Ich bin indica . Ich bin Qyper seit dem 03.12.2006
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Profil von indica
Messe Frankfurt (Oder) - Frankfurt (Oder)
Messering 3, 15234 Frankfurt (Oder)
07.12.2006
(aktualisiert am 02.12.2008)
Beute von der Märkischen Ostern: Ein Porzellan-Ei mit dem St. Nikolai, dem "Schutzheiligen für Alles", wie mir die ukrainische Ausstellerin glaubhaft versicherte. Beute von der Weihnachten 2006: Polnische Schneemänner aus Glas für die Tanne. Selbstversuch auf der Messe Oderland: Riesenradfahren und Testessen mit ungarischem Langós, der maximalen Kalorienkonzentration auf wenigen, in Fett gebackenen, brotigen Quadratzentimetern. Beute vom Rosenstolz-Konzert: Eine Autogrammkarte von Anna R. und Peter Plate. Dies ist der Blitz-Impressionsquerschnitt aus beinah einem Jahr Selbstbesuch auf dem Messegelände am Westkreuz - viel Osteuropäisches und Internationales gesehen, geschmeckt und gekauft und Musike gehört.
Und im Moment fasziniert mich das Loch, in dem jetzt kräftig rumgebaggert wird: Wo bis September noch Wiese war, entsteht bis Ende nächsten Jahres eine funkelnagelneue Messehalle, in der dann noch größere Konzerte gespielt werden können. Die Killerpilze waren ja schon da, warten wir also mal ab, wann Robbie Williams in FFO Station macht...
Auch in diesem Jahr gibt's wieder Messen wie die Caravan & Touristik, die Märkische Ostern, die Bauen 2007 und den Dreier aus Weihnachts-, Lebensmittel- und Wellnessmesse am Westkreuz.
Konzerthalle Carl-Philipp-Emanuel Bach - Frankfurt (Oder)
Lebuser Mauerstr. 4, 15230 Frankfurt (Oder)
07.12.2006
(aktualisiert am 02.12.2008)
Wenn diese Wände erzählen könnten - hätten sie seit dem 13. Jahrhundert sicher viel Interessantes zu berichten. Geschichten von betenden Franziskanermönchen, vom Sterngewölbe, von der Frankfurter Garnison, von Namensgeber Carl Philip Emanuel Bach (ja, dem Sohn!) und von viel Musik. Seit 40 Jahren ist in der Konzerthalle auch offiziell und jenseits von Kirche Musik drin - in diesem Jahr wird das 40. Jubiläum als Konzerthalle gefeiert.
Wer im Ex-Kirchenschiff Gutes hört oder bei einem Bankett zu Tische sitzt, bekommt auch gut was zu sehen: Ein Blick auf die Sterngewölbedecke aus dem frühen 16. entspannt auch im frühen 21. Jahrhundert. Als visueller Kontrast werden in den Pausen Foyer und Atrium im Seventies-Look und der Sekt quasi direkt an der Oder geboten - näher am Wasser kann man in Brandenburg wohl kaum Klassik und Pausengetränk zu sich nehmen.
Die Konzerthalle ist Spielstätte für das Brandenburgische Staatsorchester, die Singakademie Frankfurt, Chöre und klassische Musiker aller Arten.
Kleist Forum - Frankfurt (Oder)
Platz der Einheit 1, 15230 Frankfurt (Oder)
07.12.2006
(aktualisiert am 02.12.2008)
Erst mal: Ich arbeite in einem der schönsten Gebäude von FFO. Wer das nicht glaubt, soll nicht nur die eichenvertäfelten Wände und die Granitfußböden streicheln, um sich zum visuellen auch einen haptischen Eindruck von Frankfurts erster Adresse für Kultur zu verschaffen, sondern sich unverzüglich zu den Prunktoiletten im Kassenbereich begeben. Ich sah die Toilettenpaläste, ich sah die Vorstellungen bei den Kleist-Festtagen 2005 und ich beschloss: Hier will ich rein! Nur wenige Monate später war es so weit.
Jetzt darf ich beruflich das tun, was ich auch ungefragt und sogar unbezahlt täte: über eines der schönsten Häuser in Frankfurt und die ganzen Veranstaltungen schwärmen. Und darüber hinaus die beinah täglichen Vorstellungen, Ausstellungen, Tagungen und Kongresse ans Publikum bringen.
Immerhin ist an fast jedem Abend im Jahr das Licht bei uns im Haus an - bei 310 eigenen Veranstaltungen kommt eigentlich jeder Kulturinteressierte im Kleist Forum auf seine Kosten.
Restaurant Schroffensteins Darstellbar - Frankfurt (Oder)
Platz der Einheit 1, 15230 Frankfurt (Oder)
03.12.2006
(aktualisiert am 02.12.2008)
Nein, selbst wenn ich nicht berufsbedingt mit Darstellbar und Schroffenstein's verbandelt wäre, ginge ich zumindest in ersterem ein und aus: Die ufoartig halbrunde Bar würde mindestens von der Architektur her selbst in Berlin ihresgleichen suchen. Den eher herben "Cosmopolitan" trinke ich vorzugsweise zur "Open Stage" des donnerstags und weitere unbefangene Bewertungen von außen nehmen jetzt bitte alle anderen Mittrinker und -hörer vor!
Das Schroffenstein's ist bürobedingt meine Mittagskantine. Ich bin ja Fan des täglichen Mädchenessens wie Salat oder Kartoffelplätzchen mit Gemüse, lasse mich aber dennoch bisweilen gern zum Bühnentechnikeressen für die schweren Jungs wie Rouladen oder Krautgulasch überreden...
cuno - Kreuzberg
Schlesische Straße 5, 10997 Berlin
25.03.2007
Die Curry-Bowl war eine Offenbarung: Knusprige Sesam-Huhnstücke und gebackene Kartoffeln auf Bandnudeln, gewürzt das Ganze mit Thai-Basilikum und Koriander. Eine Schärfe, bei der jede nahende Erkältung vor Schreck beiseite springt und die vorzüglich mit dem Gesamtaroma korrespondiert.
Nachts beim Herumstreifen zufällig auf eine nicht minder köstliche Schale Wan-Tan-Suppe entdeckt, habe ich das Cuno in die Liste meiner All-Tags-Ess-Hotspots aufgenommen. Herzliche Bedienung, unaufdringlich schöne Wanddekoration, Blick durch große Fensterfront auf die Schlesische Straße und eine gute Zeitungsauswahl. Da isst es sich auch allein nicht nur schmackhaft sondern auch angenehm.
Aldemir Eis - Kreuzberg
Falckensteinstraße 7, 10997 Berlin
25.03.2007
Sardellen mit Kapern! Sucuk mit Zwiebeln! Rucola und Cocktailtomaten! Ausnahmslos erwies sich der Magen stets kleiner als die Augen. Das liegt sicher ebenso am Nasen-Faktor bei den Aldemir-Pizzen: Wer durch die Falckensteinstraße schlendert, kann sich der appetitlichen Geruchsattacke der im Steinofen vorgebackenen Pizzen nicht entziehen. Ein Stück köstlichste Schnellpizza wird direkt am Tresen endgebacken und kann auf der Straße verzehrt werden. Inzwischen gibts auch einen kleinen Zusatzraum, so dass Regen und Wind das Pizzaessen nicht nur zu einer Sommeraktion machen.
Das Stück kostet 2 Euro und die Sorten werden meterweise frisch nachgelegt. Die Pizza ist durch ihren semifertigen Charakter übrigens sehr gut häuschenzonentauglich: Auch im heimischen Backofen zu Ende gebacken schmeckt sie vorzüglich. Eine echte Alternative zu schlechten Lieferservices und TK-Teigfladen!
Wer von Kiez-Befriedung spricht, darf das Eis- und Pizza-Imperium nicht unerwähnt lassen: Aldemir kam nicht erst in den Kiez als er szenig-hip wurde, sondern legte mit Sauberkeit und Freundlichkeit, vor allem im Außenbereich!, einen Standard vor, der vor einigen Jahren seinesgleichen suchte. Kurzum: Wer damals unter den verschärften Bedingungen des Wrangelkiezes bestand, der hat ein wirklich gutes Konzept!
San Remo Upflamör - Kreuzberg
Falckensteinstr. 46, 10997 Berlin
25.03.2007
Möglicherweise bin ich inzwischen zu alt oder provinziell geworden - aber zwischen schlechtgekleideten jungen Menschen an der lautesten Stelle der Falckensteinstraße (Kurve von Straße und U-Bahn zur Oberbaumbrücke) eine halbe Stunde Bestell- und Servierakrobatik bis zur Lieferung eines mittelqualitativen "Latte" auszuhalten, übersteigt meine Toleranzgrenze. Mag sein, dass es dem spontan ausgebrochenen Sommerwetter geschuldet war, das die drei Bedienungen von den Menschenmassen innen und außen völlig überfordert hat.
Das San Remo, das ich durchaus schon als normales Szenecafé mit Weinerei-Charakter kennen gelernt habe, ist offenbar in zu vielen Reiseführern inzwischen erwähnt. Oder völlig überschätzte. Oder ich bin einfach nicht mehr kompatibel mit dem 80er-Jahre-Style aus meiner Echt-Jugend. Und auch bei stühlerammenden Breitkinderwagen-Fahrerinnen auf dem Bürgersteig reagiere ich allergisch.
Werde ggf. einen neuen Selbstversuch an einem Donnerstagmorgen im November vornehmen.
mostro Halt, Moment - niemals einräumen, man sei zu alt geworden, provinziell oder gar verkalkt, verbohrt oder so..!!! Das stimmt prinzipiell nicht - wozu schreibt man denn sonst einen so schön súbjektiven Kommentar? Genau, zum Abreaguern und um die Stimmung plus Selbswertgefühl wieder aufzubauen! Im äußersten Zweifelsafall bist Du "geistig gereift, erwachsen, stehst über den Dingen, hast Dich vom Leistungs- und Jugendwahn hinwegentwickelt" - oder ähnliches. In jedem Fall: Die Guten sind wir!!!
29 März 2007
Marienkirche - Frankfurt (Oder)
Oberkirchplatz 1, Frankfurt (Oder)
17.03.2007
Die Marienkirche erlebt das, was allen Kirchen jahrhundertelang eigen war - sie wird immer weiter gebaut. Wieder aufgebaut, in diesem Fall. Denn auch sie hat den 2. Weltkrieg bis zu ganz zum Ende unbeschadet überstanden und ist erst dann ausgebrannt. Seit 1978 also wieder Aufbau: Sicherung von Kirchenschiff, Sakristei und Turm. Dach drauf. Turm in historischer Farbgebung.
Am bekanntesten, gewissermaßen aus Film, Funk und Fernsehen, ist wohl die Rückgabe und Restaurierung der Bleiglasfenster. 3 Chorfenster, die als Bilderbibel die Geschichte von Adam und Eva, den Lebensweg Christi, die Schöpfungsgeschichte, die Arche Noah sowie die Antichristlegende erzählen. Großer Bahnhof, wenn Ende Juni die wieder eingebauten Fenster mit einer Festwoche gefeiert werden. Immerhin sind sie Teil der wenigen Beutekunstschätze, die von Russland aus überhaupt je übergeben wurden.
Da die Kirche nicht als Kirche benutzt wird, so weit ich weiß, gibt’s manchmal Konzerte zu hören - das Brandenburgische Staatsorchester und das Orchester vom Staatstheater Cottbus in 120-köpfiger Besetzung für die “Alpensinfonie” passten jedenfalls locker hinein und versendeten sich geradezu. Obacht! Die Kirche ist eisekalt und selbst für Konzertabende im August ist das Mitführen einer Wolldecke oder eines Pashminatuchs unumgänglich. Ich habe keine Ahnung, wie die Aussteller das beim Adventsmarkt durchstehen, aber es soll im vergangenen Dezember dort wieder sehr stimmungsvoll zugegangen sein, ohne dass Erfrorene zu beklagen waren…
Einfach mal reinspazieren, zu verfehlen ist die Marienkirche mitten im Zentrum nicht. Und der wie blitzblank geputzte und frisch verziert wirkende Turm bietet von überall her Orientierung. Nur die Öffnungszeiten sind höchstens was für Touristen: Um 17 Uhr fallen die Türen sommers ins Schloss, im Winter ist schon um 16 Uhr zu.
Rathaus Frankfurt (Oder) - Frankfurt (Oder)
Marktplatz, 15230 Frankfurt (Oder)
17.03.2007
Es ist schon eine wilde Mischung: Der Backsteinschmuckgiebel aus dem 13. Jahrhundert und die Gotische Laube im Innern. Dagegen dann ein 60er?, 70er?-Design im echten Verwaltungsteil des Rathauses. Klar, war ja auch vieles abgebrannt Ende April 1945.
Beruflicherseits führen mich meine Wege bisweilen in den Versammlungssaal der Stadtverordneten, der architekturhistorisch nicht so viel hermacht. Privat stehe ich dann lieber von außen vor dem Gebäude herum und erfreue mich an Giebelwänden und an der Filiale des Museums Junge Kunst. Das Kabarett Die Oderhähne hat seinen Sitz ebenso im Rahtaus und natürlich gibt's auch einen Ratskeller, wie es sich gehört. Und für den Alltagsgebrauch Verwaltungsdienststellen aller Arten.
Kurzum: Das Rathaus erfüllt seinen Zweck aufs Trefflichste. Und sorgt manches Mal für kuriose Begegnungen mit Relikten vergangener Zeiten - also einen Toilettenbesuch im Parterre auf gar keinen Fall versäumen! Dort riecht es noch wie DDR und die Türklinken sind noch original wie einst vom VEB Plaste und Elaste gefertigt...
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR e.V. - Eisenhüttenstadt
Erich-Weinert-Allee 3, Eisenhüttenstadt
17.03.2007
Da ich Eisenhüttenstadt hartnäckig und ausschließlich bei Sonnenschein erlebe, muss ich dieser Tage unbedingt wieder einen Ausflug ins dok machen. Die Rabattkarte für den fünffachen Museumsbesuch will gefüllt sein!
Begeisterte mich beim letzten Mal schon die "Konsum"-Ausstellung, will ich jetzt mehr über das "Wohnen im System", die Wohnkultur in der DDR, erfahren. Absolut sehenswert ist nicht nur dieses Museum der Alltagskultur, sondern das Gesamtkunstwerk mit Stadt drumherum. Sicher Eisenhüttenstadt ist eine "shrinking city" par excellence, aber was die DDR architektonisch mal musterhaft dort vorhatte und in ihren Anfängen auch umsetzte, ist vor Ort zu besichtigen. Teils restauriert, teils bröckelnd.
So beeindrucken eben nicht nur "Sonja"-Kaffeefilter als Gegenstücke zum Westmodell "Melitta" und als Museumsinhalt ausschließlich. Auch die sehr freundlichen und gesprächsbereiten Aufpasser-Damen, die die Geschichte eines jeden der 50.000 Sammlungsgegenstände in dem ehemaligen Kita-Gebäude zu kennen scheinen, machen es dem interessierten Zeitgenossen leicht, sich über selbst erlebte (Fall Ost) oder vermittelte (Fall West) Alltagskultur zu informieren. Mein Aha-Erlebnis in der Dauerausstellung: So unähnlich waren sich die Alltagsgegenstände bis in die 70er hinein jedenfalls offenbar nicht.
Für die Konsum-Nostalgiker gibt's übrigens Halloren-Kugeln, Schlager-Süßtafeln und ähnliche Devotionalien an der Kasse zum Mitnehmen zu erstehen. Und auch ein Ausflug zum Schloss Branitz nach Cottbus sollte lohnen - dort gastiert die in Eisenhüttenstadt ausgelaufene "Konsum"-Ausstellung noch bis Ende Oktober 2007.
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