Ich bin MrMiddle aus Berlin. Ich bin Qyper seit dem 19.08.2007
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Profil von MrMiddle
Berliner Kriminal Theater - Friedrichshain
Palisadenstraße 48, 10243 Berlin
30.04.2011
Stück: "Zehn kleine Negerlein". Kartenkosten: 56 € für zwei in einem schmalen Durchgang an die Wand gepressten Sitze. Auf schmalem Podest thronst Du dort, ohne eine Möglichkeit, die Füsse abzustellen. Eine Zumutung. Wie das Stück.
Ich habe selten eine Arbeit erlebt, in dem sogar die Schauspieler mit einer guten Sprechausbildung so übertrieben und schlecht gespielt haben.
Die Inszenierung steht dem in Nichts nach, eindimensional und plump foltert sie uns. Gekrönt durch ein unbeholfenes Bühnenbild. Maske und die Kostüm waren noch das Erträglichste an der insgesamt komplett einfallslosen Arbeit. Bis zur Pause haben wir uns gequält, dann sind wir raus.
Wir haben so viele krative und inspirierende Spielstätten, sparen wir uns diese Provinzposse für Pauschalouristen.
Das Speisezimmer - Mitte
Chausseestr. 8, in der alten Lokfabrik, 10115 Berlin
05.10.2007
(aktualisiert am 07.04.2010)
Welch kräftige Energie, welch verhaltener Charme!
Zur Eröffnung damals ein einzigartiger Raum mit Weite, Eleganz und der erforderlichen Prise "zeitgenössisch".
Dort machen, unbedingt und oft: Frühstücken, Schmökern, Flirten, Palavern.
Über Kunst und große Pläne!
Über die Weite des Geistes und die Magie des Ortes "Hamburger Bahnhof".
Im Sommer einer der 10 besten innerstädtischen Plätze zum Verweilen (außerhalb der harten Sommersaison-Wochen). Ruhige Ecke am Wasser mit Kopfstein-Pflaster und zackigem Service.
"Da wortest nicht a Stund auf Dei Melange."
Ein hervorragender Platz für "nach der Liebeserklärung".
Oder die mit prickelnder Spannung gefüllten Wochen davor.
Ganz einfach weil er immer mehr Bühne als Selbstinszenierung ist.
Weil er einen Rahmen gibt.
Vernünftig phantasievoll, gut zubereitet, europäisch bis panasiatisch (um einmal die gebräuchlichsten Wortklumpen für zum Teil sehr leckere Speisen zu verwenden).
Die Kuchen stimmen, die Kaffee-Zubereitungen sind guter Standard, der Salat und die sonstigen Leichtigkeiten funktionieren.
Erschwinglich im Preis ohne günstig zu sein.
Kein Gourmet-Stern, aber ein Stern für einen Hauch Esprit.
Sarah ist eine Persönlichkeit, die weiß, wie man die Menschen bewegt. Zum Essen und Plüsch-Plaudern.
Schön entspannt und gleichzeitig einen Kick prätentiös.
GUTER PLATZ ZUM EINFACH SEIN.
Bemo Ich denke der Beitrag beschriebt sehr gut, was man im Sarah Wiener's erwarten kann: wenig gastronomische Substanz aber viel "Weite des Geistes" (wenn man es fühlt - mir fehlt ja leider die Antenne).
5 Oktober 2007
Bar Tausend - Mitte
Schiffbauerdamm 11, 10117 Berlin
03.06.2008
(aktualisiert am 14.08.2008)
“Orientation” als Club-Gig in der Bar Tausend. Prinzessin und MrMiddle - aka “The Sandkorn of Demut Himself” - auf der Gästeliste des berüchtigten Monsignore Ananas am Bass (oder war es doch Avocado?!). Charmanter Empfang an der Tür. Kein Getue. Kurzer Check.
Dann die Band! Immer wieder ein Vergnügen.
Man lungert mit Musikern und Gästen, plaudert, nette Leute, angenehme Mischung.
Bin ganz baff. Wo sind denn die ganzen aufgebretzelten Düsselmünchner? Keiner da. Nur Individuen mit exquisiter Ausstrahlung.
Fazit: Lässig!
Jetzt der Gig. Der Sound genial funky, bisweilen anstrengend - für so eine Jazz-Banane wie mich.
Super Club-Atmo allerspätestens mit der prickelnden Sängerin.
Bekir ganz bei sich. Der Mann an der orientalischen Liege-Harfe (wie gesagt, Kulturbanane) streichzupft ein Vergnügen dazu.
Als der Gig vorbei ist, wandere ich aus meiner linken Lounge-Ecke zu den Toiletten und denk mir noch “Ahh, voll geworden” - als ich schon über die ersten Friseusen-Upgrades mit ihren Teppichhändlern aus dem mittleren Management stolpere.
Woher kommen die denn jetzt? Mit Verlaub?
Die Bar selbst finden wir angenehm, professionell, exzellent entworfen. Die Macher und das Personal sind entspannt.
Preise: Mojito 9,50, Cola 3,50.
Guter Sound nach dem Konzert.
Wir kommen bestimmt - mal - wieder. Bestenfalls zum nächsten Orientation-Konzert.
MrMiddle Kanun schreiben richtig in die Artikel!
.....
Ja
Du Huhn
da sitzt Du
Gack
im Kanu nun!
Was kannst Du tun?
Werd einfach schnell zum Kanuhuhn.
Ja nun…
.....
Inspiriert, mit Dank: MM
4 Juni 2008
Sian - Prenzlauer Berg
Rykestr. 36, 10405 Berlin
03.10.2007
(aktualisiert am 05.06.2008)
Vor einiger Zeit ist der etwas hässlich eingerichtete Geheimtipp mit den besten kleinen Speisen jenseits des Wasserturms verschwunden. Man hatte sich schon länger gefragt, wie lange er noch durchhalten würde. Erlesene Köstlichkeiten müssen den Neuberlinern Düsseldorf-Hamburg-Münchner-Coleur wohlfeil verpackt werden wie ein albernes Parfum. Sonst krächzt ihr Hals, wenn sie dort bestellen sollen.
Dann hat er tatsächlich zu gemacht. Und es kam ein - verzeihen Sie bitte - Affenladen von der Designer-Stange für die braven Spießer-Hipster. Nicht, dass wir Herrn Voung beneidet hätten um seine gigantische Eigentumswohnung, die er sich durch das originell gemachte Lokal seines eigenen Namens in der Alten Schickihauser verdient hatte. Da applaudieren wir verzückt und freuen uns über Sinn und Sinnlichkeit des Pioniers zur richtigen Zeit.
Der späte Nachfolger Si An ist von den Nahrungsmitteln her nicht schlechter, guter Lecker-Standard für die leicht esoterische Gesundheits-Masse.
Die Einrichtung findet vom Fleck weg gefallen. Bei Mutti aus der Speicherstadt wie bei Zöglingen vom Dorf. Wallpaper light. Mc Asia King Family mit frenetischer Wasserbecken-Skulptur.
Genug geschwätzt. Um es auf den Punkt zu bringen: Charmant bis leicht dämlich und der schlechteste Service östlich des Misssissipi.
Schneller essen, damit Dein Platz weitergebucht werden kann. Kaum gegessen, wird dein Schälchen unter Deinen Stäbchen weggezogen. Der Rest Getränk - ein Drittel ungefähr - welcher Prolet trinkt denn das noch - weg damit. Wie, Sie sitzen noch? Können Sie nicht schneller essen zahlen gehen!
Naja. Sagen wir mal, der Kellner war ein lausiger.
Und er hat aus Versehen das Konzept des Unternehmens etwas zu deutlich präsentiert.
___________________________________________________
Nachtrag 5. März 2008:
Nach den “ist doch alles super da”-Kritiken, die noch gekommen sind, bin ich noch zweimal reingegangen. Und war nach weniger als 60 Sekunden wieder draussen.
Ich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, die beginnt, sich toll zu fühlen, wenn sie von Shmocks und ihren Instanzen mit Wartezeit, gezügelter Unfreundlichkeit und Sitzplatz-Optmierungsneurose gedemütigt wird.
Es bleibt also dabei:
Was für ein gequältes Nichts mit Ikea-Bambussprosse obenauf.
johnson_berlin Eine deutliche Position einnehmen ohne dabei persönlich zu werden, ein Weltbild zu haben, dass auf Offenheit und Entspanntheit Wert legt, dass erfordert mehr als nur ein wenig Geraspel im Kommentarfeld einer kommerziellen Community wie Qype.
Sorry superbambi, aber für mich liegst Du doch auch ein kleines Stück auf dem Dorfplatz der Ignoranz herum.
Was ja nicht weiter schlimm ist.
Und: Ich LIEBE klare Worte, klare Standpunkte und scharfe Worte.
MEHR!!!
Küsschen vom johnson!
:)
@ lana: gute Antwort!
5 März 2008
lana74 ohhhh… superbambi hat seine meinung wieder gelöscht…. na auch gut….. hatte ihm noch eine nette mail geschrieben (wirklich nett!) ... entweder hab ich überzeugt, was ich nicht glaube ;-) oder aber das kleine bambi ist doch nicht so super und steht nicht zu seiner meinung!
naja, wünsche dennoch allem beteiligten ein schönes we und freu mich auf neue beiträge :-)
7 März 2008
Gingi Sushi Sashimi - Prenzlauer Berg
Rykestraße 45, 10405 Berlin
24.03.2008
(aktualisiert am 23.05.2008)
[Vorspann:
Es ist früher Abend. Ein Mann hat das Vergnügen, mit der Dame seines Herzens durch den Kiez zu schlendern. Nach einigen Straßenzügen melden sich die Mägen im Chor und züngeln nach Stärkung.
Dem Mann fällt ein, wie nett man ein paar Häuser weiter Sushi essen konnte. Man schnürt dahin, die Lippen schürzen sich bereits.
Die Tür geöffnet, ah, die wenigen Tische im kleinsten Suhis-Restaurant des Bionade-Spießermeier sind frei. Wie schön.
Und da ist auch schon der Chef, der einem zur Eröffnungszeit immer so schöne Geschichten erzählt hat! Ach! Das wird nett!]
- Hallo! Wie schön, daß Du Platz für uns hast!
- Du, ist alles reserviert.
- Aber, lieber Ginki, da steht überall 20:00 Uhr. Es ist doch erst 18:00 Uhr!
- Du, weißt Du, eigentlich bin ich gar nicht hier. Ich steh hier jetzt nur, weil, also selbst, weißt Du, ich mach Entwicklung … naja.”
Zwei Jahre nach dem ersten Sushi bei Ginki. Was für ein Phänomen: “Du, der Türke macht das beste Sushi!”
Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg, Ginki.
Ich geh erstmal wieder zum Olivaer Platz und setz mich an die Schiffchen. Vielleicht sollte ich versuchen, die Wohnung von den Albrechts am Lietzensee zu bekommen. Jetzt, wo Kata in Wien zu residieren pflegt. Da könnte ich auch unseren legendären Berliner Abendsalon wieder in seiner originären Location veranstalten.
Berliner Ensemble - Mitte
Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
02.04.2008
(aktualisiert am 06.04.2008)
Kann man nicht. Darf man.
Bürgers Moral Kapelle.
Amen.
.
Robert Wilson’s Inszenierung war schon super, keine Frage.
Alle anderen Inszenierungen haben mich an sehr humorvolle und dabei geistreiche Kindertheater-Inszenierungen erinnert.
Lustiger Zeigefinger für erwachsene Bürger.
(Versuch einer Standardisierung über Analogien:) Audifahrer sind heutzutage für das BE fast schon zu fortschrittlich. Der halbwegs erfolgreiche Mittelklasse-Mensch, der würde sich - in seine halbe Schale geworfen - dort sehr wohl fühlen. Also ab in den Mercer und vor die Bretter gestiegen! :)
Ich durfte selbst mal zwei Jahre lang in einem der besten Kindertheater seiner Zeit (Theater am Neunerplatz) für Thomas Herrmann arbeiten und habe diese Disziplin sehr schätzen gelernt. Im Berliner Ensemble allerdings wird diese Diziplin zur Kunstform erhoben. Zu einer überaus glattgeschliffenen und bemüht kreativen. Es wurde jedenfalls desöfteren nach einem erfrischenden Beginn und manch heiterem Regiemätzchen sehr quälend.
Ich finde, Peymann und Castorf dürfen in der nächsten Spielzeit mal Pfadfinderlager betreuen.
Hach? Nicht über einen Kamms scheren, es sind doch die einzelnen Inszenierungen?
Ja. Doch.
Dennoch.
Der Faden läuft vom Fischkopf aus ins Labyrinth.
MrMiddle Stimmt! Das ist wirklich ärgerlich.
..
Und die tollen Punkte sind auch weg!
Und die Credits, mit denen man sich in Berlin - nach ein paar ganz guten Angeboten - den kompletten Popo - rundum ! - pudern könnte!
Menno!
2 April 2008
Centre Pompidou - Beaubourg
Place Georges Pompidou, 75004 Paris
28.03.2008
Der Raumschiff-Traum einer ganzen Künstlergeneration!
Hier steht er, gegossen in Stahl und Glas, bestückt geschmückt mit rollenden Treppenkaskaden, verzaubert durch transparentes Tunnelgleiten, lockert den Geist mit Wasserpuppen reiten.
[Schwadronieren hat er wohl gelernt, das sollte man ihm lassen. Wer wills denn auch schon haben.]
Nicht zu vergessen, es wäre vermessen, das weitsichtige Dachgeschuss mit der fabulösen Möglichkeit zum Cafégenuss.
[Jetzt reimt er auch noch… Ächzz.]
Die Puppen von Niki, der heiligen Falle, der bunte Tanz der Objekte im flachen Wasser vor den Toren des Raumklotzes, das ist gelungene Eröffnung. Die Akrobaten inszenieren ihren jähen, bisweilen zähen Jahrmarkt dazu. Und so gleiten wir vom Spektakel ins weltliche Tabernakel der einst heiligen Kunst.
[Man bringe ihm einen Schrank für seine Metaphern. Oder ist das schon heilbar?]
Einen passenderen Ort für die Entdeckung der Arte-Fakte des späten 20. Jahrhunderts kann ich mir nicht vorstellen.
Die Ausstellungen sind sehr unterschiedlich in ihrer erlebnishaften Ausrichtung. Die interaktiven, großzügigen, verspielten bereiten mir immer die größte Freude.
Aber selbst ohne Kunstgestuss an der Nuss lässt sich hier ein glanzvoller Vor- oder Nachmittag verbringen.
[Soll ich da meinen Raumanzug mitnehmen? Dazu sagt er natürlich nichts.]
lepalmier Kohärenz zur Jetztzeit:
http://www.qype.com/place/73916
Schön, dass dieser Ort bei Qype als Sushi Restaurant geführt wird… ;-)
28 März 2008
MrMiddle Klingt spannend! Schöner Hinweis.
Wer von uns als nächster dort ist, möge sich eine größere Platte Sushi aus dem Supermarkt mitnehmen und sie dort ostentativ verschlingern. Bestenfalls mit Wasabi-Fingern tunkend Schmatz.
Das ganze stelle sie/er dann auf SchmuhTube!
28 März 2008
Kumpelnest 3000 - Tiergarten
Lützowstr. 23, 10785 Berlin
24.03.2008
(aktualisiert am 28.03.2008)
Einsamer Frauenheld und Anwaltsfreund im Jean Paul Belmondo-Look schleppt die zukünftige Freundin vom Poems-for-Leila-Sänger hier ab. 1992. Anwaltsfreund prügelt sich mit Araber darum, wer die meisten Wodkagläser an die Wand werfen kann. Über die Köpfe aller Pogotanzenden. Sylvester 1993. Big J. geht schnell vor auf die Potze und holt sich Weißes und Braunes, um es uns dann auf der Toilette anzubieten. Zwischen 3 Zivis. Ostern 1994. Herr “Kryptischon” kuschelt mit dem nahezu tauben Barmann und verteilt dabei die leckeren Mitbringsel an die willigen Abiturientinnen aus Dresden. Wenig später liegen wir zu acht in seinem Bett. (Natürlich ist das nackte Nichts passiert.) 1995. Ich liege mit vier anderen fast nackt am Boden und tanze um den niemals letzten Whiskey Sour. Fasching 1996. Ich weiß auch nicht. Da kann man dann immer hin, wenn sonst gar nichts mehr geht. Sich prügeln, Herumficken, Tanzen, Lachen, Hafenbar.
MrMiddle Helfe ich Mutti dabei, eine anständige Bürgerin zu werden, um die restlichen Fetzen einer wahrhaft zerfetzten Existenz noch zu einem Berberteppich zu verweben. Manchmal führe ich Mutti dann dahin, um ihr zu zeigen, wo ich hergekrochen komme. Dann gehen wir ins Operncafé und besingen gemeinsam die verbliebenen Bandscheiben.
24 März 2008
travellers lodge - Daressalam
India Street, Bagamoyo, Dar es Salaam
25.03.2008
(aktualisiert am 27.03.2008)
Frank hat sich mit einem Hanomag über Ägypten nach Afrika aufgemacht. 1983. Hat jahrelang gekifft, gefi… llte Fisch gegessen und das gemacht, wovon Kinder reicher Eltern nun mal so träumen. Der Fast-Kaufhaus-Erbe und Aktionär machte dann 1992/93 ganz entspannt eine Lodge auf. Auf einem Grundstück, dass er für 20 $ erwerben konnte. Mit seinem Kumpel.
Jetzt ist es ein nettes Hüttendorf am Strand geworden und außerhalb der Saison kann man gute Deals mit den Kapitalismus-Freaks machen.
Guter Freund, harter Mann und heißer Hippie grüßt den Rest der Welt. Aussteiger baut sich ein eigenes Leben auf. Bei ihm treffen sich seit Jahren die Afrikaner, um bei Hummer und Fischplatte mit den Gesandten der GEZ über den Hunger der Welt zu reden. In adidas-Anzügen mit Goldkettchen. Auf Kosten der Entwicklungshilfe, versteht sich.
In der Nähe befindet sich das Bagamoyo College of Arts. Laut Frank der beste Ort “zum Springen, Tanzen und Pfeifen mit Federn im Arsch”.
Schöner Strand! Etwas flach, dafür bewacht.
“Als Gast kommen, als Freund gehen.”
Mehr muss hier nicht geschrieben werden, denn im Gegensatz zu sonstigen Hotelinfos ist die Website der Travellers Lodge informativ, hilfreich und “echt”.
P.S.:
Schutzimpfungen nicht vergessen!
Malariamedikamente gibt’s für einen Bruchteil dessen, was sie hier kosten würden, in der Missionskrankenstation um die Ecke. Ansonsten ziehe ich Bekleidungsanpassung (langärmlig/-hosig ab Dämmerung) und Schutzlotion (die Französische! / hier verboten) dem Prophylaxe-Cocktail vor.
Hilfsarbeiter “Ver-rückt” hat wohl mit “ver-rücken” zu tun …? “Mzungu”, der nach Afrika ver-rückte Mensch? Zungu-seltsam, einerseits, andererseits irgendwie folgerichtig, mit diesem Begriff dann allgemein einen Menschen heller Hautfarbe zu bezeichnen. Sprachen leben eben …? Ob ich das wohl richtig kapiert habe? ... ;oD
29 März 2008
Wohnzimmer - Prenzlauer Berg
Lettestraße 6, Helmholtzplatz, 10437 Berlin
26.03.2008
Meine Damen und Herren, treten Sie näher, teeren Sie hinein, kommen Sie ran.
Das beste Beispiel für die Verblödung unseres Bezirkes durch Dorfmopoliten, inklusive der durch sie geführten, witzigen Ping-Pong-Gespräche bei den Tischtennis-Platten “gegenüber”.
Das “Ich leg mich mal lang”-Sofa, die Photohüllen-Getränkekarte (drei davon hab ich gemopst vor Jahren), die lauen Nächte Mitte der Neunziger, ach, ... WAR DAS SCHÖN.
Ich Greis, ich gefühlter 100-jähriger Trottel.
Wieviel grenzdebiler müsste ich denn da noch werden? Dass ich da noch etwas erwarte, von dem Laden? Dass ich auch nur einen Anflug von einem Gedanken daran verschwenden könnte, in diese Kaschemme zu gehen, in der Hamburger Bravudenten Mutti zeigen, wie man im wilden Berlin studiert.
Soviel kann man garnicht Wohnen, wie man da Zimmern möchte.
Aber bitte. Ich versuche ja auch nicht, das erste WMF in der Ruine Stadtmitte beim Friseur um die Ecke zu finden. Um mich dann zu wundern, dass die Schuttkeller-Cachaca-Bar verschwunden ist.
Der Laden ist schlicht in den 90ern stehen geblieben. Was nicht weiter schlimm oder schön ist. Aber mit der Masse an Bübchens und Törtchens aus der “Raised in a Bubble World”-Maschinerie …
Dann schon lieber Hermann Hesse lesen.
In zehn Jahren kann man dann über das Wohnzimmer schreiben, wie heute über das Schwarze Café.
Euer Steppenwolf.
Heuuuuuul Huuuuu-huuuuu!
(Harr harr :)
lepalmier Da schwingt zwar gefährlich viel “früher war alles besser” mit, aber dennoch ein treffend beschriebener Ist-Zustand. “Man muss immer weiter” sprach die Bohème und zog von dannen…
27 März 2008
MrMiddle Das ist so verdammt TRAGISCH, aber DU hast leider recht. Da gibt es nichts zu zucken, das schwingt da mit.
Dein Schlusswort jedoch trifft den Zustand: Die Karawane muss in einer Großstadt immer weiter ziehen. Manchmal ziehen auch die Massen vorüber, dann kann man bleiben oder wieder hin gehen. Siehe Kumpelnest, Ankerklause, eka usw.
27 März 2008
- Prenzlauer Berg, Berlin 13 Beiträge
- Mitte, Berlin 10 Beiträge
- Friedrichshain, Berlin 4 Beiträge
- Tiergarten, Berlin 3 Beiträge
- Charlottenburg, Berlin 1 Beitrag
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- Daressalam 1 Beitrag
- Beaubourg, Paris 1 Beitrag
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- Kreuzberg, Berlin 1 Beitrag
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