Holzmarktstr. 25, 10243 Berlin
DonDahlmann
am 02.07.2008
Ja, ganz nett - wenn nichts los ist. Man sitzt sehr schön an der Spree, die Bierpreise halten sich in Grenzen. Dass der Barkeeper lahm ist, ist mir aufgefallen, aber es war nicht weiter schlimm, weil an dem Abend kaum einer in der Bar 25 war.
Essen gehen ist allerdings wirklich so eine Sache.
Wir hatten irgendwann Hunger und sind ins Restaurant rüber gegangen. Es war ca. 21.30 Uhr, der Laden war vielleicht zur Hälfte gefüllt, also sind wir auf die Terrasse und haben uns hingesetzt. Worauf jemand angeschossen kam und meinte, man müsse sich erst oben anmelden, wenn man draussen sitzen will. Ok - kenn ich aus den USA, da muss sich selbst in kleinen Diners zum Platz bringen lassen, aber da wird man wenigstens direkt am Eingang darauf hingewiesen. Ich laufe nicht erst durch ein Lokal das halbleer ist und frage nach, ob ich erwünscht bin. Essen war schnell bestellt -einmal Rösti mit Kalbsbrie, einmal Ente auf Salat. Das Brot kam schnell - aber dann kam lange, sehr, sehr lange nichts. Auch keine Kellnerin mehr. Die tauchte nach 45 Minuten auf, und meinte, bald würde es los gehen, was dann noch mal weitere 15 Minuten dauerte. Man habe leider so viel zu tun. Dabei war der Laden mittlerweile fast komplett leer. Naja, Essen war ok bis gut, am Ende gab es wenigstens einen Schnaps aufs Haus.
Negativ aufgefallen ist mir noch, dass man im Restaurant selber nur Wein serviert. Wer schon beim Bier ist und nicht mehr umsteigen will, muss sich sein Getränk tatsächlich selber aus der Bar holen.
Die Lage ist nett, aber es gibt deutlich bessere Restaurants.
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Wawona Road 8308, 95389 Modesto
DonDahlmann
am 02.07.2008
Adresse stimmt nicht ganz, ist Yosemite National Park und nicht Modesto, aber sonst findet das System es nicht.
Wer mal nach Kalifornien kommt, der sollte auf gar keinen Fall den Yosemite Park versäumen. Die Amerikanen, die ja nicht über wenige, wunderschöne Nationalparks verfügen, sprechen selber vom schönsten aller Parks. Ich hab jetzt noch nicht alle gesehen (das dauert bei rund 70 Stück auch was) aber nach Grand Canyon, Bryce & Zion Canyon, Monument Valley, Lake Powell und Death Valley doch immerhin schon ein paar. Und da sticht Yosemite Park wirklich als einer der schönsten Orte heraus. Das atemberaubende Yosemite Valley, der Mariposa Grove mit seinem Mammutbäumen die vielen Seen und Wälder sind etwas, was man so schnell nicht vergisst. Denken sich auch die Amerikaner und überfallen den Park vor allem im Sommer und am Wochenende in Armee-Stärke.
Der Park ist zu dem groß. An einem Tag kann man ihn nicht schaffen. Also muss man übernachten. Dass kann man entweder an den drei Ausgängen des Parks machen, auf den diversen Campingplätzen oder den zwei großen Hotels im Park. Das Wawoma liegt ein Stück nördlich im Park, eine ganzes Stück vom Valley weg. Aber ist einmalig. Gebaut am ende des 19. Jahrhundert sieht es aus wie eine Südstaatenvilla. Weiß getüncht, eine große Veranda vorne und ein schöner, alter Park drum herum. Das Hotel besteht schon lange nicht mehr nur aus dem Haupthaus. Es gibt diverse Nebengebäude, die alle Zimmer bieten, allerdings unterschiedlicher Qualität, da nicht alle Badezimmer haben. Da sollte man vorher nachfragen.
Die Zimmer sind dann meist etwas kleiner, in den Badezimmer sieht teilweise noch so aus, wie vor 100 Jahren, aber das macht nichts - im Gegenteil. Abends kann man im Hotel recht gut essen, um danach vor dem Zimmer auf der Veranda oder auf den Wiesen den Tag ausklingen zu lassen. Günstig ist das Vergnügen wirklich nicht. Unter 200 Dollar tut sich hier wenig bis gar nichts, Frühstück ist dafür mit drin. Dafür ist es ein einmaliges Hotelerlebnis.
Noch ein Wort zum Restaurant. Das hat eine kleine Terrasse, wo man im Sommer auf die Auffahrt schauen kann und einen sehr großen Saal, der angeblich noch im Originalzustand ist. Essen ist sehr gut, allerdings teuer, was aber auch daran liegt, dass alle Vorräte angeliefert werden müssen, was im Park nicht so leicht ist. Man fährt ganz schön lang auf den engen Strassen und LKWs dürfen nicht überall hin.
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Sunset Blvd 7009, 90028 Los Angeles
DonDahlmann
am 02.07.2008
Burger. Eine Wissenschaft für sich. Wer nur McDonalds und Burger King kennt, wird überrascht sein, wie groß die Qualitätsunterschiede in den USA sein können. Mal so formuliert: in einer Rangliste der Burgerketten in den USA rangiert McDonalds vermutlich zusammen mit “Jake in the Box” ganz unten. Dann kommt Burger King, dann Carls jr. und ganz oben steht, zumindest in Los Angeles, “In n out”.
Dabei erlebt man als Deutscher beim Blick auf die Speisekarte der Kette eine echte Überraschung. Es gibt nämlich nur drei Burger: einen Hamburger, einen Cheeseburger und einen “Double-Double”, also ein doppelter Cheeseburger. Dazu gibt es Pommes. Keine Salate, keine modischen Hühnchendinger, kein Eis, kein gar nichts. Allerdings - man kann sich seinen Burger auch speziell zusammenstellen lassen, dafür gibt es das “Not so secret menu”, dass man sich auf der Webseite der Kette durchlesen kann.
Alle Burger werde frisch zubereitet. Das Fleisch kommt von Vertragshöfen und wird nicht als gefrornes Pattie geliefert, sondern per Hand geformt. Die Pommes Frites werden ebenfalls frisch aus Kartoffeln gepresst und man bekommt eine spezielle Sosse dazu, die umwerfend schmeckt. Das klingt alles nicht so spektakulär, ändert sich aber in dem Moment, in dem man in den Burger reinbeißt. Unbeschreiblich, muss man selber erleben, aber danach macht man auf jeden Fall einen großen Bogen um all die anderen Ketten. Dazu kommt, dass die Preise geradezu sensationell günstig sind. Vier Burger, zweimal Fritten kommen auf etwa 12 Dollar. Dummerweise gibt es die Kette nur in Kalifornien und eigentlich auch nur in Los Angeles. Ein absolutes “Muss” bei einem L.A. Besuch.
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Hollywood Blvd 7000, 90028 Los Angeles
DonDahlmann
am 02.07.2008
Kein Review über das Hotel, sondern über das Restaurant.
Das Roosevelt Hotel ist ein Institution in Hollywood. Es liegt quasi gegenüber des Graumans Theater und des Kodak Theaters, direkt am Hollywood Boulevard. Früher waren hier sogar mal die Oscar Verleihungen, aber das ist lange her. Das Hotel ist totzdem (oder auch deswegen) eines der besten der Stadt. Demensprechend ist auch die Küche. Allerdings gibt es drei Restaurants. Ein “günstiges” direkt am Boulevard, eins im Garten und ein weiteres nahe der großen Eingangshalle. So exklusiv das Hotel auch sein mag - irgendwie ist die Zeit in den 70er stehen geblieben. Das gesamte Restaurant ist ein Traum in braunem Alcantara und noch dunklerem Leder. Selbst die Decken auf den Tischen sind aus Leder. Nicht unbedingt eine Sache für jedermann.
Wie man es aber für so einen Laden gehört, sind die Preise astronomisch. Und viel Auswahl gibt es auch nicht. Wie man anhand des Lederinteriors schon vemuten kann, gibt es vor allem eins: Fleisch. Sogar als Vorspeise. Es gibt diverse Fleischsorten, aus denen man wählen kann. Am Ende der Preisliste steht das “Cote de bouf” für zwei Personen für knapp 90 Dollar. Unter 40 gibt es kaum etwas. Etwas unverschämt, selbst für ein Restaurant dieser Güte, sind allerdings die Beilagen. Die sind nämlich nicht im Preis inbegriffen, und müssen zusätzlich bestellt werden. Ein paar gedünste Karotten, ein winzigen Kartoffelgratin, ein paar angebratene Pilze oder ein Broccoliröschen - alles jeweils neun Dollar. Auch weitere Beilage kosten Geld, weswegen der Preis für die Hauptspeise schnell 50 oder 60 Dollar überschreiten kann.
Dafür bekommt man allerdings wirklich ein perfektes Stück Steak. Ich meine wirklich: perfekt. Egal, wie lange man das Fleisch gebraten haben möchte, es kommt perfekt. Das Filet ist innen selbst dann zart, wenn man es “rare” bestellt. Man kann es wirklich schwer beschreiben, aber besser kann man ein Stück Steak kaum hinbekommen. Dazu kann sich die Soße aussuchen. Ich hatte mich für die Butter/Trüffel/Cognac Sauce entschieden, die sehr gut war, allerdings - irgendwo muss ja ein Haken sein - die Sauce war bei allen am Tisch sitzenden Personen einfach zu knapp bemessen, Es reichte gerade mal für ein Drittel des Steaks.
Das kann den guten Gesamteindruck allerdings nicht trüben. Eher schon der Moment wenn die Rechnung eintrifft. Inklusive Wein, Vorspeise und Hauptgang muss man pro Nase wohl mit rund 100 Dollar rechnen. Keine Sache, die man jeden Tag macht, aber es lohnt sich auf jeden Fall.
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30th Avenue, 90291 Los Angeles
DonDahlmann
am 02.07.2008
Das mit den Hotel in Los Angeles ist so eine Sache. Nicht das es wenig geben würde. Man bekommt selbst um die Ecke vom Hollywood Boulevard ein einigermaßen vernünftiges Zimmer für rund 150 Dollar die Nacht. Unter 150 wird es allerdings eher schwierig, wenn man nicht gerade auf einem schmalen Bett übernachten will und auf jeglichen Luxus verzichtet. Den bieten die vielen, vielen teuren Hotels, die meist in Ordnung sind, aber auch etwas seelenlos daher kommen. Wer etwas länger in einer Stadt ist, der sucht dann doch vielleicht etwas freundliches, wenig Business-Menschen und ein wenig Gemütlichkeit. Da ist man im Venice Beach House an der richtigen Adresse.
Es liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt, steht da zwar in zweiter Reihe hinter ein paar Häusern, aber das stört nicht weiter. Das Gebäude selber ist 1911 entstanden, ein altes Holzhaus, das mittlerweile komplett mit Efeu umwachsen ist und unter Denkmalschutz steht (sowas haben die da auch). Im Innerern setzt sich die nette Atmosphäre fort und man fühlt sich ein wenig wie in einem Privathaus. Ganze neun Zimmer hat das Hotel, davon allerdings nur fünf mit eigenem Bad und Toilette. Wer lange dort wohnen will, der wird wohl auf ein Bad nicht verzichten wollen. Die Zimmer sind unterschiedlich eingerichtet, haben aber einen gewissen Vorkriegscharme. Fernseher gibt es, fürs Internet braucht man ein Netzwerkkabel, da es kein Wi-Fi gibt.
Das Frühstück am morgen ist eher in der Kategorie “geht so” einzuordnen. Da ist man dann doch besser dran, wenn man um die Ecke zu den diversen Sandwich Bars geht. Nachmittags gibt es allerdings immer frischen Kuchen und Eistee, wer an den Strand will, kann sich aus einem Korb mit Handtüchern eindecken. Die Umgebung des Hotels geht so. Schön ist es nicht gerade, eine Wohngegend halt, aber der Strand direkt vor der Nase und der Washington Boulevard mit seinen Restaurants entschädigt dafür.
Billig ist die Sache nicht, denn pro Nacht muss man schon mehr als 180 Dollar berappen. Dazu ist man von den Sehenswürdigkeiten in L.A. (Hollywood, Beverly Hills, Downtown) eine gute halbe bis ganze Stunde entfernt. Eine Fahrt zum Dodger Stadium zum Beispiel summiert sich auf knapp 35 Kilometer. Hinfahrt. Auf der anderen Seite hat man hier ein wirklich wunderschönes Hotel, das zu dem in einer ruhigen Ecke liegt. Man lernt L.A. und vor allem Venice Beach auf eine ganz andere Art und Weise kennen und meist dauert es auch nicht lange und man hat sich in die Gegend rettunglos verliebt. Wer jetzt im Venice Beach House mal übernachten will: man sollte mindestens zwei Monate im voraus reservieren.
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