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Ich bin buongustaio aus Berlin. Ich bin Qyper seit dem 08.11.2006

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ParisSaigon - Schöneberg

Motzstraße 60, Schöneberg, 10777 Berlin

08.07.2012

Eigentlich ist die sogenannte "Fusion-Küche" (furchtbares Wort) ja fast schon wieder ein alter Hut, spätestens seit es so merkwürdige Kombinationen wie "schwäbisch-griechisch" oder "mexikanisch-thailändisch" gibt, ebbte die Welle dann wieder ab. Doch es gibt noch einen Lichtblick am Horizont: das "Paris-Saigon" in Schöneberg!

"Französisch-asiatisch". Wer jetzt denkt: "Och, ist aber auch nicht gerade neu", wird angenehm überrascht sein, denn anders als bei vielen anderen liegt hier der Schwerpunkt nicht auf der asiatischen, sondern auf der französischen Küche: Klassiker wie Merguez, Coq au vin oder das Rinderfilet "Robespierre" werden dezent mit asiatischen Aromen bereichert und entwickeln so ganz neue Geschmacksnuancen. Was mir besonders gut gefallen hat: Der Koch weiß wirklich mit Kräutern und Gewürzen umzugehen, keines der probierten Gerichte wurde "erschlagen", sondern es blieb stets ein interessantes und leckeres Zusammenspiel. Frühstück gibt es auch und diese vietnamesischen bánh mi- Baguettes (die man sonst ja nur im hippen Mitte bekommt...)

Die Räume spiegeln das Konzept, ein wenig Frankreich, ein wenig Saigon, wobei ich gestehen muss, dass der allerschönste Platz die Terrasse zur Strasse ist; Tische dort sollte man in den wenigen Berliner Sommernächten unbedingt reservieren! Die etwas älteren (West-)Berliner werden übrigens ein Deja-Vu haben: Ja, das  sind die Räume des legendären, ersten, damals noch wirklich guten "Tomasa"!

Und auch der Patron, der den jungen, aufmerksamen Service anleitet, kommt einem bekannt vor: Er führt bereits seit Jahren ein kleines, feines Restaurant in Wilmersdorf und hat sich mit dem "Paris-Saigon" eine weitere Kochlandschaft erschlossen.

Fazit: wirklich leckeres Essen, dass sich von den unzähligen Italienern am Victoria-Luise-Platz erfreulich-erfrischend abhebt, toller Service und Terrassenplätze, die einen dazu verführen, noch ein Glas Wein zu trinken... und noch eins... und noch eins...


Dorfhotel Boltenhagen - Boltenhagen

Mecklenburger Allee 1, 23946 Ostseebad Boltenhagen

07.06.2012

Lange habe ich ja auf Qype nichts mehr geschrieben - und in der Zwischenzeit hat sich auch ein bißchen 'was verändert: Ich wurde Vater. Und schon hat man einen ganz anderen Blick auf die Welt - und urlaubt auch anders. Ab jetzt muss es kinderfreundlich sein. Horror.

Ein kleiner Tipp in der "Eltern" empfahl uns das Dorfhotel Boltenhagen, die Website ist ziemlich.. naja.. Durchschnitt, hat mich aber nicht abgeschreckt. Tui halt. Aber die Ostseeküste ist sehr sehr schön und von Berlin aus gut zu erreichen, der Mai hatte noch ein paar freie Tage, also haben wir kurzentschlossen gebucht.

Keine drei Stunden nach der Abfahrt erreichten wir den sehr sehr großen Parkplatz, der Gott sei Dank kaum gefüllt war (wir waren in der Nebensaison vor Ort - ich möchte nicht wissen, was da los ist, wenn Schulferien sind). Der Empfang war herzlich, das Gelände, das auf den ersten Blick riesig wirkte, erwies sich dann als angenehm überschaubar. 
Das Appartement war nicht nur gemütlich und zweckmäßig eingerichtet (alles, was man braucht, ist vorhanden), sondern sehr sauber und aufgeräumt - so wie die gesamte Anlage einen überaus gepflegten Eindruck macht. Ebenerdig gelegen hatte wir eine wunderbare Terrasse mit einem großen Stück Rasen, auf dem unsere Kleine robben konnte. Der Blick zur Marina ist wunderbar, an den warmen Abenden regelrecht romantisch... 

Die Anlage bietet alles, was das Herz begehrt, Spielplätze, Hallenbad, Minigolf, Strand, Grillplatz und und und - für uns ein wenig zu früh, für Familien mit größeren Kindern jedoch ideal. Boltenhagen-City liegt 3 Autominuten entfernt, doch der kleine Kramladen vor Ort erfüllt alle wesentlichen Kaufbedürfnisse. 
Das Frühstücksbüffett ist üppig und bietet mit warmen Waffeln/Crepes, frisch zubereiteten Spiegeleiern und großer Käse-, Wurst-, Obst- und Süßigkeitenauswahl wirklich alles, was der Magen begehrt. Und selbst der Kaffee schmeckte...

Wenn Erwartungen erfüllt werden, dann ist es halt "so okay".... Doch das Dorfhotel hatte für uns einen "Wow-Faktor", der sehr begeisterte: das freundlichste, herzlichste Personal, das mir seit langer langer Zeit in Deutschland begegnet ist. Nichts war unmöglich, jeder Sonderwunsch wurde ohne Diskussion erfüllt, die Kinder werden ernst genommen - und das alles nicht mit aufgesetzter Freundlichkeit, sondern echter.

Zufälligerweise fiel mein Geburtstag in unseren Aufenthalt. Am Nachmittag klingelte es - und eine Mitarbeiterin stand vor der Tür, um mir einen (vom Hotel) selbstgebackenen (!) Kuchen zu überreichen. Das habe ich so nur sehr selten erlebt - und gerade der Faktor: "selbstgebacken" lässt den Glückwunsch nicht zur hohlen Geste werden.

Fazit: Das Dorfhotel hat mich begeistert (und auch meinen knorrigen Vater, der frustriert zugeben musste, nichts, aber auch gar nichts zum Meckern gefunden zu haben), wir werden wiederkommen, spätestens, wenn die Kleine etwas größer ist und sich auf dem Gelände richtig austoben kann. 
Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Thomas Kohler Ich freue mich, daß Sie es in meiner Heimat (Klützer Winkel) so toll fanden.

IT-Service und Consulting Christian Radola - Wilmersdorf

Kufsteiner Str. 43, 10825 Berlin

30.03.2010

Ich muss es gestehen: Von Technik verstehe ich gar nix. Ich weiß weder wie ein Auto so wirklich funktioniert noch was den PC zum Laufen bringt. Ich weiß, wie man beides bedient - und das reichte mir bislang auch.
Nur: Manchmal klappt das dann nicht mehr so, wie man eigentlich will. Das Auto muss dann in die Werkstatt - und der PC? Einmal hab ich ihn weggebracht - in eine vollkommen vermüllte Messie-Werkstatt, wo mir ein Nerd dann sagte, ich könne ihn in vier Tagen wieder abholen - er war da natürlich noch nicht fertig, ich glaube, da hatte noch nicht mal jemand reingeguckt.
Ansonsten ruft man Freunde an oder der Bruder kommt vorbei, alle doktorn daran rum und irgendwie wird es nicht besser, sondern eher schlimmer. Meistens ist das ursprüngliche Problem behoben, dafür funktionieren dann aber 3 andere Programme nicht mehr... :) Kennen Sie das auch so?

Doch jetzt gibt es Abhilfe und ich bin begeistert: Christian Radola ist IT-Experte und sehr service-orientiert, d.h. ich muss meinen PC nicht zu ihm schleppen, sondern er kommt zu mir nach Hause. Er erklärt, was er macht und wieso er es macht - und er hat die Ruhe weg. Selten fühlte ich mich - und meinen Rechner - so gut aufgehoben.

Nach einem Radio-Bericht über all die Dinge, die in unseren Rechnern und Tastauren so leben, setzte auch prompt meine Tastatur aus (war das gesteuert??). Ein normales Drüberwischen reichte also nicht mehr - und da wurde mir Herr Radola empfohlen, der auch Grundreinigungen durchführt. Ich habe wirklich nicht gedacht, wieviel Dreck sich in Tastaturen - und auch im PC selbst - ansammelt.....

Nach getaner Arbeit (und ich hab noch viel nebenbei erfahren über Sicherheit und wie ich meinen PC noch optimieren kann in seiner Leistung) checkte Herr Radola noch mal alle Funktionen durch - und er gibt eine 10tägige Gewährleistung auf seine Dienste. Sollte also irgendwas mal nicht rund laufen, nachdem er da war, kommt er nochmals vorbei und behebt das Problem.

Neben sehr fairen Festpreisen für Installationen und Instandsetzungen (ab 45 Euro netto aufwärts - inkl. Anfahrtskosten innerhalb Berlins!!) kostet die erste Stunde bei schwereren Problemen 80,- Euro netto (inkl. Anfahrt), danach rechnet er halbstündlich mit je 35,- Euro ab.

Und jetzt im Frühjahr kostet die Reinigung plus Systemcheck übrigens nur 40,- statt sonst 60,- Euro. Für mich war das gut investiertes Geld... :)

BellasArtes das wird mein mann

Steaks & Friends - Prenzlauer Berg

Schönhauser 11, 10119 Berlin

15.02.2010

Wenn ein Restaurant so herzhaft kontrovers diskutiert wird, dann möchte ich mir natürlich auch ein Bild davon machen.... ok, kleine Entscheidungshilfe dabei war das "City-Deal"-Angebot, aber den Gutschein habe ich dann zuhause liegen lassen.... was aber eine andere Geschichte ist :)

Dennoch passte diese Vorgeschichte gut zum Abend, denn auch dort ist irgendwie alles schief: Der Innenraum ist stylisch, die aktuellen Angeboten sind aber an die Fensterfront geschrieben, was eher billig aussieht. Statt der angekündigten Chillout-Musik dudelten die Charts nach RTL-Art. Und die schwarz gewanderten Kellner waren zwar freundlich, aber dann doch in ihrer Art "too much", denn es handelt sich hier wahrlich nicht um gehobene Gastronomie, sondern eher um ein Steakhaus der ein wenig besseren Art.
Wir hatten einen Tisch bestellt; gute Entscheidung, denn auf einen Sonntag zu 19.00h waren alle Tisch besetzt bzw. reserviert.

Die Speisekarte - fast schon klassisch, die Preise etwas über denen vergleichbarer Restaurants - aber das wird der In-Lage geschuldet sein. Vieles bio - Ehrensache. Die Weinkarte erklärt die Geschichte des Weines.... aha.

Der flinke Kellner nahm die Getränke und Speisen auf und fragte, ob wir Brot und Olivenöl haben möchten - was mich dann überraschte, also die Frage... :) Er ließ uns dann noch eine Speisekarte "zum Stöbern" da, was allerdings nur zu Tage brachte, dass die Auswahl an Nachtischen eher dürftig ist: Rote Grütze, Schokoladen-Mousse und Vanille-Eis. Nun ja, wer auf Fleisch aus ist, hält sich anscheinend keinen Platz mehr für Süßspeisen frei. :)

An den Speisen selbst war nichts auszusetzen. Grundsolide zubereitet lösen sie nun keine Jubelstürme aus, sind aber wohlschmeckend und vollkommen in Ordung. Der Burger war groß und reichlich belegt, das Fleisch darin allerdings eher klein und ein wenig trocken. Die Spareribs waren saftig und herzhaft mariniert.

Was mich jedoch zunehmend stört - nicht nur hier, sondern auch in vielen anderen Restaurants und Gaststätten - ist der Umstand, dass die Teller nach dem Essen nicht zügig abgeräumt werden, insbesondere, wenn man sie bereits offensichtlich zur Seite gestellt hat. Gerade wenn ich so richtig satt bin (und die Portionen im "Steak & Friends" sind großzügig bemessen), möchte ich nicht noch ewig lang mit den Speiseresten konfrontiert werden... Große Bitte an den Service: Mehr Aufmerksamkeit!

Fazit: Das "Steak & Friends" ist ein gutes normales Steakhaus, dass nur dadurch enttäuscht, dass es die Erwartungen selbst hochschraubt. Es ist kein "Grill Royal" an der Schönhauser, sondern eher ein designtes Blockhouse. Etwas weniger Drumherum und es würde alles passen.
Dafür allerdings noch einmal nach Mitte fahren? Eher nicht...

P.S. Die Überlegung, was denn die "Friends" von den "Steaks" sein könnten, führte zu einer sehr amüsanten Diskussion bei Tisch...

Taberna de Bellas Artes - Wilmersdorf

Pfalzburger Straße 72a, Wilmersdorf, 10719 Berlin

28.12.2009

Tapas in Berlin? Keine Frage: Bellas Artes.

Und das ist schon seit Jahren so. Ich habe zumindest hier in Berlin noch kein anderes Tapas-Restaurant kennengelernt, das es mit der Qualität der Speisen, der Freundlichkeit des Personals und der Herzlichkeit des Padrons auch nur annähernd aufnehmen könnte.

Und anscheinend sehen das eine Menge anderer Menschen auch so, daher: Unbedingt einen Tisch reservieren!!!

Hotel in der Fabrik - Wien

Gaudenzdorfer Gürtel 73, 1120 Wien

28.12.2009

Ich mag ja den Charme alter Fabrikgebäude und finde es sehr angenehm, dass immer häufiger Hotels diese Bausubstanz für sich entdecken und nutzen.

Nach Wien sollte es also gehen, zur Adventszeit! Online dieses Hotel entdeckt, angefragt und: Erste Überraschung - der Preis! 75,- € die Nacht für ein normales DZ inkl. Frühstücksbüffet und 85,- € für ein großes DZ sind wahrlich nicht viel verlangt für ein Hauptstadthotel.

Die Lage ist durchaus noch zentral zu nennen: 3 Stationen von der fast vor der Haustür liegenden U-Bahnstation bis zum Karlsplatz, 2 bis zum Naschmarkt, das geht ratzfatz (und als Berliner ist man da ja auch durchaus längere Fahrten gewohnt). Diese ganzen Strassen"gürtel" dort sind zwar sehr befahren, aber da das Hotel im Innenhof liegt hört man nichts vom Verkehr.

Das Hotel ist inhaber-geführt und das merkt man sofort an der echten Freundlichkeit und der Service-Orientierung, die dort vorherrschen. Das große Zimmer war wirklich groß, ebenso wie das moderne Badezimmer, der LAN-Anschluß im Zimmer ist kostenfrei.

Was wirklich verblüfft (so traurig das ist), ist die enorme Sauberkeit: Ich hab es selten erlebt, dass ein Zimmer so ordentlich und gründlich geputzt wurde - und zwar jeden Tag! Aufgeschlagen liegengelassene Bücher wurden zugeklappt, nicht ohne ein kleines Lesezeichen einzulegen....

Ich fand auch das Frühstücksbuffet bemerkenswert: Das Rührei wurde an der offenen Platte stets frisch zubereitet, der Wunsch nach warmer Milch zum Kaffee wurde sofort erfüllt und auch sonst bin ich nörgelfrei (kommt ja selten vor :) ) sehr satt geworden.

Das Hotel hat kein Hotel-Restaurant, aber im vorderen Teil des Gebäudes ist das Restaurant "Die Fabrik" gelegen. Ein klassisches Beisl, das eine sehr leckere Wiener Küche anbietet: Bei der Fritattensuppe wird die Suppe am Tisch über die frischen Fritatten gegossen und das Blunzngröstl war eine ordentliche Portion, die aber so gut schmeckte, dass kein Krümel übrig blieb. Achtung: Am Samstag und am Sonntag ist das Restaurant zu, in der Umgebung gibt es sonst keine wirkliche Essensalternative (außer einem Burger King) - und als wir da waren, war das Restaurant jeden Abend knüppeldickevoll, also lieber einen Tisch reservieren. Und dann noch Warnung vor dem Kulturschock: ja, in Österreich wird in den Gaststätten noch geraucht - und nicht zu knapp...

Wir haben uns sehr sehr wohl gefühlt und ich kann Hotel wie Restaurant nur wärmstens weiterempfehlen. Für uns war es eine ideale Rückzugsoase, denn Wien in der Vorweihnachtszeit zu besuchen, war dann doch keine soo gute Idee, zumindest hatten diese Idee noch eine weitere geschätzte Million Besucher... :)

Ristorante Laurin - Bozen

Via Laurin / Laurin Straße 4, 39100 Bolzano

14.08.2009

Wenn ich mit dem Auto nach Italien einfalle, dann ist meine erste Station meist Bozen. Von Berlin aus gut zu erreichen, ermöglicht es dieser Ort mich langsam auf das ersehnte italienische Leben vorzubereiten.

Ich übernachte dann im Parkhotel Laurin, ein großes Haus mit Tradition und Geschichte, mit viel Kunst in den geräumigen, modernen, komfortablen Zimmern und, was man von außen nicht sieht, einem herrlichen Privatpark. Hier befindet sich auch der Pool und das hervorragende Open Air-Restaurant, in dem man geschützt von Sonnensegeln auch bei warmen Sommerregenschauern draußen speisen kann.
Das Frühstücksbuffet ist üppig und mich fasziniert insbesondere die große leckere Brotauswahl mit allerlei Gewürz- und Nußbrötchen und -broten.
Das Auto parkt sicher auf dem gegenüberliegenden Parkplatz und erholt sich von der ersten Etappe.

Alle weiteren Herrlichkeiten kann man sich auf der Website angucken. Das Hotel gehört zur Kategorie “4 Sterne superior”, verlangt also für den gebotenen Luxus auch seinen Preis. Zurecht. Ärgerlich nur, dass auch hier wie in vielen anderen Hotels für die WLAN-Nutzung eine Gebühr erhoben wird. Mittlerweile sollte doch die Hotellerie darauf gekommen sein, dass dieser Service sich ohne große eigenen Kosten auch frei anbieten lässt…

Einen Punkt Abzug gibt es jedoch, da ich mich beim letzten Mal arg geärgert habe. Ohne, dass es von mir bestellt war, und ohne, dass ich darauf aufmerksam gemacht wurde - weder bei der Buchung noch beim Check-In, gab man uns ein Raucherzimmer. Wir waren der Meinung, mit ordentlichem Lüften den Mief des Vorgängers schon rauszubekommen. Was wir nicht bedachten: der Mief war auch tief in den Kopfkissen und der Matratze drin, was bedeutete, dass jedes nächtliche Wenden im Bett eine Geruchswolke wie aus einem alten, kalten Aschenbecher hochstieben liess.

Ärgerlich, ohne Frage, aber den Punkteabzug gibt es nicht dafür.

Als ich beim Aus-Checken erwähnte, dass ich diesmal nicht ganz so zufrieden wie sonst sei, da man mir ungefragt ein Raucherzimmer gegeben hätte, hieß es nur: “Ach dann werden wir im System mal einpflegen, dass Sie Nichtraucher sind.” Und ich hätt ja auch was sagen können.
Für diese Kategorie von Hotel ist mir das definitv zu wenig als Reaktion auf mein Anliegen.

Osteria La bitta - Venedig

Dorsoduro 2753, Calle Lunga San Barnaba, 30123 Venezia

11.02.2009

Das “la bitta” ist eigentlich mein Geheimtipp für Venedig, ok. nun nicht mehr….

Spätestens wenn ich keinen frischen Fisch und Meeresgetier mehr sehen kann, führt mich mein Weg in die kleine Gasse zu dieser recht versteckt liegenden Osteria. “Kein Fisch” ist das eher ungewöhnliche Motto und so stolpert man schnurstracks hinein (Vorsicht: kleine Stufe und schwer zu öffnende Tür). Der Gastraum ist klein, so dass sich eine Reservierung empfiehlt, die Tische sind schnell vergeben. Die Restaurant-Besitzer sind Slow-Food-Mitglieder und konzentrieren sich somit auf die Verarbeitung lokal/regionaler Zutaten.
Wir aßen: köstlich angebratenen Radicchio aus Treviso in einer Taleggio-Soße, ein große Portion frisches Carpaccio, selbstgemachte Gnocchi mit geräuchertem Käse sowie Ente in einer hervorragenden Soße (bestehend aus Kräutern, Hühnerleber und vielen mehr) und Polenta. Alles fingerleckend köstlich. Dessert ging dann leider nicht mehr…. Die Flasche Rotwein dazu wurde nach Verbrauch berechnet - gut, müßig bei uns, denn selbstredend war sie geleert, als wir mit dem Essen fertig waren. Die Wein- wie auch die Grappakarte ist sehr umfangreich und trinkerfreundlich kalkuliert. Gezahlt haben wir für 2 Personen inkl. Kaffee und Grappa, Wasser usw. 60,- Euro. Für Venedig fast schon günstig. wir hatten bereits deutlich teurer und dabei deutlich schlechter gegessen.
Wir fanden den Service auch diesmal (und ich gestehe, ich bin Wiederholungstäter, kein Venedig-Besuch ohne Essen im “la bitta”) sehr freundlich und aufgeschlossen, aber das kann winters durchaus anders als im Sommer sein.

La bitta heißt übrigens “Klampe” - und für uns Nicht-Schifffahrtskundigen “Poller”...

Pensione Academia - Venedig

Dorsodura 1058, 30123 Venezia

11.02.2009

Ich bin ja der Überzeugung, dass es in Venedig nur wirklich im Winter schön und vor allen Dingen auszuhalten ist. Meine Besuche in der Saison haben mich stets innerhalb kürzester Zeit an den Rand des Wahnsinns getrieben: Hitze, Touristenmassen ohne Ende und eine dementsprechend hemmungslose Abzocke bei den Preisen. Wer kann das den armen Venezianern schon verdenken, irgendwie müssen sie ja von den einfallenden Horden Schadensersatz verlangen… ;-)

Wieviel schöner - und ruhiger - ist Venedig im Winter. Wir hatten die Stadt fast für uns alleine. Ich hörte mehr italienisch als englisch, deutsch oder japanisch und während Berlin noch bei null Grad zitterte, sassen wir schon bei fast zehn in der Sonne.

Ein ganz besonderer Ort der Ruhe ist zudem die Pensione Academia. Klein, fein, verträumt - hätten wir morgens beim Frühstück nicht die anderen Gäste gesehen, hätten wir gedacht, die einzigen Bewohner des kleines Hauses zu sein.

Nachmittags prasselt der kleine Kamin und das Haus reicht kostenlose Warmgetränke und Süßigkeiten, der Service ist überaus freundlich und schien mir auch entspannter als im Sommer. Bei “acqua alta” kommt man allerdings nicht trockenen Fußes aus dem Hotel; formschöne Plastiküberzüge in verschiedenen Neonfarben für die Schuhe werden jedoch bereitgehalten. Oder man verläßt sich auf die gelassene Erfahrung des Rezeptionisten: Das Wasser stand knöchelhoch, er beruhigte uns jedoch und meinte, dass in 45 min alles wieder trocken sein werde. Eigentlich kaum vorstellbar - und doch sind wir eine dreiviertel Stunde später losgestiefelt, ohne nasse Füsse zu bekommen.

Viele gute, kleine Restaurants befinden sich in unmittelbarer Umgebung, so dass man abends keine großen Wege machen muss, um gut zu speisen. Ich freue mich schon wieder auf den kommenden Winter…

Cielo di Berlino - Schöneberg

Monumentenstr. 31, 10829 Berlin

18.09.2008

Was ist schlimmer als ein unverstandener Künstler? Ein unverstandener Pizza-Bäcker!

Um eins vorweg zu nehmen: die Pizza ist großartig! Super! Klasse! Unbedingt mal ausprobieren!!!!!!

Und es gibt zur Überbrückung der Wartezeit bruschetta mit aromatischen gelben Tomaten (“Sehn aus wie Mirabellen, sind aber Tomaten!” O-Ton unverstandener Pizza-Bäcker).
Die Lage, an der Grenze von Schöneberg und Kreuzberg ist gar nicht so schlecht - wenn man wie ich in der Nähe wohnt -, die Einrichtung, nun ja, was halt grad da war und im Hinterraum steht sogar ein Kicker gähn, naja, Schwamm drüber. Aber die Pizza!!!! Meravigliosa!!! Stupenda!!! Fantastica!!!

Es könnte alles so schön sein, wenn da eben nicht der unverstandene Pizza-Bäcker wäre. Der nicht etwa still vor sich hinleidet und mit hängenden Schultern den Teig knetend die ignoranten Gäste leise mit Flüchen belegt, da sie weder die ungemein hohe Qualität zu schätzen wissen noch den günstigen Preis noch die handgemachte Qualität, sondern sich stattdessen über so etwas banales wie Wartezeiten (!!!!!) beschweren, nein: Soviel vornehme Zurückhaltung ist zuviel verlangt und so wird man einfach aus heiterem Himmel direkt angeblafft.

Wieso man denn jetzt erst komme, wo man all die letzten Monate war, warum die Leute sich immer an einer Cola aufhalten würden, wieso den alle zu den teureren, schlechteren Italienern gehen würden, warum es denn nie voll sei bei ihm, also an der Pizza könne es ja wohl nicht liegen….. usw, usf geht die Litanei, derer man ab der Bestellung ausgesetzt ist.

Mein Tipp: er solle doch mal auf italienisch schimpfen, dass gäbe der ganzen Sache so einen herrlich authentischen Lokalkolorit!

Nochmals: die Pizza ist wirklich einer der leckersten in dieser Stadt! Probiert sie alle aus - vielleicht macht das den unverstandenen Pizzabäcker wieder fröhlicher….bitte!!!!! :-)

P.S. Wir bestellen jetzt immer per Telefon. Selbst durch den Hörer wird man angemuffelt und schleicht schon verängstigt hin, wirft das Geld auf den Tresen und entreißt ihm die Pizzen - so weit ist es schon gekommen…. aber sie ist auch einfach zuu köstlich….
HILFE!!!!! :-))