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Rosengarten 10, 22880 Wedel
Landstreichler
am 01.07.2009
Letzten Samstag besuchte ich das neue Technik-Museum in Wedel. Ausnahmsweise mal ganz ohne Kinder nutzte ich die Gelegenheit einen der noch raren Öffnungstermine (jeden ersten Samstag im Monat ab 14:00 Uhr) wahrzunehmen.
Orientierung
Das TECHNICON öffnete seine Pforten erst diesen März. Im Rahmen meines Besuches erfuhr ich, daß die Räumlichkeiten für das Museum fertig renoviert von MÖLLER-WEDEL OPTICAL kostenlose zur Verfügung gestellt wurden. Das Stadtmuseum und viele Freiwillige halfen und helfen mit und brachten dieses Projekt zustande. Die Freiwilligen (größtenteils ehemalige Mitarbeiter im Ruhestand) prägen auch den Charakter der Ausstellung.
Das Museum hält im Wesentlichen zur Zeit drei Ausstellungen im Zusammenhang mit der industriellen Vergangenheit Wedels bereit.
- Ein Raum beschäftigt sich thematisch mit der Tontechnik der Firma AEG Telefunken.
- Ein Raum dreht sich um AEG Solartechnik, auch im Raumfahrtbereich
- Die Firma Johann-Dietrich Möller Optische Werke Wedel bestreitet ein weiteres Thema
Ich werde im folgenden in meinem laienhaften Verständnis etwas zu den Ausstellungen sagen. Wer es fundierter möchte, tut es besser vor Ort:
Mein Besuch
Gleich am Eingang empfing mich eine Dame, die mir gleich gerne Auskunft gab. Ich wurde in den ersten Raum der Ausstellung geleitet, wo mich gleich ein ehemaliger Mitarbeiter von AEG Telefunken empfing. Er führte mich persönlich durch den Raum und erläuterte (wo möglich mit Vorführung) mir die verschiedensten Geräte im Audio/Video Bereich (nicht nur von AEG Telefunken).
Das erste Gerät war mir gleich völlig neu. Ein Gerät zum Abspielen von Bildplatten, aber nicht mit digitaler sondern mechanischer Abtastung vergleichbar mit einer Schaltplatte. Ich konnte mich mit meinem “Guide” darüber ausführlich unterhalten.
Auch andere “Exoten”, die sich am Markt nicht durchsetzen konnten und daher kaum Bekanntheit erlangten sind präsent. Verschiedene Vorläufer der Kompaktkasette, auch eine Kassette mit mechanischer Aufzeichnung (Tefifon). Auch bei bekannten Geräten läßt sich vieles interessantes entdecken, beispielsweise bei den Tonbändern. Die AEG in Wedel fertigte auch Studiotechnik. Ausgestellt ist z.B. ein Studiobandgerät mit mechanischem Schaltgetriebe.
Im zweiten Raum erwartete mich dann die Ausstellung zur Solartechnik. Mein Ansprechpartner war hier ein ehemaliger Mitarbeiter der AEG Solartechnik.
Beeindruckend war hier z.B. die Mechanik des ausfahrbaren Solarpanels des Hubble-Weltraumteleskopes (die Solartechnik dazu kam aus Wedel). Weitere Exponate aus der Weltraumtechnik kommen natürlich noch dazu. Auch die verschiedenen Anwendungsfälle von Solarzellen werden dargestellt.
Auch für Solarschiffe und -Fahrzeuge. Natürlich wird man mit der Ausstellung nicht alleingelassen, mein “Guide” erläutert bereitwillig jedes Stück, das mich interessiert.
Irgendwann trenne ich mich von der Solartechnik und komme zum Raum des Gastgebers. Bzw. der Vergangenheit der Firma Johann-Dietrich Möller. Wie ich nun erfahre, sind auch die Bilder von Kreisförmigen Ornamenten im Flur bereits ein Hinweis auf eine erfolgreiche Geschäftsidee, die Johann-Dietrich-Möller im 19. Jahrhundert betrieb. Er legte Diatomeen. Das sind kunstvoll arrangierte Kieselalgen die auf kleinen Objekträgern über ein Mikroskop betrachtet werden können.
Außerdem beinhaltet diese Ausstellung natürlich eine Reihe von Optischen Instrumenten. Teils zur Vermessung. Teils spezielle Mikroskope für die Betrachtung aus größerem Abstand. Natürlich auch schnöde Ferngläser oder Geräte aus dem medizinischen Bereich. Besonders interessant fand ich auch die zusammengetragenen Gesellenstücke von 1939 bis 2004.
Für ehemalige Mitarbeiter wird auch das Fotoalbum, daß ein langjähriger Mitarbeiter zusammengetragen hat sicherlich sehr interessant sein und für Vergnügen (teils sind Betriebsfeiern abgebildet) sorgen. Mein Ansprechpartner war hier übrigens kein ehemaliger Mitarbeiter sondern ein Physiker, der viel geschäftlichen Kontakt zu den optischen Werken hatte.
Für Kinder…
liegt gleich am Eingang ein spezieller Bogen bereit, der zu einer “Rallye” durch das Museum einlädt. Sinnvoll natürlich dann, wenn die Kinder bereits lesen können. Ansonsten sind ja genug Ansprechpartner zum “Löcher in den Bauch fragen” vorhanden. Es gibt auch Teile der Ausstellung, die speziell im Hinblick auf ausprobierende Kinderhände vorbereitet wurden. Ein Oszilloskop mit Mikrofon, ein Lautsprecher mit Stromquelle. Eine solarbetriebene Legoeisenbahn. Oder eben auch die Mikroskope zum Betrachten der Diatomeen. Mit Kindern wird der Besuch etwas kürzer ausfallen, aber ein Besuch ist auch für sie/mit ihnen lohnenswert.
Vorträge
Häufig gibt es auch spezielle Vorträge im Technicon. Am nächsten Öffnungstermin (04.07.2009) referiert Volker König um 17 Uhr zu von ihm entwickelten modernen akustischen Ampeln für Sehbehinderte.
Hinweise
Der Eintritt ist frei.
Geöffnet ist das TECHNICON (Stand Juni 2009) nur jeden ersten Samstag im Monat von 14-18 Uhr
Kostenlose Parkplätze sind in der Straße “beim Hoophof” vorhanden (Straße und Parkhaus).
Erreichbar ist das TECHNICON folgendermaßen:
Das Gelände von MÖLLER-WEDEL von der Straße “beim Hoophof” betreten. Dann bei erster Gelegenheit links abbiegen. Nach wenigen Metern (quasi hinter dem Parkhaus) sollte man dann das Schild des TECHNICON sehen können.
Vielen Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Fotos, die mir auf Nachfrage im Museum freundlichst erteilt wurde.
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Sablé Platz 6, 31675 Bückeburg
Hubschraubermuseum / Hubschrauberzentrum
Landstreichler
am 24.06.2009
Das Hubschraubermuseum in Bückeburg ist eigentlich ein Tragschrauber- äh.. Schraubflügler- äh.. Senkrechtstarter- äh… Überhauptallesflüglermuseum. Die Exponate decken das große Gebiet aller Flugzeuge ab, die etwas mit Senkrechtstarten und/oder rotierenden Flügen zu tun haben. Das geht bei Ahornsamen los und verteilt sich dann auf eine Vielzahl an Konstruktionsideen.
Neulich haben wir dem Museum mit unseren drei kleinen Kindern (3,4,6) besucht. Ich war vorher noch etwas unsicher, wie streßfrei das ablaufen würde. Glücklicherweise hat es gut geklappt. Die Ausstattungsstücke sind weitestgehend robust, so daß auch kindliche Grabbelfinger daran toleriert werden können. Einige Modelle können per Knopfdruck in Betrieb gesetzt werden, was gut ankam. Eine Weile beschäftigten uns auch die Ahornsamen, welche per Gebläse in die Luft gepustet werden und dann beim hinuntertrudeln, daß Hubschraubervorbild in der Natur verdeutlichen. Kaum erwähnenswert, daß die Blätter natürlich etliche Male wiedereingesammelt und erneut in die Luft gepustet wurden. Ein Höhepunkt für unsere Kinder war ein begeh-/sitzbarer Hubschrauber. Dort konnte jeder einmal Pilot sein. Diverse Rettungsflugeinsätze wurden durchgespielt. Der Schalter für die rote Rundumleuchte war dabei sehr beliebt :-)
Währenddessen konnten wir Erwachsene auch einmal die Exponate in Augenschein nehmen. Es handelt sich dabei um ca. 40 Fluggeräte in Originalgröße und eine ganze Reihe an Modellen und Teilen. Besonders interessant fand ich die flugfähigen Eigenbauten, sowie natürlich die Vielzahl der Varianten, mit denen meistens erfolgreich manchmal aber auch nur mit bescheidenem Erfolg versucht wurde in die Luft zu kommen. Man muß beileibe kein Hubschrauberenthusiast sein, um an diesem Museum Gefallen zu finden. Die Nachbauten eines Focke-Wulf Hubschraubers von 1936 und des Hubschraubers von Paul Cornu von 1907 (erster bemannter freier Flug) in Originalgröße sind schon eindrucksvoll.
Wir haben ca. zwei Stunden in dem Museum verbracht, ohne jedes Exponat allzu detailliert zu betrachten. Aktuell erstreckt sich das Museum im wesentlichen in einer langgestreckten zweistöckigen Halle mit ein paar Nebenräumen. In diesem Jahr (2009) soll noch eine weitere Halle errichtet werden. Die Hubschrauber stehen bereits in der Warteschlange…
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Das Museum befindet sich im Stadtzentrum nahe des Schlosses. Parkplätze finden sich in direkter Nähe (evtl. auch vor dem Haus).
Preise Juni 2009:
Erwachsene zahlen 6,- Euro
Kinder von 6-16 zahlen: 2,50 Euro
Man kann auch eine (kostenpflichtige) Führung buchen, auch speziell für Kinderveranstaltungen.
Aktuelle Eintrittspreise, Ermäßigungen, Gruppentarife und mehr findet sich natürlich auf der Website:
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Hallerstr. 1, 20146 Hamburg
Landstreichler
am 14.05.2009
Das war wieder ein gelungener Abend im Rahmen der Qype City Nights.
Es begann mit der ausgesprochen freundlichen und patenten Bedienung, die souverän (und notgedrungen spontan) unsere Gruppe platzierte und die nötigen Tische flugs zurechtrückte. Auch im weiteren Verlauf war sie flink und hilfsbereit. Gerichte wurden bereitwillig erklärt und Brot kam stets ausreichend auf den Tisch.
Als Vorspeise sucht ich mir die “Borsch” aus (3,90), eine rötliche Suppe mit u.a. Kohl und einem kräftigen Schlag Schmand. Diese war schön gewürzt und wer Kohl mag, findet in dieser Suppe eine wirklich angenehme Vorspeise.
Zwischendurch gab es dann die erste erste Runde vom Lokal: Ein Schnaps mit Feigenaroma.
Als Hauptgang reizte mich die “Mimino” (10,60 und nicht Minimo sagen, sonst kichert die Bedienung). Das sind größere Teigbeutel mit einer Hackfleischfüllung. Vier dieser Beutel/Taschen ergaben eine gute Portion. Die Spezialsoße dazu kam im separaten Schälchen. Sie war rötlich, scharf, hatte eine merkliche Knoblauchnote und kam gut gelegen, um die doch eher dezent gewürzten Miminos aufzupeppen. Begleitet wurde das Hauptgericht von einem kleinen gemischten Salat, der recht ordentlich schmechte. Vermutlich war der Salat nach dem Waschen nicht ordentlich geschleudert worden, jedenfalls war das Dressing etwas verwässert.
Der Boss vom Lokal machte derweil seine Begrüßung und es folgte die zweite Runde aufs Haus, diesmal mit Vodka.
Ich beschloß den Abend dann mit einem “profanen” gemischten Eis, welches auf Anregung der Bedienung noch mit Schokoladensoße gepimpt wurde.
Rückblickend…
hat vieles gestimmt. Das Essen war wohlschmeckend, gut präsentiert und nicht zu teuer. Die Bedienung glänzte. Das Timing der Hauptspeisen war etwas versetzt, aber das störte uns nicht großartig, denn die Wartezeiten insgesamt nicht zu lang.
Gerne empfehle ich das Baku weiter und vergebe vier Sternchen.
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Almtweg 37, 25482 Appen
Landstreichler
am 04.05.2009
Letzten Sonntag waren wir mal wieder auf dem Almthof. Da wird es doch höchste Zeit, endlich mal etwas darüber zu schreiben:
Der Almthof bezeichnet sich als Erlebnisbauernhof mit Bauernhofcafé. Und das Thema “Erlebnis” kann man wörtlich nehmen, denn die Aufzählung der Attraktionen erinnert inzwischen schon an einen kleinen Freizeitpark. Ebenso wie bei einem Freizeitpark kann man hier und da auch Geld ausgeben, sofern man nichts im Café verzehrt übrigens auch für den Eintritt zum Hof (Frühjar 2009: 3,- je Erwachsenem und 2,- je Kind). Dieser Eintritt hat meist eher theoretischen Charakter, denn wer will schon das Café verpassen.
Das Café
Im Café gibt es natürlich lauter leckere Sachen: Sahnetorten, Blechkuchen, Waffeln, Eis und mehr. Für ein Bauernhofcafé ist es übrigens vergleichsweise groß. Dafür findet man aber eigentlich immer einen Platz. Die Speisen und Getränke holt man sich in bei der Bestellung von den Damen am Tresen ab. Die Torten waren lecker, wobei die Eierlikörtorte lt. meiner Frau auch etwas (mehr) Eierlikör vertragen könnte.
Spielgelegenheiten
Für Kinder gibt es zunächst natürlich ein Spielgerüst, dazu eine schöne Sandkiste und mehrere Kletterbäume. Draußen stehen auch ein kleiner und ein etwas größerer Traktor zum Klettern herum. Im Kuhstall befindet sich ein größerer Bereich mit Strohballen. Hier können sich die Kinder fast ewig beschäftigen. Tunnel können erkundet werden. Ein Seil hängt für kleine Tarzans bereit.
Der Hof
Rinder stehen hier im Vordergrund. Das Stallgebäude darf weitgehend frei besichtigt und begangen werden. Nachmittags werden die Kühe im Merlkkarussell gemolken, was natürlich auch ein interessanter Anblick ist. Im Außenbereich finden sich eigentlich immer einige Kälber, die einer Streicheleinheit oder einem Nuckelfinger gegenüber nicht abgeneigt sind. Im hinteren Bereich ist ein weiteres Stallgebäude, der gemütliche mit Stroh gepolsterte “Perinatalbereich”. Hier sind die frischen Kälber, die trächtigen Rinder und jene die gerade abgekalbt haben. Mit etwas Glück und Geduld kann man hier die Geburt eines Kalbes miterleben.
Für die Kinder natürlich auch interessant sind die Kaninchen sowie Ziegen, das Pony und der Esel.
Das Erlebnis
Der Hof bietet inzwischen noch diverse zusätzliche kostenpflichtige Attraktionen (Preise siehe Website). Teilweise sind diese abhängig von Wetter und Wochentag bzw. Jahreszeit:
Das Bauerngolf werden wir zukünftig sicher noch einmal testen und dann berichten. Angesichts der “instabilen” Witterung wollten wir die 16,- (für zwei Erwachsene + drei Kinder) beim letzten Besuch aber nicht riskieren.
Abschließend
Das Thema “Verzehr oder Eintritt” mag notwendig geworden sein, es mutet aber schon etwas seltsam an. Letztes mal hatten wir gerade zu Mittag gegessen und besuchten das Café dann erst nachdem wir schon eine Weile auf dem Hof waren. Ich fühlte mich aufgrund der Schilder bevor ich das Café besuchte stets als potentieller Zechpreller, auch wenn einen wirklich niemand schief ansah oder gar kontrollierte. Vier Sterne vergebe ich für ein wirklich besuchenswertes Ausflugsziel in unserer Gegend gerne.
Die Preise sind Stand April 2009 und sollen nur der groben Orientierung dienen. Fehler will ich nicht ausschließen. Genaueres findet sich auf der Website des Almthofes: www.almthof.de
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Am Tierpark 5, 23966 Wismar
Landstreichler
am 21.04.2009
Diesen Tierpark kann man fast als Geheimtip der Region bezeichnen. Insbesondere für Eltern mit Kindern. Wir wurden im September 2008 auf ihn durch die Ausschilderung bei der Anfahrt nach Wismar aufmerksam. Beim vorherigen Prospektewühlen in Boltenhagen war uns noch keine Werbung des Zoos in die Hande gefallen.
Folgt man bei der Anfahrt mit dem Kfz der Wegweisung so landet man auf einem großen (kostenlosen) Parkplatz am Festplatz. Von dort sieht man auf das große Gelände des Bürgerparks, dessen mondäne Gestaltung auf eine vergangene scheinbar gut fundierte Landesgartenschau schließen läßt. Neben Tierpark und den Parkanlagen findet sich hier noch ein Aussichtsturm und die Technikschau (beinhaltet u.a. einen Nachbau des Focker Dreideckers).
Nach einem kleinen Spaziergang durch die Parkanlagen gelangen wir zum Eingang und da gibt es die erste freudige Überraschung für dank Hagenbeck verarmte Eltern: Der Eintritt beträgt 3,50 für Erwachsene und 2,- für Kinder ab 3. Der Bollerwagen kostet übrigens nichts. Bei Tierfutter meine ich mich an ,50 ct zu erinnern. Zusammengerechnet mit den 0,- für das Parken kommt man für ein Familientagesprogramm damit günstig weg.
Gleich hinter dem Eingang gibt es die erste Gelegenheit das Tierfutter zu verwerten. Ein großes Streichelgehege mit Damwild und Mufflons darf betreten werden. Im weiteren Verlauf warten später noch Ziegen, Schafe, Enten, Gänse, Hühner und Schweine auf ihren Anteil, also bitte Haushalten mit dem Futter. Alsdann geht es weiter, an großen Gehegen für Wisente und Strauße vorbei. Dann riecht man schon bald eines der ersten 'Highlights’ des Parks. Ein unscheinbarer Pavillon ist mit Lebensmitteln gefüllt und dazu noch mit ein paar Dutzend Mäusen, die eifrig mit deren Beseitigung beschäftigt sind. Der Innenraum ist in der Gestaltung einer Küche und einer Speisekammer nachempfunden und soll wohl die Nager möglich realitätsnah bei ihrer Schädlingstätigkeit zeigen. Das ist gut gelungen. Es ist wirklich interessant und unterhaltsam zu beobachten, wie eine Maus der Länge nach einen Tunnel durch einen Hot Dog futtert oder eine fünf Maus starke Arbeitsgruppe die Leerung einer Müslischale angeht.
Weiter geht es zu den Nasenbären und Waschbären. Beide Gehege sind liebevoll und neu gestaltet. Die Tiere können auch über den Besuchern hinweglaufen. Kaninchen finden sich auch und der Spielplatz lockt mit der kleinen Eisenbahn, dazu später noch mehr.
Vorbei an den Mardern, deren Gewusel auch kurzweilig ist, kommen wir in den Haustierbereich. Ziegen, Hängebauchschweine und Schafe können hier gefüttern und teils auch gestreichelt werden können. Hier ist auch eine Spielwiese mit 2 größeren Trampolinen.
Nach einer ausgiebigen Hüpfpause, arbeiteten wir uns an diversen Hühnern (ja ihr bekommt noch den Rest vom Tierfutter), sowie Enten und Gänsen vorbei zu den Kattas. Tja, keiner Zuhause. Dafür ein aufklärendes Schild (siehe Foto). Die Kattas allerdings waren im Park dann nur hinter Glas anzutreffen, vermutlich gab es gerade etwas auszukurieren.
Ok, nun lockte der Spielplatz, denn wir vorhin schon erspäht haben. Auf dem Weg kommen wir noch an Luchsen und Wolf vorbei deren Gehege als einzige im Tierpark noch recht rückständig wirken. Zumindest bei den Luchsen steht schon eine Tafel, die auf eine Neugestaltung des Geheges hinweist. Also nun zu meinem persönlichen “Spielplatz-Waterloo” :
Der Spielplatz ist… großartig. Aber auch hier und da ein bisschen anspruchsvoll. Es gibt einen Wasserspielplatz, eine Riesenrutsche, eine Riesenschaukel und noch so einiges mehr. Auch eine kleine Bahn, die ab und an ihre Runden dreht und ihre Mitfahrer gegen geringes Entgelt durch eine Landschaft mit Drachen, Tunnel & Co chauffiert. Einfache warme und kalte Kost kann hier auch erworben werden… doch noch einmal zurück zur Riesenschaukel. Papa findet das Ding einfach toll, eine große Schaukel mit zwei Hügeln an beiden Seiten und einem Bach in der Mitte. Selber geschaukelt, und dann verhängnisvollerweise einen der Söhne überredet, auch einmal zu schaukeln. Dreimal geht’s gut, dann die kleine Katastrophe. Am Scheitelpunkt will das Kind absteigen, läßt sich dann aber noch bis zur Mitte mitschleifen und meint dann sei der richtige Zeitpunkt zum loslassen gekommen: “Platsch!”. Nur Feiglinge nehmen Ersatzklamotten mit, daher legen wir aus der entbehrlichen Kleidung aller Familienmitglieder eine neue Garderobe zusammen und beruhigen nebenher das schreiende Kind. :-)
Nach allgemeiner Abtrocknung geht’s dann allmählich wieder in Richtung Ausgang. Abschließend kann ich nur sagen, daß ich nur absolut empfehlen kann diesen Tierpark zu besuchen, wenn man in der Nähe von Wismar ist. Wirklich günstige Eintrittspreise, dazu gute Kinderunterhaltung und eine schöne Auswahl an Tieren sollten jeden Zoo-Freund überzeugen.
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Bültenkoppel 19, 25492 Heist
Landstreichler
am 20.04.2009
Das Tower-Restaurant wurde (offiziell) Anfang April 2009 eröffnet. Das alte Restaurant hatte ich nicht unbedingt als Ort des Genusses in Erinnerung, umso gespannter war ich als wir letzten Samstag in etwas größerer Zahl dem neuen Restaurant einen mittäglichen Besuch abstatteten.
Der Blick auf den Flugplatz…
ist durch große Panoramafenster nahezu ungehindert. Hubschrauber fliegen nahe vorbei, Motorflugzeuge starten und landen und Segelflugzeuge hängen an der Winde oder werden per F-Schlepp in die Luft gebracht. Viel ist los an diesem Wochenende. Das Restaurant bietet übrigens auch eine größere Terasse, dort war es uns an dem Tag aber zu windig.
Einen optimalen Empfang…
bereitet uns die Bedienung. Während eine Dame sofort unaufgefordert eine Vase für die Blumen brachte, klärte die andere bereits die Getränkebestellung. Dann wurden auch gleich ebenso unaufgefordert Malsachen für die Kinder angeboten. Später bei der Bestellung des Essens fragte die Bedienung auch gleich ab, ob das Essen für unsere kleinen Kinder etwas früher kommen soll. Viele Eltern werden wissen wieso, denn bei gleichzeitiger Lieferung sind die Eltern meist solange mit der “Essensbetreuung” bei den Kindern beschäftigt, bis die Temperator der eigenen Speisen auf Raumtemperatur abgesunken ist.
Die Karte…
bot nicht unbedingt viele Überraschungen. Sie war nicht zu groß, was schon hoffen lies und bot “solide” Küche. Spargel fand sich darauf auch Pannfisch, Schweineschnitzel, Rumpsteak, Lachs, Roastbeef, Sülze und Bauernfrühstück seien hier aufgezählt um einen groben Eindruck zu vermitteln. Natürlich gab es auch drei Kindergerichte und auch ein besonders ausgefallenes Kindergericht: Den “Piratenteller” für 0,00 EUR. Was das genau ist, mag sich jeder selbst ausmalen, aber es hat schon etwas mit “rauben” zu tun. ;-)
Das Essen…
kam wie verhandelt für die Kinder etwas früher. Die Erwachsenen bekamen die bestellten Hauptgerichte nach ca. 1/2h. Dank des kurzweiligen Ausblickes auf den Flugplatz war die Wartezeit aber kein Problem. Nun denn, die Speisekarte hatte Understatement betrieben, beim Anblick der Gerichte gab es daher “Ahs” und “Ohs” am Tisch. Die Portionen waren groß und schön angerichtet. Der Pannfisch kam als Pfanne mit verschiedenen ansehnlichen Fischfilets gekrönt von einem Kaisergranat (wie das so ist: viel Gefummel, wenig Fleisch). Mein Rumpsteak von der Marschfärse (Was ein weibliches Rind, jünger als ca. 2 Jahre, gehalten auf norddeutschem plattem Land ist.) war wie gewünscht medium gebraten und erreichte die angekündigten 220g mit Leichtigkeit. Ausgesprochen gut kam auch das Schweineschnitzel an. Selbst die Currywurst war mächtig und überzeugte samt der Pommes Frites. Letztere waren natürlich nicht die einzig mögliche erdäpfelbasierten Beilage. Bratkartoffeln, Salzkartoffeln, Dicke Kartoffeln mit saurer Crème und kokette Kroketten standen auch zur Auswahl.
Spannend war übrigens auch der kleine separat gereichte Beilagensalat. Neben frischen Zutaten fanden sich darin tatsächlich auch Wachsbohnen. Da sie aber nicht überdosiert waren, ging das letztlich auch völlig in Ordnung.
Insgesamt…
ruht sich das neue Tower-Restaurant aktuell nicht auf seiner exponierten Lage aus. Auch wenn diese Lage vielleicht einen gewissen Einfluß auf das Preisniveau der Hauptgerichte haben mag, das mit Preisen grob zwischen ca. 10,- und 16,- nicht gerade besonders niedrig liegt.
Jetzt stellt sich die Frage nach der Bewertung. Gut (4 Sterne) oder Sehr gut (5 Sterne). Die Speisen waren sicherlich nicht all zu ausgefallen, die Karte war auch ziemlich “bodenständig”, dennoch gefiel das Mahl allen Beteiligten sehr gut und der Service war ebenso sehr gut. Dazu kommt noch die schöne Aussicht (wenn man mit Flugzeugen denn etwas anfangen kann).
Also: Es hat uns sehr gut gefallen. Noch besser sicherlich, wenn bis zum nächsten Besuch auch der Kinderspielplatz fertiggestellt ist….
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Friedrich-Ebert-Allee 3-11, 22869 Schenefeld
Landstreichler
am 14.04.2009
Zunächst zur Ehrenrettung: Das “Deppenapostroph” im Qype-Titel ist nicht im Restaurantnamen enthalten. Das “Eberts” schreibt sich ohne Strich, wie auch auf der Website nachzulesen ist.
Mein Bericht bezieht sich auf das Brunch-Angebot des Eberts Restaurants. Diesen Ostersonntag haben wir den Brunch besucht und waren wirklich angetan.
Räumlich…
hebt sich der Eberts Brunch angenehm von anderen Buffet-Angeboten ab. Die Tische wiesen einen vernünftigen Abstand auf, die Gänge waren frei und auch das Buffet war gut zugänglich und selten gab es Wartezeiten am Buffet. Draußen läßt sich im Prinzip auch gut sitzen, aber da muß man natürlich auch mit den Rauchern leben (irgendwo muß man die ja schließlich lassen). Zu den Räumlichkeiten gehören auch die Toiletten. Die waren eher rustikal, sauber aber pflegeleicht, wie es bei Discos oft der Fall sein mag. Einen Wickeltisch sucht man bei Damen und Herren jedenfalls vergeblich.
Preislich…
ist der Brunch mit knapp unter 10,- sehr günstig. Kinder zahlen übrigens ab 1m nach Größe gestaffelt. Da kam ich mit meinen drei kleinen Kindern sehr günstig weg. Kakao z.B. gilt als Sonderwunsch, fällt mit 90ct aber recht günstig aus.
Personell…
kann das Eberts mit ausgesprochen (kinder-)freundlichen und hilfreichen Bedienungen glänzen. Zu Beginn gab es ein “Briefing” am Tisch an dem die Bedienung uns alles Wissenswerte mitteilte. Auch welche warmen Speisen noch ergänzt werden und daß warme Kindermahlzeiten (Spagehettit etc.) auf Wunsch im Rahmen des Buffets gereicht werden.
Das Essen…
wurde dem erwarteten Niveau bei 10,- mehr als gerecht. Das ging los bei Müsli, über Brot-, Brötchen mit diversem Aufschnitt und Marmeladen. Natürlich gab es auch Nutella, was kombiniert mit den Croissants zur Hauptdiät unserer Kinder an diesem Tag wurde. Beim Aufschnitt wurde u.A. auch Fisch und Roastbeef sowie eine schöne Käseplatte geboten. Auch warme Speisen gab es reichlich von Speck und Eiern, über Hühnchenteile oder Gratin bis zu Schweinebraten und Lachs auf Spinat war die Auswahl gut. Bei den Nachspeisen gab es frisches Obst, sowie Obstsalat, Schokoladenpudding, Quarkspeise und rote Grütze. Alle Speisen wurden, soweit ich es verfolgt habe, rechtzeitig nachgelegt. Auf der Eberts Website gibt es schöne Fotos zu den Platten. Das Buffet sah auch in der Realität so aus, wie dort abgebildet :-). An Getränken waren Kaffee und Tee im Buffetpreis enthalten. Abgesehen von Milch aus der Müsli-Ecke gab es speziell für die Kinder keine weiteren Getränke. Fruchtsaft oder Mineralwasser muß also nachbestellt werden.
Unsere Kinder…
wurden uns mit der Kinderspielecke gut von der Pelle gehalten. Die halbe Tanzfläche war mit Spielzeug und Fernseher ausgestattet. Von unserem Tisch konnten wir die Meute gut im Blick behalten. Die breiten Gänge des Restaurants boten auch ausreichend Platz für gelegentlich rennende Kinder im Rahmen eines Aktivitätsschubes. Als kleine Besonderheit zum Ostersonntag, gab es natürlich auch ein kleines Ostereiersuchen bei dem unsere Kinder ein paar Schokoladeneier aus der Botanik entwenden durften.
Abschließend…
kann gesagt werden, daß wir einen wirklich angenehmen Vormittag im Eberts verbracht haben. Viel Platz, freundliche Bedienung, gute Kinderbeschäftigung und nicht zuletzt ein wirklich ordentliches Buffet zu einem günstigen Preis machen es wirklich nicht schwer, zukünftig mal wieder vorbeizuschauen (zum Essen). Daß die Kakawindel von unserem Jüngsten mangels Wickeltisch (zumindest haben wir keinen gefunden) auf dem Kachelboden der Toilette gewechselt werden mußte, verdampft den fünften Stern der Wertung. Aber ich nehme es dem Eberts nicht übel. Der Spagat zwischen Diskothek und Restaurant ist eben nicht so ganz leicht…
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Eppendorfer Weg 89, 20259 Hamburg
Landstreichler
am 09.04.2009
Ein kleines Restaurant im Eppendorfer Weg. Gemütlich, ausgewähltes leckeres Essen, und als Zugeständnis an die räumliche Enge: Die kleine Küche direkt im Gastraum, aber auch eine Unisex-Toilette (nicht im Gastraum, aber mit Sitzpinkelermahnungsschild)
Orientierung:
Im Rahmen der Qype-City-Nights gaben sich wieder einmal ca. 18-20 Personen in diesem kleinen Laden alle Mühe, den Koch gut auszulasten. Bevor wir zum Angriff schritten landete erst einmal geschnitten Brot mit Olivenöl + Balsamico auf dem Tisch. Zum Anwärmen des Vedauungstraktes eine gute Wahl.
Dem kleinen Laden durchaus angemessen ist die Bestellpraxis: Es gibt keine gedruckte Karte, die aktuell vorgeschlagenen Gerichte stehen an einer Tafel an der Wand. Bei weniger Andrang helfen wohl auch kleinere Täfelchen für den Tisch weiter. An diesem Abend gab es vier Hauptspeisen, dazu noch Pizza und andere Vorspeisen. Dazu noch alles, was man mit dem Koch aushandeln konnte.
Überbrückungstaktik:
Der Wunsch nach der Vorspeisenplatte verteilte sich recht unregelmäßig über die Tische, daher wurde die Bestellung vom Chef auf drei “große Vorspeisenplatten” aufgeteilt. Eine derartige Platte liegt bei 10,- für zwei Personen. Sie kam daher mit Auberginen, Zucchini, Paprika, scharf gefüllten kleinen Tomaten, ein bisschen Salcicce, zwei Gambas, Oliven, Kapern und einer guten Menge Olivenöl. Die Menge war gut, der Geschmack entsprach “ehrlichem”, gut zubereitetem Gemüse mit Olivenöl. Eine gute Möglichkeit dem Koch Zeit zu geben, die restliche Bestellung zu zaubern, ohne am Hungertuch zu nagen.
Der Koch bringt’s vorbei:
Aus Lasagne, Spaghetti, Ravioli und Risotto auf der rechten Kartenhälfte wählte ich die Ravioli mit einer Rote Beete Füllung mit Marsalasoße und Salcicce. Alle Gerichte wirkten nicht langweilig, aber die Ravioli reizten eben am meisten. Die Portion war gut, der Preis mit 8,50 ist auch angemessen, zumal es auch frische Ravioli waren (also vom selben Tag). Die Rote Beete machte zusammen mit der Marsalasoße die Ravioli etwas lieblich, fast schon eine Nachspeise. Wichtig, daß die klein geschnibbelte italienischen Fenchel-Bratwurst da einen geschmacklichen Kontrapunkt setzte. Insgesamt ein interessantes und leckeres Hauptgericht.

Es war ein netter Abend im Trapani. Die kleine Karte war für die Ladengröße genau richtig und überzeugte mit einfallsreichen und erschwinglichen Gerichten.
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zum Haselauer Moor, 25492 Heist
Naturschutzgebiet Tävsmoor / Haselauer Moor
Landstreichler
am 08.04.2009
Vielen geht es da sicherlich so wie uns. Das Naturschutzgebiet Tävsmoor war ein weißer Fleck auf der persönlichen Kreis-Pinneberg-Karte. Neulich im März sind wir dann losgestiefelt, um das “unbekannte Land” zu erkunden.
Wir starteten unseren Spaziergang am Ende der Straße “Zum Haselauer Moor”. Sehr gut läßt sich das Gebiet aber auch direkt vom Tower-Restaurant des Heister Flughafens begehen (dort die Straße zu Fuß etwas weiter gehen und dann z.B. den Weg rechts nehmen).
Vom “Zum Haselauer Moor” geht es nun zunächst eine Weile entlang zwischen Wiese und Graben. Bis man nach ca. 1km einen möglichen Rundweg erreicht, hat man auch freie Sicht über Marsch und Rind.
Am Rundweg schlagen wir uns nun ins Gehölz (auf offiziellen Wegen natürlich). Rechts des Weges finden sich nun wunderbar morastige Ecken. Aber auch der Einfluß des Menschen ist hier nicht zu übersehen. Mancher Moortümpel besitzt einen regelrechten Abfluß der das Wasser kontrolliert auf die andere Wegseite leitet. Etwas unromantisch zwar, aber auch originell.
Der Weg führt uns nun auf den Flugplatz (wie gesagt auch ein guter Startpunkt für den Spaziergang). Hinter einem Wall geht es am Flugplatzrand entlang bis man ca. auf Höhe der (Motorflug-)Startbahn wieder die Gelegenheit hat das Gelände zu verlassen. Für die unsere Kinder ist dieser niedrige Wall übrigens ein stetiges Ärgernis, daß er ihnen die Sicht auf startende und landende Flugzeuge verwehrt.
Beim Verlassen des Flugplatzes passieren wir einen See. Auf der anderen Seite des Sees ist noch eine Aussichtsplattform zwecks Vogelbeobachtung. Hier besonders, aber auch im gesamten Naturschutzgebiet muß eines klar gesagt werden. Wer hier am Wochenende Ruhe- und Erholung sucht und tagsüber darauf hofft, leise Vogelstimmen zu belauschen, der wird wohl enttäuscht. Denn die Blechvögel des Flugplatzes Heist sorgen schon dafür, daß ein gewisser Grundlärmpegel nicht unterschritten wird.
Dafür ist das Naturschutzgebiet aber auch nicht sonderlich überlaufen. Wir führen jedenfalls unseren netten Gang durchs “Moor” allmählich zu Ende und freuen uns eine weitere nette Ecke im Kreis Pinneberg erlaufen zu haben.

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Hamburg
Landstreichler
am 06.03.2009
Wieso das Qype Redesign? Spekulationen:
Natürlich gab es von Qype eine Reihe von offiziellen Begründungen wieso es nun unbedingt jetzt ein neues Qype Design geben mußte.
Ich kann die “offiziellen” Gründe ausgehend vom Blog mal kurz aufzählen.
- (...)es wurde Zeit, einen aktuellen Look zu finden.
- (...)das komplett neue Farbschema,(...) da es nicht nur leichter zu lesen ist, sondern weil diese Farben Qype auch ein bisschen freundlicher, heller und einladender erscheinen lassen.
- (...)so with this redesign we’ve really tried to bring out those things that we think make Qype unique. (Quelle)
Nun hatte ich den Eindruck, die Einführung des neuen Designs war ziemlich hastig. Eine öffentliche Beta-Phase gab es nicht. Die Vorankündigung und die Durchführung lagen nur wenige Tage auseinander.
Wieso die Hektik?
Nun bin ich mal ganz gemein und schaue mal “ein kleines Stück” die Elbe runter in Richtung London. Seit dem 8. Januar gibt es dort einen neuen Konkurrenten für Qype namens http://yelp.co.uk
Konkurrenz ist nichts neues für Qype auch nicht in England. Yelp gibt es nun allerdings schon ein Weilchen, hatte evtl. bei der Qype Gründung sogar einen Vorbildcharakter. Das Portal gab es bisher nur in den USA und in Kanada. Nach eigenem Bekunden kommt Yelp (insgesamt) aktuell auf 5 Millionen Beiträge. Qype schaffte gerade seine erste Million. Dank seiner großen, auch britischen, Community (welche wohl bereits seit 3 Jahren ein britisches Yelp forderte) legte Yelp in GB einen Schnellstart hin und weist bereits jetzt eine gute Beitragszahl zumindest in London auf. (Einige Beiträge, vermute ich, wurden bereits vorher im US-Portal geschrieben)
Wenn man sich nun die Stimmen zum neuen Qype Design ansieht, dann habe ich den Eindruck, daß das neue Qype Design in GB am besten ankommt.
Die Frage
Kann es sein, daß Qype in England seine Felle wegschwimmen sah? Eine große Verwechselungsgefahr zwischem dem alten Qype Design und Yelp sehe ich eigentlich nicht. Ich kann mir aktuell nur vorstellen, daß Qype mit dem neuen Design auf dem britischen Markt besser Fuß fassen wollte.
Die Zukunft
Ich warte gespannt darauf was jetzt noch kommt. Vielleicht führt Yelp auf seiner kanadischen Site die französische Sprache ein. Drängt dann auf den französischen Markt und Qype ist gar gezwungen binnen weniger Wochen auf ein geschmackvolles Design umzusteigen “incroyable!”.
Meine Meinung
Ich habe eigentlich kein großes Problem mit dem Design. Die Einführung lief allerdings sehr “holperig”, wie hier ja gut nachzulesen ist. Da ist bei der Hektik wohl so einiges auf der Strecke geblieben. Shit happens. Qype ist reingetreten und es gilt nun die Situation bestmöglich zu retten. Ich wünsche dem Qype-Team dabei viel Glück!
Hilfe für Farbgeplagte
Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Ich habe eine Möglichkeit zur Anpassung des Qype Designs an (ungefähr) die alten Farben bereitgestellt. Auch die Schrift kann bei Bedarf leicht vergrößert werden. Quasi ein “Qype Classic” (Den Begriff nutzten PJebsen und Mostro bereits vorher).
Jene, die den Firefox Browser nutzen bzw. nutzen wollen, finden hier die Anleitung:
Qype 4.0 Farben anpassen. So geht’s (mit Firefox Browser).
(Hoffentlich nur temporär notwendig.)
Nachtrag
Ich sehe gerade, telakin hat eine ähnliche Ahnung bereits vorher angedeutet. Siehe in diesem Gruppenbeitrag: Kwaip-vs-Jelp
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