Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Bild

Ich bin Coloniaexpress aus Köln. Ich bin Qyper seit dem 09.10.2010

"Heute sind die guten alten Zeiten, an die wir uns in 20 Jahren mit Wehmut erinnern werden. "

Kontakt hinzufügen

Kompliment

Mehr über Coloniaexpress

Statistiken
  • Beiträge: 119
  • Kontakte: 135
  • Einladungen: 0
  • Fotos: 226
  • Videos: 0
  • Kategorisierungen: 28
  • Events hinzugefügt: 1
  • Check-Ins: 0
  • Komplimente: 2854
  • Lieblings-Qyper:2
  • Lustig:83
  • Stimme ich zu:93
  • Mehr davon:258
  • Super Guide:0
  • Tolle Gruppe:0
  • Tolles Profil:1
  • Schönes Foto:5
  • Gut geschrieben:1185
  • Hilfreich:1227

NewbieBadge RookieBadge PioneerBadge PhotographerBadge InsiderBadge ExpertBadge PhotojournalistBadge GroupieBadge PapparazziBadge BookerPrizeWinnerBadge NobelPrizeWinnerBadge NinjaBadge CultureVultureBadge JunkJunkieBadge HardToPleaseBadge CenturionBadge ChopsticksBadge SouthafricaBadge

Zeige alle 18 Medaillen


  • Benutzerfoto: ritter_rost
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Blau blüht der Enzian
  • Benutzerfoto: mecky
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Klassensprecher
  • Benutzerfoto: Rautgundis
  • Benutzerfoto: govindha_nath
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Robert
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Reckless _V-o-L
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Wellenbrecher
  • Benutzerfoto: Ronja114
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Frankenfurter
  • Benutzerfoto: FieserHalunke

Alle 135 Kontakte ansehen

Profil von Coloniaexpress

Hofbräukeller - Au-Haidhausen

Innere Wiener Str. 19, 81667 München

20.03.2012

Eigentlich sollte es ein Besuch im Hofbräuhaus werden, aber meine seit Jahrzehnten in München wohnende Schwester riet mit dringend davon ab und empfahl uns den Hofbräukeller.


Gastraum im 1. OG

Nur 2 Haltestellen mit der 16er Tram von der Museumsinsel mit dem Deutschen Museum entfernt lassen wir nach einem anstrengenden Museumstag an einem schönen Tisch im 1. Obergeschoss des Hofbräukellers nieder und werden sogleich von einem freundlichen und dienstbeflissenen Kellner umsorgt.

Ich trinke ja gerne Bier zum Essen, aber wenn ich was nicht mag, dann ist das Alt- und Weizenbier – während ersteres verständlich erscheint, ernte ich bei Letzterem stets Kopfschütteln. Ich bin aber hartnäckig und probiere es immer mal wieder. Vor allem hier an der Quelle des Weißbieres muss es mal wieder sein. Und tatsächlich: Hier im Hofbräu schmeckt das frisch vom Fass gezapfte schwarze Weiße saugut und erfrischt ungemein. Nun waren mir zwei verschiedene Weißbier lieber als ein Weihenstephaner Korbinian, das nun zum Beginn der Starkbierzeit angeboten wird.


Das schwarze Weiße geht runter wie Öl

Die Speisekarte bietet für jeden (bajuwarischen) Geschmack etwas und auch mir fällt das Bratenpfandl mit Haxenfleisch, Schweinebraten und Ente, dazu Rotkohl, Kartoffel- und Brezenknödel für geschmeidige 12,90 ? ins Auge, während sich der Sohn für seine Leib- und Magenspeise Gulasch entscheidet, der seiner Meinung nach nur bei Muttern genießbar ist – zumindest bis heute. Da ich auch zur vorzüglichen Tafelspitzbouillon mit Pfannkuchenstreifen als Vorspeise nicht Nein sagen konnte, war ich nach dem Genuss des wundervollen Mahls pappesatt. Wer hat eigentlich behauptet, dass Platzen kein schöner Tod sei?


Gastraum im EG


Ochsenbacken mit knackigem Gemüse und Brezenknödeltaler

Das Essen hier war so gut, dass wir uns am letzten Tag unseres München-Trips einstimmig für einen weiteren Besuch entschieden und diesmal im Erdgeschoss Platz fanden. Während sich der Junior für Rindertafelspitz mit Bouillonkartoffeln, Blattspinat und Apfelkren entschied, bevorzugte ich heute eine Leberknödelsuppe und die geschmorten Ochsenbacken in Rotweinsauce mit knackigem Gemüse, Kürbiskernen und Brezenknödeltaler. All dies löste wieder einmal Begeisterung aus.


Leberknödelsuppe


_Rindertafelspitz mit Bouillonkartoffeln und Blattspinat _

Danke, Schwesterherz, der Tipp war Gold wert!

jurgenehre Schöne Stimmung!!

Ronja114 Boah … fantastisch … sieht alles sehr, sehr gut aus !!

Pastabar Di Caruso - Altstadt-Süd

Salierring 46, Haltestelle Barbarossaplatz, 50677 Köln

20.03.2012

Back to the roots…

… oder: Warum nicht das machen, was ich schon von klein auf gelernt habe? Das waren die Grundgedanken von Sabina Cornali bei der Eröffnung der Pastabar, denn Sabina entstammt einer norditalienischen Kleinunternehmerfamilie, die sich seit Generationen der Pastaproduktion verschrieben hat. Hinzu kam der Wunsch, die Gäste nur mit echter Handwerkskunst und ohne Verwendung von unnatürlichen Zutaten zu begeistern. Aus diesen Ingredienzien entstand vor rund 10 Jahren die kleine Pastabar Di Cornali. Hier direkt an der Ecke zum Barbarossaplatz übersieht man dieses Kleinod der traditionellen italienischen Küche fast, würden nicht wenigstens auf dem Bürgersteig vor dem Lokal ein paar Tische für die dringend benötigte Außengastronomie stehen und den Vorbeieilenden zu bleiben einladen.


Pastabar Di Cornali am Barbarossaplatz

Sabina Cornali hat es sich zum Prinzip gemacht, ihre Zutaten soweit möglich direkt von den Produzenten zu beziehen. So kommen Gemüse, Salat, Fleisch und Eier von Bauernhöfen aus dem Bergischen. So manchen Lämmern, Kälbern und Rindern wurde schon über den Kopf gestreichelt, bevor sie hier auf den Tellern landeten. Die Weine, ein besonderes Anliegen des Hauses, müssen ohne jeglichen Zusätze, die ohnehin nicht der traditionellen Weinherstellung entsprechen, produziert sein und werden direkt von den Winzern importiert. Die Winzer werden zumeist auf internationalen Weinmessen gefunden und dann unter oft abenteuerlichen Umständen vor Ort in Nord- und Süditalien besucht, um sich vom Anbau und der Zustände vor Ort zu vergewissern. Die Vorteile dieser Maßnahmen liegen auf der Hand: Man kennt den Winzer und seine Ware persönlich, vermeidet Panschereien und umgeht jegliche Zwischenhändler, die nicht nur bei der Qualität negativen Einfluss nehmen, sondern auch die Preise in die Höhe treiben. Mit den verwendeten Olivenölen und Balsamicos verhält es sich ähnlich. Hier steckt schon viel Herzblut drin.


Infotafel über die Rückverfolgbarkeit des Fleisches

Leider ist aber dieses Prinzip nicht in allen Fällen umsetzbar. Während das z.B. bei Mehl oder Fisch auf der Hand liegt, vermutet aber z.B. bei den Garnelen kaum jemand, dass man hier mit dem Gericht gleichzeitig eine Arzneikur macht. Dies liegt natürlich daran, dass Garnelen heute praktisch nur noch unter massiver Zugabe von Antibiotika gezüchtet werden. Wildfänge oder “gezüchtete glückliche” Garnelen sind zu bezahlbaren Kursen nicht zu bekommen. Dies widerspricht dem Anspruch des Hauses, aber was soll man machen, des Kunden Wille ist sein Himmelreich! Doch die Pasta wird stets frisch nach alten Familienrezepten aus Ligurien hergestellt, gleiches gilt für die Pastasaucen, das Brot und die übrigen Backwaren. Auf diese Weise kann die Pastabar Di Cornali beste Qualität bei bodenständigen Preisen anbieten und dabei auch noch gutes Geld verdienen.

Sabina kommt selbst nicht aus der Gastronomie, sondern scheint eher aus der betriebswirtschaftlichen Ecke zu kommen (berichtige mich bitte, wenn ich falsch liege), wie mich ihre Ausführungen während des Qype Live Event vermuten lassen. Dennoch hat sie genau die Prinzipien verinnerlicht und erfolgreich umgesetzt, die prominente Sterneköche so eindrucksvoll propagieren: Alleinstellungsmerkmal suchen und konsequent umsetzen, ein stimmiges Ambiente vermitteln, nur frische Ware von persönlich bekannten Produzenten und Fachgroßhändlern verwenden, keine Convenience-Produkte oder gar Konserven, persönlicher Einsatz und engagiertes Personal. Habe ich etwas vergessen aufzuzählen?

Umgesetzt wird das im Service von einem strahlenden Tim, in der Küche von der Küchenhilfe Nadine und dem diesmal nicht anwesenden Koch sowie allgemein von der Chefin und Allrouderin Sabina.

Das Lokal ist klein, dunkel und geradezu familiär eng. Ich schätze, dass das Restaurant mit maximal 16 Personen voll besetzt und mit 20 Personen überfüllt ist. Das Mobiliar ist sehr, wirklich sehr rustikal und scheint aus einer uralten italienischen Trattoria zu stammen. Die Wände sind mit zahlreichen Fotografien aus Sabinas italienischer Kindheit geschmückt. Hoch über den Köpfen der Gäste sind unterhalb der Decke Regalbretter voller Wein- und Olivenölvorräte oder auch Gläser- und Geschirrkartons gestapelt. Jeder Zentimeter wird hier genutzt. Wie in der kleinen Küche zu Stoßzeiten gekocht werden kann, ist mir ein Rätsel. Aber da die Küche einsehbar ist, kann man sich von der Arbeit des Kochs vor Ort überzeugen. Ganz hinten am Ende des schmalen Schlauches führt eine ganz enge Halbwendeltreppe hinunter zu den sauberen, aber auch recht engen Toiletten. Nach mehr als zwei Glas Wein kann der Abstieg schon mal gefährlich werden.

Bei unserem Qype Live Event am letzten Sonntag lud Sabina 20 Qyper zu einer ausgiebigen Weinprobe ein. Dass die Einladung dazu ein wenig missverständlich war und hinsichtlich der kulinarischen Verpflegung zu Irritationen führte, kann diesen Abend aber nicht abwerten. Denn für die vier Stunden dieses Qype Live Events war das Lokal für andere Gäste geschlossen. Den einnahmelosen Sonntagabend einerseits und die kostenfreie Verköstigung mit Wein und zahlreichen Snacks für insgesamt 18 Personen andererseits kann man gar nicht hoch genug bewerten. Dafür gebührt Sabina und ihrer Mannschaft auf jeden Fall gebührenden Dank.

Einen kleinen Kritikpunkt muss ich aber dennoch los werden: Die Karte ist so klein gedruckt, dass ich bei dieser Schummerbeleuchtung trotz Lesehilfe nicht wirklich etwas erkennen konnte. Und da das Studieren der Speisekarte die Freude auf den späteren Genuss einläutet, fehlt mir da eindeutig etwas. Hier sollte dringend nachgebessert werden.

Meine Beurteilung bezieht sich heute aus den vorgenannten Gründen ausschließlich auf den Wein, die Snacks und das Konzept des Hauses, und natürlich und an erster Stelle auf die gastgeberischen Qualitäten der Hausherrin. Über die kulinarischen Qualitäten der Pastabar Di Cornali werde ich zu gegebener Zeit berichten, sobald ich mich höchstselbst davon überzeugen konnte, was hoffentlich bald der Fall sein wird.

Kosta Wow, druckreif.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Aristoteles2 Schöner und mit Begeisterung geschriebener Bericht ! Leider ist das Lokal an einer der häßlichsten Stellen des Barbarossaplatzes, da hilft auch keine Außengastronomie.

Paulaner am Nockherberg - Au-Haidhausen

Hochstrasse 77, 81541 München

19.03.2012

Der zweite Tipp meiner Schwester war neben dem Hofbräukeller ein Besuch beim Paulaner am Nockherberg, kurz bevor hier das traditionelle Derblecken zum 17-tägigen Starkbierfest losgeht.

Das Paulaner am Nockherberg ist ein Stück Münchner Kulturgeschichte. Diese reicht zurück bis ins Jahr 1627, als Kurfürst Maximilian I. die sogenannten Paulaner in das »Kloster Neudeck ob der Au« berief. Seit 1634 ist das Bierbrauen der Paulanermönche verbürgt. 1751 erlaubte ein kurfürstliches Mandat den öffentlichen Bierausschank zum 2. April, dem Festtag des Ordensgründers des hl. Franz von Paula. Knapp zehn Jahre vor der Auflösung ihres Klosters in Neudeck wurde den Paulanern 1780 der uneingeschränkte Bierausschank gestattet. Das 1861 erbaute Wirtshaus Paulaner am Nockherberg wurde 1944 bei einem Bombenangriff vollständig zerstört, der Wiederaufbau dauerte bis 1950. In der Nacht zum 28. November 1999 wurden die Säle und die Wirtsräume des damaligen »Paulaner-Kellers« bei einem Großbrand erneut zerstört und konnten in einem Neubau im März 2003 wieder eröffnet werden. Heute präsentiert sich das Paulaner sehr gediegen mit auf Hochglanz polierten kupfernen Sudkesseln hinter der Theke im Zentrum des riesigen Wirtshauses.


Kupferne Sudkessel hinter der Theke

Empfang und Service sind vorzüglich, der Gastraum und die Plätze sind blitzsauber.

Die von Schwesterchen angekündigten besonderen bayerischen Schmankerl stehen zwar bis auf die Briesmilzwurst nicht auf der Karte, aber das Bayerisches Schmankerl-Pfandl (Gebratenes und Geräuchertes vom Schwein, Bratwürstl, Leberkäs’, Sauerkraut, Semmelknödel und Kartoffelbrei, dazu Bierbratensoße) zum Kurs von 18,90 €uro lachten uns erfolgreich an. Das Geräucherte war würzig-saftig, ebenso wie der Schweinebraten. Ich habe keine Ahnung, wie die Münchener den Schweinebraten so lecker hinbekommen. Die Würstel stammen von Uli Hoeneß, wie die Karte verrät – okay, die bekomme ich auch bei Aldi – oder seit neuestem auch bei McDonalds. Die grobe Leberkäs war ein Gedicht. So etwas bekommt man im Rheinland bestenfalls beim Delikatessenhändler. Der Kartoffelstampf schmeckte wunderbar nach Butter und mit einem Hauch Muskat, wie ich es liebe.


Bayerisches Schmankerl-Pfandl

Die Portionen sind auch hier üppig und qualitativ wie geschmacklich 1A, die Preise aber auch 50 % höher als im Hofbräukeller. Auch hier habe ich mich gegen das Salvator-Starkbier entschieden und statt dessen das naturtrübe Weißbier genossen.


Das erfrischend-süffige Paulaner Weißbier

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress :-/ Wie jetzt?
In England hat das Bier geschmeckt, sonst nirgends?? Das sind schlimme Symptome und es bereitet mir Sorgen! Warst Du deswegen schon mal beim Arzt?

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress Versuchs dann doch mal mit Radler (mit weißer Limo). Das ist süß, eiskalt genossen eine echte Erfrischung und geht auch prima alkoholfrei.

Löwe am Markt - Altstadt

Dreifaltigkeitsplatz 4, 80331 München

19.03.2012

Das ist mal ein zünftiges Brauhaus nach meinem Herzen! Und der kernige Kellner Stefan, so um die 30, in Krachlederner, nicht auf den Mund gefallen, duzt mich sogleich freudig, als würden wir uns schon seit Jahren kennen. Hier fühle ich mich auf Anhieb heimisch. Die Bier- und Essensempfehlungen scheinen von Herzen zu kommen. Im Löwenbräu ist es dunkel, eng und laut, hier herrscht das pralle Leben! Und hier finde ich endlich auch die besonderen Schmankerl.


Der schummerige, laute, urig-gemütliche Gastraum

Ich bestelle mir das Saure Kalbslüngerl mit Semmelknödel (6,90 €uro), dazu ein frisches Kellerbier. Von einer Suppe als Vorspeise riet mir der Kellner ab, die Portion sei recht üppig. Der Sohn mochte lieber einen Rindergulasch (8,90 €uro) und bestellte sich vorab eine Leberknödelsuppe (3,50 €uro), um die ich ihn wahrhaft beneidete, als ich sie sah.


Leberknödelsuppe


Ein süffiges Bier, das Original Löwen

Davon, dass sie komplett frisch zubereitet wurde, konnte ich mich überzeugen. Die Preise sind übrigens ebenso volksnah und bodenständig wie das gesamte Ambiente.

Das Gulasch war teilweise etwas zäh, wie mir mein Ableger berichtigte, und schmeckte nicht ganz so gut wie im Hofbräukeller – schlecht war es aber beileibe nicht.


Gulasch mit Semmelknödel

Auf das Kalbslüngerl war ich recht neugierig, da ich noch nie Lunge probiert hatte. Es war auch tatsächlich lecker, allerdings fehlte mir der für Innereien typische Eigengeschmack. Ich weiß aber auch nicht, ob Lunge einen solchen Eigengeschmack besitzt. Insgesamt war es mir aber einen Tick zu sauer zubereitet. Gekrönt wurde die Speise von einem großen und leckeren frisch zubereiteten Semmelknödel. Und wie angekündigt handelte es sich um eine üppige Portion, was man ihr zunächst gar nicht ansah.


Saures Kalbslüngerl mit Semmelknödel

Fazit: Hier gibt es eine bodenständige frische Küche, keine Haute Cuisine. Aber ich denke, das erwartet man hier auch nicht. Wichtig ist vielmehr, dass das Gesamtpaket stimmt, und das tut es nach meinem Geschmack. Klare Sache, wir sehen uns wieder!

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Konnie-Neukölln Schick mir das Essen mal per Email, das sieht zu lecker aus.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress Zu spät, bin wieder in Köln!

Museum Flugwerft Schleißheim - Oberschleißheim

Effnerstr. 18, 85764 Oberschleißheim

18.03.2012

An der dem Schloss zugewandten Seite des ältesten noch in Betrieb befindlichen Flugplatzes Deutschlands findet der Besucher die Außenstelle des Deutschen Museums, die Flugwerft Schleißheim. Der Flugplatz wurde bereits 1912 für die königlich-bayerische Fliegertruppe gegründet. Heute wird der Flugplatz von sechs Luftsportvereinen und der Bundespolizei Fliegerstaffel Süd genutzt.

Während die Flugwerft Schleißheim für Autofahrer bestens zu erreichen ist, haben Nutzer des ÖPNV das Nachsehen. Erst nach einem über 1,5 km weiten Fußweg von der S-Bahn entfernt wird das Museum erreicht. In meinem Fall allerdings nur theoretisch. Meine Orientierung funktioniert. Eigentlich. Auf Gleis 2 angekommen gehe ich der Meute hinterher in die Fußgängerunterführung, wende mich nach rechts, weil ich auf die andere Seite der Bahn will, lese am Ende des Tunnels “Gleis 3”. Okay, was soll ich auf Gleis 3, also umdrehen und zum Bahnhofsvorplatz raus, da wird schon irgendwo ein Hinweisschild sein. Außer einem Ortsplan am Bussteig ist nichts zu finden, also hin. Das sieht aber auf dem Plan ganz anders aus, die Brücke über die S-Bahn gibt es dort nicht. Okay… diese Richtung entspricht dem Plan… also los. Nach 1,5 km erreichen wir den Ortsrand, freies Feld, kein Museum. Leichte Rauchzeichen über meinem Kopf und aus meinen Schuhen. Jetzt fällt dem Herrn Sohn ein, dass er auf seinem Smartphone ein Navi hat. Wie praktisch! Oh! Falsche Richtung. Also 1,5 km zurück gelatscht zum Bahnhof. Und da, nur aus einer Richtung sichtbar, weist ein Schild mit dem Hinweis Flugwerft Schleißheim den Weg in den Fußgängertunnel unter den Gleisen hindurch. Verdammt, da sind wir doch vor 50 Minuten hergekommen! Ich weigere mich, dort durchzugehen! Statt dessen gehe ich über die Brücke, die es auf dem Stadtplan gar nicht gibt, und die das Navi ebenfalls nicht kennt. Aber sie entspricht meiner Orientierung. Oben auf der Brücke angelangt, schaue ich verächtlich auf den Bahnsteig hinunter – und erblicke auf Gleis 3 … alle 50 m einen Wegweiser Richtung Flugwerft! Die waren zuvor durch die S-Bahn auf Gleis 2 verdeckt worden. Boah ey, fucking Scheißheim!! Na ja, der Weg über die Brücke stimmt zumindest, also los. Kurz vor der Flugwerft entdecke ich schließlich eine Bushaltestelle, der Fahrplan weist einen 40 Minutentakt aus, weshalb der MVV-Verbindungsvorschlag auch keinen Hinweis darauf gab. Der Bus ist vor 30 Minuten durch. Als ich nach über einer Stunde Fußmarsch schließlich in der Flugwerft ankomme, bin ich ebenso fußkrank wie mein Sohn, und wir entern die erstbeste Bank in einer kleinen Filmvorführung. Leider nur ein Kurzfilm. Haben die eigentlich Rollstühle hier? Nein, haben sie nicht, du musst schon deinen eigenen mitbringen. Wenn ich das gewusst hätte…


Werfthalle: Übersicht


Werfthalle: LET Z 37


Werfthalle: Waco

Aber zum Glück sind wir fast alleine hier und die Gänge sind breit – ich kann also in Ruhe von einem Fluggerät zum nächsten taumeln. In der alten Werfthalle sind Klein- und Segelflugzeuge untergebracht, die einen direkten Bezug zur Flugwerft haben. Die Exponate geben einen guten Einblick in die Entwicklung der Luftfahrt zwischen den Weltkriegen und kurz danach. Die Anfänger der Fliegerei werden in der kleinen Zwischenhalle der Kommandantur gezeigt, u.a. ein maßstabgetreuer Nachbau des Flugapparates von Otto Lilienthal.

Otto Lilienthals Flugapparat


Werfthalle: MBB 233 Flamingo mit Porsche Flugzeugmotor

Weiter geht es in die Kommandantur, die Flugwetterwarte und die Fliegerfunkerschule, in der, nebenbei bemerkt, mein Vater selig in den 1930er Jahren auch seine Ausbildung gemacht hat. Der Turm war leider geschlossen. In der Kommandantur wird die Geschichte des Flugplatzes und der Flugwerft eindrucksvoll dokumentiert, außerdem hat es hier einige Sitzgelegenheiten für überstrapazierte Fußgänger.


Ausstellungshalle: Pratt & Whitney Doppelsternmotor der DC 3


Ausstellungshalle: Transportbereiter Helikopter

Durch einen Verbindungsschlauch gelangt man in die “Gläserne Werkstatt” für die Flugzeugrestaurierung und die große Ausstellungshalle mit wahrhaft imposanten Maschinen wie der Douglas DC-3 (C-47 D Dakota), dem Flugboot Dornier Do 24 T-3, oder der Dornier Do 31 E-3, dem weltweit einzigen Senkrechtstarter-Transportflugzeug mit Strahltriebwerken. Im hinteren Hallenbereich sind etliche Militärjets ausgestellt, u.a. ein Starfighter, eine Phantom II, ein Tornado und ein Eurofighter. Im mittleren Hallenbereich finden sich einige eindrucksvolle Hubschrauber. Für fußkranke Besucher stehen allenthalben gepolsterte Flugzeugsitze zur Verfügung.


Ausstellungshalle: Flugboot Dornier Do 24 T-3


Ausstellungshalle: Dornier Do 31 E-3 Senkrechtstarter mit Strahltriebwerken


Ausstellungshalle: Kampfjets

An den Wochenenden steht für Besucher ein Flugsimulator mit Fluglehrer zur Verfügung, der das komplette Cockpit einer Turboprop-Maschine bietet. Die Simulation wird auf einem großflächigen Flachbildschirm wiedergegeben. Dahinter steckt ein leistungsfähiger PC mit dem aktuellen Microsoft Flugsimulator – toll, was dieses Teil mittlerweile darzustellen in der Lage ist. Wir hatten das Glück, den Fluglehrer (der übrigens in Wirklichkeit nicht einmal eine Fluglizenz besitzt) anzutreffen und in Echtzeit einen kleinen Rundflug über die Karibikinsel St. Martin (richtig, die mit dem berühmt-berüchtigten Anflug über den Badestrand) machen zu dürfen. Der Vorteil ist, dass man als Pilot sitzen darf, das hat mich überzeugt. Die Landung hätte ich aus vielerlei Gründen gerne etwas hinausgezögert, dennoch hat sie irgendwie geklappt – die kleinen Flieger haben ein echt stabiles Fahrwerk.

Ausstellungshalle: Flugsimulator

Nach rund vier Stunden (davon bestimmt eine im Sitzen) haben wir (fast) alles gesehen und machen uns auf den beschwerlichen Rückweg zur S-Bahn. Ich freue mich auf einen gemütlichen Sitzplatz in der S1 und beim Paulaner auf dem Nockherberg.

Fuldanixe Tolle Motive, tolle Bilder !

vinzenztheis Der Beginn des Berichtes ist ja geradezu poetisch bis dramatisch. Aber im folgenden wird dann ersichtlich, dass sich die die mühevolle Wanderung letztlich doch gelohnt hat.

Deutsches Museum Verkehrszentrum - Schwanthalerhöhe

Theresienhöhe 4 A, 80339 München

18.03.2012

Bei meinem letzten Besuch 1988 war die Verkehrs-Abteilung noch auf der Museumsinsel untergebracht. Aber schon damals platzte das Deutsche Museum aus allen Nähten. Die Abteilung wurde deshalb in drei ehemalige historische Messehallen an der Theresienhöhe ausgelagert und im Jahre 2003 eröffnet. Auf insgesamt 12.000 qm werden heute zahlreiche Fahrzeuge des Straßen- und Schienenverkehrs ausgestellt. Dabei sind die Hallen in die drei Themenbereiche Stadtverkehr (Halle I), Reisen (Halle II) und Mobilität & Technik (Halle III) unterteilt.


Gedrängt präsentierte Fahrzeuge

Trotz der großzügigen Ausstellungsfläche sind die Exponate in der Mehrzahl leider nicht präsentabel aufgestellt. Hier wird in Halle I themenmäßig Straßen- und Parkraum dargestellt, mit leeren Straßen- und übervollen Parkflächen. Stoßstange an Stoßstange, in drei Reihen dicht an dicht nebeneinander werden Autos, Motor- und Fahrräder aufgereiht.

Gedrängt präsentierte Fahrzeuge

Leider wird damit nur Masse, nicht aber Klasse gezeigt. Man kann teilweise gar nicht an die Exponate herantreten, um Details zu erkennen, Fotografieren einzelner Exponate ist praktisch unmöglich. Auch das durch die Hallendächer einfallende Sonnenlicht blendet oft derat heftig, dass man nur blinzelnd durch die Halle taumelt. Eine völlig leere Fläche im hinteren Bereich wird nicht einmal temporär genutzt.

Krupp Straßenkehrmaschine


Gedrängt präsentierte Fahrzeuge

In Halle II werden einige ebenso seltene wie schöne Fahrzeuge ausgestellt, leider ist die Präsentation hier aber noch schlechter, die Beleuchtung ist mehr als miserabel. Vorkriegsautos in ihrem damals üblichen schwarzen Lack stehen auch hier in zwei Reihen ohne Zwischenraum nebeneinander, stets vier oder fünf Autos Stoßstange an Stoßstange hintereinander und häufig durch Hallensäulen verdeckt, links eine dunkle Wand, rechts hohe Eisenbahnwaggons, von oben kein Licht – Leute, so wird das nix! Das kann man sich weder richtig ansehen geschweige denn auf einem Foto festhalten!

Halle 2


Halle 2: Eingekeilter Minerva


Halle 2: Detail Cadillac Eldorado


Halle 2: Rhät. Krokodil, wo ist das berühmte Fahrwerk?

Halle 2: Rhät. Krokodil aus der 2. Ebene gesehen

Das meiste Wissen vermittelt erstaunlicherweise die Halle III, in der nur wenige Fahrzeugexponate stehen, dafür mehr auf allgemeine technische Lösungen und auf Logistik eingegangen wird. Auch ist hier die Cafereria zu finden. Hier werden einige Snack, Kuchen, kalte und heiße Getränke von einer sehr netten und zuvorkommenden Bedienung angeboten. Die Preise sind moderat, die Weiße ist frisch vom Fass. Die Cafereria ist auch von außen ohne Museumseintritt zugänglich. In der warmen Jahreszeit gibt es hier einen Außengastronomiebereich.

Halle 3: Alfa Romeo 6C


Halle 3: Der berühmte Tropfenwagen vom Flugpionier Rumpler

Fazit: Obwohl noch keine 10 Jahre alt ist das Konzept alles andere als modern, und für mich eine Enttäuschung. So präsentieren sich sonst nur private Sammlungen in alten, engen Scheunen oder Hallen. Dennoch ist das Verkehrszentrum empfehlenswert wegen der wertvollen und teils einmaligen Ausstellungsstücke.

Fuldanixe Yuppidu, mein Herz geht auf bei so vielen schönen Oldtimern.

Smart Stay Hotel Station - Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

Schützenstr. 7, 80335 München

13.03.2012 (aktualisiert am 18.03.2012)

Ich habe noch nie ein so miserables Hotel erlebt, das mal vorweg. Den einzigen Vorzug, den das Hotel hat und der auch den Ausschlag für die Buchung gab: Es liegt zentral nur 200 m von der Ausgangstüre des Hauptbahnhofes bzw. 50 m vom U-Bahn-Ausgang entfernt in der Fußgängerzone.

Betrachten wir zunächst einmal den irreführenden Namen: Das Hotel nennt sich Easy Palace Station Hotel, wobei Easy falsch übersetzt wurde und besser Simple oder Basic heißen sollte; Palace hat in dieser Bruchbude überhaupt nichts zu suchen, einzig der Begriff Bahnhofshotel trifft es. Es soll sich um ein Drei-Sterne-Hotel handeln, das werden wir aber am Schluss kurz checken.

Dass bei der Buchung per Email der falsche Zeitraum (Zahlendreher) bestätigt wurde, kann ja passieren und wurde auch umgehend berichtigt.

Das reservierte “Comfort”-Zimmer war lt. Rezeptionistin bei Ankunft um 14 Uhr noch nicht fertig, es musste in ein anderes “Comfort”-Zimmer umgebucht werden.

Der altersschwache Aufzug brachte uns unter hör- und spürbarer Anstrengung in die 4. Etage, wo die Suche nach unserem Zimmer begann. Wir fanden es schließlich im Nebengebäude, vom Hauptflur durch eine klapprige Türe und einen mit vier mannhohen, stets vollen Schmutzwäsche-Containern vollgestellten Durchgang getrennt. Schon ohne Gepäck musste man sich mit eingezogenem Bauch zwischen den Containern und einem glühenden Heizkörper aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts hindurch quetschen, mit Gepäck artete es in eine Zirkusnummer aus. Die Zimmertüre bestand aus zwei Türblättern, an der inneren war der KeyCard-Leser angebracht, leider aber so unglücklich vorstehend, dass sich nur eine der beiden Türen schließen ließ, was zu interessanten Reaktionen von neugierigen anderen Gästen führte (Öffnungsversuche, Klopfen, Rütteln), da die Flurtüre stets offen stand.

Ein erster Blick ins Bad ließ mich erschaudern:

Dusche ungereinigt,

feste Seifenreste in der Seifenschale wie auch in der Duschtasse,

den Toilettenpapierhalter bildete ein gelbes Gummiband,

der Boden war voller langer schwarzer Haare (die ursprüngliche Eigentümerin muss eine rassige Spanierin gewesen sein), die Zahnputzgläser klebten, als sei zuletzt Limo daraus getrunken worden. Eine Reserverolle Toilettenpapier gab es nicht. Im Gegensatz zum Aufzug schaffte es das möglicherweise vorhandene warme Wasser nicht bis in den 4. Stock. Nach 1/4 Stunde war die halbe unbeheizte Isar durch den Ausguss verschwunden und ich gab auf. Die Dusche war demnach aus vielerlei Gründen unbrauchbar.

Die Inspektion des restlichen Zimmers fiel kaum besser aus.

Dreckiger Teppichboden mit unzähligen festgetretenen Kaugummis aus den letzten 30 Jahren, wackliger Stuhl, nicht funktionierende Fernbedienung des TV (TV somit unbrauchbar, da auch keine Bedienung am Gerät möglich war), kein WLAN-Empfang, keine Gepäckablage.

Probesitzen auf dem Bett fiel unerwartet schmerzhaft aus: Der Rumms auf den Steiß schlug fast ungefedert bis in die Schädelbasis durch. Die fast papierdünnen Matratze lag direkt auf einem durchgehenden Brett! Binnen Minuten verursachten sie in Rückenlage hässliche Rückenschmerzen.

Eine erste Beschwerde löste ein hübsches Lächeln bei der asiatischen studentischen Aushilfe aus, führte aber nicht zur Behebung der Mängel. Auch am nächsten Abend war klar, dass die tägliche “Zimmerreinigung” ausschließlich aus dem Ausleeren des Papierkorbes und dem gelegentlichen amateurhaften Zusammenlegen der Bettdecken bestand.
Am Dienstagabend war das Toilettenpapier aufgebracht, am Mittwoch erwartungsgemäß nicht ersetzt. Apropos Toilettenpapier: Dieses zweilagige Pauspapier hatte etwa die Güte wie die erste Lage des vierlagigen von ALDI. Am Reinigungsverhalten änderte sich auch nach mehrfachen Beschwerden bis zuletzt absolut nichts. Sogar das auf den Boden gelegte Handtuch wurde geflissendlich übersehen. Was für ein Saustall!

Morgens wird Frühstücksbuffet angeboten. “Frühstücksbuffet”!
Das hier verdiente allerdings bestenfalls den Titel “Selbstbedienungsfrühstück”. Der Kaffee ist eine lauwarme (!) Plörre (!), die es kaum aus eigener Kraft aus der einzigen (!) Thermoskanne (!) schafft. Einige der Kaffeetassen waren mangelhaft gespült und hatten braune Ränder, die man mit dem Fingernagel leicht weghobeln konnte – bah! Es gab Industrie-Scheibletten, und zwar einfach aus der Großhandelsgroßpackung gekippt, dazu billigste Industriesalami und knorpeligen Bierschinken, der an einem Tag durch Pressvorderschinken ersetzt wurde, und der am letzten Tag ganz fehlte. Abwechslung versprach eine Miniauswahl Portionspackungen mit Frischkäse, Honig und Nutela. Das ausgelegte Toastbrot machte an Härte und Trockenheit den Knäckebrotscheiben Konkurrenz. Immerhin gab es Frühstückseier, wenn auch kalt, sowie eine Sorte Müsli und zwischen zwei und vier Sorten Semmeln, wenn auch etwas pappig. Einziger Lichtblick war ein Heißwasser-Samowar mit einer Auswahl an acht guten Sorten Teekanne-Tee. Nicht einmal Teller wurden am “Buffet” angeboten, um das Selbstbedienungsfrühstück aufzuladen.

Wie versprochen, noch ein Wort zur Hotel-Klassifizierung.
Das Angebot verspricht:
- EASYcomfort: geräumige Zimmer im 3-Sterne-Hotel Standard mit eigener Dusche/WC, TV und Haus-Telefon
- EASYeconomic: Zimmer mit Etagendusche und Haus-Telefon – im gediegenen Pensions-Stil
- EASYdorm: 4- oder 6-Bett-Zimmer mit Dusche auf der Etage; ideal für Individualreisende und kleine Gruppen oder Familien.

Die DEHOGA-Klassifizierung (DEutscher HOtel- und GAststättenverband) vergibt…
Drei Sterne: Komfort / Gehobene Ansprüche
+ 14 Stunden besetzte separate Rezeption, 24 Stunden erreichbar, zweisprachige Mitarbeiter (deutsch/englisch)
- Sitzgruppe am Empfang, Gepäckservice
- Getränkeangebot auf dem Zimmer
+ Telefon auf dem Zimmer
-/+ Internetzugang auf dem Zimmer / im öffentlichen Bereich
- Heizmöglichkeit im Bad, Haartrockner, Papiergesichtstücher
- Ankleidespiegel, Kofferablage
- Nähzeug, Schuhputzutensilien, Waschen und Bügeln der Gästewäsche
- Zusatzkissen und -decke auf Wunsch
+ Systematischer Umgang mit Gästebeschwerden (Anmerkung: Beschwerden werden freundlich aufgenommen, es ändert sich aber nichts)

Das war ja wohl nichts, das hier trifft es besser:

Zwei Sterne: Standard / Mittlere Ansprüche
+ Zimmer mit Dusche/WC oder Bad/WC
- Tägliche Zimmerreinigung
+ Farb-TV samt Fernbedienung
+ Bett, Tisch und Stuhl
+ Seife oder Waschlotion
+ Empfangsdienst
+ Telefax am Empfang
+ Dem Hotelgast zugängliches Telefon
+ Erweitertes Frühstücksangebot
+ Getränkeangebot im Betrieb
+ Depotmöglichkeit
+ Essen
+ Frühstücksbuffet
+ Leselicht am Bett
+ Schaumbad oder Duschgel
+ Badetücher
+ Wäschefächer
- Angebot von Hygieneartikeln (Zahnbürste, Zahncreme, Einmalrasierer etc.)
+ Kartenzahlung möglich

Man sieht, zwei Sterne kommt einigermaßen hin, alles andere ist massiv übertrieben. Ich möchte gar nicht erst wissen, was die Hotelleitung unter “gediegenem Pensions-Stil” versteht, ich würde es gutmütigst “morbiden Charme” nennen. Die auf der Website gezeigten Bilder entsprechen bis auf den Eingabgsbereich in keinem Fall der Realität, PhotoShop sei Dank.

Warum habe ich es überhaupt 5 Tage in dieser Bruchbude ausgehalten? Ich hatte mir bei DailyDeal Hotelgutscheine gekauft, die 4 Nächte für 199 Euro statt 413 Euro versprachen, incl. 2 Fl. Prosecco und 4 Cocktails in der Lounge-Bar (Frühstücksraum). Die beiden Proseccos wurden gar nicht erst angeboten/erwähnt, mein Sohn und ich hättten aber ohnehin darauf verzichtet, wie auch auf die Cocktails. Die Cocktailmünzen spendierten wir beim Frühstück einem Ehepaar am Nachbartisch. Für 25 ?uro pro Nacht und Person (mit Gutschein) geht das Einfachsthotel in Ordnung, allerdings geht die mangelnde Hygiene gar nicht. Ich war schon für ähnliches Geld in vergleichbarer Großstadtlage wesentlich besser untergebracht. Den doppelten Preis sind die Zimmer aber keinesfalls wert.

Fazit: Dies ist insbesondere wegen der mangelnden Sauberkeit ein No-Go-Hotel. München ja, Easy Palace Station Hotel nie wieder.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress Jaja, mach mir ’nen langen Hals…

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Leonni Respekt, dass ihr es ausgehalten habt!! Ich Hätte wohl instant Flugherpes bekommen :-(

Deutsches Museum - Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

Museumsinsel 1, 80538 München

14.03.2012 (aktualisiert am 18.03.2012)

Seit Jahren verspreche ich meinem Sohn einen Besuch im Deutschen Museum in München, leider kam bisher immer wieder etwas dazwischen. Nun ist der junge Mann 20 Jahre alt und es gab auch keinerlei Ausflüchte mehr. Da ich von meinem letzten Besuch im Deutschen Museum im Jahre 1988 noch weiß, dass ein einziger Tag viel zu wenig ist, wurde ein mehrtägiger Aufenthalt in München geplant.

Die Museumsinsel ist mit der Tram Linie 16 bestens vom Hauptbahnhof, Stachus oder Sendlinger Tor aus im 10 Min.-Takt zu erreichen, außerdem mit allen S-Bahn-Linien über (H) Isartor. Andere anderen Verbindungen mit Bus oder U-Bahn eignen sich wegen der deutlich längeren Fußwege nur bei schönem Wetter, aber was soll man da im Museum? Die Eintrittspreise für die Museumsinsel sind mit 8,50 €uro (Normalpreis) äußerst moderat, es empfiehlt sich dennoch das Kombi-Ticket für Museumsinsel, Verkehrszentrum und Flugwerft Schleißheim zum Preis von 15 €uro (statt 20,50 €uro Einzelpreis).

Der Besuch will gut vorbereitet sein, da eine große Vielfalt an kostenfreien Führungen, Vorführungen und Experimenten angeboten wird, und die Wege im insgesamt sechsstöckigen wahrhaft riesigen Museumskomplex weit sind.

Mit über 100 000 Objekten (von denen etwa ein Viertel ausgestellt ist) aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik und einer großen Zahl an wertvollen Originalexponaten ist das Deutsche Museum eines der bedeutendsten naturwissenschaftlich-technischen Museen weltweit. Die Themenbereiche reichen vom Bergbau bis zur Atomphysik, von der Altamira-Höhle bis zum vergrößerten Nachbau einer menschlichen Zelle. Zeitlich erstreckt sich die Spanne von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Zu sehen sind wichtige Entwicklungen in Wissenschaft und Technik bis hin zu aktueller Forschung, z.B. der Gentechnik oder Biometrik. Zu den besonderen Highlights auf der Museumsinsel zählen z. B. das erste Motorflugzeug der Gebrüder Wright, das U-Boot U 1, der erste programmgesteuerte Computer ? die Z3 von Konrad Zuse und der Dieselmotor. Außerdem das erste Auto von Karl Benz im Verkehrszentrum, die Douglas DC 3 oder der Senkrechtstarter Dornier Do 31 E-3 in der Flugwerft Schleißheim.

Nicht versäumen sollte man die spektakulären Experimente in der Starkstrom- oder in der Chemie-Abteilung. Kritisch anmerken möchte ich aber die z.T. falschen Details bei der Führung zum Thema Raketenantrieb und Raumfahrt. Da wurde z. B. aus dem großen Außentank des Space Shuttles ein Raketenantrieb, und nach Ausbrennen dieses Antriebes würden lt. Vortragendem die Haupttriebwerke gezündet. Das ist natürlich blanker Unsinn, da es es sich um den (Außen-)Tank für die Shuttle-Triebwerke handelt. Ist der Tank leer, können die Haupttriebwerke nicht mehr betrieben werden. Mein Hinweis wurde mit “Jaja” (also quasi “LmaA”) quittiert und es wurde weiter falsch doziert.


Recht nett gemacht ist die Vorführung im Planetarium (2 ?uro extra). Hier wird der nächtliche Sternenhimmel anhand typischer Sternebilder erklärt. Sicher interessant für (Hobby-)Astrologen, aber ohne großen Wert für den Laien, man vergißt die vielen Details schon während der Vorführung. Viel interessanter wäre ein Licht-Vortrag über die Entstehung des Universums gewesen – aber das ist natürlich nur meine persönliche Präferenz. Unangenehm sind die Sitze im Planetarium. Da sich alles über Kopf abspielt, sind die harten Rahmen hinter dem Sitz im Nacken geradezu schmerzhaft.

Die Museums-Cafereria in der Flugzeughalle habe ich nicht besucht, die Museums-Kantine nahe der Haupthalle ist nur bedingt zu empfehlen. Zu lahm, zu lausig, zu teuer. Es gibt ein paar warme Snacks wie Leberkäs, Würstchen, Pommes oder Linsensuppe. Dies wird von einer in Fragmenten vielsprachigen Spanierin komplett alleine organisiert, d.h. Bestellaufnahme, Zubereitung, Kassieren. Da kann schon mal was durcheinander kommen. Naja, eigentlich muss da einiges durcheinander kommen. Und das tut es auch. Ein Glück, dass wir unsere Bestellung noch vor einer 8-köpfigen Schülergruppe absetzen konnten; der Letzte dieser Gruppe wurde eben bedient, als wir die Lokalität nach etwa 20 Minuten verließen. Für 2x Currywurst mit ein paar Pommes und 2x 0,4 l Wasser waren dabei fast 18 €uro fällig.

Viele Exponate, an denen der Besucher Funktionen ausprobieren kann, sind leider defekt. Auch manche Multimedia-Angebote sind außer Funktion. Anscheinend fehlt Geld für die Wartung. Schade.



Aber genug des Gemeckers über diverse Kleinigkeiten! Dieses Museum ist ein absolutes Muss für jeden, der sich auch nur marginal für die technische Entwicklung der Menschheit interessiert! Vor allem aufgrund der vielen Vorführungen, der zahlreichen Objekte, der beeinduckenden Original-Exponate und der hervorragenden Dioramen begeistert dieses Museum jeden Besucher. Nicht nur deshalb ist es ein lebendiges Museum, sondern auch weil es ständig an die neuesten Forschungsergebnisse und technischen Entwicklungen angepasst wird.

Auf meinen nächsten Besuch werde ich sicher nicht wieder 24 Jahre warten. Als nächstes steht ein Besuch im Deutschen Museum in Bonn auf dem Programm.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress Stimmt, und das ist längst nicht alles. Es folgen noch ein paar Berichte. Insgesamt war der München-Trip ein voller Erfolg, das Hotel nur ein Wermutstropfen. Und man muss auch klar sagen: Wäre das Hotel nicht so dreckig und die Werbung so irreführend gewesen, wäre die Bewertung völlig anders ausgefallen.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Blau blüht der Enzian An die vielen maßstabsgetreuen technischen Modelle und auch ein Brückenmodell kann ich mich noch gut erinnern. Meine zwei letzten Besuche lagen in den späten 80ern. Sehr großes Museum, gut beschrieben.

HAARmacher - Humboldt-Gremberg

Gremberger Str. 87, Inhaberin: Cilem Ertürk-Weyers, 51105 Köln

12.01.2012 (aktualisiert am 13.03.2012)

Durch meine Wohnortnähe zu Köln-Kalk erlebe ich viele Migrationsprobleme hautnah, bin aber auch mit einigen Türken und Deutschen mit türkischem Familienhintergrund bekannt und teils auch befreundet. Dadurch ist mir die Bandbreite der Integrationsfähigkeit bis -willigkeit durchaus bewusst.
Vielen jungen “Deutschen mit Migrationshintergrund” ist durch ihr Elternhaus die Integrationsfähigkeit nicht vermittelt worden, was zu bekannten Problemen durch falsch verstandene Begriffe wie Ehre und Respekt führt. Manch einer fühlt sich in der Ehre verletzt, wenn man ihm nicht mit gebührendem Respekt begegnet (was auch immer man in diesem Zusammenhang darunter verstehen soll), ohne sich zu vergegenwärtigen, dass man sich Respekt verdienen muss. Schlechtes Benehmen, Pöbeleien bis hin zu Kriminalität oder verweigerte soziale Kompetenz sind jedenfalls keine Basis für Respekt im herkömmlichen Sinne.

Aber es geht auch anders.

Letztes Jahr lernte ich nun auf der Suche nach einem guten Fiseur für die ganze Familie den hier seit mittlerweile drei Jahren ansässigen Salon HAARmacher kennen, der von einem sehr jungen türkischen Ehepaar geführt wird. Nicht nur, dass die beiden ihren Beruf wirklich verstehen und echte Profiarbeit abliefern, sie sind auch unschlagbar preisgünstig: Der Haarschnitt kostet für Herren wie Damen gerade mal 10 €. Selbst meine Tochter bekam mit ihren popolangen Haaren für diesen Preis einen komplett neuen Haarschnitt verpasst, der perfekt auf ihren Typ abgestimmt ist und keine Wünsche offen lässt. Respekt!

Der Salon ist klein (zwei Plätze), aber gemütlich, ja geradezu familär, und wird im Eingangsbereich von einem roten Sofa beherrscht, vor dem normalerweise ein ins Rentenalter gekommener Dackel schläft, weshalb man sich mit ihm leider nicht unterhalten kann. Unterhaltung bieten stattdessen die tagesaktuelle BILD oder die auf dem Flachbild-TV ablaufenden Musikvideos. Das reicht aber auch für die kurz bemessenen Wartezeiten, denn hier wird praktisch ausschließlich auf Termin frisiert. Das ist ebenso angenehm wie klug organisiert, denn so ist für eine gleichmäßige Auslastung beider Partner über den ganzen Tag gesorgt. Respekt!

Die beiden jungen Leute bieten bei Bedarf bis in den Abend hinein Termine an, arbeiteten sogar an Heilig Abend und Silvester. Im Dezember wurde mir sogar noch ein Termin am Samstag Abend um 18:30 Uhr angeboten. Respekt!

Beide präsentieren sich als sehr angenehme und nette Menschen, die trotz der kurzen Wartezeiten gerne Kaffee oder Kaltgetränke anbieten. Dienst am Kunden steht im Vordergrund. Respekt!

Wie können die Beiden nur diesen Preis halten, während extreme Billig-Friseurketten ihre Preistakte schon länger auf 12 € erhöht haben und dabei längst nicht diesen Service und dieses angenehme Ambiente bieten? Ein neuer Wohlfühlsalon will ausgestattet und unterhalten und Kredite abbezahlt werden, und Leben will man schließlich auch noch. Offenbar geht das mit Verzicht auf übertriebenen Luxus einerseits und viel Arbeitseinsatz andererseits. Dafür haben die beiden jungen Leute (nicht nur meinen) Respekt verdient!


Der Steuerberater hat Überzeugungsarbeit geleistet, weshalb ab März 2012 der Preis auf 12 €uro gestiegen ist. Sehr vernünftig.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Coloniaexpress :-))

Genau das habe ich gestern gemacht, auf den Cent genau.

Mauzzi Trotz der Migrantenkritischen Einleitung hmpf ein gelungener Bericht. Mein Cousin wohnt auch Köln Kalk, ich muss den mal zu seinen Beobachtungen dort befragen.. Aber diese Preisdrückerei unter Friseuren ist echt der Hammer, frage mich immer, wie die überleben können! Das ist ein gutes Trinkgeld Pflicht

La Barra - Altstadt-Süd

Barbarossaplatz 8, 50674 Köln

14.02.2012

Vom Aschenputtel zur Prinzessin

Vor rund sechs Jahren als deutscher Ableger einer spanischen Saufgarage mit Niveau gestartet, hat sich das La Barra auf wundersame Weise zu einem Cava-Tempel mit beeindruckender Tapas-Küche gemausert. Eine erstaunliche Entwicklung, vor allem wenn man bedenkt, dass Cava in Deutschland eine eher unbekannte Größe ist. Wer kennst schon Cava? Wer weiß schon, dass der Freixenet aus dem Supermarktregal ein Cava ist? Na, was sag’ ich?

Doch erst einmal zurück auf Los!

Eine kleines Grüppchen von 10 Teilnehmern wurde gestern im Rahmen eines Qype Live Event in die Katakomben des La Barra eingeladen und durfte ein umfassendes dreistündiges Cava-Seminar mit Cava- und Tapas-Tasting genießen. Olaf Nieder, unser Gastgeber und einer der beiden Gründer und Geschäftsführer, versprühte bei seinem Vortrag ein solches messianisches Herzblut, dass alle Teilnehmer wie gebannt an seinen Lippen hingen.

Cava. Ein zumindest für mich bis dahin unbekanntes Terrain. Ich habe schon oft vor den Tafeln des La Barra gestanden und die Angebote gelesen, aber da ich kein ambitionierter Weintrinker bin (und Cava hielt ich Unwissender immer für spanischen Wein), hat mich das Angebot nicht sonderlich angesprochen. Auf gute Tapas reagiere ich jedoch euphorisch – und so meldete ich mich zu dieser Veranstaltung an. Wie gut, denn nach nur drei Stunden sind wir Teilnehmer quasi zu Cava-Experten mutiert.

Cava. Kein Wein, aber auch kein Sekt. Sondern ein nach dem Champagnerverfahren hergestellter hochwertiger Schaumwein aus dem spanischen Katalonien, der nur wegen der in der französischen Champagne geschützten Herstellungsmethode nicht ebenfalls Champagner genannt werden darf. Ansonsten ist alles gleich. Bis auf den Preis. Denn während der Preis bei Champagner erst bei rund 25 €uro los geht, gibt es diese katalonische Spezialität exklusiv im La Barra schon ab 6,50 €uro die Flasche (Außer-Haus-Verkauf). Eigentlich unglaublich. Anfangs war dieser niedrige Preis sogar ein Problem. Denn die Kölner sagen ja gerne “Wat nix koss, dat es och nix!”, also: Für kleines Geld bekommst Du keine Qualität. Daher galt es zunächst eine mehr als zweijährige Durststrecke (in diesem Zusammenhang eine interessante Umschreibung) zu überbrücken, bis der Break Even Point erreicht wurde.

Cava. Der Name entspricht dem spanischen Wort für Höhle oder Kellergewölbe, also auf jeden Fall einer unterirdischen Lagerstätte. Ein Cava muss bestimmte Kriterien erfüllen, die wichtigsten sind die mindestens neunmonatige Flaschengärung und der Produktionsort in der katalanischen Weinbauregion Penedès.

Ursprünglich war geplant, eine kleine Bodega in Köln zu eröffnen, die sich durch den Exklusivvertrieb des Cava in Deutschland trägt. Aber die beiden Gründer des La Barra zahlten nicht nur Lehrgeld beim Umgang mit den spanischen Geschäftspartnern und dem Zoll, sondern auch hinsichtlich der Führung einer Cava-Bar in Deutschland. Heute beträgt der Anteil der Bar am Gesamtumsatz schon rund 40 %. Nachdem es in den Anfangsjahren nur Stehtische und eine einfache kleine Tapas-Auswahl gab und Gäste kaum über eine Stunde weilten, hat sich das Konzept nach und nach zur heute sehr gemütlichen Bar entwickelt. Das anfangs eher bescheidene Tapas-Angebot liegt heute im eher oberen Niveau mit rund 35 verschiedenen kalten und warmen Tapas, wobei hier auch Eigenkreationen zu finden sind.

Warum schreibe ich so viel Fachgeplänkel? Ganz einfach: Vielleicht geht es Euch wie mir: “Wat de Buur nit kennt, dat friss er nit” (Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht). Wenn dagegen die Hemmschwelle des Unbekannten fällt, liegt ein Ausprobieren nahe.

Das La Barra präsentiert sich gemütlich wie eine Lounge und ist doch bodenständig. Die angebotenen Cavas sind ohne Kopfschmerzgefahr süffig und verlocken mit ihren überschaubaren Preisen zum ausgiebigen Genuss. Eine Literflasche des beliebten Rosat Semi Seco, Espumoso Can Paixano kostet im Lokal gerade mal 12,90 €uro, da lohnt es sich nicht, dieses Gottesgesöff einzeln im Glas zu bestellen. Dazu passt die Aussage von Olaf Nieder: “Bei uns wird zwar gesoffen, aber mit Niveau!”. Deshalb bleibt es meist auch nicht bei einer Flasche. Und in Verbindung mit den leckeren Tapas lässt sich hier ein gemütlicher Abend verbringen. Die Lounge-Musik ist chillig, das ist hier Entspannung pur, fehlt nur noch eine Massage, aber das gehört nicht hierher.

Jeder hier dargebotene Cava kann an der Theke auch für den Außer-Haus-Verzehr gekauft werden. Der vorhin genannte Rosat Semi Seco, Espumoso Can Paixano kostet dabei überschaubare 5,90 €uro. Zu den einzelnen Angeboten verweise ich auf den ambitionierten Bericht von MademoiselleC. Wer mindestens 12 Flaschen kauft, braucht sich noch nicht einmal auf Parkplatzsuche zu begeben; stattdessen kann man sich bequem und kostenfrei zuhause durch das Cava-Taxi beliefern lassen. Bequemer geht’s nicht!

Fazit: Das Angebot ist rund und stimmig. Das La Barra strahlt Gemütlichkeit und Ruhe aus. Die angebotenen Cavas sind vorzüglich und preislich ein wirklicher Knaller! Die Tapas haben mich voll und ganz überzeugt und bewegen sich auch preislich voll im Rahmen. Olaf, unser Gastgeber, strahlte eine Begeisterung für sein Projekt aus, dass man die Cava-Etiketten im Dunkeln hätte lesen können. Beglückwünschen kann ich die jungen Unternehmer zu ihrem Konzept, aber auch mir als künftigem Stammkunden, der das Glück hatte, diese Bar auf diesem Wege kennen lernen zu dürfen. Alles andere als eine uneingeschränkte Empfehlung wäre eine Beleidigung.

Michael Z. Ein hervorragender Beitrag.

La barra Hallo coloniaexpress,
vielen Dank für Deine tolle und ausführliche Bewertung!
Wir freuen uns sehr, dass Dir das Qype Live Event gefallen hat und werden uns auch weiterhin viel Mühe geben, dass Cava in Köln etwas bekannter wird.
Wir freuen uns auf Deinen nächsten Besuch,
Dein La barra Team

15.05.2013