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Ich bin akretschmer aus Berlin. Ich bin Qyper seit dem 24.12.2011

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Bohnengold - Kreuzberg

Reichenberger Straße 153, U-Bhf Kottbusser Tor; U-Bhf Görlitzer Bahnhof, 10997 Berlin

16.04.2013

Reingold, Blattgold, Goldmarie, Goldmedaille und nun Bohnengold. Wer weiß, welche lustigen Wortschöpfungen mit Gold mich noch in meinem Leben begleiten werden. Zu dieser Lokalität sei gesagt, dass ich diese ganzen tollen und gehypten Kommentare nicht verstehen kann. Aber vielleicht verstehe ich auch einfach die Menschen nicht, die dort einkehren.

Auf Hörensagen eines Bekannten sind wir vorgefahren. Wie die Atzen gehen wir zu viert rein. Kurzes Abtasten der Türsteher, Marke "Ich bin hier der Boss". Wie ich solche Leute verabscheue. Aber naja... Drinnen ist es einfach mal ultravoll. Alle Tische besetzt, Menschen über Menschen. Wir gehen in den nächsten Raum, weiter in den Übernächsten. Doch halt. Wir müssen zahlen. Club. 2 Tacken. Kurzer Plausch mit dem Stempelatzen. Hinein ins Getümmel. Auch hier gilt: Voll! Bis zur Unterkante. Hui. Ab nach hinten die Kellertreppe runter die Sachen abgeben. Wer hier einen im Tee hat kann sich Im-nicht-auf-die-Schnauze-legen üben. Hui, die Zweite. Hier ziehen sie ja Nase. Immer gib ihm. So, nochmal Geld für Garderobe investiert und an die Bar. Vier Bier (nicht aus Berlin) und vier kurze (Wodka) für 20€. Schnäppchen.

Musikalisch wird man mit Elektro beschallt. Die Anlage ist aber relativ schwach. Es fehlt etwas der Bumms. Gut, man ist hier irgendwo im Hinterzimmer, aber mehr könnte es schon sein. Das Publikum ist durchmischt. Möchtegern Hipster konkurriert mit anderen Zugezogenen und Touristen. Ich muss mal wieder die Berlinfahne hochhalten. Aber hier hat keiner Chabos gesehen. Schade.

Tja, draußen gepflegt kurz Luft schnappen, weil hinten geraucht wird, als gäbe es kein Morgen mehr, wird gnadenlos durch den Boss an der Tür unterbunden. Also wieder rein in den Schlot.

Aber hey, war doch ganz okay hier. Geflippert und gekickert habe ich zwar nicht, aber kann man machen. Kommta her, könnta kiekn.

Reingold Cocktailbar - Mitte

Novalisstr. 11, 10115 Berlin

04.04.2013

Mensch was für Stories man vom reingold hört! Hoa hoa! Nee, war eigentlich nur eine, von zwei Kumpels. Waren auch nur einmal dort.

Spot an: Donnerstagnacht zu Freitag. Halb eins. Leicht angeheitert, Stahltür geht auf, Empfang, Jacke abgeben und rein ins goldene Wunderland. Schwaches Licht, seichte Musik (die an diesem Abend während unseres Aufenthalts nur aus dem angeschlossenen iPhone lief, was aber nicht die Qualität der Lieder beeinträchtigen muss), wenig Leute. Wir setzen uns in Couchecke direkt am Ende der Bar. Sieht recht nett aus. Auf jeden Fall gehobener. Es darf geraucht werden. Meine Begleiter geben mir einen ganz hervorragenden Getränketipp: Whiskey Sour mit Eiweiß, aufgeschäumt. Leute, ganz ehrlich. Trinkt das! Sau gut! Ewig nicht mehr auf Anhieb so von einem Drink überzeugt gewesen. Ich mag ja an sich Whiskey Sour nicht, aber in dieser Kombi, cok güzel!!

Aber man merkt, dass es Donnerstagnacht ist, entweder sind die meisten schon wieder weg oder es waren nicht viele da. Und dann kam die Stunde des Chefs. Den müsst ihr mal kennen lernen. Doch das alles hier aufzuzählen würde den rahmen sprengen. Was man aber sagen kann, wenn er sich zu seinen Gästen setzt: Es kann durchaus lustig werden!

Auch soll, wie viele hier geschrieben haben, das Personal gewürdigt werden. Der Tresen-/Barchef/die rechte Hand vom richtigen Chef ist ein durch und durch netter und freundlicher Mann. Das Gespräch mit ihm war keins zwischen Kunde und Personal, eher ein Erfahrungsbericht, kurzer Plausch zwischen zwei Leuten die zufällig am gleichen Ort sind. Er ließ es sich auch nicht nehmen einen Geburtstagssong für einen Mitstreiter von mir zu spielen. Sehr nice! Dennoch attestiere ich mal allen arbeitenden Damen und Herren an diesem Abend einen netten Umgang. Süß sahen sie aus, in ihren Hemden, Hosenträgern, Fliegen und Schiebermützen. Hatte was…

Der Grund warum hier dennoch nur 4 Sterne stehen: Der Preis. Ja, gehobenes Ambiente bliblablubb. Doch bei drei Whiskey Sour 40 Tacken zu löhnen ist heftig, auch wenn der Alkohol gut erschien und das Ambiente vom Sitzen bis zu den Toiletten überzeugen konnte. Aber damit treffe ich ja den Qype-Schnitt.

M&S Gemüsekebap - Lichterfelde

Hindenburgdamm 1, 12203 Berlin

03.04.2013

„Junge, heute gehen wir nicht in die Mensa. Ich bin mim Auto da, wir fahren nach Lichterfelde.“ „Lichterfelde Motivation? Wie bei Bushido?“ „Haha! Nee Dicker, Gemüsedöner, is beste!“

Na dann mal los. Wie im Flug überqueren wir die Berliner Straße und knattern die Drake runter. Goerzallee/Hindenburgdamm. Hier hat mich noch nie was hin verschlagen. Berliner Tristesse. Einfamilienhäuser, nix los, Bürgerlichkeit. Gähn. Aber hier soll der Döner schmecken. Sagenumwoben. Na dann muss er ja schmecken. „Zweimal Dürüm!“ Dürüm? Okay, ist mir recht. Die Zutaten sehen gut aus, die Soße schmeckt. Dazu Ayran (von 7gün, beste!)…

Und siehe da, man hat mir nicht zu viel versprochen. Das Ding schmeckt tatsächlich gut. Der Dürümteig ist auch ganz nice. Auf jeden Fall eine Aufwertung der ganzen grauen Szenerie rum um die Kreuzung mit Baustelle und kaltem Wetter. Auch die Jungs vom Stand waren freundlich, wobei mir drei Leute für die Arbeit etwas uneffizient erscheinen. Aber hey, Hauptsache es schmeckt! Juten. 

MSGemuesekebap Vielen vielen Dank für den netten Beitrag!! :-) Bis bald mal wieder

Wind und Wetter - Mitte

Brunnenstrasse 196, 10119 Berlin

03.04.2013

Obwohl ich ja dieses ganze Hipstertum zutiefst verabscheue, verschlägt mich doch ab und zu in diese Schuppen. Nur beim Oberholz bin ich bisher standhaft geblieben. Nicht für Geld.

Wind & Wetter. Alliteration olé. Leider konnte ich den Namen noch nicht mit dem Stil der Bar verbinden bzw. erschließt sich mir der Name nicht und wie das hier alles zu verstehen sein soll. Naja, muss wohl auch nicht.

Empfangen von zwei Stühlen vor dem Eingang geht es nach einigen Metern drin an der Bar vorbei. Weiter hinten gibt es einen laaaaangen Tisch, an dem sich jeder ransetzen kann wer will. Nur sollte die Gruppe nicht +4 betragen, denn sonst: „Ey Junge! Wie geht’s dir so?“ „Wat? Ick versteh dich nich!“
Ja, musikalisch wird man mit mäßigen bis schlechten Dance- und Houseklängen torpediert. Unterhaltungen bitte nur auf der Brüllebene. Gewisse Bereiche sind auch nach kuriosen Namen benannt, so kann man in der „Bibliothek“ seinen Drink nehmen. „Bibliothek“, weil drei Sofas (Couchen?) in U-Form um einen Tisch stehen, der als Füße Männerhintern hat. Ästhetisch äußerst fragwürdig. Dahinter ist ein Regal in dem eine Enzyklopädie-Reihe verstaubt. Wahrscheinlich hätten es solche Fake-Cover wie bei Ikea auch getan. Nebenan ist ein Raucherraum. Nett, wenn nicht die ganze Rauchplörre sich überall verteilen würde.

Tja, was trinkt man so? Ich vertrau den Jolchos mal nicht und nehme ein Astra, groß. Wie sollte es auch anders sein, wer nicht von hier ist wird auch kein Bier von hier bekommen. Aber dann muss ich wohl wirklich zu Kneipen-Ede und Tresen-Manni in eine richtige Berliner Kneipe auswandern. Aber was muss in Mitte definitiv sein? Naja klar, man redet kein Deutsch. What do you want to drink? Anything else? Aber Deutsch verstehen sie, bis auf die Putz-/Abräumkraft. Ja so ist das, man fühlt sich als was Besseres, bleibt aber dennoch nur Mittelmaß.

Deshalb kann ich hier nicht von einem gelungen Abend sprechen, denn wenn Disko, dann richtig und nicht wie hier.

Kreuzburger - Kreuzberg

Oranienstr. 190, 10999 Berlin

24.10.2012 (aktualisiert am 21.03.2013)

Dann machen wir mal die 100 voll. Na da hamse sich hier mal wieder ein Wortspiel ausgedacht. Kreuzburger, muss man erstmal drauf kommen, muahaha. Vom vielen Lachen bin ich hungrig. Wo wir schon mal hier sind – hinein in die vermeintliche Touristenfalle.

Wenn man in Berlin nach Burgerläden fragt, werden standardmäßig Burgeramt, Burgermeister und auch Kreuzburger genannt. Aber isses hier auch schmackhaft? An sich kann man nirgends mehr hingehen, ohne das einem vorher bei Qype das Beste vom Besten vorgeheuchelt wird. Selbst ist der Tester und Esser.

Oranienstraße. Naja klar. Wo sonst? Hier ist schließlich der Puls der Zeit. Draußen sich voll hupen lassen? Nö, drinnen ist es gemütlicher. Bestellt wird am Küchentresen. Die Auswahl gibt’s auf der Tafel darüber. Wir entschieden uns für drei „Kreuzburger“ samt ner Portion Pommes und nem Bierchen. Preis pro Person so zwischen 8 und 9 €.


Burger: Absolut nichts besonderes. Etwas größer als ein Big Mäc. Das Brot war Standard wie überall. Das Fleisch okay, hätte etwas wärmer sein können. Salat und Tomate sind obligatorisch und schmeckten…na wie so Grünzeug schmeckt. Positiv fand ich den Bacon, der zwar keine Glücksgefühle in meinem Mund produzierte, aber zum Gesamtgeschmack passte. Alles in allem eine solide Burgermahlzeit ohne Höhepunkte.


Pommes: Hier würde ich eher von Kartoffelecken sprechen. Schön warm und asymmetrisch heterogen geformt. Am Bestelltresen kann man nach belieben Mayo und Ketchup raufhauen. Geschmeckt haben die Dinger schon, aber durch die Größe und Menge wird es mit dem Burger ne fette Mahlzeit die man nicht eben uffe Schnelle verdrückt. Geschmacklich definitiv besser als gedacht, auch wenn es sicher Besseres gibt.


Beim Bier vertraut man den zugezogenen Geschmäckern: Tannzapfen und Augustiner. Warum kann man so selten zum Fast Food mal n schönet Schulle aus der kleinen runden 0,33l Flasche kaufen? Und dann die obligatorischen Bionaden in vielen bunten Geschmacksrichtungen. Naja, ich schiebs mal auf den Bezirk.



Die Inneneinrichtung ist ganz nett. Tische, Stühle, bequeme Bänke – alles da. An der Decke hängt ein Leuchter in sehr fragwürdigen Farben. An den Wänden hat man mal hervor scheinenden Backstein probiert, ist sicher nur fake ;-) Das Klo sieht so aus, wie es aussehen muss. Schmadderein! Mag ich, ist authentisch. Sonst recht sauber. 



Tja, im Kreuzburger muss man nicht gewesen sein, doch wer etwas zeit hat und besuchern ne kleine Mahlzeit gönnen will, kann hier ruhig herkommen. Hier beißt keiner. 


Poststadion - Moabit

Lehrter Straße 59, 10557 Berlin

04.10.2012 (aktualisiert am 21.03.2013)

Nach langer Zeit mal wieder Fußball. Oh du mein Poststadion. Obwohl ich als ganz kleiner Junge bei Lichtenberg 47 spielte, hatte ich hier mein erstes „richtiges“ Spiel. Damals (Anfang/Mitte der 90er) sah das Stadion noch anders aus, heute hat man etwas modernisiert und einen angenehmen Mehrzweckkomplex geschaffen. Dennoch: außen noch etwas Pfui, innen eher hui. Tradition hat dieses Stadion. Max Schmeling boxte hier und zeitweise war dieses Stadion eines der größten Deutschlands (aber viele wird es nicht mehr geben, die sich daran noch erinnern dürften).

 

Doch was wird hier geboten? Zum einen spielt hier der BAK 07 in der 4. Liga gegen namhafte Größen wie Magdeburg (immerhin schon mal Europokalsieger), RB Leipzig, ZFC Meuselwitz oder im „Derby“ wahlweise gegen Hertha II oder Union II. Bei meinem Besuch war es der letztere Verein. 350 zahlende Menschen wollten sich auf dieses Spektakel einlassen, davon die Hälfte vom Gastverein. Man kann stehen oder unüberdacht auf flachen Bänken sitzen – ermäßigt für 6€. Nur die Haupttribüne würde theoretisch trocken bleiben. Fantechnisch ist BAK Niemandsland. Man muss wohl erst erfolgreicher werden. Dann auch bitte mit einem Stadionheft ohne Schreibfehler. Auf Unioner-Seite kommen sogar Profis aus der ersten Mannschaft zum Zuschauen. Wenn dann nicht doch der eine oder andere brüllende Halbstarke dabei wäre, könnte man sogar von einem netten Familien-Event ohne Kommerz sprechen.

 

Aber was ist Fußball ohne Wurst? Wahrscheinlich nichts. Aber hier kann man getrost drauf verzichten. Widerlich trifft es am Besten. Für zwei Euro bekomme ich eine vertrocknete, heftig gewürzte Fleischmasse inna Schrippe. Hui, schnell mit Bier nachspülen. Ich weiß nicht ob die Ligazugehörigkeit mit der Wurstqualität korreliert, aber ich denke woanders bekommt man das besser hin.

 

Der Kick ging 0:0 aus, was gerecht war. Wettertechnisch ein schöner Sonntag mit Sonnenschein. Mit einem vollen Haus (vielleicht einige Tausend) würde man hier eine ordentliche Stimmung erzeugen können. Vielleicht komm ich zum DFB-Pokal wieder vorbei.




Schaukelstühlchen - Altstadt

Kurze Straße 16-18, 40213 Düsseldorf

20.03.2013

Sektorreport Teil irgendwas. Landeshauptstadt. Düsseldorf. Und jedes Mal, das ich hierher fahre wird mir immer deutlicher klar, dass diese Stadt gerne würde, aber einfach nicht kann. Hallo? Bist du kacke? Du und deine blöde Hauptstadt-Arroganz! Leider nein, ich sage nur wie es ist.

Innenstadt. Altstadt. Längste Theke der Welt. Gähn. Wir in Berlin haben ja einen gewissen professionellen Touristenhass entwickelt. Wenn ich hier bin könnte ich nur Amok laufen...aber bin ich quasi nicht auch Tourist, wenn es auch nur zwei Tage sind? Okay, dann aber keine Touristenabsteige. Ab ins Schaukelstühlchen. Studentenkneipe. Oder so. Na mal abwarten.

Zu aller erst, hier wird jeroocht aber wat dit Zeug hält. Rustikal, eng, laut, Rock-/Metallmusik. Viele Nationalitäten. Zwei Etagen zum Sitzen/Trinken. Man trinkt Altbier (widerlich, wer hat sich das ausgedacht?) oder Pils oder sonst was. Die Bedienung arbeitet recht flott, angeschrieben wird uffn Bierdeckel und man ist sich hier nicht zu schade mal fremde Leute am Tisch sitzen zu haben. Soweit ist alles auch okay. Toilettentechnisch eher ein Reinfall. Dieses etwas von Küchenunterstellschrank mit Waschbecken dran würde wohl nicht mal so in Russland montiert sein. Dennoch kommt Wasser über einen Sensor. MacGyver-Style. Naja...

Und voll isset. Ich meine wir sind hier in der Altstadt, kommen alle hierher und keiner geht woanders hin? Oder ist das Schaukelstühlchen mit seinem Charme das einzige Lokal am Corner? Nun gut, wir wollen mal nicht so nachtragend sein.

3 Sterne sind okay, Tendenz nach oben. 

VahitWolf Der laden ist kult deswegen gehen viele hin. ;-)

Trattoria del Corso - Friedenau

Hauptstraße 70, 12159 Berlin

18.03.2013

Mit einem Android geschriebener Beitrag Hol Dir die App

Ja wer hätte das gedacht. Da geht man mal nichts ahnend mit nen Kumpel samt Hundi durch die Schöneberger Straßen und genießt das Wetter und wo kommt man raus? Naja klar, Hauptstraße. Was? Da drüben soll ein guter Italiener sein? Hier, am Corner? Ohh ja, hier ist einer. Von außen kaum auffallend ist man vom Inneren umso mehr überraschst. Viel Platz und nettes Interieur. Sogar die Kleine dürfen wir mit rein nehmen. Und was isst der Deutsche am liebsten beim Italiener? Klaro, Pizza! Und das kann ich euch versprechen, hier wird ein ordentliches Brett serviert. Die Wahl der "Kleinen" war auf jeden Fall die Richtige. Sehr viel Belag, schmecken tut es und für den Preis vollkommen in Ordnung. Dazu eine Cola und ich bin happy. Auf jeden Fall ein Pluspunkt: man spricht italienisch, nicht solch ein Balkangedöhns, sondern richtig. Freundlich sind sie hier und zügig. Die anderen Bewertungen lassen auch für sich sprechen, also kommt alle her und lasst es euch schamekken...Ne Bushalte ist direkt vor der Tür, so kann man sich auch notfalls nach Hause chauffieren lassen...

Cotto e Crudo - Prenzlauer Berg

Eberswalder Str. 33, 10437 Berlin

14.03.2013

Machen wir es diesmal kurz und schmerzlos.

In Prenzlberg kann man schon gut essen. Aber auch nicht so gut. Hier ist man aber auf der sicheren Seite. Die Speisen sehen gut aus und schmecken ebenfalls. Kein Selbstläufer in einem Italiener. Ich probierte mal die Spaghetti in Rotweisoße mit Pilzen. Recht pikant, doch passte. Zur Mittagszeit auch etwas entspannter und alles preislich akzeptabel. 

Einrichtungstechnisch kein Highlight, doch ganz stimmig. Toiletten sind behindertengerecht und sauber.

Die Bedienung arbeitet zügig und nett sind sie eh immer. Also, kann man mal machen. Guten.

RheinEnergieStadion - Junkersdorf

Aachener Straße 999, Ecke Olympiaweg, 50933 Köln

14.03.2013

Auf in den Sektor! Auf nach Köln! Hurra! Fußball! Die Mannschaft auswärts unterstützen!

Hört sich in der Theorie gut an, doch an der Praxis hapert es dann doch gewaltig. 

Köln. Müngersdorf. Das „bessere“ Viertel. Haben wir in Berlin auch – Charlottenburg, doch auch da gehe ich nur bedingt hin. WM-Stadion. Naja, lassen wir uns mal überraschen. Anreise per Straßenbahn/U-Bahn was auch immer. Von außen sieht das Ding nicht sonderlich toll aus. Hier wurde also zur WM 2006 gekickt, naja. Der Gästebereich ist schnell gefunden, die Kontrolle einigermaßen schnell gemeistert (bin schon schlimmer durchsucht worden). Nur die Drogen- oder Pyrohunde fand ich etwas krass. Fußballfans sind wohl doch Verbrecher. 

Gleich die erste Enttäuschung: Alkoholfrei! Alles! Anscheinend denkt man auch in diesem Teil der Republik, dass Ostverein = Problem-/Risikospiel bedeutet. Und ich denke zu BuLi-Zeiten haben auch andere Vereine mehr als 3000 Fans mitgebracht und es gab Bier mit Promille. Selbst der Kinderpunsch schmeckte so scheußlich, dass einem fast wieder alles hoch kam. Aber halt, ein Bitburgerstand. „Sorry Leute, die Leitungen sind eingefroren.“ Bei -2°C? Ganz plötzlich? Im Winter? Verarsche, Part 1.

Konstruktionstechnisch hat man in Köln auf Beton ohne Leben gesetzt. Fällt das Einreißen irgendwann einfacher. Im Gästeoberring überlässt man den Fans zumindest die Wahl zwischen sitzen oder stehen. Gut gelöst, diese Elemente sollten auch andere einbauen. Mal den Blick schweifen lassen. Unspektakulär, an sich 08/15-Stadion. Kein Highlight. Keine große Möglichkeit für Zaunfahnen. Schwach. 

Stimmung? Union hat zwar zu Recht verloren, doch von 39000 Kölnern erwarte ich mehr. Ob es an der Architektur liegt, kann ich nicht sagen, aber da bekam ich keine Gänsehaut. 

Zu Ende. Trennung der Fans nach dem Spiel. Nach der Spielenttäuschung die noch größere Stadionenttäuschung. Aber was das Schlimmste war, schildere ich mal aus der Sicht eines anderen Fans in der Bahn zurück:

„Ick hab schon viel jesehen! Ick war in Bochum, in Dresden, in Rostock und och in Braunschweig, aber wat dir hier machen, haik noch nich erlebt! Ey, ey, weeßte wat? Die hatten keene Bratwurscht mehr! Alter wo bin ick denn hier? ….Porsche könn se fahrn, aber keene Bratwurscht! Weeßte wat die hier studiern? Weeßte? Austricksen studiern die! Wie kann ick denn keene Bratwurscht mehr haben?“

Verarsche, Part 2. Nach 10 Minuten weiterer Empörung folgte der zweite Akt:

„Dit mit der Bratwurscht is ja dit eene, aber wat absolut jar nich jeht, ist, ey, ey, weeßte wat? DER SENF WAR ALLE! Alter wat is denn hier verkehrt? Stehste 10 Minuten für ne Bratwurscht, willste Senf, sacht se Da anne Säule – jeh ick hin, is nüscht da! Eeey, hör zu, dit kannste nicht bringen. Selbst in Charlottenburg haik meene Wurscht jekriecht! Da loof ick doch lieber lachend inne laufene Kreissäge als hier noch mal herzufahren.!“

Verarsche, Part 3. Recht hat er.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Leonni Seit wann sind denn harte “Auswärtsmitreisendetreuesuperultrafans” solche Mimöschen? ;-)