroute der Zugvögel und diese machen gerne an der Küste und auf den Inseln Rast.

Seit Jahrtausenden fliegen hier Millionen von Enten in ihre Winterquartiere nach Süden und kehren im Frühjahr zurück. Nun sind die Vögel aber nicht leicht zu fangen. Zu diesem Zweck ersannen im 16 Jahrhundert die Niederländer, dass sind die Landsleute, deren Robben keine Tore schießen können, raffiniere Fangvorrichtungen, die Vogelkojen. Diese verbreiteten sich in den folgenden Jahrhunderten über das Münsterland bis zu die nordfriesische Küste und wurden dort teilweise sehr erfolgreich betrieben.


Ein naturkulturelles Denkmal

Der Aufbau einer Vogelkoje ist größtenteils gleich: Der etwa quadratische Teich inmitten schützenden Baumbestandes lockt die Zugvögel zur Rast. Von eigens gezähmten Lockenten werden die Tiere dann in die vier an den Ecken befindlichen leicht gebogenen Wasserarme (Pfeifen) gelockt. Die Pfeifen sind mit Netzen überspannt, an den Enden der Pfeifen befinden sich Reusen, an denen der Kojenwärter die Tiere fängt und "kringelt", wie die Tötung durch Halsumdrehen genannt wurde.


Eine Pfeife der Vogelkoje

Auf Pellworm war die Vogelkoje von 1905 bis 1946 in Betrieb und diente hier als Fangeinrichtung für Enten und Gänse. Die Vogelkoje erreicht man über den Deich nördlich von Tammensiel in Richtung Bupheverkoog. Sie liegt inmitten eines kleinen Baumbestandes und stellt eine wirkliches Kleinod dar und ist ein prima Ziel für eine Radtour.



WalterGKöln gut das man “kringeln” nicht mit uns Menschen macht, obwohl einige würde ich auch gern kringeln :-)

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress Ich hätte da auch eine Liste…
;-)

Momme-Nissen-Haus - Pellworm

Bupheverweg 1, Katholische Kirchengemeinde Pellworm, 25849 Pellworm

02.07.2012

Nordfriesland ist fest in evangelisch-lutherischer Hand. Die beiden Inselkirchen, also die Alte und die Neue Kirche sind demzufolge protestantisch. Die römisch-katholischen Gemeinde hat traditionell eine nur marginale Größe, aber immer mehr Inselgäste fragten eine katholische Kirche nach. Mit der Fertigstellung des Momme-Nissen-Hauses kam die Gemeinde diesem Wunsch 1978 nach. Dort finden nun auch regelmäßige Messen statt.


Das Momme-Nissen-Haus, das Gemeindehaus der kath. Kirchengemeinde auf Pellworm

Obwohl das Momme-Nissen-Haus äußerlich recht unspektakulär daher kommt, ist der Besuch des Gemeindehauses jedem Pellworm-Besucher ans Herz gelegt. Hier sind es die Fenster des Gemeindesaales, die aus fantastische Weise vom regionalen Weltuntergang erzählen: In den Fenstern wird die Burchardiflut von 1634 wieder lebendig, als Pellworm endgültig von Nordstrand getrennt wurde. Die Not der Menschen und der Todeskampf werden eindrucksvoll dargestellt.


 

Kirchenfenster im Momme-Nissen-Haus: Die Kathastrophe der Grode Mandränke 1634

Fazit: Unbedingt anschauen. Kostet nichts, aber geht ins Herz.


Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Kiwi2008 Beeindruckend, die Fensterbilder!

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

15.05.2013

24.04.2013