Beiträge von mostro
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17194 Jabel
mostro
am 22 September 2011
Der Jabeler See (nördlich von Fleesen- und Kölpinsee, westlich der Müritz) ist ein ausgezeichneter Badesee, klares Wasser, keine Strömungen und wunderbare Natur mit vielen seltenen Wildvögeln. Wer es gern abgeschieden, wild und natürlich hat, ist an dieser Badestelle jedoch fehl am Platz, denn hier hat man Jabel ein wenig passendes Gesicht mit Neubauten und einer “Marina” (schreckliches Wort für Jachthafen, finde ich, hört sich immer so nach Marbella-Schnöseln an) verpasst. Der kleine Strand liegt direkt vor dem Campingplatz neben den Bootstegen und bietet feinen Sand, eine Liegewiese und ein relativ kinderfreundliches Ufer, an dem es relativ langsam ins tiefe Wasser geht. Für ein kurzes Tauchbad finde ich den Platz absolut geeignet, längere Zeit verweilen würde ich hier persönlich nicht, weil es einfach zu voll und “zivilisiert” ist….
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Jabel
Spaziergang südlich von Loppin
mostro
am 20 August 2011
Die Straße von Nossentin nach Waren führt oft in einem lustigen Zickzack über die parallel laufende Bahnlinie, zwischen Nossentin und Jabel führt sie durch den südlichen Teil des Naturschutzgebietes Nossentiner Hütte. westlich von Jabel findet man an einem dieser Bahnübergänge in einer scharfen Kurve einen Parkplatz mit großem hölzernen Hinweisschild ins NSG. Dieser ist ein bisschen irreführend, denn hier beginnt zwar eine Art Wanderweg, doch mit Idylle ist es nicht viel, da das Befahren anscheinend gestattet ist und leider alle paar Minuten Einheimische in höllischem Tempo mit ihren PKWs durch den Forst jagen, ein ziemlich entwürdigendes Schauspiel, zumal am südlichen Ende von Loppin, das man nach 20 Minuten errricht, ein Jugendlandheim liegt, für das hier überall kleine Naturlehrpfade mit netten Hinweisschildern stehen. Im Kontrast hierzu liegen auf dem Waldweg diverse tote Tiere platt im Sand, unter anderm fanden wir einen verendenden Maulwurf, er tat mir so leid, ebenso wie einige andere Tiere an dem Tag – und man versteht wirklich nicht, warum sich die Leute die Mühe machen, an dieser Kurve extra ein Hinweisschild auf das NSG aufzustellen. Auch ohne die rasenden Einheimischen ist dieser Waldweg nicht besonders aufregend, zuerst passiert man ein Schneise mit Hochspannungsmasten, dann kommt eine lange Strecke durch monotonen Forstwald. Wie gesagt leben hier natürlich viele Tiere, aber der Wald ist wie fast das gesamte NSG von Menschenhand entstanden. Also – hier bitte vorbei fahren, und nicht etwa noch mit dem Auto in den Wald biegen. Der realistische Weg nach Loppin sollte langsam sein oder über die asphaltierte Straße nordöstlich von Jabel führen!
Fotos folgen
karin36lesen Auch ich habe in diesem Jahr mal wieder in den Weiten Mecklenburgs Urlaub gemacht und kann deinen Beiträgen nur zustimmen :-).
Ein wundervoller Landstrich.10 September 2011
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Jabel
Badestelle Jabeler See / Eulennest
mostro
am 17 August 2011
Diese Badestelle am westlichen Ufer des lang gestreckten Jabeler Sees ist relativ leicht vom Ort aus zu erreichen und bietet immerhin eine große Wiese mit sehr schönem Blick auf das gegenüberliegende Ufer von Dammerow, aber leider keinen Sandstrand. Tagsüber kann es hier recht voll sein, da doch viele touristische Behausungen in der Nähe liegen – aber zum Abend hin kann es auch idyllisch sein.
für Kinder ist die Stelle zwiespältig: Die Liegewiese ist schön übersichtlich, die alten Bäume sind nicht nur schön sondern spenden auch bedarfsweise Schatten. Im Wasser ist es zunächst recht flach, so dass Kinder recht einfach baden können, allerdings ist am Grasufer eine hohe Kante, die kleine Kinder nicht einfach bewältigen können – für ältere Kinder birgt die Menge an Seerosen und Schlingpflanzen südlich der Badestelle eine recht nahe Gefahr. Als Ausgangspunkt für Schlauchboottouren fanden unsere Crewmitglieder die Stelle aber sehr schön…
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Jabel
mostro
am 17 August 2011
Ausgeschilderte Pfade stimmen mich oft skeptisch – meist laufen zu viele Menschen auf ausgetretenen Wegen. Aber im Mecklenburg hat man so viel Spaß am Beschildern, dass der Loppiner Rundweg (nördlich von Jabel) zumindest bei nicht so gutem Wetter viel Ruhe und Einsamkeit bietet.
Aus dem kleinen Dorf geht es zunächst über einen Sandweg durch Mischwald. Schon hier deutet das Unterholz einen sehr guten Pilzwald an. Später wird der Forst allerdings etwas monoton, da hier nur noch Nadelbäume stehen. Das ist aber auch das einzige, was auszusetzen ist – und vielleicht die Tatsache, dass Kinderwagen nicht so einfach an den tiefen Wasserlachen vorbeikommen.
Dafür sind hier einheimische Forstkundige unterwegs – bei der Pfifferlingsjagd. Obwohl der nette Mann, der noch von der DDR-Pilzsammelstelle Jabel zu erzählen weiß, schon lange die gegend abgegrast hat, finden wir noch ein paar von der gelben Pilzen für die Pfanne am Abend.
Später wird nach zwei 90°-Wendungen der Wald wieder gemischt, man gelangt über Feldwege wieder in den stillen Ort Loppin zurück, wo man einige hübsche Häuser, insbesondere ein paar schöne alte Scheunen bewundern kann.
Ein netter Spaziergang also durch das Naturschutzgebiet Nossentiner Hütte – ohne extreme Highlights aber dafür sehr ruhig und entspannend – und auch mit Kindern unter 2 Stunden zu bewältigen, falls man wie gesagt nicht pilzsuchend durchs Unterholz robbt. Positiv zu vermerken: Keine Zecke an irgendeinem Teilnehmer…
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Jabel
mostro
am 4 August 2011
Ich finde es immer schönm, wenn Dörfer noch eigene Lebensmittelläden haben. Auch hier in Jabel fahren die meisten Menschen nach Waren zu Lidl und Co. aber das ist dann eben doch zu weit, wenn man ganz schnell mal eben nur ein oder zwei Sächelchen braucht, die man vergessen hat. Oder wenn man so ein toller Outdoor-Survival-Experte ist, dass man seinen Grill dann doch nicht nur mit Naturmaterialien anbekommt und in feuchtem Rauch vor seinem Ferienhaus schon aus lauter (in diesem Fall aber weiblicher!) Trotzigkeit fast am Verhungern ist und einem eben noch einfällt, dass die Einheimischen da doch noch von dem alten “Konsum” unten an der Kirche sprachen. Eine Abordnung kommt kurz darauf schon mit einem Pack perfekt funktionierender Grillanzünder wieder. Die bald gegarte Wurst rettet schließlich die Verhungernden, die in Hochrufe auf den Landmarkt ausbrechen. Und der hat wirklich viel, natürlich kaum Auswahl, aber darum geht es dann nicht, man ist hier froh, etwas zu bekommen, was aushilft. Und in dem klein wirkenden Supermärktchen gibt es alles von Brot über Aufschnitt bis zu Getränken und Haushaltswaren. Hoffen wir, dass es lange überlebt!
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Jabel
mostro
am 4 August 2011
Loppin ist so ein kleines Dörfchen, dass Google es zu Jabel zählt. Und der sanduhrförmige Loppiner See ist eines der abgelegeneren Gewässer, das vermutlich wenig von Besuchern genutzt wird. Die Badestelle im Ort ist nur ein ganz kleiner und schmaler Zugang durch das Uferschilf zum offenen Wasser, kein Strand, ein bisschen Wiese, eher schlickiger Seegrund – alles in allem nicht attraktiv, vor allem im Kontrast zum direkt daneben gelegenen Privatgrundstück der “Loppiner Scheune”, einem schönen Gebäude aus der Zeit um 1900, in dem für die zahlenden Gäste einige wenige Appartements der gehobenen Klasse mit Seeblick und eben einer riesigen Wiese am Wasser zu haben sind. Da nahm sich der schmale Pfad durchs Schilf noch ärmlicher aus – zumal auch noch Abfall drin schwamm… – Also: Wer mal eben schnell raus in den schönen und ruhigen See schwimmen will, kann diesen Ort hier als Startplatz wählen, zum langen Verharren taugt er nichts. Weite östlich und südlich sieht es auf dem Satellitenbild aber vielversprechender aus…
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Jabel
mostro
am 28 Juli 2011
Nur vier Sterne für die älteste Eibe der Region? Eigentlich gebe ich fast jedem derartigen Naturdenkmal eine Höchstnote – aber der Gedanke, dass eventuell Menschen extra hierher kommen, um den Baum zu sehen, ist mir angesichts verschiedener Schönheitsfehler nicht angenehm, zumal Mecklenburg doch viele alte Baumriesen hat, die deutlich sehenswerter sind (siehe Ivenacks Eichen, wobei lustig ist, dass “Ive” vermutlich vom “Eibe” kommt). Dass dieser Baum hinterm Jabeler Pfarrhof 300 Jahre oder gar älter ist, ahnt man nicht, so gut wurde er hinterm Haus und hinter einem Schutzgatter versteckt, dass sinnvollerweise verhindert, dass man sich dem alten Stamm nähert. Da die Eibe aber dickes Nadelwerk bis zum Boden hat, sieht man nun wirklich fast nichts außer Grün – und das ist nett, aber den Abstecher nur wert, wenn man statt einem visuellen Erlebnis mit dem ideellen Wert zufrieden ist. Ich persönlich finde, dass der Stamm das schönste und interessanteste Element der alten Baumriesen ist. Und davon habe ich hier nur wenig gesehen, habe meine Kamera über den Zaun unter das Grün gehalten und so indirekt ein wenig erblickt. Dennoch entstand in mir hier bei weitem nicht der Zauber, den ich verpürte, wenn ich den Stamm uralter Eichen oder Linden berühren konnte…
Eiben an sich sind interessante Gewächse und angeblich die älteste Baumvegetation in Mitteleuropa. Da der Bestand ausdünnt, hat man sie 1994 auch einmal zum Baum des Jahres gemacht, wie üblich ohne großen Erfolg. Immerhin weiß fast jeder, dass die meisten Teile von Eiben giftig sind, das Gift wird mittlerweile aber auch als Taxol in der Tumortherapie genutzt. Eiben gelten als magische Bäume, vermutlich liegt es auch am Gift – und ihr Holz wurde im Mittelalter oft für besonders strapazierfähige Angelegenheiten benutzt, geschichtlich bedeutend dabei Armbrust und Langbogen, denn sie bereiteten dem Rittertum eine Ende, weil Rüstungen gegen diese Waffen nur eingeschränkt halfen…
Nun ja, wenn man in Jabel ist, den See, die Wisente im Gehege, die Kirche oder auch nur den Landmarkt besucht, dann ist die alte Eibe sicher die Schritte hinter das alte Pfarrhogsgebäude wert!
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Zum Werder 5a, 17194 Jabel
mostro
am 24 Juli 2011
So richtig genau wusste ich vor diesem Besuch nicht, was ein Wisent ist. Ich dachte, die Biester seien ausgestorben. Waren sie eigentlich auch fast, aber nach dem zweiten Weltkrieg begann man mit Bestrebungen, die letzten Bestände Europas zu schützen – und zum Anfang der 1950er wurden aus den Urwäldern Polens die ersten Tiere in das hiesige Gehege gebracht. Hier haben sich die europäischen Äquivalente des Bisons gut vermehren können, denn sie haben eine wunderbare Halbinsel zwischen dem Jabeler See und dem Kölpinsee mit Waldgebieten praktisch für sich allein! Die Menschen können sich nur bie zu einem Zaun mit Beobachtungsständen an der Nordgrenze nähern, hier finden Fütterungen statt, bei denen man bis zu 20 der gewaltigen Tiere sehen kann, die eine Höhe um 2 Meter erreichen und wirklich wie Vertreter lang vergangener Zeiten wirken, mit ihren klobigen Schädeln, dem zotteligen Fell, das auch der nächsten Eiszeit trotzen dürfte. Ein kleines Museum am Eingangsbereich informiert in einfachen Zügen.
Besonders reizvoll ist im übrigen der Pfad vom Beobachtungsstand nach Südosten – hier kommt man an einen der malerischten Aussichtspunkte auf den Kölpinsee, für mich einer der schönsten Flecken der ganzen Gegend, der auch ohne Wisente den Eintritt wert ist!!! Eine Bucht mit Schilf, Vögel ohne Ende, Kormorane trocknen ihr Gefieder, im mehr als glasklaren Wasser, das hier nicht befischt werden darf, stehen Schwärme von Fischen, meist Rotfedern, oben kreisen gierige Adler, die Spiegelungen sind zauberhaft, die Ruhe endlos – ich war fast traurig, dass ich diesen Ort nicht hinter mir absperren und den Rest des Urlaubs hier verbringen durfte, er hat mich fast mehr beeindruckt als die urigen Wisente – die aber auch immer einen Besuch wert sind!!
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Jabel
Badestelle Jabeler See Nordost
mostro
am 24 Juli 2011
Pluspunkte dieser Badestelle: Leichte Zufahrt, klares Wasser ohne Algen oder schmierige Schlingpflanzen. Kinderfreundlich, da es langsam ins Tiefe geht. Wunderbare Natur, viel Vögel im Schilf und Fische, in der Luft oft Seeadler. Kleine Liegewiese.
Nachteile: Direkt an der kleinen Straße, daher immer wieder Autoverkehr. Zeitweise für meine Verhältnisse zu viele Besucher, diese oft nicht mit Rücksicht gesegnet, Angler, die den schmalen Zugangsstreifen blockieren, einen Abend gar ein Camper, der die gesamte Wasserbrreite mit seinem Fahrzeug zu stellte – das machte sauer. Kein echter Strand, da der Sand erst im Wasser anfängt.
Insgesamt aber ein hübscher und doch eher ruhiger natürlicher Badeplatz!

