Ich bin Lenz aus Schaffhausen. Ich bin Qyper seit dem 18.05.2006
"Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann. (Francis Picabia). "
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Profil von Lenz
kinderkaufladen - Mitte
Steinstr. 3, 10119 Berlin
23.10.2006
Katrins Kinder Klamotten -
Das, was so despektierlich eingangs steht, beschreibt kurz eine außergewöhnliche Modedesignerin und deren Kinder-Kollektion Amelia. Katrin hatte schon immer ein Faible für ungewöhnliche Ideen und deren Umsetzung. Sie liebt Kinder und Klamotten und hat einen unerschöpflichen Vorrat an kuriosen Einfällen.
Sie beschränkt sich nicht nur einfach auf schöne Schnitte, Farben und Materialien, sondern geht eigenwillig vor. Einer ihrer ersten Entwürfe war ein süßer Minirock, der unten Knopflöcher wie ein Kissenbezug hatte. Daran ließ sich ein zweites Stück Stoff mittels Knöpfen anfügen, ein hübsches Kleidchen war fertig. Leicht zu erraten: mit einem dritten Stück wurde das Teil zum Abendkleidchen. Für den Prototyp hatte sie tatsächlich Bettzeug verwendet, so einfach genial ist das.
Einen anderen Einfall hatte Katrin beim Betrachten eines Herrenhemdes: ritsch-ratsch wurden die Ärmel abgetrennt und oben so zusammengefügt, dass eine Strampelhose entstand. Die Manschetten wurden zu Bündchen am Knöchel. Das Ganze nannte sie Metamorphose eines Kleidungsstückes. So ging es unermüdlich weiter. Nichts war vor ihr sicher.
Mittlerweile ist Katrin eine erfolgreiche Modedesignerin für Kinder von null bis acht Jahren und präsentiert ihre Produkte in Milano, Berlin, Düsseldorf und sogar New York. In ihrer neuen Kollektion finden sich ursprüngliche Ideen wieder, aber auch neue Schöpfungen sind zu sehen. Alles ist hübsch und vor allem tragbar.
Entworfen und gefertigt werden die Kollektionen in einer schönen alten Weberei in Bergamo. Der Showroom befindet sich im historischen Teil von Mailand. Katrin legt Wert auf eine gute Verarbeitung; die Näherinnen stammen alle aus der Umgebung von Bergamo. Dann legt sie Wert auf gute und natürliche Materialien. Die Kinder sollen sich in ihren Kreationen wohl fühlen. Aber vor allem legt sie Wert auf immer wieder neue Herangehensweisen Mode zu machen.
AMELIA Italien
Produktion:
Via Piazzolo 5
24030 Villa D'Adda (Bergamo)
Italien
tel +39 035 4397062
fax +39 035 4399425
Showroom:
Via Ansperto 10
20123 Milano
Italien
tel +39 02 89013728
fax +39 02 72000788
info@ameliamilano.it
Fotos mit freundlicher Genehmigung von AMELIA
lokalreporter schön, was von der nachbarin aus der steinstraße zu erfahren, ihre schaufenster sind immer sehr speziell dekoriert und werden von mir regelmäßig fotografiert!
5 Juni 2007
Lenz Will jetzt nicht sagen wie klein die Welt ist. Falls du mal in Bergamo bist, scheue dich nicht, Katrin zu besuchen. Ist ne Freundin von mir.
5 Juni 2007
Bahnhof Basel SBB - Basel
Centralbahnstrasse 10, 4051 Basel
17.10.2006
(aktualisiert am 20.10.2006)
Ein richtig schöner Bahnhof -
Noch vor einer Generation war die Schweiz komplett anders. George Walker Bush würde sie heute als die Alte Schweiz bezeichnen, ähnlich dem Alten Europa von Schröder und Konsorten. Sie war in sich gefestigt und auf Werte bedacht, harten Werten, so hart wie etwa ein Bündner Bergkäse. Diese Alte Schweiz hatte ihre Tempel, Horte für Gerechte und Selbstgerechte. Sie werden es nicht glauben, es waren die Bahnhöfe, zumindest die Großbahnhöfe, die geweihte Tempel waren.
Der Bahnhof Basel ist so einer. Oder man ahnt es noch, dass er einst ein Tempel war. Zwischen 1905 und 1907 von Emil Faesch und Emanuel La Roche erbaut, schaut das Hauptgebäude mit seiner neobarocken Fassade ganz schön trutzig auf den Centralbahnplatz. Das liegt an den beiden Uhrtürmen links und rechts. Dazwischen befindet sich ein riesiges Tudorbogenfenster, eine Glaskonstruktion mit einem sehr flachen Spitzbogen.
Von innen sieht das Fenster genau so schön aus. Man befindet sich dann in der Schalterhalle. Das Besondere an der Schalterhalle ist unzweifelhaft die Decke. Der riesige Raum wird von einer Stahlbogenkonstruktion überspannt, die mit Holz ausgelegt ist. Die Dachkonstruktion sieht also aus wie ein umgedrehter Schiffsrumpf, und das im Alpenstaat.
Richtig zum Bahnhof wird der Raum aber erst durch die großen Wandbilder aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das größte Fresco an einer Längsseite zeigt den Vierwaldstättersee mit all seinen schönen Berggipfeln. Auch das Matterhorn ist auf einem kleineren Gemälde zu finden. Unter dem Tudorbogen sogar das Jungfraujoch, das Berner Oberland und das Engadin. Die profanen Schalter und Geldautomaten sind mit kostbarem Arvenholz verkleidet - eine gute Ergänzung zu den Frescos. Ich komme nicht umhin zu sagen, dass mir die Wandbilder eine gewisse Ehrfurcht einflößen. Für den Rest der Welt sind sie immerhin Zeitzeugen erster Tourismuswerbung.
Das zweite, was den Bahnhof zum Tempel macht, ist das Bahnhofbuffet oder heute auch Bistro genannt. In Basel ist es von einer ungewöhnlichen Größe. Ich glaube, eine normale Tapetenrolle würde nicht ausreichen, die volle Höhe zu tapezieren. Was das Buffet aber vollends zum Buffet macht, sind die Zwölfuhrnachrichten von Radio Beromünster. Punkt Zwölf wird das Radio lauter gedreht und das Geschwätz von Vergnügungsreisenden verstummt. Geschäftsleute setzen eine ernste Miene auf, da hier ja immerhin der Landessender spricht. Nachrichten sind nicht nur lokaler Natur, wenn es etwa um das Sennerschwingen oder das Bundeshaus geht. Auch die Weltpolitik und anderes werden gestreift, die USA etwa. Schweizer trauten den Amis schon immer alles zu, im Guten wie im Schlechten. Seien es Nylonhemden oder Nymphomaninnen, Marilyn Monroe oder den McCartney Untersuchungsausschuss. So auch heute noch. Wichtig für die Aufmerksamkeit ist nur, dass es fortschrittlich klingt. Nachrichten werden übrigens nicht kommentiert, man weiß ja eh alles und besser. Außerdem ist man neutral.
Darum waren und im Falle Basel sind Bahnhöfe Tempel einer souveränen Lebenshaltung. Aber auch das Dekor tut sein übriges. Man braucht sich nur den Reisenden aus Appenzell vorzustellen, wir er mit seinem Reisegepäck vor einem riesigen, gemalten Gebirgsmassiv steht. Da kommt doch Ehrfurcht wie in der Kirche auf. Bei aller Kritik an den Schweizern, sie sind einzigartig und heute nicht mehr von gestern. Ein Besuch des Bahnhofs Basel lohnt sich auf jeden Fall, auch des Bahnhofbuffets mit seinem fantastischen Wurstsalat.
mätzli Gut geschrieben. Wobei ich den Bahnhof mehr mochte, bevor er umgebaut wurde. Sehr zu empfehlen ist übrigens das restaurant “Escargot” im Untergeschoss. ( Hauptausgang, nach links, und 60 meter weiter, wieder die Treppe runter)
Noch eine kleine Anmerkung: Den Sender Beromünster gibt es seit neuestem nicht mehr. Er hat in dunklen Zeiten Europas als freie Stimme Berühmtheit erlangt. Friede seiner Asche.
Was die Prioritäten anbetrifft, so glaube ich, dass es kein anderes Land gibt, wo die Radiohörer (und Fernsehzuschauer) soviel Informationen über Vorgänge im AUSLAND vernehmen, bevor die inländischen Politnachrichten, und, viel wichtiger (!), die Schwingerresultate vermeldet werden. :-)
Kommentiert wird während den Nachrichten nirgends. Man traut einem Volk, dass seine Geschicke in Initiativ- und Referendumsabstimmungen ständig selbst regelt, absolut zu, über Vorgänge in Guantanamo, Aghanistan oder Brüssel selbst eine Meinung zu haben. Wir brauchen keine “opinion leader”.
22 Januar 2009
Lenz @mätzli, ja ja. Radio Beromünster. Mein Beitrag ist ja eigentlich pure Nostalgie. Nun gibt es Radio Beromünster nicht mehr. Das habe ich selbst in Düsseldorf mitgekriegt. Eigentlich wäre das Thema einen eigenen Beitrag wert. Die Geschichte des Radios Beromünster.
22 Januar 2009
Historisches Rathaus - Altstadt-Nord
Portalsgasse, 50667 Köln
19.09.2006
(aktualisiert am 05.10.2006)
Dies ist einer von seltenen Beiträgen auf Qype, die nur für eingeschränkte Zielgruppen gedacht sind. Aber für Freunde der Nierentischzeit, für Architekten, Stadtplaner und selbst Künstler öffnen diese Recherchen den Weg zu einer Fundgrube.
In Köln gibt es eine Fülle von Kunst am Bau. Es handelt sich meist um kostbare Schöpfungen aus der Nierentischzeit. Vorherrschendes Material bei diesen Skulpturen und ähnlichen Versuchen ist Bronze, aber auch Stein ist sich nicht zu schade. Mancher Passant mag sich fragen, was diese Dekorationen wollen. Allgemein gesehen verschönern sie das Leben. Genau betrachtet sind sie wertvolle Zeitzeugen und nur durch den kölschen Klüngel der Stadtplaner, aber auch durch das Mäzenatentum Kölner Bürger und letztlich durch eine ungeheure Gestaltungsfreude Kölner Künstler möglich geworden.
Beginnen wir die Stadttour am Historischen Rathaus: da stemmt sich ein mächtiges Steinrelief zwischen verschiedene Baustile. Hans Hollein, österreichischer Architekt und sensibler Meister architektonischer Verbindungen verschiedener Baustile, hätte seine helle Freude daran. Auch der kleine Balkon am Ratshausanbau links ist erlesen geschmückt. Es geht weiter: nicht weit vom Rathaus entfernt finden wir das Haus Neuerburg mit seinem zarten und sorgsam restaurierten Tabakpflänzchen aus Bronze an einer schmucken Ecke. Und weiter geht’s mit dem Gürzenich, der "guten Stube Kölns": da findet sich zwischen einer Baustelle und dem schön gotisch gegliederten Altbau ein wunderschönes architektonisches Verbindungsstück aus Beton, Ziegelstein und Glas; fröhlich gestaltet wie es Kölner Veranstaltern von Kongressen entspricht. Die Absacker-Kneipe nicht weit davon entfernt birgt ein schmales Fenster mit unbekümmert, aber schön gestalteter Bleiverglasung.
Langsam erwacht der Eifer: die FAZ-Reklame am Mühlenbach aus den 50er Jahren belegt eindeutig, dass Webung Kunst ist. Auch der Gullydeckel zu deren Füßen ist Kunst; er ist mit dem mittelalterlichen Stadtplan von Köln geschmückt. Achtlose, grobe Fußtritte haben ihm nicht geschadet. Den Vogel abgeschossen hat ein Kölner Stadtkünstler am Friedrich Wilhelm Gymnasium; da reckt sich Ikarus gegen den leicht versmogten Himmel. Er zeigt auch heute noch, dass der Wille zu Unmöglichem sinnvoll ist. Beenden wollen wir den Rundgang mit der Balustrade vis-à-vis des berühmtesten Kölner Wahrzeichens; meine Herren Dombaumeister, da zeigt sich doch, was wahre Kunst am Bau ist!
Also ist zu hoffen, dass demnächst Stadttouren zu diesem Thema veranstaltet werden. Köln ist ein wahres Schatzkästlein dazu.
Landgasthof Sonne - Wehr
Enkendorfstr. 38, 79664 Wehr
28.09.2006
Der Landgasthof zur Sonne liegt am Ende der Welt. Das werden die Menschen, die da wohnen, nicht gerne hören. Für mich ist es aber das Ende der Welt, und zwar das vielleicht schönste, das ich kenne. Kurz: Der Landgasthof liegt bei Wehr im Schwarzwald. Ich hatte da zu tun.
Um die Idylle vollends auszukosten, bin ich die letzte Strecke dahin mit dem Bus gefahren. Von der Bushaltestelle Enkendorf sind es dann einige Schritte, die sich aber lohnen. In der Dämmerung kam ich an echten Kuhställen vorbei, in denen gerade Vieh gefüttert wurde. Auch sonst war alles echt: Die Luft, die nach kühler Erde und Mist roch; die bäurischen Mädchen, die noch einen roten Kopf bei Fragen bekommen. Selbst der Hund, der mich eine Weile begleitete, war echt.
Im Landgasthof Wehr gibt es gemütlich eingerichtete Zimmer mit TV. Im Restaurant eine ausgesprochen gute Küche, die das, was man aus dem Schwarzwald kennt, noch steigert. Zur Zeit ist gerade Wild mit Pfifferlingen angesagt. Nicht erstaunlich, aber von einer einzigartigen Qualität. Auch Forelle gibt es beispielsweise, gute Vorspeisen und Salate. Nachspeisen.
Alles ist hübsch angerichtet und nicht zu üppig, aber auch nicht zu knapp. Vater und Sohnemann kochen. Mutter serviert das Frühstück und ist auch sonst der Gute Geist. Man hält es da gut eine Weile aus. Ich habe drei Abende hintereinander gegessen und mich nicht gelangweilt. Dazu trug schon das Ambiente der geschmackvoll eingerichteten Gaststube bei, bei der jeder Quadratzentimeter mit Gemälden bedeckt ist. Aber auch die Freundlichkeit der Bedienung tat das Übrige. Den Rest gegeben hat mir eine hübsche, junge Frau, die völlig arglos fragte: „Wollen Sie noch was Süßes?“
KIKAKU Restaurant - Stadtmitte
Klosterstr. 38, 40211 Düsseldorf
28.09.2006
Mit den andern Beitragschreibern bin ich absolut einig: Das Kikaku ist DER Japaner in Düsseldorf. Meiner verfressenen Meinung nach der beste, wenn man alles (auch Kohle) abwägt. Das Kikaku ist besser als das Edo oder das Nippon Kan.
Vielleicht noch einige Speisetipps, die nicht erwähnt wurden: Sashimi (roher Fisch), Tempura (Meeresfrüchte und vor allem Gemüse im Teigmantel), Tempura Soba (Tempura als Pyramide auf eine Suppe mit Buchweizennudeln geschichtet), Austern (teuer), etc. Alles sehr frisch und das Sushi ist am besten an der Theke.
Leider ist der Platz immer knapp, da gerade Japaner das Kikaku über alles schätzen. Man findet aber vor allem auch Werber, Models und Fotografen (die letzten beiden Gruppen vor allem Sonntag abend). Für mich war das Kikaku über Jahre mein Esszimmer und verwöhnte Gäste aus Milano oder Zürich staunten immer über die Preiswürdigkeit. Klar, eine Bockwurt ist auch lecker und viel billiger. Aber nicht so frisch. Die Atmosphäre ist fantastisch und selbst meine 60jährige Mutter überwand sämmtliche Hemmungen vor Stäbchen und japanischen Sprache.
Lenz Den Beitrag habe ich in meiner kritischen Zeit geschrieben, JabaJanna. Aber wenn man meine Schreib- und Informationskünste bewerten würde, wäre der Text selbst maximal ein Stern wert. Sehr gut ist der Beitrag von zuja zum Kikaku. Sie ist eine hervorragende Kennerin der japanischen Küche.
22 November 2011
Aquazoo Düsseldorf-Löbbecke Museum - Stockum
Kaiserswerther Straße 380, Am Düsseldorfer Nordpark, 40474 Düsseldorf
26.09.2006
Mittlerweile geht es richtig aufwärts mit der schönen Einrichtung, die nun Aquazoo - Löbbecke Museum heißt. Information aus erster Quelle: Es wird zwar noch umgebaut werden; das ist auch wichtig bei einer Einrichtung, die schon lange Groß und Klein erfreut. Aber diese kurzfristig für Besucher etwas unerfreulichen Aktivitäten haben auch etwas für sich. Es ist Geld da und das wird sinnvoll verwendet. 450 Tierarten werden noch optimaler untergebracht werden können und es wird ein großes Terrain für Seehunde und Seebären geben. Die absolute Attraktion zur Zeit ist Nemo, ein Fischotter, der von Dr. Gettmann von klein an aufgezogen wurde und ihm auf Schritt und Tritt folgt. Das ist nicht negativ zu sehen, Nemo fühlt sich äußerst wohl dabei und er sorgt für kräftige Medienpräsenz, die andern Tieren zu gute kommt. Für mich ist der Aquazoo immer eine Bereicherung.
Creischer - Der Grüne Hof - Oberkassel
Belsenstraße 25, 40545 Düsseldorf
25.09.2006
Der Grüne Hof ist eine Freilandgärtnerei der sympathischen Art. Sie befindet sich in einem idyllischen Hinterhof und existiert bereits in der zweiten Generation. Kennen gelernt habe ich die Familie Creischer, da wollte ich eigentlich nur etwas Dünger für meine Cocktail-Tomaten. „Nehmen Sie doch einfach Kuhmist“, sagte der Junior und jetzige Inhaber. Ich kann versichern, getrockneter Kuhmist schafft ein Pflanzgefühl, das einmalig ist, und so schöne Tomaten hatte ich nie wieder.
Später habe ich einer Stylistin den wertvollen Tipp gegeben: Sie suchte verzweifelt ein Stück naturbelassener Wiese, 100 x 100 x 40 cm, für einen Filmdreh. Senior und Junior haben das schnell besorgt. Sie brachten ein schön ausgestochenes Stück mit vielen verschiedenen Pflanzen aus ihrer „backstage“. Ich habe immer gedacht, dass Wiesen mittlerweile monokulturartig sind.
Nun bin ich seit vielen Jahren treuer Kunde für Ausgefallenes. Viele andere auch. Man wird immer geduldig, gut und freundlich beraten. Herr Creischer hat seine Philosophie: „Ich verkaufe einen bestimmten Setzling nur, wenn ich sicher bin, dass er dann später genau zu dem Baum in seiner Umgebung wird, den der Kunde sich gewünscht hat“. Da spricht nicht nur ein Menschenkenner, sondern einer, der ganzheitlich denkt.
Neben allem Grünzeug gibt es vor allem Töpfe und Gartenskulpturen. Herauszuheben sind bestimmt die Terracotta-Produkte von Francesco Del Re, einer Manufaktur bei Florenz (www.francescodelre.it). Da ganz besonders die „teraccotta grigia“, eine schönen Serie, die mit Eisenerzen sehr hart gebrannt ist und ihre Färbung durch Mineralien aus der Umgebung von Florenz hat.
meme Sehr schöner Laden. Du solltest mal zum Torhaus am Möhnesee kommen, vielleicht wenn sich die Qyper dort mal wieder treffen. Zum Lokal gehören einer oder sogar mehrere wundervolle Gärten mit ähnlichen Objekten wie in diesem Laden. Man kann sie zwar soweit ich weiß nicht kaufen, aber es ist wunderschön dort.
11 Januar 2008
Roberts Tierische Taschen - Mönchengladbach
Hovenerstraße 114, 41066 Mönchengladbach
24.09.2006
Tierische Taschen.
Robert macht Handtaschen, die ich in dieser Form zuvor noch nie gesehen habe. Jede Tasche hat die Form eines Tieres. Es sind wahre Meisterstücke, zumeist aus Leder, aber eben gebrauchtem Leder. Das macht sie einzigartig und authentisch. Diese Fantasiegebilde sind Designerstücke, denn sie sind sehr sorgfältig verarbeitet und beinahe Kunst.
Robert hat sein Handwerk gelernt und ist außerdem unerschöpflich an Ideen: sein meistgeliebtes Motiv ist der Hai, warum auch immer. Er variiert ihn immer wieder neu. Es gibt ihn natürlich als „Weißen Hai“; da verwendet er dieses unsäglich weiße Nappaleder, wie wir es aus alten deutschen Spielfilmen kennen. Dann gibt es den „Mobby Bag“; da hat das Leder kunstvoll hinzugefügte rostige Patina. Natürlich gibt es die böse „Lady Shave“; da hat das Maul Zähne aus zerlegten Cola-Dosen.
Richtig liebenswert ist der „Monte Bello“, ein Hund mit Schlappohren und zahlreichen Finessen. Zum Beispiel findet sich ein Portemonnaie nebst Umhängeschlaufe im Ohr versteckt. Der Treue ist aus auf links gedrehtem Möbelleder gefertigt. Ein weiteres Tier, der Frosch „Vive le Frog“ (sprachlich international), ist natürlich aus grünem Hirschleder. Er wartet noch auf seine Prinzessin.
Wir wollen aber auch aufs Detail schauen. Robert bezieht immer alles in die Gestaltung mit ein: ein vorhandenes Knopfloch im Leder hat eine Funktion, eine Naht oder Niete auch. Der Unterbau der Taschen ist wie von einem Modellbauer konstruiert, die Fütterung erste Sahne. Die Veredelungen zeugen von handwerklichem Können und viel Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichsten Materialien. Aber das Wichtigste: alle Modelle sind Unikate aus einer fantastischen Ideenwerkstatt.
Falls dich mal jemand auf deinen schönen aber alten Mantel anspricht, empfehle ich nicht misstrauisch zu sein. Es könnte ein Designer sein.
ciaomichael
Habe mich letzten Monat in ein Haifischbecken begeben, mich umgeschaut, etwas getrunken und unbeschadet wieder herausgestiegen.
Naja, ein paar Schuppen in den Haaren hatte ich schon. - Ich spreche natürlich von Roberts Ausstellung in Düsseldorf.
Gratulation!
10 Oktober 2006
WAK Westdeutsche Akademie für Kommunikation e.V., Köln - Bayenthal
Bonner Str. 271, 50968 Köln
23.09.2006
Die Westdeutsche Akademie für Kommunikation e.V. – kurz WAK genannt – bietet diverse Studiengänge für einen Berufsweg in der Kommunikationsbranche an. Hier erzähle ich vom Tagesstudiengang Kommunikationswirt/in. Da unterrichte ich seit geraumer Zeit das Fach Kreation Text & Art. Ich kenne die WAK also vom Stehen.
In den Klassen sitzen junge Frauen und Männer, die mal in die Werbung oder in verwandte Berufe wollen. Voraussetzung für den Studiengang ist Fachoberschulreife und eine abgeschlossene Ausbildung oder (Fach-) Abitur. Die Dozenten sind praxiserprobt, das heißt, sie wissen, wovon sie sprechen.
Zum Fach Kreation Text & Art (jetzt wird’s lustiger): die jungen Frauen und Männer bringen meist eine fabelhafte Intelligenz und vor allem Interesse mit. Das macht das Leben leichter.
Werbung in Deutschland hat ja mittlerweile beinahe den Stellenwert, den sie in England hat, der Wiege werblichen Humors. Der Verbraucher wird aus Werbesicht auch nicht mehr mit "Lieschen Müller“ (warum nicht "Hänschen Müller"?) betitelt, sondern ernst genommen. Werbeleute können sich als Werber outen, ohne von Pädagogen schief angesehen zu werden. Werbung ist ein Modeberuf. Alles wunderbar.
Nur: wie entsteht gut Werbung? Warum beißt einer auf einem Bundesbahn-Plakat ins Lenkrad? Warum hat Frau Merkel in einer Sixt-Anzeige eine Windfrisur? Was soll das Monster im K-fee- Spot? Das alles kann man wunderbar erklären, wenn man ein großartiges Auditorium hat. Moderne junge Leute, die das Momentum der Agentur Jung v. Matt (www.jvm.de) der AIDA-Formel von Elmo Lewis (1898!) vorziehen. Es gibt Mechanismen, wie gute Werbung entsteht und die kann man lernen. Mit Verführung hat Werbung nichts zu tun, sondern mit Unterhaltung und Überzeugung.
Werbung soll Spaß machen: den Adressaten, den Machern und letztlich auch denen, die später mal Weber werden wollen. Und das schaffen wir, glaube ich. Jetzt noch die Abbitte an die, die das alles schon wissen. Was bei Qypern gut möglich ist.
lokalreporter deine werbernähe klang schon früher durch, don lenzone!
schreiben ist eine expedition aufs dach der welt, texten ist die eiger nordwand für cliffhangar!
11 Januar 2008
Malkasten Restaurant & Bar - Pempelfort
Jacobistr. 6, 40211 Düsseldorf
18.09.2006
Der Malkasten liegt direkt am östlichen Ausläufer des Hofgartens neben dem Schloss Jägerhof. Ich kenne das Restaurant Malkasten noch, da war es ein sympathisch verträumtes Lokal mit altmeisterlichen Portraits Düsseldorfer Künstler. Besitzer des wundervollen Grundstücks ist der Verein Malkasten. Es gibt eine Terrasse mit Blick auf einen idyllischen Park, einen kleinen Biergarten und schön eingerichtete Räume, die man vom Verein Malkasten für Veranstaltungen mieten kann.
Aber zum Restaurant mit Bar: In der geschmackvoll und modern eingerichteten Bar kann man den stressigen Tag so richtig schön ausklingen lassen. Neben einem guten Kaffee und vielem anderen gibt es auch Cocktails, zum Beispiel den French 75. Für Leute, die es sich leisten können, sogar eine Cohiba Especiales.
Das Restaurant hat eine gehobene, moderne Küche. Sonntags zum Brunch kann ich was von der Bratenplatte oder ein vegetarisches Gericht empfehlen. Für Geschäftsleute werktags zum Lunch einem Spinatsalat mit Peccorino und anschließend den Victoriabarsch. Abends à la carte. Menüs und Nachspeisen gibt es natürlich auch.
Warum schreibe ich das Ganze?
Ich habe mich vor vielen Jahren heftig in den Park verliebt, und das dann später immer wieder aufs Neue: Im Frühjahr, wenn die Magnolien neben der Terrasse blühten oder eine Ente im Teich auf einer schwimmenden Frauenskulptur nistete. Oder einmal im Winter, als es frisch geschneit hatte. Das sind Momente, die man nicht vergisst.
Dann gibt es da auch noch das Gerücht, dass irgendwie Campino von den Toten Hosen mit dem Restaurant zu tun hat. Genährt wurde es, weil er öfters an der Bar stand. Das alles ist einfach aufzuklären: Es ist der Manager von den Toten Hosen, der dahinter steckt. So ist es also nicht erstaunlich, dass Andi von den Hosen seine Carla da geheiratet hat.
leffi4 auch nicht schlecht! +++ du scheinst ihn später aktualisiert zu haben, deshalb ist er wohl raufgerutscht
19 Februar 2011
Lenz Ich vermute mal, bei "LICHTbyHorst" wurde von anderer Seite der Name des Platzes geändert. Deswegen ist er raufgerutscht, leffi4. Ist auch egal, war eh nur eine Jugendsünde. :o)
19 Februar 2011
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