Beiträge von SasaKia
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Meinbrexener Straße 2, 37699 Fürstenberg
SasaKia
am 11 Juli 2011
(aktualisiert am 24 September 2011)
Auf dem Weg von der Jugendbildungsstätte, wo ich mich auch dieses Jahr wieder mit ein paar Freunden getroffen hatte, bin ich mit einem Bekannten beim Werksverkauf eingekehrt!
Schon letztes Jahr, als wir an der Manufaktur vorbeifuhren, kam uns die Idee hier mal reinzuschauen. Doch mein Liebster, der eigentlich auch total auf schönes Porzellan steht, hielt nichts von dieser Idee. Denn er war einfach nur müde und sah die lange Fahrt nach Hamburg noch vor sich… So wollte er verständlicher Weise einfach nur nach Hause.
Dieses Jahr war ich Fahrgast von unserem damaligen Mitfahrer. So nutzten wir die Gunst der Stunde und machten kurz bei der Porzellanmanufaktur halt.Diese befindet sich in einem alten Jagdschloss an der Märchenstraße im Weserbergland und ist in Europa die zweitälteste Manufaktur ihrer Art, die sich noch in Betrieb befindet.
Der Verkaufsraum ist sehr angenehm und ansprechend gestaltet, das Personal freundlich und hilfsbereit.
Während unseres Besuchs, bot eine lokale Confiserié Schokolade und Marzipan-Rosen aus eigener Herstellung an. Diese gab es dann auch hübsch verpackt als kleine Präsente mit Fürstenberg-Porzellanschälchen zu kaufen. Daneben bot sich die Gelegenheit einer Porzellanmalerin bei ihrem Werk zuschauen, wie sie formvollendet filigrane Rose auf einen Teller auftrug.
Vorbeischauen lohnt sich! Denn teilweise liegt das weiße Gold bis zu 30% unter der unverbindlichen Preisempfehlung. So habe ich mir letztendlich eine schöne große Vase für 50 Euro mitgenommen. Das war ein wirklich gutes Schnäppchen. Denn dem Preis sind für dieses wunderbare Porzellan keine Grenzen nach oben gesetzt. So wunderte es mich am Ende nicht mehrere kleine Milchkännchen im Wert von knapp 200 Euro gesichtet zu haben, die nur einen Mini-Bestandteil von einem Tafelservice bilden. Vieles ist hier mit echtem Blattgold handverziert, was somit seinen berechtigten Preis hat.
Kunstvoll bemalte Figuren um die 2.000 Euro mit entsprechend hohem Sammlerwert zieren die Verkaufsvitrinen und zum kostbaren Tafelservice darf natürlich die entsprechende Tisch-Dekoration nicht fehlen, welche es hier ebenfalls zu erstehen gibt.
Mir hat der kurze Ausflug zum weißen Gold sehr gut gefallen. Und, wer weiß, vielleicht bekomme ich meinen Freund doch noch dazu hier hineinzuschauen? Denn eigentlich mag er, wie eingangs erwähnt, sehr schönes Porzellan und ein gutes Service fehlt uns noch. Ich komme jedenfalls gerne wieder!
______________________________________________________Update:
Sogar schneller als gedacht! Knapp zwei Monate nach Besuch des Werksverkaufs war ich erneut dort. Nur dieses Mal in Begleitung meines Freundes. Denn wir befanden uns gerade auf der Rückreise von einer Hochzeit in der Jugendbildungsstätte. Ja, Hochzeiten gibt es dort auch! Genauso wie im Schloss Fürstenberg, wo sich die gleichnamige Porzellanmanufaktur befindet.
Dieses Mal ging es ins Museum und verglichen mit dem Eintritt anderer Museen ist der Preis von 5 Euro sehr fair!
Der Rundgang beginnt in einem Vortragssaal, wo ein wirklich interessanter Film über die Manufaktur und seinem Herstellungsverfahren in der Werkstatt gezeigt wurde. Hier erfuhren wir unter anderem, dass es sich bei der landschaftlichen Bemalung um regionale Motive Fürstenbergs handelt. Kein Wunder, denn das Jagdschloss, selbst wunderschön von Innen und Außen anzusehen, liegt oberhalb der Weser und bietet eine unglaublich schöne Aussicht aufs Tal. Wiesen und Wälder, Hügel und Berge, alles sah hier sehr malerisch aus.
Nach dem Film ging es in eine Sonderausstellung über den Mops, der nicht nur auf Fürstenberger Porzellan abgebildet wurde. Denn hier fanden wir auch Exponate anderer Hersteller, wie zum Beispiel Meissen, vor. Das war alles sehr interessant gestaltet, obwohl die einstige Moderasse, nicht zu meinen Lieblingshunden zählt. Aber das ist Geschmackssache und darüber lässt sich bekanntlich immer streiten. Sonst wäre es ja langweilig…
Im Anschluss an die Mopsausstellung gelangten wir in die „offene Werkstatt“, wo die im Film gezeigten Produktionsschritte noch einmal anschaulich dargestellt wurden. Hier gab es keine Chance zum unauffälligen durchschreiten… Schon gleich wurden wir mit den Worten, „Sie sehen so aus, als ob Sie das auch gerne selbst ausprobieren möchten…“ , zum Porzellanritzen angesprochen. Ich muss gestehen, dass ich mich für etwas grobmotorisch halte und so ließ ich meinen Liebsten vor, der schon ein wenig begabter bei solchen Dingen ist. Schließlich liebt er es zur Entspannung kleine Miniaturen zu basteln und zu bemalen. Wenn das nicht die perfekte Voraussetzung ist?Konzentriert ging es hier also an die Sache. Denn wer möchte sich schon gerne verhauen bzw. verritzen?
Als wir das Atelier verließen, kamen wir in Bereiche, wo uns die Tischkultur unterschiedlicher Epochen nahe gebracht wurde. Die meisten dort ausgestellten Dekors und Formen befinden sich noch heute im Sortiment und sind so unter anderem im zugehörigen Werksverkauf zu finden. Einziger Wermutstropfen: Es wird längst nicht mehr alles von Hand bemalt. Lediglich die Gold- und Platinveredlungen werden selbst aufgetragen, wie uns am Ende das sympathische Shoppersonal verriet. Denn heutzutage ist kaum ein Kunde mehr bereit soviel Geld für ein kunstvoll verziertes Service zu zahlen. Lediglich Teller mit Wappen, zu Geburten, Hochzeiten und sonstigen Anlässen werden als Auftragsarbeiten an Porzellanmaler aus der Region vergeben. Daher ist das Gro des Fürstenberger Porzellans mit einem qualitativ sehr hochwertigen Siebdruck versehen, der die Muster der alten Porzellankunst perfekt widerspiegelt.Als ich mit meinem Liebsten den Laden verlassen wollte, gab es draußen einen extremen Wolkenbruch. So drehten wir lieber eine weitere Runde durch die Regale, mit dem Fazit, dass wir uns am Ende ein vollständiges Frühstücksservice sowie ein, zwei zusätzliche Kleinigkeiten gekauft haben… Der Abstecher hierhin hat sich mal wieder gelohnt!
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Am Schullandheim 1, 37699 Fürstenberg
Jugendbildungsstätte Fürstenberg - Mittelalterdorf Bokenrode
SasaKia
am 6 Mai 2010
Vergangenes Wochenende sind wir dem Lockruf des Goldes (Titel eines Live Rollenspiel-Events) gefolgt und zur Jugendbildungsstätte Fürstenberg im Weserbergland gefahren.
Die Einrichtung hat wirklich spannendes zu bieten... Denn hier gibt es tatsächlich eine Zeitmaschine!
Wer das nicht glaubt, überzeugt sich am Besten selbst von dem Mittelalterdorf „Bokenrode“.
Dieses befindet sich direkt auf dem Gelände der Jugendbildungsstätte.
Hier gibt es ein Backhaus, eine Schmiede, Wohn-Ställe und zwei Tavernen (eine im Dorf und eine im Wald). Das Ambiente ist einfach unglaublich schön und lässt einen leicht in längst vergangene Zeiten eintauchen.
Gruppen (z.B. Schulklassen) werden handwerkliche Fertigkeiten wie Brot backen, Schmieden, Weben und Töpfern beigebracht sowie Lagerfeuer (ohne moderne Hilfsmittel) zum Grillen entfacht. Das ist Geschichte live!
Selbst zum Ritter kann man sich hier schlagen lassen. Ein besonderer Spaß für Groß und Klein! Denn das Angebot beinhaltet Bogenschießen, Schwerttraining, Axt- und Speerwerfen, Waffenkunde sowie Rüstungskunde. Während eines längeren Aufenthaltes hat man zusätzlich die Möglichkeit sich in diesem Rahmen sein Ritterschild zu bemalen und ein eigenes Kettengeflecht herzustellen.
„Bokenrode“ entstand In der Zeit von 2004 bis 2008 im Rahmen eines Qualifizierungsprojektes der Agentur für Arbeit an der unter anderem auch die Europäische Union beteiligt war.
Es bietet die perfekte Location für Mittelalter-Märkte und Live Rollenspiel-Events!Aber auch als Trainingslager für Sportmannschaften ist die Einrichtung bestens geeignet. Denn hier gibt es einen sehr großen Sportplatz und eine eigene Sporthalle.
Die Region Weserbergland bietet darüber hinaus viele interessante Sehenswürdigkeiten (Deutsche Märchenstraße, Kloster, Schloss und Porzellanmanufaktur Fürstenberg), die von der Einrichtung sehr gut zu erreichen sind.
Übernachtet wird in einem sehr netten Gebäude aus den 70er Jahren. Es gibt dort insgesamt über 60 Betten in Einzel-, Doppel, Fünfer-, Sechser- und Siebener-Zimmern. Auf jedem Zimmer gibt es ein kleines Waschbecken und eine eigene Dusche. Allerdings, ist diese im Raum freistehend und somit leider sehr gut von den Zimmergenossen einsehbar. Bis auf diesen einzigen kleinen Kritikpunkt ist die Jugendbildungsstätte Fürstenberg wirklich ausgezeichnet. Denn traumatisiert vom Essen der Jugendherbergen meiner Schulzeit, war ich hier besonders positiv über das hervorragende Angebot und die gute Qualität der Küche überrascht. Alles war durchgehend lecker!
Hier fühlt man sich einfach wie zu Hause! Und, das liegt mit Sicherheit auch an dem sehr netten und äußerst zuvorkommenden Personal.Die Übernachtungspreise liegen zwischen 11,30 Euro (für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) und 14,10 Euro (für Erwachsene) und bieten somit ein extrem gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Fazit:
Die Jugendbildungsstätte Fürstenberg ist mit ihrem Mittelalterdorf nicht nur einmalig, sondern auch unvergesslich! Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr, wenn wir wieder in dem Hause Gast sein dürfen.

Alle 8 Kommentare anzeigen
burgosschnecke @jürgenehre: Bauscher-Hotelporzellan findest Du überall auf der Welt! Soweit kannst Du gar nicht reisen – oder warst Du schon mal in Dubaj? Jedenfalls hast Du Deinen edlen Zinken 100 % schon mal über einen Bauscher-Teller gehalten, da gehe ich jede Wette ein.
3 Oktober 2011
jurgenehre Richtig gerochen, liebes Schneggchen! bravo!
4 Oktober 2011