Beiträge von ottogang
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Colmarer Str. 2, 60528 Frankfurt am Main
ottogang
am 26 August 2008
Nachdem meine Frankfurter Behausung leergeräumt war und kein Schlafplatz mehr vorhanden, musste ich noch eine letzte Nacht im Hotel verbringen, um die Wohnung ordnungsgemäß zu übergeben.
Als preisgünstige Möglichkeit bot sich das Motel One an. In Niederrad gelegen, gleich neben der Autobahn. Aber wirklich gleich. Knapp 100 m sind dazwischen. Und die ganze Nacht donnert der Verkehr vorbei.
Mein Zimmer befand sich zum Glück? auf der, der Autobahn abgewandten Seite. Machte aber gar nix, war trotzdem grausig laut.
Die Fenster hatten ja Schallschutzverglasung, da hörte man zwar nix vom Verkehr, dafür rauschte die Klimaanlage. Außerdem, bei geschlossenem Fenster schlafen, ist nicht gerade mein Ding. Also versuchte ich es mal bei offenem Fenster.
„Rausch, rausch, klacker, klacker, ssssssst, sssssst.“
Dazu die Tatsache, dass die zur Verfügung gestellten Kopfkissen für mich absolut ungeeignet waren. Der Kopf schmerzte, der Nacken, die Schultern. Folge, alle Stunde einmal aufsetzen und Kopf drehen und neigen und…., na ja. So wurde die Nacht begleitet vom öffnen und schließen des Fensters und vom drehen und neigen und sonstiger Übungen des total verspannten und verdrehten Körpers.
Die Einrichtung des Zimmers wurde bereits erwähnt, geschmackvoll unpersönlich im „Business-Stil“,was immer man sich darunter vorstellen kann. Kleiderschrank gibt es keinen, nur eine Kleiderstange mit 5 Bügeln. Wahrscheinlich geht man davon aus, das es sowieso keiner länger als eine Nacht aushält.
Eventuell manche nicht einmal das, denn die Rechnung wird im voraus, schon beim Einchecken bezahlt, „damit Sie keine Zeit beim Auschecken verlieren“
Das Waschbecken, eine Schüssel, befindet sich auf einem Gestell, gleich neben dem Bett. Die sonst üblichen Möglichkeiten eines Badezimmers, mit Abstellfläche für die notwendigen Utensilien, sind hier schlichtweg nicht vorhanden. Man stellt das Ganze auf den hölzernen Schrank..
Wenn man ins Bad schaut, wird einem diese vorher beschriebene Lösung deutlich. Das Bad ist schlichtweg zu klein für weitere Aktivitäten. Es gibt eine Toilette und eine Dusche. Aber was für eine. Es ist eine große Glasplatte, die oben und unten in einer Verankerung mit Stiften befestigt ist und geschwenkt wird. Leider ist der „Freigeschwenkte Platz“ ,der die Möglichkeit zum Betreten der Dusche ermöglicht, nicht gerade reichlich bemessen. Für mich war es eine ziemliche Quälerei, das rein und raus.
Also bleibt noch das Frühstück am nächsten Morgen, in der „Lounge“ serviert, zur Ermunterung und Aufhellung der schlaflosen Nacht.
Diese Räumlichkeit mit modernen Lederhockern und Glastischen ausgestattet, gleichzeitig Teil davon der Eingangsbereich und die Rezeption, also entsprechend unruhig, dient als Frühstücksraum. Natürlich in Selbstbedienung.
Kaffee in mehreren Varianten kann man an zwei Kaffeeautomaten bekommen. Leider haben auch Automaten die Angewohnheit, dass die Behälter nicht bis zum St. Nimmerleinstag ausreichen und sollten rechtzeitig nachgefüllt werden.
Heute war absolut kein guter Frühstückstag.
Beim Kaffeeautomaten gab es keinen Kaffee, die Filter waren voll.
Auch die Milchausgabe erzeugte nur ein böses Zischen am Automaten, so etwa im Tonfall „Mein Behälter ist leer, schleich di“
Am Körnerkarusell war ebenfalls der Milchkrug leer.
Im Laufe des Frühstücks konnte ich verfolgen, dass im nächstgelegenen Lidl Markt scheinbar während des laufenden Frühstücks Milch besorgt werden musste.
Zucker, in papierner Stäbchenform offeriert, musste nachgefüllt werden.
Konfitüre, in kleinen Gläsern angeboten, musste nachgefüllt werden.
Salami, musste nachgefüllt werden.
Butter, musste nachgefüllt werden.
Die Eier waren sehr weich gekocht und richtig kalt.
Zusammengefaßt, mit dem Frühstück hatte ich heute nur Pech.
Also, wenn es gar nicht anders geht, Ohropax mitbringen, auf vieles verzichten und woanders frühstücken, dann könnte man mit einem Zimmerpreis von 49,-- € konform gehen.
Aber ich gehe nicht mehr hin. -
Rheinlandstrasse, Ecke Sauerackerweg, Frankfurt am Main
ottogang
am 20 April 2008
Frankfurter Besonderheiten
Mein Sonntagnachmittag-Rundweg führte mich heute quer durch den Ortsteil Schwanheim. Ein beschaulicher kleiner Stadtteil von Frankfurt, mit vielen, wie es in Frankfurt üblich ist, Einbahnstrassen in all ihrer Verzwicktheit, d.h. du fährst in eine Strasse hinein, etwa in der Mitte kommt dir die Einbahnführung der Strasse entgegen, also abbiegen in eine andere Einbahnstrasse, die dich häufig dorthin zurückbringt, wo du gerade gestartet bist. Also irgendwie kommt es dir vor, als würdest Du nur im Kreis fahren.
Nachdem ich auch heute wieder diese nicht nachvollziehbare Strassenführung geniessen durfte, erblickte ich an einer Ecke die für mich absolute Steigerung des Absurden.
An einer Strassenecke hatte eine Strasse gleich vier unterschiedliche Namensschilder. Am nächsten Kreisverkehr, den gibt es nämlich auch noch, dankenswerterweise, damit man seinen Kreislauf am Kreisverkehr neu aufnehmen kann, nahm ich den Weg zurück zu dem vierfach Schilderbaum. Fotos treten den Beweis an, denn vom Erzählen allein, wäre das Vorstellungsvermögen überfordert, oder ?
Dazu kam noch, dass dieses vierfach Schilderbaumstrassenungetüm in einer Sackgasse endete,
Vielleicht deshalb ? Weil man sonst im Nichts enden würde?
Also ich hatte so etwas vorher noch nicht erblickt, aber wie erwähnt, Frankfurt hat einfach seine Besonderheiten.meme Aber gemütlich schaut´s da aus - genau das richtige für ein beschauliches Sonntagnachmittag-Straßensuch-Spiel.
25 April 2008
sidifferent Schade, dass ich kein Foto von einer Kreuzung in Münster-Hiltrup gemacht habe, an der ich (und mein Navi) am Samstag gescheitert bin. Drei Varianten für die Hausnummer und alle hat mein Navi falsch identifiziert
27 April 2008
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Goldsteinstr. 157, 60528 Frankfurt am Main
ottogang
am 28 Juli 2007
Heute ist mal wieder so ein Samstag, der nicht unbedingt zu meinen Lieblingstagen gehört. Ich bin nicht nach Hause, also nach München, zu meiner seit 39 Jahren mir Angetrauten gefahren, sondern hier in Frankfurt geblieben.
Keine Angst und zur Beruhigung aller Aufpasser, dies wird kein Beitrag für Seelenklempner, obwohl ich darauf warte, dass man in Hamburg endlich auch mal eine Qype Gedankenbörse einrichtet, eine neue Kategorie also wo Dorf-Couch-Bett-Verse usw. hineinpassen.
Kurve.
Also, wenn schon Wochenende Frankfurt, dann Genuss befriedigen, soweit es geht.
Deshalb also schon in der Früh’ zum Lidl, Goldsteinstrasse, Niederrad,Bürostadt.
Wieder eine gedankliche Kurve bitte, bevor die Lidl-Aldi-Penny-Plus Woge hochschwappt,
Im Gebäude von Lidl, kurz bevor man durch die Lidl Automatik Türen rennt, ist auf der linken Seite ein Bäcker.
Bäckerei Papperts.
Normalerweise komme ich während der Woche erst nach 17.00 Uhr hier an und in den meisten Fällen gähnen mich große Löcher, sprich, leere Regale an. Nur in einer Ecke sind noch die übriggebliebenen Brote zu entdecken. Meistens natürlich nicht unbedingt meine Wunschbrote.
Aber an so einem Samstag, wenn ich in Frankfurt bleibe und gleich nach dem Frühstück bei der Bäckerei Papperts einlaufe, dann ist das einfach mein 5 Sterne Lieblingsplatz.
Fast alle nur möglichen Brote lächeln mich mit aller Kraft ihrer Schönheit an und scheinen mir zuzurufen:“Junge, (natürlich ein Kompliment für mich alten Brotesser) Junge nimm mich, mein Geschmack wird dich verwöhnen, dass sich Deine Bauchfalten kräuseln“
Und so steh’ ich dann vollkommen geblendet da und würde sie am liebsten alle an mich drücken.
Soll ich wieder das Dinkel-Vollkorn-Karotten Brot nehmen, das bleibt immer so lange saftig.
Oder doch das Kürbiskernbrot, das knackt und kracht so schön.
Oder das Single Brot, das passt so gut zu mir hier in Frankfurt.
Oder Opa Wilhelm, meinem Status entsprechend.
Das Rustico ist auch nicht schlecht, schmeckt so ein bisschen nach Italien.
Oder das Fitnessbrot, vielleicht hilft es mir beim Fitness erlangen.
Nein, heute probier ich mal das „Angebotsbrot der Woche“
Paillasse heisst es.
Einmal normal mit hellem Teig, einmal mit vielen Körnern und einmal raffiniert mit Paprika, Pepperoni und Fetakäse drin, nicht drauf.
Dazu für den Nachmittagskaffee auf meinem grossen Balkon, noch 5 ganz kleine, schnuckelige Croissants, so zum „Dünki“, in den Kaffee tunken, schmeckt prima.
Noch offiziell zum Papperts:
Gründung: März 1928
Umsatz: 14,6 Mio (2005)
Mitarbeiter: 428, davon 35 Auszubildende
Tägliche Produktion: 5.000 Brote, 50.000 Brötchen, 20.000 Stück Kleingebäck
Verkaufsstellen: 56
Im Umkreis von 100 km um Fulda
Qualitätsnorm: Eigenkontrollsystem nach HACCP und ISO 9001
Die Mädels im Verkauf sind sehr flink und behalten allzeit die Übersicht.
Häufig erfolgte von mir die Bestellung meines Lieblingsbrotes telefonisch und ich konnte am Abend mein zurückgelegtes abholen.ottogang in meine kommen ganz fein geschnittene Würfel aus gekochtem Schinken und in Olivenöl angedünstete feine Charlotten,Knofi und Petersilie, das schmeckt aber auch.
1 August 2007
franzhavel Qualitätsnorm: Eigenkontrollsystem nach HACCP und ISO 9001 - Das sind Elipsen, die sich nur Meister ausdenken (können). Hut ab.
Und ehrlichen Glückwünsch zum Artikel der Woche.
Freundliche Grüße
Franz11 August 2007

Alle 9 Kommentare anzeigen
Philipp Elph Ein ehemaliger Kollege aus Plön ist beim Betreten oben beschriebener Location (Entschuldigung Ottogang für den Ausdruck) flugs umgekehrt und hat in der Umgebung ein Zimmer bezogen. Die Firma zahlte glücklicherweise das etwas teurere Zimmer.
28 August 2008
ottogang Der war gescheiter als ich. Aber dafür bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher und konnte hier mein Erlebnis vermitteln. Entscheiden muss natürlich jeder selbst.
28 August 2008