Ich bin petergress aus Esslingen. Ich bin Qyper seit dem 27.08.2006
"Schwätz net so viel, mach lieber mehr"
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Gress Friseure Aveda Concept Salon
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Profil von petergress
Gress Friseure Aveda Concept Salon - Esslingen
Roßmarkt 13 13, 73728 Esslingen
28.08.2006
(aktualisiert am 29.11.2008)
Wenn Sie mehr über unser Unternehmen, unsere Aktionen und Angebote erfahren wollen, freuen wir uns auf einen Besuch auf unserem Weblog das Sie aus der Website heraus direkt ansteuern können.
Suppenküche Weihnachtsmarkt Esslingen - Esslingen
Rathausplatz, vor Brillen Edler/Cafe am Rathausplatz, 73728 Esslingen
29.11.2007
Aaah, da ist sie wieder! Die Suppenküche auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt sorgt wieder drei Wochen lang für leckere Schüsseln voll Suppe. Vor drei Jahren war der Stand das erste Mal auf dem Weihnachtsmarkt dabei, und er war von Anfang an der Knaller. Linsensuppe mit Würstchen, Gaisburger Marsch, Nudelsuppe mit Huhn, Erbsensuppe mit Brot, Kuttesupp', Wengertersuppe, Leberknödelsuppe und noch ein paar mehr...schade, dass ich im Moment im Betrieb sitze und meine Kunden bediene. Wer Stammgast werden will, kann sich einen Suppenpaß geben lassen. Nach zwölf Suppen gibt's dann die 13. umsonst.
Das Holzofenbrot ist locker und feucht mit krosser Kruste die wir so unterjährig bei keinem Bäcker in Esslingen gefunden haben.
Zur Mittagszeit drängen sich Unmengen von Menschen in die kleine Hütte, dann hat der Ausschank richtig zu tun. Also - wenn's geht - meidet die Mittagszeit; am Spätnachmittag und am Abend schmeckt's genauso gut. Vor allen Dingen wenn es draußen richtig kalt ist.
Am besten, weil nicht durch Menschenmengen gebremst, lässt sich die Suppenküche vom Landolinsplatz aus durch die Webergasse erreichen. Wer sich gerne durch die Budenstraßen schlängeln möchte, und damit so viel Weihnachtszauber wie möglich aufsaugen möchte, kommt über den Marktplatz.
Die Tische vor der Hütte laden nicht nur zum essen ein, sondern eignen sich ganz hervorragend zu voyeuristischen Zwecken. Es ist unglaublich, wie viele Menschen sich über den Platz wälzen. Man sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die umliegenden Hütten bieten zum Abschluss des Mahls Glühwein und andere heiße, alkoholische Getränke satt. Vielleicht noch eine Riesenbockwurst auf dem Heimweg? Auch möglich. Aber nichts schmeckt dem Suppenkasper so gut wie eine schön Terrine voller Suppe.
gassenengel Da Beitrag ja schon was älter ist: hoffentlich trotzdem noch ungefähr vergleichbar positiv aktuell ...
17 April 2011
petergress Beim letzten Weihnachtsmarkt 2010 war ich wie immer in der Suppenküche und konnte keine qualitative Veränderung feststellen. Der Andrang war wie immer groß, ich war zufrieden deshalb sage ich: der Beitrag ist immer noch aktuell. Guten Appetit beim diesjährigen Versuch.
20 April 2011
Heiliger Vormittag - Esslingen
Esslingen
01.01.2007
(aktualisiert am 26.11.2007)
Vor ungefähr 25 Jahren hat in Esslingen ein Phänomen begonnen, das es in dieser Form nirgends mehr gibt. Am Heiligen Vormittag trafen sich alle durch Schule, Studium, Ausbildung und Arbeitsplatz verstreuten Esslinger am Morgen in den Kneipen. Langsam wuchs daraus eine Starßenparty bei der heute Jahr für Jahr Tausende von Menschen die Plätze vor den Kneipen belegen. Ganz wichtig ist das Bermudadreieck zwischen Siggi's, Ad Astra und Weinkeller. Livemusik, volle Häuser und die Straßen davor so voll, dass es mit dem Auto kein Durchkommen gibt. Ein weiterer wichtiger Spot ist der Roßmarkt vor dem Krok. 800 bis tausend Menschen stehen dort mit Sekt, Glühwein und Bier in der Hand bis nachmittags um vier herum und sorgen für den entspannenden Alkoholspiegel vor dem Fest der Freude. Manche haben sich dabei tagsüber schon so sehr gefreut, dass am Abend nichts mehr geht.
Die beste Geschichte ist immer noch die vom weißen Mercedes, der nachmittags um fünf noch den Tannenbaum auf dem Dach hatte. An dessen Stelle wollte an diesem Abend wohl keiner gewesen sein.
male Klar, man kann selber drauf kommen, aber wäre gut gewesen wenn irgendwo im Text stehen würde, das der Heilige Vormittag (wahrscheinlich) immer am 24.12. stattfindet, oder? Ansonsten Danke für die Info, wusste ich noch nicht :)
12 Januar 2007
"Josefle" - Kaisersbach
Panoramaweg 48, Kaisersbach-Cronhütte, 73667 Kaisersbach
26.11.2007
Das Josefle ist ein typische Schwäbische-Wald-Gaststätte: distanziert-freundliche Inhaber die nach mehreren Besuchen auftauen; grundversorgendes, deftiges Essen ohne Schnick und Schnack. Da wird nicht mal versucht, ein Stück Fleisch "an" ein Sössle zu legen, das Fleisch liegt immer in derselben oder wird, wie im Falle des panierten Schnitzels, in einem Kännle gebracht. Das war's aber auch schon. Okay, manchmal kommt noch ein Schnipsel Peterling neben das Fleisch - das war's dann aber wirklich mit den neumodischen Ausbrüchen. Das Josefle ist drinnen wie draußen gut zu "besitzen", allerdings ist die Terrasse im vorderen Bereich den ganzen Mittag über in der Sonne. Und die kann im Sommer unangenehm zwischen die Büsche brennen. Deshalb sind die Bänke an der Seitenmauer so begehrt. Gegen Abend ist das kein Thema mehr, dann sorgt der Giebel des Hauses für den Sonnenschutz. Das Josefle ist nicht ganz einfach zu finden, da Cronhütte selbst gar nicht bis zur Landstraße reicht. Kurz vor dem Wald - von Kaisersbach aus gesehen - steht ein kleines Josefle-Hinweisschild, das euch links hoch in die Felder leitet. Oben angekommen liegt Cronhütte gemütlich vor euren Augen. Einfach der Straße nach bis zum Rechtsknick. Parkplätze gibt's direkt am Haus oder entlang der Straße.
Die Wirtin ist gerade heraus, sogar meine Frau ist mit ihren Sonderwünschen ein gerne gesehener Gast. Anfänglich waren wir von der verhaltenen Art etwas pikiert, aber nachdem wir ein ums andere Mal in ein gutes Gespräch gekommen sind, sind wir mittlerweile Fans und kommen gerne mit den Motorrädern auch mal zum Abendessen oder auf einen Sonntagnachmittagskaffee rüber.
Bei einem unserer Gespräche hat die Wirtin uns gefragt, ob wir ihr nicht anrufen könnten, wenn "der Willy DeVille für ein Konzert in Stuttgart ist". Natürlich haben wir das gemacht und ihr tatsächlich nach einigen Monaten Bescheid geben können, dass "der Mink" für ein Konzert in Stuttgart Halt macht. Seitdem werden wir in Cronhütte mit dem Freude anzeigenden Spruch: "So, au mol wieder do!" begrüßt. Kneipen wie das Josefle muss man unterstützen, denn sonst gibt's irgendwann sogar in der Pampa keine traditionellen schwäbischen Kneipen mehr.
Grüner Baum Inh. Hildegard Allgeier - Römerstein
Uhlandstr. 43, 72587 Römerstein
26.11.2007
In Römerstein-Donnstetten ist der Grüne Baum die Attraktion schlichtweg. Na ja, das stimmt natürlich so nicht ganz - er ist die Attraktion für Freunde des grundsätzlich Schwäbischen. Die wirklichen Attraktionen in Donnstetten sind im Sommer die Bobbahn und im Winter der Schilift.
Ich versuch' das Phänomen Grüner Baum zu erklären:
Der Grüne Baum ist mal offen und mal nicht. Am besten ruft ihr vorher an, denn wenn offen ist, ist grundsätzlich voll. Ob über den Anruf eine Reservierung möglich ist? Möglich schon, aber ob sie eingehalten wird, steht in den Sternen, denn die wartenden Gäste spicken sofort auf jeden freien Platz und können es partout nicht verstehen, wenn man ihnen diesen, obwohl frei, nicht überlassen will. Also geht einfach hin und wartet, dann könnt ihr die schwäbische Volksseele so richtig in euch aufnehmen. Fühlt euch als Besucher im schwäbischen Live-Theater.
Das Haus ist neu renoviert, die Gaststube allerdings sieht noch aus wie früher. Die Decke wird durch eine großmütterlichen Küchenschrank gestützt, dafür sind die Fenster neu. Eine furchtbar steile Kellertreppe trennt die Gäste vom Bratbirnenmost. Diese muss von den nicht mehr ganz jungen Menschen hinter dem Tresen mehrmals am Tag gegangen werden, denn der Moscht ist spitze und wird heftig nachgefragt. Die Geschichten, die der Most und der Wein erzählen, lässt sich am besten in den Gesichtern der Einheimischen ablesen, vorausgesetzt die finden am Wochenende einen Platz in der Gaststube. Die Angebotstiefe an Gerichten ist niedrig; gemischter Braten, Bratwürste, Kartoffelsalat und Suppe - was braucht der Gast mehr?! Umbestellungen sind nutzlos, weil die Alternativen fehlen, Sonderwünsche werden nicht berücksichtigt. Mr isch schließlich net in Schtuagert! Dafür gibt's herzliche Derbheit und gutmütiges virtuelles über-den-Kopf-streicheln, wenn man diese Grundsätzlichkeiten des Lebens begriffen hat.
Auch hier gibt es eine Geschichte zu erzählen: So soll eines Tages ein Reig'schmeckter - sagen wir mal: ein Nordmann - in die Runde am Stammtisch gekommen sein. Er hat sich einen Bratbirnenmoscht bestellt, darauf hat einer der Ureinwohner zu ihm gesagt, er solle aufpassen, der Moscht sei furzdrogga. Der Fremde hat's nicht kapiert, deshalb hat er nachgefragt, was der Einheimische denn meine. Darauf sagt der, dass der Moscht so furzdrogga sei, dass es ihm bei ersten Schluck die Ohren nach vorne ziehen und er das klatschen der beiden Lappen vor seiner Nase hören würde. Der Fremde hat's natürlich immer noch verstanden, daraufhin meinte der Stammtischler lapidar: Sauf, no hörschs!
Es ist nicht garantiert, dass sich die Geschichte so zugetragen hat, deshalb dürft ihr nicht enttäuscht sein, wenn ihr "nur" in eine ganz normale ursprünglich-schwäbsiche Gaststätte kommt.
Harpprechtshaus - Lenningen
oberhalb Schopfloch, 73252 Lenningen
26.11.2007
Das Harpprechtshaus in Schopfloch ist seit 1935 eine Institution. Seit Silke und Michael Eisele die Gaststätte vor einigen Jahren übernommen haben, ist es jedoch eine institutionelle Perle geworden. Mit viel Liebe gehegt, gepflegt und dekoriert ist das Haus Anlaufstelle für Besucher aus dem weit gesteckten Umfeld. Das Essen ist bodenständig, aber fein gekocht. Man merkt sofort: Hier wird nicht nach 08/15-Manier gebruzzelt und gesotten, der Mann lässt sich etwas einfallen.
Einfallen lassen? Genau, nicht nur er als Herrscher der Küche lässt sich etwas einfallen, seine Frau Silke ist im Service und in der Organisation des Hauses mindestens ebenso agil. Sonntags gibt es zwar nur eine kleine Karte, das ist aber bei den anstürmenden Massen gar nicht anders machbar. Ruhiger geht es unter der Woche zu, da kann man die ganze Vielfalt des Angebotes geniessen. Ganz praktisch finde ich die Übernachtungsmöglichkeiten, die einem die lange Heimfahrt nach einem Abend bei Gans und Wein ersparen. Für mich und meine Frau als Matrazenlagergeschädigten, sowie für sechs weitere Paare gibt es Übernachtungsmöglichkeiten im Doppelzimmer. Einzel- und Mehrbettzimmer - insgesamt 38 - sowie drei Lager stehen noch zur Auswahl. Es ist immer eine Freude, in den einfachen Zimmern zu nächtigen und sich am Morgen vor der Abfahrt ein umfangreiches Frühstück zu gönnen. So haben wir dort schon das eine oder andere Abstürzle gut hinter uns gebracht.
Festlichkeiten und Events finden im weißen Pagodenzelt statt, ein Kinderspielplatz entlastet die Eltern und die große Terrasse lädt im Sommer zu manchem kühlen Bier ein.
Zum Wandern ist es drumrum super: Der Reußenstein ist nicht weit, zum Randecker Maar kommt man schnell und einfach, über Krebsstein geht es runter nach Gutenberg und Lenningen. Am Reußenstein geht es runter nach Neidlingen oder über Ochsenwang nach Bissingen und weiter nach Kirchheim unter Teck. Wer will und noch kann, mag sich gerne an den Aufstieg zur Burgruine Teck (bei Owen) machen und von dort die Aussicht geniessen. Bewaffnet euch mit einer Wanderkarte des Schwäbischen Albvereins, die bringt euch überall hin.
Eine schöne Geschichte ist uns beim letzten Gänseessen im Harpprechtshaus passiert. Wir waren mit Freunden dort, es war gegen halb elf, die Gaststätte fast leer, wir selig satt und tränig müde. Plötzlich geht die Tür auf, und vier Jungs stürzen in die Gaststätte. Alleine waren die nicht mehr, dazu brauchte man kein Hellseher sein. Sie setzen sich an den Tisch neben uns. Bald entspann sich eine Unterhaltung die dazu führte, dass wir schlagartig wieder wach wurden und nun zu acht dem Flüssigen zusprachen. Die vier waren Studenten und Mitglieder des Sonderbund aus Stuttgart. Viele Sprüche später - der Beste des Abends: "Ich schieß' mir in den Sack und sterb' lachend" - erzählten sie, dass sie sich auf ihrem Jahresausflug befänden. Sie seien per Zug und pedes auf die Alb gekommen, und nach jedem Gang über eine Brücke hätten sie dem Geist in der Flasche die Umgebung gezeigt.
Die Partys des Sonderbund sind in Stuttgart und Umgebung seit Jahren Legende. Kurzerhand fanden wir uns per Einladung als Gäste für den anstehenden Silvesterball geehrt, auch wenn wir davon ausgingen, dass am kommenden Morgen keiner mehr von den ausgetauschten Mailadressen wissen würde. Der Alkohol hat den Jungs diesbezüglich nicht geschadet, denn wir hatten tatsächlich ein fixes Date, bewiesen durch ein Mail, das ein paar Tage bei mir ankam.
Die Moral der Geschicht'? Die Alb ist zwar rau, aber nicht so weit von der Stadt weg wie mancher denkt.
Gaststätte Reußensteinhof - Wiesensteig
Hof Reußenstein, http://maps.google.com/maps?q=48.565339,9.574845&ll=48.56506,9.574403&spn=0.001132,0.002615&sll=48.561385,9.566903&sspn=0.014769,0.032015&num=1&z=19, 73349 Wiesensteig
26.11.2007
Eine kleine Einschränkung gibt es bei meiner Empfehlung: Im Winter ist die Gaststätte leider nur am Wochenende geöffnet. Wer gerne schwäbisch rustikal isst, kann das Lokal aber auf jeden Fall testen. Es ist klein, eng und man sieht einen Haufen rotgesichtiger Wandersleute in der warmen Stube. Auch verirrt sich mal eine Weinnase aus dem Tal dorthin, aber überwiegenden leben die Bauersleute von den Tagestouristen und Wanderern. Winters gehe ich dort allerdings mit gebremstem Schaum hin, einfach aus dem Grund, weil ich lieber im Garten sitze - und dazu brauche ich den Sommer.
Was ist nun der Knaller am Garten? Es ist eine Wiese mit Bäumen wie tausend andere auch. Wahllos hingestellte Tische und Stühle, aus Baumstämmen roh zusammengezimmerte Bänke und Tische runden das unstimmige Bild ab. Eine Wille und eine Schaukel sind die einzigen Kinderspielgeräte, dafür gibt es ein Freilaufgehege für die hofeigenen Hennen.
Getränke und Essen muss man sich selber holen, und zu Stoßzeiten gibt es Schlangen von Menschen an der Ausgabe. Hat man es aber einmal dorthin geschafft, geht für den Schwaben und andere Nationalitäten mit Hang zum deftigen Essen die Sonne auf: Weiße Presswurst, Schinkenwurst, angemachter Bachsteinkäs', selbst gemachter Kuchen und ein super leckeres Mostschorle sind die Stars der Karte. Schorle gibt's für mich leider nur selten im Sommer, da ich überwiegend mit dem Motorrad hinfahre, und da ist Alkohol grundsätzlich außen vor. Man kann halt nicht alles haben.
Wenn ihr den Most probiert, solltet ihr nicht unbedingt mehr viele Berge laufen müssen - weder rauf noch runter, denn die Motivation wird durch die Einknickgefahr der Knie zusätzlich erschwert. Wenn, dann vorher eine kleine Runde zur Ruine Reußenstein oder eine ausgedehntere Wanderung über die Hochebene zum Randecker Maar, nach Ochsenwang oder Schopfloch - bewaffnet mit einem Wanderblatt der Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg -, das schafft auf jeden Fall eine gute Voraussetzung und vor allem eine Entschuldigung für die genußvolle Füllung der leeren körpereigenen Tanks.
sky beach - Mitte
Königstrasse 6, Parkdeck Galleria Kaufhof, 70173 Stuttgart
09.08.2007
Was es en Stuttgart net älles gibt!?
Auf dem Parkdeck der Galleria Kaufhof in der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofs gibt es Strand! Mit dem Sky Beach haben die Betreiber eine Betonwüste, vormals das oberste Parkdeck vom Kaufhof, in einen relaxten Strand verwandelt, mit angenehmer Ambient- und Loungemusik, gemixt von einem DJ dessen Kanzel direkt neben der überdachten Bar steht. Im vorderen Teil des Sky Beach kann man sich gemütlich in eine Sonnenliege packen, alternativ in einen der wenigen Strandkörbe oder, ganz bequem, in eine der zahlreich vorhandenen, großflächigen, mit weißen oder roten Sonnensegeln bedeckten bettähnlichen Liegeflächen. Der Strand verlangt körperlichen Einsatz durch Selbstbedienung, im Tischbereich wird bedient. Die Cocktails gibt es auch alkoholfrei, Desperados, Bier-Mixgetränke und die sonst üblichen Verdächtigen stehen auf der Getränkekarte. Die Salate sind sehr gut, der italienische Vorspeisenteller kommt ebenfalls appetitlich daher und, ganz wichtig, das Personal ist für eine Szenelocation ziemlich freundlich und hilfsbereit. Das macht den Besuch im Sky Beach letztlich zu einer runden Sache.
Parken kann man direkt bis ein Stockwerk drunter im Parkhaus der Galleria Kaufhof, per Aufzug oder Treppe ist man schnell vollends oben. Der Taschencheck am Eingang ist hinderlich, aber verständlich, denn das Mitbringen von Essen und Getränken ist im Sky Beach nicht erlaubt.
Altes Rathaus - Kirchheim unter Teck
Weilheimer Straße 20, 73230 Kirchheim
09.08.2007
Nabern ist nahe an Kirchheim und halb in der Diaspora. Dort hat Billie Strauss vor vielen Jahren seine ersten gastronomischen Schritte im Alten Rathaus gemacht. Offene Küche, bodenständiges Essen, eigenwillige aber sehr freundliche Bedienung. Dann hat er ein Art Hotel daneben gebaut, somit kann man in Nabern jetzt auch schlafen.
Aber nun zum Essen im Alten Rathaus: Mittlerweile hats der Sohn übernommen, das Publikum wurde jünger, das Essen noch besser. Während man die anspruchsvolle Weinkarte studiert kann man nebenher dem Koch in der Küche beim werkeln zuschauen. Er ist alleine, schnell, gut organisiert und er weiß was er tut. Was einer alleine aus der Küche bringen kann wenn er sein Metier im Griff hat, ist beeindruckend!
Der Rostbraten ist eigentlich ein Filet, zart, krustig, innen rosa. Die Salate sind knackig frisch, superschön gerichtet und die übersichtliche Karte bietet bürgerlich-feine Küche in höchster Qualität. Frisches gibts von der Tafel, schade, dass man nur einen Gang essen kann.
Der Service ist freundlich und kompetent, man kennt sich zwar und spricht auch so. Trotzdem herrscht keine Schulterklopf- und Busi-Bussi-Mentalität und es werden auch keine dummen Sparwitzchen gemacht.
Ein Nachteil ist der Abzug in der Küche, der funktioniert in dem alten Gemäuer nicht gut. Die Klamotten riechen nach Küche, aber wenn mans weiß richtet man sich darauf ein.
Im Sommer kann man im Kiesgarten direkt am Dorfbächle sitzen. Schattig ist er, schnuckelig und gemütlich mit seinen runden Metalltischen.
Die Mischung aus Anspruch und Bodenständigkeit ist das wirklich faszinierende am Alten Rathaus und dem angeschlossenen Art Hotel. Ich liebe diese Mischung, vor allem weil sie immer seltener wird.
Am Schlachthof - Esslingen
Schlachthausstr. 13, Esslingen
13.02.2007
In der Stuttgarter Weinstube Vetter hat Tine Sommer vor der Eröffnung Ihres Restaurants im Esslinger Schlachthof gearbeitet. Mittlerweile hat sich der Schlachthof in Esslingen zur In-Adresse gemausert. Treffen wird man immer jemanden, Haute Volée oder Szene, aus Esslingen oder Stuttgart - ganz egal und bunt gemischt. Die Begrüßungszeremonie kann deshalb unter (un)günstigen Umständen die eine oder andere Minute länger in Anspruch nehmen. Hat man dies hinter sich gebracht und die Getränke geordert, liegt auch schon die übersichtliche Karte vor einem auf dem massiven, unbetuchten Holztisch. Die Zusammenstellung der Speisen ist manches Mal gewöhnungsbedürftig, aber immer spannend und lecker gekocht. Die Auswahl der Weine überlässt man am besten Frau Sommer, trotzdem schadet ein Blick in die Karte nicht. Die Weinpreise sind moderat und man kann schon mal einen richtig guten Tropfen für erschwingliches Geld genießen.
Das Ambiente ist feinfühlig aufgepepptes Original, hier kann gutes Essen ohne Zwang genossen werden. Krawatte hin, Sakko her, Jeans, Cordhose oder An-Tsu, es herrscht kein Dresscode. Der Schlachthof ist eine Mischung aus Bürgerlichkeit und Bohème im Innenraum, draußen kommt man sich innerhalb der pflanzlichen Eingrenzung wie im Süden, und davor wie in einem in seiner ursprünglichen Nutzung umbrechenden Industriegebiet vor. Für Esslingens Gastroszene eine wichtige Bereicherung.
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