Beiträge von nydong1
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Herbertstrasse 1 - xy, Direkt Davidstraße., 20359 Hamburg
nydong1
am 14 Januar 2009
Zunächst eines vorweg, ich habe noch nie die käufliche Liebe in Anspruch genommen, auch wenn ich nichts daran finde. Eine erotische Schilderung wie die vorherige ist jedoch in meinem Bericht nicht zu erwarten, vielleicht erspart es dem einen oder anderen Besucher ein paar Minuten seines Lebens ;)
In der Tat beginnt das Angebot der käuflichen Liebe schon vor der Herbertstraße. An der Ecke findet sich ein Burger King Laden, der übrigens ganz okay ist, kurz um die Ecke kann man gegenüber von der Davidwache in Richtung Herbertstraße laufen. Schon dort kamen die ersten Damen auf mich zu und haben mich ziemlich aufdringlich angesprochen. Schon klar, das ist eben die Masche. Einmal kamen sogar zwei Damen auf einmal zu mir an und boten sich zusammen für 60 Euro an. Dass dieser Preis nicht stimmt, kann man dem vorherigen Bericht entnehmen. Sensationell, dass die Damen jedoch auf wirklich jede Ausrede eine passende Gegenargumentation parat hatten. So gab es sogar das Angebot, mich doch zur Bank zu begleiten, wenn ich derzeit nicht genug Geld dabei hätte. Unglaublich, aber wahr.
Die eigentliche Herbertstraße beginnt tatsächlich mit der komischen Tür, die eigentlich keine ist. Eigentlich ist es eher ein Eisengestell was den Blick in die Herbertstraße verwährt, man muss sich ein wenig reinschlängen und sofort ist man in der kleinen, nicht befahrbaren Straße. Eines fällt einem sehr schnell auf. Schaufenster. Schaufenster, in denen wie in einer Fleischbeschau wirklich Frauen sitzen und sich anbieten. Ab und zu hört man dann einmal ein klopfen oder einen Ruf wie “Hey Süßer”. Diesen Anblick kannte ich vorher nicht und war doch etwas geschockt. Immerhin sind die dort sitzenden Frauen auch Menschen mit Gefühlen, aber die Damen legen selbst darauf glaube ich nicht so viel Wert.
So kam ich tatsächlich mit einer Blondine ins Gespräch, die mich geschickt in ein Gespräch verwickelte und dieses immer wieder auf sexuelle Dienste zu lenken versuchte. Als ich dann deutlich aber sympathisch darauf verwies, dem Braten schlichtweg nicht zu trauen, fragte sie mich nach meiner Lieblingszeitung und betonte, dass ich dieser doch auch nicht trauen könne. “Du kommst einfach erstmal rein und schaust dir alles an!”. Sehr unverbindlich. Sollte ich diesen Satz als nettes Angebot verstehen?
Ich habe es abgelehnt und werde nicht mehr wiederkommen. Vielleicht ist das auch einfach nicht meine Welt.
Veröffentlicht auf: philippweb.wordpress.com

Alle 3 Kommentare anzeigen
Eat_Berlin “erotik” in hamburg. der begriff “erotik” ist ja wohl eines der inflationärst gebrauchten überhaupt.
wer prostitution mit erotik verbindet, kann nur ein mann sein '-)
14 Januar 2009
nydong1 Hallo C.,
ich denke es ist immer eine Frage des Ausgangssituation sich auf Prostitution einzulassen. Dabei spielt die Situation des potentiellen Freiers natürlich auch eine Rolle.
Wer den puren Sex braucht, der von einem guten Freund in einem Bordell als sehr “kalt” beschrieben wurde wünsche ich Spaß dabei und habe absolut nichts dagegen. Auch für denjenigen, der im goldenen Käfig einer Beziehung steckt, in der nichts mehr läuft habe ich Verständnis.
Der Single würde sich aber wohl lieber eine Affäre suchen, wo auch ein wenig mehr als nur der reine Trieb besteht.
Jeder hat seine Meinung zu dem Thema.
In keinster Weise schlimm, vielleicht auch aufregend, aber doch für den liebesuchenden Menschen kein Heilmittel gegen Liebeskummer ;)
Ich habe mal einen Satz im Fernsehen gehört: “Bezahlt nicht für etwas, was es auch umsonst gibt” Darüber kann man nachdenken.
Ich habe vor ein paar Monaten jedoch zwei Menschen kennengelernt, diemit Frau und Kind zu Hause sitzen und das älteste Gewerbe der Welt kräftig unterstützen. Kann man dafür auch noch Verständnis haben?
Darüber hinaus vor wenigen Wochen einen Fernsehbericht zum Thema Zwangsprostitution. Viele machen es natürlich auch freiwillig, aber die dortige Geschichte hat den Ruf dieser “Branche” zumindest für mich doch sehr in Verruf gebracht.
15 Januar 2009