Beiträge von paetzyeva
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Panoramastraße 1, Zahnärzte Panorama 1 Zarmann Jurela, 10178 Berlin
Zahnärzte Dr. Zarmann und Jurela
paetzyeva
am 16 April 2012
Der erste Eindruck dieser Praxis war durchaus positiv. Alles sehr chic. Und das Personal recht freundlich.
Leider maßt sich die Ärztin an, zu raten, dass es ja für ein Kind mit 8/9 Monaten gut sei, abgestillt zu werden… was ich unmöglich finde.
Ungeheuerlich war der Kostenvoranschlag/Heilplan, den ich später bekam. Mein halbes (oder war es mehr?) Gebiss müsse saniert werden. Über tausend Euro… alles mal gleich mehrflächig angegeben.
Ich war danach noch bei weiteren Zahnärzten, die mir bestätigten, dass dies nicht der Fall sei und der Kostenvoranschlag pure Geldmacherei.

K05 Sehr geehrte paetzyeva,
vielen Dank für Ihr feedback.
Meine Empfehlung zur Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern sollte nicht anmaßend klingen. Es tut mir Leid, wenn Sie es so empfunden haben sollten. Anmaßung mag ich persönlich auch nicht, und kann sehr gut versehen, dass Sie das auch nicht mögen.
Meine Einlassungen zum Stillen sollten ausschließlich zu Ihrer Information dienen. Tatsächlich freuen sich die meisten (werdenden) Eltern über Informationen zur Gesunderhaltung ihres Nachwuchses.
Die Gesundheitsförderung der kindlichen Mundhöhle sehen wir als eine ganz wichtige Aufgabe unserer Praxis. Wir halten uns in unseren Empfehlungen zur Primär-Prophylaxe, also Karies-Prävention für Säuglinge und Kleinkinder an die Empfehlungen der Hochschulen. Hier ist ein Beispiel der Uni Hannover für zahnärztliche Gesundheitsfrühförderung während der Schwangerschaft.
http://www.mh-hannover.de/9413.html
Wie Sie im Link lesen können, gehört zur Frühförderung der oralen Gesundheit unbedingt auch die Aufklärung der (werdenden) Eltern über eine gesundheitsbewusste Ernährung der Kinder.
Die moderne Zahnmedizin empfiehlt für die wenig widerstandsfähigen Milchzähne keine Muttermilch, denn diese gilt wegen ihres hohen Zuckergehalts als kariesfördernd. Die meisten Kinder bekommen ihre Milchzähnchen ab dem sechsten Lebensmonat, so dass ab diesem Zeitpunkt aus zahnprophylaktischen Gründen abgestillt werden sollte.
Ab dem achten Lebensmonat kommen entwicklungspsychologische Argumente zugunsten des Abstillens hinzu.
Dennoch müssen letztlich die Eltern zwischen allerlei Empfehlungen, Vor – und Nachteilen, selbst abwägen, welche Art der Ernährung ihrer Kinder sie vertreten können.
Ich lese aus Ihrem Kommentar, dass eine größere Sanierung bei Ihnen geplant war, so dass ich vermute, dass ich Ihnen auch im Sinne Ihrer eigenen Mundgesundheit zum Abstillen geraten habe, und damit die Behandlung ohne negative Auswirkungen auf Ihr Baby durchgeführt werden kann.
Da ich nun nicht weiß wer Sie sind, kann ich Ihnen nur allgemein zu Ihrem Therapieplan antworten:
Ich untersuche meine Patienten immer mit Lupenbrille und sehr starker senkrechter Lichtquelle. Röntgenbilder werte ich gründlich und in Ruhe aus. Meine Therapie-Vorschläge richten sich nach unserem Präventionskonzept. Wir warten nicht, bis kleine anfängliche Defekte größer werden, sondern wir intervenieren so früh wie nötig, um „Schlimmeres“ zu verhindern. Auf diese Art und Weise können wir sehr häufig langfristig gesunde Zahnsubstanz erhalten.
Dass andere Kollegen zu anderen Befunden gelangen ist nicht ungewöhnlich. Sie werden immer einen Kollegen finden, der einen Befund lieber beobachtet, während wieder ein Anderer noch aufwendiger versorgen würde. Auch die Preisgestaltung unter Kollegen kann variieren, zumal hier individuell und je nach Aufwand gerechnet wird.
Ich bedanke mich dennoch für Ihre Mühe, hätte es aber besser gefunden, wenn Sie uns direkt und nicht anonym angesprochen hätten.
Beste Grüße,
Karmen Jurela
16 April 2012