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Ich bin reporterchen aus Berlin. Ich bin Qyper seit dem 08.12.2009

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Zentrum für Ganzheitliche Medizin - Kreuzberg

Bergmannstraße 110, 10961 Berlin

04.12.2012

Zugegebenermaßen war ich ein paar Jahre lang schonnicht mehr in dieser Arztpraxis. Allerdings hat das auch seinen Grund!
Zum ersten Mal besuchte ich aufgrund einer Empfehlung bei diesen Arzt. Damals  (es muss etwa 15 Jahre her sein) hatte er seine Praxis einige Meter entfernt vom heutigen Standort und ich fand den Arzt bzw. seine Mitarbeiter nett und engagiert. In der Praxis kamen MedizinstudentInnen zum Einsatz, die ihre praktischen Erfahrungen an Patienten machen durften und ich fand das prima, denn wo sollen denn bitte angehende Ärzte den Umgang mit Patienten besser lernen, als in einer Hausarztpraxis mit ganz normaler, Kreuzberger Klientel. In den Räumen war es immer ein bisschen chaotisch, denn neben den StudentInnen und TürkInnen und RentnerInnen und ArbeitnehmerInnen und anderen gabe es auch immer Junkies, die mit ihren Hunden die Räume betraten und für...nun ja..."Action" sorgten.
Ich fand das (und finde das) völlig Ok, denn irgendwo müssen diese Menschen ja ihren Ersatzstoff Methadon herbekommen und Dr. Wehmann hatte sich die Suchthilfe auf die Fahne geschrieben.
Exkurs: Was diesbezüglich an "Kommunikation" hinsichtlich der Verfahrensweise der Substitution stattgefunden hatte, war nicht nur bemerkenswert, sondern quasi filmreif: Schreieren, Drohungen, Beschimpfungen der Mitarbeiter..die Wartezeit wurde exzellent verkürzt!

Dr. Wehmann holte sich mit Dr. Gärtner einen sagenhaft guten Arzt in seine Praxis, der für mich (Achtung: subjektive Meinungsäußerung) der Inbegriff eines Hausarztes war: Geduldig, zugewandt, interessiert und sehr freundlich.
Irgendwann zog diese Arztpraxis einige Meter weiter an eine neue Adresse der gleichen Straße. Vermutlich war die Anzahl der Behandlungsräume ausschlaggebend, denn die jetzigen Räume sind weder besser zu erreichen, noch für gehbehinderte Menschen in irgendeiner Form zu erklimmen: Die Treppe zur Praxis ist wirklich grausam...

Viel schlimmer war allerdings für meine Begriffe, dass diese Arztpraxis nach dem Umzug ihren eigenen Anspruch ad absurdum geführt hat. Von ganzheitlicher Medizin ist man dort so weit entfernt, wie Berlin von Timbuktu! Für meine Begriffe geht es um's Kohle machen! Wie auf der Homepage ersichtlich, kümmert sich das Praxis-"Team" um alle erdenklichen Leiden, insbesondere aber um die, die nicht von den Krankenkassen bezahlt werden.  Alle Angebote hängen gut sichtbar auch im Wartezimmer, verbunden mit dem Hinweis, dass der Doktor Wehmann Lehrbeauftragter einer Berliner Universität ist. Donnerblitz aber auch!! Nur hat das den Nachteil (?), dass man den Herrn Doktor erst nach dreimoniger Vorlaufzeit zu Gesicht bekommt..ich hatte einmal das Vergnügen und sah mich direkt mit der Forderung nach Vorsorgeuntersuchungen konfrontiert!  Den Arzt namens Gärtner findet man dort übrigens gar nicht mehr an...schade! 
Die letzten Besuche in der Praxis waren so, dass ich stets einen neuen bzw. anderen Arzt vor mir sitzen hatte. Irgendwie konnte ich mich nicht an die wechselnden Gesichter "gewöhnen"...für mich hat ein Arzt-Patientiinnen-Verhältnis auch etwas mit Vertrauen zu tun. Mit wachsendem Vertrauen! 

Ausschlaggebend für meine Praxisabstinenz war jedoch ein anderes Ereignis, was mich wirklich tief in den Grundfesten meiner Medizingläubigkeit erschüttert hat. Mit einer Erkältung hatte ich einen Termin, weil ich leider eine so genannte "Krankschreibung" benötigte. Die mir unbekannte Ärztin befragte mich, wie es mir denn so gehe (harr-harr), hörte mittels Stethoskop meine Lunge ab, nieste anschließend herzhaft in ihre Hände und wischte sie - vor einem Waschbecken stehend - an Papiertüchern trocken, schrieb die Krankschreibung und verabschiedete mich. Ich mich auch - dauerhaft!

Lieber Doktor Hung-Wehmann, bitte lesen Sie mal die Beschreibungen  und Bewertungen Ihrer Praxis auf diesem Portal, auf dem Sie ja selbst aktiv sind. Diese Praxis hat nichts mehr damit zu tun, wofür Sie einmal angetreten sind. Klar, die Praxis läuft und vermutlich klimpert es auch in der Kasse und das sei Ihnen auch gegönnt. Aber ist das der Weg, den Sie angestrebt haben? Lesen Sie sich doch bitte mal Ihren Lebenslauf und Werdegang durch und werfen Sie dann einen Blick in Ihre Praxis. Ist es DAS, was Sie wollten?

Ich finde Medizinstudenten im Praxiseinsatz gut! Ich finde es gut, dass drogenabhängige Patienten bei Ihnen behandelt und betreut werden! Ich finde es gut, dass bei Ihnen Arzthelfer arbeiten! Das ist alles prima und gehört nach Kreuzberg. Aber seien Sie doch einfach auch mal Arzt, der sich seinen PatientInnen widmet, für sie da ist, ggf. Hausbesuche macht. Kiezarzt eben...nicht Schicki-Micki-Doktor!


 


joannecharly “Hilfreich”, “gut geschrieben” UND “stimme ich zu” ;)

Atlantic - Kreuzberg

Bergmannstraße 100, 10961 Berlin

15.11.2010

An der Bergmannstraße reiht sich ja ein Café an das andere und eigentlich hätte man die Qual der Wahl. Doch wenn man von der Tochter zum Frühstück eingeladen wird und sie unbedingt ins Atlantic will, entfallen nicht nur die Wahl und die Qual, sondern auch das Zahlen :-)

Das ist selten - und schön!

Montags um 11 Uhr bekommt man auch problemlos einen Tisch, obwohl wir beide gestaunt haben, wie viele Menschen frühstücken gehen; der vordere Gastraum war voll!
Also setzten wir uns in den hinteren Raum, studierten die Karte und bestellten - mal wieder - das Frühstück für zwei, dazu einen Latte und einen Milchkaffee.
Nett fand ich, dass der Tisch noch einmal abgewischt wurde, obwohl er sauber wirkte! Die Getränke kamen dann zeitnah...wobei mein Milchkaffee verblüffend klein war (wurde der früher nicht in Schalen serviert? Dies war eine Tasse). Egal..wir schlubberten unsere Heißgetränke, quatschten und hatten einen tollen Blick auf die mittlerweile auch sehr hippe Bergmannstraße, bis etwa 15 Minuten später unser Frühstück auf einem silber(farbe)nen Tablett kredenzt wurde! Salami; roher und gekochter Schinken, Lachs, Meerrettich, zwei Schälchen Joghurt mit Obst, verschiedene Käsesorten, Butter, zwei Eier, jeweils eine (abgepackte) Portion Honig und Marmelade, Obst und etwas Gemüsedekoration sahen lecker aus und der Brotkorb war für zwei Personen auch ausreichend! Die Brötchen waren leider aufgebacken, was an einem Montagvormittag wenig Sinn macht, schmeckten aber - trotz relativer Trockenheit - recht gut.
Wir saßen und aßen und laberten. Meine Filia veschmähte den Lachs und ich ließ den Rest des toten Fischs nach einer Scheibe auch liegen..er war vieeeel zu dick geschnitten! Dünner ist echt besser!!
Käse und Wurst waren sicher nicht von Butter-Lindner gekauft, aber essbar und im Gegensatz zum Kaiserstein war Butter ausreichend vorhanden und das Ei warm und nicht hart gekocht!
Mich dürstete nach etwas Kaltem, die freundliche Bedienung kam mit einer Apfelsaftschorle und nach unserer Kapitulation vor den restlichen Brötchen und dem Belag auch fix mit der Rechnung.
Das Frühstück (14 Euro) ist nicht eben preiswert, würde aber auch für drei normale Esser reichen; der Latte war ebenso wie die Saftschorle gut, die Größe des Milchkaffees finde ich für den Preis (ich glaube 2.50) nicht in Ordnung!
Insgesamt belief sich die Rechnung auf etwa 21 Euro und wir waren beide der Meinung, dass es sich gelohnt hat und wir irgendwann wieder kommen werden..ähm...zahltechnisch bin ich dann vermutlich wieder dran!
Vier Punkte, weil das Frühstück insgesamt lecker ( und hundertmal besser als im Kaiserstein) war, die Bedienung nett und das Café sauber! Die Tassengröße für den Milchkaffee sollte ebenso überdacht werden, wie die Tatsache, dass aufgebackene Brötchen nicht "der Bringer" sind..zumal sie beim Aufschneiden dermaßen splittern, dass die armen Putzmenschen bestimmt fluchen werden.. Na und der Lachs lässt sich sicher auch dünner schneiden...oder?

reporterchen Ach evalotta, vermutlich gehört rauschilein irgendwie zum Café Kaiserstein, das in letzter Zeit nahezu durchgehend schlecht bewertet wurde, und regt sich nun über positive Beurteilungen anderer Cafés auf.

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

krohnic und weg ist rauschilein. Nur: wohin??? Na wo isserdenn?

BLOCK HOUSE Steakrestaurant - Mitte

Wilhelmstr. 59, 10117 Berlin

28.10.2010

Vielleicht sollte man es als doof, naiv oder auch schlicht als optimistisch bezeichnen, wenn sich drei Menschen an einem frühen Freitagabend (19 Uhr) auf den Weg zum Block House an der Wilhelmstraße machen, um dort Steak zu essen, ohne einen Tisch reserviert zu haben.
Fakt war, dass meine bessere Hälfte Geburtstag hatte und ihr Wunsch war es nun einmal, ein saftiges, gegrilltes Stück Rindfleisch auf dem Teller zu haben und ihre Wahl fiel auf dieses Steakhaus.
Fakt war ebenfalls, dass wir nicht alleine waren, was die Umsetzung dieses Wunsches anging! Also nicht, dass nun alle ihren Geburtstag feiern wollten (das wäre ja auch noch schöner!!), aber speisen wollten etliche andere offenbar ebenfalls und so stauten sich im Eingangsbereich bestimmt 20 Menschen. Uff! Allerdings standen auch die an, die reserviert hatten!
Kurzzeitig fühlte ich mich – nicht nur wegen der an der Wilhelmstraße errichteten „Luxus-Plattenbauten“ - an ein DDR-Restaurant erinnert (Motto: Sie werden platziert), doch in einem modernen Restaurant managt das moderne Restaurant-Management die Frage nach der Wartezeit, bis einem ein Tisch zugewiesen werden kann, vollkommen souverän und erstaunlich präzise! Etwa 15 Minuten würde es dauern, bis ein Tisch für drei Personen frei sei und ich frage mich, woher die engagiert-wirbelnde Dame das so genau wusste…
Sei es drum! Wir beschlossen zu warten und dies insbesondere deswegen, weil unser Auto nach einiger Herumgurkerei endlich in irgendeiner Seitenstraße parkte und sich dieser gierige Parkautomat unser gesamtes Kleingeld einverleibt hatte, nämlich VIER EURO FÜNFZIG für zweieinviertel Stündchen…das grenzt an Wegelagerei!
Also stellten wir uns zu den Menschen im Eingangsbereich und kamen uns vor wie beim Turmbau zu Babel, denn man hört alle möglichen Sprachen und fühlt sich richtig „weltstädtisch“, auch wenn man nichts versteht!
Eine viertel Stunde später durften sich „die drei Personen an Tisch 38“ setzen! Selbiger wurde gesäubert, neue Platzdeckchen wurden drapiert, wir bekamen die Speisekarte, wurden nach unseren Getränkewünschen gefragt und bestellten eine Apfelschorle, ein Alsterwasser und ein Bier. Recht schnell war uns dreien auch klar, dass wir jeweils ein Menü „Mrs. Rumpsteak“ essen wollten, zu dem neben 180 Gramm Fleisch auch eine Backkartoffel mit Sauerrahm, ein Salat und Brot mit Knoblauch gehört. Mein Entschluss geriet kurzzeitig ins Wanken, als ich der weiblichen Hälfte eines direkt neben uns sitzenden (finnischen/norwegischen/schwedischen?) Pärchens dabei zusah, wie sie mit verzogenem Mund an und ihrem blutigen Steak herumsäbelte, dass mir Angst und Bange wurde! So orderten wir – sicherheitshalber – das Fleisch zwischen medium und well done gegrillt und bekamen kurze Zeit später einen sehr leckeren, äußerst frischen Salatteller (vier unterschiedliche Salatsoßen gibt es) und drei Scheibchen Bruschetta, die ebenfalls gut schmeckten. Dann brachte uns die fixe Bedienung das Steak mit den Backkartoffeln und dem Knoblauchbrot sowie eine zusätzlich bestellte Portion Pommes Frites.
Ganz ehrlich: Das Steak hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen! Es war Ok, aber bei Weitem nicht so gut, wie ich es in Erinnerung hatte. Die Backkartoffel schmeckte nach Backkartoffel, die Pommes waren einem Steakhaus nicht würdig, nämlich labberig und fade. Das Knoblauchbrot war (klar, weil Kalorienbombe) sehr schmackhaft!
Was mich persönlich bei diesem Block House Besuch am meisten gestört hat, ist die Atmosphäre. Man kommt sich vor wie am Hauptbahnhof: Moderne, schnelle und effiziente Abfertigung von Menschenmassen! Ständig wuselt es um einen herum, es werden Tische und Bänke verschoben, um neue Gästegruppen, die sich am Eingang wieder stauen, zusammen zu setzen und zu verköstigen; Gemütlichkeit oder ein Wohlfühlgefühl kamen bei uns nicht auf! Man kommt, isst, zahlt und geht wieder…jedenfalls theoretisch, denn das Geburtstagskind verlangte nach Koffein (Latte Macchiato), die Tochter Nachtisch (Eis mit Him- und Brombeeren) und beides kam ebenso blitzschnell, wie die Rechnung, nach der ich verlangte, weil meine Blickrichtung zu den Wartenden Gruppen am Eingangsbereich ging! Es macht keinen Spaß, Menschen beim Warten zuzusehen!

Insgesamt haben wir gerechtfertigte 66,60 Euro bezahlt, einen Euro Parkgebühr verschenkt und beschlossen, beim nächsten Besuch eines Steakhauses ein solches zu wählen, das nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Brandenburger Tor und dem Hotel Adlon (ist das Essen dort eigentlich so schlecht, dass Gäste scharenweise ins Block House abwandern?) liegt!

Fazit: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist völlig in Ordnung, die Professionalität des Personals weitgehend hoch! Das gemütliche Essen-gehen-Gefühl fehlt jedoch völlig und das finde ich durchaus wichtig, deswegen drei Sternchen!

reporterchen Danke Michael Z.! :-)

Schokoladengemuese Ich geb dir recht, zum "mal ein Steak naschen" ist das Blockhouse sicher okay. Aber nett sitzen, plaudern und dann noch gut und lange essen.... nie und nimmer.

Und dem Parkautomaten sollte man vors Schienenbein treten, geldgieriges Pack ;))

Vanille & Marille - Kreuzberg

Hagelberger Str. 1, Ecke Mehringdamm, neben dem Gemüseladen, 10965 Berlin

28.07.2010 (aktualisiert am 17.10.2010)

Nee, eigentlich bin ich nicht wirklich Eis-Fan! Ich lebe lange genug, um zu beurteilen, dass die allermeisten Eis nach 08/15 schmecken; man erfüllt sich halt ein gekühltes Zuckerbedürfnis! In meinem Jahrgang wurde man (bei gegebenem Anlass) mit der Fürst-Pückler-Rolle groß..das hat langjährige abschreckende Wirkung!!
Und wenn ich nur an das so genannte günblaue "Schlumpfeis" denke, mit dem Horden drei- bis 13-jähriger durch die Gegend rennen, erwacht in mir das Öko-Tier und ich könnte die Eltern (Erzieher/Aufpasser/Spendierer) schütteln, ob der Massen an Farb- und Sonstwas-Stoffen, die darin sicher enthalten sind!
Also...wie gesagt..ich bin nicht wirklich Eis-begeistert.
Neulich, an einem verdammt heißen Tag, liefen meine bessere Hälfte und ich bei Vanille & Marille vorbei; ein kurzer Blick, ein kurzes Nicken: Ja, ein Eis wäre nett!
Es war nicht nett...es war super!!! Pistazieneis (hatte ich) wie man sich Pistazieneies erträumt und meine bessere Hälfte hatte etwas anders (mit Ingwer), dass ich fast (!! heheee) neidisch wurde!
Dem Himmel sei Dank ist diese Eisdiele in der Nähe und so konnte ich heute die dritte Geschacksrichtung testen...die Marille. Menschen meines Jahrgangs werden Marillen vielleicht noch kennen...und wer es kennt, weiß, dass das Eis ge-nau-so schmeckt!
Die Waffel ist lecker und die Bedienung nett; Eis-Junkie werde ich vermutlich nicht mehr, aber wenn ich Eis essen möchte, dann ganz sicher hier! Cremig, authentisch und sehr lecker!
Von mir gerne fünf Punkte!

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Vanille &Marille macht eistechisch nun Winterpause! Also ist vorerst nichts mehr mit leckerem Eis essen.
Dem Zettel an der Tür entnahmen wir, dass in den Wintermonaten nun mit Käse gehandelt wird..schau'n wir mal, wie der schmeckt!!

ben-net Ja, die Fürst-Pückler-Rolle, für die Erwachsenen wurde sie noch mit nem Eierlikörchen übergossen...

ceclia wenn du eis-jieper hast, dann gehste zu frollein frost in neukölln....

Curry 36 - Kreuzberg

Mehringdamm 36, Direkt am U-Bhf. Mehringdamm, 10961 Berlin

15.10.2010

Diese Currywurst-"Bude" ist wirklich bemerkenswert! Egal, wann man daran vorbei läuft, stets stehen Menschenmassen davor! Brav (meist jedenfalls) warten sie in Zweierreihen auf Currywurst - mit und ohne Darm - und Pommes. Etwas anderes scheint in den italienischen, spanischen, englischen oder sonstwas-Reiseführern der anstehenden Touristen offenbar nicht empfohlen zu sein und entsprechend halten sich die Leute daran! Merke: Wer einmal in irgendwelchen Reiseführern positiv erwähnt wird, hat gute Chancen, seine erst,-zweit- oder drittklassige Ware an den Mann bzw. Frau zu bekommen!
Allerdings reihen sich Handwerker, Polizisten, Rettungssanitäter (die beiden letztgenannten gern in zweiter Reihe parkend), Büromenschen und ganz gewöhnliche Berliner ebenfalls gern in die Zweierreihe ein!!

Wenn ich mich bei Curry 36 anstelle (das kommt aus verschiedensten Gründen sehr selten vor, obwohl ich quasi um-die-Ecke wohne), staune ich immer wieder über die Schnelligkeit, mit der man an sein ( im Wortsinn) Fast-Food kommt: Die vermutete Wartezeit entspricht der tatsächlichen bei Weitem nicht und es dauert nur wenige Minuten, bis man sein gefülltes Papptellerchen samt winziger Plastikgabel bekommt! Die MitarbeiterInnen scheinen aus Berlin zu stammen und versprühen entsprechend kauzigen Charme, was wiederum zu einer Currywurstbude passt! Und irgendwie auch zu Berlin-Kreuzberg...
Vor ein paar Tagen hatten wir mal wieder den Drang, dieses fettige, cholesterinhaltige und bekanntermaßen ungesunde Essen zu uns zu nehmen...manchmal überfällt's einen eben..
Zwei Currywürste mit Darm, zweimal Pommes ohne alles! Zum Mitnehmen bitte (es hat halt Vorteile, um die Ecke zu wohnen)!
Das Positive zuerst: Wurst und Pommes waren noch heiß, als wir uns die ersten Bissen in den Mund stopften! Nun kommt das ABER! Die Pommes hatten eine...nun ja...merkwürdige Konsistenz..außen halbkross und innen irgendwie..."watschig" und leider sehr großzügig mit dieser hauseigenen, rötlichen Würzmischung bedacht; also ziemlich versalzen! Die Soße, in der die Currywurst lag, war säuerlich und nicht wirklich lecker...wobei es bei dieser insgesamt ungesunden Kalorienexplosion nun eigentlich auch nicht mehr darauf ankommt, ob Konservierungsstoffe oder sonstwas enthalten sind...aber schmecken sollte es zumindest!
Die Currywurst selbsthatte einen dezent tranigen Geschmack...nicht, dass sie verdorben gewesen wäre (wie auch..bei diesem Durchlauf?), aber eben nicht gut gewürzt oder zu schnell gegart oder was weiss ich..
Und genau das ist der Grund, warum wir uns höchst selten in die Warteschlange einreihen, obwohl es (von gewichtstechnischen Bedenken bei häufiger Futterei dieses Angebots mal abgesehen) bequem, relativ preiswert und schnell ist..
Durchschnittlich alle halbe Jahre probieren wir die Currywurst mit Pommes und dabei werden wir auch bleiben...und lieber beim Vorbeilaufen die unglaublichen Warteschlangen bestaunen..
Zwei Sterne für Currywurst und Pommes...einen Zusatzstern für das stoisch-unfreundlich-freundlich-gelassene Personal, das ich nach einer bewältigten Arbeitsschicht nur bewundern kann...aber echt!!

Flughafen Tempelhof - Tempelhof

Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin

30.09.2010

Zwar bin auch ich früher ab und zu vom Flughafen Tempelhof gestartet (und selbstverständlich auch wieder gelandet), finde die Schließung des eigentlichen Flughafens jedoch völlig richtig! Eigentlich grenzt es fast an ein Wunder, dass in all den Jahren kein Flieger in ein Wohnhaus gekracht ist! So interessant der abendliche Landanflug – bei dem man erkennen konnte, ob Frau Müller/Meyer/Schulze sich in ihrer Neuköllner Wohnung eine Scheibe Käse oder Wurst auf die Stulle legte - auch sein mochte, so deutlich wurde dabei auch das Risiko dieser Aktion.
Wie auch immer: Der Flugbetrieb wurde eingestellt und das Gelände zu einem öffentlichen Park umgewidmet!
Den wollten wir uns auch anschauen und vergangenen Donnerstag war es soweit! Der Wettergott war von unserem Plan offenbar angetan und so brachen wir bei strahlendem Sonnenschein und 20°C auf. Mit der U 6 ging es bis zum Bahnhof Tempelhof und dort wäre direkt der Eingang gewesen, wenn wir den richtigen Ausgang genommen hätten…grrrmpfff…
Dieser kurze Umweg hat die Wanderstrecke des Tages bestenfalls im Promillebereich erhöht; uns war ja klar, dass ein Flughafen nicht unbedingt klein ist, doch dass das Tempelhofer Feld SO riesig ist, war uns nicht bewusst! Auch dann noch nicht, als wir parallel zur S- und Autobahn und der Kleingartenanlage entlangliefen und einen Aussichtsturm ansteuerten. Der sah dann aber so piefig aus, dass wir darauf verzichteten und stattdessen lauftechnisch einen 90° Winkel nach links machten und über ein so genanntes „Wiesenmeer“ stapften. Nach einer Weile der Stapferei (man läuft tatsächlich wie ein Storch im Salat) signalisierte mein Meniskus, dass wir nun eine Pause einzulegen hätten und ich warf mich auf die Wiese, was man dort dankenswerterweise und problemlos dort tun kann, ohne zunächst nach Hundehaufen Ausschau halten zu müssen! Durch den „Rumms“ meiner Landung flog ein Vogelpärchen auf und flatterte davon…ähm…sorry! Die mir bisher völlig unbekannten, rötlich gefiederten Tierchen, identifizierte ich später mit Hilfe einer Erklärungstafel, die am Rande der Grünflächen stehen, als „Neuntöter“. Was für ein martialischer Name für solch entzückende Piepmätze!!
Wir saßen also im Gras, nuckelten an der mitgebrachten Wasserflasche, ließen unsere Blicke schweifen und langsam dämmerte uns, dass der Aussichtspunkt vielleicht doch nicht sooo klein, sondern eher so weit entfernt sein konnte. Die Dimension des Geländes hatten wir scheinbar also doch etwas unterschätzt!
Wir liefen weiter, überquerten irgendwann die ehemalige nördliche Start/Landebahn, beobachteten Radler, Jogger, Skater und Drachensteiger, stapften erneut über Wiesen, sahen Künstler beim pinseln und Familien beim Picknick und steuerten Richtung Columbiadamm, denn dort sollte sich – laut Besucherinformationsfaltblatt – Gastronomie befinden und die brauchten wir nach fast zwei Stunden Gelaufe und Gestapfe dringend.
Und wir fanden sie! Und fanden die Preise zudem so moderat (zwei Euro für eine Portion Pommes beispielsweise), dass wir uns die zweite Fehleinschätzung des Tages leisteten, indem wir zwei Bratwürste im Brötchen, zwei Portionen Pommes und je ein Alster und Radler orderten (insgesamt genau 15 Euro). Die Verkäuferinnen bzw. Kassiererin (Selbstbedienung) waren freundlich, Ketchup, Senf und Mayonnaise kann man selbst zapfen und das Bier wird in Gläser gefüllt; gut, dass einem die Pappbecher hier erspart bleiben!
Unser Essen war nicht zu schaffen (das Biermischgetränk schon…hihi), denn das „Schüsselchen“ Pommes Frites hatte mengenmäßig Flughäfchenausmaße, so dass wir nach einer halben Portion die Flügel strecken mussten. Geschmeckt haben sie allerdings hervorragend! Auch die Wurst war Ok und am Biermixgetränk gab es ebenfalls nicht zu beanstanden!
So saßen wir ein Stündchen dort herum, hielten unsere Rüben in die Sonne, sahen jungen und dynamischen Menschen beim Badminton- und Frisbeespielen zu und fühlten uns wie im Urlaub! Dies insbesondere deshalb, weil absolut kein Autogeräusch zu hören ist… wie schön!

Ganz bestimmt werden wir wiederkommen, vielleicht schon an diesem Wochenende, sofern die Wettervorhersage stimmt und die 20°C-Marke noch einmal geknackt werden sollte! Mal schauen, ob Fehleinschätzung Nr.1 tatsächlich eine ist oder der Aussichtspunkt wirklich mickrig ist…

Nachtrag: «Pioniere» sollen Tempelhofer Feld erschließen
Berlin (dpa/bb) - Zwischennutzer sollen die Weite des Tempelhofer Feldes füllen, bis dort die geplante Parklandschaft entsteht. Der Berliner Senat hat am Dienstag die ersten 19 von insgesamt rund 200 «Pionieren» vorgestellt. Sie sollen auf acht der insgesamt 300 Hektar Erholungs- und Freizeitangebote schaffen. Vorgesehen sind etwa ein Kletterturm und gemeinschaftliches Gärtnern, neue Sportarten wie das mit dem Rugby verwandte Jugger, ein Testzentrum für Elektro-Fahrräder und Lernspiele für Kinder und Erwachsene. Die ersten Projekte sollen in diesem Herbst starten. 2013 rücken auf Teilen des früheren Flugfeldes Bagger an, um eine Parklandschaft zu schaffen.
Quelle: Berliner Morgenpost

reporterchen @Konnie-Neukölln: Stimmt, ich erinnere mich dunkel an diesen Unfall...und auch an die mehr oder weniger regelmäßig "fliegenden" Dachpfannen!! Es waren eben nicht nur kleine Sportflugzeuge, die von Tempelhof aus starteten und landeten..

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

Konnie-Neukölln @reporterchen: die Dachdeckerinnung hat die Schließung des Flughafens aus geschäftlichen Gründen bedauert. Bei denen kann ich das nachvollziehen :-)

Adlermühle - Mariendorf

Mariendorfer Damm 320, -, 12107 Berlin

23.09.2010

Der Besuch der Adlermühle war eine Reise... Die Anfahrt ist dabei nicht gemeint; Mariendorf ist zwar nicht der Nabel der Welt, aber durchaus erreichbar!

Es war eine Zeitreise! Ich wusste gar nicht, dass es SOLCHE Restaurants noch gibt: Ein recht großer Vorgarten, ausgestattet mit dem wahlweise in grün oder blau erhältlichen Plastikbalkonmöbeln und - bevor man das eigentliche Restaurant betritt - linksseitig flankiert von einem viel zu kleinem Aquarium, in dem sich die Forellen (?) davor verstecken, verspeist zu werden. Warum sie das tun, entzieht sich meiner Kenntnis, denn das Leben in diesem völlig kargen Glaskasten zu verbringen, muss die Fischhölle sein!!

Eichenholz (?) bestulte -und betischte Gasträume begrüßen einen, Kellner in schwarzen Hosen und Westen, traditionell von weißen Polyacrylhemden begleitet (das ist nur eine Vermutung...so nahe kam ich der Bedienung nicht), rennen mit Tabletts hin- und her und begrüßt wird man auch: "Guten Tag, herzlich Willkommen, drei Personen? Suchen Sie sich rechts einen Tisch aus."
Holla!
Wir haben uns einen ausgesucht, saßen in einer "Nische", wie sie in den 70er Jahren für Pizzerien typisch war, nahmen Platz auf durchaus bequemen, im Retro-Look gestalteten Bänken und stierten auf ein wandbreites Bild, das die "Adlermühle" zu Zeiten darstellt, als die Welt noch in Ordnung war..also vor ca. 150 Jahren...
Kellner Nummer zwei kam mit den Karten, fragte nach Getränkewünschen und wenige Minuten später nach dem gewählten Essen.

Ich vermute, dass ich NICHT übertreibe, wenn ich behaupte, mit Betreten des Restaurants haben wir das Durchschnittsalter schlagartig um 20 Jahre gesenkt! Und das heißt was, denn unsere Frau Nachbarin, die uns einludt, ist 85 Jahre alt (und freute sich auf ihr Eisbein...wobei wir uns wiederum fragten, warum man ein Eisbein nun unbedingt in einem kroatischen Restaurant essen will...aber sei es drum!) und dem Teeny-Alter sind meine bessere Hälfte und ich auch schon seit 20 Jahren entfleucht.. Die anwesenden "Krüstchen" saßen allesamt munter und tranken ihren Wein bzw. ihr Bier zum Mittagsmahl und hinterher - oh Grusel - nahezu flächendeckend Cappucchino mit Sahnehaube! Zweifellos leben am Mariendorfer Damm 230 die späten Siebziger! (So oder so gesehen....hihi)

Frau Nachbarin bestellte also ihr Eisbein, wir ein Wiener Schnitzel bzw. ein Champignon-Schnitzel; meine bessere Hälfte liebt Schnitzel und ich wusste nix Besseres...diesem (ehemals jugoslawischen) Tschiwabbsibibbs-Zeugs traue ich nicht, Fisch wollte ich wegen des traurigen Anblicks der Vorgarten-Forellen nicht und etwas anderes fiel mir nicht ein...
Scharfe Zwiebeln landeten auf dem Tisch, ebenso wie diese typischen kleinen Quetschflaschen in rot (Ketchup) und beige (Senf) und dann dauerte es...und dauerte...und dauerte...und nach mehr als einer guten halben Stunde stand das Essen auf dem Tisch!
Um ehrlich zu sein...das Essen sah genauso schlimm aus, wie es schmeckte!! Das Eisbein kann/mag/will ich nicht beurteilen, denn ich habe es nicht gekostet...jedenfalls enthielt der Teller noch Farbvariationen! Das Champignon-Schnitzel bedeckte den Teller, war beige-braun, weil paniert, die Champignons waren grau, die Soße beige und die dazugehörigen Pommes ebenfalls...urgs... Dosenpilze zu Fertigsoße und labberigen Pommes...GÄNZLICH ungewürzt!!
Mein so genanntes Wiener Schnitzel war ein genau so ungewürzter Schweinefleischfladen, die Pommes ebenso unkross...lediglich war mein Teller Dank eines Blattes Salat und einer Scheibe Zitrone etwas farbenfroher! Das war nett, aber am Geschmack änderte es letztlich auch nichts...und auch die entzückenden Keramik-Salz- und Pfefferstreuer konnten das Desaster nicht mehr abwenden!! Es schmeckte schlicht grottig!!
Die Getränke (Fassbrause und Spezi) waren OK...allerdings sind die Preise - ganz im Gegensatz zum Geschmack des Essens - gepfeffert: 2.80 Euro für 0.4 L Faßbrause ist teuer, für die selbe Menge Spezi 3.30 Euro zu verlangen, grenzt an Unverschämtheit!

Die zahlreichen Senioren an den Nachbartischen hatten ihren Spaß, juchzten und jauchzten, was vermutlich an den Bierchen/Weinchen/Schnäpschen lag und ich verspürte wegen der Fassbrause auch einen gewissen Drang. Das Juchzen habe ich mir verkniffen und bin stattdessen zur Toilette gegangen und selbige verschafft diesem "Restaurant" einen Stern, denn sie verfügt über eine Toilettenbrille, die von Kunststoff überzogen ist und per Knopfdruck erneuert wird! Das "Örtchen" war also - genauso wie die gesamte "Adlermühle"- tadellos sauber!!

Nach Begleichung der Rechnung, die schlappe 40 Euro betrug, wurden wir per Handschlag verabschiedet..echt nett! Das begründet auch den zweiten Stern ..die Begrüßung und Verabschiedung der Gäste macht einen sehr persönlichen Eindruck.
Die Adlermühle erneut zu besuchen, werde ich mir verkneifen können! Meine schnitzelliebende bessere Hälfte war hochgradig frustriert und ich habe auch nicht das Gefühl, dass es die Frau Nachbarin erneut dorthin zieht...sie meinte, von Eisbein hätte sie erstmal die Nase voll! Für ihre Verhältnisse ein vernichtendes Urteil....

daro083 Der Beitrag ist ganz schön geschrieben, aber inhaltlich kann ich dem nicht zustimmen! Immer wieder lese ich in Bewertungen, dass auf das Durchschnittsalter der Gäste eingegangen wird, sollte en Restaurant dann ein hohes Durchschnittsalter aufweisen, lese ich immer wieder, dass dies eher negativ auf den Erzähler bzw. die Erzählerin wirkt und sich im Ansatz auch darüber etwas lustig gemacht wird, auch bei diesem Bericht habe ich wieder das Gefühl. Ich sag nur “Krüstchen”…..wir sollten uns alle vergegenwärtigen, dass wir alle alt werden und das dies schneller passiert, als uns lieb ist. Dies ist mir sogar schon mit meinen erst 29 Jahren bewusst und sollte allen bewusst sein!
Die Qualtität des Essen ist in der Adlermühle gut, die Bedienung sehr freundlich!

klaubi1 Hallo daro083,
Deinem Beitrag, was das Durchschnittsalter angeht kann ich voll zustimmen.
In der Tat sollte sich jeder klar sein, dass wir alle älter werden.
Außerdem ist das Publikum in der Adlermühle sehrwohlgemischt.

Mr. Minsch - Kreuzberg

Yorckstr. 15, 10965 Berlin

21.09.2010

Sonderlich viel Auswahl war es ja nicht, was Mr.Minsch da heute in seinem winzigen Laden im Angebot hatte!! Vermeintlich; denn die drei Torten, die "vorne" präsentiert wurden, machten längst nicht das gesamte Angebot aus. Im hinteren Teil des Ladens werden in einer Art "Kühlschrank" weitere Backwerke aufbewahrt...insgesamt waren es etwa 12 unterschiedliche Sorten. Durch die Fensterscheibe zu kieken oder zu fragen ist sicher hilfreich!
Es ist keine Bäckerei/Konditorei im herkömmlichen Sinn! Verkauft wird durch eine kleine Luke, dem Bäcker (Konditor?) kann man beim Backen zusehen. Eier, Zucker und Mehl stehen in Reichweite....es wirkt alles recht unspektakulär, fast improvisiert, jedenfalls nicht wie in einer herkömmlichen Konditorei! Nix Schicki-Micki...kein Schnick-Schnack und kein Gedöns!
Aber WAS dann auf dem Teller (bzw. auf dem Pappteller - zum mitnehmen) landet, ist grandios!!
Neulich erstand ich zwei Stück (Stück, nicht Stückchen!!) Schokoladentorte "Schoko Schoko" und habe damit drei Menschen glücklich gemacht! So etwas schokoladig-geschmeidiges-schmackhaftes bekommt man mit absoluter Sicherheit selten!
Heute mussten zwei Stück Käsekuchen dran glauben! Wieder waren drei Menschen beglückt; die Kuchenstücken sind dermaßen wohlwollend portioniert, dass ein herkömmlicher Kuchenladen - ohne mit der Wimper zu zucken - zwei daraus machen würde! Und er schmeckte wirklich himmlisch...genau so, wie ein Käsekuchen zu schmecken hat!!
Preiswert sind die Kuchen/Torten nicht!! Bisher zahlte ich für beide Kuchen pro Stück 3 Euro...aber ich gebe mein Wort: Es war jeden Cent wert!
Zweifellos fünf Sterne! Und zweifellos komme ich wieder!
Ach so..an die Weight Watchers: Ein Stück Schokotorte hat bestimmt 66355 Punkte, aber es ist ein Leichtes, anschließend auf das Abendessen zu verzichten. Und es macht glüüüücklich :-)

eviane Das ist nicht uebertrieben.....klasse

real,- SB Warenhaus - Neukölln

Karl-Marx-Str. 231-235, 12055 Berlin

20.09.2010

Heeheee...dieser real-Supermarkt hat mittlerweile sogar eine eigene Ampel!! Wenn man also - im Auto sitzend - von der Karl-Marx-Straße aus zum Supermarkt möchte, hat man eine reelle Chance, den Parkplatz unfallfrei zu erreichen...jedenfalls dann, wenn sich andere Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger ebenfalls an die Regel "grün =gehen, rot = stehen" halten würden!!

Gefühlte 5 Jahre wurde dieser Markt umgebaut, und zwar nachdem
CO-OP und wal-mart etc. diesen Laden mittelfristig "betreuten" und in den paar Malen, die wir diesen Einkaufsklotz während der Umbauphase zwecks Großeinkauf besuchten, war "Chaos" eine untertriebene Umschreibung der Einkaufbedingungen..
Nun sollte alles fertig sein! Das waren wir auch, nachdem wir unseren Einkauf beendet hatten!! Von Außen sah der Laden nett aus..wobei Nettigkeit bei einem Einkaufstempel auch wieder relativ ist...

Heidewitzka...welcher Schelm hat sich denn ausgedacht, dass Getränke-Leergut im ersten Obergeschoss neben der Sportabteilung abgegeben werden soll, wenn der Lebensmitteleinkauf (entsprechenderweise auch die Getränkeabteilung...sprich: der real-Supermarkt) im Erdgeschoss zu finden ist..?

Wenn man also die Rolltreppe herauf- und wieder hinunter gefahren ist, die Computerspiele, Fernseher und Staubsauger der Anfangsmeter des Supermarktes (SONDERANGEBOT) ignorieren konnte, landet man vermeintlich ....bei Kaufland, denn er ist genauso aufgebaut (hängen Kaufland und real irgendwie zusammen?)
Schade...der alte "real" war nicht schön, hatte aber irgendwie noch "chaotischen Charme"...nun ist er beliebig!
Man schreitet Meter um Meter Süßwaren, Fertiggerichte und Ketchup/Senf/Grillsoßen ab, staunt über 276 verschiedene Joghurtsorten genauso wie über schändliches Obst/Gemüseangebote (es ist Pilzsaison und dieser Riesenmarkt hat NUR Champignos im Angebot!!!)
Die Fleisch- und Wursttheke war Mittwochnachmittag gänzlich kundenfrei...wir sind auch vorbei geschlichen...hööhö!
Die Sprit-Abteilung ist ebenfalls bemerkenswert und enthält alles, was die Leber verlangt! Reihenweise Schnaps, Wein, Liköre, Bier..

Die Kassen waren an dem Mittwochnachmittag erfreulich leer, die dort arbeitende Verkäuferin freundlich und der zu zahlende Betrag erstaunlich; man fällt doch immer wieder auf diese dusseligen Lockangebote herein!!

So ein Einauf ist anstrengend! Kraft-zehrend! Deswegen bieten im Kassenausgangsbereich sowohl ein Bäcker, als auch ein...ähm..."Imbiss" Stärkung an! Wenn man aber zuschauen muss, wie die "Service-Kraft" in slow-motion Scheiben vom Leberkäs abschneidet, diesen in Z e i t l u p e ins Brötchen befördert, ebenso langsam einpackt, einbongt, kassiert und der vor einem stehende Kunde dann "3 x Leberkäse im Brötchen" bestellt, ist jeder Hunger auf ein Wiener Würstchen verflogen und jede Anstrengung vergessen und man freut sich über die neu installierte Ampel... Nur schnell nach Hause!!

Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"

evalotta ja irgendwie stimmts…vor dem Umbau hatte der real doch was

Kaiserstein - Kreuzberg

Mehringdamm 80, 10965 Berlin

19.09.2010

Bevor ich dieses ...durchaus bemerkenswerte...Frühstück hoffentlich völlig verdrängt habe, möchte ich die interessierte "Qyerschaft" daran teilhaben lassen.
Selbiges hatten meine bessere Hälfte und ich am vergangenen Sonntag (12.09.) geplant, einem der letzten Tage dieses Jahres, an dem man noch ohne Winterjacke und wärmender Decke draußen sitzen und die Sonnenstrahlen genießen konnte!
Nun sind wir ja nicht mehr die jüngsten und am Sonntag sollte man ja auch nicht hetzen, also wurde es mittags, als wir zum Frühstück aufbrachen. Der Garten des Kaisersteins war wundersamerweise bis auf zwei oder drei besetzte Tische leer, während sich in den Cafés der Bergmannstraße und des Mehringdamms wesentlich mehr kauende und Kaffee-schlürfende Menschen beobachten ließen.
Trotz schlechter Vorerfahrungen beim Frühstücken im Kaiserstein, läuteten bei uns keine Alarmglocken, also setzten wir uns, bekamen auch schnell die Karte und relativ fix die bestellten Heißgetränke, die weder besonders schlecht, noch herausragend waren. Mit jeweils 2.60 Euro lagen Latte und Milchkaffee auch im preislichen Rahmen.
Wir orderten dann ein klassisches und ein "friesisches" Frühstück, die wir mit 7.50 bzw. 7.50 Euro nicht unbedingt für preiswert hielten...aber was soll's? Wir hatten Hunger!
Ein viertel Stündchen später hatten wir die Teller und den Brotkorb auf dem Tisch und -zig Wespen um uns herum...aaarghhhhhhhh.. DAFÜR konnten die MitarbeiterInnen des Kaiserstein nichts, alles andere jedoch hatten Service/Küche oder sonstwer zu verantworten!
Vier aufgebackene, labbrige Mini-Brötchen für zwei Personen verloren sich im Brotkorb, begleitet von insgesamt zwei abgepackten Butterportiönchen. Bis dato wusste ich nicht, dass Butter auch in homöopathischen Dosen produziert wird! Eine der beiden großzügig zugeteilten Fett-Aufstrich-Zumutungen war ranzig...toll! Das zum Friesenfrühstück gehörende Rührei war gänzlich ungewürzt und nicht wirklich durchgegart! Von irgendwelchen Kräutern/Zwiebeln oder ähnlichem will ich gar nicht sprechen (oder vielmehr schreiben), es fehlten Peffer und Salz und genau das stand auch nicht auf dem Tisch! Gestanden hat allerdings etwas anderes, nämlich das Personal, am Eingang des Kaisersteins...und statt einmal nachzufragen, ob alles zur Zufriedenheit ist, sahen sie seelenruhig zu, wie meine bessere Hälfte nach dem ersten Bissen aufstand, um dem glibbrigen Rührei wenigstens ETWAS Geschmack zu verschaffen; sie bekam einen Salzstreuer in die Hand gedrückt! Das zu o.g. Frühstück gehörende und angepriesene "saftige Kassler mit Meerrettich" entpuppte sich als zwei Scheiben Aufschnitt! Die Wespen jedenfalls fanden es offenbar lecker und knabberten eifrig an diesem Zeugs rum!
Das so genannte "klassische Frühstück" sollte klassischerweise ein gekochtes Ei, etwas Käse- und Wurstaufschnitt, Obst und Marmelade enthalten. Zum Ei fehlte der Löffel, was aber nicht schlimm war, denn es war hart gekocht und steckte in einem Eierbecher, der schon Bekanntschaft mit etlichen Eiern gemacht haben musste, die offensichtlich nicht so hart gekocht worden waren.. Das sah schon ein bisschen verranzt aus und ich war froh, dass das Ei in der Schale steckte. Der Brie oder Camenbert war am Rand bereits getrocknet und schmeckte...nun ja..würzig! Salami war ok und offensichtlich vom Stück und bei Ananas/Melone als Obstbeilage kann man sicher nicht viel falsch machen.. obwohl...
Noch einmal werden wir dort sicher nicht frühstücken, zumal wir - trotz mäßig besetztem Außenbreich - etliche Minuten winken mussten, bevor wir zahlen durften (mussten!).
Krass finde ich auch den Hinweis auf dem Bon: "tip is not includet"
Der "Trip" zum Kaiserstein künftig auch!!
Mit viel gutem Willen: Zwei Sterne!!

Martin192 Und wofür gibt es nach eurer Erfahrung +2 Punkte? Klingt eher nach -1!

reporterchen @Martin192 In einem Arbeitszeugnis heisst es schließlich auch: "Er/sie war stets bemüht" und nicht "die Arbeit war unter aller Sau und er/sie hat völlig versagt" !
Irgendwie habe ich mich daran orientiert und deswegen (und nur mit besagtem guten Willen) die zwei Punkte!

06.05.2013