Ich bin redfranko aus Hamburg. Ich bin Qyper seit dem 04.08.2008
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Profil von redfranko
Les 4 Marronniers - Yverdon-les-Bains
Rue Cordey 4, 1400 Yverdon-les-Bains
02.02.2013
Eine freundliche Bedienung brachte uns die Karte - leider nur in französischer Sprache, was aber kein Vorwurf sein soll! Mit einem Gewusel aus französischen & englischen Wörtern konnten wir dann unser Essen bestellen.
Ich wählte "Canard Roti" (Ente krosch gebraten) mit "Riz legumes" (Gemüsereis) und es war wirklich solide und lecker. Hohe Ansprüche sind hier fehl am Platz, aber für ein gutes Abendessen reicht es alle mal.
Gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Preise. Aber da lässt sich nun mal nichts machen ...
Zum Goldenen Kringel - Spadenland
Spadenländer Elbdeich 40, 21037 Hamburg
12.08.2012
Der Parkplatz war überraschend leer, denn die Straße am Deich war gut befahren mit Cabrios, Radlern und Motorradfahrern. Wir gingen die Treppen hoch, um durch das Restaurant die Terrasse zu betreten. Am Tresen standen gerade 3 Bedienungen, doch nicht eine von ihnen befand es als notwendig uns zu begrüßen. Erst auf unser "Guten Tag" wurde irgendetwas unverständliches gemurmelt.
Wir setzten uns an einen Sonnernplatz mit wackeligen Tisch, zwischen den Betonplatten kam bereits das Gras durch. Nach einiger Zeit kam die Bedienung und legte uns kommentarlos die Eiskarte auf den Tisch und war auch schon wieder weg. Nach weiteren Minuten kam eine andere Bedienung und wir konnten endlich Kaffee ("wir haben aber nur Becher"), Tee ("ich hätte gerne eine Kanne schwarzen Tee") und zwei Stück Kuchen bestellen. Gebracht wurde dann ein Glas Tee mit Mikrowellenwasser das dem Siedepunkt so fern war, wie Freundlichkeit der Bedienung.
Der Kuchen war lecker, aber die Bedienungen drehten alles ins negative. Es wurde der Tisch nicht abgeräumt, dafür liefen die Damen wie Falschgeld und ständig mit leeren Händen durch die Gegend. Das Wechselgeld wurde (vielleicht angesichts des knappen Trinkgeldes) fast auf den Tisch "geknallt".
Unser Urteil: Nein danke, nicht noch mal. Unser Tipp: auch Personal sollte geschult werden.
Expohôtel - Montagny-près-Yverdon
En Chamard, 1442 Montagny-près-Yverdon
01.06.2012
Das kleine Restaurant - Flensburg
Große Straße 73, 24937 Flensburg
05.10.2008
Der Hinweis von Luigi zeigte in Richtung Norden – nach Flensburg. Bei strahlendem Sonnenschein stieg ich in meinen alten Alfa, besuchte meine Stammtankstelle und los ging es. Je nördlicher ich kam, desto dunkler wurde es am Himmel. Aber ich kam gut durch. Bis zu meinem nächsten Treffen mit dem neuen Informanten hatte ich noch reichlich Zeit und mein Magen meldeten Bedarf an.
Ich schlenderte durch die Fußgängerzone auf der Suche nach einem günstigen Restaurant. Ich hatte nicht mehr viel Geld in der Tasche, der letzte Vorschuss war schon fast verbraucht und mein Auftraggeber wollte erst handfeste Fakten sehen, bevor er wieder seine Schatulle öffnete.
Das griechische Restaurant sah eben so wenig einladend aus, wie auch die Pizzeria. Dann entdeckte ich „Das kleine Restaurant“, mit Lampen im Fenster, die ein behagliches Ambiente bei dem nass-kalten Wetter versprach. Doch dieser Schein wurde recht schnell zerstört, als ich eintrat & mir einen der zahlreichen leeren Tische aussuchte. Ich war der einzige Gast. Die Einrichtung war billig & überladen mit Schnick-Schnack. Alles verströmte den billigen Hauch von „gewollt aber nicht gekonnt“. Auf dem Fensterbrett lagen zwei verendete Fliegen – nein, die eine zuckte & brummte noch. Auf der Sitzbank lag ein einsamer, alter Pommes-Streifen.
Ich bestellte & wartete. Nach einer Viertelstunde hörte ich, dass die Bedienung ein falsches Gericht an die Küche gemeldet hatte – das durfte sie nun selber essen. Während der Wartezeit wurden meine Ohren mit NDR2 malträtiert & die Bedienung stelle sich zum telefonieren (in dänischer Sprache) in die Mitte des Raumes.
Die Karte bot verschiedene Fisch- und Fleischgerichte, ich hatte das Holzfällersteak vom Schwein gewählt & es kam ein Riesenlappen mit dickem Fettrand, Kräuterbutter, Kroketten & Salat, alles ideenlos angerichtet & relativ geschmacksneutal.
Nein, auf Stammgäste hatten die es wohl nicht abgesehen, eher auf Tagestouristen, die eh nicht wiederkommen. So wie ich auch …
Später dann traf ich mich mit dem neuen Informanten und er schickte mich wieder auf Reisen, denn der nächste Hinweis führte in die Schweiz. Nun musste ich mal ein ernstes Wort mit meinem Auftraggeber reden.
Ristorante Leon - St. Georg
Koppel 1, 20099 Hamburg
05.10.2008
So, so, Glattner stand also in Verbindung zur organisierten Kriminalität. Das zumindest sagte das Dossier aus, das ich von Nancy übermitteln bekommen hatte.
Was lag da näher, als sich mal wieder Luigi vorzuknüpfen. Ich versuchte es zuerst in seinem Stammlokal, dem “Ristorante Leon” in der Koppel 1. Und tatsächlich saß er dort allein an einem Tisch, seine blasierte Arroganz spielte ein Grinsen auf sein Gesicht als er mich sah. Nein, er freute sich nicht darüber. Aber was sollte er tun? Mich vor all den Leuten hier erschießen? Zudem verkehrte wir schon mit einem gewissen Respekt dem anderen gegenüber.
Ich setzte mich zu ihm & schon kam ein eifriger Kellner & präsentierte die Spezialitäten des Hauses auf einer großen Schiefertafel. Die Fisch- und Fleischgerichte ließen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen, ich überschlug schnell meine finanziellen Mittel und entschied mich für Entenbrust in einer Cognac-Sause, dazu Kartoffeln und Spinat. Welch eine Wahl! Luigi und ich unterhielten uns ganz ungezwungen, ich wollte den etwaigen Konflikt auf den Espresso danach verschieben. Aber auch er schien Glattner nicht gerade wohl gesonnen zu sein und gab mir den Hinweis “Flensburg” und einen neuen Namen.
Optik Beckert - St. Georg
Lange Reihe 55, 20099 Hamburg
29.08.2008
Ja, ein Privatermittler braucht gute Augen. Also auch ich. Nun bin ich nicht mehr der Jüngste & da lassen die Glotzer schon mal nach. Zudem habe ich seit einigen Jahren eine angeborene Sehschwäche. Genauer gesagt bereits seit vielen Jahren. Noch genauer möchte ich an dieser Stelle nicht werden.
Folglich hat mir mein Augenarzt ein neues Rezept verpasst. Die Suche nach einem Gestell gestaltete sich schwierig. Bis, ja bis ich den kleiner Optikerladen „Beckert“ betrat. „Klein aber fein“ findet hier seine Bedeutung. Sparsam eingerichtet aber mit einer umfangreichen Kollektion an den Wänden. Und trotz der Vielzahl wirkt alles aufgeräumt & strukturiert.
Letztlich musste ich mich zwischen mehreren Modellen entscheiden – während ich doch bei anderen Optikern (meistens irgendwelche Ketten) noch nicht mal eines gefunden hatte, das meinen Vorstellungen einigermaßen entsprach. Und während der ganzen Zeit hielt sich der Optiker (Besitzer?) angenehm unauffällig im Hintergrund, trat erst stärker in Erscheinung, als die Wahl getroffen war.
Schon nach einer Woche war ich frisch bestückt & scharf sehend, damit mir auch nicht die kleinste Spur entgehen kann. Das ist – wie bereits erwähnt – äußerst wichtig in meinem Beruf.
Cafe Del Sol - Tonndorf
Jenfelder Allee 80 A, auf dem studio HH Gelände, 22045 Hamburg
18.08.2008
Einer meiner Informanten ließ mir eine Nachricht zu kommen: “De la Soul (2+3, 4-1, 7=0) - 8 - Nancy - Glattner - frag nach Bionade Litschi”. Es dauerte zehn Minuten und einer Recherche bei dem phantastischen Qype-Portal, um den Code zu verstehen: De la Soul = 3. Buchstabe zum 2., 4. um den Wert 1 reduzieren, der 7. weg ergab “De la Sol”. Gelegen gleich neben dem Studio Hamburg, nutzte ich das dreitstündige Freiparken im Parkhaus. So lange wollte ich eh nicht bleiben. Sollte sich endlich eine neue Spur im Fall Glattner auftun? Seit drei Wochen saß ich in einer Sackgasse fest. Nervös & hoffnungsvoll stellte ich meinen alten Alfa ab & betrat das Restaurant. Die sommerlichen Temperaturen lockten die Gäste auf die überdachte, große Terrasse. Ich setzte mich an einen freien Tisch und beobachtete das rege Treiben der zahlreichen Bediensteten, fast so viele Männer wie Frauen. Aber wer war Nancy?
Um nicht aufzufallen schnappte ich mir die Speisekarte & las dort, dass das “Del Sol” eine deutschlandweite Kette ist. Die Auswahl an Speisen gefiel mir: Finger-Food, Pizza, Salat, Fleischgerichte. Dann stand eine hübsche Kellnerin bei mir am Tisch, ein Schild zeichnete sie tatsächlich als “Nancy” aus. Volltreffer! “Was kann ich ihnen bringen?” fragte sie. “Ich hätte gerne die Chick & Chips und eine Bionade Litschi.” Ihre Augen weiteten sich, sie blickte sich nervös um. “Das führen wir nicht”, sagte sie schnell. “Gut, dann ein großes Alsterwasser.” “Okay, ich komme später noch mal”, schloß sie flüsternd.
Eine Viertelstunde später bekam ich schmackhafte fritierte & panierte Geflügelstückchen mit Pommes & dazu eine scharfe Soße auf Joghurt-Basis. Als Zugabe einen DIN-A4-Umschlag mit Informationen, die mich schier atemlos machten. Endlich entdeckte ich den roten Faden. Der Abend hatte sich gelohnt, das Trinkgeld war dreistellig.
Bar St. Georg - St. Georg
Lange Reihe 67, 20099 Hamburg
17.08.2008
Sie waren also tatsächlich hinter mir her. Aber mein Vorteil waren meine guten Ortskenntnisse. “Hey”, sagte ich in Gedanken, “Hamburg ist MEINE Stadt & ihr Pappnasen bewegt euch auf fremden Terrain.” Ich nutzte eine hellrote Ampelphase, bog zügig in die Danziger Straße ein, noch rechtzeitig vor einem ankommenden Radfahrer & sah im Rückspiegel, wie die Verfolger stark bremsen mussten. Der Radfahrer schwankte leicht durch das halbe Ausweichmanöver, in der Zeit betrat eine junge Mutter mit Kinderwagen die Straße und bildete die nächste Blockade. Während dessen schoß ich schnellstmöglich die Danziger Straße runter & am Ende links in die Greifswalder Straße. Der Parkplatzgott meinte es gut mir. Rasch stieg ich aus, von den Verfolgern noch nichts zu sehen. Ein kurzer Sprint brachte mich um den Häuserblock herum in die Lange Reihe. Mein Ziel war: Die “Bar St. Georg”. Es war Mittwoch, kurz nach halb sieben & somit bereits geöffnet. Also stürmte ich rein & rief: “Wolfgang, Du musst mich in Deinem Keller verstecken!” Wolfgang ist der Wirt & er hat schon viel erlebt. Deshalb behielt er die Ruhe und ging voran. Ich strürmte durch den schamlen Gastraum, vorbei an dem Tresen & durch den Perlenvorhang, das Quiz welcher weiblicher Star dort abgebildet ist, interessierte mich gerade wenig. Normalerweise verbrachte ich so manchen Abend viel lieber auf dem Barhocker im großen Fenster der Bar. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf das rege Treiben in der Langen Reihe, besonders die Momente, wenn Leute auf der anderen Straßenseite an der Ampel stehen und sich etwas beobachtet fühlen, sind unbezahlbar. Nun aber war ich auf der Flucht & somit war es der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um mich in dem großen Fenster zur Schau zu stellen.
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