Ich bin Uptownboy aus Berlin. Ich bin Qyper seit dem 04.08.2011
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Profil von Uptownboy
Tempelhof Trattoria Toscana - Tempelhof
Tempelhofer Damm 104, 12099 Berlin
15.02.2013
Die Trattoria Toscana liegt unmittelbar nördlich des S- und U-Bahnhofs Tempelhof gegenüber dem Haupteingang zur Parkanlage auf dem ehemaligen Flughafengelände. Das Innere des Restaurants ist einem toscanischen Landgasthof nachempfunden. Wer mit dem Auto kommt, findet am Tempelhofer Damm oder in der Manfred-von-Richthofen-Straße einen Parkplatz. Auch in der Woche ist zur Abendzeit in jedem Fall eine Reservierung empfehlenswert, da es brechend voll wird.
Der Welt beste Mitesserin und ich bestellten uns vorweg eine gemischte Vorspeisenplatte, die wir uns teilten. Das Gemüse war frisch gegrillt und aromatisch gewürzt. Vitello Tonnato und Scampis in Zitronensauce – ein Gedicht. Als Hauptgang gab es eine gemischte Nudelplatte für zwei Personen. Diese sehr empfehlenswerte Pastaplatte kennen wir schon aus der Dependance der Trattoria Toscana in Großbeeren. Das Angebot an Saucen und Nudeln richtet sich nach der Jahreszeit. Wie hatten dieses mal Ravioli mit Gemüse-, Fisch- und Ricottafüllung auf unterschiedlichen Saucen, sowie dünne Bandnudeln mit Pesto im Parmesankörbchen. Unsere Begleiter bestellten sich Heu und Stroh, Pizzen und Calzone.
Zusammengefasst – die Qualität der Speisen war hervorragend. Die Ravioli waren hausgemacht, die verschiedenen Füllungen frisch zubereitet. Die Fischfüllung schmeckte nicht fischig, da habe ich bei Italienern teilweise schon anderes erlebt. Die Saucen waren aromatisch, insbesondere die stückige Tomatensauce. Die Pesto zu den hausgemachten Bandnudeln war schön würzig und nicht zu ölig. Die Steinofenpizzen unserer Begleiter hatten gut 40 cm Durchmesser. Der Teig war sehr dünn und knackig, der Belag üppig aber nicht so überbordend, das die Tomatensauce den Boden durchweicht und der Käse den Geschmack erschlägt. Die Calzone hatte das Format eines Fußballs und war reichlich mit Spinat, Schinken und Käse gefüllt. Toll für die Optik: auch dieser Teig war so knackig das er erst spät zusammenfiel.
Die Wartezeit für die Speisen dauerte zwar etwas, ist aber der Frische und der Qualität geschuldet. Die Bedienung machte leider einen etwas lustlosen und gestressten Eindruck –sei’s drum. Für Bierliebhaber gibt es ein in Berlin seltenes Schmankerl – König Ludwig Weißbier vom Fass. Und zwar das dunkle und helle Weizen (frühere Name Prinzregent Luitpold). Mit der Rechnung – wir hatten einschließlich der Getränke gerade mal 35 Euro bezahlt – gab es einen Grappa. Als Gesamturteil gibt es von mir die volle Punktzahl.
fleischerei Heike Bleich - Kleinmachnow
Zehlendorfer Damm 104, 14532 Kleinmachnow
15.02.2013
Hvide Sande Røgeri - Hvide Sande
Troldbjergvej 4, 6960 Hvide Sande
14.11.2012
Ich freue mich jedes Mal vor Urlaubsbeginn auf dieses Fischgeschäft. Die Auswahl an Filets und ganzen Fischen verschiedener Sorten, Schalentiere, Salaten und natürlich Räucherfisch ist gewaltig. Die Produkte sind hier etwas teurer als in anderen Fischgeschäften Hvide Sandes, aber nach meinem Empfinden qualitativ hochwertiger. Räucherfischfans bekommen Lachs und Makrele mit verschiedenen Würzungen. Besonders empfehlenswert sind der gebeizte Lachs, Graved Heilbutt, Lachsmousse und Exoten wie Schwertfisch und geräucherter Thunfisch. Die Fischsalate haben einen dänemarkspezifischen Geschmack, der nicht jedermanns Sache ist. Neben dem Geschäft befindet sich ein hauseigenes Restaurant mit Fischspezialitäten.
Die frisch zubereiteten Fischbrötchen gibt es für 45 Kronen also etwa 6,- €. Das erscheint nicht gerade billig, aber hier wird nicht ein kleines deutsches Brötchen belegt, sondern auf einer handgroßen Unterlage Fisch und Beilagen aufgetürmt, so dass zum Essen der Unterkiefer ausgeklappt werden muss. Für den Preis bekommt man in Deutschland nichts vergleichbares. Mann sollte die Brötchen allerdings sofort essen, da sie sehr schnell durchweichen.
Um bedient zu werden, muss man eine Wartemarke ziehen. Was im Ausland selbstverständlich ist, ist für viele Deutsche ungewohnt. Der täglich geöffnete Laden ist aber immer so voll, das sich ohne diese Prozedere lange Schlangen vor der Kühltheke bilden würden. Man kann die Wartezeit sinnvoll zum Umherstreifen nutzen, um sich seine Schätze auszusuchen.
Genügend Parkplätze gibt es direkt vor dem Geschäft. Bezahlt wird mit Dänischen Kronen. Mir ist es immer wieder unverständlich, mit welch einer Selbstverständlichkeit Urlauber ihre Euros zücken und erwarten, das diese akzeptiert werden.
Wenn ich könnte, würde ich die Hvide Sande Røgeri nach Berlin beamen. Bis das technisch möglich ist, kann ich nur auf den nächsten Urlaub im Norden warten. Volle fünf Sterne!
Hvide Sande Bageri - Hvide Sande
Fyrvej 10, 6960 Hvide Sande
14.11.2012
Löwenbräu am Gendarmenmarkt - Mitte
Leipziger Str. 65, 10117 Berlin
13.11.2012
Taverna Samos - Teltow
Potsdamer Str. 68, 14513 Teltow
26.09.2012
Zusammen mit der Welt besten Mitesserin habe ich das griechische Restaurant Taverna Samos vor der Abgabe einer Bewertung zunächst dreimal angetestet, da uns der Wirt beim ersten Besuch als neue Gäste erkannt hat. Ich kann nun sagen: es ist wirklich gut.
Das recht kleine Restaurant liegt an Teltows’ Hauptdurchgangsstraße direkt am Rande der Altstadt. Auch über die Woche empfiehlt sich eine Reservierung, die entsprechenden Schilder stehen nach meiner Beobachtung nicht zum Spaß auf den Tischen. Im Sommer kann man in einem ruhigen direkt angrenzenden Biergarten essen – und dabei direkt in die Küche gucken. Solche Offenheit ist sympathisch. Beim ersten Besuch nahmen wir eine gemischte kalte Vorspeisenplatte für 10,- €. Die Aufteilung auf 2 Personen war kein Problem. Als Hauptspeise gab es Gyros klassisch (9,50 €) und überbackenes Gyros mit Metaxasauce (11,90 €). Zuvor gab es einen nicht gerade kleinen frischen Salat, dazu konnte eine Beilage (Bratkartoffeln, Pommes, Reis, Backkartoffel oder Reisnudeln) gewählt werden. Wir entschieden uns für Reisnudeln. Der dazu gereichte Tzatziki war mit frischem Knoblauch hausgemacht und lecker. Beim Gang des Koches vom Kühlraum in die Küche sah ich, das hierfür echter griechischer Joghurt verwendet wird.
Alle Gerichte waren außerordentlich lecker, frisch zubereitet, von guter Qualität – und recht üppig. Bei den nächsten Besuchen verzichteten wir daher auf die Vorspeise und teilten uns eine gemischte Platte für zwei Personen. Diese Platten, die es in verschiedenen Varianten in der Preisklasse zwischen 24,- € und 32,- € gibt, sind empfehlenswert, wenn man beim Essen etwas mehr Abwechselung haben möchte. Mag man eine Beilage nicht, einfach fragen, Alternativen werden angeboten. Über Holsten Pilsener scheiden sich die Geister, vom Fass finde ich es gut, zumal es richtig temperiert und mit Schaumkrone gezapft war. Weingenuss schied wegen des schwülen Sommerwetters aus.
Ein Wort noch zur Bewertung eines Vorrezensenten. Also, ich werde aus dieser negativen Bewertung nicht schlau. Unaufmerksame Bedienung? Nie erlebt und von Bekannten, die regelmäßig ins Samos gehen, auch nicht bestätigt. Selbstbedienung beim Eis zu den Getränken? Wie geht denn das? Keine Speisekarte bekommen? Ein höflicher Gruß beim Betreten eines Restaurants macht die Bedienung auf einen aufmerksam. Und ich mache meine Bewertungen unabhängig von der Menge des kostenlos ausgeschenkten Hausschnapses. Manchmal liegen die Probleme halt’ beim Gast und nicht beim Wirt…
t-drilas Dankeschön für Ihre ehrliche und ausführliche Kritik.
Darüber freuen wir uns sehr, ich hoffe Sie beehren uns bald wieder!
SAMOS in TELTOW sagt EFHARISTO
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4 Oktober 2012
Little Tibet - Kreuzberg
Gneisenaustr. 6a, 10961 Berlin
10.09.2012
Auf das Restaurant sind meine Begleiterin und ich durch bei einem Bummel vom U-Bahnhof Mehringdamm zum Südstern aufmerksam geworden. Den auf Qype durchweg positiven Bewertungen kann ich zustimmen.
Die drei ineinander übergehenden Räumlichkeiten sind, na ja, etwas gewöhnungsbedürftig. Im Eingangsbereich befinden sich die Tische hinter einem beleuchteten Tresen aus Salzsteinen auf einer Empore (sieht aus wie eine ehemalige Bühne), der Hauptraum mit dem Durchgang zur Küche hat den Charme eines Imbisses, im hinteren Raum ist es ganz nett. Dort befinden sich auch die Örtlichkeiten, die mal renoviert werden könnten. Aber wir sind ja nicht wegen der schönen Umgebung da, sondern wegen des (hoffentlich) schönen Essens.
Und das fand ich wirklich gut. Die Karte ist recht klein, umfasst jedoch Vorspeisen, Suppen und Hauptgerichte mit Fleisch und vegetarischer Zubereitung. Wir entschieden uns für jeweils einen Teller gemischte Momos. Das sind mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen, die gebraten oder gedünstet sind. Der Geschmack ähnelt den chinesischen Dim Sum. 12 Stück mit verschiedenen Füllungen auf einem Salatbett für 8,50 € empfand ich als günstig. Der Kellner beriet uns außerordentlich gut. Zuerst wollten wir eine kleinere Vorspeisenportion nehmen, die aber nur eine Sorte der Momos enthielt. Durch seine Beratung entschieden wir uns um. Als nachfolgende Speise wollten wir Gadhen Dä Thuk nehmen, eine Tibetische Klosterspezialität, bei der gewürztes Lamm-Curry mit Gemüse und Reis vermischt und mit einer Cashew-Kern-Sauce serviert wird. Er riet uns, nur eine Portion zu nehmen und zu teilen. Auch dieser Rat war gut, denn das Gericht ist recht nahrhaft. Zwei Teller zur Servierplatte – kein Problem! Das Bier war richtig temperiert und gut gezapft. Wein und antialkoholische Getränke gibt es auch.
Wenn man vorher schon indisch, nepalesisch und chinesisch essen war, erkennt man die feinen Nuancen zu diesen artverwandten Küchen, die die tibetanische Küche auf ihre Art einzig macht. Für die schmackhafte Küche und die exzellente Beratung hat das das Little Tibet fünf Sterne verdient.
World of Beer - Kreuzberg
Kochstr. 29, 10969 Berlin
10.09.2012
Der kleine Laden befindet sich neben dem Netto Supermarkt. Tja, und da sind wir schon beim Beschreibungsproblem, was denn der „Laden“ eigentlich ist. Direkt hinter dem Eingang befindet sich ein Tresen mit Schlüsselausgabe – vermutlich für die in Mitte immer weiter zunehmenden Appartements für auswärtige Gäste. Eine Wendeltreppe führt in das darüber gelegene Büro. Im hinteren Teil des Ladens befinden sich an den Wänden drei Regale mit nationalen und internationalen Bierspezialitäten. Die Auswahl ist recht gut, aber die Preise haben es in sich. Eine Flasche Fuller’s London Pride kostet 4,90 €, Augustiner Edelstoff schlägt mit 2,50 € zu Buche. Und mir schlug die Kinnlade runter und zog es wieder zur Tür hinaus. Bei Ambrosetti in Wilmersdorf oder selbst bei Kaufhof am Alex bekommt man dafür zwei Flaschen. Nun gut, der internationale Touri kann hier sein einheimisches Bier kaufen
Fazit: Gute Auswahl, aber exorbitante Preise.
Öz-Gida - Schöneberg
Hauptstr. 16, Privat Parkplatz Belzigerstr. 7 (1stunde kostenloss für Kunden), 10827 Berlin
26.07.2012
Ein riesiger türkischer Supermarkt im Herzen Schönebergs in exponierte Lage schräg gegenüber dem Kaiser-Wilhelm-Platz. Der Laden ist ein inhabergeführtes Einzelgeschäft und damit eine wohltuende Konkurrenz zu den in Berlin sich immer weiter expandierenden Filialketten wie Eurogida und Bolu.
Im Eingangsbereich befindet sich – wie in einem ordentlichen deutschen Supermarkt üblich (Ironie!) – eine Bäckerei. An diesem von der Firma Kiran betriebenen Laden geht man lieber vorbei (Brötchen mit hohem Luftanteil, nichtssagende geschmacklose Bakklava) und kauft sein Fladenbrot an der direkt hinter dem Eingang gelegenen Feinkosttheke. Und diese Feinkosttheke birgt wahre Schätze. Nicht nur die übliche Auswahl an Standard-Käsecremes und Oliven werden angeboten, sondern auch Cremes, eingelegtes Gemüse und Gemüsepasten wie ich sie bisher noch nicht gesehen. Alleine dafür lohnt der Weg. Die Gemüseabteilung ist mit einer breiten Auswahl bestückt, aber auch nicht gerade günstig. Auch die Fleischtheke offeriert eine große Auswahl, teilweise auch exotisches wie Hammelköpfe und –beine, in guter Qualität. Im Vergleich zu anderen Supermärkten sind die Preise für Fleischwaren günstig. Vermisst habe ich allerdings Lammhack; etwas seltsam für einen türkischen Supermarkt. Den größten Teil des Marktes nehmen die Regale mit Eingelegtem, Hülsenfrüchten, Milchprodukten, Kaffee und Tee. Die Auswahl ist hier wirklich riesig. Das Publikum ist gemischt. Im Vergleich zu manch einem Kreuzberger Laden überwiegt aber der Anteil deutscher Käufer. Sein Auto kann man für eine Stunde auf dem zum Geschäft gehörenden Parkplatz (Zufahrt über Belziger Straße) kostenlos abstellen. Hier gibt es einen zweiten Ausgang mit eigener Kasse. An den Kassen kann bar oder mit EC-Karte bezahlt werden. Ein von einem vorigen Schreiber beanstandetes arrogantes Auftreten der Kassiererinnen gegenüber Deutschen kann ich nicht bestätigen. Anders ausgedrückt: wie es in den Wald (oder ins‘ Taurusgebirge) reinschallt, so schallt es auch wieder raus.
Trotz kleiner Mängel vergebe ich die volle Punktzahl
DRK Kliniken Berlin / Park-Sanatorium Dahlem GmbH - Schmargendorf
Hammersteinstr. 20, 14199 Berlin
05.07.2012
(aktualisiert am 11.07.2012)
Ein Krankenhaus ganz im Sinne der Kostendämpfung im Gesundheitswesen – man versucht möglichst schnell wieder rauszukommen. Das DRK Parksanatorium Dahlem ist eine reine Belegklinik, in der Ärzte verschiedener Fachrichtungen Ihre Operationen durchführen. Von der Nasescheidewand über den Leistenbruch bis zur Brustvergrößerung wird hier operiert. Das Pflegepersonal und die OP-Schwestern werden von der Klinik gestellt. Das Krankenhaus ist in einem zweistöckigen villenähnlichen Bau untergebracht. Eine Geschlechtertrennung findet nur zimmerweise statt. Grundstandart ist das Dreibettzimmer, für Zweibett- oder Einzelzimmer (die mit einem eigenen Waschraum ausgestattet sind) ist ein üppiger Aufschlag zu zahlen.
Ich wählte die „Holzklasse“, da ich nur eine Nacht blieb. In dem sehr engen Zimmer befand sich neben spindähnlichen Schränken nur ein Waschbecken, das mit einem Vorhang verdeckt werden kann. An dem kleinen Tisch in der Ecke können höchstens zwei Personen sitzen. Das WC befindet sich auf dem Flur. Und das war der Hammer: es gab jeweils nur ein kleines WC für die gesamte Etage. Dies sah alt und unhygienisch aus, das Wasser lief ständig aus dem Spülkasten. Der Standard in anderen Krankenhäusern wie den AVK Steglitz oder dem Behring-Krankenhaus Zehlendorf ist deutlich besser. Und das obwohl der Tagessatz im DRK Parksanatorium Dahlem nach Auskunft meiner Krankenversicherung weit über den normalen durchschnittlichen Berliner Tagessätzen liegt.
Auch die Einleitung der Narkose war unbefriedigend. Die Schwestern waren mit ihren Wochenenderlebnissen und Verabschiedungen von Kolleginnen beschäftigt. Auf den eh schon aufgeregten Patienten wirkte das nicht unbedingt beruhigend. Bei der Voruntersuchung musste ich zwei Stunden warten, da der einzige Stationsarzt, der mir hätte Blut abnehmen dürfen, im Stau feststeckte. Bedenklich: wer hätte sich denn um die Patienten gekümmert, wenn eine medizinischer Notfall eingetreten wäre? Das Abendessen und das Frühstück waren nicht schlecht, aber auch nicht berauschend. Getränke verschiedenster Art gab es genügend.
Die Leistung meines Arztes war super. Auch andere Patienten waren mit ihren Belegärzten zufrieden. Hier bewerte ich aber nur das Krankenhaus als solches. Wenn ich mir die Bewertungen meiner Vorschreiber angucke frage ich mich, was nützt mir ein von außen nett anzusehendes Gebäude mit einrucksvollem Treppenhaus, wenn der Rest nicht stimmt? Für mich jedenfalls lautete das Motto – schnell wieder raus.
liam13 Ich kann Ihre Bewertung nicht bestätigen und würde Ihre Eindrücke differenzierter betrachten:
1. Eine Geschlechtertrennung findet nur zimmerweise statt, ist zwar korrekt, aber a) in welcher Einrichtung (außer Gynäkologie) ist dies anders und b) worin sehen Sie hier das Problem? Aus meiner Sicht ist in Deutschland die Geschlechtertrennung in Institutionen wie Schule oder Kliniken schon länger obsolet.
2. Das 3-Bett-Zimmer (habe ich selbst genutzt) war auf der Station 2 aus meiner Sicht kein Grundstandart. Auf meinem Gang gab es neben 2 3-Bett-Zimmern 4 2-Bett-Zimmer und 2 1-Bett-Zimmer. Das 3-Bett-Zimmer ist das, was die gesetzliche Krankenkasse finanziert. Falls der Patient mehr wünscht, muss er entweder eine Einrichtung mit grundsätzlich 1- und 2-Bett-Zimmer wählen oder halt den Zusatzbeitrag selbst finanzieren. Das ist aber weniger dem Krankenhausträger als der Festlegung durch die GKVen anzulasten. Der Aufschlag von ca. 60 EUR für ein 2-Bett-Zimmer unterscheidet sich im Übrigen auch nicht von Zuschlägen in anderen Häusern.
3) Von Holzklasse zu sprechen, scheint mir doch ein wenig theatralisch zu sein. Entweder hatte ich bisher nur Pech mit anderen Krankenhäusern oder Sie haben bisher nur Besseres erleben dürfen. Falls Sie mal Holzklasse erleben wollen, gehen Sie z.B. mal ins Benjamin Franklin. In der Tat sind die 3-Bett-Zimmer klein, aber die Einrichtung und die farbliche Gestaltung sind modern. Neben dem kleinen WC auf meinem Gang gab es noch ein Patientenbad mit Dusche und Bidet. Da die 1- und 2-Bett-Zimmer ihre eigenen Bäder haben, ist dies auch ausreichend.
4) Dass Sie die Schwestern vor der Op nicht ausreichend unterstützend fanden, ist wirklich ein Knackpunkt. Aber auch hier ist jeder individuell. Ich habe die eher entspannten Op-Schwester als beruhigender empfunden als todernste Mienen. Auf der Station selbst arbeiten aber andere Pflegekräfte und deren Arbeitsleistung haben Sie leider gar nicht bewertet. Dass der Stationsarzt nicht anwesend ist, ist widerum wirklich ärgerlich, aber sicherlich auch kein regelmäßig vorkommenes Problem. Soweit ich weiß, ist immer ein Belegarzt anwesend. Das ist gesetzlich auch so festgelegt. Sollte die Ablösung des Kollegen sich aus Stau-Gründen etc. verzögern, dann wird der diensthabende Kollege halt länger arbeiten müssen.
5) Schnell wieder raus – das kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich konnte sogar eine Nacht länger als nötig bleiben, auch mein Mitpatient wurde gefragt, ob er noch eine Nacht länger bleiben möchte. Ich war mal im Theodor-Wenzel-Werk auf der neurologischen Station und wurde am späten Nachmittag informiert, dass ich am nächsten Morgen gehen müsse. Da blieb mir noch nicht einmal die Möglichkeit meine Angehörigen um Hilfe beim “Umzug” zu bitten.
Insgesamt ist das Park-Sanatorium mehr als in Ordnung. Der TK Klinikführer weist die Einrichtung als beste Klinik im Bereich Mandel-Op in Berlin aus. Viele Ihrer Kritikpunkte richten sich eher an das Gesundheitssystem als an die Einrichtung selbst. Und glauben Sie mir, ich war schon mehrere Monate in deutschen und ausländischen Kliniken als Patient und Mitarbeiter – Sie möchten in eine englische NHS-Klinik ganz bestimmt nicht; da ist wirklich noch Holzklasse angesagt.
MfG
19 September 2012
Uptownboy Hallo Liam!
Zunächst einmal freue ich mich darüber, dass es ihnen wieder gut geht. Mögen Sie auch weiterhin gesund bleiben.
Ich habe einige Teile Ihrer Gegenrede nicht verstanden, denn ich habe lediglich meinen Aufenthalt im Parksanatorium Dahlem bewertet. Dies habe ich auch geschrieben. Eine allgemeine Kritik an unserem Gesundheitssystem habe ich nicht geübt. Dafür ist Qype auch nicht der richtige Ort, sondern eher die Foren von Spiegel und Focus. Bewertungen auf Qype sind immer eine Momentaufnahme, so, wie der Rezensent eine bestimmte Einrichtung erlebt hat, sei es eine Restaurant oder, wie in diesem Falle, ein Krankenhaus. Das man ein Krankenhaus im Gegensatz zu einem Restaurant nicht unbedingt mehrfach antesten kann, bevor man eine Bewertung schreibt, liegt auf der Hand. Ich zumindest versuche den Besuch einer solchen Einrichtung möglichst zu vermeiden und habe daher auch kein Verständnis für solche Leute, die dort länger als medizinisch notwendig verweilen. Wenn es medizinisch nicht erforderlich ist besteht keine Notwendigkeit eine Nacht länger dort zu bleiben. Sollten Sie bei einem früheren Aufenthalt mehr oder minder herauskomplimentiert worden seien, wäre das ein Fall für Ihre Krankenkasse und einen Fachanwalt für Patientenrecht. Ich jedenfalls hätte mich nach der geplanten Aufenthaltdauer erkundigt und einen Aufstand gemacht, sofern ich trotz medizinischer Notwendigkeit hätte gehen sollen. Klagedrohungen wirken da Wunder… Aber jeder Patient ist halt’ anders.
Sie scheinen mit Krankenhäusern bisher Pech gehabt zu haben. Ich habe in meiner Bewertung einige positive Erfahrungen mit Krankenhäusern der Maximalversorgung genannt. Ich freue mich aber, dass nunmehr auch Sie ein positives Krankenhauserlebnis hatten. Sie scheinen die sanitären Einrichtungen in einem besseren Zustand vorgefunden zu haben als ich und die Zahl der Dreibettzimmer ohne eigenes WC wurde offenbar reduziert. Nun, das ist doch positiv, dass das Krankenhaus in der Zwischenzeit etwas gemacht hat.
Übrigens – „Holzklasse“ ist nicht unbedingt ein negativ belegter Begriff für die billigste Klasse. Man kann Glück haben oder, wie in meinem Falle, Pech. Ich jedenfalls fahre gerne in der Holzklasse des ICE und manchmal auch wirklich auf Holz sitzend mehrere Stunden in einem historischen Zug durch Deutschland. Der Hintern tut dann zwar weh, aber das Drumherum ist in diesem Falle eben ein positives Erlebnis. Auch in der Holzklasse!
9 Oktober 2012
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