Ich bin knitterfee aus Hamburg. Ich bin Qyper seit dem 07.07.2008
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Profil von knitterfee
Erika's Eck - Sternschanze
Sternstr. 98, Schanzenviertel, 20357 Hamburg
02.05.2013
Bei Erika benimmt man sich, egal wie voll man ist - oder auch: “Bei Muddi kotzt niemand auf den Tisch!”
Es ist ja fast schon ein Verbrechen, dass ich in meinen 13 Hamburger Jahren jetzt erst zum ersten Mal bei Erika’s Eck war, aber ich schäme mich nicht, es zuzugeben.
Ich bin einfach keine große Kiezgängerin, weil ich mich äusserst selten so vollaufen lasse, dass ich den Kiez ertragen könnte, und wann ist man schon mal so lange wach, dass man morgens um 6 betrunken auf einem Barhocker hängt und ein plötzliches Verlangen nach Roastbeef mit Remoulade bekommt?
Letzte Nacht war es soweit: Ich wollte Roastbeef. Wir wollten Roastbeef.
Eine irisch-kanadische Geburtstagsparty mit reinfeiern in einen weiteren Geburtstag war die Grundlage für den plötzlichen Hunger, denn wie wir wissen, trinken ist anstrengend - und wenn man zuletzt um 21 Uhr gegessen hat, schreit der Magen und die Seele nach neuem Futter, wenn man volltrunken aus der Kellerbar kommt und feststellt, dass es schon wieder hell draußen ist. So ist es eben, wenn man drei Parties auf einmal feiert.
Also flugs ein Taxi gerufen und ausprobiert, was die Legende sagt: einsteigen, “zu Erika” sagen und genießen. Das erfreute Gesicht des Taxifahrers, der fast am Ende seiner Nachtschicht ist, die totale Faszination des Freundes, der die Legende nicht schon tausendmal gehört hat (“es reicht, zu Erika zu sagen, und schon weiß der wo er hinmuss! Toll!”), und sich darüber freut dass Hamburg immer so schön aussieht und Frankfurt nie, und die desjenigen, der volltrunken, amüsiert und entspannt in der anderen Ecke des Taxis hängt und sich aufs Roastbeef freut.
Ankommen bei Erika. Vor der Tür Betrunkene, die umfallen. Innen: Schön warm! Eine bunte Mischung von frisch verliebten Pärchen, die sich wahrscheinlich nach dem Aufwachen verabschieden und nie wieder sehen, Taxifahrer, Hipstervolk, Nicht-so-Hipstervolk, Polizisten, junge Menschen, alte Menschen - das Publikum bei Erika sieht aus wie ein Schnitt durch die Gesellschaft. Nur die Schnöseldorfer Klientel könnte man hier vermissen, wenn man sie denn vermissen würde.
Wir bestellen 3 Mal Roastbeef XXL - 250 Gramm Roastbeef, Bratkartoffeln inklusive. Die Bestellung “einmal ohne Bratkartoffeln” wird mit der Frage: “Salat?” beantwortet. Für mich, die sich nach LCHF ernährt (was sich weitaus spaßiger gestaltet als man so denken könnte), und ihre Kohlenhydrate hauptsächlich bevorzugt für Alkohol und Milchprodukte “ausgibt”, ein Traum.
Eine rauchen, bevor das essen kommt.
Man benimmt sich. Faszinierend, wie der Typ, der gerade den ersten Joint seines Lebens geraucht hat, vor der Tür zusammenbricht und jammert, und ich einen Schritt zurück gehe, weil mir immer schlecht wird wenn ich jemanden kotzen sehe (er kotzte zum Glück dann doch nicht).
Aber kaum ist der arme Kerl drinnen, kann er wieder stehen, und sieht auch ganz glücklich aus (weiß nicht ob das an dem Joint oder dem Mettbrötchen lag).
Wieder drinnen, im warmen. Es ist schon der erste Mai, aber kalt ist es. Bitterbitterkalt. Vor allem wenn man nur im Kleidchen und Chucks dasteht.
Das Roastbeef ist da.
Es wird begleitet von einer Schale Remoulade, zwei Portionen Bratkartoffeln und einem “kleinen” Beilagensalat, von dem ich leider nur noch ein paar Happen runterbekomme - Roastbeef first!
Reinhauen, Gudn, und so! Als wir fertig sind, brauchen wir ein Weilchen um zu bezahlen - erst müssen noch 30 Mettbrötchen und Roastbeefbrötchen, sowie ein einzelnes Nuttellabrötchen für die Polizei eingepackt werden.
Draussen vor der Tür versuchen ein paar Nachwuchshipster einen Türken im Mercedes zu provozieren, der offenbar auf seine Brötchenbestellung wartet. Sie sind aufgedreht, aber eindeutig zu müde, um sich noch eine Tüte zu drehen. Sie sind sogar zu müde, um an den 1.Mai-Randalen teilzunehmen. “Ich hab doch alles was ich brauch” sagt einer, “wozu soll ich demonstrieren gehen.”
Meine Freunde werden noch mit “reserviert” Schildern dekoriert, dann kommt unser Taxi.
Für mich ein grandioses Erlebnis, ich habe mich in Erika’s Eck verliebt, trotz des Deppenapostrophs - und werde wiederkommen, wenn der Pegel stimmt. Oder der Roastbeefhunger zuschlägt.
Zollamt Hafencity (ehemals Zollamt Post) - Hafencity
Koreastraße 4 (Hafencity) 4, 20097 Hamburg
06.03.2013
Also alles ganz easy - und allein auf Grund dieses Erlebnisses hätte ich hier 5 Sterne vergeben.
Aaaber: Wenn der Fall nicht ganz so einfach liegt, scheint es eben auch nicht so ganz einfach zu sein mit dem lieben Zollamt. Ich warte auf eine Sendung aus den USA, bei der klar ist, dass ich Steuern draufzahlen muss. Habe ich auch kein Problem mit. Allerdings liegt diese Sendung nun seit 3 Tagen im Zollamt und ich warte auf meinen Brief. Den brauche ich nämlich, wegen der Nummer die da draufsteht, sonst könne man meine Sendung nicht finden, sagte mir der unglaublich motivierte, hochfreundliche Mensch am Telefon.
Ich warte nun also auf den Brief, obwohl mein Paket nur wenige Fahrradminuten von mir entfernt rumfliegt. Und ich wette, wenn ich ihn öffne, steht darin die gleiche Nummer, die sich in meinen Trackinginformationen befindet.
#fail
Budni - Eppendorf
Eppendorfer Landstraße 67, 20249 Hamburg
29.01.2013
Nicht nur große Theken von Essence, P2 und Catrice, auch Gosh Cosmetics. Debby und eine andere italienische Marke, deren Namen ich gerade vergessen habe, gibt es ebenfalls, ausserdem Bourjois.
Die Naturkosmetik-Abteilung ist auch sehr groß, insbesondere findet man auch eine große Auswahl an Burt's Bees Produkten.
BOK - Ottensen
Ottenser Hauptstrasse 1, 22765 Hamburg
19.01.2013
Ansonsten konnte ich aber nichts finden, was ich beanstanden könnte.
Der Service begrüßte uns bereits beim reinkommen sehr freundlich und scherzte ein bisschen mit uns, als wir die Bestellung aufgaben.
Der Mangosalat war zum reinlegen lecker, frisch, fruchtig (ich glaube, das Dressing enthält auch Mangomark), mit Erdnüssen und Koriander abgestimmt, einfach großartig.
Ich hatte dazu noch Ente (knusprig!) mit Gemüse in Erdnuss-Soße. Die Soße war etwas laff, aber da Bok ohne Geschmacksverstärker kocht, kann man sich ja vorstellen, wo der starke Geschmack bei anderen Asia-Restaurants oder Lieferservices herkommt. Ein bisschen mehr Salz hätte es trotzdem sein dürfen, aber da kann man ja selber nachhelfen.
Preisleistung finde ich auch gut, ich erinnere mich aber nicht mehr daran, was ich bezahlt habe. Ich glaube, die Hauptgerichte liegen um die 8 bis 9 Euro, was für die Menge und Qualität absolut in Ordnung ist.
Mehr kann ich eigentlich gar nicht sagen - ich finde, Bok ist eine sehr gute Alternative zu den umliegenden gastronomischen Betrieben in Altona/am Mercado.
toboe1 Hallo Knitterfee,
in Hamburg gibt es BOK- Restaurants (z.B. Schanze, Schulterblatt) und BOK- Imbisse (z.B. Bahrenfeld und Ottensen). Daher bitte nicht über die fehlende Bedienung wundern.
1 Februar 2013
knitterfee Da ich bisher nur eins der BOK-Restaurants in der Schanze kannte (mit Bedienung also), ist meine Verwunderung also doch etwas nachvollziehbar – immerhin steht das nicht groß an der Tür “Achtung, dies ist kein BOK Restaurant, sondern ein Imbiss, hier gibt es keine Tischbedienung”. Wäre ja auch etwas übertrieben.
Daher ging ich natürlich zu BOK mit der Erwartung, dass es Tischbedienung gibt. War ja jetzt kein Drama, ist halt was, worauf man sich einstellen muss.
Es wäre außerdem dann noch der Vollständigheit halber sinnvoll, wenn Du alle anderen Bewertungen unter meiner, die sich über die fehlende Bedienung geärgert haben oder irritiert haben, ebenfalls darauf hinweist.
3 Februar 2013
Packstation 124/129 - St. Pauli
Budapester Straße 29, 20359 Hamburg
17.01.2013
Es handelt sich genau genommen um 2 Packstationen. Im Sommer waren beide leider eine ganze Weile defekt und ständig überfüllt, so dass ein Paket auch mal 10 Tage auf dem Wagen blieb (zumindest laut Tracking).
Heute wollte ich eine Amazon-Retoure in die Packstation bringen und stellte fest, dass mein Paket genau 0,5 cm zu breit war, um in das Fach zu passen. Zu meinem großen Glück kam aber gerade der DHL-Kurier, der die Station befüllte und entleerte, und er war so lieb und hat mein Paket einfach mitgenommen.
Das fand ich so nett, dass ich dachte, ich schreibe der Station mal eine gute Bewertung, dem Fahrer konnte ich ja leider keine geben (habe mich aber natürlich artig bedankt ;) )
lieblings eisBar St. Pauli - St. Pauli
Detlev-Bremer-Strasse 50, Café, Bistro, Eis, Bar, 20359 Hamburg
17.01.2013
Design Hotel Überfluss - Mitte
Langenstr. 76, 28195 Bremen
17.01.2013
Besonders haben mir die verschiedenen Beleuchtungsmöglichkeiten im Zimmer gefallen.
Da wir als Paar unterwegs waren, hat uns die nur mit einer Glaswand vom übrigen Raum getrennte Dusche nicht weiter gestört. Der Service war natürlich, freundlich und professionell, vom Empfang bis zum Housekeeping top.
Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war der stark durchdringende Biergeruch um das Hotel herum - aber das kommt eben davon, wenn schräg gegenüber auf der anderen Seite der Weser eine Brauerei steht ;)
Hotel New York - Rotterdam
Koninginnenhoofd 1, 3072 AD Rotterdam
17.01.2013
Liebevoll eingerichtetes Zimmer (wir hatten uns eins mit Blick auf den Hafen gegönnt), tolles Restaurant, auch der Rest der Hoteleinrichtung war toll abgestimmt.
Leider war die Zeit, die wir in Rotterdam verbringen konnten, viel zu kurz, und ich hoffe, dass wir nochmal einen längeren Aufenhalt hinbekommen - dann auf jeden Fall wieder im Hotel New York <3
Sushi Factory - Fugu - Altona-Altstadt
Große Elbstraße 210-212, 22767 Hamburg
04.01.2013
Ich habe lange versucht, meine Erfahrung im Fugu in meine übliche
Form für Rezensionen zu bringen, nach dem dritten Anlauf jedoch werfe ich nun das Handtuch und
schreibe meinen Bericht so herunter, wie mir die einzelnen Punkte auffielen.
Das Fugu ist loungig und spielt Smooth Jazz. Ein Internetstream.
Regelmäßig wird man mit Werbeunterbrechungen gestört, die darauf hinweisen,
dass man den Stream auch werbefrei und in besserer Qualität beziehen kann.
Beide Toilettenbrillen auf der Damentoilette hatten Flecken - und zwar keine Wasserflecken.
Offensichtlich wird dort nicht wenigstens alle paar Stunden mal drübergewischt.
Oberflächlich macht alles sonst einen sauberen Eindruck, aber wenn ich erstmal
selber die Brille wischen muss... An allen Ecken und Enden sah ich halbtote
Pflanzen (vertrockneter Glücksklee und Schnittblumen). Auch nicht so richtig schön.
Die Bestellung läuft über ein Tablet. Außer uns waren noch zwei weitere Tische belegt, die restlichen waren frei. Es wäre wohl also auch möglich gewesen, uns ein zweites Tablet (Samsung) zu geben, dann wären wir auch mit der Bestellung etwas schneller gewesen.
Die Software auf den Tablets bedient sich eher schlecht, unübersichtlich und ruckelig. Wenn ich zu Hause Sushi bestelle, tu ich das auch am liebsten am Rechner und nicht mit meinem iPad. Es gibt keinen „Service rufen“ Button. Ebenso gibt es keine Möglichkeit, die Bestellung auf verschiedene Personen aufzuteilen. Aus der Küche kommt alles so, wie es eben kommt. Auch ist im Bestellsystem nicht vermerkt, wenn etwas nicht mehr erhältlich ist. So wurde uns, nachdem wir dann mühsam unser Menü gebastelt hatten, dass weder Wagyu noch Entenbrust verfügbar seien – mit der Anmerkung, die Lieferanten würden sie irgendwie in der Luft hängen lassen.
Überhaupt, der Service war skurril. Keine Kommunikation beim Bestellprozess dank der Tablets, dafür aber großes Rätselraten beim bringen des Essens, wer jetzt was bekommt. So landeten manche Maki auf dem Teller meines Freundes – mir egal, ich picke sie mir auch bei ihm runter, aber bei einem Geschäftsessen ist sowas ja eher unüblich. Ich glaube, wir hatten insgesamt 8 verschiedene Teller auf dem Tisch. Was mich besonders wundert: auf der Online-Bestellseite von Sushi Factory ist es möglich, beliebig viele Boxen zusammenzustellen. Warum war es nicht möglich, dies auch bei der Software, die auf den Tablets installiert ist, umzusetzen?
Für mich bedeutet GUTER Service, insbesondere in der Preisklasse des Fugu, dass sich offenbar wünscht bei den Großen mitzuspielen (ausliegende Golfklubmagazine…), dass sich jemand um mich kümmert, mich fragt was ich trinken möchte, mir einen Aperetif vorschlägt, sich merkt, was ich bestellt habe und was mein Freund bestellt hat, und nicht fragen muss, wer was bekommt.
Zur Qualität des Essens kann ich nur sagen, dass ich mit meiner Auswahl zufrieden war. Ich hatte etwas Lachs Sashimi mit Limettensoße, eine Lachsauswahl, Yakitori-Spieße und einige etwas speziellere Maki mit frittiertem Schweinefilet und einer Senfsoße. Die Yakitori-Spieße waren okay, der Rest war, wie gewohnt bei Sushi Factory, sehr gut.
Mein Freund hatte es leider nicht so gut getroffen. Zu ein paar klassische Lachs und Thunfisch Maki-Rollen hatte er sich das irische Ochsenfilet bestellt – 200 Gramm Filet sollten es sein. Uns ist klar, dass es sich bei den Angaben auf Speisekarten üblicherweise um das Rohgewicht des angebotenen Fleisches handelt. Leider hilft einem das nicht mehr viel, wenn etwa 1/3 des Stücks aus Fettrand bestehen.
Es wäre nicht das Thema gewesen, hätte sich der Service in dieser Situation angemessen verhalten. Als mein Freund jedoch enttäuscht auf sein Steak sah (und er bestellt nunmal eben immer Filet, weil er Fettränder und ähnliches nicht ausstehen kann), und den Service dazu befragte, sagte dieser lediglich, er könne in der Küche nachfragen ob es sich wirklich um ein Filet handle. Er kam mit der information wieder, es handle sich um ein Filet. Und dann stand er an unserem Tisch und sagte fast schon genervt und eher widerwillig „Tja, was soll ich machen?“.
Nun muss man wissen, mein Freund ist ein Gutmensch und entschloss sich, den genießbaren Teil seines Essens zu verspeisen und ließ den Rest frustriert liegen. Man kann natürlich sagen, er hätte den Teller zurückgehen lassen können, und ich hätte das an seiner Stelle auch getan.
Fakt ist aber, dass wir erst ganz am Ende, als wir die Rechnung bestellten, noch mit schiefem Mund und widerwillig gefragt wurden: „Kann ich denn noch etwas für Sie tun, wenn ich Sie schon nicht zufriedenstellen kann?“. „Was schlagen SIE uns denn vor?“ „Joa… n Dessert, Kaffee oder nen Schnaps?“.
Sorry, aber wer ein Gericht für 25 Euro
versaut und es dann nur mit großer Mühe hinbekommt, am Ende noch etwas retten
zu wollen, und dabei (vermutlich jenseits der 40) aussieht wie ein Konfirmand wenn er sein Sprüchlein
aufsagt – was will man da noch sagen? Mir war jedenfalls die Lust vollständig
vergangen.
Bei einem souveränen und guten Service wäre folgendes passiert: Sofort wäre
proaktiv angeboten worden, den Teller wieder in die Küche zu bringen und ein
alternatives Gericht zu servieren. Oder: Sofort wäre proaktiv angeboten worden,
wenigstens einen Teil des Preises zu reduzieren. Oder: Sofort wäre proaktiv
angeboten worden, ein paar Maki nach Wunsch extra zu servieren. Oder: Sofort
wäre angeboten worden, ein Dessert kostenfrei zu erhalten. Man merkt schon,
proaktiv ist das Wort der Stunde. Denn da mein Essen in Ordnung war, hat mich
am meisten gestört, dass der Service unmotiviert, lustlos und in
keiner Situation souverän wirkte.
Ich würde das Fugu empfehlen, wenn man: Bei Sushi Factory bestellt oder bestellt und abholt (und sich dann an die Elbe setzt, ist im Sommer bestimmt ganz nett) und wenn man sich nur für Sushi entscheidet.
Ich würde das Fugu nicht empfehlen, wenn man auf liebevolle Details und einen guten Service wert legt, oder in Begleitung von Menschen ist, die keinen Fisch essen (wollen).
Dafür, dass mein Essen in Ordnung war, 2 Punkte. Eigentlich aber nur 1 1/2.
Mein Eindruck ist, dass das Fugu gerne ein besonderes Erlebnis bieten möchte, das Konzept aber nicht vollständig zu Ende gedacht wurde und das Ergebnis daher eher mittelmäßig bis schlecht ist.
Fotos gibt's wie immer auch auf meinem Blog.
christianlouis Hallo liebes Sushi-Factory-Team,
ich wäre dann der erwähnte Freund. Die Situation hat sich wie folgt abgespielt:
Ich habe das Ochsenfiletsteak per E-Menü bestellt. Ich habe ein Produkt bekommen, das, wie auf den Bildern zu finden auf der Website meiner Freundin deutlich sichtbar ist, kein Filetsteak war, sondern einen starken Fettrand aufgewiesen hat. Dies war zugegeben das erste Mal, dass ich Ochsenfilet gegessen habe, daher war ich ein wenig unsicher, ob es sich bei diesem Stück Fleisch um ein Filet handelt – ich hatte keine direkte Vergleichsmöglichkeit. Jedoch kenne ich Filetsteaks nur als fettfrei.
Da ich entsprechend verunsichert war, auch wegen der digitalen Bestellung, fragte ich zunächst beim Service nach, ob ich denn ein Filet bestellt habe. Dies wurde bejaht.
Darauf bat ich darum, sich in der Küche rückzuversichern, ob die servierte Speise denn nun wirklich ein Filetsteak sei. Der Service verschwand danach in der Küche, ohne jedoch meinen Teller mit dorthin zu nehmen und kam nach kurzer Zeit zurück und erklärte mir, dass der Koch sich sicher sei, dass es sich bei dem von ihm zubereiteten Produkt um ein Filetsteak handle. Er hat dem Kellner sogar noch die unterschiedlichen Fleischstücke (Rumpsteak, Filetsteak) gezeigt, um diese Aussage zu untermauern.
Dies zeugt von absolut mangelhafter Warenkunde bei mindestens zwei involvierten Personen an diesem Abend, dem 3.1.2013 gegen 21h.
Da hier kein Fehler erkannt wurde – oder das Filet aus war, zumindest habe ich eines bestellt und keines bekommen – gab ich auch die Hoffnung auf, das richtige Produkt zu bekommen, wenn ich meine Portion in die Küche zurückgehen lasse.
Was mich daher sehr stark stutzig macht sind drei Dinge:
1. Der Kellner verfügte über mangelhafte Warenkenntnis
2. Der Koch verfügte ebenfalls über mangelhafte Warenkenntnis
3. Es gab niemanden im Restaurant, zu dem der Kellner diese Beschwerde hätte eskalieren können oder wollen; bei der Rechnungserstellung holte er jedoch eine mit dem Kassensystem deutlich vertrautere und souveräner wirkende Kollegin dazu. Diese Kollegin passte für mich auch eher in das mir bislang vertraute kompetente und sehr serviceorientierte Bild von Sushi Factory Mitarbeitern.
Die Fischgerichte waren durch die Bank auf dem hohen von Sushi Factory bekannten Niveau, bei Fleischgerichten fehlte es an jeglicher Kompetenz über das Produkt. Und das ist sehr schade.
Ich werde Kunden bleiben, jedoch kein Fleisch mehr bei Sushi Factory vor Ort essen und voraussichtlich auch keine Fleischgerichte bestellen. Ob ich noch einmal zu Fugu gehen werde halte ich für mehr als fraglich. Aber, dem Sushi werde ich – natürlich, es ist ja ein großartiges Produkt – treu bleiben.
Da um Feedback zu den E-Menüs gebeten wurde, hier ein paar Ideen / Anmerkungen für das Lastenheft der neuen Softwarerelease:
a) Die Menüs sollten eine Möglichkeit geben, sowohl nach Personen als auch nach Gängen zu differenzieren; ich möchte per Menü definieren können, was als Vorspeise, was als Hauptgang und was als Dessert an welche Person am Tisch geschickt wird.
b) Das System ist deutlich unübersichtlicher als das Online-Portal; warum kann ich kaum sagen. Wahrscheinlich liegt das an der geringen Bildschirmgröße.
c) Das System kennt keine Möglichkeit, Bemerkungen zu den Produkten zu übermitteln; elementar fehlt hier beispielsweise die Möglichkeit, zu bestellen wie das Steak zubereitet wird (rare, medium, well done oder Dinge dazwischen), es fehlt die Möglichkeit, gewisse Komponenten zu tauschen oder Nachfragen zu stellen. All dies kann ich bei einer telefonischen Bestellannahme tun, bei einer Onlinebestellung ins Kommentarfeld schreiben, aber in einem Restaurant ist das nicht möglich? Verwirrend!
d) Das System kennt keinen Bestand; wenn ein Gericht aus ist, ist es immer noch bestellbar. Das ist unpraktisch und führt zu Rückfragen und erneuten Entscheidungsprozessen.
e) Das System ist nicht in der Lage, das Warenangebot zeitabhängig zu steuern: Es finden sich im Menü jedoch teilwese Gerichte, die nur mittags oder abends angeboten werden. Diese werden jedoch ständig angezeigt.
f) man kann – wenn man Android Geräte kennt – recht einfach aus der Anwendung ausbrechen. Vielleicht gibt es hier eine Möglichkeit, das System noch robuster zu machen.
g) Es gibt keine Möglichkeit, um eine Interaktion mit dem Personal zu bitten bzw. dieses herbeizurufen.
h) Ich würde überlegen, ob das System als solches Bestand und Sinn hat. Auch wenn es anachronistisch und seltsam klingt, so hätte ich mich über eine Karte gefreut, in der ich hätte aussuchen können, um anschließend die Bestellung eben schnell über das Tablet übermitteln zu können. Und nein, ich bin nicht technikfeindlich – im Gegenteil, ich verdiene mein Geld in der IT seit ich ein Teenager bin :)
Auf ein baldiges Online-Wiedersehen beim Bestellen!
Christian Louis
21 Januar 2013
Sushi-Factory Hallo,
nochmal vielen Dank für die vielen Anregungen.
Wir haben auf der Website von Smooth Jazz leider keine entsprechende Möglichkeit gefunden, sonst hätten wir das so abonniert, weil die Musik ansonsten ja sehr gut ist.
Danke auch zu den Punkten im E-Menü. Es wird voraussichtlich in den nächsten 6 Wochen ein Update geben, das die folgenden Vorschläge bereits abdeckt:
c)
d)
e)
f)
Punkt g) gibt es bereits, wenn man das Gerät hochkant stellt. Wird aber noch verbessert und deutlicher sichtbar gemacht.
Auch das Scrollen wird in der neuen Version wesentlich besser sein.
Wir glauben, dass das E-Menü sich besonders gut eignet um eine individuelle Sushi-Platte zusammenzustellen und wir bekommen fast durchgängig positives Feedback dazu. Dies hat uns ermutigt, das Konzept nun weiter auszubauen. Vielleicht möchten Sie Ihren Gutschein doch im Fugu einlösen und sich von den Verbesserungen überzeugen. Die Verwechslung des Filets mit dem Rib-Eye sollte auch nicht wieder vorkommen.
22 Januar 2013
Glöe - St. Pauli
Detlev-Bremer-Str. 43, St. Pauli Süd, 20359 Hamburg
05.12.2012
(aktualisiert am 16.12.2012)
“Alex, schmeckt Dir Dein Kaffee? Hör auf mir auf den Hintern zu starren, wir haben Gäste! Ich bin keine 15 mehr!”.
Fritz, Lütauer, Viva con Agua. Auf Wunsch kann man seinen Latte Macchiato mit Sojamilch oder Biomilch bekommen. Es gibt frischen Pfefferminztee und die Eier und die Butter zum Früstück sind Bio.
Es gibt Läden, über die braucht man kaum mehr sagen, und jeder weiß, ob er sich dort wohlfühlen wird oder nicht. Ich für meinen Teil fühle mich wohl. Mehr als wohl.
Ambiente & Allgemeines:
Im Souterrain gelegen, ist das Glöe eher ein gedämpft belichteter Ort. Die großen Fenster lassen jedoch so viel Licht wie nur irgendwie möglich herein. Der Gastraum ist nicht unterteilt. Kürzlich wurde umgestellt, die Ecke mit den Sofas befindet sich nun rechts neben der Tür. Das ist sehr gut so, denn der alte Boden ist an der Stelle etwas uneben und an einem Tisch hatte man immer ein sehr kippeliges Erlebnis. Ansonsten mischen sich große und kleine Tische bunt durcheinander. Es läuft immer gute Musik - je nach dem wer gerade arbeitet kann das mal was elektronisches, jazziges oder souliges sein. Mir gefällt es aber immer - ich bin aber auch nicht so wählerisch, solange die Musik nicht zu laut ist. Bestellen kann man am Tisch, bezahlen sollte man lieber an der Bar.
Essen & Service:
Wie ich oben schon sagte, es gibt Läden, über die braucht man kaum etwas sagen, und schon weiß man, wie sie so sind. Ich persönlich habe die Theorie: Je frischer der Pfefferminztee, desto verpeilter der Service. Und desto freundlicher, herzerwärmender und authentischer. Ja, es gibt die Restaurants, in denen ausgebildete Gastronomiemenschen Serviceanspruch versprühen. Das Glöe ist nicht eins von diesen Restaurants, aber das macht nichts. Hier kriegt keiner die Krise, weil er einen Schnaps vergessen hat. Das passiert eben einfach, und jeder weiß es. Fremden, die sich unvorbereitet in Konstrukte wie das Glöe verirren, sieht man die Verwirrtheit sofort an, wenn etwas nicht so läuft wie sie es erwarten.
Es gibt eine feste, gedruckte Karte und eine Tageskarte, die auf eine große Tafel geschrieben wird. Wer noch nicht weiß, was er will, bekommt die Tageskarte einfach zum Tisch geschleppt.
Das Essen ist manchmal bio, und manchmal nicht. Das Frühstück ist super. 25 Euro inklusive Tip für 2 Frühstücke, die neben dem üblichen Brötchen und Aufschnitt Gedöhns auch noch Kaffee, Orangensaft, 2 kleine Obstsalate, ein gekochtes Ei und Lachs mitbrachten. Und tagsüber gibt’s Leitungswasser aus Karaffen aufs Haus.
Das Schnitzel schwankt in seiner Qualität, aber generell ist nichts dagegen zu sagen. Es ist eben manchmal Bio, manchmal nicht, manchmal Kalb, manchmal Schwein, manchmal ein bisschen besser als gut, und manchmal eben nur gut. Aber es steht immer dran, was drin ist. Wer dünne Pommes mag, ist hier richtig. Abends gibt’s für 3,80 Euro einen kleinen, köstlichen Salat zum echten Wiener Schnitzel (15,50 Euro) - das, vermute ich jedenfalls, kommt aber aus der Fritteuse.
Der Mann sagt, die Currywurst ist überbewertet, aber er ist auch ein Currywurstsnob.
Der Ceasar’s Salad mit Hähnchen zum Lunch kostet zwar 10,50 Euro, macht dafür aber auch mehrere Stunden satt. Das Hähnchen ist kein Alibihähnchen, sondern in ausreichender Menge vorhanden, und mit Parmesan wird auch nicht gegeizt.
Wer nicht so viel Hunger oder Geld hat, bekommt Mittags auch ein Süppchen für etwa 4,50 Euro, obwohl ich nach meinen Erfahrungen mit den Portionsgrößen im Glöe eher erwarte, dass man einfach einen 5-Liter-Topf bekommt und sich satt essen darf.
Wenn St. Pauli spielt, gibt es Live-TV und der Ton kommt direkt aus dem Stadion (vermute ich). Ausserdem gibt es eine Fußball-Karte.
Fazit:
Herrjeh, geht halt hin. Aber nicht zu oft, sonst bekomme ich keinen Platz mehr.
Ich bin Knitterfee, auf Qype, Twitter und meinem Blog (da gibt's auch Bilder).
Moe “Je frischer der Pfefferminztee, desto verpeilter der Service” – fantastisch, das merke ich mir :)
17 Dezember 2012
knitterfee Hrhr, so aus dem Kontext gerissen hört sich das irgendwie nicht mehr so nett an. ^^ Naja, was soll’s – solange es wahr ist ;)
17 Dezember 2012
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