Beiträge von meme
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Otto-Geigenberger-Weg, 83512 Wasserburg
meme
am 4 März 2012
Schöne Erinnerungen wurden wach, als ich beim Stöbern auf den Beitrag von Roma stieß. Beim Anschauen der Fotos bin ich in Gedanken ihren Spuren gefolgt. Damals – im letzten September – bin ich diesen Weg selber gegangen, ein absolutes Muss, wenn man die zauberhafte Stadt am Inn besucht.
Eigentlich wollten wir uns die Innschleife ja von oben anschauen – traumhaft, wie das verlinkte Foto zeigt. Irgendwie haben wir aber wohl die richtige Stelle verpasst. Von der Burg aus sahen wir nur ein Meer aus außergewöhnlich farbenprächtigen Häuserfassaden, teilweise wundervoll bemalt. Den Blick auf die malerische Flußschleife, die die Halbinsel mit der historischen Altstadt Wasserburgs zu 7/8 umfließt, werden wir uns beim nächsten Besuch vornehmen.
Beim Betrachten von Romas Fotos hat mich das geheimnisvolle Grün des Inn fasziniert. Uns präsentierte er sich träge dahinwälzend eher in Lehmgelb. Wie sehr doch Jahreszeit, Licht und sogar die Tageszeit einen Ort grundlegend verändern können.
Der Skulpturen-Wanderweg entlang der Innenseite des Inn ist ein gut ausgebauter Wanderweg, den man auch mit Kinderwagen und Rolllstuhl ohne Probleme begehen kann. Viel Grün, der malerische Fluß und die gegenüber teilweise bis zu 70 m steil aufragenden Felswände der “Innleiten” garantieren schon mal ein leicht zu realisierendes Naturerlebnis. Wenn einem dazu noch zeitgenössische Kunst – sozusagen zum Anfassen – auf Schritt und Tritt begegnet ist das ein ganz neues Erleben von Kunst – Natur und Kultur.
In der Folge stelle ich Euch einige Fotos vor – aus anderem Blickwinkel und wahrscheinlich zu einer anderen Jahreszeit aufgenommen. Die Beschreibungen zu den Objekten habe ich von einer Website des A K 6 8. Einzelne Objekte werden von Zeit zu Zeit ausgewechselt, andere sind im Besitz der Stadt, ein Großteil kann über den A K 6 8 erworben werden.
Ein kurzes Wegstück hinter der malerischen Max-Emanuel-Kapelle betraten wir den Skulpturenweg und stießen als erstes auf die hier als Foto direkt folgende Skulptur, die weiteren Objekte habe ich in der Reihenfolge unserer Wanderung eingestellt. Da ich aber bei weitem nicht alles fotografiert habe, gibt es noch viel zu entdecken.

Rudi Endriß – “Spaziergang” (schwedischer Granit)

Ute Lechner – “Zeitkegel” (Messing)

Peter Wiench – “An jenem Fluß der Zeitlichkeit (Prothesis I)” (Stahl / weißer Beton)

Elisabeth von Samsonow – “Flußepitaph (Genealogie)” (Stahl)

Andreas Fischer – “der Motor” (Fundstücke – Stahl / Stein)

Michaela Biet-Weber – “Tor” (Sandstein)

Louise Stomps – “Asket, Pilger, Gilgamesch” (Bronze)
Im Hintergrund die Grosse Liegende IV – Großplastik von Peter Schwenk

Helmut Karow – “ohne Titel” (Aluminium)

Ute Lechner – “Innschrift der Kreise, 1988” – neu aufgestellt 2002 (Messing / Holz)
Gustav Hatzel – “ohne Titel” (Messing / Bronze)

Rainer Devens /Manfred Schmidhuber – “Resonanzen” (Messing)
Das soll die letzte Skulptur für heute sein, danach haben wir den Weg mit einem Blick auf die Übersichtskarte wieder verlassen.

Es gibt viel zu sehen, viel zu denken, viel zu deuten, und man kann sich wunderbar bewegen in frischer Luft. Auch für Kinder dürfte ein solcher Spaziergang ein kurzweiliges Vergnügen sein. Die Skulpturen lassen viel Raum für eigene Interpretationen, die Umgebung lädt zum Spielen und Toben ein. Ich wünsche Euch viel Freude beim einmaligen Kulturerlebnis in wunderbar urwüchsiger Natur :))
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Schustergasse 3, 83512 Wasserburg
meme
am 13 Januar 2012
Ich weiß nicht, warum das so ist, aber alle Trachtenmoden-Verkaufsläden, die ich in den vergangenen Jahren besucht habe, waren klein, eng, dunkel, gemütlich und altmodisch auf eine ganz charmante Art. Egal ob der total vollgestellte Trachtenladen in Lam oder die"dunkle Höhle" in Schliersee, wo selbst die Verkäuferin aussah, als ob sie sich nur selten dem Sonnenlicht aussetzen würde.
Nicht anders dieser kleine Laden in Wasserburg am Inn – weit zurückliegend in dunkler Gasse der Eingang, schlauchartig in die Tiefe verlaufend der Laden – im Eingangsbereich unterm steinernen Bogen ein Kleiderständer mit Angeboten passend zur Wies’n Zeit. Dazu muss man wissen, dass zum ausgehenden September in Bayern wohl ein großer Teil der Bevölkerung Trachtenkleidung bevorzugt. Bei unseren Fahrten durch Rosenheim habe ich mir anfänglich verwundert die Augen gerieben, bis mir in Höhe des Wies’n Platzes plötzlich klar wurde, warum so viele auch ganz junge Menschen in Lederhosen und Haferlschuhen mit dickbezopften Wadelwärmern oder prächtigen Dirndln von poppig bunt bis traditionell dezent herumliefen. It’s Wiesentime – da gehen die Uhren halt anders in Bayern.
Na wie dem auch sein, eine gewisse Vorliebe für Trachtenkleidung ist auch mir geblieben, seit ich vor Jahrzehnten eine Weile in Bayern gelebt habe. Dirndl für die Arbeit und Karohemden zur Bundhose für die Wanderung waren ein Muss. Ich kann mich noch gut erinnern, wie teuer ich meine Dirndl damals im Fachgeschäft bezahlen musste. Heute bekommt man sie als Massenware zumindest zur Wies’n fast “nachgeschmissen”. Ganze Kleiderständermenagen mit identischen Dirndln in verschiedenen knalligen Farben für knapp 50 Euro fanden sich im Münchener C&A. Tchibo mochte da nicht zurückstehen – auch dort (zumindest in Bayern) gab es Dirndl im Karton, etwas teurer als bei C&A. Da fühlt man sich doch eher an Fasching als an Tradition erinnert ;-)
Mit einem echten Dirndl haben diese “Spaßklamotten” allerdings so wenig gemein wie KiK mit Armani. Ein traditionelles Dirndl, aus edlen Stoffen und mit viel handwerklicher Feinarbeit hergestellt, kann schon mal einige Tausender kosten.
Zumindest teilweise deutlich günstiger, aber schöner und individueller als die Massenware im Kaufhaus waren die Dirndl im Laden unter dem Bogen in Wasserburg am schönen Inn. Magisch hingezogen zum kleinen Lädchen hatte mich eine rotkarierte Bluse mit dezent gesticktem Edelweiß auf dem Kleiderständer vorm Laden – bei rotkariert kann ich einfach nicht widerstehen. Also hinein zum Anprobieren. Eine sehr freundliche ältere Dame zeigte mir den Weg, machte Alternativ-Vorschläge – bester Service wie man ihn von einem Fachgeschäft erwartet. Die vielen Dirndl im altmodischen Ladenlokal habe ich nur im Vorbeigehen gesehen – so was kann ich heute im Münsterland nun wirklich nur im Karneval tragen ;-) Aber meine Bluse, die passte super – und die kommt, man mag es kaum glauben, aus eher nördlichen Gefilden, nämlich aus Halver im Sauerland. Also machen auch die Nordlichter schöne Trachtenmode.
Falls Euch meine Dirndl Exkursion zu ausufernd war – hier mein kurzes klares Votum für diesen kleinen Laden: Wer nicht Tausender ausgeben will oder exklusivste Trachtenmode sucht, findet hier bestimmt was Nettes – ein Mitbringsel zur Erinnerung an den Urlaub zum Beispiel. Eine gute Auswahl und sehr freundliche fachliche Beratung haben mir den Einkauf zum Vergnügen gemacht. Ich komme gern wieder, wenn ich erneut in Wasserburg am Inn Station mache :))
Lenz Also, Lederhosen hätte ich ja gerne. Ich glaube nur, dass ich damit lächerlich aussehe. Nicht jeder hat so kräftige Waden wie die Spieler von Bayern München. :o
16 Januar 2012
jurgenehre Unsere Meme im Dirndle?… das hätten wir aber gern gesehen!:=)Dann ziehen Lenz und ich auch eine Lederhose an…lach! ob Waden oder nicht!
22 Januar 2012

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meme … freut mich, dass es Euch gefallen hat :)
9 März 2012
jurgenehre Spuren …vom Mensch!
20 März 2012