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Ich bin christianlouis aus Hamburg. Ich bin Qyper seit dem 14.10.2006

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estancia steaks - Altstadt

Große Reichenstraße 27, 20457 Hamburg

31.12.2012

Ein guter Freund von mir postete letztlich auf Facebook "Ich betrete nie wieder ein Block House", nachdem er hier war. Das macht natürlich neugierig und um's kurz zu machen: das Statement ist mehr als berechtigt, weil das Estancia einfach großartig ist. Wir waren bislang nur einmal hier, werden aber sicherlich wiederkommen.

Location/Ambiente: 
Hell, offen, man bekommt den Mantel abgenommen. Ein bisschen zu wenig Abstand zum Nebentisch, um allzu doofe Sprüche von ebendort überhören zu können, ein bisschen zu hell, um wirklich gemütlich und romantisch zu sein, aber ideal für ein Essen mit Freunden, Familie, Kunden oder Kollegen.

Reservierung:
Unklar, geht bestimmt. Mir war so als hätten wir nen Tisch reserviert, wird also durch Anruf gehen.

Essen:
Großartig. Beilagen nicht so gut wie das Steak. Versteht mich nicht falsch, es war alles okay, aber es fehlte teilweise das gewisse "Etwas" - beispielsweise waren die Bratkartoffeln sehr gut, aber für meinen Geschmack zu wenig hausmannskostig / guilty pleasure. Es handelt sich hier um Nuancen, die ich gar nicht richtig benennen kann, aber das Gefühl deckte sich mit dem meiner Freundin diesbezüglich.

Das Steak hat es knapp nicht in die Top 5 der besten Steaks bislang geschafft, ist aber solide, lecker und qualitativ dem Produkt von Eugen B. und dem, was in der Meatery serviert wird, ebenbürtig.
Es ist also vorzüglich und absolut preislich im Rahmen.

Vorspeise (Salat wenn ich mich richtig erinnere) war auch sehr gut, der Nachtisch ebenfalls oberes Mittelfeld.


Service:
Wow! Freundlich, authentisch, sehr professionell, aber gleichzeitig nicht nach Gastronomie-Lehrbuch. Es wirkt auf mich so, als hätte das Servicepersonal durchweg eine solide Ausbildung im Hotel erlernt und damit die Grundlagen geschaffen, das Gelernte auf eine sehr persönlich-herzliche Art und Weise neu zu interpretieren. Ich fand dies sehr angenehm. Erwähnenswert ist auch die hohe Fachkenntnis über die angebotenen Produkte und die Fähigkeit, zu beraten und Fragen zu beantworten. Für mich die beste Serviceerfahrung in einem Gastronomiebetrieb seit Langem.

Getränke: Rosé-Cremant als Apperitif? Gibt es hier. Wird beratend angeboten. Wein? Wohl auch gut, aber ich trinke noch immer keinen Wein. Daher kann ich bis auf den Cremant keine besondere Aussage machen.

Preis/Leistung: Wir waren eingeladen. Dennoch wirkte es auf der Karte bezahlbar und nicht teurer als bei Block House.

Fazit:
 Eine Empfehlung. Auch wenn die Beilagen "nur" gut sind, so ist der Rest - Service, Steak und Ambiente - mehr als großartig. Hier komme ich gerne wieder hin und empfehle dieses Restaurant auch gern weiter.

Glöe - St. Pauli

Detlev-Bremer-Str. 43, St. Pauli Süd, 20359 Hamburg

31.12.2012

Nachdem die bezaubernde Knitterfee ja weiter unten schon viel über diesen Laden geschrieben hat, ist eine weitere Bewertung so ein bisschen wie Eulen nach Athen tragen. Aber hey, als Currywurstsnob muss ich hier einfach nochmal ne eigene Meinung abgeben.

Location/Ambiente: 
Bar im Souterain, wirkt ein bisschen wie aus dem Univiertel auf den Kiez portiert. Nicht ganz so abgerockt wie viele andere Läden aufm Kiez, aber wir befinden uns hier ja auch in "zweiter Reihe". Halboffene Küche. Wirkt sehr familiär, wie ein großartiges, ganztätig betriebenes Café eben so gehört. Man kann hier gefühlt von morgens bis abends sitzen und essen, lachen, sich freuen. Ikea Möbel und ein paar schicke Dekoobjekte machen ne nette Mischung. Man findet halt nicht eingedeckte Tische, Essen auf Kreidetafeln (morgens und abends aber auch ne Karte), viel kommunikative Ecken. Nix für das hochtrabende Geschäftsessen oder das romantische Dinner. Hier geht's mit Freunden hin oder wenn man einfach Lust auf Schnitzel hat.

Reservierung:
Unklar, geht bestimmt.

Essen:
Nehmt das Schnitzel. Kurz, einfach, schmerzlos. Oder das Frühstück mit Alles, so Ihr denn Eier mögt. Currywurst is hier nich so mein Ding, aber hey, es gibt Schnitzel. Und das in super! Ansonsten gibt es auch noch welchselnde andere Tagesgerichte, die Salate sind ebenfalls gut, wenn auch nix für'n kleinen Hunger.

Service:
Durchwachsen. Man wird am Tisch bedient. Qualität des Service hängt von Mondphase oder Personal ab, das ist mir noch nicht ganz klar. Es wird schon mal die ein oder andere Bestellung vergessen; aber dafür ist's nett, freundlich, authentisch hier. Eben nicht so gut, dass ich hier mit Kunden hin gehen würde (außer dem Admin, der ebenfalls hier in der Gegend wohnt), aber gut genug, dass man auch mit'm Chef hier mittags hin gehen kann.

Getränke: Gibt es hier. In einer großartigen Auswahl, zumindest was das Bier und die Softdrinks angeht. Fritz? Klar. Mate? Natürlich auch. Lüttauer Rhabarbersaftschorle? Ebenso. Viva con Aqua gegen Entgelt oder auch Leitungswasser aufs Haus, je nach persönlicher Präferenz? Ebenso. Kakao mit Milchschaum und Zimt oder eine andere Schnapsidee? Auch möglich. Bio-Bier aus Münster? Astra? Tannenzäpfle? Natürlich, wir sind ja auf'm Kiez. Spirituosen? Uh, ich würde hier keine Cocktailbar erwarten, daher nicht getestet. Dann lieber aus der Minze nen frischen Tee machen, wie es ihn hier auch gibt.

Preis/Leistung: Gefühlt immer sehr günstig. Preiswert auf jeden Fall. Habe aber tatsächlich noch keine Idee davon, wie viel Geld wir hier im Durchschnitt so lassen.

Fazit: Ich komm gerne her. Immer wieder. Insbesondere für das Schnitzel. Und die Softdrinks.

Maharaja - St. Pauli

Detlev-Bremer-Str. 25, Seitenstr. in Mitte der Reeperbahn, 20359 Hamburg

31.12.2012

Ein Glück, dass wir uns einmal mittags hier ins Maharaja verirrt haben; die Lage ist so, dass der Laden nicht wirklich auffällt und es weniger Laufkundschaft gibt. Hier geht man hin, weil man um den Laden weiß. Seitdem kommen wir gerne und häufig wieder hier her und haben es nicht bereut. Ich hoffe, dass wir es auch einmal abends hier her oder ins Schwesterlokal schaffen.

Location/Ambiente: 
Genau so, wie man sich ein indisches Restaurant vorstellt: vollgestellt mit ein bisschen Krimskrams, eher dunkel, eher nett, gemütlich. In der Ecke ein Bereich in dem man auf dem Boden sitzen kann (so zumindest wirkt es im Vorbeigehen), im größeren Raum Tische und Stühle. Halboffene Küche, in die man hineinsehen kann. Das weckt Vertrauen bei mir. Ruhiges Essen zu zweit geht hier genauso gut wie Mittagstisch. Ich würde hier auch mit einem Kunden oder Kollegen hin, der indisches Essen mag, es ist jedoch nicht so schick, dass ich das als Standard für diese Gelegenheit wählen würde.

Reservierung:
Unklar, habe ich noch nicht hier gemacht. Mittags bekommen wir aber um 13-13:30 auch unreserviert immer einen Platz. Man kann hier jedoch auch anrufen und Essen zum Mitnehmen bestellen. Das ist dann in der Regel binnen 15 Minuten fertig, verpackt und man bekommt beim Abholen noch ein Mango-Getränk aufgenötigt :)

Essen:
Kurz und knapp: großartig. Man wird bei der Bestellung nach dem gewünschten Schärfegrad gefragt, die Gerichte verfügen alle über ausreichend große Portionen, viel Gemüse und sind rundum lecker. Einziges Manko: es gibt Reis satt statt Naan o.ä. - aber hey, wir sind ja hier auch in Deutschland, da spiegelt sich nur die Standard-Erwartungshaltung wider.

Service:
Freundlich, schnell, aufmerksam. Wir mögen besonders Cristina, die mit italienischer Herzlichkeit in der Regel mittags hier anzutreffen ist und mir der wir nach ein paar Besuchen ins Schnacken gekommen sind. Man bekommt auch gut gemeinte Ratschläge wie "teilt Euch den Salat lieber statt zwei Portionen zu bestellen, wenn Ihr noch jeweils ein Curry dazu nehmt ist das sonst zu viel!" statt einem unnötigen Upsell. Es scheint, als würde man Wert darauf legen, dass die Gäste wiederkommen. Man kann hier wohl auch nur schnell was essen, wir halten uns jedoch in der Regel auch mittags mindestens ne Stunde hier auf.

Getränke: Ja, gibt es hier auch. 

Preis/Leistung: Wir waren bislang nur mittags hier, und da bekommen wir für 7 EUR pro Gericht zzgl. Getränk und vielleicht einem geteilen Salat ein großartiges Erlebnis für 25 EUR für zwei Personen. Und lecker ist's!

Fazit: Ich mag indisches Essen. Gerne. Viel davon. Und ich mag freundlichen Service. Beides wird hier zu einem guten Preis-/Leistungs-Verhältnis geboten. Vielleicht findet ein Sparfuchs 10 EUR für nen Mittagstisch incl. Getränk übertrieben, ich finde es angemessen. 

Ristorante Luna - Neustadt

Wexstr. 31, 20355 Hamburg

31.12.2012

Nachdem wir nun schon über zwei Jahre in der Neustadt wohnen, haben wir auch den einen oder anderen (wenn aber auch nicht alle) Italiener hier in der Nähe angetestet. Zu Luna sind wir dann irgendwann durch eine befreundete Gastronomin gekommen, die ihren Laden seit Jahren ganz in der Nähe des Luna führt und die uns hier hin verschleppt hat. Seitdem sind wir geblieben. Und kommen gern immer wieder vorbei. Die Bewertung hier bezieht sich hauptsächlich auf das Abendgeschäft, nicht auf den Mittagstisch.

Location/Ambiente: Der Laden ist mit nicht besonders viel Schnickschnack eingerichtet, aber gerade abends nett mit Kerzen auf dem Tisch beleuchtet und gemütlich. Der Abstand zu den Nebentischen ist auch bei den Zweierplätzen gegeben. Ich habe nicht das Gefühl - im Gegensatz zu La Locanda an der Ecke - mich hier irgendwo "hineinquetschen" zu müssen. Es läuft italienische Schnulzenmusik, die aber nicht besonders aufdringlich ist, sondern eher eine Art akustische Hintergrundkulisse bietet. 
Man kann hier sowohl mit Freunden, als Paar, mit Kollegen und Geschäftspartnern als auch in einer größeren Gruppe gut essen gehen. Passt irgendwie immer.


Reservierung:
Man kann telefonisch oder auch persönlich reservieren - zumindest abends. Klappt. Muss man aber in der Regel für zwei oder vier Personen nicht wirklich. Es gibt auch noch einen zweiten Raum nebenan, dieser ist in der Regel recht leer und wird wohl auch für größere Gruppen genutzt.

Essen:
Das Essen ist großartig. Jedes einzelne Mal. Insbesondere die höherwertigen Fleischgerichte (bspw. das bezaubernde Filetsteak in Mascarpone-Pfeffer-Sauce) sind berechenbar gut und gefühlt besser als der Vergleich bei Block House oder Maredo, und das zu einem ähnlichen Preis. Wir haben hier noch keine schlechte Erfahrung gemacht. Merkwürdig ist jedoch, dass es abends keine Bolognese gibt. Dies wurde uns aber auf Nachfrage damit erklärt, dass man keine Gerichte anbieten möchte, die nicht a la minute zubereitet werden können, um die Qualität der Spiesen nicht gefährden zu wollen - eine Bolognese funktioniert halt nur dann "richtig", wenn sie in einer großen Menge gekocht wird und idealerweise nicht tiefgekühlt in der Mikrowelle aufgetaut wird. Deswegen gibt es die Bolognese also im Mittagsgeschäft, nicht jedoch abends.

Service:
Der Service ist gut, dezent, freundlich, herzlich und echt. Es handelt sich um einen Familienbetrieb, daher gibt es keine wechselnden Servicekräfte (außer eines der beiden Paare ist gerade in Urlaub und man benötigt eine Vertretung) und man wird wiedererkannt. Es gibt jedoch eine kleine "Servicelücke" zwischen Abräumen des Hauptgangs und Nachspeise oder Rechnung. Hier wird so lange gewartet, bis man als Kunde aktiv auf sich aufmerksam macht. Das kann zunächst ungewohnt sein, kann aber auch dazu führen, dass man einfach noch eine Stunde nach dem Essen hier sitzt und miteinander reden kann. Es ist uns noch nicht passiert, dass wir die falsche Speise bekommen haben oder das falsche Getränk; auch wenn es seltsam ist, dies so explizit erwähnen zu müssen. :)

Getränke: Die Getränkepreise sind okay. Wir trinken jedoch auch keinen Wein.

Preis/Leistung: Wir zahlen auch mit einem Prosecco vorneweg und Vorspeisen in der Regel für zwei Personen um die 70 EUR. Dafür erhalten wir einen ruhigen Abend, leckeres Essen und eine gute Zeit. Man kann sowohl mit EC- als auch Kreditkarten zahlen; zum Mittagstisch jedoch erst ab 20 30 EUR mit EC-Karte.

Fazit: Im Rheinland gibt es das Konzept des "Eck-Italieners". Ein Standardrestaurant, zu dem man immer wieder kommen kann und das wunderbar für alle möglichen und unmöglichen Anlässe - von Essen mit Geschäftspartnern über romantisches Dinner, Essen mit Freunden, Weihnachtsfeier oder Feierabend-Abendessen mit Kollegen - dienen kann. Luna ist genau das. Ich bin hier noch nicht so oft und viel versackt, wie in meiner Stammkneipe, aber auch hier habe ich das Gefühl, stets willkommen und gern gesehen zu sein - und stets gern wieder hin zu gehen. Gleiches gilt auch ausnahmslos für die Menschen, die wir hier mit hin genommen haben.

Down Under - Rotherbaum

Grindelallee 1, 20146 Hamburg

31.12.2012

Ich war schon ein paar Mal über die letzten Jahre verstreut im Down Under, das letzte Mal vor ca. 2 Wochen sonntags, jeweils immer zum Chicken Wings All You Can Eat.

Leider esse ich nur selbst keine Chicken Wings, was den Abend nicht unbedingt einfacher gestaltet :) Doch dazu gleich mehr.

Location/Ambiente: Das Down Under wurde gefühlt noch nie renoviert, der Laden wirkt seitdem ich ihn besuche immer gleich. Das ist an sich weder gut noch schlecht. Es handelt sich nunmal um eine florierende Kneipe mit Küche im Univiertel; entsprechend gut ist der Laden für einen Abend mit Freunden geeignet, mit Geschäftspartnern oder für einen ruhigen Abend mit meiner Freundin würde ich hier jedoch nicht hingehen. Außerdem fürchte ich, in den nächsten 5 Jahren aus diesem Laden endgültig "herausgewachsen" zu sein.

Reservierung:
Man kann im Down Under reservieren. Das ist bei AYCE Abenden auch sicherlich angesagt, da aber irgendwie gefühlt jeden Abend eine andere Aktion ist, also immer. Reserviert habe ich beim letzten Besuch per E-Mail, nachdem ich telefonisch nicht durch kam. Es gab eine Bestätigungsmail, der Tisch war reserviert, hat also ganz gut geklappt. 

Essen:
Die Chicken Wings sind laut meiner Begleitung sehr brauchbar, auch wenn einige Sorten gegen späteren Abend bereits aus waren; der Burger, den ich als Alternative bestellt habe, war okay. Nicht besonders gut, nicht besonders schlecht, auf jeden Fall über Fast Food Niveau (zumindest in bezug auf die großen, bekannten Burgerketten außer Jim Block). Der Salat, den ich im Nachgang bestellt habe, war auch okay. Nicht besonders spektakulär, nicht besonders in irgendeiner Art, aber eine große Portion.

Service:
Der Service beim letzten Mal war nicht besonders gut, aber sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe schon mit der ersten Runde Chicken Wings einen Burger bestellt. Dieser kam aber auch mit der dritten Runde Chicken Wings meiner Mitesser nicht zum Tisch. Auf Nachfrage, die zunächst mit "ja, so ein Burger dauert länger als Chicken Wings" beantwortet wurde, kam dann heraus, dass die Küche (oder der Service) den Burger offenbar verpeilt hatte; schnell wurde ein anderer Burger geliefert, leider jedoch der falsche (obwohl extra nochmal nach der ursprünglichen Order gefragt wurde). Der zweite Burger kam dann jedoch zeitnah.

Der Service hat sich dafür jedoch entschuldigt und uns ab sofort besonders gut bedient. Das versöhnt mit dem Laden. Danke hierfür noch einmal.

Dazu war es schwierig, Bestellungen zu platzieren, da der Service häufig möglichst schnell wieder vom Tisch abdüste. Teilweise war es nicht mal möglich, ein Getränk mitzubestellen. Dies besserte sich jedoch im Laufe des Abends wie oben bereits beschrieben.

Getränke: Die Getränkepreise scheinen okay zu sein; lediglich der Gin Tonic war meiner Meinung nach entweder zu teuer oder zu schwach gemixt. Ergo: eher bei Bier oder Softdrinks bleiben.

Preis/Leistung: Wir haben für zwei Personen um die 70 EUR hier incl. Trinkgeld bezahlt. Dafür bekommen wir andernorts besseres Essen, aber keine Longdrinks und Cocktails dazu. Daher fällt es mir schwer, die Verhältnismäßigkeit hier einzuschätzen; tendenziell bekommt man aber andernorts fürs gleiche Geld ein netteres Gesamterlebnis geboten. Ach so, man kann mit EC Karte zahlen.

Fazit: Wenn man mit Freunden einen erlebnisgastronomischen Besuch wagen möchte, damit leben kann, univierteltypischen nicht besonders guten, aber authentischen Service zu bekommen, bei dem auch mal was schief gehen darf, Lust auf Chicken Wings hat und allgemein einen nicht ganz rund laufenden Abend verkraften kann, kann man hier getrost hingehen. Longdrinks würde ich jedoch beim nächsten Besuch weglassen.

The Irish Rover - Neustadt

Großneumarkt 8, 20459 Hamburg

26.02.2008 (aktualisiert am 30.12.2010)

Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Auch für mich hat sich das Rover in den letzten Monaten zu einem zweiten Wohnzimmer gemausert, in dem ich in schöner Regelmäßigkeit das preisgekrönte (Perfect Pint 2007 lt. Guinness Deutschland) Glas Guinness genieße.

Dazu gibt es dann ab und an noch einen Whiskey aus der umwerfenden Sammlung irischer Destillate. Es würde mich nicht wundern, wenn man hier die größte Auswahl an irischen Whiskeys in Norddeutschland finden würde. Es ist nahezu jede Sorte in jeder Variante vorhanden.

Abgerundet wird der Besuch dann häufig auch mit dem ausgezeichnet guten Essen. Ich kann mich hier der Standardantwort des Servicepersonals "Was kannst Du denn empfehlen? - Alles" komplett anschließen.
Allerdings muss man vor 22h bestellen, da sonst die Küche bereits geschlossen hat.

Das ist man jedoch auch von anderen Restaurants gewohnt und dieses Niveau kann man in bezug auf das servierte Essen auch im Rover erwarten.

Positiv ist hierbei auch zu erwähnen, dass das Irish Rover über zwei Etagen verfügt, von denen die obere in jedem Fall rauchfrei ist. So kann man das Essen wie ich als Nichtraucher noch besser genießen.

Für die Raucher hat man das Untergeschoss - mit gemütlichen Sofas und Stühlen - in einen Raucherraum umfunktioniert.

Zur Abwechslung trägt dabei neben dem Pub Quiz, das inzwischen nur noch jeden 2. und 4. Donnerstag stattfindet, auch die Live Musik freitags und samstags ab ca. neun sowie die Traditional Irish Music Session sonntags ab 20h bei.
Die Live Musik legte im letzten Sommer eine kleine Pause ein, die Session findet jedoch soweit mir bekannt ganzjährig statt.

Auch gibt es hier immer wieder Sonderveranstaltungen wie Konzerte irischer Künstler oder sogar Theatervorstellungen. Details erfährt man auf der Website oder über den Newsletter.

Der eigentliche Grund, immer wieder hier her zu kommen, ist aber weder das gute Essen noch das Perfect Pint. Es ist auch nicht der Flair, der von diesem Pub dank liebevoller, detailreicher Dekoration ausgeht.

Vielmehr versteht es das Team des Rover eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich einfach nur "zu Hause" fühlt und gerne auch einfach mal auf nen Klön vorbeischaut oder sich mit Freunden verabredet.

Fazit: definitiv einen Besuch wert

East Sporting Club - St. Pauli

Simon-von-Utrecht-Str. 31, 20359 Hamburg

22.12.2010

Das Gewicht auf der Waage nimmt von Jahr zu Jahr zu, man merkt langsam, dass die Informatiker-Tätigkeit doch Auswirkungen auf Bauch und Rücken hat und irgendwie will das linke Knie auch nicht mehr so wie noch vor 5 Jahren - alles gute Indizien dafür, mal wieder etwas für den eigenen Körper zu tun.

Das habe ich mir - diesmal zum zweiten Mal in meinem Leben - auch gedacht und mir ein Fitnesstudio gesucht; diesmal jedoch nicht über eine Firmenmitgliedschaft wie noch vor 4 Jahren, sondern über die Google Umkreissuche um meinen neuen Wohnort herum. Heraus kam, dass das East Sporting unter den nächstgelegenen Studios, neben beispielsweise dem Meridian Spa, ist.

Also habe ich mich hier nach kurzem Vergleich mit dem Mitbewerb (wobei mir hier das ON Stage in der Poolstraße nicht ins Auge gefallen war) für ein Probetraining angemeldet.

Besonders wichtig bei der Auswahl war mir, dass das Preismodell transparent ist und auf der Website dokumentiert ist (ich also nicht das Gefühl habe, dass die Mitgliedspreise durch mein Verhandlungsgeschick maßgeblich beeinflusst werden), dass das Studio sauber, aufgeräumt und familiär wirkt sowie dass ich das Gefühl habe, dass ich hier nicht ob meines zu dicken Bauchs und nichtvorhandener Armmuskulatur schief angeguckt werde.

Darüber hinaus wünsche ich mir professionelle Beratung, da ich Sport und Fitness nicht gerade zu meinen Kernkompetenzen zähle.

All das trifft aufs East Sporting zu. Die Lage ist sicherlich zunächst seltsam (eben im Hotel), dafür ist es sehr familiär und durch gleichbleibendes Personal recht angenehm. Das Team ist hier recht klein und auch die Mitgliederzahl ist nicht zu riesig. Positiv überrascht war ich davon, wie sauber das Studio ist; wenn die Mitarbeiter an der Rezeption oder die anwesenden Trainer gerade nichts zu tun haben, wischen, wienern und putzen sie stets; sowohl Geräte, Umkleiden als auch Gänge.

Die Beratung finde ich sehr gut, das Angebot auch; man kann sich hier zusammen mit der Laufzeit des Vertrags als zweitem Faktor zusammenstellen, welche Module man buchen möchte - so variieren die Preise aktuell von 15 EUR pro Woche (ohne Handtuchservice, Sauna, Boxclub, private Locker, jedoch ohne Beschränkung der Trainingszeiten und incl. aller Kurse und Trainerbetreuung sowie Getränken) bei 24 monatiger Bindung bis zu 29 EUR pro Woche (mit allen oben genannten Features wöchentlich kündbar).

Ich hatte das Glück, durch eine Sonderaktion eine 3-Monats-Mitgliedschaft für 99 EUR zu bekommen, das war zum Testen ideal. Allerdings gibt es neben dem kostenlosen Probetraining auch 10er Karten.

Ich habe mich im Anschluß für das 24 Monats Paket entschieden, bei dem man gegen Aufpreis auch wochenweise andere Zusatzleistungen dazubuchen kann, bspw. 6 EUR für eine Woche auch in die Sauna dürfen.

Die Geräte sind aktuelle Technogym Geräte, incl. Neuerungen wie EMS (gegen Aufpreis), Kinesis, Power Tower. Es wirkt auch so, als wäre man bemüht, Neuerungen stets schnell einzuführen.

Das Kursangebot ist nicht allzu groß, aber ausreichend; ich habe selbst noch keinen Kurs besucht, aber es wirkt auf mich, als wären die Kurstermine gerade untertags auch gern mal 1-to-1 Sessions.

Generell ist das Studio mit seinen Öffnungszeiten sehr flexibel und dank des "Geheimtip"-Faktors nicht zu überlaufen; hier kann es tagsüber auch durchaus mal am frühen Nachmittag sein, dass man ganz allein trainiert.

Wartezeiten an den Geräten halten sich in Grenzen, wenn man nicht gerade zur Nach-Arbeits-Stoßzeit dort ist, muss man so gut wie nie auf ein Gerät warten und das obwohl sie (im Kraftbereich) nur jeweils 1x vorhanden sind.

Darüber hinaus gibt es Aktionen wie ein Sommerwettstreit, ein Kickerturnier, ab und an Feiern im Upper East für die Mitglieder und einen wadenbeissigen Erinnerungsservice wenn man mal länger nicht da war (Danke dafür!).

Insgesamt fühle ich mich sehr gut aufgehoben und gut betreut und kann das Studio bislang uneingeschränkt weiterempfehlen.

Saturn Electro-Handelsges. mbH - Altstadt

Mönckebergstr. 1, 20095 Hamburg

29.11.2010

Ich frage mich immer wieder, warum es mich wieder zu Saturn zieht. Natürlich, ab und an braucht man einfach ein Kleinteil oder einen Verbrauchsartikel, aber sobald ich den Versuch starte, hier ernsthaft etwas zu kaufen, scheitere ich meist kläglich.

Grund dafür sind in aller Regel die im Vergleich zum Internet deutlich überhöhten Preise (und diesem Vergleich MUSS man sich heute nunmal stellen, wenn man erfolgreich Einzelhandel betreiben will), gepaart mit der unangenehmen Inkompetenz und "Verkäufer sein" Einstellung des Personals.

Größtenteils wird man ignoriert; wenn man dann bedient wird, hat man das Gefühl Bittsteller zu sein und einfach über den Tisch gezogen zu werden.

Selbst mit klaren Ansagen wie "ich habe 550 EUR zur Verfügung, ich möchte dafür eine Spülmaschine angeschlossen in meiner Küche stehen haben" werden ausschließlich Modelle für 500 EUR plus 79 EUR Lieferung und Montage präsentiert - wahrscheinlich weil man mußmaßt, dass der Kunde mehr Geld ausgeben kann - und statt Rabatt über 30 EUR zu geben, lieber auf den Verkauf verzichtet.

Ich habe die Fachkompetenz des Personals als mäßig erlebt und die Teile, die man bspw. als in der IT tätiger Mensch regelmäßig benötigt (wie Netzwerk- und Storageequipment, 2,5" Notebookplatten u.ä.), kann man hier eh nicht oder nur zu maßlos überteuerten Preisen beschaffen.

Den Stern gibt's für einen kleinen Lichtblick im Bereich Nokia Repair-Center sowie eine einzige positive Verkäuferinteraktion in 5 Jahren immer mal wieder hingehen.

Fazit: Diese riesige Ladenfläche wäre sinnvoller als Parkhaus genutzt; jedesmal, wenn ich Saturn eine neue Chance gebe, ärgere ich mich anschließend. Ich sollte es einfach lassen!

pentahotel Trier Europahalle - Trier

Kaiserstraße 29, 54290 Trier

15.11.2010

Nachdem ich ausnahmsweise mal wieder innerdeutsch geschäftlich unterwegs bin (es hätte eigentlich Luxemburg werden sollen), galt es, ein nettes Hotel in Trier zu finden. Da ich privat geführte Boutique-Design-Hotels bevorzuge, fiel meine Wahl auf das pentahotel in Trier.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Schon beim Check In wird man positiv überrascht, da die Rezeption gleichzeitig die Hotelbar ist und allein schon mal die Auswahl an Gin-Marken (Tanqueray No. 10, Hendricks und Beefeater) im Hintergrund für das Hotel sprach. Auch erstaunte mich, wie voll die Lobby / Bar bereits um 19:30 war. Hier fanden sich nicht nur ein paar vereinzelte, traurige Handelsreisende, wie sonst gern an Hotelbars üblich, sondern eine illustre Runde von Menschen.

Das gesamte Ambiente der Hotellounge ist sehr großartig, eher loungeartig. Dazu trägt bei, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jeans, T-Shirt und ganz ohne strenge Dienstuniform arbeiten. Nichts desto trotz ist der Service zuvorkommend, hilfsbereit - aber gefühlt "echter" als in Kettenhotels.

Das Zimmer ist interessant; man merkt hier, dass versucht wurde, aus einem 70er Jahre Hotel mit leicht veränderter Innenausstattung und neuen Möbeln sowie Flat-TV ein Designzimmer zu machen; nur funktioniert das halt nicht so ganz - spätestens am olivgrünen 70er Jahre Bad ist man dann gescheitert. Die Lobby verspricht hier also mehr, als die Zimmer halten können. Nichts desto trotz ist deren Ausstattung zweckmäßig und praktikabel. Es gibt zwar keine Minibar, jedoch hat man sich stattdessen für einen Verkaufsautomaten in den Etagenfluren entschieden. Dieser ist mit handgemachten Chips, Corona, Becks, Schokoladenriegeln sowie sogar fritz cola 0,2 befüllt. Preislich kann man hier mit 1 EUR (Schokoriegel, Wasser) bzw. 2 EUR (fritz, Bier) nicht meckern; lediglich ist es etwas unpraktisch, dass man mit Münzgeld direkt am Automaten zahlen muss.

Die grandiose Getränkeauswahl (fritz kola und Limonaden, AriZona Ice Tea, Becks, Corona und Co. sowie gute Spirituosen - das Ganze sehr bezahlbar mit bspw. 49 EUR für eine Flasche 0,7 Moet & Chandon oder 6,50 für einen Gin Tonic) wird durch eine solide Restaurantkarte (bspw. 12 EUR für einen 225g Burger incl. Salatbeilage und Baguette + Sour Cream "Vorspeise") abgerundet.

Fazit: solides Hotel, bezahlbar, freundlicher, authentischer Service und leckeres Essen + Getränke. Hier fühle ich mich wohl und komme gern wieder.

Goodman Steak House - Moskau

ulitsa Zemlyanoy Val 9, Moskva

29.07.2010

Mir selbst schmeckt die russische Küche in der Regel nicht so gut; ich finde sie fad und sie hat mich einfach nicht so wirklich überzeugt; umso mehr habe ich mich gefreut, als unser russischer Gastgeber uns zu einem Steak einlud.

Das Goodman ist im Gegensatz zur Restküche ein Lichtblick gewesen und konnte auf ganzer Linie überzeugen. Man findet hier ein solides Steak zu einem soliden Preis, genau so wie man's auch bei Eugen B. in HH bekommen würde. Das Steak ist nicht im engeren Rennen um das beste Steak meines Lebens, aber durchaus im soliden oberen Drittel anzusiedeln.

Die Weinauswahl las sich auch brauchbar, da ich jedoch kein Weintrinker bin, kann ich hier keine qualifizierte Bewertung abgeben.

Wenn ich vor die Wahl gestellt werde, jederzeit wieder und mit Genuss, vor allem bei den ansonsten für mich eher dürftigen Alternativen in Moskau.

buzzano probier mal das Manon Restaurant in Moskau