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Friedrichsstraße 36, im Hölkschen Haus, 34117 Kassel
Sancho
am 22.06.2009
Bei meinem letzten Besuch in Kassel wohnten wir ziemlich weit außerhalb, da war das Ausgehen eine Angelegenheit, die gut geplant werden wollte. War das beim Thailänder noch einigermaßen leicht gewesen (die Qype-Beiträge ließen eigentlich kaum Zweifel bei der Restaurantwahl zu), so war der zweite Abend schwieriger. Tagsüber waren wir irgendwo vorbeigefahren, was freundlich und südamerikanisch aussah, bloß: wie hieß es denn? Und wo genau war es gewesen? Wir mußten die Idee aufgeben, aber die Wahl war getroffen: es sollte ein Lateinamerikaner sein, oder wenigstens Spanier.
Was tun, wenn man in einer fremden Stadt ist und gerne ausgehen möchte? Genau, man befragt Qype. Das empfahl uns gleich die Casa Colombiana. Dummerweise versagte an dieser Stelle Google Maps: es findet ums Verrecken nicht die Friedrichstraße in Kassel, sondern bietet sicherlich schöne Orschaften wie Trendelburg oder Wolfhagen an, die aber ja doch nicht in Kassel liegen. Frustriert mußten wir auf die erste Strategie zurückgreifen: durch die Gegend fahren und hoffen, daß man per Zufall die Kneipe wiederfand.
Nach einer Weile stellte sich das Glück ein: da drüben, war das nichg die Kneipe? Schnell mal um die Ecke fahren und einen Parkplatz suchen. Es findet sich einer, und gleich daneben ist ein Parkscheinautomat mit der Bezeichnung: Parkscheinautomat Friedrichstraße. Friedrichstraße? War das nicht die Straße gewesen, die über Google Maps nicht zu finden war? Das war sie.
Es stellte sich heraus: der Zufall hatte uns sowohl zur gesuchten Kneipe als auch zur von Qype empfohlenen, die glücklicherweise ein und dieselbe waren. Da mußten wir natürlich rein.
Das war auch ein guter Treffer: in angenehmer Atmosphäre mit leicht rustikaler, aber nicht überladener Dekoration saßen wir bequem am Tisch und wurden freundlich und prompt bedient. Das Essen war lecker, wenn auch wir Schwierigkeiten mit der Auswahl hatten, alles klang appetitanregend und leicht exotisch. Die Portionen waren groß, und da wir zuviel bestellt hatten, blieb leider einiges auf dem Teller. Das lag aber nicht am Geschmack! Auch die Preise fand ich in Ordnung, und alles in allem war es ein gelungener Abend in einer Location, die ich gerne weiterempfehle.
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P.S. Eben habe ich das Geheimis der Friedrichsstraße gelüftet. Ja, richtig gelesen: Friedrichsstraße, mit Bindungs-s. Ohne diese fand Google Maps die Straße nicht (der angezeigte Kartenausschnitt hier bei Qype war lustigerweise aus Wolfhagen). Eben habe ich die Straße richtig angegeben, und Bingo! Die Anzeige ist sofort an der richtigen Stelle.
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Wollenweberstr. 37, Ecke Kehrwiedergasse, 31134 Hildesheim
Sancho
am 14.06.2009
In Hildesheim kenne ich mich ja nicht aus, und so ließ ich mich durch die schöne Innenstadt führen, mir dies und das zeigen und mir die zugehörigen Geschichten erzählen. Als wir am Kafenion vorbeikamen, hieß es gleich, da müßten wir rein, obwohl es wahrscheinlich schon zu hätte.
Hatte es nicht. Zwar war es kurz vor Feierabend, aber die Besitzerin, eine kleine, ältere Dame voller Energie, lud uns ein, uns doch zu setzen und was trinken. Tatsächlich, es gab keinen Latte Macchiato, aber die Alternative war wesentlich besser: auf dem Herd vor uns köchelte dicker, fast möchte man sagen schwerer Kakao, der mich sofort überzeugte.
Auf dem iPhone entdeckten wir Raineros Beitrag über das Kafenion, und wir fanden es so nett geschrieben, daß wir es der Dame zeigen wollten. Für sie war es aber auf dem Display zu schwer zu lesen, und so fand ich mich mitten in der winzigen Küche wieder und las den Beitrag vor. Die Chefin wie auch zwei anwesende Gäste waren begeistert, fragten uns nach Qype und was das alles sei und freuten sich über die gute Bewertung. Es folgte eine sehr unterhaltsame, nette halbe Stunde, bei der ich mehr oder weniger sofort durchschaut wurde (ich wurde auf Spanisch angesprochen, obwohl ich nichts über meine Herkunft gesagt hatte), aufs Foto durfte und im Gegenzug versprechen mußte, den Beitrag auszudrucken und vorbeizubringen.
Letzteres habe ich leider noch nicht getan. Ich muß es unbedingt nachholen!
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Große Seestraße 53, 60486 Frankfurt am Main
Sancho
am 14.06.2009
Klein, aber oho, so möchte man dieses Restaurant beschreiben. Die Speisekarte ist übersichtlich und ziemlich fleischlastig, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muß. Mein Gericht, zwei Schweinesteaks mit Metaxasoße und Gemüsebeilage, hatte ich mir doch etwas anders vorgestellt, mit dem überbackenen Käse war mir das doch etwas gehaltvoll. Da es meinem Tischnachbar Appetit zu machen schien, tauschten wir kurzerhand, und dann war alles gut.
Die angebotenen Weine waren nicht unbedingt die allerfeinsten, aber bei den Preisen kann man sich nicht beschweren. Eine besondere Erwähnung verdient der Chef, der uns eine kleine Warenkunde gab; aus seinen Ausführungen konnte man eines entnehmen: seine Arbeit liebt er offensichtlich, und der Spaß, den er beim Einkaufen und Kochen hat, spürt man direkt bei den Speisen. Der obligatorische Ouzo hinterher wurde großzügig ausgeschenkt - auf Kosten des Hauses, versteht sich.
Hier komme ich gern wieder hin!
Die Qype City Night war in diesen Räumlichkeiten mal wieder ein voller Erfolg. Die Runde war wie immer sehr angenehm, und selbst leichte Irritationen mit einem nicht angemeldeten Gast konnten die gute Laune nicht verderben.
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Auedamm 20, Kassel
Sancho
am 04.06.2009
Zum zweiten Mal war ich in bester Begleitung in der Kasseler Orangerie, da mußte also jetzt endlich ein Beitrag her. Beim ersten Mal war es frühester Frühling, das Wetter gab also nicht soviel her, daß wir draußen hätten sitzen können (obwohl es da ein paar Unerschrockene gab, die sich von der frischen Luft nicht abhalten ließen).
Wir saßen also drinnen auf einer gut gepolsterten Bank und aßen eine Kleinigkeit (Flammkuchen, Salat) während wir uns unterhielten und die Zeit verstreichen ließen. Das kan man hier wunderbar, das Café ist leicht verwinkelt, so daß man “für sich” und doch mitten im Gewühl ist. Die Einrichtung ist die einer modernen Bar, eingebettet in dem alten Bauwerk, die hohen Räume schön beleuchtet und mit angenehmer Hintergrundmusik beschallt. Damals dachten wir, eigentlich sollten wir wiederkommen.
Beim zweiten Mal, an einem herrlichen, sonnigen Frühlingstag kamen wir zum Frühstück her. Diesmal natürlich draußen in der Sonne, während um uns herum sich Jogger und Fußballer austobten. Die Bedienung, ein schwuler, gestylter Kerl, war richtig gut drauf, bediente prompt und zuverlässig, hatte immer einen Spruch auf Lager und war überhaupt sehr freundlich und aufmerksam.
Die üppigen Frühstücksvariationen waren fast zu groß, ich mußte leider einiges zurücklassen. Das machte nichts, geschmeckt hat alles trotzdem sehr gut. Insgesamt kann ich hier guten Gewissens 5 Sterne vergeben und werde gerne nochmal wiederkommen.
Ach übrigens - die Qype-Suche zeit hier mal wieder ihre Schwächen: die Suche nach “Orangerie” in Kassel bringt sieben Treffer zu Gartenbedarf, Shopping und dergleichen, das gleichnamige Restaurant wird aber nicht aufgelistet :(
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Heßbergstr. 1, 34130 Kassel
Sancho
am 04.06.2009
Angelockt durch die guten Qype-Bewertungen gingen wir zum “besten Thairestaurant in Kassel” und wurden nicht enttäuscht. Die Atmosphäre ist sehr angenehm, ein altes Haus, das behutsam modernisiert und renoviert wurde, die thai-typische Einrichtung nicht zu überladen. Die Bedienung ist sehr freundlich und bemüht, sehr aufmerksam, immer mit einem Lächeln auf den Lippen.
Das Wichtigste ist natürlich das Essen, und da kann ich berichten, ich war sehr zufrieden. Alles, was wir probierten, schmeckte sehr gut, sehr frisch und würzig, der duftende Reis genau passend. Alles in allem ein sehr gelungenes Essen bei günstigen Preisen. Meine Empfehlung gebe ich gern!
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Rudolf Diesel Straße 5, Lohfelden, 34253 Kassel
Sancho
am 04.06.2009
Es war schlichtweg der Preis, der uns dazu brachte, das Motel One in Kassel auszutesten: schon auf der Website wirbt das mit dem schlichten aber klaren Motto “Übernachten ab 49.- Euro”. Die Verkehrsanbindung, mit “500 Meter zur Autobahn” als optimal gepriesen, erwies sich mehr als optimal: die besagten 500 Meter waren wahrscheinlich bis zur Anschlußstelle gemessen, tatsächlich liegt das Motel direkt an der Autobahn, also höchstens 50 Meter Luftlinie entfernt. Dank der guten Schallisolierung ist das aber kein Problem, bei geschlossenem Fenster hört man weder die Autobahn noch den direkt vor dem Fenster werkelnden Bagger. Man könnte also meinen, die Erbauer kümmerten sich um den Lärmschutz, aber das gilt offenbar nur für den Lärm, der von draußen kommt. Die Geräusche von den Nebenzimmern hingegen werden laut und deutlich übertragen, so daß man über sämtliche Aktivitäten und Befindlichkeiten der Nachbarn bestens informiert ist.
Eine Baustelle vor dem Haus, eine Autobahn dahinter: die Lage ist nicht wirklich einladend. Das gesamte Industriegebiet in Lohfelden wirkt, als sei es noch im Entstehen, und selbst der Autohof ist noch nicht fertiggestellt - sogar die McDonald’s-Filiale, nagelneu und ziemlich einsam inmitten einer Baustellenlandschaft, wirbt mit einer Leuchtreklame, die provisorisch auf einem Autokran aufgestellt ist. Optimistisch gesagt, hier ist massig Zukunftspotential. Das Gute daran: hier ist auch ein McCafé untergebracht, in dem man als Motelgast auch gern frühstücken kann und auch sollte.
Die Einrichtung des Motel One könnte überzeugen. Alles ist erkennbar kostenbewußt aufgebaut und dennoch überraschend angenehm: freundliche Farben und Muster, karge, aber geschmackvolle Möblierung, beste Ausnutzung des Raumangebots. Hier könnte man sich wohlfühlen. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, macht die relativ große Entfernung zur Kasseler Stadtmitte nicht viel aus, und hier draußen bietet es sich an, die Gegend mit dem Fahrrad zu erkunden. Hinter dem Haus sind einige Parkplätze, vor dem Haus stehen ein paar verlassen aussehende Stühle - einladend ist die Lage ja nicht unbedingt. Im Eingangsbereich ist ein Aufenthaltsraum untergebracht, der morgens zum Frühstücksraum umfunktioniert wird.
Der größte Kritikpunkt ist aber die fehlende Servicementalität des Personals. Zunächst einmal muß man beim Einchecken den Preis für den gesamten Aufenthalt bezahlen, wogegen zwar nicht direkt was einzuwenden wäre, aber dennoch recht ungewöhnlich ist. Das Frühstück, das für 6,50 Euro angeboten wird, kann man bis spätestens 10 Uhr zu sich nehmen. Das erfährt man aber erst auf Anfrage, denn ein Hinweis darauf fanden wir nirgends. Als wir um 5 vor 10 fragten, ob wir noch frühstücken konnten (wir hatten das am Vortag nicht gebucht), wurden wir erst entgeistert angeschaut, dann hieß es: Dann frühstücken Sie halt. Geht eigentlich nur bis 10. Dabei war das Buffet noch aufgebaut, und als wir etwas gehetzt Kaffee und Brötchen zu uns nahmen im Bewußtsein, eigentlich nur geduldet zu werden, trafen die Hotelangestellten an, die ihrerseits frühstücken wollten, und bedienten sich vom gleichen Buffet. Da hätte ich mir ein Lächeln gewünscht, eine kurze Erklärung, daß das Frühstück eigentlich nur bis zehn serviert würde, aber daß es gar kein Umstand sei, denn das Buffet bleibe sowieso für die Angestellten aufgebaut, und wir sollten in Ruhe unser Frühstück genießen. Statt dessen dieser Blick, der uns am nächsten Tag direkt zum McCafé um die Ecke trieb.
Alles in allem also ein schlüssiges Konzept, das in Sachen Kundenfreundlichkeit durchaus ausbaufähig wäre. Ich würde etwas zwischen zwei und drei Sterne vergeben, belasse es aber bei drei, weil ich einen freundlichen Tag habe.
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Hamburg
Sancho
am 27.02.2009
Habe für diesen nicht kategorisierten Platz eben die Kategorie Kinder/Spielplätze und Kindergärten vorgeschlagen.
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Domstr. 4, 60311 Frankfurt am Main
Sancho
am 09.02.2009
Was für ein Laden!
Schokoladenfachgeschäfte sind nu seit einiger Zeit Mode geworden. Hat man ein paar besucht (wie z.B. hier ), kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es doch ein paar Großlieferanten geben muß mit einem Standardsortiment, das legt zumindest die Auswahl und die räumliche Nähe einiger Sorten in der Auslage nahe.
Das Bitter & Zart nimmt aber schon eine Sonderstellung ein, da es erstens eines der ersten Geschäfte dieser Art war und zweitens eine enorme Vielfalt bietet, die weit über das von mir vermutete Standardsortiment hinausgeht. Hier gibt es alles Mögliche: Schokolade für Puristen (die gute 90% von Valrhona für über 9 € / Tafel), Schokolade für traditionalistische Leckermäuler (Mandel/Vollmilch-, Haselnuß-, Nougat- oder Weiße Schokolade), etwas für Verspielte und Experimentierfreudige (Kirsch/Chilischoten, Grüner Tee), sogar Problemkäufer kommen auf ihre Kosten (laktosefreie Schokolade mit Schafsmilch). Dazwischen natürlich alle möglichen Abstufungen, fruchtige, nussige Sorten, gewürzte, fettige, alkoholhaltige, süße und sogar zuckerfreie Schokosorten habe ich gesichtet.
Zusätzlich gibt es unzählige Schokoladenprodukte, die über die bloße Tafelform hinausgehen: Riegel, Konfekt, Pralinen, schokolierte Mandeln, Ingwerstücke und Orangenstäbe, Kakaopulver in großer Auswahl aus aller Welt; dazu Schokoladenbrotaufstriche (mir ist ein belgischer Brotaufstrich aus Karamell mit gesalzener Butter mit Äpfeln und einer bestimmten Biersorte aufgefallen). Ich habe mich lange und ausgiebig umgesehen, aber ich glaube nicht, daß ich hier die ganze Vielfalt wiedergebe. Es ist der Wahnsinn!

Die Dekoration verdient eine besondere Erwähnung. Hier ist alles verspielt, überladen, fast dekadent. Ein großer Pfau dominiert den Eingangsbereich, es gibt einen großen Spiegel über eine kaminartig angelegte Heizung, viele Regale, Tische und zwei Theken.

Die Lampen haben einen 50er-Jahre-Touch, der zur Wendeltreppe im hinteren Bereich paßt; überall sind silberne Schalen, schön geformte Gläser und wechselnde Dekoration; jetzt z.B. dominierte der kommende Valentinstag mit thematisch passender Auslage. Meine Bilder geben nur einen unvollständigen Eindruck, da ich leider meine Kamera nicht dabei hatte und sie mit dem Handy aufgenommen habe.

Natürlich ist das alles nicht billig. Wir hatten ein 15-Euro-Geschenkegutschein einzulösen, mit dem wir nicht allzu weit kamen. Die obligatorische heiße Schokolade am gemütlichen kleinen Tisch haben wir trotzdem sehr genossen.

Zusammenfassend kann ich mich nicht dazu durchringen, den Laden uneingeschränkt zu empfehlen. Die Suchtgefahr ist einfach zu hoch!
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1-11 Baches Street, Karen House, London N1 6DL
Sancho
am 22.01.2009
Ich bekenne hiermit: ich bin ein Last-FM-Junkie.
Das hat verschiedene Gründe. Zum einen die unglaubliche Fülle: hier findet man aktuelle Tracks und uralte, bereits vergessene; man findet kommerziellen Mainstream und obskure Raritäten, es sind so gut wie alle Musikrichtungen vertreten, und zwar aus aller Welt. Ich gehe nicht soweit zu behaupten, man würde hier “alles” finden, denn es gibt wohl aus lizenzrechtlichen Gründen durchaus spürbare Lücken, aber die Auswahl ist dennoch beeindruckend.
Ein zweiter Punkt ist das ziemlich treffsichere Vorschlagsystem. Wenn man ein Musikstück anhört, werden daneben “ähnliche” aufgelistet, und meist lohnt es sich, diese anzuhören, wenn man sie nicht eh schon auf seiner Liste hat. Das System lernt dazu; wenn man ein Stück mag, kann man es durch einen Klick als Lieblingslied deklarieren bzw. von der Liste bannen. Mit der Zeit ergibt sich eine fast gespenstisch gute Auswahl: hört man die vorgeschlagenen Stücke als “Radio”, so kommt fast nichts, was man nicht gerne mag - ein Traum.
Was mich aber vollständig von Last.FM überzeugt ist, daß es der Art entspricht, die ich auch sonst Musik auswähle. Wenn ich etwas höre, dann möchte ich wissen, wer das spielt und was er noch gespielt hat, wer das Stück komponiert hat, wer mitspielt, usw. Die Mitwirkenden sind dann für mich interessant, und oft habe ich so die eine oder andere CD von mir bislang unbekannten Künstlern gekauft, weil sie eben in Relation zu einem anderen standen. Hier hat Last.FM eine ihrer besonderen Stärken: zum einen eine große Sammlung Hintergrundinformationen, die wie Wikipedia ständig von den Usern oder den angemeldeten Künstlern selbst erweitert werden. Zum anderen die Möglichkeit, die verwandten Künstler direkt anzuhören und von dort wiederum deren Hintergründe zu erfahren.
Es gibt übrigens eine sehr schöne Anwendung für das iPhone bzw. iPod touch. Sie bietet eine komfortable Oberfläche mit all den Merkmalen, die ich genannt habe inkl. der Hintergrundinfos in Klickweite. Zusammen mit der Stereoanlage oder einem Radiowecker mit iPod-Connector läßt das für mich kaum Wünsche offen. Wie gesagt, ich bin angefixt.
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Hanauer Landstr. 24, 60314 Frankfurt am Main
Sancho
am 19.01.2009
Nicht jeder möchte gern abgelichtet werden. Oft ist man abgelenkt, beschäftigt, ja abwesend und hat nicht die Muße, sich um sein Aussehen oder den Eindruck zu kümmern, den man bei seinen Mitmenschen hinterläßt. Andererseits sind vielleicht gerade diese Momente am persönlichsten, weil sie einen nicht so zeigen, wie man selbst gesehen werden möchte, sondern wie man tatsächlich ist.
Der Stadtfotograf greift dieses Dilemma auf, indem er im Ungewissen zugreift. Für ein relativ geringes Entgelt (die Preise sind fest und richten sich nach einer öffentlich aufgelisteten Staffel) erstellt er ein Foto, das man getrost in der Kategorie Schnappschuß einordnen darf. Dabei nimmt er sein Modell vor einer ziemlich fest stehenden Kulisse auf, die leichte Variationen eines an sich immer gleich bleibenden Motivs aufweist.
Das Modell wirkt dabei überrascht, ja man möchte fast sagen: ertappt, und genau dieses ist die Eigenschaft, die den Fotografen auszeichnet: die Authentizität. Es gibt keinen zweiten Versuch, nur der eine Schuß zählt, und der muß gelten. Der Rest ergibt sich aus den Umständen des zufällig gewählten Moments.
Der Service ist komplett. Das entstandene Bild wird dem Modell nach Hause geschickt, im Kuvert mit einem Begleitschreiben, das die Umstände der Aufnahme und die Interpretation des Fotografen darlegt. Für die Bezahlung wird ein Überweisungsformular beigefügt. Das Bild dokumentiert für die Nachwelt einen selten flüchtigen Moment und ist daher unbedingt sein Geld wert.
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