»New Blogpost: Serielles im Mai: Hochzeit von der Stange«
Barcastraße 3, 22087 Hamburg
Kixka Nebraska
am 28.01.2009
Gibt es einen Fachausdruck dafür, dass man etwas in Kauf nimmt, das einem nicht gefällt, wenn gleichzeitig etwas geboten wird, das einem sonst entgeht ?
Das Hamburger Hotel “The George” ist für mich so ein Fall.
Es liegt am Ende der Langen Reihe, einem tristen Ort, kurz vor einer vierspurigen Autobahnzubringerkreuzung. Alsternah, aber mit Blick auf das Krankenhaus St. Georg. Und auf die Straße, vor dem Krankenhaus. Kein sehr belebender Anblick, besonders vom Restaurant aus. Vermutlich ist der Abend besser zum Ausblenden des Umfeldes geeignet.
Eine Einladung zum Frühstück hat mich jetzt herausfinden lassen, warum sich der Besuch des “The George” trotzdem lohnt.
Quallen.
Sie gehören zu den Dingen, für die ich ein Faible habe.
Für mich zählt es in die Kategorie Extrem-Relaxen, wenn ich vor einem geheimnisvoll ausgeleuchteten Aquarium stehe und den Quallen bei ihrer skurril-eleganten Fortbewegung zusehen kann. Das futuristisch illuminierte Quallenbabyaufzuchtbassin im Berliner Aquarium war lange einer meiner Lieblingsorte.
Das George ist ein Design-Hotel und auch in den Salon der Nautilus von Kapitän Nemo hätten diese unglaublichen Quallen-Lichtobjekte hervorragend gepasst. Die Innendesignerin des Hotels arbeitete sehr eng mit Thái Công Quách bei der Ausstattung des Hotels zusammen. In dessen mittlerweile vier oder fünf Konzept-Stores im Eppendorfer Weg 161-167 hatte ich bereits ein Auge auf die Quallen-Lampe geworfen.
Thái Côngs Einrichtungstil lässt sich als sehr NY-Upper-East-Side-Style mit Schlenkern in die Hamptons beschreiben. Vielleicht ein wenig so, wie es bei den Kennedys privat ausgesehen haben mag. Sehr geschmackvoll, ein Stil, der seinen Preis hat. Für die Wandlampe sind ca. 1.000,- €, die Deckenlampe 1.500,-€ und für das Stehlampenmodell ca. 2.000,-€ zu kalkulieren.
Vermutlich auch aus diesem Grund ist die Erfindung von Design-Hotels durchaus eine sinnvolle, selbst wenn sie - wie im Fall des George - in einem unvorteilhaften Umfeld liegen.
Gleich vier dieser Design-Lichtobjekte gereiht an einer Wand betrachten zu können, hat mein verstecktes Styler-Herz deutlich höher schlagen lassen. Meine Begleitung teilte meine Euphorie nur bedingt, ließ aber schon ein anerkennendes Pfeiffen über seine Lippen tönen, nachdem wir die Clubräume und die Bibliothek in Augenschein genommen haben. Sehr schick. Morgens früh um 10.00 Uhr vollständig leer, aber durchaus vorstellbar, dass sich Menschen dort niederlassen.
Das Frühstück selbst im DaCaio ist für ein Hotel dieser Preisklasse nicht wirklich der Rede wert.
Momentan sehr en vogue wurden die ersten Brötchen, drei winzige Marmeladentöpfchen und dreierlei Zuckersorten auf einer Etagère gereicht, doch wer weder Orangen- noch Kirschmarmelade besonders mag, muss auf den Honig ausweichen. Das ist mir als Süß-Frühstückerin zu wenig.
Cerealienfreunde werden in der reichhaltigen Auswahl an Flocken und Körnern unterschiedlicher Konsistenz sicher etwas Passendes finden können, mir selbst erschienen die angebotenen Käse- und Wurstscheiben zu vorhersehbar, zu übersichtlich und zu wenig überraschend. Da hätte ich von einer Küche mit diesem Anspruch Originelleres erwartet.
Das Essen war in Ordnung, aber leider absolut unspektakulär, das Besondere fehlte mir und wirkte deshalb in diesem übertheatralischem Interieur noch nicht so recht angemessen.
Also: Lieber in die Bibliothek wechseln, Espresso trinken und das Interieur geniessen.
Und, weil es leider noch so selten zu finden ist: Ein Hinweis auf das vorhandene offene Wi-Fi. Perfekt an diesem Ort nicht unbedingt für die digitale Bohème, aber im Fall des Falles durchaus sehr willkommen
Auf Kixkalogic sind die Fotos und die Links zu diesem Beitrag zu finden
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Holstenwall 30, 20355 Hamburg
Eisbahn Große Wallanlagen GmbH
Kixka Nebraska
am 20.12.2008
Eigentlich hätte dies ein wunderbar vorweihnachtlich romantischer Beitrag werden sollen.
Über den Zauber, den diese einmalige Freilufteisbahn umgibt. Trotz – und vielleicht auch wegen der in die Jahre gekommenen Anlage, trotz des Andranges und der vielen Testosteron-erfüllten jungen Männer, die ihre Laufkünste zum Besten geben, trotz der Horden kichernder Mädels, denen diese Künste gelten. Trotz der Musik, der diese Paarungspräliminarien untermalt – oder sagen wir lieber: überschallt.
Trotzdem also,
weil: Miss Juni im Dezember kaum einen besseren Ort für ein First Date finden wird. Die Gelegenheit an einem Abend den freundlichen Begleiter so komprimiert auf verschiedenen beziehungsrelevanten Kompetenzfeldern abklopfen zu können, ist in der Kombination selten zu verorten.
Macht er einen auf Dicke Hose und lädt gleich am Anfang zu einer Runde Glühwein ein ? Oder transportiert er den mitgebrachten Zweitaufguß des Nachmittagsteebeutels im Rucksack, der präventiv nicht im Spind untergebracht wird – dort müsste nämlich nach dem Öffnen eine weitere dieser optisch so zauberhaften Servicemünzen eingeworfen werden, die auch für einen Gang zur Toilette benötigt würden.
Wie bewegt er sich auf dem Eis?
Gibt es analoge Vergleiche zu den Tanzqualitäten eines Mannes beim Eislaufen ? Mir ist dazu leider nichts bekannt. Die meisten Männer in meinem Umfeld sind froh, wenn sie sich auf den Kufen halten…
Was zum nächsten Punkt führt:
Verfügt das Date des Abends über genug Humor, um über sich selbst lachen zu können ?
Auch wenn die Eisanlage in den Wallanlagen mit 4.300 qm zu den größten in Europa gehört, verhindert das natürlich keine Stürze – wie geht er damit um ? Mit den eigenen und mit denen seiner Begleiterin ?
Wie ambitioniert ist er ? Genügt es ihm, Arm in Arm charmant plaudernd Runde um Runde zu ziehen ? Oder zieht es ihn immer wieder auf das Trainingsterrain im hinteren Teil der Anlage, auf der Anfänger die ersten Schritte erlernen können und die Fortgeschrittenen ihre Technik verfeinern können ?
... und wenn alles stimmt, das ganze trublige Drumherum ausgeblendet wird, sorgt der Nachtblaue Himmel im Sternenglanz für eine unschlagbar romantische Atmosphäre …
Und wieder bleibt die spannende Frage, wie der Abend nach der Erfahrung auf dem Eis fortgesetzt wird…
Tja.
Das alles also nicht.
Sondern:
Ein Abgesang.
Dieses ist aller Voraussicht nach die letzte Saison der 1971 erbauten Eisbahn.
Das Hamburger Abendblatt hat am 31. Oktober 2008 unter dem schönen Titel Wellenreiten in den Wallanlagen über die Pläne der Stadt Hamburg berichtet. Eine Schöne Neue Eventwelt wird dort heraufbeschworen. Es geht u.a. darum, dass für eine Wellenreit-Gegenstromanlage mit einem 10m hohen Turm zum Sporttauchen die Fläche der Eisbahn erheblich eingeschränkt werden soll.
Danke, brauch ich nicht.
Und nach dem Investorenfiasko der HafenCityUniversität sowie der immer noch mal teurer werdenden Elbphilharmonie sollte die Stadt sich sehr gut überlegen, ob eine Modernisierung des zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Ensembles nicht doch eine Alternative sein könnte.
Eine Stellungnahme des jetzigen Betreibers findet sich hier ... und viele Kommentare im Artikel des Abendblattes.
... und mit Fotos in meinem Blog :)
Update: Seit heute nachmittag ist die Seite der Eisbahnretter online !
http://www.rettet-die-eisbahn.de/
Veröffentlicht auf: kixka.wordpress.com/
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Irmintrudisstr. 13, 53111 Bonn
Kixka Nebraska
am 16.11.2008
Mixxt hat mich beruflich und privat im letzten halben Jahr kontinuierlich begleitet.
Angefangen hat es damit, dass ich für unsere Firma einen Community-Baukasten suchte, da wir nicht extra eine entwickeln lassen wollten. Bei Mixxt haben wir genau das gefunden, was wir wollten: Eine Community, die dem Look unserer Website entspricht und zu der man (in unserem Fall, das ist einstellbar !) nur auf Einladung Zugang hat. Mixxt bietet viele verschiedene Profil-Funktionen von Fotos bis zu der Ansicht, wer das Profil des Nutzers besucht hat. Dazu kann z.B. ein Wiki und ein Blog eingestellt werden. Ein Veranstaltungsmodul mit Zu- und Absagen kann ebenfalls kinderleicht installiert werden.
Perfekt !
Seitdem ich mich selbst zu BarCamps anmelde, ist mixxt für mich auch privat unverzichtbar geworden, da der Zugang in den Fällen, in denen es bisher für mich interessant war, immer über mixxt lief.
Praktisch in dem Fall: Ich muss mir nur einmal einen mixxt-Account zulegen, der Zutritt zu den unterschiedlichen Barcamps gelingt dann einfach durch einen Klick. Zu den Veranstaltungen der einzelnen Camps muss man sich dann allerdings noch separat anmelden, da die Camps meist über mehrere Tage laufen und auch Vorabtreffen und Parties angeboten werden.
Mixxt ist zur Zeit noch kostenlos und bietet sich für jede Art von vernetztem Zusammenhang an.
Die Barcamps haben durchaus 600 bis 800 Mitglieder, aber selbst für ganz kleine Zusammenhänge, z.b. zur Planung von Familienfesten und Treffen, Elternbeiräte, für Vereine etc kann der Aufbau einer Community bei entsprechender digitaler Grundstruktur durchaus sinnvoll sein.
Das klingt jetzt für einige vielleicht noch nach Zukunftsmusik, aber vor neun Jahren habe ich auch den ersten E-Mailverteiler in einem Kindergarten angelegt - etwas, das heute selbstverständlich ist…
Kleinigkeiten sind bei mixxt sicherlich noch optimierbar.
So ist z.B. optisch nicht ganz schlüssig ersichtlich, dass der Nutzer von verschiedenen Communities auf Mixxt durch das Klicken auf das Mixxt-Logo oben links (optisch in dieser Funktion nicht sonderlich hervorgehoben) zu seiner eigenen Startseite (und nicht der Startseite von Mixxt!) gelangt.
Insgesamt aber eine dicke Empfehlung für alle kollaborativen Zusammenhänge, die ohne große Investitionen loslegen wollen !
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Allende-Platz 3, 20146 Hamburg
Kixka Nebraska
am 04.10.2008
Heiligabend im Abaton, das war zwei-, dreimal in meiner späten Kindheit durchaus eindrucksvoll. Dick und Doof im Spielzeugland und andere Kinderfreundliche Filme wurden gezeigt.
Immer schon: Das Kino in Hamburg.
Lustige Menschen an der Kasse, lustige Menschen, die einem mitteilen, wo welche Schlangen stehen, lustige Menschen hinter der Bar.
Sehr günstig ist das übertragbare Fünfer-Ticket für 27,50 €. Das sei allen Menschen empfohlen, die sich über die hohen Kino Preise im Allgemeinen so aufregen :)
Es gibt vor allem Arthouse-Filme, Anspruchsvolleres, häufig O.m.U. zu sehen und jede Menge Sondervorstellungen.
Kindergeburtstage können hier ebenso gebucht werden wie Wunschfilmvorstellungen. Wobei für die Kleinen sogar extra Sitzerhöhungen gereicht werden.
Großartig ist auch die kostenfreie Online-Reservierung vorab. Parkplätze sind ein Problem, allerdings ist das Abaton gut mit dem Bus oder zu Fuß vom Dammtorbahnhof aus erreichbar.
Gleich nebenan lohnt das Abaton-Bistro nach der Vorstellung einen Besuch.
Veröffentlicht auf: kixka.wordpress.com/
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Rathausstr. 4, 20095 Hamburg
Kixka Nebraska
am 14.09.2008
Ein Ort, der für bestimmte Anlässe für mich wie geschaffen ist.
Abends.
Einen Anisé auf Eis mit Wasser, an der Bar, allein.
Das aber eher selten.
Gelegentlich:
Virtuelle Begegnungen in reale Gespräche verwandeln,
Menschen aus dem Netz treffen.
Es ist eng,
es ist laut,
es dauert manchmal,
bis der Service einem die Wünsche erfüllen kann
– und doch:
Dort würde ich mich immer wieder zu Abenden dieser Art verabreden.
Weil es so eng und lebhaft ist, auch wenn den Menschen am Nebentisch die Ohren sichtbar größer werden, wenn sie vereinzelt Worte, Satzfetzen aufschnappen.
Der Laden vibriert, er brummt.
Das macht die Gespräche so angenehm leicht.
Dazu diese Halle.
Jugendstilfliesen.
Großstädtisch ist es dort,
einer der wenigen dieser Orte in Hamburg.
Das Publikum ist unkompliziert chic. Die Tresenmannschaft ist in der Tat extrem charmant, die Herren bemühen sich schon sehr, très français zu erscheinen, die jungen Damen machen das mit ihrer Optik wett.
Und wer es etwas ruhiger mag, der reserviert sich einen Tisch im Salon, einem kleinen Nebenraum in Art Déco mit 30 Sitzplätzen – aber bitte keine hochfliegenden Hoffnungen – auch dort wird mitgehört …
Wer in intimer Stimmung etwas ruhigere Gespräche führen möchte, der wandelt ganz einfach quer über die Straße in die Bar de Paris Le Lion außer an Sonn- und Feiertagen, dann ist dort geschlossen.
Veröffentlicht auf: kixka.wordpress.com/
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