Ich bin eichhorn aus Berlin. Ich bin Qyper seit dem 04.03.2007
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Profil von eichhorn
Tennisgaststätte MatchPoint - Augsburg
Roggenstraße 48, TSV Haunstetten, 86179 Augsburg
25.02.2008
(aktualisiert am 07.01.2013)
Update:
Es war mal wieder Familienfest. Von halb sieben bis zwei Uhr nachts. Das liegt zum einen an der tollen Familie. Zum anderen am Matchpoint: Essen (die beste Antipastiplatte seit langem, Lachs, Apfelküchle) lecker, Betreuung perfekt, Atmosphäre zum Wohlfühlen. Bin ich froh, dass das nächste Familienfest schon im Februar ist. Erhöht auf fünf Punkte.
Wir feiern Familienfest im Tennisheim.
Wo, bitte?
Im Tennisheim vom TSV Haunstetten.
Aha. Warum denn das?
Weil wir da letztens schon mal eingeladen waren und alle waren begeistert.
Na dann.
Langer Rede, kurzer Sinn. Jetzt weiß ich auch warum.
Der Tisch war liebevoll eingedeckt, wir hatten das mehreckige Lokal für uns. Da es bereits dunkel war, hatten wir nicht so viel von der Rundumverglasung, aber das Gefühl war trotzdem angenehm.
Über eine Wendeltreppe geht es auf eine Art Boden mit Billardtisch, über uns der offene Dachstuhl erinnert an eine kleine moderne Kirche.
Der Service war aufmerksam und herzlich. Das Essen ein Gedicht: Rote Beete-Suppe mit Lachs. Gebratene Entenbrust auf Blattsalat. Rinderbraten mit selbstgemachten Spätzle. Und dann noch zweierlei Mousse mit reifen Mangos und Beerensoße. Kein Schnickschnack, sondern zum Aufseufzen zufriedenstellend.
Und ich habe mich von der Ankunft bis zum Verlassen des Festes perfekt umsorgt gefühlt. Hier war ich Gast, hier komm ich wieder.
zucka - Charlottenburg
otto-suhr-allee 94, 2. hinterhof, 10585 Berlin
20.01.2012
Heute aber war ich mutig. Ich bin in der Otto-Suhr-Allee einem zugegebenermaßen sehr anziehenden Schild zu einem Hofcafe nachgelaufen, zum Hofcafe Zucka, und durfte auf diese Weise ein hübsches Kleinod entdecken. Vorbei an einer Schauspielschule mit Studiotheater führte mich mein Weg in einen zweiten Hinterhof, teils Ziegel, teils Waschbeton, ein paar Sitzgelegenheiten im Freien passierend zu einem ebenerdigen Raum mit Glastür, die den Blick auf einen großen Küchenbereich – und auf dem Blech soeben auskühlende Schokoladencookies – freigibt (mehr)
Da Baffi - Wedding
Nazarethkirchstraße 41, 13347 Berlin
19.01.2012
Ein höchst angenehmer Abend mit höchst angenehmer Gesellschaft.
Die Qualität des Essens war gut, die Portionen sind so bemessen, dass es überhaupt möglich ist, mehr als einen Gang zu sich zu nehmen.
Die Preise sind die üblichen für ambitioniertere italienische Küche in Berlin, vielleicht nicht ganz üblich und daher ungewohnt für die Gegend?
Der unkonventionell freundliche und kompetente Service ist mitverantwortlich für eine anregende und gastliche Atmosphäre, die mich sicher bei Gelegenheit wieder dorthin locken wird.
Der eine Punkt fehlt, weil die Akustik in dem kleinen hohen Raum schwierig ist und die Auswahl an offenem Wein ein wenig eingeschränkt schien.
Und dann muss ja immer noch nach obenhin ein wenig Luft bleiben.
eichhorn Das findet der Vogel toll? Das Nagetier nicht, das würd sich gern mal wieder unterhalten.
23 Januar 2012
Mega Clean - Textilreinigung - Charlottenburg
Bismarckstraße 61, 10627 Berlin
14.06.2011
Vor einiger Zeit hatte ich mich endlich der müffelnden Sofakissen erbarmt und sie in die um die Ecke gelegene Wäscherei getragen, um mich zu erkundigen, wie viel wohl eine professionelle Reinigung koste. Die Tafel an der Wand gab für lose Kissen von Stühlen und Sofas eine Preisspanne von 16-22 Euro an. Die anwesende Angestellte war freundlich, aber nicht in der Lage, mir zu sagen, in welchen Bereich meine Kissen fallen, und bat mich deshalb, an einem der nächsten Tage wiederzukommen, wenn sie bei ihrem Chef hatte nachfragen können. Die Polster könne ich so lange ja mal da lassen.
Meine diesbezügliche Nachfrage kurze Zeit später musste mir dieselbe Mitarbeiterin leider dahingehend beantworten, dass jemand anders ohne ihr Wissen die Polster in eine Spezialreinigung verschickt hatte und ich nun 55 Euro zu bezahlen hätte, was ich nicht wollte und nicht verstand. Sie wiederum verstand, dass ich nicht verstand und bat mich ein weiteres Mal, in zwei bis drei Tagen nochmal nachzufragen, so dass sie das Problem mit dem Chef erörtern könne.
Beim dritten Besuch war eine andere Mitarbeiterin vor Ort, die von der ganzen Sache nichts wusste, mir aber berichten konnte, dass die Aushilfe der letzten Woche einige Fehler zu verantworten habe, die sie nun wieder ausbügeln müsse. Meine Schilderung stellte sie vor ein großes Dilemma: auch sie verstand offensichtlich, sah sich aber ebenfalls außerstande, ohne Absprache mit il cheffe irgendwie geartet zu handeln. Eine weitere junge Frau wurde hinzugezogen. Sie verschwand nach hinten, kam wieder und erklärte der Frontfrau auf Russisch, dass ich den Gesamtpreis zu zahlen hätte, weil die Leistung ja erbracht worden war.
Langsam wurde ich ungeduldig. Und ein bisschen wütend. Mir war ja auch schwül-lauwarm-heiß. Ich erklärte zum wiederholten Mal - eventuell etwas barscher als vorher -, dass ich erst einmal nur den Preis hatte erfahren wollen und dass es nicht mein Verschulden war, dass die Polster voreilig zur Spezialreinigung gesandt worden waren. Die beiden Frauen konnte ich sogar noch davon überzeugen, dass ich nicht einmal dafür zur Rechenschaft gezogen werden könne, dass an der Tüte mit den Polstern keinen entsprechender Vermerk angebracht worden war.
Anders der Chef, von dem sich nach einigem Hin und Her der jungen Dame, deren Aufgabe wohl der Kurierdienst zum Hinterzimmer war und einer deutlich zunehmenden Verspannung des Atmosphärischen herausstellte, dass er anwesend war. Ihn konnte ich weder davon überzeugen, dass seine mitarbeitende Aushilfe es versäumt hatte, einen entsprechenden Vermerk an der Polstertüte anzubringen ("da steht Aussage gegen Aussage") noch davon, dass es bei fragwürdigem Serviceverhalten eines Dienstleistungsbetriebes irgendwie angezeigt ist, kulant auf das Angebot der Kundin zu reagieren, einen Gutteil der Summe zu zahlen, aber nicht das, was eindeutig über den auf der Tafel angegebenen Preis hinausgeht. Zumal dies nicht klug scheint in einer Gegend, die nicht gerade an Textilreinigungsmangel leidet.
Seine Erklärung: der Vertrag zwischen uns ist zustande gekommen als ich die Polster -unbeschriftet- im Laden zurückgelassen habe. Damit mag er noch durchkommen, mir tut es auch leid, auf die Freundlichkeit und Inkompetenz der aushelfenden Mitarbeiterin eingegangen zu sein. Seine Kalkulation des Preises, der nach meinem Verständnis höchstens 44 Euro betragen hätte können, beruhe auf der Tatsache, dass die Preise auf der Tafel ohne Mehrwertsteuer angegeben seien. Im Gegensatz zu den großen Fensteraufklebern übrigens. Zu den 1,40 fürs Oberhemd muss man noch keine 26 Cent MwSt drauflegen. So viel konnte mir die reguläre Mitarbeiterin noch bestätigen. Überhaupt wirkte sie ein wenig so, als ob sie meine Einschätzung ihres Chefs teilte. Aber das hilft ja nichts.
Durchgekommen ist il cheffe auch mit seiner undurchsichtigen Preisgestaltung. Er hat klar dargelegt, dass ich entweder bezahle, oder die Polster nicht mitnehme. Mir fiel in dem Moment bei relativ geringem Streitwert kein durchschlagendes Vorgehen ein, dass mich an meine Polster kommen lassen und ihn zur Räson oder wenigstens mehr Kundenfreundlichkeit gebracht hätte. Jetzt wird das halt nicht die Reinigung meines Vertrauens, auch nicht an klimatisch besser ausgerichteten Tagen. Es gibt Erfahrungen, die muss ich nur einmal machen. Am Ende stellt sich heraus, es lag gar nicht am Wetter?
Portofino - Charlottenburg
Kantstr. 63, 10627 Berlin
04.05.2011
Auf der Liste zum Ausprobieren stand seit längerem das Portofino in der Kantstraße, die wohl älteste Pizzeria Berlins, und dahin nötigte ich meine Begleitung an einem Abend, an dem ich nach einem eher schweren cieastischen Erlebnis dringend wieder Anschluss ans normale Leben suchte.
Die Einrichtung äußerst unprätentiös, die Bedienung freundlich und schnell, der männliche Teil sehr Berlin. Überhaupt – ohne es wirklich gekannt zu haben – glaube ich, das Portofino ist eines der in Charlottenburg ja gar nicht so seltenen Überbleibsel aus dem alten Westberlin. Dafür spricht auch die nicht sehr inspiriert anmutende Weinkarte. Der ‘Rote aus Sizilien’ entpuppte sich allerdings als sehr angenehmer Trinkwein, der hervorragend zur Pizza und zu unserer sich langsam erholenden Stimmung passte.
Die Pizzen fand ich hervorragend, vor allem die mit Spanferkel. Hätte es nicht so auf der Karte geheißen, hätte ich es wohl geräucherten, gekochten Schinken genannt, allerdings von außerordentlicher Qualität, Geschmack und Zartheit. Auf der anderen Pizza war für meinen Geschmack zu viel Rucola, aber da ich Salat auf meiner Pizza eh nicht so mag, bin ich hier keine kompetente Ansprechpartnerin. Geschmack und Konsistenz waren ansonsten 1 A.
Keine Begeisterung riefen die Nudeln mit Steinpilzen hervor, dicke Soße mit wässrigen Pilzen. Vielleicht das falsche Gericht für die Jahreszeit? Dann muss ich auch fragen, warum es jetzt auf der Karte steht. Bei dem Teil der Abendgesellschaft konnten allerdings auch die Pizzen nicht punkten und eventuell lag es doch am Film, der den Appetit beeinträchtigt hatte oder einem leicht angeschlagenen Magen, dass so gar keine Speise Gefallen fand?
Auf eine Pizza würde ich jedenfalls jederzeit wiederkommen.
eichhorn Nein, nein, ich mag ihnen nicht unrecht tun, Dosenpilze waren es nicht, eher falsch oder zu lang gewässerte Steinpilze. Italo-Kult kommt hin, 70er Jahre irgendwie auch.
6 Mai 2011
FACTORY GIRL ! - Friedrichshain
Simon-Dach-Straße 10, 10245 Berlin
13.03.2011
Ich habe etwas Gefährliches entdeckt, gefährlich lecker, sündhaft lecker. Ungewöhnlich und auch zum Mitnehmen und Gott sei Dank weit genug weg von meinen täglichen Wegen. Genaugenommen habe ich es nicht entdeckt, sondern bin hingeführt worden von der Freundin, die gegenüber wohnt, im Friedrichshain. Oder in Friedrichshain?
Egal. Jedenfalls wohnt sie gegenüber vom Factory Girl!, die Arme. Factory Girl! ist ein schuckeliges, kleines Cafe in der Krossener Straße 16, mit gemütlichen Sitzecken, eine davon im Fenster, und einem herzlich-freundlichen, gesprächsbereiten Herrn hinter der Theke, der einen probieren lässt von den verschiedenen, gerade erhältlichen Sorten von Magnolia. Mich hat er damit schon gekriegt.
Als mir besagte Freundin davon und vom innewohnenden Suchtpotential berichtete, war ich noch nicht überzeugt: Kekskrümel und Puddingzeug. In verschiedenen Geschmacksrichtungen. Meine erste Assoziation waren Erwachseneneissorten wie Cookies&Cream oder – noch schlimmer – Cookie Dough mit ungebackenem Teig. Und dann vermutlich Aromastoffe, naturidentisch und so weiter, und Farbe.
Aber natürlich ist alles anders. Es handelt sich eher um so eine Art vermixtes Trifle, Keks oder Bisquit (selbstgebacken) und eine feine Creme – aus Mascarpone? – und dann meistens noch Früchte. Schokolade-Kirsch, zum Beispiel. Oder Erdbeer-Weiße Schokolade. Banane. Man kann auch zwei Sorten als eine Portion haben. Sonst gibt es noch interessanten Kuchen, Frühstück haben sie da auch. Der Cappuccino war gut, glaube ich. Ehrlich gesagt, konnte ich mich nicht auf viel mehr konzentrieren als diesen absolut köstlichen Nachtisch auf meinem Porzellanbrotzeitbrett.
Die Inhaberin kommt wohl aus New York City, wo es so etwas in der Art, nur als Getränk, in den berühmten Magnolia Bakeries gegeben hat oder immer noch gibt. Und sie hat auch ein Cafe in Istanbul, wo man Magnolia erstehen kann. Gut für die Freundin, wenn sie über Ostern da ist: Falls die Sehnsucht zu groß wird. Ich überlege schon krampfhaft, ob es nicht bald mal wieder etwas Wichtiges in Friedrichshain zu tun gibt. Oder im Friedrichshain?
meme ... kann ich gut verstehen, würde auch jede Gelegenheit nutzen ;-))
Ungebackener Teig - das gibt's auch ?? Ich glaube, ich muß mal wieder backen - ich liebe das Schlecken und Probieren beim Teig zubereiten.
13 März 2011
Augenärzte Ku'damm 54, Dr. Inge Groth-Fromm, Dr. Sergiy Tkachov, Dr. Rinata Sigal - Charlottenburg
Kurfürstendamm 54, Ecke Wielandstraße, 10707 Berlin
03.12.2010
Eine offenbar sehr beliebte Augenarzt-Praxis, die Anzahl der wartenden Patienten überstieg auf jeden Fall die Anzahl der Sitzplätze im Wartebereich. Das Rezeptionsteam ist sehr freundlich, auch die behandelnde Ärztin war nicht unfreundlich. Namen kann ich keinen nennen, den habe ich in der Hektik nicht gehört, vielleicht wurde er auch vergessen zu erwähnen.
Ein wenig schien sie mir im Stress zu sein, was sich mir durch die Ungeduld mitteilte, mit der sie darauf reagierte, dass sich die Dreijährige nach kurzer Zeit schon weigerte, sich ein Auge zuhalten zu lassen und der fremden Frau zu sagen, welche Formen sie auf den Kärtchen sehe.
Den Termin für die folgende Tropfenuntersuchung am Kinderauge habe ich abgesagt. Mir persönlich sind Erklärungen der mir fremden Materie Medizin wichtig, egal ob es um mich oder mein Kind geht. Dafür scheint dort keine Zeit zu sein ebensowenig wie für eine kurze Nachfrage, ob ich denn etwas hinsichtlich Sehfähigkeit bei meinem Kind festgestellt hätte.
Vermutlich liegt es auch am Zeitfaktor, dass ich die Praxis mit oben genanntem Termin und dem Hinweis verlassen habe, nach der bisherigen - gescheiterten - Anamnese sähe das Kind auf dem einen Auge ein bisschen, auf dem anderen noch weniger. Vielleicht ein Missverständis meinerseits, es ging alles ziemlich schnell; oder eine unglückliche Formulierung?
Ich bin da recht eigen, misstraue schnell der Diagnose und der Behandlung, so dass es vermutlich zum beiderseitigen Vorteil gereicht, wenn ich diese Praxis zukünftig nicht mehr aufsuche.
Cafe Asgard - Seebad Bansin
Strandpromenade 15, 17429 Seebad Bansin
02.12.2010
Es ist Winter in der großen Stadt. Ich finde, er verliert dort seinen Charme recht schnell. Was mir tatsächlich die Tage immer wieder in den Sinn kommt, liegt einigermaßen weit entfernt, keineswegs stadtnah und sucht in puncto Charme seinesgleichen. Ich habe im Oktober auf Usedom mein Lieblingscafe entdeckt.
Ein Cafe, in das ich mich auch bei Schnee und Eis aufmachen würde, jetzt sofort, um mich in einen der kuscheligen Sessel sinken zu lassen, am besten nahe des alten Ofens, eine Tasse Milchkaffee oder eine heiße Schokolade bestellen würde und dazu ein Stück von der herrlichsten Torte, die ich seit langem in einem Cafe zu mir genommen habe. Vielleicht würde ich sogar einen Brief schreiben, wenigstens aber eine Karte. Es wäre bestimmt gemütlich warm in den niedrigen ineinanderverschachtelten Räumen, die soweit wie möglich an das ursprüngliche Ambiente von vor 100 Jahren erinnern mögen. Was ihnen auch gelingt.
Nichtzuletzt durch die freundliche Bedienung fühlte ich mich mitsamt meinen beiden Töchtern gastlich aufgenommen und wohl umsorgt. Das Warten auf einen leeren Tisch - zu bestimmten Zeiten eher die Regel als die Ausnahme - hatte sich gelohnt. Die Torten und Kuchen waren so gut, mit fein aufeinander abgestimmten Zutaten, die einen mehr schmecken lassen als nur süß, dass ich es am liebsten nicht bei einem Stück hätte bewenden lassen. Besonderes Lob gab es für die heiße weiße Schokolade und auch das Eis war gut: cremig, ohne künstliches Aroma.
Manchmal habe ich Idyllen im Kopf. Eine davon ist es, einen langen Ostseestrandspaziergang zu machen, warm eingepackt den kalten Wind um die Nase pusten zu lassen und dann an der Strandpromenade von Bansin im Cafe Asgard einzukehren, in einen kuschligen Sessel sinken lassen,...
Hexenstich Atelier für große Größen - Charlottenburg
Schivelbeiner Str. 4, S-Halensee, Bus M19/M29 Kurfürstendamm/Joachim-Friedrich-Str., 10439 Berlin
20.07.2010
Prinzipiell stehe ich Hexen positiv bis unentschlossen ob ihrer Existenz gegenüber. Eine eindeutig positive Erfahrung nach den Inszenierungen "Der kleinen Hexe" in der Augsburger Puppenkiste als Kind kann ich jetzt verbuchen.
Nach zwei Schwangerschaften und der Überwindung der Nikotinsucht, ausgestattet mit einer Liebe zu gutem Essen und Trinken dafür aber wenig sportlicher Ambition, weiß ich, was es bedeutet sich im Bereich "Große Größen" umsehen zu müssen. Und ein Muss ist es öfter als ein Möchte.
Einige Zeit habe ich es geschafft, mich so durchzumogeln ohne mir neue Klamotten kaufen zu müssen, Schönes und Weites von einer Freundin bekommen, wie auch immer. Die erste Abteilung für größere Größen, die ich betreten habe, war die von H&M. Ganz praktisch, günstig, nicht der Schick der Ausschußware aus dem Kellergeschoß, wie es früher üblich war für die Frau ab 44. Manchmal bin ich aber zu erwachsen für den Stil. Auch andere Ketten in der Richtung haben mich nicht richtig begeistern können.
Zuletzt bin ich in einem der gängigen Kaufhäuser eher zufällig an den Ständern ab 42 vorbeigelaufen und war entsetzt. Nicht liebevoll retro, sondern schlichtweg bieder, große Teile mit großen Mustern, furchtbare Farben in unangenehmen Materialien. Ist ja egal, die Dicken schwitzen sowieso? Das Zeug an den Bügeln ist zum Fremdschämen, zum Unglücklichwerden. Ich habe angefangen, mich umzusehen. Da muss es doch noch anderes geben?
Gibt es. Eine ganze Menge sogar. Eine ganze Szene, in die das Eintauchen lohnt und Spaß bereitet. Und mehrere Läden in Berlin. Kurvenstolz in Schöneberg zum Beispiel - aber das traue ich mich (noch) nicht. Wer ebenfalls noch nicht bei Größe 46 und figurbetont angekommen ist, oder das schlichtweg nicht als seinen Stil begreift, schaut sich das Atelier Hexenstich in Charlottenburg vielleicht einmal näher an: eigene Entwürfe und anderer Designer schöne Teile aus weichen, fließenden, kühlenden Stoffen, originell, farbenfroh - wenn gewünscht.
Ich bin rein, weil ich etwas für eine Hochzeit mit "festlicher Kleidung" suchte. Die Beratung war kompetent und herzlich, mit frischem Minztee und ein bisschen Geplauder, bequemem Anprobierraum und kleiner Hundedame. Ein freundliches Ambiente, ein Willkommensgefühl und nach anderthalb mal Probieren hatte ich etwas an, das offensichtlich für mich und die Gelegenheit gemacht worden war. Ich werde weiter Fahrradfahren, Susie Orbach lesen und nichts über Hexen kommen lassen.
Strandhotel Fischland GmbH - Dierhagen
Ernst-Moritz-Arndt-Str 6, 18347 Dierhagen
19.05.2010
An das ehemalige Stasi-Erholungsheim erinnert bestenfalls noch die Architektur des Haupthauses, über die man sich aber auch nur so lange erhebt, bis man in einem der Zimmer oberhalb der Baumkronen des kleinen Kiefernwäldchens aus dem Fenster blickt. Das kleine Kiefernwäldchen geht über in die Dünen und ist mit dem üblichen breiten Ost-Ostseestrand alles, was zwischen dem Hotelgast und dem Meer liegt.
Ich war vor ein paar Monaten zum 7. oder 8. Mal hier und habe so einiges an Entwicklung miterlebt. Als Familie kommen wir meist in einem der Reetdachhäuschen unter, oft zweistöckig, beim letzten Mal leider mit einer Schlafgelegenheit auf dem Wohnzimmersofa, was den abendlichen Aufenthalt im Appartement weniger gemütlich gestaltet. Aber bisher waren wir immer diesseits der Straße untergebracht, was mit kleinen Kindern ein wirklicher Vorteil ist.
Die Küche hat sich gemausert. Früher war es manchmal mehr fürs Auge als für den Geschmack und eine auffallend große Anzahl an Auszubildenden im Service-Bereich ist zwar löblich, führt aber auch zu einer Häufung an Pannen, die in diesem Preissegment nicht so leicht zu akzeptieren sind. Ich meckere normalerweise nicht prinzipiell und ein Haar entferne ich schon mal stillschweigend aus der Suppe. Aber ich hänge stark dem Glauben an gutes Preis-Leistungsverhältnis an und bei den Strandhotelschen Tarifen für Übernachtung und Kulinarik werde ich kritisch. Aber wie gesagt, an der Küche hatte ich schlichtweg nichts mehr auszusetzen - die richtige Kombination aus regional und weltgewandt, gute Zutaten mit Können zubereitet. Und es sieht immer noch hübsch aus.
Unschlagbar war schon immer die Kinderbetreuung während der Essenszeiten. So attraktiv und freundlich gestaltet, dass das gute Essen zumindest bei kleineren Kindern komplett in der Hintergrund tritt. Aber freiwillig verhungern sie ja meist nicht, und für den Luxus, mit einer Zweijährigen selbst im Restaurant gutes Essen in Ruhe genießen zu können, lasse ich auch mal Vanilleeis als Hauptgang gelten.
Überhaupt - es hat immer Spaß gemacht, hier mit Kindern herzukommen. Die Zielgruppe Familie wurde gut behandelt und es sah so aus als würde diese Philosophie weitergeführt, als vor zwei Jahren ein paar hundert Meter weiter ein Partnerhotel eröffnete, mit der ausdrücklichen Priorität Gäste ohne Kinder glücklich zu machen. Ob die Partnerschaft noch besteht, weiß ich nicht, im März tat sie das laut Webseite noch.
Umso erstaunter war ich zu hören, dass es plötzlich Einschränkungen bei der Nutzung des Schwimmbads und der Saunen, genannt SPA, gibt. Ersteres darf von Kindern unter 16 Jahren nur noch ab 10 Uhr bis 17 oder 18 Uhr genutzt werden, die Saunalandschaft, von einer Textil-Biosauna abgesehen, generell nur ab 16 Jahren. Die Enttäuschung war einigermaßen groß bei der 11-jährigen, nicht mehr in die abenteuerliche Strandsauna mit folgender Abkühlung in der Ostsee zu dürfen und die Mühsal entsprechend, vom Tagesausflug zur rechten Zeit zurück sein zu müssen, damit die geliebte Stunde im Schwimmbad überhaupt noch stattfinden kann.
Das Besondere, das ich immer beim Besuch dort empfunden habe, nämlich, dass meine Töchter dort genauso willkommen sind wie ich, hat einen empfindlichen Schlag erhalten. Auf Nachfrage hieß es, es seien gelegentlich bis zu 40 Kinder in den Saunen unterwegs gewesen und vor allem Eltern hätten sich eine Zone im Hotelbereich gewünscht, in der sie Ruhe vor ihren Kindern hätten.
Aha, das sind natürlich verständliche Wünsche, denen man gerne nachkommt. Statt zu fragen, was die Leute eigentlich mit ihren Kindern machen, wenn sie selbst der Wellness frönen. Im Hotelzimmer einsperren? Oder liegt es doch eher daran, dass man in einen speziellen Wellnesshotel-Verbund aufgenommen werden wollte, deren Broschüren neuerdings überall ausliegen?
Siri mach Dir nix draus – das differenzieren fällt ja selbst jemandem schwer, der in der ecke groß geworden ist.
den banane+DMark-ossi darf man da(zu) auch nicht konsultieren.
und die ureinwohner?
versuchen halt, die blühenden landschaften zu interpretieren und umzusetzen.
mit genauso unterschiedlichem erfolg, wie es auch an allen anderen ecken auf dieser kugel geschieht …
10 Februar 2012
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