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Ich bin annemeyer . Ich bin Qyper seit dem 19.08.2010

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Stern Bistro - Niederschöneweide

Sterndamm 4, nahe S Schöneweide, 12487 Berlin

30.12.2012

Wer durch Niederschöneweide, speziell im Bereich des S Bahnhof Schöneweide, läuft und Hunger verspürt, wird nicht lang suchen müssen. Wer dann auch noch Hunger auf einen Döner hat, wird sich vermutlich erst einmal gar nicht entscheiden können, in welchen Imbiss man nun gehen möchte.
Rund um den S Bahnhof Schöneweide versammeln sich mittlerweile 6 Kebap-Verkaufsflächen - alle zusammen sind etwa auf 600 Meter verteilt.
Eine solche Döner-Verkaufsdichte hätte ich eher in Neukölln erwartet und nicht in Schöneweide.

Im Prinzip soll es mir als Kunde nur recht sein, wenn ich eine große Auswahl habe.
Leider besteht die Auswahl dabei jedoch in allen Döner-Imbissen/Restaurants aus Hackfleischdöner. Die einen etwas besser, die anderen etwas schlechter bis ganz schlecht.

Das Stern Bistro, das hinter dem S Bahnhof an den Bushaltestellen, also in Johannisthal, ansäßig ist, ist von allen Döner-Bistros das neuste.

Da es erst im September/Oktober 2012 eröffnet wurde, wirkt die Einrichtung auch noch neu und ordentlich. Der Laden ist durchaus modern eingerichtet und wirkt sauber. Es gibt sowohl draußen, wie auch drinnen Sitzplätze. Zudem gibt es einen abgetrennten Bereich, in dem Spielautomaten stehen und geraucht werden kann. Leider ist genau das aber ein ziemlich unangenehmer Punkt, denn an manchen Tagen, wenn die Tür des Raucherraums etwas länger offen steht, zieht der Rauch in den Raum zum essen. Da beide Räume ziemlich klein sind, wirkt der gesamte Imbiss an diesen Tagen wie der Raucherraum an einem Flughafen. Wenn die Tür zu bleibt und nicht viele Raucher dort sitzen, geht es.

Die Auswahl der Speisen ist die übliche anderer Döner-Bistros, dazu wurde eine Bar kombiniert, an der man diverse Getränke (wie auch das übliche Bier) bekommt.

Das Dönerfleisch ist, wie oben schön erwähnt, aus Hackfleisch, das Gemüse frisch und das Brot in Ordnung. Einige Dönerläden trennen ihre Tomaten und Gurken, das wird hier nicht gemacht und auch die Zwiebeln schmecken oft ziemlich scharf, was aber im Prinzip nicht weiter stört.
Es gibt definitiv bessere Döner in Berlin, auch mit Hackfleisch, aber rund um den S Bahnhof Schöneweide gehört dieser hier noch zu den besseren.

Das Ranking der Döner-Bistros* in dem Bereich würde bei mir so aussehen:

1. Stern Bistro
2. Bistro Narli (im Zentrum Schöneweide)
3. Bistro ggü. vom Stern Bistro (ebenfalls am Sterndamm)
4. Yuppi's Bistro (im S Schöneweide)
5. Bistro Hahn (rechts neben dem S Bahnhof)

* da ich den Döner in der Brückenstraße noch nicht probiert habe, wird dieser nicht aufgezählt.

Ich vergebe drei Sterne, weil der Laden ordentlich ist, die Mitarbeiter freundlich sind und weil der Döner zwar nicht der leckerste ist, aber man ihn essen kann - es gibt schlechtere.
Einen Stern abzug gibt es für das Raucherzimmer und einen, weil es eben noch bessere Döner gibt. ;-)

Fazit: Wer zufällig am S Schöneweide ist, sollte nicht gleich die ersten beiden Bistros, die einem dort ins Auge fallen, nehmen, sondern zum Sterndamm, in das Einkaufszentrum oder in die Brückenstraße (dort gibt es u.a. auch Pizza, Dönbertest folgt) laufen.
Müsste man sich zwischen den 5 oben genannten entscheiden, würde ich eher das Stern-Bistro empfehlen.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

evalotta der in der Brueckenstr ecke..vorne..neben Friseur..soll aber die beste pizza weit und breit haben…

annemeyer ja, die Pizza war gut und (zumindest die Lieferdienste im Kiez) scheint mir tatsächlich bisher der beste Pizza-Versorger im Kiez zu sein.
Aber den Döner habe ich noch immer nicht versucht.

Highway - American Restaurant - Ostseebad Binz

Dünenstrasse 64a, 18609 Ostseebad Binz

17.02.2012

Im Januar nach Rügen zu fahren ist natürlich eine sehr eigenwillige Idee. Der Vorteil ist natürlich, dass man sich nicht mit allen anderen Touristen um einen Platz in einem miesen Standrestaurant schlagen muss, den Nachteil muss ich euch sicherlich nicht erklären.

Nachdem man also im Januar kurzzeitig dachte in der schneebedeckten Wüste (im Sommer nennt sich das wohl “Strand”) zu erfrieren und nur durch purem Lebenswille wieder zum Hotel zurück stapfen konnte, bleibt oftmals nicht viel anderes übrig, als im Hotelpool einige Runden zu schwimmen und dann auf die Suche nach Nahrung zu gehen. Doch was ist das? Die Preise in den meisten Hotels sind unverschämt (Touristen ausbeuten ist scheinbar ein erfolgreicher Sport).

Hungrig warfen wir uns also in unser rollendes Gefährt und fuhren von unserem Hotel etwa … 400 Meter. Dort sprang uns bereits das “Highway 96” ins Auge und wir hinein.

Von innen ist das Restaurant, mit dem Schwerpunkt auf amerikanische Küche, auch so entsprechend eingerichtet.
Überall hängen Nummernschild aus verschiedenen Bundesstaaten der USA, Fotos von Bikern und die Bänke sehen so aus, wie ich sie mir in einem Diner vorstelle. Insgesamt sehr stimmig und ansprechend eingerichtet.

Auf der Speisekarte finden sich Spare-Rips (ca. 10€), verschiedene Chicken Wings, Steaks, verschiedenes aus dem Bereich Chicken&Turkey und natürlich Burger mit Rind, Truthahn oder Lamm und jeweils verschiedenen Versionen. Ansonsten stehen auch einige deutsche Gerichte auf der Karte und Sandwiches, die gerade danach brüllen den überteuerten Speisen vom Strand einen Stinkefinger zu zeigen.

Wir probierten uns während unseres Aufenthalts jeden Abend an anderen Gerichten (bei mir war es immer Burger, bei ihm Burger und Spare Rips) und waren mehr als zu Frieden. Die Fleischscheibe der Burger ist schön dick und genau richtig gebraten, die Spare-Rips sehr üppig.
Insgesamt waren die Portionen ordentlich groß, sodass wir keinen Hunger* leiden mussten.

Die Mitarbeiter überzeugten uns auch durch ihr freundliches und zuvorkommendes Auftreten.
Scheinbar ist das Highway für die Bewohner von Binz (es gibt wirklich ein paar) durchaus auch ein Anlaufpunkt, zumindest konnten wir immer wieder Stammkundschaft erblicken.

Schade, dass das Highway ausgerechnet in Binz und nicht in Berlin ansässig ist, ansonsten wären wir dort sicherlich ebenfalls Stammkunden. Zwar gibt es in Berlin auch amerikanische Restaurants, aber bisher konnten wir keines finden, dass uns so überzeugt hat.

*vollgefressen

La Fiamma - Kreuzberg

Kottbusser Damm 31, 10967 Berlin

16.11.2011

Döner und Pizza?
Döner und Pizza!

Ein interessantes Konzept, dass sich, man sieht es an den weiteren Filialen von La Fiamma, die nach und nach entstehen, immer größerer Beliebtheit erfreut.
Der Döner, der zwar aus Hackfleisch ist, schmeckt überraschend gut (mein persönlicher Platz 2 in Berlin). Auch wenn man bei dem Preis(1,99€) eher eine Katastrophe vermuten könnte.
Meistens esse ich dort jedoch Pizza, denn sie ist in der Tat etwas besonders.
Zum einen gibt es Kreationen, die etwas gewöhnungsbedürftig sind z.B. die Kartoffelpizza, aber dennoch sehr lecker.
Ganz besonders überzeugt haben mich aber die Spinat und Thunfisch- Pizzen.

Ich finde auch den Preis nicht zu hoch. Für ein “kleines Stück” zahlt man 2€. Nimmt man zwei dieser kleinen Stücken hat man eigentlich schon eine normal große Pizza für 4€. Im Vergleich zu den meistens Restaurants ist es billiger und die Pizzen in den meisten anderen Restaurants finde ich bei weitem nicht so gut.

Das Fiamma in Kreuzberg hat leider nur wenige Sitzplätze (und irgendwer kauft mir immer die Spinatpizza weg – Schweinerei!) und die Parkplatzmöglichkeiten sind leider auch eher schlecht, aber Sauberkeit und Freundlichkeit sind dagegen positiv zu bewerten.

Also bisher bin ich mit dem la Fiamma in Kreuzberg sehr zufrieden.

Pizza Box - Alt-Hohenschönhausen

Gehrenseestr. 63, 13053 Berlin

06.09.2011

Mit dem iPhone geschriebener Beitrag Hol Dir die App

Wenn wir das erste Mal irgendwo bestellen, nehme ich für gewöhnlich Spaghetti Bolognese, denn wenn schon die nicht schmeckt, brauche ich andere Gerichte gar nicht erst testen.
An den Karten gibt es, wohl zur Eröffnung, spezielle “Box Coupons”(z.B. "2 Nudel Gerichte nach Wahl + 1 Liter Softgetränk nach Wahl), den wir entsprechend nutzten.
Zur Bolognese kam noch das Algio e Olio, zudem zusätzlich die Knoblauchbrote dazu.
Die Lieferzeit war mit ca. 25 Minuten okay.
Es folgte das übliche Abwickeln an der Tür, eine Überprüfung der Rechnung – darauf stimmte alles- und die anschließende Flucht des Lieferanten. Leider auch mit der Rechnung -Warum?

Kaum standen die Speisen auf dem Tisch, lief dieser mit Olivenöl voll. Die Packung der Algio e Olio war undicht, sodass bereits beide Verpackungen ordentlich beschmiert waren- schöne Schweinerei.
Die Bruschetta dagegen war gut verpackt und sah gut aus. Beim probieren zeigte dich jedoch, dass Löcher in der Verpackung besser gewesen wären, denn so konnte die Hitze nicht abziehen und man biss in ein mit Öl vollgesaugtes Brit, das leider nicht ansatzweise bissfest war.

Das Algio e Olio war etwa zu 3/4 befüllt. Es sah ein wenig so aus, als hätten sie noch “Reste” davon in der Pfanne gehabt, die dann kurzerhand in die Verpackung gefüllt wurden. Oder ist das immer so wenig?

Die Spaghetti Bolognese war jedoch die größte Überraschung. Dort war die Packung, so wie man es kennt, bis zum Rand gefüllt, jedoch sahen sie etwas “spezieller” aus.
Eine kurze Überprüfung:
Spaghetti: Check
Fleischsauce: fehlt, dafür gab es Sahnesauce, Schinken & Ei.

Höchst spezielle Spaghetti Bolognese(auf der Rechnung stand ja das richtige).
Der Geschmack der speziellen Bolognese-Carbonara Idee war, Sahnesoße-typisch anfangs ziemlich trocken, irgendwann ging es. Geschmacklich war es auch … okay.

Passieren denen solche Fauxpas häufiger? Eine Weile gibt es den Laden ja nun schon.
Klar kann es mal passieren, dass an einer Stelle die Verpackung beschädigt ist und es kann im Stress bestimmt auch mal vorkommen, dass das falsche Gericht geliefert wird, aber die versiffte Bruschetta hätte man schon erkennen und verbessern können.
Scheinbar hatten wir bei unserer Bestellung (22:30 Uhr, also nicht einmal unbedingt die Stoßzeit) einfach eine Menge Pech.
Ob wir noch einmal dort bestellen ist fraglich.

Fazit: es gibt billigere Läden, die auch besser schmecken, aber es geht. Wer also einen Glückstag oder wer Lust auf eine Überraschung hat, kann dort ruhig bestellen.

McDonald's Deutschland Inc. - Neukölln

Sonnenallee 254, 12057 Berlin

24.07.2011

Es gibt “Restaurants” bei denen man sich wundert, wie die sich überhaupt halten können und vor allem warum sie auch Nachts auf haben.
McDonalds an der Sonnenallee ist so ein Fall. Durchgehend auf, obwohl augenscheinlich nichts in der Nähe ist, von dem Nachts Gäste zuströmen könnten- vom Hotel und der türkischen Partylocation in der Zigrastraße, vielleicht auch noch dem Autobahnanschluss abgesehen.

McDonalds hat also durchgehend auf und versorgt die wenigen Kunden (immer, wenn ich dort aufschlage, sitzen höchstens 4 Figuren dort).
Nun ja, versorgen ist dort aber speziell.
Betritt man in der Woche Nachts die Räumlichkeiten des heiligen “M” und beobachtet die Mitarbeiter bei der Herstellung der Burger, so kommt es manchmal vor, dass man merkwürdige Eigenarten entdeckt.

So wie bei uns am, ich glaube es war Donnerstag. Wir bestellt 2 Hamburger und 2 Cheesburger. Es lagen keine aus, deshalb mussten die Mitarbeiter sie also frisch zubereiten.
Die Dame, die die Bestellung aufnahm, ging anschließend zur Fritteuse und legte dort die Patties (Fleischscheiben) für die Burger rein – zu den Pommes.
Auf Nachfrage, ob sie gerade wirklich die Fleischscheiben für die Burger in die Fritteuse der Pommes gelegt hatte, bestätigte sie die Beobachtung. Das würde schneller gehen. Wir lehnten die Burger so ab. Wenn ich Pommesgeschmack will, bestelle ich Pommes.
Sie diskutierte, wie forderten. Schließlich nörgelte sie, dass wir dann warten müssten, weil das länger dauern würde – kein Problem für uns.
Sie nahm die Patties von unseren Burgern und hatte Glück, denn hinter uns kam eine Gruppe von ca. 5 Leuten rein, die kurzerhand die frittierten Fleischscheiben auf ihre Burger bekamen.

Eigentlich kann man in dem Laden auch eine volle Mahlzeit auf dem Boden der Küche finden. Manchmal ein bisschen zertreten, aber reichlich. Ich verstehe schon, dass in der Küche mal einiges runter fällt und dass man auch nicht immer sofort dazu kommt es weg zu machen, aber dort liegt (immer wenn wir dort sind) reichlich auf dem Boden. Sehr Ansehnlich – ist mir in anderen Restaurants noch nicht aufgefallen.

Sie bekommen zwei Sterne, aber nur für ihre Öffnungszeiten und das McCafe im Restaurant.

Vegetariern würde ich abraten in dieses Restaurant zu gehen, um Pommes oder den Veggi-Burger zu essen. Wer weiß welche Fleischscheiben zuvor im Frittierfett schwimmen mussten.

blackoutak Ich hab da mal gearbeitet und das, was du da erlebt hast, ist bei weitem harmlos :D

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

evalotta Dieses McDo…f hat nur bis 3 Uhr geöffnet,…am Wochenende wohl durchgehend.

Lezzet Grill - Kreuzberg

Adalbertstraße 3, 10999 Berlin

30.06.2011

Wir essen häufig Auswärts, meistens Nachts und so gut wie immer ganz kurz vor dem Hungertod.
Für Fleischfresser bietet sich da etwas aus der Kategorie "Döner" an.

Nachdem wir Jahrelang häufig im Bagdad am Schlesischen Tor eingekehrt waren, dort aber die Qualität deutlich gesunken ist, suchten wir also einen neuen Dönerdealer.
Von "schlecht-das-würde-nicht-einmal-mein-Hund-essen" bis "hier bleiben wir" war auf unserer Suche so ziemlich alles dabei.

"Hier bleiben wir" ist seit etwa einem Jahr der Lezzet Grill.
Bei Lezzet gibt es eine vernünftige Auswahl an Speisen, darunter auch türkische Backwaren und natürlich auch Döner.
Dafür verwenden sie Scheibenfleisch und manchmal interessante Gemüsezutaten, meistens aber die normalen. Für 3€ gibt es dann einen vernünftig großen Döner. Beim Lezzet Döner gibt es etwas besonderes. Das Gemüse bleibt "oben", sodass am Schluss noch Brot und Fleisch bleiben. Das Beste am Döner also.

Aber auch die anderen Speisen schmecken bei Lezzet. Der Fleischspieß sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch so und der Börek, Fleisch oder Käse und Spinat, wird auch regelmäßig von uns erworben und verspeist.

Von Außen ist der Laden ziemlich unscheinbar und die Einrichtung ist nicht die neuste, jedoch ist der Laden sauber und die Mitarbeiter sind durchwegs freundlich. Häufig wird den Gästen dann auch noch ein Gläschen Tee angeboten.

Fazit: Ohne Lezzet wären wir mit Sicherheit schon verhungert. Wir essen gern und häufig dort und wenn die Qualität sich in den nächsten Jahren nicht zum negativen verändert, werden wir auch noch lange dort Gäste bleiben.

Bäckerei Ladewig - Kreuzberg

Oppelner Straße 4, 10997 Berlin

12.04.2011

Morgens kurz nach 5. Die Einen kommen gerade müde von der Arbeit, die Anderen sind müde auf dem Weg dahin. Aber eines haben die Geschöpfe, neben ihren müden Augen gemeinsam - sie treffen sich bei Ladewig.
Für einen Kaffee und ein Brötchen.

Brötchen gibt es hier reichlich. Klar, ist ja auch ein Bäcker. Einer der, die ihr Brot noch selbst machen. Und das seit 1969.

Also dann, die Gruppe müder Arbeitstiere steht am Tresen und beobachtet das Angebot.
Brot, Brötchen - darunter eine sehr große Auswahl an belegten Brötchen - Gebäck, Kuchen und siehe da im Fenster stehen die berühmten Riesenpfannkuchen. Allein für diese Werke ist es schon wert einen Abstecher nach Kreuzberg zu machen.

Die Auswahl ist super, nicken die Arbeitstiere. Der Blick zu den Preisen überrascht. Es ist nicht, wie in Kreuzberg üblich, unverschämt teuer, sondern die Preise sind fair.

Die Entscheidung ist gefallen, die Arbeitstiere bestellen, bekommen, bezahlen und probieren.

"Sehr gut", "lecker", "ich komme wieder", nicken sie und verschwinden mit ihrem Kaffee in der Hand raus in die Arbeitswelt.

Bistro Bagdad - Kreuzberg

Schlesische Straße 2, 10997 Berlin

20.08.2010 (aktualisiert am 10.04.2011)

Wenn man Nachts hungrig auf der Suche nach Nahrung durch Kreuzberg schlendert, trifft man schnell auf das Bagdad am Schlesischen Tor.
Der Weg dahin lohnt sich durchaus, denn das Essen dort sind von guter Qualität und der Preis ist erschwinglich. Speziell der Döner, dessen Fleisch aus Scheibenfleisch und nicht aus Hackfleisch besteht, ist seine 2,50€ wert.
Wer Zeit hat kann sich auch hinsetzen und das Treiben auf der Straße beobachten.

Kleiner Kritikpunkt: Ich habe den Eindruck, dass im Laufe der Jahre etwas mehr fettiges Fleisch auf den Dönerspieß kam. Der Qualität schadet es (noch) nicht und der Döner schmeckt auch weiterhin gut, aber ich hoffe, dass in den nächsten Jahren nicht noch mehr an dem "richtigen" Fleisch gespart wird.

EDIT 2011: Die Qualität sinkt und sinkt und sinkt und wir sind weg. Schade, weil er wirklich gut war, aber jetzt wird nur noch auf das Party- und Tourivolk gesetzt. Wir haben mitlerweile einen neuen Lieblingsladen - zwar etwas weiter weg (Kottbusser Tor), jedoch deutlich besser.

Saray Warschauer Straße - Friedrichshain

Warschauer Straße, Ecke Revaler Straße, 10245 Berlin

11.12.2010

An Tagen, an denen die S Bahnen fahren, passiert es manchmal, dass man am S Bahnhof Warschauer Straße landet. Die Gründe sind vielseitig: man wird beim schwarzfahren erwischt und muss aussteigen, wird von Freunden in einen umliegenden Club geschleppt oder ist Gast im Astra Kulturhaus. In fast allen Fällen stellt man sich dann irgendwann die Frage: Wo finde ich hier etwas zu essen?

Direkt an der Kreuzung Revaler Straße/Warschauer Straße findet sich schließlich das Saray. Was es genau ist weiß wohl niemand so recht. Irgendwie gibt es dort fast alles. Chinanudeln und Döner. Vielleicht sogar der Döner mit Chinanudeln?

Entschließt man sich also nach der Partynacht oder dem Konzert im Astra auf einen "Sprung ins Saray", gibt es meistens die erste Enttäuschung, denn oftmals muss man anstehen und warten. Warum wird dieser Laden so zahlreich besucht? Sind es die Touristen, "Neureichen" oder Neu-Berliner?

Dem Anschein nach ist der Laden sauber und gepflegt. Zudem ist er durchaus modern eingerichtet. Nun hat man also die Wahl zwischen den verschiedenen kulinarischen Gerichten, die man in einem Dönerladen eigentlich nicht erwartet. Eigentlich hätte das auch eine Warnung sein müssen. Einen ähnlichen Dönerladen gibt es in der Massower Straße in Friedrichsfelde. Natürlich ist der Laden da nicht so durchgestylt, aber dort gibt es ein ähnliches Angebot: Chinesisch, Pommeskram und Döner. An diesen scheußlichen Döner hätte ich denken sollen, als mir die vielen verschiedenen Speiseangebote im Saray auffielen. Ich tat es nicht.

Hat man sich dann also entschieden und die anderen Gäste vertrieben, so trifft man auf eine Gruppe arroganter, wortkarger und ignoranter Mitarbeiter. Die Jungs zeigen dem Kunden genau, wie unerwünscht dieser ist und wie sehr es sie nervt. Ein wenig erinnern sie an Beamte.

Irgendwann ist man dann im Besitz eines überteuerten Döner. Der Magen knurrt, die Geschmacksnerven warten interessiert. Der erste Biss - mh okay, wie jeder andere Döner. Der zweite Biss - immer noch. Doch dann erreicht ein merkwürdiger Geschmack die Nerven. Was ist das? Oregano? Beifuß? Noch anderer, nicht definierbarer Kräuterkram? Möglicherweise war einfach zu viel Thymian am Fleisch, aber das Fleisch schmeckte furchtbar. Bei beiden Besuchen.

Bei unserem ersten Besuch (September/Oktober 09) war selbst das Brot irgendwie speziell, aber nun wirklich nicht lecker. Allgemein war der Saray Döner der bisher ekelhafteste, den wir je gegessen hatten (und wir essen oft und überall Döner). Ich gab nach der Hälfte auf und reichte den Döner an meinen Freund weiter, der sich jedoch dazu entschloss weder seinen, noch meinen endgültig zu verspeisen. Er warf beide weg. Der Mann wirft sonst NIE, wirklich NIEMALS, etwas weg, wenn es nicht verdorben ist.

Der zweite Besuch (Dezember 2010) war nicht mehr ganz so schlimm. Das Brot wird noch immer nicht getoastet, aber ist zumindest nicht mehr so ungenießbar. Das Fleisch dagegen ist noch genauso "speziell" wie bei unserem letzten Besuch. Ehrlich, ich will Fleisch haben, das nach normalem Dönerfleisch schmeckt, nicht nach Kräutern.

Das Saray bekommt aber dennoch einen Preis von mir: Für den schlechtesten Dönerladen in Berlin. Selbst der bereits erwähnte Chinadöner in Friedrichsfelde ist deutlich besser. Gegen den Saray-Döner schmeckt der Döner an einem Bahnhof deutlich besser - zumindest zur Zeit.

Nach zwei vermasselten Chancen werde ich dort sicherlich nichts mehr kaufen. Aber es gibt ja genug Touris und Neuberliner.

ben-net "An Tagen, an denen die S-Bahnen fahren..." Grandiose Einleitung, man denkt sofort an die letzten Wochen des Zweiten Weltkries und ist doch nur 2010 im Winter...

Fadello - Marzahn

Alte Hellersdorfer Straße 134, Anfahrt über Klausdorfer Str. , 12629 Berlin

28.11.2010

Mit großen Buchstaben steht am Eingangsbereich: "Steakhaus und Pizzeria". Super, dachten wir uns, als wir es irgendwann zufällig entdeckten.
Zusätzlich wird mit "Neueröffnung, 50% Rabatte auf alle Speisen" geworben.

Fleisch und Rabatt lassen wir uns nicht zwei Mal sagen.
Auf die Tür, rein die Kunden.

Doch was ist das? Es ist ruhig. Sehr ruhig. Nur eine Gruppe von 4 Personen sitzt an einem Tisch und unterhält sich leise.

Die Ausstattung des Restaurants erinnert eher an eine Lokalität, die typisch deutsche Speisen verkauft. Wahrscheinlich war zuvor wirklich ein solches Lokal in den Räumlichkeiten zu finden. Am Eingang steht in der Mitte ein kleiner Brunnen, nach Links und Rechts gehen hüttenähnliche Abteilungen, in denen die Gäste sitzen können. Etwas weiter hinten gibt es weitere Sitzgelegenheiten.

Es war also Mittwochabend um kurz vor 20 Uhr. Der Laden so gut wie leer . Die Auswahl des Platzes war leicht. Weit weg von den anderen Gästen und zurückgezogen in einem eigenen Abteil.

Der Kellner wartete höflich, bis wir unsere Jacke ausgezogen hatten und saßen, begrüßte uns freundlich und reichte die Karten an uns weiter.
Die Auswahl ist gut und abwechslungsreich.

Das Steak ist angenehm zart und wird nach Wunsch gebraten.
Die portugiesische Pfanne und auch die Argentinische Pfanne sind aber ebenso lecker. Auch dort ist das Fleisch sehr zart und alle Zutaten sind frisch.
Wir waren bereits einige Male dort und fanden alle Gerichte wirklich lecker.
Zudem sind auch die Portionen ausreichend.

Ein ganz, ganz großes Plus geht an den Kellner, der immer sehr freundlich ist und auch die Späße seiner Gäste mit macht. In Hellersdorf habe ich wirklich nicht damit gerechnet auf einen freundlichen Kellner zu treffen, der (zumindest aus der Sicht des Laien) Ahnung von dem hat, was er macht.

Wir haben das Fadello in unser Herz geschlossen – der Charme der Einrichtung, die lecken Speisen und der tolle Kellner. Wir werden noch häufiger hinfahren, auch wenn es „etwas weiter draußen ist.“