Beiträge von lokalreporter
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Badstr. 4, Im Gesundbrunnen-Center, 13357 Berlin
lokalreporter
am 15 Februar 2009
gut ausgestattetes sportgeschäft in der 1. etage. musste dringend taps und schienbeinschoner besorgen, durch die halbe stadt gerast, nirgendwo in berlin gab es taps - atemlos rein innen laden, die freundliche verkäuferin berät mich gut und schnell, verkauft mir tollgepolsterte schienbeinschoner für söhnchens schienbeine, die taps gibts auch [die von NIKE] und schon war ich wieder raus.
machte mir eine guten eindruck, die beiden frauen an kasse und verkauf hatten spass, waren gut drauf, und ich sowieso. intersport voswinkel - merk' ich mir!
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Badstraße 4, Wedding, 13357 Berlin
lokalreporter
am 8 Mai 2008
(aktualisiert am 7 Mai 2009)
krasser brunnen, angefüllt mit unglaublich werbefernsehbeeinflußten posierern, hier gehts ab wie auf einer künstlichen psychose, als hätte man was genommen, beeindruckt schleiche ich an der wand lang..
die kunden im sportschuhladen reißen ungeniert kartons aus stappeln, strecken in jeden aufgemotzten schuh ihre feuchten treter, lassen das probierte achtlos stehen, sind laut, benehmen sich wie gierige [konsum]monster aus ausgedachten filmen.
horden von clans ziehen durch die läden, wie insekten fallen sie irgendwo ein, bedienen sich selbst, unaufhörlich am quatschen, von krankmachenden klanglichen attacken terrorisiert, terrorisieren sie verkäufer und umwelt, wie raumschiffgroße grillschwaden tragen sie ihren geruch durch das nach osten und westen hin verrolltreppte einkaufscenter.
in den augen der schuhverkäuferin sah ich regelrecht panik, ungläubig reagierte sie auf meine frage, einen freundlichen menschen hätte sie hier noch nie erlebt, sagt sie. was machen all die schlechtbezahlten leute um wieder runterzukommen -- saufen? selber konsumieren?
kaufzwang als ersatzhandlung, alles spielt sich im außen ab, im zeigen und haben wollen, in gier und rücksichtsloigkeit. mir machen konsummenschen angst, sie spiegeln mir mein nichtbeteiligt sein - aber eben auch mein eigenes.
gesundbrunnencenter, genialer name für ein durch paradoxie und zwang genährtes einkaufscenter.
lokalreporter tja, meen jung’, bei mir bist du an der falschen adresse, ich kann nichts für dich tun..
8 September 2009
mostro Vermutlich kann für diesen User ohne Foto keiner viel tun - die Prognose ist infaust. Aber es ist immer wieder ärgerlich, dass hier aus dem qualitativen Nichts diese netten menschen auftauchen, die einem unflätig erzählen wollen, man solle gefälligst so schreiben, wie es ihre Resthirne rezipieren können, meistens fordern sie krakelend Telegramme ein. Vermutlich sind sie Opfer der heutigen Zeit: Alles soll schön clean effektiv sein, für die Schönheit der Sprache ist kein Platz mehr, für Inhalte auch nicht mehr so recht. Vermutlich weiß der User genau, welche Partei er bei der Bundestagswahl wählen soll. Es geht voran.
8 September 2009
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Bastianstr. 21, 13357 Berlin
Stütze - Aufbruch von unten e.V.
lokalreporter
am 9 März 2008
am EXTRA markt schönhauserallee senefelderplatz sitzt tageintagaus ein typ, der die leute anquatscht. was zu lesen? schönen abend noch! ich danke ihnen! ich bin kein poet! oh, warum nicht, vielen dank! nein, ich wünsche ihnen viel glück!
kauf ich heute eine STÜTZE
steht n poem auf S 6 - von kerstin henselJeden Morgen
frau krause füttert katzen frau sandke tauben frau warmrock
ratzen herr fielmann spatzen karnickel im keller herr keller
füttert katzen frau krause kocht selber tauben frau sandke frau
warmrock ratzen und katzen den spatzen fällt was ab was her keller
füttert grillen von fielmann und
dat kleene aas da
hat der hunger so platt gemacht,
dasset duch’n briefkasten fällt
mitta post
jeden morgenKerstin Hansel, geboren 1961 in Karl-Marx-Stadt, lebt als Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, Romane, Theaterstücke, Hörspiele und Features, zuletzt den Gedichtband ALLE WETTER [2008] und den Roman LÄRCHENAU - beide im Luchterhand Literaturverlag.
Stütze muss sein, jede Woche eine, für n Euro </
