Ich bin Dalila Graf aus Hamburg. Ich bin Qyper seit dem 11.07.2006
"Leben und leben lassen"
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Profil von Dalila Graf
Butcher's American Steakhouse - Rotherbaum
Milchstraße 19, 20148 Hamburg
05.03.2011
Und es ist einfach nur ein amerikanisches Steakhaus!
Ständig auf der Suche nach dem perfekten Steak, waren wir heute im Butchers. Aufgefallen irgendwann durch positive Berichte hier auf Qype und wegen der positiven Meinung einer Kollegin bestätigt, heute für das Feiern eines besonderen Tages als Restaurant des Tages gebucht.
Mitten in Pöseldorf ein Eckhaus in der Milchstraße. Eine große Kuh zeigt deutlich, dass in diesem Restaurant ein Veganer keine Chance hat. Da ich mich durchaus auch als Carnivore bezeichnen könnte, schreckt das nicht ab.
Die Begrüßung durch das Personal durchaus nett und professionell, die Garderobe wird einem abgenommen.
Als erstes die Frage nach dem Aperitif, die Vorspeisenkarte folgt schnell. Ausgewählt haben wir Carpaccio und Feldsalat mit Hummer und warmen Perlzwiebeln.
Carpaccio war ok, Feldsalat und die Zwiebeln auch, Hummer etwas gummig.
Nach der Vorspeise kam der Chef oder Koch mit den Musterexemplaren der Fleischauswahl - nett in Folie verpackt - an den Tisch und präsentiert die diversen Variationen der Fleischstücke. Bei den 700 Gramm-Teilen kann man sich schon fragen, wer das am Stück essen soll.
Ich wählte das 300 Gramm Filet, meine Begleitung das New York Strip 400 Gramm. Als Beilage Blattspinat, buntes Grillgemüse, Ofenkartoffel mit Sauerrahm, Maiskolben mit Butter und Salz und noch eine hausgemachte Pfeffersauce.
Die Steaks kamen auf schön heißen Tellern, die Beilagen kurze Zeit später. Die Größe der Portionen der Beilagen haben mir dann schon etwas den Appetit genommen, die Hälfte hätte gereicht.
Zur Qualität:
Fleisch war ok, aber auch nicht so sensationell, wie ich es von den anderen Beiträgen hier auf Qype her erwartet hätte.
Das bunte Grillgemüse war für Grillgemüse ein bis zwei Spuren zu ölig. Insgesamt zwar knackig aber nach zwei Löffeln war mein Fettbedarf für eine Woche gesättigt.
Blattspinat war ok, aber hatte ich - z. B. im Nil - bereits feiner. Dafür war es viel. Dreiviertel der Portion ging zurück.
Der Maiskolben wurde von meiner Begleitung mit der Bemerkung - schade, dass er nicht gegrillt ist - zwar gegessen, aber die lukullisches Offenbarung war es nicht.
Warum eine schnöde Ofenkartoffel in Sauerrahm ertränkt werden muss, wird mir auch Rätsel bleiben.
Insgesamt gesehen ist das Butchers durchaus ein Steakhouse mit einer guten Fleischqualität. Das Ambiente mit Kamin und holzvertäfelten Wänden passend, der Service nett und unaufdringlich - aber für 5 Sterne reicht es nicht.
Hate Harry - Sternschanze
Beim Grünen Jäger 21, 20359 Hamburg
03.06.2010
Der Name ist ja etwas merkwürdig; irgendwo habe ich gelesen, es sei die Adaption zum Matahari gegenüber, die die selben Betreiber sein sollen, andere Quellen meinen, damit sei Harry Potter gemeint - anyway - Namen sind Schall sind Rauch.
Immerhin war ich im Hate Harry heute bereits zum zweiten Mal, in den Vorgängerläden in den vergangenen 10 Jahren kein einziges.
Die Karte ist recht übersichtlich, aber da das Steakhouse-Angebot in der Schanze sich recht karg gestaltet, eine gute Möglichkeit, ein zwar nicht sensationelles, aber doch hausmannskostmäßiges zubereitetes - nicht zu großes Fleischteil- auf den Teller zu bekommen.
Konsequent wird auch nicht nach dem standardmäßgen "rare", "well done" oder "english" gefragt - das Steak ist halt einfach irgendwie gebraten, weder zu rot noch zu durch.
Die Gemüsebeilage ist aus frischen Zutaten zubereitet, der Wein bereitet keine Kopfschmerzen - es gibt hinten ejn paar Tische mit Tischdecken, vorne ist es mehr kneipenmäßig.
Grandios finde ich, dass man an der schmutzigsten Bundesstraße Hamburgs entspannt draußen sitzen kann. Wir sind heute zwar wegen der zum Abend hin rechten kühlen Temperatur von draußen nach drinnen gezogen, aber die halbe Biergartenatmosphäre direkt an der Stresemannstraße ist schon kurios.
Langer Rede kurzer Sinn:
Wer Hunger hat, etwas handfestes essen oder trinken, dabei nicht vom Getümmel der sommerlichen Schanze erdrückt werden möchte, kann im "Hate Harry" vielleicht ganz glücklich werden. Es ist einen Tick besser als übliche Kneipenkost und vielleicht auch besser als die eine oder andere Hausmannskost ;)
edit: oops, da hat mir der Kommentar von 43mit Reis doch gezeigt, dass mein Namensgedächtnis nachlässt, ich meinte natürlich auch das Hatari und nicht das Matahari ;)
43mitReis Also ich habe gehört, dass der Name sich von Hatari ableitet, weil der Laden den gleichen Leuten gehört wie eben jenes Pfälzische Restaurant.
3 Juni 2010
Dalila Graf Danke schön - meinte natürlich das Hatari - aber Matahari hört sich doch auch gut an ;)
3 Juni 2010
Hotel Castle in der Schweiz - Blitzingen
3981 Blitzingen
26.12.2009
1 Woche Schlemmerurlaub mit Langlauf
Weihnachten in der Schweiz war bisher für uns - Familie besuchen, zu viel essen und zu wenig Bewegung. Das war zwar gut, aber nach sieben Jahren dachte ich, ein wenig Abwechslung tut gut.
Nach emsigen Recherchen haben wir beschlossen, eine Woche im Hotel Castle in Blitzingen zu verbringen. Keine Ahnung, wo Blitzingen ist, und warum wir dort Weihnachten verbringen wollten. Da das Online-Buchungssystem nicht funktionierte, mussten wir per E-Mail buchen, das war schon ein netter Spaß.
Die Anreise erfolgte am Sonntag, den 20. Dezember. Allen angesagten Schnee- und Eiskatastrophen zum Trotz haben wir das Hotel - inmitten vom Nichts - gefunden. Vom Ort Blitzingen - der sage und schreibe laut wikipedia 78 Einwohner zählen soll - sind es 1,5 Kilometer Serpentinenstraße hoch zum Hotel. Nachdem wir die eingeschneiten Autos sahen, haben wir uns für die Nutzung der Tiefgarage entschlossen.
Die Hotelchefin empfing uns freundlich, zeigte uns kurz das Hotel brachte uns ins Zimmer - A17! - und bemerkte noch, es ist frisch. Frisch war der richtige Ausdruck für gefühlte 10 Grad im zimmer. Wir trösteten uns damit, dass es der erste Tag der Saison war, und die Heizung wohl noch nicht in Betrieb. Zimmer ausgestattet mit 1 Bett, einem TV, etwas zu wenig Schränken für eine Woche Winterurlaub, ein Duschbad, einem großem Balkon, was 50 % der Raucher in unserem Haushalt erfreute. Da die Hotelzimmer auch als Ferienwohnung vermietet werden, haben wir allerdings auch einen Ceran-Herd und einen Kühlschrank vorfinden können.
Alles in allem ein nettes Zimmerchen. Aber dann - das Abendessen ruft. Ab 18 Uhr kann gegessen werden. Wir als Halbpensions-Gäste hatten das Vergnügen, ein 4-Gänge-Menü in Anspruch nehmen zu dürfen. Mich als Trennköstlerin hat das Menü gleich am ersten Tag begeistert: Goldbrassenfilet auf Randensalat. Französische Zwiebelsuppe. Perlhuhnbrüstchen gespickt mit Apfel auf Couscous. Lebkuchen-Eisparfait auf lauwarmen Zwetschgenkompott.
Ok, das Dessert habe ich durch eine Käseplatte austauschen lassen, aber mein lieber Essengenosse war begeistert. Die Qualität der Zubereitung war einfach sensationell, wir haben eine Woche lang unterschiedliche Menü-Kompositionen erhalten, sehr geschmackvoll dekoriert und serviert. Jeden Abend war es eine Freude, die Menü-Auswahl zu lesen, für mich war es auch noch sensationell, dass ich die Zwischengänge auswechseln konnte, wenn sie nicht ganz trennkostgerecht waren. Das gesamte Team ist außerdem sehr liebenswert und herzlich, so dass der Abschied nicht leicht fiel.
Also 110 Punkte - bei 100 zu vergebenden - für die Verkostung und Bewirtung. Was uns auch begeisterte, die familiäre Atmosphäre, und wenn man genug Ausdauer hatte, konnte man sich abends noch mit Peter Gschwendtner über seine Kompositionen unterhalten. Er ist wirklich Koch mit Begeisterung die man im Teller sieht und im Magen spürt.
Das einzige, was wir bemängeln könnten, wenn wir wollten: Die Temperierung des Zimmers A17
kann man durchaus optimieren. Nachdem wir ca. 2 Tage bei gefühlten 10 Grad verbrachten, funktionierte die Fußbodenheizung, nachdem die Luftblase aus der Heizung entfernt war.
Sie funktionierte dann aber so gut, dass wir die meiste Zeit die Balkontür offen halten mussten, damit wir nicht komplett wegschmolzen. Ab dem 5.Tag war es ok mit der Heizung.
Was kann man sonst noch sagen: Ohne Auto ist es schwierig. Zum Ort runter - entweder zur Loipe oder zum Zug, braucht man ca. 15 Minuten per Pedes, rauf - je nach Kondition 20 bis 3o Minuten. Das Hotel bietet aber auch einen Shuttle-Service. Es gibt im Hotel auch einen kleinen Wellness-Bereich, den wir aber nicht ausprobiert haben.
Wer einmal gepflegt seine Ruhe haben und dabei noch kulinarisch verwöhnt werden möchte, ist bei Peter und seine Team bestens aufgehoben.
Bullerei - Sternschanze
Lagerstraße 34B, 20357 Hamburg
29.06.2009
Wieviel Sterne gibt man einer Kneipe/Bar/Restaurant, wenn es noch nicht wirklich geöffnet hat, und sich das Team erstmal erproben muss, aber man dort trotzdem gerade einen lustigen Abend hatte?
Je nach Wartezeit auf die Getränke, den Tischgesprächen an den äußerst kommunikativen Bierzelttischen ohne Bierzelt und der Taktung der vorüberrauschenden Züge schwankt die Wertung zwischen einem und drei Sternen, deshalb gibt es als Gesamtnote eine zwei.
Die Bullerei habe ich lange erwartet, die Entwicklung verfolgt und eher zufällig gestern abend gesehen, dass es geöffnet hat. Heute war der erste Besuch fällig. Eigentlich nicht zum Essen, sondern lieber zum Trinken, aber kurzfristig umentschieden.
Innen schaut es sehr schön aus, die Location ist ziemlich naturbelassen und rustikal.
Draußen noch ein Plätzchen an den geselligen Grilltischen ergattert, nach Studium der Karte etwas zum Essen gefunden und erwartungsvoll bei der Bedienung bestellt.
Vorgewarnt durch unsere Tischkollegen, man müsse einige Wartezeit und Geduld mitbringen, haben wir nach 25 Minuten bemerkt, dass doch ein gewisser Dehydrierungsgrad eingetreten ist. Die vorsichtige Nachfrage bei der Kellnerin verursachte die Nachfrage, “haben Sie denn schon bestellt”? Der Hinweis, “bereits vor einer halben Stunde”, wurde mit einem sympathischen “oops” quittiert, die Getränke kamen dann nach weiteren 10 Minuten. Aber wie eingangs erwähnt, der Laden ist neu, das Team nicht eingespielt, daher will ich da überhaupt nicht pingelig sein ;)
Die erste Ladung Getränke war ausgetrunken, da stellte sich uns die Frage, ob denn wohl noch Essen käme? Die immer noch freundliche Kellnerin fragte nach: Haben Sie denn schon etwas aus der Karte gewählt? Wir: ja vor ca. einer 3/4 Stunde, gleichzeitig mit den Getränken. Erneut ein sympathisches “oops”. Nach dem ersten Glas Wein auf leeren Magen fand ich das schon lustig, und hungrig war ich eh nicht mehr.
Das Essen kam, und um nicht unfair zu sein, der Bullensalat schmeckte mir nicht, meine Begleitung hat es gefreut. Aber kulinarische Genüsse habe ich eh dort nicht erwartet und der Hauswein ist durchaus trinkbar, wenn man denn eines der bestellten Gläser bekommt.
Die zweite Runde Getränke kam gefühlt nach zwei Stunden, real einfach nach Nachfrage, ob noch dran gedacht wird. Das dritte “oops” erspare ich euch.
Cool war, dass die Kollegin unserer Kellnerin irgendwann nach unserem Essen an unseren Tisch kam, und meinte; “toll, zwei neue Gesichter, ob wir denn etwas bestellen wollten”. Das hat dann für eine weitere Erheiterung unerer kommunikativen Tischgesellschaft geführt und mich gleichzeitig zu einer Persönlichkeitskrise geführt, dass ich inzwischen so unscheinbar bin, dass man nach nach 2 Stunden Aufenthalt in einem Laden denkt, ich wäre noch nicht dort gewesen. Ich tröstete mich aber damit, dass sie, die Kellnerin, nicht an ihrem richtigen Reviertisch war.
Wäre unser Tisch von der Gästebesetzung her nicht so nett gewesen, würde ich jetzt für Essen und Service keinen Stern vergeben, aber die Location und die kleinen Geschichten am Rande, die uns die Wartezeit verkürzten, vom Erdbeerkuchen mit Sahne, die es nur flüssig gibt, unsere Kellnerin es aber für die enttäuschte Erdbeerkuchenverzehrerin irgendwie schafft, die Sahne händisch aufzuschlagen, vom Splitter der etwas unbequemen Holztische, der mit Hilfe der persönlichen Pinzette der selben Kellnerin von Tischnachbar zu Tischnachbarin herausoperiert wurde … ich hätte ein Notizbuch mitnehmen sollen, für all die kleinen Anekdoten, die dort die Wartezeit vertrieben haben.
Tim Mälzer lief natürlich auch dort rum, scheint sich aber um die operativen Vorgänge in seinem Geschäft nicht sonderlich zu kümmern, was ihn sicher als Chef auszeichnet.
Fazit: Die Bullerei ist eine Bereicherung für die Schanze von der Location her, der Service wird noch, da bin ich überzeugt von.
Essen:
Essen ist bekanntlich geschmäcklerisch. Meinen Salat habe ich nicht gegessen, meine Begleitung fand ihn lecker, dafür fand er sein Gericht etwas trocken: “furztrockenes Gebäck mit Pancetta und Kräutern, aber trotzdem lecker” (=Tarte Pancetta). Mein Tischnachbar zur Rechten hatte eine Roulade - Zitat : ganz ok - aber er würde sie selbst besser hinbekommen …
Aber - da die Preise dort mehr als moderat sind, und die Gefahr, dass man dort wegen der langen Wartezeit zu viel konsumiert, eher gering ist, kann man auch gern mal etwas bestellen und schauen, ob es einem schmeckt ;)
Das Restaurant soll am 1. Juli eröffnen, ich bin gespannt, wie es dort sein wird.
Ich drücke der Bullerei die Daumen, dass das Konzept gut läuft. Dass die Bedienung noch üben muss ist ja klar. Und sie ist dabei äußerst freundlich - der Spruch auf dem Bon - “Für Sie rannte ….” entbehrt nicht einer gewissen Situationskomik ;)
Und für diejenigen, die einfach wissen wollen, was es kostet:
1 x Bullenfutter (1 übersichtlicher Salat) = € 6,00
Tarte Pancetta = € 4,50
0,15 x Hauswein in weiß = € 4,80
0,5 Erdinger Kristall = 4,10
Trotz der wenigen Sterne, ich könnte mir gut vorstellen, dort im Sommer häufiger zu sein, ist ja sozusagen auf dem Heimweg …
Heliumcowgirl offensichtlich trägt herr mälzer in den augen einiger auch zur monopolisierung der schanze bei. hier dazu ein interessanter artikel ebenfalls aus dem abendblatt: http://www.abendblatt.de/hamburg/article1081374/Letzte-Ch…
oder ist das eh der den du meintest?
14 Juli 2009
Restaurant Elba - Altona-Altstadt
Große Elbstraße 49, 22767 Hamburg
11.07.2006
(aktualisiert am 27.01.2009)
Update: 4. November 2006
Mein Entsetzen war groß als ich letztes Wochenende die warme Oktobersonne von der Elba-Terrasse aus genießen wollte.
Das Elba ist Geschichte - und auch die Tapas-Bar unten an der Ecke ist verschwunden.
Zur Zeit wird dort umgebaut, immerhin ist die Location bereits neu vermietet. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mir den nicht Namen nicht gemerkt habe.
--> So war es im Elba: (Vielleicht trifft diese Beschreibung ja auch den den zukünftigen Laden ;)
Rund um die Uhr war man im Elba gut aufgehoben. Mittags bei schönem Wetter draußen direkt über der Elbe sitzend, große Schiffe beobachten und dabei etwas essen oder einfach nur etwas trinken. Freunde aus der Schweiz ware regelmäßig begeistert, wenn wir dort einen Zwischenstopp einlegten. Aber auch abends ist der Blick über den illumierten Hafen beeindruckend, wenn auch der gigantische Kronleuchter den Blick nach draußen etwas erschwert. Die Küche ist gehoben, etwas hochpreisig, für Freunde der großen Portionen empfiehlt sich das Elba nicht, für einen schönen Abend aber auf jeden Fall.
Locanda 33 - Rotherbaum
Grindelhof 33, 20146 Hamburg
31.07.2008
Zugegeben, ich schreibe nicht mehr viel auf Qype, da ich einen gewissen Qypismus entdecke, der mit dem Ursprungsthema: “Das Beste der Stadt” nicht immer konform geht. Aber heute - habe ich einen neues Restaurant-Konzept entdeckt, das mir aus mindestens zwei Gründen sehr gefällt:
Das Locanda 33 haben wir heute zufällig entdeckt. Eigentlich nur auf der Suche nach einem Alsterwasser und Weißwein in einem heimeligen Biergarten, sind wir, nur mit etwas Bargeld ausgestattet auf unserer Fahrrädern, durch Hamburg geeiert. Mit dem Fahrrad, da wir aus unserm heimischen Schanzenviertel wegen Überfüllung geflüchtet sind ;)
Nach einem kurzen Erfrischungsabstecher ins benachbarte Eppendorf stellte sich die Frage, was und vor allem wo essen wir mit unseren begrenzten Bargeldreserven? Wir hatten schlichtweg vergessen, Kartenmaterial als monetäre Grundlage mitzunehmen, so dass wir schauen mussten, nicht zufällig in einem 5***-Restaurant zu landen.
Die Richtungsvorgabe meines Navigators, Richtung Univiertel, war da sehr hilfreich.
Genug des Vorgeplänkels: Wir wurden fündig. Grindelhof 33. Betitelt mit irgendwas “Deutschland erstes Antipasti-Ristorante”. Hört sich nett, gut und günstig an - und auch noch - meinem neuesten Faible folgend - trennkostgerecht an :)
Fahrräder angegurtet, Sitzplatz ergattert, natürlich draußen, bewacht von der Botschaftspolizei. Sehr auffällig, die gesamte Bedienung strahlte uns an, als würden sie sich wirklich über unseren Besuch freuen.
Karte studiert - und - das Konzept des Laden ist einfach sensationell gut - zigfache Auswahl an Antipasti. Etwas touristisch illustriert mit Bildern, aber dadurch auch sehr hilfreich. Wir haben dann eine kleine Auswahl von 6 unterschiedlichen Gerichten getroffen und dazu eine Flasche Wein und Wasser geordert.
Die Gerichte und die Getränke kamen, und wenn wir mal das Genörgel hinsichtlich irgendwelcher geringfügiger Küchenverfehlungen, die durchaus geschmäcklerisch zu werten sind, links liegen lassen - ich war von allem begeistert.
Kleine Portionen leckerer Sachen, die bemerkenwert frisch zubereitet, vor allem obendrauf viele küchenfrische Kräuter, was will man mehr?
Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug dorthin und hoffe, dass das Konzept funktioniert.
Ein Härchen in der Suppe, welches meine meine küchenaffine Begleitung unbedingt erwähnt haben möchte:
Der Balsamico könnte einen Tick besser sein.
Lunge Laufladen - Stresemannstraße - Altona
Stresemannstr. 379, 22761 Hamburg
05.04.2008
Da die Lunge Lauf und Sportschuhe GmbH vier Filialen in Hamburg hat, ich es aber nicht gefunden, wie man Filialen anlegt, habe ich den Lunge Laufladen noch einmal angelegt.
Ich kann ja schließlich nur für den Laden schreiben, den ich auch besucht habe.
Vorweg für die, die keine Lust haben, den ganzen Rest zu lesen: Ich fühlte mich ausgezeichnet beraten und bin jetzt glückliche Besitzerin von Laufschuhen.
Da es mein erstes Paar ist, war dieser Besuch in dem Geschäft für mich besonders aufregend. Eine Kollegin hat mir Lunge generell empfohlen. Die Informationen auf der Website und die Site selbst waren mir sympathisch, die Filiale in der Stresemannstraße für mich am besten zu erreichen - also nichts wie los, bevor ich mir es wieder anders überlege, und doch nicht mit dem Laufen beginne.
Meine Hoffnung, in diesem Laden ganz allein sein zu können, zerschlug sich leider, aber da es drei oder vier Berater (ich mag sie gar nicht Verkäufer nennen) dort waren, musste ich nicht warten.
Als erstes Schuhe aus, und mit Socken auf das Laufband für die Videoaufnahme, auf der dann unschwer zu erkennen war, dass ich nicht die perfekten Füße zum Laufen habe. Mein Berater tröstete mich damit, dass er schon schlimmeres gesehen habe. Das sollte mich nicht vom Laufen abhalten, man bräuchte halt nur den richtigen Schuh.
Und schon verschwand im Lager um eine kleine Auswahl zusammenzusuchen - ich schaffte es gerade noch ihm ein “aber nicht zu bunt …” hinterherzuflüstern.
Nach einigen Probieraktionen, wobei er mir mit Engelsgeduld die Einlagen in den Schuh packte, eine halbe Nummer größer und weiter brachte - hatte ich sogar das Glück, dass mein Wunschschuh in einem schlichten Schwarz zu haben war.
Nach den Schuhen stand die Wahl des passenden Outfits an. Auch hier war er sehr hilfsbereit und hat die Regale nach den passenden Größen durchsucht. Dass es hier nicht ganz so reibungslos klappte, lag nicht an ihm, sondern an meiner noch nicht laufkleidungsgerechten Form ;)
Letztendlich aber auch das erfolgreich erledigt. Nur als ich dann noch nach Gadgets - wie GPS-Uhr oder so fragte, bremste er mich; das sei ein ganz klein wenig übertrieben, wenn man gerade mit dem Laufen beginnen möchte.
Nach dem Bezahlen wies er mich noch darauf hin, dass auch getragene Schuhe innerhalb drei Wochen getauscht werden, wenn man damit Probleme beim Laufen haben sollte.
Fazit: Falls Laufen mein Hobby werden sollte, wird das mein Geschäft für die Schuhe.
hotzenplotz Alles bis zu Ende gelesen.:)
Und die tauschen getragene Turnschuhe? Was machen die damit?
5 April 2008
East Hotel & Restaurant GmbH - St. Pauli
Simon-von-Utrecht-Str. 31, 20359 Hamburg
21.11.2007
An sich nicht meine Art, meinen Sermon noch zu Plätzen abzugeben, die bereits vielfach beschrieben wurden, aber heute mache ich mal eine Ausnahme:
Ich hatte bisher zwei Erfahrungen mit dem East.
Sommer 2007 - Seminar, Mittagessen und Cocktail
Die eine während des Besuchs eines Seminars, war sehr angenehm, inklusive einem Mittagessen, dass für meine bisherigen "Seminar-Zwischendurch-etwas-Essen" überraschend gut war. Zudem das Essen im Kuschel-Restaurant-Eck serviert wurde, draußen bestes Wetter war und ich gemütlich auf der Terrasse noch eine rauchen konnte. Auch der Cocktail an der Bar nach dem Seminar war ordentlich zubereitet. Das hat mich insoweit überzeugt, dass ich auch einmal abends dorthin wollte.
November 2007 - Restaurant
Anlass des zweiten Besuchs war die Herausforderung, unserem Stamm-Schweiz-Besucher mal wieder etwas Neues in Hamburg zu zeigen. Die Proteste meines Partners habe ich damit besänftigt, dass es mir nur um die Ausstattung und nicht um das Essen geht. Er weigerte sich bisher standhaft, mit mir ins East zu gehen. Manchmal zeigen auch Männer Intuition ;)
Vorsorglich einen Tisch reserviert, da mir schon bekannt war, dass das Restaurant ziemlich begehrt ist. Aber das "ziemlich begehrt sein" heißt, dass man erbitterte Revierkämpfe vor dem Empfangspult erlebt, habe ich in meiner bisherigen kulinarischen Karriere noch nicht erlebt. Aber dafür kann das East ja nichts, wenn sich einige Gäste etwas merkwürdig aufführen.
Aber sei's drum, nachdem wir uns zu den freundlichen Empfangsdamen durchgekämpft haben, unsere Reservierung erwähnten, leichte Hektik verbreiteten, da wir ca. 2 Minuten zu früh waren und der mehrfachen Aufforderung, doch einfach an der gefühlten 150-Meter-Schlange vor der Garderobe abzulegen, tapfer widerstanden, um den Nachhauseweg nicht künstlich zu verlängern, wurden wir von einer netten Dame zu unserem Tisch geführt.
Kaum haben wir Platz genommen, erscheint Dame L...., legt uns ihre Visitenkarte auf den Tisch und säuselt, "ich bin L... und bin heute für Sie zuständig." Mein Partner zuckt zusammen und bekommt amerikanische Serviermethoden-Paranoia.
Die Spannung steigt, die Speisekarten werden angeliefert - wir schauen rein - und waren ob der Höhe der Preise etwas überrascht. Aber wenn die Qualität stimmt, ist es uns recht. Wir beschränkten uns aber doch auf Vor- und Hauptspeise, eine Flasche Wein und eine Flasche Wasser.
Vorspeisen
Die Vorspeise kam. Tja - sie war nicht schlecht - nicht wirklich gut, aber immerhin hübsch angerichtet. E mag Geschmackssache sein, aber wenn ich ein Carpacchio - ich glaub, es war vom Reh, in 6 mm dicken Scheiben serviert bekomme, kann ich eigentlich auch gleich ein dünnes rohes Steak bestellen.
Aber Fleisch ist Fleisch, und dass es so kalt war, zeigt ja nur, dass der Zubereiter sich um das Wohl der Gäste kümmert. Die Gefahr, dass sich Keime verbreiten, ist bei frisch aufgetauten Fleischscheiben eher gering.
Die Pause zwischen den Gängen konnten wir uns mit kurzweiligem Studium der anderen Gäste vertreiben. Da es eher eng bestuhlt ist, bleibt einem aber auch nichts anders übrig.
Hauptgericht
Die Hauptgänge: Wir hatten alle unterschiedlich gewählt. Das eine etwas zu kalt, alle nicht wirklich schmackhaft, aber zum Glück war es auch nicht so viel, als dass wir lange leiden mussten ;)
Bar
An die Bar sind wir danach nicht mehr gegangen. Der Weg dorthin hätte länger gedauert, als wenn wir ein paar Straßen in die nächste Bar gegangen wären, was wir dann letztendlich auch getan haben.
Fazit:
Für alle, die sich für ausgefallene Inneneinrichtungen begeistern lassen und auch mal ein Essen verschmerzen können - körperlich, geistig und monetär - das nicht wirklich erstklassig ist.
Zudem ist es zentral zwischen dem Schanzenviertel und St. Pauli gelegen, so dass einer anschließenden Beschäftigung nicht viel im Wege steht.
Für alle, die sich bis hier unten durchgekämpft haben und trotzdem nichts hilfreiches gefunden habe entschuldige ich mich für die Länge des Beitrags. Die hilfreichen Infos hatte ich bereits in den anderen Artikeln gefunden ;) In diesem Sinne - viel Spaß beim Testen ...
eva_ganesha über die Hotelzimmer selbst weisst Du nichts, wäre für uns Touristen ganz interessant
5 Januar 2008
lolo474 Absolut ein spiegel dessen was ich auch schon erlebte…. und toll berichtet :) supi!
5 August 2008
LichtBlick AG - St. Pauli
Zirkusweg 6, 20359 Hamburg
02.11.2007
Zufälligerweise habe ich mich auch letzten Monat für Lichtblick entschieden. Die Stromrechnung erhöht sich dadurch minimal, im Gegensatz dazu erhöht sich unser gutes Gewissen überproportional.
Ausschlaggebend für mich die Unternehmensphilosophie. Nicht nur, dass der Strom aus 100 % regenerativen Energie bezogen wird, und dass sie sich binnen kürzester Zeit einen großen Kundenstamm aufgebaut haben, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Lichtblick pro Kunden und Monat einen Quadratmeter Regenwald kauft. Aktuell kommt monatlich eine Fläche von ca. 60 Fußballfeldern hinzu.
Ziel ist es, die Zerstörung der Natur zu stoppen und eine nachhaltige Entwicklung der Region zu fördern.
Für den Endkunden ist der Wechsel so einfach wie möglich gestaltet. Formular ausfüllen, am besten die letzte Stromrechnung raussuchen, absenden - um den Rest braucht man sich nicht mehr zu kümmern. Zügig kommt die Bestätigung per Briefpost.
Stüdemanns Kaffee & Teeladen - Sternschanze
Schulterblatt 57, 20357 Hamburg
19.03.2007
Ein Kleinod als Süßwarenladen und eine Oase für Genießer der süßen Sachen des Lebens. Eigentlich müsste man diesen Laden mitsamt den Damen des Verkaufs unter Denkmalschutz stellen.
Von Trüffeln der süßen Art über Marzipan, diversen Schokoladensorter, Hamburger Schnickschnack zum Verschenken, Kaffee- und Tee - soviel Köstliches auf kleiner Fläche gibt es nur selten und verführt mich regelmäßig zu exzessivem Pralineneinkauf und leider auch haltlosem späteren Verzehr der selben ;)
Mein Schock war daher groß, als ich im Dezember 2006 aus den "Quartiersnachrichten Schanzenviertel" erfuhr, dass das Gebäude für das Jahr 2007 im Sanierungsplan enthalten sei.
Wer also noch das Original "auskosten" möchte, möge sich sputen. Aber etwas positives, die Originaleinrichtung soll möglichst erhalten bleiben. Ich hoffe, dass das "möglichst" ein "vollständig" bedeutet.
Die Verkäuferinnen selbst wussten im März 2007 noch nicht, wo sie während der Umbauarbeiten ihre Leckereien verkaufen können, ich glaube, sie wussten noch nicht mal, wann der Umbau startet.
mostro Diese Nachricht ist eine Katastrophe, die mir wirklich an die Nieren geht, kein Scherz - dieser Laden sollte unter Denkmalschutz gestellt werden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und die drei Dämchen drinnen unter Artenschutz!!!!
20 März 2007
mostro Habe heute im Laden noch mal genauer eruiert: Das Geschäft wird am Ort bestehen bleiben, also keine Panik; renoviert wird nur das Nötigste, der Vermieter liebt den Laden laut Besitzerinnen selbst sehr. Gut so!
2 Mai 2007
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