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Ich bin wellSPAss familand aus Bad Bederkesa. Ich bin Qyper seit dem 28.10.2007

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Calypso - Saarbrücken

Deutschmühlental 7, 66117 Saarbrücken

26.04.2013

== Saarbrücken ==
Die Universitätsstadt Saarbrücken ist mit rund einer Viertelmillion Einwohnern die größte Stadt des Saarlandes. Die Burg Saarbrücken wurde im Jahre 999 erstmals erwähnt. Etwas unterhalb entstand entlang der Saar eine Ortschaft, die 1321 zusammen mit dem heutigen Stadtteil St. Johann Stadtrecht erhielt. Lange Zeit war die Doppelstadt an den Ufern der Saar der Sitz des Fürstentums Nassau-Saarbrücken. Noch heute sind in der Landeshauptstadt viele Relikte aus dem Mittelalter und sogar die Reste eines Römerkastells zu sehen.

Für eine Besichtigungstour empfehlen sich die Stiftskirche (13. Jh.), die Schloßkirche (15. Jh.) und die Ludwigskirche (18. Jh.). Ebenfalls sehenswert sind das Alte Rathaus, das Erbprinzenpalais und die Altstadt von St. Johann (alles 18. Jh., Tipp: Fröschengasse). Große Teile der Altstadt wurden vom bekannten Baumeister Stengel entworfen. Wer abends nett ausgehen möchte, der findet in St. Johann bestimmt das richtige Lokal. Die Atmosphäre hier gehört zum Besten, was das Saarland zu bieten hat.

== „Calypso“ ? ==
Für Badefreunde empfiehlt sich das Erlebnisbad „Calypso“ am Rande des „Deutsch-Französischen Gartens“ (Bundes-Gartenschau-Gelände von 1960). „Calypso“ - so hieß die schöne Quellnymphe, die den antiken Helden Odysseus nach einem Schiffbruch aus dem stürmischen Meer rettete und sieben Jahre lang auf ihrer verwunschenen Insel in ihren Bann zog. Grüne Wiesen, ausgedehnte Wälder und eine zauberhafte Grotte mit vier Quellen gab es dort gemäß Homers Erzählungen in der „Odyssee“.

„Calypso“ ist übrigens auch der Name eines Negertanzes auf der karibischen Insel Trinidad. Auch mit diesem subtropischen Eiland hat das Spaßbad „Calypso“ einiges gemeinsam, z. B. die angenehme Atmosphäre und das warme, kristallklare Wasser. Das Erlebnisbad gibt es übrigens seit 2001 und es ist seither die unangefochtene Nummer Eins im Saarland. Mehr als eintausend Gäste pro Tag im Schnitt belegen das. Somit ist das "Calypso" zumindest im Umkreis von über 50 Kilometern das beliebteste Schwimmbad.

== Allgemeines ==
Adresse:     „Calypso“, Deutschmühlental 7, D-66117 Saarbrücken
Region:       Saarland, Landeshauptstadt
Typ:         Freizeitbad / Sole-Warmbad / Sportbad / Familienbad / Hallenbad / Themenbad / Saunaland
Eignung:    Kinder / Erwachsene / Senioren / Sport / Textilfrei
Motto:        Das Bade-, Sauna- und Wellnessparadies in der Saar-Lor-Lux-Region
Telefon:      (+49) 0681 - 588 17 70
Fax:         (+49) 0681 - 588 17 710
e-mail:         info@erlebnisbad-calypso.de
Internet:             www.erlebnisbad-calypso.de

== Anfahrt ==
Die Lage ist ziemlich ideal. Man findet das „Calypso“ direkt schräg gegenüber des Eingangs zum Messegelände bzw. direkt neben dem Deutsch-Französischen Garten (der übrigens die wohl schönste Gartenanlage im Saarland ist und auf jeden Fall eine Empfehlung wert). Die Autobahn A620 führt nur etwa 200 Meter am „Calypso“ vorbei, einfach Abfahrt Messegelände nehmen.

Vom Stadtzentrum bzw. Hauptbahnhof aus sind es aber schon ein paar Kilometer zu laufen. Hier empfehlen sich der Bus oder auch die Bahn (Bahnhof Messegelände). Auch die Grenze zu Frankreich ist nur ein paar Kilometer entfernt, am kürzesten über die Landstraße durchs Deutschmühlental erreichbar. Das Parken vor dem Bad ist kostenlos, die Parkplätze sind hier aber vor allem am Wochenende relativ schnell voll. Es gibt aber ein paar Ausweich-Parkplätze beim Messegelände.

== Erster Eindruck ==
Beherrscht wird das markante Bauwerk durch ein riesi¬ges Tonnengewölbe, das sich - aus Holz-Leimbindern und Glas errichtet - über die Innenbecken spannt. Die Haupt-Halle erinnert von außen ein wenig an einen Flugzeug-Hangar, allerdings der Edelklasse. Ein Jumbo-Jet hätte darin aber bestimmt genügend Platz. Eine kleinere, rechteckige Halle schließt sich links vom Eingang an. Dort ist das Sportbecken untergebracht.

== Öffnungszeiten ==
Sportbad:    Mo/Mi:        10 - 16 Uhr
                Di:                10 - 15.30 Uhr
                Do:                10 - 16 Uhr und 19 - 22 Uhr
                Fr:                10 - 22 Uhr
                Sa/So/Fei:    09 - 22 Uhr (ebenso in den Ferien)
FzHB / Sauna:    Mo bis Fr:    10 - 22 Uhr
                        Sa/So/Fei:    09 - 22 Uhr (ebenso in den Ferien)

== Tarife ==
Freizeitbad:    Ermäßigte:    4,50 € (1 ½ Std.), 8 € (3 Std.), 11 € (Tag)
                Ab 16 Jahre:    8 € (1 ½ Std.), 12 € (3 Std.), 17 € (Tag)
                Familien:    37,50 € (Tag)
Sauna + Bad:    Einheitspreis:    17 € (4 Std.), 22,50 € (Tag)

Zuschläge für Wochenende und Feiertage (je 1 €). Ermäßigte sind Kinder von 3 bis 15 Jahren, Schüler, Studenten. Kinder bis 2 Jahre frei. Sonderpreise für Wertkarten und bestimmte Zeiten. Familien angenommen 2 Erwachsene + 2 Kinder. Stand: Februar 2013

== Empfang ==
Eine Treppe muss überwunden werden, dann steht man vor der Eingangshalle. Es geht durch eine Drehtür nach drinnen. Hier ist ziemlich viel Platz. Nach rechts und eine weitere Treppe hoch kommt man ins Bistro für externe Gäste (hier kann man bequem bei einer Tasse Kaffee auf die Familie warten oder auch nur vom Spazierengehen entspannen).

Ein erster Blick in die Badehalle ist auch möglich. Geradeaus befindet sich auch noch ein recht gut sortierter Badeshop. Ich meine, ich habe hier auch ein paar Automaten mit Snacks, Eis und Getränken gesehen. Der Kassentresen ist immer mit mindestens zwei Damen besetzt, einen Kassenautomaten gibt es nur für den Ausgang. Am Empfang erhält man ein Chip-Armband, das die Drehkreuze öffnet und auch für´s bargeldlose Zahlen dient. Durch die Schranke gelangt man über eine Treppe zu den Sauna-Umkleiden ins Obergeschoß oder zu den unten befindlichen Bad-Umkleiden. Hier gibt es auch einen Aufzug für Gehbehinderte.

== Umkleiden / Duschen ==
Die Sauna-Umkleiden bestehen aus einem großen Raum, der durch die Schränke untergliedert wird. Eine Geschlechter-Trennung gibt es nicht, die Schrankwahl ist frei. Der Schrank wird mit dem Chip verschlossen, Pfand ist also nicht nötig. Auch die Spindnummer muss man sich nicht unbedingt merken (was man aber schon sollte), da es Info-Terminals gibt, die Auskunft geben.

Die Schwimmbad-Umkleiden besitzen noch eigene Umkleidekabinen, was ich im Saunaland nicht gesehen habe. Danach folgen die geschlechtergetrennten Duschräume, ziemlich groß, aber etwas langweilig weiß gekachelt. Es wird hier zwar ständig gesäubert, aber bei großem Andrang sollte man dennoch Badeschuhe anhaben. Das empfiehlt sich im Übrigen aber in jeder Saunalandschaft und in jeder Dusche überall (ausgenommen natürlich die Schwitzräume). Toiletten sind ebenfalls ausreichend vorhanden, laut Liste wird hier auch regelmäßig sauber gemacht.

== Erlebnisbad ==
Spaß für die ganze Familie ist im Badeland angesagt. Da gibt es einen wirklich großen Strömungskanal, Sprudelliegen, Bodensprudler, Nackenduschen und Massagedüsen im Innenbecken. Außerdem zwei warme Whirlpools (sehr beliebt und stets belebt) und eine etwas versteckte Wassergrotte mit Lichteffekten. Im Vergleich zur Anfangszeit wurde die Wassertemperatur hier angenehm erhöht.
Man kann sich stundenlang im „Calypso“ aufhalten, ohne daß es langweilig wird.

Für die ganz Kleinen hat man ein zweigeteiltes Kinderbecken errichtet, mit Minirutsche und Wasserfall und sogar einem großen Fischkutter als Spielschiff. Das ist echt toll und wirklich auf die Bedürfnisse der Kiddies zugeschnitten. Ganz neu ist das Sommer-Außenbecken für Kleinkinder. Und natürlich hat man auch an einen Wickelraum mit separaten Duschen gedacht.

Eine Mutprobe für die Kids ist das Überwinden der großen, zweiteiligen Hängebrücke aus Hanfseil, die das ganze Bad in schwindelerregender Höhe überspannt. Auf den schwankenden Brettern kann es einem schon mal mulmig werden, zumal es ja fünfzehn Meter nach unten geht. Das ist Dschungelcamp-Feeling pur. Kleine Kinder sehen das als Mutprobe und huschen mehr oder weniger ehrfurchtsvoll über die schwankenden Holzplanken.

== Guten Rutsch! ==
Aber auch das kann getoppt werden. Denn auf gleicher Höhe befinden sich auch die Einstiege für die Rutschenlandschaft. Vier Riesenrutschen wollen erkundet werden - das beste Rutsch-Angebot im Südwesten. Natürlich hat man an die große Familien-Röhrenrutsche gedacht, die im „Calypso“ als Reifenrutsche angeboten wird. Und es gibt auch eine ganz moderne „Blackhole“-Rutsche, mit Licht- und Soundeffekten ausgestattet. Fast hundert Meter durch die Dunkelheit, das erfordert schon etwas Traute. So richtig das Herz in die Hose rutscht einem jedoch in der engen Turbo-Rutsche, die fast senkrecht in die Tiefe geht. Naja, mir zumindest, die jungen Kids stürzen sich auch da heldenmutig rein.

Dagegen wirkt der Ritt durch den offenen Wildwasserkanal schon fast entspannend. Der führt von drinnen nach draußen und umgekehrt und ist zwar ziemlich turbulent, aber trotzdem nicht furchteinflößend. Es gibt also für alle Rutschenfans das richtige Angebot. Die Rutschen sind übrigens gebrandet, d. h. jede Rutsche wurde wohl von einem Getränke-Hersteller gesponsert und trägt dessen Namen. Gespart hat man bei den Rutschen jedenfalls nicht, was sich z. B. an über 300 Metern Länge bei den vier Rutschen ausdrückt. Das bedeutet im Umkreis von ca. einhundert Kilometern den Rekord.

== Außenbereich ==
Relaxen kann man im warmen Sole-Außenbecken, was nebenbei auch noch sehr gesund ist. Vor allem im Winter ein idealer Ort zum Träumen, denn es wird ganzjährig betrieben. Hier halte ich mich wirklich sehr gern und lange auf. Mehr für den Sommer ist das neue Edelstahl-Außenbecken gedacht, denn dort ist bei 28 °C Wassertemperatur etwas Bewegung angesagt.

Zwischendurch kann man sich natürlich auf die Liegewiese lümmeln oder einen der Strandkörbe erobern. Im Winter ist es etwas unangenehm, aus den Becken zu steigen und wieder nach drinnen zu gehen, denn man gewöhnt sich gerne ans warme Wasser und muss sich dann schon überwinden, die paar Meter bis in den warmen Innenbereich durch die Kälte zu huschen.

== Sportbad ==
Wer sich nicht nur entspannen möchte oder nur zum Spaßhaben ins Schwimmbad geht, der zieht auch gerne mal ein paar Bahnen in einem richtigen Sportbecken. Auch das kann man im „Calypso“. Das Sportbecken befindet sich in einer abgetrennten Halle, der Eintritt ist für Gäste des Erlebnisbades oder der Sauna inklusive.

Mit sechs Bahnen ist das 25-m-Becken relativ groß und mit durchgehend mindestens 180 cm Wassertiefe auch fürs echte Bahnenziehen geeignet. Hier muss man keine Angst haben, bei der Wenderolle mit dem Kopf auf dem Boden anzuschlagen. An der tiefsten Stelle hat man sogar 360 cm zur Verfügung. Das resultiert aber nicht von einer Sprunganlage - die es hier nicht gibt - sondern vom Schnorchelriff. Man hat hier nämlich, was man nur selten findet, auch an die Taucher gedacht. Wer gerne in etwas tieferen Gewässern schwimmt, freut sich über die Schätze, die hier auf dem Beckenboden zu finden sind. Aber ich will da nicht zu viel verraten, es kann ja jeder selbst hinunter tauchen. Nur so viel: einmal tauchen reicht nicht, um alles zu sehen...

== Saunalandschaft ==
Der optimale Platz für die Erholung ist jedoch die Saunalandschaft des „Calypso“. Hier hat man ein kleines Birkenwäldchen aufgebaut, mit echten Stämmen. Das ist wirklich stimmungsvoll. Dazu passend schwitzt man in der „Birkensauna“, ebenfalls aus dem Holz mit der weißen Rinde errichtet. Ganz heiß her geht es in der geräumigen „Ranta-Sauna“, die aus dem Holz der nordischen Polarkiefer gebaut wurde und wo die beliebten Erlebnis-Aufgüsse stattfinden.

Weiterhin gibt es ein gemütliches Kräuter-Dampfbad und ein Sanarium fürs sanfte Einschwitzen. Nicht zu vergessen die „Sudhaus“-Sauna im Garten, mit einem Kupferkessel als Verdampfer. Die Atmosphäre hier ist wirklich einzigartig, das darf man nicht verpassen, wobei der Aufguß jeweils die beste Gelegenheit darstellt. Dann gibt es noch ein - zwischenzeitlich auf 30 °C erwärmtes - Außenbecken mit Grotte zum textilfreien Planschen und einen Blockhaus-Ruheraum. Ganz toll sind zwei Meditations-Saunas, davon eine mit echten Bergkristallen als Farbwechsel-Leuchten und die andere mit interessantem blauem Wasser-Medienobjekt.

== Wellness ==
Im Garten findet man auch das „Traumhaus“. Das darin integrierte „Sherazade-Bad“ verwöhnt die Gäste mit einer Kombination aus entspannenden Dämpfen und pflegenden Schlämmen. Weiterhin bietet das „Traumhaus“ zwei Ruhezonen im Kolonialstil sowie zwei Massageräume. Hier werden beispielsweise die beliebten Ayurveda-Massagen offeriert. Außerdem wird im „Calypso“ auch die belebende und reinigende „Rasul-Zeremonie“ durchgeführt.

Gerne hätte ich mir ein Zimt-Zucker-Peeling (gibt es da Crépes dazu?) und anschließend eine entspannende Ayurveda-Massage gegönnt, doch als Familienvater muss man ja auf das Geld achten. Aber als Geschenk-Gutschein ist das bestimmt ein toller Tipp. Also wenn meine Frau diesen Bericht liest... (laß´ Dich überraschen!)

== Gastronomie ==
Auf gutes und preisgünstiges Essen legt man im Saarland nämlich größten Wert und so ist die Gastronomie im Erlebnisbad der Landeshauptstadt auch entsprechend geräumig ausgelegt. Man sollte also ruhig ein wenig Appetit mitbringen. Die Auswahl ist gut, die Preise angemessen. Die Cafeteria mit Selbstbedienung befindet sich in den oberen Etagen der Badelandschaft, hier ist Treppensteigen also angesagt. Dafür wird man mit einem tollen Ausblick belohnt. Ich esse aber lieber im Sauna-Restaurant, wo es etwas ruhiger zugeht.

== Betreiber ==
Anfangs wurde das „Calypso“ von der S&S betrieben, doch vor etwa zwei Jahren gab es einen Betreiber-Wechsel. Jetzt ist die vivamar-Betriebsgesellschaft zuständig. Die macht ihre Sache offenbar sehr gut, denn an Beschwerden habe ich seither im Internet nichts gefunden. Das „Calypso“ ist im Übrigen auch Mitglied der European Waterpark Association (EWA), im Deutschen Saunabund und bei der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Alles Verbände, sich die eine gute Qualität der Mitglieder auf die Fahnen geschrieben haben.

== Fazit ==
Es empfiehlt sich, eine Tageskarte zu lösen, denn in vier Stunden kann man das „Calypso“ nicht in Gänze erkunden. Dazu gehören natürlich auch der Besuch im Solarium für die streifenfreie Bräune (falls die Sonne im Saunagarten mal nicht zu sehen ist) und das leckere Essen. All diese Komponenten machen das „Calypso“ einzigartig im weiten Umkreis und empfehlen es für den Besuch mit der ganzen Familie. Erlebnis, Sport und Entspannung kommen nicht zu kurz, an Sauberkeit, Sicherheit und Freundlichkeit hatte ich auch nichts auszusetzen. Auch vom Preis- / Leistungsverhältnis her geht das „Calypso“ voll okay. Von mir also dementsprechend fünf von fünf wellSternen.

P.S.: Warum ich das Calypso als das beste Freizeitbad im Südwesten bezeichne, wo es doch z. B. in Kaiserslautern eine ähnlich konzipierte Anlage gibt? Ganz einfach: weil es mir von der Atmosphäre her im Calypso einfach wesentlich besser gefällt...

P.P.S.: Ich kenne durchaus auch die schlechten Bewertungen anderer Nutzer und kann diese teilweise auch bestätigen, doch sie beziehen sich alle noch auf die Zeit des früheren Betreibers und bei meinem letzten Besuch ist mir keiner dieser Mängel noch aufgefallen.

Ben_Salem Klar wenn man sein eigenes Bad kommentiert bzw. dafür bezahlt wird, ist natürlich alles besser als vorher. Das einzige was sich geändert hat sind die Preise. Das Mist Bad ist noch teurer geworden und genauso vergammelt und dreckig widerlich und wie man behaupten kann man hätte keine negativen aktuellen Berichte mehr gefunden der hat nicht mal ne sekunde nach unten in den qype Bewertungen gescrollt. Das Publikum besteht zum grössten Teil immer noch aus Forbacher Ghettobewohnern.
Finger weg, geht ins Blau nach St.Ingbert oder TIP Plub in Pirmasens. Super Preise und sauber! PS: Der Bewerter ist auf allen Bewertungsseiten so unterwegs, zb bei ciao. Man müsste die ganzen Fake Bewertungen echt mal auffliegen lassen. Ach ja Saarbrücken hat grad mal nur noch 170.000 Einwohner und keine Viertelmillionen. Wenn man schon nicht selbst da war kann man sowas doch zumindestens in Wiki nach lesen.

Therme am Park - Bad Nauheim

Ludwigstr. 40, 61231 Bad Nauheim

18.01.2013

== Jugendstil und Salzwasser ==
Nur eine Viertelstunde Autofahrt von der quirligen Metropole Frankfurt entfernt in Richtung Gießen / Kassel liegt Bad Nauheim. Das beschauliche Städtchen im Grünen bietet ideale Voraussetzungen zur Erholung nicht nur für gestresste Großstädter. Vor allem Senioren kommen aus einem weiten Umkreis hierher, um die gesunde Luft und das ebenso gesunde Thermal-Solewasser zu genießen. In der Therme am Park läßt sich beides auf angenehmste Weise verbinden. Obgleich ich mich noch nicht wirklich zu den Silver-Agern zähle und aus dem Land Weit-Weit-Weg komme, kehre ich doch gerne hier ein. Zwischenzeitlich war ich bestimmt schon ein Dutzend Male in der Nauheimer Therme.
== Stadt ==
Bei den in Bad Nauheim zutage tretenden Thermalsole-Quellen gibt es Siedlungsspuren aus der Steinzeit. Das warme, kohlensäurehaltige Salzwasser wird also schon seit Jahrtausenden genutzt. Seit dem Mittelalter ist auch eine quasi industrielle Salzgewinnung aus dem kostbaren Naß bekannt. Nachdem Mitte des 19. Jahrhunderts der Große Sprudel gefunden wurde, entwickelte sich Nauheim schnell zum renommierten Kurort. Großzügige Badehäuser und noble Ho-tels wurden erbaut. Bald war der nun anerkannte Kurort ein beliebter Treffpunkt der Reichen und Schönen. Industrielle, Schriftsteller und Künstler verweilten hier ebenso gerne wie Zaren, Kaiser, Könige und der restliche Hochadel samt Gesinde.
Zu den berühmten Kurgästen zählten beispielsweise Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck, Kaiser Franz Joseph I. samt Gemahlin Sissi, Kaiser Wilhelm I. mit Gattin Augusta, Franklin D. Roosevelt, Zar Nikolaus II., Zar Ferdinand I., Alfred Krupp, Richard Strauss, Randolph Hearst, Hans Albers und Albert Einstein. Daß letzterem hier bei der Entspannung im relativ warmen Wasser die Idee mit der Relativitätstheorie kam, ist aber wohl ein Gerücht.
Mit der Erbauung des großzügigen, neuen Badehaus-Ensembles „Quellenhof“ - dem wohl größten noch erhaltenen Gebäudekomplex des Art Déco - erreichte die Berühmtheit Bad Nauheims einen Höhepunkt. Es wurde damals in einem Atemzug genannt mit mondänen Kurorten wie Baden-Baden, Wiesbaden, Marienbad, Karlsbad und Budapest. Nach den Wirren der beiden Weltkriege, die hier glücklicherweise ohne größere Zerstörungen vorüberzogen, erlebte das Städtchen Ende der 1950er Jahre eine Renaissance. Damals leistete Elvis Presley im benachbarten Friedberg seinen Wehrdienst ab und wohnte in dieser Zeit in Bad Nauheim. Das zog wieder andere illustre Gäste an, wie z. B. den König von Saudi-Arabien samt Hofstaat.

Heute ist Bad Nauheim ein gemütliches Mittelzentrum mit vielen schönen Gebäuden aus der Jugendstil-Zeit, einem riesigen Gradierwerk, beschaulichem Kurpark und vielen Kur-Einrichtungen. Das Thermalwasser sprudelt nach wie vor und seine nachgewiesenermaßen heilsame Wirkung ist immer noch sehr geschätzt.
== Anfahrt ==
Bad Nauheim ist leicht erreichbar über die A5 und die B3. Auch die Bahnverbindung nach Frankfurt, Gießen und Siegen ist gut. Die Therme liegt nur fünf Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt. Parkplätze sind in der Kurstadt allerdings eine Rarität und wohl überall kostenpflichtig. Direkt neben der Therme gibt es jedoch einen mit Schranke abgesperrten Parkplatz für Badegäste. Bei der Einfahrt erhält man einen Chip, den man an der Bad-Kasse codieren lassen sollte. Thermenbesucher zahlen für die ersten vier Stunden Parken nur 1,00 €, für jede weitere Stunde einen € zusätzlich. Diesen Parkplatz nutzte auch ich, denn von hier sind es nur ein paar Schritte zur Therme und günstiger parkt man sonst nirgendwo.
== Allgemeines zur Therme ==
Adresse: „Therme am Park“, Ludwigstraße 40, D-61231 Bad Nauheim
Telefon: 06032 - 925 910
Internet: www.therme-am-park.de
Motto: Gesundheit und Wellness in einzigartigem Wasser.
== Empfang ==
Das Thermengebäude wurde Anfang der 1970er Jahre erbaut und weist die damals typische Kastenform auf. Alles in Waschbeton, nichts Aufregendes, aber immerhin gepflegt. Über eine breite Treppe erreicht man ein großzügiges Foyer. Hier findet man ein paar Vitrinen mit allerlei hübschen Mitbringseln und Badesachen. Am langen Empfangstresen kümmern sich zwei bis drei Damen um die Ankömmlinge. Ein Großteil der Gäste am Vormittag scheint wohl auf Rezept zu kommen. Jedenfalls gibt es einen eigenen Empfang für Krankenkassen-Gäste. Ich habe jedenfalls bei meiner freundlichen Kassendame einen Schlüssel erhalten, mit dem ein bestimmter Schrank abgeschlossen werden kann. Zuvor geht man jedoch zu den Wertfächern hinter der Kasse, wo man mit dem gleichen Schlüssel seine persönlichen Gegenstände in einem kleinen Kästchen deponiert. Eine gute Sache, denn so kann man Diebstähle minimieren. Ein Nachteil ist allerdings, dass man sich den Schrank nicht aussuchen kann. Ach ja, man kann auch ganz unvorbereitet in die Therme kommen, denn es gibt einen Verleih für Saunatücher und Bademäntel.
== Öffnungszeiten ==
Die Badelandschaft ist täglich ab 08:00 Uhr geöffnet, das Saunaland ab 10:00 Uhr (Wochenende) bzw. ab 12:00 Uhr (wochentags). Schluss ist von montags bis donnerstags jeweils um 22:00 Uhr, freitags und samstags geht es bis 23:00 Uhr und sonntags wird um 21:00 Uhr abgeschlossen. Zu beachten ist, dass die Saunalandschaft immer mittwochs ganztägig für die Damenwelt reserviert ist. An allen übrigen Tagen ist überall gemischter Betrieb.
== Tarife ==
Die Eintrittspreise für Erwachsene beginnen bei 9,90 € für 2 ½ Stunden Erholungsbaden. Dann gibt es Verlängerungen zu 1,50 € je angefangene halbe Stunde bis hin zur Tageskarte für 16,00 €. Da der Besuch der Sauna nur unwesentlich teurer ist (ab 12,00 € für 3 Stunden bis 17,00 € die Tageskarte), sollte man diese unbedingt dazu buchen. Es lohnt sich nämlich wirklich, die erst vor ein paar Jahren neu gebaute Saunalandschaft zu erleben. Es gibt auch einige Ermäßigungs-Möglichkeiten, z. B. für Kinder bis 16 Jahre, Kurgäste, Schwerbehinderte, Familien, Abendkarten, Zehner- und Dauerkarten. Nicht zu vergessen der Ermäßigungs-Coupon im Gutscheinbuch „Der Saunaführer“, was ich immer gerne nutze. Am besten jedoch immer die aktuellen Tarife im Internet abrufen unter www.therme-am-park.de/preise-oeffnungszeiten. Alle in Anspruch genommenen Leistungen werden auf den Chip gebucht und erst beim Verlassen der Therme am Automaten oder bei der Kassendame bezahlt. Das hat auch perfekt funktioniert.
== Behinderte und Kinder ==
Das Bad ist behindertengerecht ausgestattet, wobei die Saunalandschaft allerdings für Rollstuhlfahrer weniger geeignet ist. Ins Untergeschoß (Umkleiden / Duschen) geht es mit dem Aufzug, falls man die Treppen nicht bewältigen kann. Kinder sind ab vier Jahren zugelassen. Kinder von vier bis sechzehn Jahren nur in Begleitung Erwachsener. Samstags von 08:00 bis 14:00 Uhr gilt der vergünstigte Familientarif.
== Umkleiden und Sanitärräume ==
Über die Treppe nach unten geht es in die gemischten Umkleideräume, die von Bade- und Saunagästen gemeinsam genutzt werden. Es stehen einige abschließbare Einzel-Umkleiden und rund 300 große Schränke zur Verfügung. Da man den Spindschlüssel bereits hat, braucht man kein Pfand. Anschließend geht es durch die nach Damen und Herren getrennten Vorreinigungs-Duschen. Die Duschen sind jeweils mit einem Vorhang zu verschließen. Der Umkleide- und Sanitärbereich ist noch etwas älteren Datums, also eher was für Nostalgiker. Immerhin ist alles aber tipptopp sauber und es wuselt auch immer eine Reinemachefrau herum. Ich hatte jedenfalls nichts zu bemängeln.
== Badelandschaft ==
Die Badehalle ist recht offen und großzügig gestaltet, aber nicht unbedingt schön zu nennen. Die Ausstattung entspricht größtenteils noch dem Standard der 1970er Jahre. Die Becken sind rechteckig und bieten keinen allzu großen Komfort, sieht man einmal von den Massagedüsen ab. Das Bad in der heilsamen Thermalmineralsole der im benachbarten Sprudelhof entspringenden Quellen ist jedoch sehr entspannend und gesundheitsfördernd. Es stehen drei große Warmbecken im Innen- und Außenbereich bereit, außerdem die kulinarischen Genüsse der Gastronomie sowie vielfältige Wellness- und Ruhe-Angebote.
Das 500 m² große Bewegungsbecken ist mit lauwarmem Wasser befüllt und bietet mit 150 cm Tiefe sowohl für (nicht zu kleine) Nichtschwimmer noch eine gewisse Sicherheit als auch die Möglichkeit, Bahnen zu schwimmen. Das wird durch den Salzgehalt von rund drei Prozent noch erleichtert. Das Tauchen sollte man allerdings unterlassen, denn die Sole brennt dann schon in den Augen. Bodensprudler blubbern hin und wieder, sonst gibt es hier keine Attraktionen. Abends jedoch herrscht hier eine besondere Atmosphäre, denn blaue und grüne Unterwasser-Scheinwerfer sorgen für eine schöne Stimmung. Ebenfalls mit einem Unterwasser-Farbwechsler ist das Ganzjahres-Außenbecken bestückt. Es ist etwa halb so groß wie das Innenbecken und auch etwas kühler, jedoch ebenfalls mit heilsamer Sole beschickt. Der Außenbereich wartet im Sommer zusätzlich mit einem Kneipp-Tretbecken sowie mit Liegen auf der Terrasse und Sonnenwiese auf.
Haupt-Attraktion ist jedoch das Thermalsole-Becken. Bei molligen 36 °C kann man sich hier so richtig gut entspannen. Dementsprechend groß ist die Besucherfrequenz und man muss auch mal ein wenig auf eine freie Massagedüse warten. Mit 135 cm Tiefe ist das Bassin aber auch für erwachsene Nichtschwimmer und größere Kinder bestens geeignet. Auch hier gibt es eine schöne Unterwasser-Colorierung und außerdem Unterwasser-Musik. Einfach den Kopf zurücklegen und genießen...
Für die Entspannung ebenso wichtig wie das Baden ist das anschließende Ruhen. Dafür stehen auf der Galerie etwa zwanzig Liegen bereit. Weitere Liegen, Infrarot-Strahler und eine Shiatsu-Massageliege befinden sich in einem separaten Panorama-Ruheraum mit Blick auf den Sprudelhof.
== Besonnung ==
Äußerst wichtig für den Knochenbau und auch für ein gutes Blutbild (Calcium) ist Cholecalciferol, landläufig auch Vitamin D genannt. Dieses kann vom Menschen selbst produziert werden, jedoch nur bei direkter Aufnahme von UV-B-Strahlung. Gerade für Menschen, die sich selten dem Sonnenlicht aussetzen, ist es wichtig, den Vitamin-D-Haushalt ab und zu aufzufrischen. Dafür steht in der „Therme am Park“ eine große Auswahl an Sonnenbänken bereit, ich habe wohl acht Stück gezählt. Als angenehmer Nebeneffekt stellt sich bei regelmäßiger Nutzung auch noch eine schöne Haut-Bräunung ein. Und - Hand aufs Herz - gerade deshalb legt man sich doch gerne unters Solarium.
== Saunalandschaft ==
Das erst vor ein paar Jahren komplett neu errichtete Saunadorf in moderner Interpretation des rein-finnischen Stils fügt sich nicht direkt ans Gebäude an, sondern ist durch eine Schranke beim Restaurant erreichbar. Es gibt hier auf rund 1.500 m² Fläche vier unterschiedlich thematisierte Schwitzräume. Die neue Saunalandschaft ist zwar nicht riesig, aber architektonisch sehr gelungen, sozusagen ein Fest für die Sinne. Die Aufgüsse finden stündlich immer zur vollen Stunde abwechselnd in der Finnsauna und der Kelo-Sauna statt. Der Aufgußplan ist am Sauna-Eingang draußen ausgehängt. Vielleicht nicht der allerbeste Ort, aber jedenfalls leicht zu finden.
== Die Schwitzräume ==
Wendet man sich nach rechts, so gelangt man an Duschen und Tauchbecken vorbei zu den Innensaunas im klassischen Stil. Die Finnische Sauna hat Platz für etwa 25 Gäste und eine Temperatur von 90 °C. Wenn hier alle zwei Stunden die Aufgüsse durchgeführt werden, ist es schon recht eng. Somit wird auch schnell eine recht hohe Luftfeuchte erreicht, wenn das Wasser auf dem Schieferofen zischt. Eher für Sauna-Beginner und zum schonenden Aufwärmen gedacht ist hingegen das Saunarium gleich nebenan. Hier herrschen nur rund 60 °C bei mittlerer Feuchtigkeit. Wechselndes Farblicht des Deckenstrahlers macht die Entspannung für bis zu vierzehn Besucher gleichzeitig perfekt.
Eine ähnliche Temperatur ist in der Rosen-Sauna draußen vorzufinden. Dort ist allerdings die Luftfeuchte mit etwa 20 % relativ gering. Beim sehr schonenden Schwitzen atmet man den Duft der getrockneten Steinfurther Rosen ein, der aus dem Kupferkessel auf dem Ofen entspringt. Der vierte Schwitzraum ist zugleich der größte. Vier Bankreihen nehmen in der Kelo-Sauna bis zu 60 Personen auf. In der urigen Atmosphäre der aus Vollholz-Stämmen der nordischen Polarkiefer gezimmerten Außensauna werden die Erlebnis-Aufgüsse zelebriert. Eiswürfel, Salzbeigabe oder Überraschungs-Aufgüsse sorgen für Abwechslung. Hier herrscht immer eine tolle Stimmung. Auf den oberen Sitzreihen kann es bei 90 °C vor allem bei den Aufgüssen aber schon ziemlich heftig werden. Für Anfänger empfiehlt es sich daher, weiter unten Platz zu nehmen.
== Saunagarten ==
Nicht besonders groß, aber hübsch gemacht und sehr gepflegt ist der Sauna-Außenbereich. Haupt-Anziehungspunkt ist der Naturteich, in den das Außen-Tauchbecken eingelassen ist. Im Sommer sehr erfrischend, im Winter nur für wirklich Hartgesottene. Auf der Wiese steht ein Pavillon, in dem man sich bei warmer Witterung mit Wellness-Massagen verwöhnen lassen kann. Sehr gesund sind auch die Gradierwerke, die einen salzhaltigen Nebel erzeugen, der für die Bronchien heilsam ist. Gleiches gilt für den Sprühnebel-Garten. Der historische Wehrturm des nebenan gelegenen Kurparks wird abends stimmungsvoll beleuchtet und ist ein Blickfang. Auf der Wiese kann man sich natürlich auch ungestört hüllenlos räkeln und sich streifenfrei bräunen.
== Erfrischung ==
Bei der Finnsauna befindet sich ein interessant gekachelter Duschraum mit zwei regelbaren Rundum-Brausen, Kübeldusche und Kneippschlauch. Das hat mir sehr gut gefallen. In eine Nische nebenan schmiegt sich ein halbrund in die Erde eingelassenes Kalt-Tauchbecken. Einen weiteren Duschraum mit zwei Kaltduschen, zwei regelbaren Warmbrausen und Kneippschlauch gibt es direkt gegenüber der Kelo-Sauna. Nach den Aufgüssen geht es hier ziemlich turbulent zu.
Bei gutem Wetter weiche ich daher lieber zu den Gartenduschen aus. Dort gibt es Gießkübel, Schwalldusche und Kneippschlauch, allerdings alles kalt. Das erklärt auch, warum der innere Duschraum so begehrt ist, denn dort kann man die Temperatur auch schön mollig warm einstellen. Für Hardcore-Fans ist auch ein in den Teich eingelassenes Natur-Tauchbecken vorhanden, doch im Winter muss man dort erst mal ein Loch ins Eis schlagen, bevor man einsteigen kann. Typisch finnisch eben. Die wenigen Mutigen, die das tatsächlich tun, sollte man mit dem Tapferkeitsorden auszeichnen. Leichter erträglich und ebenso gesund ist eine Runde im Kneipp-Tretbecken des Thermengarten, wo man gemütlich und umgeben von Wasserspielen ein paar Runden im Storchengang dreht. Danach aber schnell wieder zum Aufwärmen nach drinnen, am besten zu den warmen Fußbecken für das Kneipp´sche Wechselbad.
== Ruhebereiche ==
Ich nehme mir beim Thermen-Besuch oder auch beim Saunieren immer mindestens eine Stunde Zeit für den Blick nach innen. Gerade nach einem heißen Aufguß zieht es mich zu den bequemen Liegen, wo ich in einer Zeitschrift blättere und dann meist noch etwas die Äuglein zuklappe. Danach bin ich dann wieder richtig fit für neue Taten. Im Saunaland empfiehlt sich dafür der zweiseitig verglaste Ruheraum mit bequemen Polsterliegen, wo es recht still ist. Es geht aber genauso gut auch auf der Galerie im Thermalbad. Wenn es warm ist, lege ich mich aber am liebsten nackend in den Garten der Saunalandschaft. Das ist wie ein kleiner Urlaub.
== Wellness ==
In der Therme gibt es auch professionelle Massagen sowie ein breites Angebot an Präventiv- und Gesundheitskursen. Neben den klassischen Massagen und Kur-Anwendungen sind auch verschiedene Wellness-Angebote im Angebot. Verheißungsvoll klingen Namen wie Kaiserin-Sissi-Massage, Kräuterstempel-Massage, Hot-Stone-Massage oder Hot-Chocolate-Massage. Auch Thalasso-Packungen, Baby-Massage, Fuß-Massage und viele Arrangements sind im Angebot. Und wer sich komplett runderneuern lassen möchte, kann zusätzlich noch Maniküre, Pediküre, Enthaarung, Ge-sichtspflege, Make-Up und weitere kosmetische Anwendungen buchen. Ich hätte mir auch gerne eine Wellness-Massage gegönnt, es waren aber keine Termine mehr frei. Offensichtlich ist angeraten, vorab schon einen Termin zu vereinbaren. Im Badeland kann man sich außerdem noch gegen einen geringen Aufpreis von den automatischen Shiatsu-Massageliegen verwöhnen lassen oder in die Infrarot-Kabine für zwei Personen schlüpfen.
== Restaurant ==
Für mich immer ein Höhepunkt beim Thermen-Besuch ist das Essen. Normalerweise esse ich die Stunden zuvor bewußt nichts, um im Bad dann einen guten Appetit zu haben. Diesmal allerdings war das nicht machbar, da ich erst kurz zuvor bei Bekannten zum Essen eingeladen war. So hatte ich nach drei Stunden nur den kleinen Hunger zu befriedigen. Auf den ist aber auch die Speisekarte zugeschnitten, denn „schwere“ Gerichte wie Steak oder Braten gibt es hier auch gar nicht. Das schön eingerichtete Bistro befindet sich direkt am Übergang zwischen Thermalbad und Saunaland. Ich gönnte mir diesmal einen Fitness-Salat mit Putenbrust. Inklusive großer Apfelschorle habe ich 10,90 € bezahlt, was kein zu hoher Preis ist. Außer verschiedenen Salaten zum selbst Zusammenstellen gibt es noch leckere Kartoffelsuppe, Ofenkartoffeln, Wiener Würstchen, Frikadellen, Toast Hawaii und meist auch ein Tagesgericht. Kuchen, Eis und frische Laugenbrezeln runden das Angebot ab, das sich wohl am ehesten an Senioren mit begrenztem Budget richtet. Quasi zum Nachtisch schlapperte ich noch eine herrliche Eisschokolade. Gegen den Durst gibt es die übliche Auswahl an Softdrinks, Heißgetränken, Säften, Bieren, Wein und den heimischen Apfelwein. Für meinen Verzehr bekam ich außerdem eine Stunde Zeitgutschrift. Man kann übrigens auch vor oder nach dem Besuch im Panoramacafé für Gäste in Straßenkleidung essen. Im Saunaland gibt es zudem noch einen kostenlosen Trinkbrunnen mit Bad Nauheimer Heilwasser.
== Veranstaltungen ==
An jedem zweiten Samstag im Monat laden die langen Saunanächte zum erholsamen Schwitzen bis Mitternacht ein. Sie stehen jeweils unter einem anderen Motto und bieten phantasiereiche Erlebnis-Aufgüsse sowie kulinarische Köst-lichkeiten. Toll sind sich beispielsweise „Lichterabend“ oder „Russischer Abend“. Zudem gibt es jeden Mittwoch den Damensauna-Badetag sowie an jedem dritten Montag im Monat den Damen-Sauna-Beauty-Tag. Jeden Freitag-Abend kann man das Thermalwasser eine Stunde lang vor der Schließung auch noch beim textilfreien Baden genießen. Das ist zwar kurz, aber sehr angenehm.
== Betreiber ==
Seit ein paar Jahren betreibt die GMF aus Neuried die Therme. Seither hat sich das Erscheinungsbild schon stark gewandelt und es kommen auch zunehmend jüngere Leute. Durch die neue Saunalandschaft wird nun auch das Wellness-Publikum angesprochen. Die vorher ständig sinkenden Gästezahlen wurden wieder ein gutes Stück nach oben gebracht.
== Die Zukunft ==
Trotz bester Pflege kommt man nicht umhin zu sagen, dass die Therme ihre besten Jahre hinter sich hat. Dabei ist die Architektur eigentlich nicht das Übel und auch die Umkleiden stören nicht wirklich. Es ist die Technik, die komplett erneuert werden müsste und es gibt zwischenzeitlich auch höhere Anforderungen an die Wärmedämmung und die Attraktionen. Lange wurde darüber diskutiert, ob man das Bad generalsanieren solle, doch die Erfahrung zeigt, dass man mit einem neuen Gebäude in der Regel besser und billiger fährt. Derzeit ist man in der Entscheidungsphase, wo und wie man einen modernen Thermen-Neubau realisieren soll. Nach letzten Erkenntnissen soll wohl Ende 2013 mit dem Bau einer neuen Therme begonnen werden. Wahrscheinlich auf dem gleichen Grundstück, d. h. die Therme am Park wird abgerissen und an derselben Stelle wieder neu errichtet. Oder auch gleich nebenan, dann könnte man die alte Therme erst nach Eröffnung des neuen Bades abreißen. Die schöne Saunalandschaft soll aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Ob man auch noch ein neues Hotel baut und an die Therme anschließt, hängt wohl von der Finanzierung ab. Einen Anschluß an den nahegelegenen, historischen Sprudelhof wird es aber wahrscheinlich vorerst nicht geben. Wie genau das neue Bad aussehen wird, scheint noch nicht festgelegt zu sein. Jedenfalls konnte ich darüber nichts erfahren.
== Fazit ==
In der „Therme am Park“ lassen sich Gesundheits-Vorsorge und Erholung auf angenehme Weise verbinden. Ein Bad in der heilsamen Thermalmineralsole ist entspannend und gesundheitsfördernd. Obgleich die Therme schon über 40 Jahre auf dem Buckel hat, merkt man das als Badegast kaum. Dennoch ist Eile geboten, wenn man dieses Bad in der jetzigen Form noch erleben möchte. Wenn die Planungen zügig vorangehen, könnte vielleicht schon Ende 2013 das letzte Stündlein der alten Therme geschlagen haben. Man darf sich dann aber auf eine tolle neue Therme freuen, die voraussichtlich im Jahre 2015 eröffnet. Wer also das jetzige Angebot noch genießen möchte, sollte sich nicht allzu viel Zeit lassen. In spätestens zwei Jahren wird man hier die typische Thermalbad-Architektur der 1970er Jahre nicht mehr finden. Für Freundlichkeit und Sauberkeit, das schöne Saunaland und das heilsame, warme Wasser gibt es von mir vier von fünf Sternen.

(c) by familand.de / wellSPAss 18.01.13



BadeLand - Wolfsburg

Am Allerpark 1, 38448 Wolfsburg

18.01.2013

== In der Burg der Badewölfe ==

Das „Neue Badeland Wolfsburg“ wurde im Jahre 2002 eröffnet - und es präsentiert sich auch heute wie neu. Mehr als zehn Jahre gibt es das Freizeitbad nun schon, das als Nachfolgebau des früheren „Badelands am Allerpark“ errichtet wurde. In dieser Zeit hat es nichts an seiner Faszination eingebüßt. Das zeigen schon die hohen Besucherzahlen, die laut Presseberichten bei rund 800.000 Gästen pro Jahr liegen sollen. So beliebt ist sonst kein einziges Bad in Norddeutschland. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn beim Bau dieses Bades hat man wirklich an nichts gespart.

Schon beim ersten Blick auf die Webseite (www.badeland-wolfsburg.de) offenbart sich eine unglaubliche Vielfalt, wie es sie sonst in Deutschland kaum ein zweites Mal gibt. Das Angebot umfasst unter anderem 50-m-Wettkampfbecken, 5-m-Sprunganlage, Wellenbecken, Riesenrutschen, Kinderbereiche, Warmbäder, Wildwasserfluß, Fitneßcenter und Saunalandschaft. Somit bietet das Badeland Offerten für die ganze Familie, ganz gleich ob Kinder, Erwachsene oder Silver-Ager, ob sportlich oder wellnessorientiert. Aber ich will hier kein Fazit vorwegnehmen, beginnen wir also ganz von vorne...

== Die Stadt ==

Wolfsburg ist eine Großstadt mit über 120.000 Einwohnern. Sie liegt fast mittig (etwas nach Norden verschoben) zwischen den Landeshauptstädten Hannover und Magdeburg (Entfernung jeweils rund 70 km) und etwa 25 km nordöstlich der Löwenstadt Braunschweig. Trotz der hohen Einwohnerzahl ist Wolfsburg noch verhältnismäßig jung. Erst im Jahre 1938 wurde sie als Wohnstadt für das damals hier ebenfalls neu errichtete Automobilwerk gegründet. Dementsprechend findet man hier zwar nur wenige Gebäude, die älter als 50 Jahre sind, dafür jedoch eine lebendige Infrastruktur. Bekannt ist Wolfsburg natürlich vor allem durch das Volkswagen-Werk, das mit 50.000 Beschäftigten alleine an diesem Standort vertreten ist und sich anschickt, in wenigen Jahren zum größten Auto-Hersteller der Welt aufzusteigen. Volkswagen unterhält hier aber nicht nur das größte Autowerk Europas, sondern auch den Themenpark „Autostadt“ und ein interessantes Automobil-Museum. Neben den vier hohen Schornsteinen des Kraftwerks zählen auch die beiden riesigen Autotürme des Auslieferungszentrums zu den Wahrzeichen der Stadt. Im November und Dezember lockt im VW-Werk außerdem ein Weihnachtsmarkt mit der längsten Eis-Reifenrutsche Deutschlands.

Damit ist aber die Liste der Sehenswürdigkeiten „Golfsburgs“ längst nicht abgeschlossen. So gibt es hier beispielsweise das Science-Center „Phaeno“, das als bedeutendstes Wissenschafts-Museum Norddeutschlands gilt. Zu den mehr als zwei Dutzend weiteren Kulturstätten der Autostadt zählen unter anderem das berühmte Kunst-Museum, ein Planetarium, ein Multiplex-Kino, das Scharoun-Theater, das Alvar-Aalto-Kulturhaus und das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum.

Große Bedeutung hatte Wolfsburg schon immer als Stadt des Sports. Dabei ragt vor allem der VfL hervor, dessen Bundesliga-Fußballmannschaft im Jahre 2009 in der neuen Volkswagen-Arena die deutsche Fußball-Meisterschaft feiern konnte. Auch die Fußball-Damenmannschaft des VfL und das Eishockey-Team Grizzly Adams spielen in der Bundesliga.

Beliebt ist Wolfsburg aber auch als Einkaufsstadt. Außer den beiden großen Shopping-Malls „Südkopf-Center“ und „City-Galerie“ sind vor allem die Porschestraße und das Designer-Outlet-Center zu erwähnen.

Wer sich gerne mittelalterliche Gebäude anschaut, wird in der näheren Umgebung fündig. Das Weserrenaissance-Schloß Wolfsburg stammt aus dem 13. Jahrhundert und beherbergt heute mehrere Museen. Die Burg Neuhaus ist eine Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. Seit 1551 gibt es im Stadtteil Fallersleben ein weiteres Wasserschloß. Auch die Altstädte von Fallersleben und Vorsfelde sind sehenswert.

== Anfahrt ==

Die Anreise nach Wolfsburg erfolgt von Süden relativ einfach über die Autobahnen A2 und A39. Landstraßen führen außerdem nach Celle, Uelzen, Salzwedel, Gardelegen, Königslutter und Braunschweig. Auch die Zugverbindungen zum Hauptbahnhof Wolfsburg sind sehr gut. Die nächstgelegenen Verkehrsflughäfen liegen in Hannover und Magdeburg. Das Badeland liegt am Ufer des Allersees, in direkter Nachbarschaft zur SoccaFive, zum Klettergarten und zur EisArena. Der Parkplatz ist durch eine Schranke gesichert, wobei die Nutzung für Badegäste kostenlos ist. Die Einfahr-Karte ist im Badeland vor der Ausfahrt zu entwerten.

== Eintritt ==

Schon von außen wirkt das „Badeland am Allerpark“ imposant. Es besteht aus mehreren hohen Baukörpern in leuchtendem Orange, die sich zu einem großen Ganzen aneinander fügen. Blickfänger sind die beiden silberfarbenen Riesen-Röhrenrutschen, die einen Eckpunkt bilden. Schön gestaltet ist auch der Eingangsbereich, der sehr einladend wirkt. Das Foyer ist großzügig, hell und freundlich gestaltet, man kann sogar einen Blick ins Badeland erhaschen. Informative Prospekte zum Bad und weiteren Sehenswürdigkeiten liegen überall aus und man kann auch im Restaurant für externe Gäste Platz nehmen, wenn man Wartezeiten überbrücken möchte oder der kleine Hunger kommt. Für Spaziergänger im Allerpark ist das auch ein guter Platz zum Kaffeetrinken. An der mit zwei Damen besetzten Kasse erhält man ein Chip-Armband, das zum bargeldlosen Zahlen im ganzen Bad berechtigt. Bezahlt wird komplett nachschüssig, also erst beim Verlassen des Bades. An Service-Stationen innerhalb des Bades kann man sich jederzeit informieren, welcher Zahlbetrag jeweils aufgelaufen ist. Wer sich einen Massage-Termin sichern möchte (wegen der großen Nachfrage ist Vorausbuchung empfehlenswert), hat dazu an einem Extra-Counter Gelegenheit.

== Öffnungszeiten ==

Die Öffnungszeiten sind saisonabhängig. Das Freizeitbad ist in der Sommersaison täglich von 08:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, nur sonn- und feiertags schließt es bereits um 20:00 Uhr. In der kalten Jahreszeit (Mitte September bis Mitte Mai jeden Jahres) darf man wochentags bereits ab 06:00 Uhr baden. Die Saunalandschaft hat in der Regel ab 09:00 Uhr morgens geöffnet, sonn- und feiertags jedoch ebenfalls ab 08:00 Uhr. Die Schließzeit ist im Sommer mit der des Erlebnisbades identisch. Über Winter schließt die Sauna aber erst um 23:00 Uhr. Außerdem gibt es in dieser Zeit auch die Mitternachtssauna. Sie findet immer am ersten Freitag im Monat (Oktober bis Mai) statt, wobei dann bis 01:00 Uhr morgens geschwitzt werden darf. Aus meiner Sicht sind die Öffnungszeiten sehr ausgewogen und familienfreundlich. Zu erwähnen ist noch, dass die Bade- und Saunazeit jeweils eine halbe Stunde vor Schließung endet. Man kann den Tag aber in Ruhe ausklingen lassen, denn es gibt hier keine Rausschmeiß-Mentalität.

== Tarife ==

Das Badevergnügen beginnt für Erwachsene bei 6,70 € für die Zwei-Stunden-Karte. Je weitere angefangene Stunde wird es einen € teurer, wobei der Maximalpreis bei 9,20 € für die Tageskarte liegt. Ermäßigte erhalten jeweils 1,50 € Rabatt, Kinder bis 18 Jahre zahlen je 2,70 € weniger. Die Familien-Tageskarte (bis 4 Personen, davon 1 bis 2 Erwachsene) schlägt mit moderaten 25,00 € zu Buche. Für jedes weitere Kind werden 5,00 € Aufpreis berechnet. Kinder bis 99 cm Körpergröße haben generell freien Eintritt (natürlich in Begleitung eines Erwachsenen). In der Wintersaison gibt es auch einen Kurzschwimmer-Tarif (89 Minuten zu 3,70 € für Erwachsene bzw. 2,50 oder 2,00 € für Ermäßige und Kinder). Als Ermäßigte gelten Schüler und Studenten ab 18 Jahren, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienst, Behinderte (ab 80 % GdB), Arbeitslose und Sozialhilfe-Empfänger (nur mit Bewilligungsbescheid). Nachzahlungen bei Zeitüberschreitung erfolgen in moderaten Viertelstunden-Schritten. Es ist also keine Panik angesagt, wenn man sich mal verbummelt hat.

Für die Nutzung der Saunawelt gibt es keine Zeitbeschränkung. Hier kostet die Tageskarte für Erwachsene 14,30 €, für Ermäßigte 12,00 € und für Kinder 7,00 €. Vergünstigte Saunakarten gibt es im Frühtarif (Nutzung bis maximal 14:00 Uhr) und im Spättarif (Nutzung ab 18:30 Uhr). Außerdem gibt es noch den Actic-Saunaspezialtarif für Mitglieder des angeschlossenen Fitness-Studios. Wer regelmäßig ins Badeland kommt, kann die Preisvorteile der Saisonkarten und der Bonuskarten nutzen. Damit kann man noch einmal kräftig sparen.

Die Preise sind im Übrigen im Vergleich zu anderen Freizeit-Einrichtungen als günstig zu bezeichnen. Hier gibt es für´s Geld nämlich einen wirklichen Gegenwert. Man muss bedenken, dass selbst kleine Sport-Hallenbäder in der Regel mindestens 4,00 € Eintritt nehmen müssen und selbst die kleinsten Saunabäder kaum noch unter 12 € Eintritt verlangen. Wenn man hier für etwa das gleiche Geld nicht nur eine riesige Saunalandschaft, sondern auch noch Wellenbad, Wettkampfbad, Rutschen und und und dazu bekommt, kann man sicherlich nicht meckern.

== Garderoben ==

Die gemischten Umkleiden sind modern und sauber, sie verteilen sich über 2 Etagen. Über 700 Schränke für das Hallenbad befinden sich im Erdgeschoß, etwa ebenso viele weitere Schränke oben. In drei gemischten Sauna-Umkleiden, ebenfalls oben gelegen, gibt es außerdem rund 200 Schränke in drei Räumen. Das Badeland ist somit auch einem großen Besucher-Ansturm gewachsen. Die Schrankwahl ist frei, für das Abschließen ist kein Geld erforderlich. Man drückt einfach den Chip auf das Schloß und dreht den Knopf, dann ist der Schrank verschlossen. Da die Schränke recht groß sind, hat man auch mit Badetasche und Wintermantel keine Platzprobleme. An die Umkleideräume schließen sich jeweils geschlechtergetrennte, weitläufige Toiletten und Duschgelegenheiten an. Natürlich sind auch eigene Sanitärräume für Behinderte vorhanden.

== Erlebnisbad ==

In vielleicht zehn Metern Höhe überspannt eine mit Lärmschutzlamellen verkleidete Decke den Erlebnisbereich. Mittig befindet sich das Wellenbecken, links davon ein Planschbecken und rechts das Kinderbecken, die Rutschen und die Warmbecken. Am künstlichen Strand stehen auch ein paar Palmen, allerdings mit Edelstahl-Stämmen und Kunststoff-Blättern. Dahinter schließt sich das große Erlebnisbecken an, das über Ausschwimm-Kanäle mit dem Strömungsbecken im Außenbereich verbunden ist. Ebenfalls ohne Aufpreis nutzbar ist die separate Schwimmhalle mit 50-m-Indoorbecken, Aktivbecken und Sprungbecken. Durch die raumhohen Glasfassaden an der Süd - und Westseite kommt außerdem viel natürliches Tageslicht ins Bad und vermittelt so eine angenehme Atmosphäre. Wer auch am Abend nicht auf Sonnenlicht verzichten möchte, findet auf der Galerie zwei moderne Solarien.

== Wellenbecken ==

Bei Groß und Klein sehr beliebt ist das große Lagunen-Wellenbecken, das etwa 30 x 20 Meter groß ist und über 500 m² Wasserfläche bietet. Es ist ringsum von einer modellierten Felslandschaft umgeben. Immer zur vollen Stunde tobt hier vielleicht eine Viertelstunde lang die Brandung, die sanft auf einem Lagunenstrand ausläuft. Manche Kids stürzen sich hier auch mit Styropor-Nudeln, Gummireifen oder Matten in die Wellen, was sichtlich besonderen Spaß bereitet. Der flache Beckenabschnitt am Strand mit einem durchs Becken verlaufenden Seil gesichert, damit Nichtschwimmer nicht versehentlich in die Tiefwasserzone geraten. Das Wasser ist mit mindestens 30 °C angenehm temperiert. Nach meiner Beobachtung ist immer mindestens eine Aufsichtskraft anwesend, bei Wellengang sind es zwei. Liegen im Strandbereich erlauben es den Eltern zudem, auch ohne selbst zu baden ihre Kids im Auge zu behalten.

== Kinderbereiche ==

Für die ganz Kleinen, die noch nicht schwimmen können, gibt es hinter dem Wellenbecken ein abgegrenztes Planschbecken. Die nicht einmal 20 cm tiefe Suhle mit Schiffchenkanal und Wasserspritzer ist auch für Babies ungefährlich. Die etwas größeren Kids ab ca. vier Jahren können sich auf einem eigenen Wasserspielplatz austoben. Jener besteht aus drei runden, ineinander übergehenden Flachbecken. Die Becken sind angenehm temperiert und bieten verschiedene Spiel-Möglichkeiten, bis hin zu großen Bauklötzen. Besonders beliebt ist die halbrund ums Becken verlaufende U-Rutsche, die immerhin neun Meter lang ist. Geysire, Wasserpilze und Spritztrompeten sorgen bei den Kiddies immer für Begeisterung. Wenn man Grundschul-Kinder hat, sollte man sich hier also auf einen längeren Aufenthalt einrichten.

== Warmbecken ==

Eine Therme ist das Badeland Wolfsburg zwar nicht, doch muss man auch hier nicht auf warmes Wasser verzichten. Der runde Hot-Whirlpool bietet Platz für mindestens ein Dutzend Gäste und oftmals ist er auch voll besetzt. Wesentlich mehr Platz bietet das darunter gelegene Warmsprudelbecken, das sich halbgerundet um den Whirlpool schmiegt. Sprudelsitze und Bodenbrodler sorgen hier für angenehme Abwechslung. Bei 36 °C Wassertemperatur kann man es hier stundenlang aushalten - wobei man das Vergnügen allerdings nach spätestens einer halben Stunde abbrechen sollte.

== Erlebnisbecken ==

Mit 28 °C ist es im „Mediterran-Becken“ etwas kühler als im Wellenbad. Das dürfte wohl dadurch bedingt sein, dass das über 800 m² große Becken sich hälftig im Außenbereich befindet. So hat man die übliche Sportbecken-Temperatur gewählt, um Energieverschwendung zu vermeiden. Man kann hier sommers wie winters durch einen Ausschwimmkanal ins Freie schwimmen. Die Besonderheit ist dabei, dass man das ganze Außenbecken als riesigen Strömungskanal gestaltet hat. Einmal pro Stunde versetzen zahlreiche Düsen das Wasser auf 110 Metern Länge in Bewegung und man kann sich gemütlich treiben lassen. Toll wäre es, wenn man hier an den Familientagen Schwimmreifen bereitstellen würde, doch das gibt es leider noch nicht. Abwechslung bietet aber auch der überdachte Bereich des Mediterran-Beckens, denn hier findet man Sprudelliegen, Bodensprudler, Geysire und Schwallduschen.

== Rutschenlandschaft ==

Für Abenteuerlustige stellt das Badeland zwei Riesenrutschen bereit. Ein schwarzes Loch saugt hier alle paar Sekunden Todesmutige in eine komplett abgedunkelte Röhre mit verschiedenen Lichteffekten. Genau 110 Meter oder etwa 20 Sekunden später endet die turbulente Reise in einem Wasserschwall und immer noch im gleichen Universum. Noch länger, nämlich über eine Distanz von 139 Metern, geht die Reise durch den Gummiboot-Kanal. Die Reifenrutsche eignet sich auch für weniger geübte und vielleicht etwas ängstliche Rutsche hervorragend. Auch hier gibt es ein separates, ungefährliches Auslaufbecken. Keine Angst haben muss man beim Rutschen auch vor der Wassertemperatur, die mit 30 °C wirklich angenehm ist. An der Blackhole gibt es auch eine Zeitmeß-Anlage, die mich allerdings nicht recht überzeugt hat. Auf der Reifenrutsche ist kein Wettrutschen möglich. Mit den riesigen Rutschenlandschaften eines Wasserparks oder reinen Spaßbades kann und will das Wolfsburger Badeland natürlich nicht konkurrieren. Rund 250 Meter Rutschenlänge sind allerdings schon eine klare Ansage und damit liegt das Bad aktuell immerhin auf Platz 6 aller Freizeitbäder in Norddeutschland.

== Sportbad ==

Freizeitbäder mit einem 50-Meter-Indoor-Becken gibt es nur ganz wenige. Das Wettkampfbecken im Wolfsburger Badeland zählt zudem zu den größten der Welt. In Längsrichtung stehen ganze zehn Schwimmbahnen zur Verfügung. Bei einer Breite von 25 Metern kann aber zeitweise auch quer geschwommen werden. Dann sind es zwanzig Bahnen. Am Beckenrand gibt es Sitzstufen für etwa 150 Zuschauer. Direkt hinter dem Sportbecken befindet sich das Aktiv-Bassin, das sowohl für Schwimmkurse als auch für Aqua-Jogging, Wassergymnastik oder Spiele genutzt wird. Weiterhin gibt es im Sportbereich noch ein separates Sprungbecken. So werden die Schwimmer nicht bei ihrem Bahnenziehen gestört. Ein- und Dreimeterbrett sowie Plattformen mit drei und fünf Metern Höhe stehen bereit. Bei einer Wassertiefe von 420 cm eignet sich das Becken auch für Tauchgänge. Sogar Unterwasserfenster sind vorhanden.

== Gastronomie ==

Nach ein paar Stunden Planschen, Schwitzen und Wohlfühlen überfällt wohl jeden der kleine Hunger. Natürlich muss man mit dem Essen nicht warten, bis man wieder draußen ist und sich ins externe Bedienungs-Restaurant setzen kann. Auch im Badeland und in der Sauna gibt es Verpflegungs-Stationen. Gehobene Gourmet-Küche darf man zwar nicht erwarten, doch es gibt eine breite Auswahl an den beliebten Schwimmbad-Gerichten wie Currywurst, Pommes oder Schnitzel, dazu noch Pasta, Suppen und Tagesgerichte. Platz ist an den bunten Tischen genügend vorhanden, auch Kindergeburtstage können hier gefeiert werden. Das Essen wird an der SB-Theke ausgegeben und der Rechnungsbetrag wird auf das Armband aufgebucht. Auch im Saunaland gibt es ein großes Eßzimmer. Dort allerdings ist die Speisekarte relativ kurz und beinhaltet dafür gesündere, leichte Gerichte wie z. B. Salate. Natürlich gibt es auch eine große Auswahl an Durstlöschern von Kaffee und Tee über Softdrinks, Bier und Wein bis hin zum Kurzen.

== Saunalandschaft ==

Der Zugang zum Saunaland befindet sich im Obergeschoß. Man kommt zunächst am Fitness-Studio vorbei und passiert dann ein Drehkreuz. Linker Hand befinden sich die Sauna-Umkleiden, nach rechts geht es zu den Wellness-Räumen und den Solarien. Auch einige Schwitzräume und Ruhebereiche sind hier zu finden. Eine Treppe tiefer, also im Erdgeschoß, befinden sich weitere Saunas, der Hamam, kalte und warme Becken und die Saunabar. Weiterhin gibt es einen hübschen Saunagarten mit zwei Außenbecken und noch einmal drei Außensaunas.

== Sauna-Obergeschoß ==

Vier Schwitzräume können in der oberen Etage genutzt werden - wobei es für den Bereich Clubsauna Einschränkungen geben kann. Mit etwa 40 Sitzplätzen auf drei Etagen ist die Panorama-Sauna sehr geräumig. Sie bietet einen schönen Blick auf den Garten und ist mit 80 °C auch angenehm temperiert. Noch länger kann man es allerdings im Caldarium aushalten. Der nach römischem Vorbild gekachelte Warmraum mit 60 °C hat geheizte Sitzbänke. Man könnte hier fast einschlafen, doch es gibt ja noch viel mehr zu entdecken. Auf jeden Fall einer meiner Lieblings-Plätze im Badeland. Recht intim ist es in der kleinen Infrarot-Kabine, die gerade mal für zwei Personen ausgelegt ist. Ideal also für Paare, die ungestört schwitzen möchten. Bei 45 °C dauert das ein wenig, dafür ist es sehr schonend. Das Vergnügen muss zwar extra honoriert werden, wobei ein € für eine halbe Stunde aber erschwinglich ist. Vier Fußbecken sorgen für warme Füße vor dem Saunagang, zwei Erlebnisduschen für die Frische danach. Zum Relaxen laden drei Ruheräume mit Panoramablick und ein stiller Schlafraum ein. In der Buch-Ecke kann man sich mit Lesestoff versorgen und eine Waage ist ebenfalls vorhanden. Hier muss ich allerdings bemängeln, dass es genauere und besser ablesbare Geräte gibt. 

== Clubsauna ==

Ebenfalls im Obergeschoß befindet sich die Clubsauna. Es handelt sich um einen separierbaren Bereich, der eine Saunalandschaft in der Saunalandschaft darstellt. Es gibt hier alles, was man für´s gepflegte Schwitzen braucht: Finnsauna, Dampfbad, Tauchbecken, Fußbecken, Duschen und sogar einen Frischluft-Hof. Die finnische Sauna ist als heiße Ruhesauna eingerichtet. Wer es sanfter mag, kann auch im runden Aroma-Dampfbad bei 45 °C und feuchteschwangerer Luft zum Schwitzen kommen. An fünf Tagen in der Woche darf die Clubsauna-Anlage von allen Saunagästen genutzt werden. Dienstags ist sie jedoch ganztägig für die Damen reserviert. Am Mittwoch-Morgen gibt es hier außerdem bis 13:00 Uhr Babysauna. Dann haben nur Elternteile mit Kleinkindern Zutritt. Früher gab es auch noch einen Herrentag, doch der wurde zwischenzeitlich abgeschafft.

== Sauna-Erdgeschoß ==

Die größte Sauna im Badeland Wolfsburg ist die Erlebnis-Aufgußsauna. Wie der Name schon sagt, werden hier die Erlebnis-Aufgüsse durchgeführt. Die Sauna besteht aus zwei zusammenhängenden Räumen mit insgesamt etwa 50 Plätzen und zwei Öfen. Dabei herrschen 90 °C bei 15 % Luftfeuchte. Ein ähnliches Raumklima herrscht in der Trockensauna gegenüber, die mit etwa zwanzig Sitzplätzen sehr kuschelig wirkt. Hier sorgt eine Verdampferschale über dem Ofen für die Feuchtigkeit. Wer auf die sanfte Art schwitzen möchte, geht ins Sanarium mit moderaten 60 °C und mittlerer Luftfeuchte (über 50 %). Dort sorgen Farbwechsel-LEDs an der Decke für stets neue Stimmungen.

Eine ganz andere Atmosphäre herrscht im dämmrigen Blütendampfbad. Dort sind sieben schön gekachelte Sitzplätze um einen zentralen Verdampfer angeordnet. Bei etwa 90 % Luftfeuchte und 50 °C atmet man den angenehmen Duft von Blumen und Kräutern ein. Für einen € Zuzahlung kann man sich auch ein Salz-Peeling gönnen, das die Haut babyzart macht. Ein Peeling ganz besonderer Art kann man sich auch im gegenüberliegenden Serailbad leisten, nämlich die Rasul-Zeremonie. Dabei reibt man sich gegenseitig mit Kreiden und Heilschlämmen ein, läßt dies antrocknen und anschließend mit einem Dampfstoß wieder anweichen. Eine sowohl gesunde als auch lustige Angelegenheit. Eine andere Methode, zu einer reinen Haut zu kommen, ist die Hamam-Zeremonie mit Seifenbürsten-Massage. Diese wird im nebenan liegenden türkischen Dampfbad durchgeführt. Für alle Zeremonien im Badeland gibt es übrigens festgelegte Zeiten, die man unbedingt beachten muss.

Natürlich gibt es auch im Erdgeschoß verschiedene Duschen, Fußbecken und einen Ruhebereich. Man kann hier außerdem ins eiskalte Tauchbecken hüpfen und sich dann schrittweise über 20-°C-Becken, 28-°C-Becken zum mollig warmen Hot-Whirlpool vorarbeiten. In umgekehrter Richtung ist das natürlich auch möglich, aber mit wesentlich mehr Überwindung. Ganz leicht fällt es hingegen, sich ein kühles Getränk im Saunabistro einzuverleiben...

== Saunagarten ==

Der Sauna-Außenbereich ist zwar überschaubar, aber schön gestaltet. Gleich neben dem Ausgang zum Garten befinden sich zwei große, frei geformte Außenbecken. Eines davon ist kalt, das andere lauwarm. Schade, dass es draußen nicht auch einen Hot-Whirlpool gibt. Vor allem im Winter wäre das sehr angenehm. Da die Becken jedoch mit den Innenbecken durch eine Schleuse verbunden sind, muss man immerhin keine Kältebrücke überwinden.

Es sind drei Schwitzräume im Garten zu finden. Zu den beiden ersteren gelangt man über eine Treppe nach unten, fast wie eine Schlucht gestaltet. Linker Hand findet man die Erdsauna, die komplett ins Erdreich versenkt wurde. Drinnen ist es kuschelig warm. Die 90 °C Raumtemperatur werden von einem holzbefeuerten Kaminofen erzeugt, wodurch ein sehr angenehmes Raumklima entsteht. Gegenüber befindet sich das Saliconarium. Ein zungenbrecherischer Name für einen sehr gesunden Schwitzraum, darum nennt man ihn neuerdings auch einfacher Inhalationssauna oder Erddampfgrotte. Eigentlich soll man hier aber weniger ins Schwitzen kommen, sondern eher etwas für die Atemwege tun. Die mit dunklem Granit ausgekleidete Felsenkammer wird nämlich permanent mit Salznebel beschickt. Bei sehr angenehmen 40 °C ist das ein idealer Ort, um geplagte Bronchien und Schleimhäute zu regenerieren.

Als Dritte im Bunde wurde erst kürzlich eine Banja errichtet. Das imposante Holzhaus nach karelischem Vorbild ist ein echter Blickfang. Platz ist für etwa 30 Gäste. Wie bei den anderen Außensaunas auch kleidet man sich in einem Vorraum aus, der Bademantel bleibt also schön warm. Dann geht es ins 90 °C heiße Schwitzvergnügen bei mindestens 15 % Luftfeuchte. Die Feuchtigkeit steigt bei den beliebten Wenik-Aufgüssen, wobei sich die Gäste gegenseitig mit zarten Birkenbüscheln abschlagen. Das regt die Blutzirkulation an und ist wesentlich angenehmer, als es auf den ersten Blick wirkt. So darf man sich auch nicht wundern, dass diese Zeremonien meist sehr schnell ausgebucht sind.

Nach dem Saunagang empfiehlt sich das sanfte Abdampfen im Garten, bevor man duscht und sich ins Kaltbecken stürzt. Und dann locken vor allem bei Sonnenschein die gemütlichen Liegen am Beckenrand und im Sommer die große, textilfreie Liegewiese.

== Solarien ==

Seit die Bundesregierung bemerkt hat, dass die übermäßige Solarien-Nutzung schädlich für die Haut sein kann, sind Sonnenbänke zur aussterbenden Spezies geworden. Zunächst durften nur noch Erwachsene auf die Sonnenbank (was durchaus vernünftig ist), nun muss auch ständig anwesendes, fachkundiges Personal für die Überwachung sorgen (was nur schwer machbar ist). Da nur wenige Betreiber dies garantieren können, sind Sonnenbänke in Bädern und Fitness-Studios zwischenzeitlich zur Mangelware geworden. Das ist äußerst schade, denn die UV-Strahlen von Solarien sorgen - vernünftig genutzt - für eine schöne Hautfarbe und helles, warmes Licht wird vom Körper für die Bildung des wichtigen Vitamins D gebraucht. Vor allem im Winter ist es daher sehr sinnvoll, vielleicht einmal wöchentlich für ein paar Minuten ein modernes Solarium zu nutzen. Natürlich ist das vom Hauttyp abhängig und man darf es nicht übertreiben, aber ich persönlich halte die positiven Wirkungen der aktuellen Sonnenbänke für wesentlich gewichtiger als eventuelle Nachteile bei unsachgemäßer Nutzung. Warum es die Regierung gerade auf die Solarien-Betreiber abgesehen hat, ist mir unverständlich. Schließlich wird auch der Genuß von Zigaretten und Alkohol kaum reglementiert, obgleich diese wesentlich gefährlicher sind als UV-Strahlen. Im Badeland Wolfsburg haben jedenfalls die Solarien bislang überlebt und ich wünschte mir, dass dies auch so bleibt. Es handelt sich um hochwertige Geräte des weltweit führenden Herstellers und der Besuch ist einfach Balsam für die Seele.

== Wellness ==

Die Massagepraxis ist aus einem anfangs kleinen Raum in einen nun etwas größeren Bereich im Obergeschoß des Saunalandes umgezogen. Die große Nachfrage nach Wellness-Behandlungen sorgt jedoch auch hier schon für Engpässe. Es ist also anzuraten, nicht auf gut Glück nach einer Massage (oder auch einem Zeremonie-Aufguß) zu fragen, sondern schon vor dem Besuch einen Termin auszumachen. Ich ließ mir diesmal eine ausgiebige Ayurveda-Massage angedeihen. Diese sanfte Massageform mit streichenden Bewegungen stammt aus Indien und ist so entspannend, dass man leicht ins Reich der Träume abdriftet. Natürlich gibt es auch die klassischen Massagen gegen Verspannungen und Verkrampfungen sowie die beliebte Fußreflexzonen-Massage. Es stehen aber noch einige Spezialitäten auf dem Wellness-Menue, die man so peu á peu alle mal ausprobieren möchte. Dazu gehören Massagen mit warmer Schokolade, Honig, Vulkansteinen und Edelsteinen ebenso wie Entspannungsmassagen aus dem fernen Asien und der Südsee. Wohlklingende Namen wie Tuina, Thai-Yoga, Shirodhara, Shiatsu oder Lomi-Lomi-Nui sprechen für sich. Und weil man nicht nur vollkommen entspannt, sondern auch schön sein möchte, sind auch noch diverse kosmetische Anwendungen im Angebot. Dazu gehören z. B. Maniküre, Pediküre und Gesichtspflege.

== Aktivitäten ==

Langweilen muss man sich im Wolfsburger Badeland wahrlich nicht. Wassergymnastik, Schwimmkurse, Aqua-Jogging und Aqua-Fitness stehen ebenso auf dem Angebotszettel wie Babysauna oder Schwangeren-Gymnastik im Wasser. Die Spezial-Zeremonien im Saunaland (Rasul, Hamam, Banja) stehen montags, dienstags und donnerstags auf dem Programm. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Mitternachtssauna, die von Oktober bis Mai immer am ersten Freitag im Monat stattfindet. Dann gibt es noch den Sonntags-Brunch an jedem dritten Sonntag im Monat, den Familientag jeweils am zweiten Sonntag im Monat, Kindergeburtstags-Feiern, Nikolaus-Überraschung, Halloween-Party und und und... Das aktuelle Programm erfährt man jeweils auf der Website.

== Personal ==

Einen Mangel an Aufsichtskräften gibt es definitiv nicht. Nach meiner Beobachtung wurden die tieferen Becken ständig überwacht, so dass keine Gefährdung für Kinder bestand, unbemerkt hinein zu gelangen. Das Außenbecken wird nur bei Strömungsbetrieb ständig überwacht, ansonsten gibt es bei allen anderen Becken regelmäßige Kontrollgänge. Das Personal sowohl im Badeland, als auch in der Sauna und der Wellness-Abteilung machte auf mich einen aufmerksamen und freundlichen Eindruck, wie schon bereits am Empfang. 

== Sauberkeit / Mängel ==

Obgleich bei meinem Besuch relativ viel Betrieb herrschte, gab es keine Probleme mit der Reinigung. Schmutz ist mir nirgendwo aufgefallen, Duschen und Umkleiden werden permanent gewischt. In den Becken fand ich keine Schmutzränder und auch die Geländer waren sauber. Auch am baulichen Zustand fand ich nichts auszusetzen. Das Bad wirkt wie gerade neu erbaut.

== Betreiber ==

Das Wolfsburger Badeland gehört zur GMF-Gruppe aus Neuried. Die GMF ist der größte, private Betreiber von Freizeitbädern in Deutschland. Die professionelle Betreibung zeigt sich am perfekten baulichen Zustand ebenso wie beim Personal, den Events oder der Sauberkeit. Zwischenzeitlich hat die GMF Erfahrung beim Betrieb von mehr als Freizeitanlagen gesammelt. Das kommt dem Betrieb offenbar zugute. Seit ein paar Jahren ist die GMF auch im Ausland tätig und führt u. a. das größte Spaßbad der Tschechei in Prag und mehrere Anlagen in Österreich.

== Fazit ==

Natürlich kann man nur mal für 90 Minuten oder zwei Stunden ins Badeland hinein schnuppern. Als Erstbesucher stellt man dann aber schnell fest, dass man in dieser Zeit längst nicht alle Attraktionen sehen und ausprobieren kann. Glücklicherweise muss man aber nicht beim Eintritt entscheiden, wie lange man bleiben will, sondern es wird erst beim Verlassen des Bades die Zeit genommen. So ist man total flexibel. Auch kann man sich während des Besuchs spontan entscheiden, beispielsweise auch in die Saunalandschaft zu gehen. Für mich gehört das Badeland Wolfsburg definitiv zu den interessantesten Bädern Europas und ist immer einen Besuch wert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend, mehr bekommt man zu diesem Tarif wohl nirgendwo. Auch Service und Sauberkeit überzeugen. Für die Größe, die Ausstattung und Vielfältigkeit des Bades gibt es von mir definitiv fünf von fünf Sternen.

© by familand.de / wellSPAss am 18. Januar 2013




Hallen- und Wellnessbad Kelsterbach - Kelsterbach

Kirschenallee 52, 65451 Kelsterbach

31.08.2011

DE-65451 Kelsterbach: Sport- und Wellnessbad
„Der Roadster unter den Hallenbädern“

== Vorwort ==
Kelsterbach (13.300 Einwohner) ist ein quirliges Städtchen in der Nähe der Metropole Frankfurt / Main, nicht weit vom Rhein-Main-Airport entfernt. Die Fluggesellschaften Condor und Lufthansa Cargo haben in Kelsterbach ihren Unternehmenssitz. Schon vor über 45 Jahren ließen die Stadtväter hier ein Hallenbad errichten, das später zum Freizeitbad erweitert wurde. Jenes wurde Anfang 2008 wegen Altersschwäche geschlossen und abgerissen.

Seit Februar 2010 gibt es aber einen mehr als vollwertigen Ersatz dafür. Anstelle des früheren Freizeitbades eröffnete ein komplett neues Bad – das „Sport- und Wellnessbad“. Es entstand ein Hallenbad mit Erlebnisbereich, Sommerbecken und Saunalandschaft. Wie man von der Website erfährt, ist der Betreiber des Kelsterbacher Bades die Fa. GMF aus Neuried. Die GMF ist seit vielen Jahren auf die Leitung von Freizeitanlagen spezialisiert und führt im Portfolio derzeit über ein Dutzend Freizeitbäder in Deutschland und dem benachbarten Ausland. Darunter befinden sich auch das Wolfsburger Badeland, das beliebteste Bad Norddeutschlands, sowie das Aqua-Palace in Prag, das größte tschechische Spaßbad.

== Allgemeines ==
Adresse: „Sport- und Wellnessbad“, Kirschenallee 52 – 54, D-65451 Kelsterbach am Main
Region: Hessen, bei Frankfurt-Flughafen
Typ: Hallenbad / Sportbad / Sommerbad / Saunaland
Eignung: Kinder / Erwachsene / Senioren / Sport / Behinderte / Textilfrei
Telefon: (+49) 06107 – 308 90
e-mail: info@sport-und-wellnessbad-kelsterbach.de
Internet: sport-und-wellnessbad-kelsterbach.de, kelsterbach.de
Eröffnung: 04. Februar 2010
Anfahrt: 10 Minuten vom Frankfurter Airport entfernt. A3 bis Abfahrt Kelsterbach, 1. Abfahrt Richtung Kelsterbach-Mitte, an der Kreuzung geradeaus, dann am Ortseingang rechts (Zum Sportfeld). Alternativ ist die Anreise auch über die A66, die A5 und die B40 sowie mit der Bahn (Bhf Kelsterbach) und weiter mit dem Bus möglich.

== Öffnungszeiten ==
Hallenbad:
Mo/Mi/Fr: 14 – 22 Uhr (Sommer: 09 – 21 Uhr)
Di/Do: 07.30 – 22 Uhr (Sommer: 07 – 21 Uhr)
Sa/So/Fei: 10 – 22 Uhr (Sommer: 09 – 21 Uhr)

Saunaland:
Mo/Mi/Fr: 14 – 22 Uhr (Mo Herrensauna, Mi/Fr gemischt; im Sommer bis 21 Uhr)
Di/Do: 10 – 22 Uhr (Di Damensauna, Do gemischt; im Sommer bis 21 Uhr)
Sa/So/Fei: 10 – 22 Uhr (gemischt; im Sommer bis 21 Uhr)

Die Sommersaison geht vom 01. Juni bis zum 31. August.

== Tarife ==
Hallenbad: 3 – 15 Jahre: 3 € (2 Std.), 5 € (Tag)
Ermäßigte: 4,50 € (2 Std.), 6,50 € (Tag)
Ab 16 Jahre: 5 € (2 Std.), 7 € (Tag)
Familien: 13 € (2 Std.), 19 € (Tag)
Sauna + Bad: Ermäßigte: 10,50 € (3 Std.), 12,50 € (Tag)
Ab 16 Jahre: 11,50 € (3 Std.), 13,50 € (Tag)
Ermäßigte sind Schüler, Studenten, WDLs und ZDLs, Sozialdienstleistende, ALG II-Bezieher und Rentner, Behinderte (ab 50 %). Begleitpersonen von Behinderten „B“ frei. Familien angenommen 2 Erwachsene + 2 Kinder. Kinder unter 3 Jahren frei. Sonderpreise für Sommertarif und Wertkarten. Stand: 08/11. Die jeweils aktuellen Preise und Eintrittszeiten erfährt man unter www.sport-und-wellnessbad-kelsterbach.de/preise_zeiten.

== Die Anreise ==
Die Anfahrt zum Sport- und Wellnessbad ist relativ einfach. Aus Richtung Flughafen kommend biegt man gleich am Ortseingang rechts ab und kommt dann nach vielleicht 500 Metern zum neuen Bad. Parkplätze gibt es in der Nähe in ausreichender Zahl, das Parken ist kostenlos. Auch für Wohnmobile gibt es Abstell-Möglichkeiten. Zum Übernachten empfiehlt sich für Mobilheim-Fahrer der Campingplatz im 20 km südlich liegenden Mörfelden-Walldorf.

== Erster Eindruck ==
Das langgestreckte, flache, weiße Gebäude ist neu, macht aber von außen keinen spektakulären Eindruck. Doch es kommt ja auf die inneren Werte an. Auf der Website war zu erfahren, dass es hier eines der ersten Cabrio-Dächer in einem deutschen Hallenbad gibt. Das macht neugierig.

== Der Eintritt ==
Die Empfangshalle erlaubt schon mal einen Blick auf das Sport- und das Wellnessbecken sowie den Kinderpool, also fast den gesamten inneren Badebereich. Am Tresen erhält man ein Transponder-Armband, das den Zutritt ermöglicht und auch zum bargeldlosen Zahlen in der Gastronomie berechtigt. Für das Solarium braucht man aber Münzen (wegen der gesetzlichen Altersbeschränkung ab 18 Jahren) und auch der Masseur möchte mit Barem bezahlt werden. Also am besten auch etwas Kleingeld mitnehmen. Ich wurde von der Kassendame sehr freundlich empfangen, nahm meinen Chip und ging durch das Drehkreuz zum Saunabereich.

== Die Umkleiden ==
Nach rechts geht es durch die Schranke zu den Hallenbad-Umkleiden, nach links ins Saunaland. Die Sauna-Umkleideräume sind nach Damen und Herren getrennt, jeweils rund 50 Schränke sind vorhanden. Die Schrankwahl ist frei, das Abschließen erfolgt mittels Transponder, Geld wird nicht benötigt. An die Umkleiden schließen sich jeweils die Vorreinigungs-Duschen und Toiletten an, die wiederum geschlechterspezifisch sind. Die Duschen sind regelbar und waren auch sauber, fanden also meine Zustimmung. Gleich nebenan befinden sich die Toiletten, die ebenfalls sauber und wohlriechend waren.

== Das Saunaland ==
Anschließend passiert man einen Gang, der einen Teil der Tische beherbergt, die zur Sauna-Gastronomie zählen. Rechter Hand befindet sich die finnische Aufgußsauna. Hier werden regelmäßig Aufgüsse für maximal 40 Gäste zelebriert, die Zeiten sind am Aushang zu lesen. Auf der linken Seite befindet sich das Sanarium, das sich vor allem zum Eingewöhnen empfiehlt, da es sehr angenehm temperiert ist. Schließlich gibt es drinnen noch eine Dampfkammer nach irisch-römischem Vorbild.

== Die Außensaunas ==
Im Stil schwedischer Ferienhäuser präsentieren sich die beiden Außensaunas. Wirklich schön ge-macht, fast wie im Urlaub. Das gemauerte Gebäude ist äußerlich mit dunkelrot und weiß gestrichenen Holzplanken verkleidet. Die rechte Schwitzkabine ist mit dem außen silbrigen und innen honigfarbenen Schwartenholz der Nordpolar-Kiefer ausgeschlagen und heißt demzufolge Kelo-Sauna. Hier finden vorwiegend abends ebenfalls Aufgüsse statt.

Gleich nebenan befindet sich die Salz-Sauna. Sie hat ihren Namen von den Eckleuchten, die von Salzbruchsteinchen umflossen sind, wodurch ein angenehm orangefarbenes Licht entsteht. Weiterhin gibt es auch einen Salzstein an der Decke über dem Ofen. In dieser Blocksauna werden auch Salz-Aufgüsse durchgeführt. Im Sauna-Vorraum findet man außerdem noch zwei Kaltduschen, die schnelle Abkühlung nach dem Aufguß versprechen. Draußen gibt es zudem noch eine Sommerwiese, die mit Liegestühlen bestückt ist. Bei Sonnenschein sind diese Plätze sehr begehrt.

== Der Whirlpool ==
Mein Lieblings-Ort drinnen ist der Whirlpool, schön warm und etwas hochgesetzt, darum mit einem guten Überblick. Hier könnte man es stundenlang aushalten. Dennoch sollte man sich nach längstens einer Viertelstunde wieder erheben, was ich dann auch eher zögerlich tat. Aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. Ein weiteres, ebenfalls mit molligen 36 °C temperiertes Sprudelbecken befindet sich im Badeland oberhalb des Wellness-Beckens. Dort benötigt man natürlich Badekleidung für die Nutzung.

== Die Ruhebereiche ==
Nächste Station könnte dann der Schlafraum sein, wo der Blick nach innen sehr leicht fällt. Weitere Ruheliegen sind entlang der Glas-Fassade platziert, mit schönem Ausblick auf die Außenbecken. Zu erwähnen sind noch die Fuß-Wechselbecken, ein Massage-Raum sowie die Zeitschriften-Auslage mit aktuellem Lesestoff. So nahm ich mir eine der Liegen am Fenster und blätterte eine Weile in einer Autozeitung. Auch auf den Liegestühlen entlang des Sportbeckens kann man es sich bequem machen, doch dort ist es natürlich nicht so ruhig wie im Saunaland.

== Die Abkühlung ==
Geht man wieder nach draußen, gelangt man zum Kneipp-Tretbecken, natürlich kalt und relativ flach. Zum Üben des Storchenganges sehr gut geeignet, nicht jedoch zum Eintauchen. Das kann man aber ausgiebig in den beiden dahinter liegenden, größeren Kaltbecken. Diese sind unterschiedlich temperiert. Man hat die Wahl zwischen unbeheizt mit Wasserspritzer und lauwarm, dann ohne Wasserspeier.

== Das Restaurant ==
Die Gastronomie ist unterteilt in die Bereiche Außen-Bistro (ideal für den Latte Macchiato nach dem Schwimmen), SB-Cafeteria im Badeland sowie die Saunabar. Hier sind Tische für etwa 25 Gäste vorhanden. Die Speisekarte zeigt eine ganz hübsche Auswahl an Speisen und Getränken zu normalen Preisen. Es gibt ein wechselndes Tagesgericht, auf das in der Karte hingewiesen wird und das auch auf einer Anschreibetafel nachgelesen werden kann. Natürlich sind auch Pommes mit Ketchup und Majo sowie Currywurst zu haben, was für Familien ja ganz wichtig ist. Ich entschied mich für den Hit-Teller, das sind Kartoffelspalten mit verschiedenen Stücken Hähnchen-Fingerfood nach asiatischer Art sowie Krautsalat. Eine nette Bedienung nahm meine Bestellung auf und verbuchte den Rechnungsbetrag auf meinem Chip. Meine Geldbörse konnte ich also im Wertfach lassen. Da das Essen stets frisch zubereitet wird, hatte ich noch ein paar Minuten Zeit. So wechselte ich nach der Bestellung noch kurz ins Badeland, um mir die Halle anzusehen.

== Das Hallenbad ==
Durch ein Drehkreuz gelangt man zunächst in den Kinderbereich, wo es ein Geburtstagszimmer, einen hübschen Baby-Pool und einen Wickelraum gibt. Außerdem sind hier weitere WCs und ein Solarium von Ergoline zu finden. Wendet man sich nach rechts, kommt man an der Bad-Gastronomie vorbei, die etwas erhöht und damit flutgeschützt auf der rechten Seite liegt. Links gibt es einen ebenfalls erhöhten Hot-Whirlpool, ähnlich dem im Saunaland. Auch ein freigeformtes Bewegungsbecken, das Wellnessbecken, ist vorhanden. Dieses ist mittels Ausschwimmschleuse mit einem großen Ganzjahres-Außenbecken verbunden. Man kann sich hier von Nackenduschen und Schwallduschen durchkneten lassen oder den Bodenblubber genießen. Schließlich gibt es auch noch ein 25-m-Sportbecken mit vier Bahnen, das freies Schwimmen ermöglicht.

== Bewegung! ==
Die Hälfte des Sport-Bassins ist mittels Hubboden höhenverstellbar von 60 bis 180 cm. Somit kann hier die beliebte Wassergymnastik problemlos durchgeführt werden. Die wird übrigens kostenlos dienstags und donnerstags ab 11 Uhr angeboten. Für die ebenfalls angebotenen Aquafit- und Aquapower-Kurse, das Rücken-Fit sowie die Schwimmkurse ist hingegen eine Anmeldung erforderlich. Am Wochenende findet aber keine Wasserfitneß statt, so dass ich mich auf ein paar Bahnen in wenig rekordverdächtigem Tempo beschränkte.

== Das Sommerbad ==
Clou des Bades ist natürlich das mit durchsichtiger Folie bespannte, bogenförmige Leimholz-Dach, das viel Licht herein läßt. Da der Kunststoff UV-Strahlen passieren läßt kann man hier sogar im Winter braun werden. Der Bademeister kann das komplette Dach auf Knopfdruck binnen Minuten zur Seite fahren lassen, so dass man sich wie in einem Freibad fühlt. So kann man unter freiem Himmel schwimmen, ohne wie im Freibad bei jeder Wolke gleich ans Zusammenpacken denken zu müssen. Falls es doch mal regnen sollte, wird das Dach einfach wieder geschlossen. Eine sehr angenehme Sache. Gerade in verregneten Sommern wie im letzten und auch diesem Jahr wünschte man sich so ein Bad in jeder Stadt.

Draußen kann außerdem noch das Sprungbecken genutzt werden, das separat vor der Halle steht und über 1- und 3-m-Brett verfügt. Dort hat man diesen Sommer sogar eine aufblasbare Gummirutsche aufgestellt. Die Kids haben damit ganz offensichtlich viel Spass. Für Kleinkinder gibt es zudem noch das Sommer-Spielbecken mit Schwengelpumpe, fünf Stauwehren, zwei Wasserspritzern und Matschbereich. Da können die Kiddies so richtig rumwutzen und duschen anschließend mit Wonne. Auch ein Beach-Volleyballfeld hat auf der Wiese Platz gefunden. Sicherlich kann man beim Bademeister auch Bälle ausleihen. Und wo ein Ball ist, da ist auch ein Mitspieler. Vier Leute für ein Match kommen ja schnell zusammen. Eine gute Gelegenheit übrigens, neue Bekannte zu finden.

== Das Essen ==
Wieder zurück im Saunaland kam pünktlich das Essen. Die Putenspieße mit Ananas, gemixt mit frit-tierten Hähnchenschenkeln, den Kartoffelspalten und Süßsauer-Sauce schmeckten gut und belasteten den Magen nicht. Mit rund 9 Euro inklusive Getränk ging der Preis ebenfalls in Ordnung. Natürlich gibt es auch noch eine gute Auswahl an Salaten, Suppen, Pasta, Ofenkartoffeln und weiteren kleinen Snacks. Also die richtige Fitness-Küche für das Saunaland. Beim nächsten Besuch werde ich dann wohl den Gartensalat mit gebratenen Hähnchenbruststreifen ausprobieren.

== Publikum ==
Zum Zeitpunkt meines Besuches (ein Samstag um die Mittagszeit) war das Bad vorwiegend von jungen Familien und Jugendlichen besucht. Im Sportbecken zogen mehrere Senioren ihre Bahnen. In der Saunalandschaft war es zu dieser Zeit noch recht ruhig, dort ist ja erst gegen Abend mit mehr Betrieb zu rechnen. Ein echter Geheimtipp für Erholungssuchende also, nicht so überlaufen wie die Bäder in Frankfurt. Wie ich aus Gesprächen anderer Gäste entnahm, sollen sich hier auch nette Stewardessen und smarte Piloten gerne mal zwischendurch entspannen, da der Flughafen ja quasi gleich um die Ecke liegt. Dass man darüber nachdenkt, das Bad in „Lufthansa-Therme“ umzubenennen, halte ich gleichwohl für ein Gerücht – obgleich das bestimmt ein guter Werbegag wäre.

== Bewertung ==
Die neue Kelsterbacher Schwimmhalle stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängerbad dar. Die komplette Anlage ist barrierefrei behindertenfreundlich und hell konzipiert und hält Angebote für alle Nutzergruppen bereit. Man kann sich hier alleine ebenso wohl fühlen wie mit der Familie. Die Saunalandschaft ist übersichtlich und abwechslungsreich. Zwar fehlt noch eine fest installierte Riesenrutsche, doch zumindest im Sommer ist die Gummirutsche dafür ein guter Ersatz. Zudem kann man die Abenteuerlust ja auch beim eleganten Doppel-Salto rückwärts mit eingedrehter Dreiviertel-Schraube vom 3-m-Sprungbrett befriedigen. Von mir also eine Empfehlung und vier wellSterne. Beim nächsten Mal werde ich vielleicht zur Mitternachts-Sauna mit FKK-Baden kommen, das soll laut Gästebuch echt toll sein.

© by wellSPAss / www.familand.de, DE-27624 Bad Bederkesa, 31. August 2011

ACHTUNG: Jede Verletzung des Urheber-Rechts (unerlaubtes Kopieren sowie alle anderen Arten der Weiterverbreitung, auch auszugsweise) wird strafrechtlich verfolgt !!!

MM was soll man bei so einer Bewertung sagen, super

Hörder Treff - Hörde

Hörder Brückenstr. 4, 44263 Dortmund

06.06.2011

Ich war hier mit meiner Frau zum Essen, nachdem wir um den neuen Hörder See spaziert waren und uns das Schloß angeschaut hatten. Das Lokal wurde uns als eines der besten Speise-Restaurants in Dortmund empfohlen - und wir wurden wirklich nicht enttäuscht. Ein besseres Rinder-Filet habe ich wirklich noch nirgendwo bekommen, die Bratkartoffeln waren perfekt gemacht und wie bestellt ohne Speck, die Sauce Bearnese mit Champignons ein Traum. Auch das Rumpsteak meine Frau war perfekt zubereitet. Über den Preis kann man ebenfalls nicht meckern. In den Schicki-Micki-Restaurants der Innenstadt hätten wir sicherlich das Doppelte bezahlt. Gleiches gilt übrigens für die Cocktails. Wir hatten danach noch eine Pina Colada und ein Caipirinha, beides toll und günstig. Von uns wirklich eine uneingeschränkte Empfehlung.

wellSPAss familand Hallo vlhusky! Wir waren mit der ganzen Familie im Hörder Treff und wurden bestens bedient. Definitiv haben wir Rinderfilet mit Bratkartoffeln und Sauce Bernaise gegessen und es hat wirklich sehr gut geschmeckt. Natürlich ist es kein Gourmet-Lokal mit fünf Sternen, aber dafür sind die Preise auch bodenständig und die Atmosphäre war sehr freundlich. Wir waren jedenfalls mit dem Preis-Leistungsverhältnis sehr zufrieden.

MarienBad - Bad Marienberg

Bismarckstraße 65, 56470 Bad Marienberg

08.03.2011

Das Marienbad ist meines Erachtens das beste Bad im Westerwald und hält Angebote für die ganze Familie bereit. Sportbecken, Thermalbassin, Rutsche, Saunaland, Gastronomie und Wellness sind vorhanden. Das alles zum vernünftigen Preis. Die Tageskarte Erwachsene für Freizeit- und Thermalbad kostet ganze 4,80 Euro. Noch günstiger wird es für Familien. Fünf Personen (2 Erw. + 3 Kinder bis 17 Jahre) zahlen nur 14 Euro - das ist sehr fair.
Das Angebot im Freizeitbad ist nicht riesig, aber ausreichend. Sportliches Schwimmen ist auf vier Bahnen je 25 m möglich, Strömungskanal und Nackenduschen sind ebenfalls vorhanden. Für Kids gibt es eine Breitrutsche und ein Planschbecken, die Erwachsenen sonnen sich auf einer Galerie. Dort findet man auch ein modernes Solarium. Gleich nebenan befindet sich das 34 Grad warme Entspannungsbecken, wo auch Wassergymnastik und Kurse angeboten werden. Ein textil zu nutzendes Sanarium und ein gemütlicher Entspannungs-Bereich sind hier ebenfalls zu finden. In der wärmeren Jahreszeit (ca. April bis September) können zusätzlich ein Außenbecken sowie eine Sommerwiese genutzt werden.
Die Gastronomie wird derzeit gerade überarbeitet. Eine komplett neue, geräumige Küche geht wahrscheinlich noch im März 2011 in Betrieb. Dann soll es auch ein wesentlich verbessertes Speise-Angebot mit kürzeren Zubereitungs-Zeiten geben.
Das Highlight im Marienbad ist aber die Saunalandschaft. Diese wurde nach einem Brand im letzten Jahr nahezu komplett neu errichtet. Nun findet man hier sieben Schwitzräume. Einzigartig ist das Kota-Dorf im unteren Garten. Aber auch die große Aufguß-Sauna mit stündlichen Aufgüssen, das fein gekachelte Dampfbad und die Bio-Sauna sind sehr schön geworden. Nicht entgehen lassen sollte man sich den Klangschalen-Aufguss in der Kelo-Sauna sowie den russischen Wenik-Aufguss in der Salzsauna. Mit diesem Schwitz-Angebot muss sich das Marienbad selbst hinter renommierten Thermen nicht verstecken. Letzte Woche fand hier sogar eine Sauna-Gladiatorenshow als Vorausscheidung für die Aufguss-Weltmeisterschaft 2011 statt. Ein tolles Erlebnis, wie sicherlich alle Gäste bestätigen können. Dabei qualifizierten sich auch zwei Mitarbeiterinnen des Marienbades mit einem kultigen Hanf-Aufguss für die WM.
Erwähnen sollte man noch den neuen Wohnmobil-Platz direkt beim Bad. Dieser ist auf Anhieb unter die Top-Ten aller deutschen Stellplätze gekommen. Zu Recht übrigens, wenn man sich den tollen Platz und die dortigen Angebote anschaut.
Insgesamt betrachtet hat sich das Marienbad in den letzten Monaten stark verbessert und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Von mir auf jeden Fall eine Besuchs-Empfehlung.

Zoo Am Meer Bremerhaven - Bremerhaven

H.-H.-Meyer-Straße 5, 27568 Bremerhaven

25.09.2009

… xxx … „Zoo am Meer, Bremerhaven“

Der kleinste echte Zoo Deutschlands mit einer Grundfläche von nur einem Hektar bietet erstaunlich viel. Er wurde erst vor wenigen Jahren komplett erneuert (der alte Zoo war etwa 100 Jahre alt) und ist nun sehr modern. Highlights sind das Eisbären-Gehege (mit großer Glasfront), das Robben-Aquarium (mit Unterwasser-Glasfläche) und das Pinguin-Gehege. Elefanten, Löwen und Giraffen gibt es hier natürlich nicht. Toll ist auch der Abenteuerspielplatz in der Mitte des Geländes und sehr hübsch die Gastronomie mit Blick auf die Weser. Der Zoo ist Teil der gerade fertiggestellten "Havenwelten" und wie die benachbarten Attraktionen (z. B. Klimahaus, Mediterraneum, Auswandererhaus, Leuchtturm, U-Boot, Schifffahrtsmuseum, Radarturm, Sail-Hotel mit Aussichts-Plattform, Segelschiff etc.) wirklich einen Besuch wert. Hier am Alten Hafen kann man mit der Familie mehr als nur einen erlebnisreichen Tag verbringen.

© by wellSPAss, 25. September 2009

Klimahaus Bremerhaven 8° Ost - Bremerhaven

Am Längengrad 8, 27568 Bremerhaven

13.08.2009

… 209 … „Klimahaus 8 ° Ost Bremerhaven“

Quo vadis, Erde?
Prima Klima?
In 80 Minuten um die Welt?

Vorwort
Schon seit es vor ein paar Jahren bekannt wurde, daß das „Klimahaus 8 ° Ost“ zusammen mit den weiteren Bausteinen der „Havenwelten“ entstehen sollte, habe ich mich darauf gefreut. Eine wirkliche Bereicherung für die so stark gebeutelte Industriestadt Bremerhaven, die Betonung des Tourismus als neue Zielgruppe, die Umgestaltung einer öden Fläche zu einem wirklich interessanten Erlebnisbereich. Das „Klimahaus“ sollte ein Wissenschafts-Museum zum Anfassen werden, so wie das erfolgreiche „Universum“ in Bremen, nur noch größer und schöner. Ich war wirklich ge-spannt, ob das Riesen-Projekt die sehr hoch gesteckten Erwartungen erfüllen kann. Ich wollte einer der ersten sein, der das Klimahaus besucht und es war mir klar, daß ich einen Bericht darüber schreiben würde. Mein erster Rundgang durch das Haus fand bereits einige Tage vor der offiziellen Eröffnung statt, als alles noch Baustelle war. Zwi-schenzeitlich kenne ich das „Klimahaus“ sehr gut. Nun, sechs Wochen nach der Eröffnung, habe ich mir auch endlich mal Zeit genommen, über meine Eindrücke zu berichten… Fakten
Adresse: „Klimahaus 8 ° Ost“, Am Längengrad 8 (Alter Hafen), 27568 Bremerhaven
Telefon: 0471 - 90 20 300
Fax: 0471 - 90 20 3099
Internet: www.klimahaus-bremerhaven.de
e-mail: info@klimahaus-bremerhaven.de
GF: Arne Dunker
Betriebsleiter: Björn Eichner
Eröffnung: 29. Juni 2009
Besucher-Prognose: ca. 600.000 Gäste / Jahr
Bauzeit: ca. 2 Jahre
Baukosten: rund 100 Millionen Euro Öffnungszeiten
In der Wintersaison (01. April bis 31. Oktober) ist montags bis freitags von 09:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, am Wo-chenende und feiertags von 10:00 bis 19:00 Uhr. Von November bis März ist täglich in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Geschlossen ist an Heiligabend, am 1. Weihnachtstag, an Silvester und Neujahr, sonst täglich geöffnet. Letzter Einlaß ist 90 Minuten vor Schließung. Tarife
Der reguläre Eintrittspreis beträgt 12,50 Euro für Erwachsene bzw. 8,50 Euro für Ermäßigte. Ermäßigt sind Kinder von 5 bis 17 Jahren, Schüler, Studenten, Azubis, Wehr- und Zivildienstleistende und Behinderte (ab 70 % GdB). Sonderpreise gelten auch für Familien (z. B. Eltern plus alle eigenen Kinder unter 18 Jahren zu 36 Euro), Gruppen (ab 15 Personen und nur auf Voranmeldung, dann Erwachsene = 10 Euro bzw. Kinder = 8 Euro) sowie Jahreskarten (Erwachsene = 45 Euro, Ermäßigte = 30 Euro, Familien = 95 Euro). Die Preise gelten jeweils für den Tages-Aufenthalt, Kurzzeit-Tarife sind derzeit nicht im Programm. Es lohnt sich also, etwas früher zu kommen. Jahreskarte…
Wozu soll ich mir denn eine Jahreskarte kaufen? - wird sich der geneigte Leser fragen. Ich habe mich das auch gefragt. Natürlich - wer weit entfernt wohnt und nicht öfters an die Nordseeküste kommt, für den lohnt sich das kaum. Und in ein Museum geht man ja schließlich nur alle paar Jahre mal rein. Doch hier ist das anders. Das Thema rüttelt auf, ist interessant und es gibt immer Neues zu entdecken. Dieses „Erlebnis-Museum“ kann man nicht in einem Tag einfach abhaken. Es ist groß, es bietet jede Menge Möglichkeiten und es entwickelt sich ständig weiter. Ich selbst war zwischenzeitlich mit meiner Familie schon drei Mal dort, womit sich die Familienkarte schon gerechnet hätte - wenn ich sie gleich gekauft hätte. Doch wer kauft schon die Katze im Sack. Ich kann jedenfalls jedem, der offenen Auges durch die Welt geht und der die Möglichkeit zum häufigeren Besuch in Bremerhaven hat, nur den Kauf der Jahreskarte empfehlen. Wir kaufen uns nun doch noch eine… Die Stadt
Die größte deutsche Nordseestadt Bremerhaven (115.000 Einwohner) ist multikulturell und lebendig. Zumindest in der Stadtmitte kann man auch abends durch die Straßen gehen, ohne Angst haben zu müssen. Es mag hier weniger Reiche geben als anderswo im Westen der Republik, doch die Menschen sind offen, vorurteilsfrei und freundlich. Und obgleich die junge Stadt Bremerhaven schwer unter den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und der einseitigen wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Hafenbetrieb leiden mußte, hat sie sich einen Optimismus bewahrt und strebt stetig und mit Vollgas vorwärts.

Das merkt man deutlich beispielsweise bei den alljährlich stattfindenden Hafenfesten mit Großsegler-Treffen - wie z. B. bei der "Sail", die stets über eine Million begeisterter Besucher anzieht und alle fünf Jahre (nächster Termin: Juli 2010) stattfindet. Aber es wird auch viel in Bremerhaven investiert. So wurden beispielsweise alle Hallen-Bäder komplett saniert, eine neue Fußgängerzone geschaffen und eine Fachhochschule etabliert. Das größte Projekt sind allerdings die "Havenwelten", die mit der Eröffnung des „Klimahauses“ nun vollständig und in Deutschland beispiellos sind. Vergleichbar finde ich da nur noch die neuen Docklands in Liverpool.

Die Havenwelten
Die Hafengegend am Unterlauf der Weser, nur wenige Kilometer abseits der Nordsee gelegen, war wohl schon immer die interessanteste Gegend in Bremerhaven. Rund um die Häfen mit Werften, Auto- und Containerverladungen findet man seit Jahren tolle Sehenswürdigkeiten. Da gibt es beispielsweise das „Deutsche Schifffahrts-Museum“ mit dem Dreimaster "Seute Deern", das Unterseeboot "Wilhelm Bauer", den Yachthafen und den Radarturm. Zum Ensemble gehören auch der neue "Zoo am Meer", das „Morgenstern-Museum“, der Radar-Turm und das „Deutsche Auswande-rerhaus“.

Erwähnen sollte man noch das historische Stadttheater und die "Schöne Kirche" in der „Oberen Bürger“ sowie die hohen Wohntürme des "Columbus-Centers", einer Einkaufsmall direkt am Hafen, die seit Jahrzehnten das Bild der Stadt prägt. Neueste Errungenschaft der "Havenwelten" ist jedoch der riesige Neubau-Komplex mit dem Hotel "Atlantic Sail City", dem Klimahaus "8 ° Ost" und der Erlebnis-Einkaufswelt "Mediterraneo". Das tolle 4-Sterne-Hotel (ähnelt dem weltbekannten 7-Sterne-Hotel „Burj al Arab“ in Dubai) eröffnete bereits am 01. März 2008. Seit dem 09. Oktober 2008 hat auch das "Mediterraneo" seine Pforten geöffnet (hier kann man nun jeden Sonntag seinen Einkaufsbummel machen). Die Eröffnung des Mega-Erlebnismuseums "Klimahaus 8 ° Ost" erfolgte zum 29. Juni 2009. Und darüber möchte ich heute primär berichten…

Anfahrt
Bremerhaven liegt an der A27 Cuxhaven - Bremen, man nimmt am besten die Abfahrt BHV-Mitte (beim Kraftwerk) in Richtung Stadtmitte. Dann immer geradeaus bis zum Hafen, links abbiegen und man sieht das „Klimahaus“ schon auf der rechten Seite, direkt hinter dem „Deutschen Auswandererhaus“ und gegenüber des „Columbus-Centers“. Da das Parken in fast der kompletten Innenstadt gebührenpflichtig ist, stellt man das Auto am besten in der Tiefgarage direkt unter dem Klimahaus / Mediterraneum / Atlantic-Hotel ab. Die Parkgebühr beträgt - wie fast überall in der City - 1,00 Euro pro angefangene Stunde. Entrée
Schon von außen macht das „Klimahaus“ einen sehr imposanten Eindruck. Gleich neben dem hohen Turm des „At-lantic Sail City Hotels“ gelegen, ähnelt es mit seiner silbrig schimmernden, runden Glasfassade einem gestrandeten Walfisch. Die Berliner würden zu dem Ensemble wahrscheinlich „Hamburger mit Pommes“ sagen. Mit dem Aufzug oder über eine breite Treppe geht es ins großzügige Foyer, wo auch eine Tourist-Info untergebracht ist und sich ein Eingang zum Erlebnis-Einkaufszentrum „Mediterraneo“ befindet. Man kann auch direkt von der Einkaufs-Mall „Co-lumbus-Center“ aus über die neue, gläserne Brücke zum „Klimahaus“ gelangen. Nachdem man an der personenbe-setzten Kasse ein Ticket gekauft hat, gelangt man durch die Eintritts-Schranken mit Barcode-Lesern in das imposante Innen-Foyer. Das Klima an sich…
Seit Jahrzehnten ist die Klima-Erwärmung der Wissenschaft bekannt und auch schon einige Jahre lang eines der zent-ralen Themen der Politik. Jeder spricht darüber, doch kaum jemand tut wirklich etwas dagegen. Ja, es ist den meisten Menschen überhaupt nicht bewußt, was es bedeutet, wenn sich das Klima ändert. Zwei Grad Celsius wärmer im Jah-resdurchschnitt in den nächsten 50 Jahren - das hört sich doch wirklich harmlos an. Wir haben uns doch schon daran gewöhnt, daß es keine weiße Weihnachten mehr gibt. Dann fahren wir eben in die Alpen.

Die Polkappen schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt pro Jahr um ein paar Zentimeter - na und? Man kann ja die Deiche um einen Meter erhöhen. Die Wüsten wachsen weltweit, die Brunnen trocknen aus, in Afrika verhungern die Menschen - pah, das ist weit weg. Bei uns gibt es keine Wüste, die Sommer sind verregnet, man kommt mit dem Ra-senmähen kaum nach. Und nach Afrika können wir doch unsere überschüssigen Lebensmittel schicken, die sich hier nicht verkaufen lassen!

Geht uns doch alles nichts an! So denken die meisten Menschen in unseren Breitengraden - dem (noch) fruchtbaren Norden. Immer getreu dem Motto: was kaputt ist, wird durch was Neues, Besseres ersetzt. Wenn man in Kenia keine Großwild-Safari mehr buchen kann, weil die Steppe zu Wüste geworden und die Tiere ausgestorben sind, dann fahren wir eben zum Tauchen auf die Malediven. Und wenn die Malediven im Meer versunken und die Korallenbänke abge-storben sind, dann machen wir halt Ski-Urlaub in den Alpen. Und wenn in den Alpen die Gletscher abgeschmolzen sind und die Berge abrutschen, dann fliegen wir in den Himalaya zum Skifahren. Und wenn der Himalaya… Ach, das passiert schon nicht.

Doch, das passiert schon. Wir denken, das erleben wir nicht mehr. Aber wir erleben es - und unsere Kinder werden es schon gar nicht mehr anders kennen. Das Klima auf der Erde ändert sich schon immer, es ist ein ständiger Prozess, an den sich Pflanzen und Tiere in der Evolution stets angepaßt haben. Es gab tropische Phasen, wo fast alles auf der Erde grün war, z. B. zur Zeit der Dinosaurier. Und es gab mehrere Eiszeiten, die einen Großteil der Landmassen gefrieren ließen. Doch alle diese Prozesse - sofern sie nicht auf Meteoriten-Einschläge und Vulkan-Ausbrüche zurückzuführen waren - dauerten in der Regel viele Jahrtausende, teilweise sogar Millionen von Jahren.

Heute leben wir immer noch in einer Eiszeit, und zwar deutlich in der Ausgangsphase. Es ist natürlich, daß die Gletscher zurückgehen, daß es wärmer wird. Aber jetzt erleben wir einen Klimawandel im Zeitraffer, an den sich weder Tiere noch Pflanzen anpassen können. Sie sterben einfach aus, sind von heute auf morgen verschwunden, kommen nie wieder. Täglich werden Dutzende, vielleicht Hunderte von Arten ausgelöscht, die wir zum größten Teil noch gar nicht mal kennen, geschweige denn erforscht haben.

Ein Beispiel dafür ist die Abholzung der Regenwälder im Fabrik-Stil, wobei für die „Gewinnung“ von ein paar Ku-bikmetern „Edelhölzern“ oder für die „Urbarmachung“ von Feldern täglich Tausende von Quadratkilometern uner-setzlicher Urwald vernichtet werden. Und das nicht nur im uns riesig erscheinenden Amazonas-Gebiet, wo derzeit von den Bäumen noch über 20 % des weltweiten Sauerstoffs produziert werden. Nein, es passiert überall, auch bei uns. Anstatt Baulücken zu nutzen und Industriebrachen wieder herzurichten, werden überall neue „Gewerbegebiete“ aus-gewiesen und die Wälder vernichtet. Damit vernichten wir uns selbst, unsere eigenen Lebensgrundlagen. Und jeder denkt: „Ach, daran kann ich sowieso nichts ändern. Da sind die Politiker zuständig“.

Falsch, falsch, falsch! Wir können etwas tun, wir müssen etwas tun, jeder einzelne von uns. Denn wenn wir das alles weiterhin einfach nicht zur Kenntnis nehmen, wenn wir nicht den Willen und die Kraft haben, von uns aus etwas zu ändern, wird die ganze Menschheit zu Grunde gehen - in absehbarer Zeit, während unsere Kinder noch leben.

Noch ergötzen wir uns an Katastrophenfilmen wie „the day after tomorrow“ oder „2012“ im Kino, doch morgen schon kann die Katastrophe Realität sein - und höchstwahrscheinlich wird sie es. Um uns diese Problematik vor Augen zu führen, uns aufzurütteln, wachzurütteln, dafür wurde das „Klimahaus 8 ° Ost“ gebaut. Nicht vorrangig unterhalten und „erlebt“ sollen wir dort werden, sondern grundlegend informiert und desillusioniert.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. In diesem Falle die Hoffnung, daß auch unsere Kinder und Enkel noch ein lebenswertes und lebenswürdiges Leben und Überleben haben werden. Ich hoffe, das „Klimahaus“ kann dazu einen guten Beitrag leisten. Und ich hoffe, daß in allen „Wohlstandsländern“ der Welt bald weitere „Klimahäuser“ entstehen werden. Vielleicht nützt es ja etwas. Falls die ökologischen Folgen für die Menschheit die Politiker kalt lassen - die ökonomischen Folgen werden es ganz bestimmt nicht.

Land unter...
Denn die jetzige Finanzkrise ist wirklich nur ein Klacks gegen die Kosten, die der weltweite Anstieg des Meeresspiegels um vielleicht zehn Meter nach sich ziehen würde. Daß dies in absehbarer Zeit passieren kann, ist unbestreitbar. Alleine das Abschmelzen des Westantarktischen Eisschildes, der nicht mal ein Drittel der Antarktis ausmacht und extrem gefährdet ist, bedeutet einen weltweiten Wasser-Anstieg um 6 Meter. Gleiches gilt für den Eisschild auf Grönland, der etwa die gleiche Dimension besitzt. Das macht zusammen schon 12 Meter. Und das hieße "Land unter" für die meisten Großstädte auf der Erde, die ja größtenteils direkt am Meer liegen. Ein interessanter Link zum Thema Eisschmelze ist beispielsweise: === www.funnypage.ch/umwelt/pages/page08.htm. ===
Das sollte man unbedingt lesen... Die Reise
Über eine riesige, asymmetrische Freitreppe geht es zunächst in ein kleines 180-Grad-Kino, wo man einen kurzen Einführungsfilm über den Klimawandel anschauen kann. Das geht auch zwei oder drei Etagen höher. Anschließend geht es zum Hauptbahnhof. Natürlich nur einem virtuellen, dem Bremerhavener nachgestellt. Bei Wartezeiten wird man von einem originellen Fernsehspot unterhalten, wobei unterschiedlichste Leute (die am Klimahaus mitgewirkt haben) unablässig die Zeit bis zum nächsten Einlaß an eine Schultafel schreiben.

Dann gelangt man in die Bahnhofshalle, wo ein weiterer Einführungsfilm gezeigt wird. Dieser dauert fünf Minuten und zeigt, wie ein Protagonist seinen Alu-Koffer packt und sich auf den Weg macht - entlang des achten Längengrades rund um den Globus. „Ich bin dann mal für ein Jahr weg“ spricht er auf den Anrufbeantworter und macht sich auf den Weg zum Bremerhavener Bahnhof. Der Mann lernt auf seiner Reise entlang des 8. Längengrades Ost viele Kulturen kennen, fremd und geheimnisvoll. Seine Stationen - insgesamt acht - werden nachfolgend auf dem Weg durch das Klimahaus und dabei virtuell auf 38.000 Kilometern um die ganze Welt akribisch genau nachgestellt und in allen Aspekten beschrieben.

Isenthal, Schweiz (08° 33´ Ost, 46° 55´ Nord)
Die Leinwand fährt nach oben und gibt den Ausgang frei. Kommen Sie mit auf die Reise! Man geht über Bahngleise in die Schweiz, begleitet von einer kleinen Modelleisenbahn an der Wand und mit Video-Blicken auf die vorbeigleitende Landschaft. Dann kommt man auf einer nachgebildeten Bergalm an, mit Plastik-Kühen zum Melken. Das kann man hier wirklich, inklusive Original-Stallduft.

Nach oben geht es auf den Gletscher, der nicht mehr strahlend weiß ist, sondern in Folge der Umwelteinflüsse schon eher grau. Dort liegt beispielsweise eine Flasche „Küstennebel“-Schnaps im Eis oder ein rotes Halstuch hängt an einer Wand. Zielt man mit speziellen Ferngläsern auf den jeweiligen Punkt, so läuft ein Video ab, das jeweils eine Geschichte zum anvisierten Gegenstand erzählt. Sehr interessant. Man kann auch zum Gipfelkreuz hochsteigen oder Videobuchten besuchen. Dia-Folgen können stets per Knopfdruck abgerufen werden. In einem Raum kann man seine Lautstärke beim Jodeln messen, in einem anderen wird die Geschichte der Alpengletscher erzählt, bis überraschend eine simulierte Felslawine aus 10.000 kleinen Bällen an den Zuschauern vorbei abgeht. Ein Riesen-Spektakel. Am eindrucksvollsten - zumindest für die Kids - war jedoch der Weg durch einen Eistunnel zur nächsten Station. Man kann ruhig an die Wand fassen - das Eis ist wirklich echt.

Seneghe, Sardinien / Italien (08° 35´ Ost, 40° 08´ Nord)
Die größte Mittelmeer-Insel ist das folgende Ziel. Hier legt sich der Wissenschaftler im Film auf eine Wiese und zeichnet einen Hirschkäfer. So gelangt man ins Reich der Insekten, wird durch die Vergrößerung der Umwelt auf die Maße eines Käfers geschrumpft. Die Grashalme sind plötzlich vier Meter hoch, eine zerdellte Getränkedose wird zum Haus. Durch die riesigen Gräser kann man in Terrarien mit echten Tieren blicken, für Kinder besonders interessant der kleine Tunnel zum Hineinkriechen, wie eine Ameise.

Vom Leitstand in der Dose aus kann man das Wetter in den Nebenräumen steuern. Damit sollen die Auswirkungen von selbst kleinen Ereignissen auf das Klima simuliert werden. Kann das Schlagen eines Schmetterlings-Flügels einen Orkan auslösen? Wer weiß das schon? Sicher ist aber, daß schon eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder das Brennglas einer zerbrochenen Flasche einen riesigen Waldbrand auslösen können. Hier probiert man das Klima-Machen einfach aus, darf einmal Wettergott spielen. So läßt man auf Knopfdruck beispielsweise die aufgehängte Un-terwäsche der italienischen XXL-Mamma im Wind wehen oder Regen auf einen alten Fiat 500 prasseln. Pech, wenn man sich gerade dann als Besucher dort aufhält. Doch das macht ja eben das Erlebnis aus…

Kanak, Niger (09° 02´ Ost, 15° 31´ Nord)
Nächster Aufenthalt, nur wenige Meter entfernt, ist Niger. Der afrikanische Staat hatte noch vor zwei Generationen blühende Landschaften aufzuweisen. Das hat sich nun grundlegend geändert. Das Grasland verschwindet immer schneller - und mit ihm das Leben. Hier hält die unerbittliche Wüste Einzug. Heute sind schon mehr als zwei Drittel des Staatsgebietes von Wüsten bedeckt. Antilopen, Gnus und Löwen sind verschwunden, selbst die Schildkröten aus-gestorben.

Das Nomadenvolk der Tuareg ist in seiner Existenz bedroht, da fast nur noch in den wenigen Oasen ein Überleben möglich ist. In einem weiteren Raum wurde ein Wadi nachgebaut, heute 30 cm hoch mit Sand bedeckt, einst von Grün überzogen. Dann der Hauptraum mit einer Stein-Wüste - mitten drin ein paar Knochen und ein austrocknender Baum. Hin und wieder fällt ein Regentropfen darauf - viel zu wenig zum Existieren…

Ikenge, Kamerun (09° 06´ Ost / 05° 16´ Nord)
In zentralafrikanischen Kamerun gibt es ganz unterschiedliche Klimaverhältnisse - von trocken-heiß bis tropisch-feucht. Dunkel ist es im nächtlichen Regenwald von Ikenge, durch ein simuliertes Gewitter gelangt man ins Dorf mit den nach Männern und Frauen getrennten Lehmhütten. Da die Jagd durch die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes kaum noch lohnt, wird über die Einführung eines Öko-Tourismus debattiert. Von einer Hängebrücke aus kann man fremdartige Fische beobachten. Aber wie lange noch? Die wackelnde Brücke zu queren und dann über ein paar Steine im Flachwasser wieder zurückzukehren, ist ein weiteres Erlebnis.

Sehr interessant fand ich einen kleinen Raum, wo der Baumstumpf eines abgeholzten Tropenriesen den Raubbau an der Natur erlebbar macht. Ich weiß nicht mehr genau, wieviele Fußballfelder in jeder Minute in den Regenwäldern abgeholzt werden, unwiederbringbar. Oder wieviele Tausend Quadratkilometer verlorener Urwald es in jedem Jahr sind, nicht nur in den tropischen Gebieten, auch bei uns. Wohl niemand weiß auch, wie viele Arten an Pflanzen und Tieren - teilweise noch gar nicht entdeckt - in jedem Jahr ausgerottet werden, einfach verschwinden. Man mag gar nicht daran denken, so traurig ist es.

Aber wir können etwas tun, indem wir beispielsweise keine Möbel oder Paneele aus Tropenhölzern mehr kaufen und indem wir auf unsere Politiker einwirken. Die Entwicklungshilfe-Politik muß sich ändern. Keine Millionen mehr für den Prunk der Herrscher und neue Panzer! Vor allem in den Wüstengebieten Afrikas müssen Solar- und Windtechnologie, Meerwasser-Entsalzung, Bewässerungs-Anlagen und Schulen, Krankenhäuser und intelligenter Tourismus gefördert werden. Hoffentlich.

Königin-Maud-Land, Antarktis (08° 34´ Ost, 73° 30´ Süd)
Kalt, kalt, kalt! Aber seeeehr erfrischend! Vom heißen Kamerun geht es quasi nahtlos ins eiskalte Gebiet der Antarktis, also des Südpols. Ein Temperatur-Unterschied von bestimmt 40 ° Celsius. Das kalte Frischluft-Gebläse trocknet den Schweiß auf der Stirn, dann geht es ins ewige Eis. Naja, nichts ist ewig, auch dieses Eis geht stark zurück. Man bewegt sich durch einen Raum mit etwa 6 °C Minus, der Atem fällt als kristalliner Nebel aus. Der vielleicht größte Gefrierschrank in Europa, wenn nicht sogar in ganz Bremerhaven. Auf jeden Fall ein Erlebnis - und nach der Hitze tut die Abkühlung richtig gut. Sogar die Mädels in Minirock und Hot-Pants genießen hier die erquickende Kälte.

Doch das ist nur eine leichte Annäherung an die Wirklichkeit. Auf fast 90 °C Minus kann die Temperatur in der An-tarktis sinken. Die Jahres-Durchschnittstemperatur liegt bei immerhin Minus 55 °C. Unvorstellbare klimatische Be-dingungen. Dabei gibt es hier kaum Niederschläge und trotz des vielen Eises ist die Antarktis die trockenste Wüste der Welt - noch. Übrigens enthält die bis zu 4.500 Meter dicke Eisdecke der Südpolar-Region ganze 90 % des kompletten irdischen Eises und damit 75 % aller Süßwasser-Vorkommen. Noch - denn auch hier ist das Eis rasend schnell auf dem Rückzug. Der Rest der Süßwasser-Vorräte der Welt findet sich vorwiegend auf dem ebenfalls bedrohten Grönland - die Binnenseen und das Hochgebirgs-Eis (Alpen, Himalaya, Rockies, Anden etc.) machen nur einen sehr kleinen Prozentsatz aus. Noch ein Vergleich: das auf dem Meer schwimmende Eis der Nordpolar-Gegend ist im Schnitt nur rund drei Meter dick. Dessen Verschwinden werden wir auf jeden Fall noch erleben.

Wir möchten es uns noch nicht ausmalen, wie die Welt aussehen wird, wenn das Eis in großem Umfang geschmolzen ist. Dann werden Dutzende von Millionenstädten durch den Anstieg des Meeresspiegels in den Fluten versinken. Städte wie New York, San Franzisco, Bombay, Kalkutta, Sidney, Hongkong oder auch Bremerhaven wird es nicht mehr geben. Ein Szenario, das es abzuwenden gilt, denn es könnte schon unsere Kinder treffen.

Wer nicht durch die Kältekammer möchte - aber das sind die wenigsten - kann als Alternative auch den wärmeren Expeditionsweg nehmen. Man trifft sich dann in der Polarstation wieder.

Ausflug in die Stratosphäre
Es geht nach oben, dem Himmel entgegen. Eine Wendeltreppe über zwei Etagen führt den Gast in andere Sphären. Zunächst geht es durch einen kleinen Tunnel, den Leonardo Da Vinci gestaltet haben könnte, dann tut sich der bogen-förmige Weg mitten ins All auf. Tausende von glitzernden LED-Lämpchen bringen den schwarzen Himmel zum Strahlen, blaues Licht kommt von unten. Ein Foto-Motiv par excellence - hätte man doch nur ein Stativ! Mit Blitz wird das Foto nämlich zum Nichts, ohne Blitz benötigt man aber mehrere Sekunden Belichtungszeit. Da helfen nur Improvisationskunst oder ein Bild-Stabilisator… Satitoa, Samoa (171° 22´ West, 13° 59´ Süd)
Wir sind nun auf der anderen Seite der Erdkugel gelandet, aber immer noch rund 8° vom Null-Meridian entfernt (also auf ca. 172° West). Nach der Kühltruhe ein kleines Dampfbad gefällig? Dafür eignet sich der Urwald der Tropeninsel Samoa hervorragend. Hier herrschen gefühlte 40 ° Celsius, verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit. Einheimische haben landestypische Holzhütten errichtet, sogar eine alte Missionskirche ist entstanden - inklusive Gebetbuch in Lan-dessprache.

Am Strand liegt ein Einbaum, der Sand ist heiß und feinkörnig wie Sternenstaub. In einem großen, zweigeteilten Wel-lenbecken schwimmen elektrische Welse, dazwischen der gläserne Abgang für die Touristen. Daß die Welse Strom-schläge verteilen können, hält die Besucher trotz Warnschildern aber nicht davon ab, ins Wasser zu greifen. Der Kitzel des Unerlaubten?

An die Insel-Idylle schließt sich der Aquarien-Bereich auf zwei Ebenen an. Hier kann man in riesigen Aquarien (Be-cken-Inhalte zusammen ca. 1.000.000 Liter) typische Meeresbewohner der Südsee beobachten. Das geht von bunten Korallenfischen bis hin zu leuchtenden Quallen. Zebra-Muränen, Kofferfische und Kugelfische können entdeckt wer-den Allerdings könnten die Aquarien noch ein wenig mehr Leben gebrauchen, beispielsweise See-Anemonen oder üp-piger Pflanzen-Besatz. Doch das kommt sicherlich noch, wie auch ein Großteil der Fische, die noch eingewöhnt werden müssen. Vielleicht aber auch nicht, denn auch im tropischen Paradies sind die bunten Meerestiere auf dem Rückzug, da die Korallenbänke dort durch die Wasser-Erwärmung absterben. Möglicherweise gibt es die Korallenriffe bald nur noch im Aquarium zu bewundern.

Gambell, Alaska / USA (171° 44´ West, 63° 46´ Nord)
Die riesige Schwanzflosse eines Wals begrüßt den Gast in Alaska, genauer gesagt auf der Insel St. Lawrence Island. Weiter geht es zu den typischen Wohnverhältnissen der Eskimo-Ureinwohner, wobei auch getrockneter Stockfisch zu bewundern ist. Landwirtschaft ist in diesem unwirtlichen Klima, wo es im Sommer gerade mal um den Gefrierpunkt „warm“ ist, absolut unmöglich.

Die Klima-Erwärmung ist hier heute schon lebensbedrohlich. Um die fürs Überleben notwendigen Wildtiere zu finden, müssen die Yupik, die Ureinwohner, wegen des Rückgangs der Eisdecke immer weiter aufs Meer hinauspaddeln. Die durchschnittliche Jahrestemperatur ist hier in den letzten 50 Jahren um rund 6 °C angestiegen. Und man erfährt, daß hier das Trampolin erfunden wurde - um über weitere Entfernungen Beutetiere ausmachen zu können. Natürlich darf man auch selbst auf einem Trampolin hüpfen.

Hallig Langeneß, Deutschland (08° 36´ Ost, 54° 38´ Nord)
Halligen sind eine Besonderheit des Wattenmeeres, die man in der Nordsee vorwiegend rund um die Insel Pellworm in Schleswig-Holstein findet. Hier werden die salzigen Wiesen regelmäßig von Sturmfluten überschwemmt, so daß nur noch die Warften, von den Einwohnern künstlich geschaffene Hügel mit Wohnhäusern, aus dem Wasser schauen. Ein extremes, vom Wetter bestimmtes Leben. Hier wurde eine kleine Warft - ohne Haus, nur Wiese - nachgebaut, die über eine Brücke zu erreichen ist und alle paar Minuten „geflutet“ wird. Wer sich auf der Insel befindet, muß dann schon enger zusammenrücken… Bremerhaven (08° Ost, 53° 32´ Nord)
Das Ende der Reise ist gekommen. Durch den Schlick des Wattenmeers und über die Gleise einer nur bei Niedrigwasser nutzbaren Lorenbahn geht es schließlich wieder nach draußen. Bremerhaven hat uns wieder, das natürliche Sonnenlicht kann wie eine Offenbarung sein. Ist hier noch alles so wie zu Beginn unserer Reise? Wir wollen es hoffen… Aussichts-Plattform
Wer den Aufzug benutzt und in die 6. Etage fährt, gelangt zur Aussichts-Plattform. Diese ist recht geräumig und be-findet sich in 29 Metern Höhe. Man kann - nach Einwurf von 50 Cent oder einem Euro - durch starke Ferngläser auf den Hafen, über die Weser oder sonstwo hin schauen oder einfach nur frische Luft schnappen. Wenn man länger durch die unterirdischen Landschaften getigert ist, macht das richtig Laune und gibt Kraft für neue Taten. Die salzhaltige Meeres-Luft gibt es gratis dazu. Schade allerdings, daß man hier nur am Geländer stehen oder auf einer Holzbank sitzen kann, denn der Ort bietet sich eigentlich für mehr an. Vielleicht eine Saft- und Sandwichbar? Oder Grillabende mit Cocktails und Blick auf den Hafen? Vielleicht lassen die Betreiber sich ja noch was einfallen… Die Perspektiven
Richtig Sinn macht der Besuch des Museumsteils „Perspektiven“ nach dem Rundgang durch die Welt. Hier stehen die aktuellen Klima-Entwicklungen, die Klima-Forschung und die Zukunft des Wetters im Fokus. Es wird anhand realis-tischer Hochrechnungen gezeigt, wie sich das Klima entwickeln könnte und welche Auswirkungen das auf unser aller Leben haben wird. Schon jetzt sind Millionen von Menschen jeden Tag aus den austrocknenden Gebieten auf der Flucht in noch „funktionierende“ Länder - sonst verhungern und verdursten sie. Hier muß konkret und schnell geholfen werden, ehe die sozialen Systeme aller Staaten daran zerbrechen und das Chaos einzieht.

Wir können und dürfen die Augen nicht vor den akuten Problemen in der „Dritten Welt“ verschließen, sondern müssen umgehend gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der dortigen Lebenssituation ergreifen. Wenn es uns nicht gelingt, die Ausbreitung der Wüsten zu stoppen und umzukehren (z. B. durch große Meerwasser-Entsalzungsanlagen, Erzeugung neuer Seen durch eingepumptes Meerwasser, Wind- und Solarkraft-Anlagen zur Vermeidung der Verbrennung von Bäumen und fossilen Brennstoffen etc.), dann könnte der Kampf um die letzten Tropfen Trinkwasser bald auch bei uns zum Alltag gehören. Das gilt es zu verhindern.

Die Elemente
Die vier „klassischen“ Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde werden auf vier Etagen in der Elemente-Show behandelt. Hier kann und soll jeder erforschen, wie Wetter und Klima funktionieren. Fast jeder hatte ja mal einen „Kosmos-Experimentierkasten“ oder ähnliches als Kind, doch hier erhält das Forschen eine neue Dimension. Ein spielerischer Umgang mit teilweise sehr komplexen und komplizierten Exponaten wird ermöglicht. Jeder wird quasi zum Forscher, überall gibt es etwas zum Staunen und Erleben.

Das „Warum und Wie“ von Wetter-Phänomenen wie Wind, Gewitter oder Schnee wird erklärt, mit Wasser in sämtlichen Aggregatzuständen experimentiert, man begibt sich ins Innere eines Vulkans oder läßt sich selbst erzeugten Wind um die Ohren wehen. Es gibt wirklich Dutzende von Stationen, die einem das Staunen beibringen oder einfach nur Spaß machen. Vielleicht mal mit Solarstrom Roboter um die Wette klettern lassen? Kein Problem, hier geht alles. Zwischendurch kann man in einem Riesen-Ei mit einem Innenleben aus bequemen Polstersitzen, sphärischen Klängen und Farblicht oder in einer Holzhütte relaxen.

Die Chancen
Klimaschutz ist machbar. Und zwar in einem viel größeren Ausmaß, als uns die Politiker/innen weiß machen möchten. Die haben nämlich - wie jeder Mensch - Eigeninteressen, die nicht unbedingt dem Wohle der Bevölkerung dienen. So wird auch ein „Volksvertreter“ natürlich ungern in die Hand beißen, die ihn nährt - nämlich die Industrie. So werden wir noch lange auf die dringend nötigen Vorschriften zur radikalen Verringerung der Schadstoff-Emissionen warten dürfen - zu lange. Aber jeder kann im kleineren Maße selbst etwas beitragen. Damit beschäftigt sich die Ausstellung „Chancen“. Konkrete Alltags-Beispiele, Tipps und Infos über technische Möglichkeiten und politische Einflußnahme zur Reduzierung der Treibhausgase werden vorgestellt.

Beispielsweise läßt sich das Klima schon durch eine Reduzierung des persönlichen Fleisch-Konsums verbessern. Rinder und Schweine haben nicht nur einen enormen Bedarf an Platz, Nahrung und Wärme, sondern produzieren auch durch ihre Verdauungs-„Abgase“ mehr Kohlendioxyd als sämtliche Autos auf der Welt zusammen. Auch die Vermeidung von Sprays (Haarspray, Deo etc.) hilft der Ozonschicht beträchtlich.

Natürlich können wir kleinere Autos mit spritsparenden Motoren und Hybrid-Technik fahren - möglichst auch lang-samer und damit umweltfreundlicher. Noch besser wäre natürlich die Fahrt mit der Bahn. Oder das im Haus benötigte Warmwasser mit Sonnenkollektoren oder Geothermie erzeugen. Vielleicht „Öko“-Strom aus Windkraftwerken und Wasserturbinen beziehen. Möglichkeiten, wie jeder Einzelne etwas für die Umwelt tun kann, gibt es Tausende. Und jeder kann darauf achten, möglichst wenig Müll zu erzeugen und diesen sachgerecht zu entsorgen, ohne die Landschaft damit zu verschmutzen.

Gastronomie
Für die Verpflegung stehen zwei Angebote zur Verfügung. Da wäre zunächst das „Café südwärts“, das etwa in der Mitte der Route angesiedelt ist. Hier kann man vor allem erfrischende Getränke zu sich nehmen, aber auch eine Pause bei Kaffee und Kuchen einlegen. Der Softdrink (0,3 Liter) kostet 2,00 Euro, ein Stück Kuchen 2,30 Euro. Vor oder nach der Reise durch die Klimazonen kann man sich im „Restaurant Längengrad“ stärken. Dort gibt es zusätzlich warme Gerichte wie Pizza oder Pasta zu erschwinglichen Preisen (ab ca. fünf Euro für ein Mittagessen). Man sitzt hier wie im Café in angenehmer Atmosphäre. Publikum
Die Besucher sind wirklich buntest gemischt, man trifft hier jeden. Vom Säugling bis zum Greis ist alles vertreten, ebenso alle Schichten der Bevölkerung vom Arbeiter bis zum Professor. Das Thema ist eben für alle interessant. Dabei überwiegen nach meiner Beobachtung jedoch gebildetere Menschen, die teilweise sogar aus weit entfernten Ländern angereist kommen. Fotos
Das Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt, sofern es sich im privaten Rahmen bewegt. So wird auch munter mit Han-dies und kleinen Digicams herumgeknipst, teilweise sogar Videos gedreht. Die Reise um die Erde findet hier ja auch nicht in 80 Tagen, sondern nur wenigen Stunden statt. So kann man Urlaubsfotos aus Afrika oder der Antarktis schie-ßen, obgleich man real nie dort war.

Presse-Fotografen brauchen allerdings eine Genehmigung der Geschäftsleitung. Bringen Sie also besser keine profes-sionell wirkende Kamera mit Stativ, Tele-Objektiv, Blitzgerät und Fernauslöser mit, da Sie ansonsten mehrfach darauf angesprochen werden und sicherlich erklären müssen, daß die Fotos für den privaten Gebrauch sind. Am besten ist eine kleine Automatik-Zoomkamera mit leistungsstarkem, eingebautem Blitz. Und nicht vergessen, den Akku vorher voll zu laden, eine große Speicherkarte einzulegen und evtl. eine Ersatz-Batterie mitzunehmen.

Personal
Ich kann über das Personal nur Positives berichten. Ausnahmslos alle „Scouts“, die für die Besucher-Betreuung zu-ständig sind, machten ihre Arbeit tadellos und waren sehr hilfsbereit und freundlich. Zu erkennen sind die Mitarbei-ter/innen - insgesamt ca. 130 - an ihren schicken, lindgrün karierten Blusen. Es gibt auch wissenschaftliche Bera-ter/innen und Techniker, die wohl überwiegend braun gekleidet sind. Allerdings können die Angestellten nicht überall sein und haben wohl jeweils recht große Bereiche zu betreuen. Von daher würde man sich schon an einigen Stellen noch zusätzliche Kräfte wünschen, zumal oftmals doch Erklärungsbedarf besteht. Vandalismus
Negativ aufgefallen ist mir das Verhalten einiger Besucher, die offensichtlich das Eigentum anderer als wertlos ein-schätzen und keine Erziehung genossen haben. Solche Leute gibt es leider zunehmend überall und sie meinen, die Welt gehörte ihnen und sie sei nur dazu da, von ihnen beschmutzt und zerstört zu werden. So gibt es unbelehrbare Kids, die nur darauf aus sind, alles abzureißen und zu zertrümmern. Oder ihre Kaugummis reinzustecken und Dinge zu beschmieren. Wenn dann noch die Eltern daneben stehen und das gutheißen oder sogar selbst noch helfen, etwas kaputt zu machen, verliere ich manchmal doch etwas die Contenance und werde verbal recht deutlich. Ist denn das Eigentum anderer in unserer Gesellschaft nichts mehr wert?

Ich kann als „normaler“ Erwachsener einfach Vandalismus nicht dulden, da es allen schadet. So kann ich mich auch nicht zurückhalten, wenn ich sehe, daß andere etwas mutwillig zerstören. Würde doch nur jeder sich äußern, sobald ein anderer etwas kaputt machen will. Ich wünschte, diese in meinen Augen „geistig Minderbemittelten“ würden zu Hause in ihrem Loch bleiben und die leeren Bierdosen auf den eigenen Fernseher werfen. Schade, daß es solche „Gäste“ natürlich auch im „Klimahaus“ gibt. Wenn man 12,50 Euro Eintritt bezahlt hat, erwirbt man in deren Augen offenbar auch das Recht, für 1.000 Euro Schaden anzurichten. So ist es nicht verwunderlich, daß einige der Experimente leider nicht funktionieren, da sie immer wieder beschädigt werden. Das ist aber nicht die Schuld des „Klimahauses“, das stets um einwandfreie Ausstellungsstücke bemüht ist und diese täglich repariert, sondern von einzelnen Besuchern, die sich wie Geistesgestörte aufführen. Das mußte ich einfach mal loswerden.

Eignung für Familien
Für die ganze Familie ist das „Klimahaus“ ein ideales Ausflugsziel. Gerade die Kinder sind hier nicht nur willkommen, sondern sie lernen auch jede Menge Dinge spielend, die man ihnen sonst nur sehr schwer erklären kann. Dabei sind für die Kids vor allem die Experimente in der Abteilung „Elemente“ empfehlenswert und interessant. Allerdings sollte man sie dabei wirklich beaufsichtigen, denn einige Exponate sind sehr empfindlich und sollten nicht dem Ungeschick oder gar der Zerstörungswut von Kindern und Jugendlichen ausgesetzt werden. Eignung für Behinderte
Die ganze Anlage ist behindertentechnisch auf dem neuesten Stand, also wirklich behindertenfreundlich angelegt. Es gibt Aufzüge zu jeder Etage und auch einige Rampen. Behinderte folgen dem „roten Globus“, der ihre Route markiert. Alle anderen Gäste gehen die „blaue Route“. Dennoch gibt es natürlich einige Treppen oder enge Passagen, die für Gehbehinderte schlecht zu bewältigen sind. Man muß diese eben mittels Aufzug umgehen. Exit / Shop
Der Ausgang erfolgt über den „Klimahaus“-Shop. Hier kann man allerlei Experimente für zu Hause, die üblichen Souvenirs vom Kugelschreiber über Anstecker bis hin zur Bekleidung und sogar Brett- und Computerspiele erwerben. Mein eigenes Spiel „Elementar!“ würde hier sicherlich auch gut hinpassen, doch das ist ja noch nicht produziert. Die Preise für die teilweise wirklich tollen Exponate bewegen sich im Museumsüblichen Rahmen. Verbesserungs-Möglichkeiten
Da ich stets offenen Auges durch die Welt gehe, fällt mir natürlich auch vieles auf, das noch nicht perfekt ist. Auch das „Klimahaus“ macht da keine Ausnahme. Ich hätte da schon noch einige Verbesserungs-Vorschläge - wobei sich einiges aber bereits in den ersten Tagen nach Eröffnung schon stark gebessert hat. Man muß dem „Klimahaus“, das unter starkem Zeit- und Kostendruck gebaut wurde, aber auch die Chance zur Entwicklung geben. Welche neu erbaute öffentliche Einrichtung ist denn schon nahe an der Perfektion?

Schnell ändern sollte man allerdings die momentan noch sehr provisorische Beschilderung / Besucherführung und auch ein paar potentielle Gefahrenpunkte sollten noch entschärft werden. Und was ich als informationssüchtiger Mensch doch immer wieder und fast überall bemängeln muß: es gibt keine Möglichkeit, zwischendurch mal ins Internet zu gehen, wenigstens um seine Mails abzurufen. Das kann sicherlich ganz leicht nachgebessert werden. Schließlich hält man sich ja in der Regel doch mehrere Stunden im Erlebnis-Museum auf. Auch ein öffentliches Telefon ist mir zumindest nicht aufgefallen (naja, hat ja auch fast jeder heute ein Handy).

Weitere Entwicklung…
Gerade heutzutage, da die Flugreise als schlimmer Klimakiller erkannt wurde und man sich auch aus finanziellen Gründen wieder mehr auf den Urlaub in „Balkonien“ zurückbesinnt, sind Erlebnis-Museen wie das „Klimahaus“ ein Schritt in die richtige Richtung. Und wie es nach den ersten Wochen aussieht, auch ein materiell durchaus erfolgver-sprechender Schritt. Die logische Konsequenz daraus wäre, weitere Klimahäuser zu bauen, vielleicht sogar in jedem „zivilisierten“ Land eines. Nächstes Klimahaus: London, Wien, New York oder Shanghai? Lassen wir uns mal über-raschen.

Noch nirgendwo verwirklicht wurde meines Wissens auch der Gedanke, die ganze Welt in einem Erlebnismuseum vorzustellen - das „Welt-Haus“ sozusagen. Es wäre doch toll, an einem Tag alle Kontinente erleben zu können, inklu-sive der Einheimischen in Landestracht und regionaltypischen Spezialitäten-Restaurants. Natürlich auch mit der Dar-stellung der dort typischen Umwelt-Probleme und dem Aufzeigen von Möglichkeiten, wie man helfen kann. Kein Disney-Park, sondern eine realistische Nachstellung der Wirklichkeit. Und falls die Welt ein zu großes Thema ist, dann vielleicht ein Kontinent. Jeder Erdteil hat mehr als genügend interessante Destinationen, die man in ein Erlebnis-Museum packen könnte.

Fazit
Das „Klimahaus 8 ° Ost“ ist neu, wichtig, richtungsweisend, einfach toll. Alle meine Besuche im „Klimahaus“ waren sehr interessant und lehrreich. Ich habe viel Neues entdeckt und werde zukünftig wohl noch vorsichtiger mit der Umwelt umgehen, als ich dies ohnehin schon tue. „Ich mache die Welt ein wenig guter“ war schon immer mein Motto. Wir haben nur eine Welt und können nicht in eine andere umziehen, wenn sie kaputt ist. Von daher halte ich das „Klimahaus“ für eine prima Sache und kann jedem den Besuch (oder eher die Besuche) nur wärmstens empfehlen. Ich werde mit meiner Familie sicherlich noch öfters einen Ausflug dorthin unternehmen. Von daher natürlich von mir auch alle fünf möglichen Sterne. Und wenn sechs Sterne zu vergeben wären, dann wären es diesmal auch sechs!

© by wellSPAss, 13. August 2009

valparola Recht interessant, gut geschrieben, aber auch viel zu lang hier an dieser Stelle. Und man hat ein wenig den Eindruck, als ob der Beitrag der Betreiberfeder entsprungen ist.

wellSPAss familand Klar, der Beitrag ist vielleicht etwas zu lang geraten, doch das Thema lag mir einfach am Herzen und BHV liegt auch nicht weit von meinem Wohnort Bad Bederkesa entfernt. Ich bin regelmäßig im Klimahaus, weil es sehr interessant dort ist. Mit dem Betreiber habe ich aber nichts zu tun und der Betriebsleiter hat zwischenzeitlich auch gewechselt. Was ich mache, findet man unter www.familand.de oder www.wellSPAss.de

Delphino - Das Bremervörder Familienbad ( N & E GmbH) - Bremervörde

Am Lagerberg 36, 27432 Bremervörde

24.07.2009

… 207 … „Freizeitbad Delphino, Bremervörde“

Rutschen wie ein Delfin...

Intro
Heute war ich mit drei Kindern im Delphino, um die neue Riesenrutsche zu testen, die ja erst am 03. Juli 2009 einge-weiht wurde und laut Pressemeldungen mit stolzen 400.000 Euro zu Buche schlug. Auf jeden Fall eine Attraktion, die es auszutesten gab. Trotz Ferienzeit und bedecktem Wetter waren die Parkplätze um 17 Uhr nur zur Hälfte belegt, also keine Voll-Auslastung. Erstaunlich, denn eigentlich hätte ich ein volles Haus erwartet. Fakten
Adresse: „Delphino“, Am Lagerberg 36, PF 14 14, D-27432 Bremervörde
Region: Niedersachsen, nördlich von Bremen
Typ: Freizeitbad / Sportbad / Hallenbad / Sommerbad
Eignung: Kinder / Erwachsene / Senioren / Sport / Behinderte
Motto: Das Bremervörder Familienbad. Ankommen. Abtauchen. Entspannen.
Telefon: (+49) 04761 - 809 090
Fax: (+49) 04761 - 70 068
Internet: www.delphino-bremervoerde.de
GF: Eduard Gummich (Natur- und Erlebnispark Bremervörde GmbH)
Badleiter: Herr von Glahn
Eröffnung: Freibad 1956, Hallenbad 1972, Freizeitbad 1996, Rutsche 2009
Anfahrt: B74 Bremen - Stade oder B71 Bremerhaven - Rotenburg oder B73 von Cuxhaven. Stadtrand. Öffnungszeiten
Mo/Mi: 06.15 - 08 und 14 - 21 Uhr (Mi zusätzlich 10 - 12 Uhr)
Di/Do: 06.15 - 08 und 14 - 22 Uhr
Fr: 06.15 - 08 und 13 - 21 Uhr
Sa/So/Fei: 07.30 - 19 Uhr

Geschlossen an Ostersonntag, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr. Sommerbad Mai bis September. Während der Ferien sind Hallen- und Freibad durchgehend geöffnet.

Tarife
Ermäßigte: 1,80 € (Tag)
Erwachsene: 3,20 € (Tag)
Familien: 9,20 € (Tag)

Ermäßigte sind Kinder 4 bis 17 Jahre, Behinderte (ab 50 %), Schüler. Kinder bis 3 Jahre frei. Familien angenommen 2 Erwachsene + 2 Kinder. Sonderpreise für Wertkarten, Früh- und Spättarif (2,40 Euro). Stand: 07/09

Kasse
Die Kasse war nicht besetzt, aufs Klingeln hin kam eine recht mürrische Dame. Diese verwies uns auf einen Kassen-automaten, der nun - nicht mehr wie früher an der Wand - direkt beim Eingangs-Drehkreuz steht. Hier buchte ich die Familienkarte für einen Erwachsenen plus drei Kinder, zusammen 8 Euro für unbegrenzten Aufenthalt. Ein sehr günstiger Tarif, absolut familienfreundlich.

Ich drückte die Quittungs-Taste, woraufhin mich die Kassendame anfuhr, daß ich erst bezahlen müsse, bevor die Quit-tung kommt. Aha. Ich schob also den Zehn-Euro-Schein an einem daneben stehenden Automaten ein - und nichts passierte, außer daß ich ein 2-Euro-Stück zurückbekam. Keine Quittung. Auf meine Nachfrage hin erfuhr ich, daß der Quittungsdrucker wohl defekt sei. „Aber Sie brauchen doch keine Quittung“ war die schnippische Ergänzung. Ich brauchte aber doch eine, was sie in ungläubiges Erstaunen versetzte. Sie versprach, eine Quittung auszuschreiben und an der Kasse zu hinterlegen, wo ich sie nach Austritt abholen könnte.

Zum Passieren des Drehkreuzes benötigt man nichts, es wird nach der Bezahlung einfach gedreht. In unserem Falle also viermal hintereinander. Das funktionierte nicht, da mein Sohn als erster ging und gleich zweimal drehte. Alle anderen mußten durch die Behindertentür gelassen werden. Eine ganz schlechte Lösung, überhaupt nicht durchdacht. Zudem kann einfach jeder über das Drehkreuz klettern und damit umsonst rein. Eine Ausgangskontrolle existiert nicht, auch keine Kamera-Überwachung oder eine Quittung.

Drinnen erfuhren wir dann, daß man Ein-Euro-Stücke für den Schrank benötigt. Also bei der Kassendame wechseln, denn der Automat hatte ja sinnigerweise ein 2-Euro-Stück zurückgegeben. So etwas nenne ich wohl durchdacht…

Umkleiden
Es gibt drei Umkleidebereiche. Der größte verfügt über Wechselkabinen, die beiden kleineren sind Sammelumkleiden mit jeweils einer Wechselkabine. Die Schränke sind Halbschränke mit Münzverschluß, insgesamt 360 über die drei Umkleiden verteilt. Anschließend geht es in die Vorreinigung, nach Damen und Herren getrennt. Es stehen jeweils 12 Duschen zur Verfügung, die umständlich regelbar sind und offen. Weiterhin gibt es fünf WCs - zwei bei den Herren, drei bei den Damen. Alles war sauber und gepflegt. Sportbecken
Die Schwimmhalle wird von einem Holzbinderdach mit transparenten Einsätzen überspannt. Das nur für Schwimmer zugelassene, kleine Sportbecken erlaubt Bahnenschwimmen auf vier Bahnen, aber kein Einspringen von Startblöcken. Die Beckentiefe beträgt zwischen 135 und 200 cm, die Wassertemperatur 28 °C. In einer Nische neben dem Becken gibt es zwei Duschen, außerdem findet man hier die Wertfächer. Kinderbecken
Das Kinderbecken ist relativ groß und warm und fällt wie eine Lagune leicht ab. Attraktionen sind hier der spritzende Delphin sowie eine hübsche, flache Rutsche aus Edelstahl. Daneben findet man einen Wickelraum mit Kinder-WC. Erlebnisbecken
Das Erlebnisbecken teilt sich in einen Innen- und einen Außenbereich auf. Das Innenbecken verfügt über zwei Massa-gedüsen, eine Schwalldusche und einen Bodensprudler und ist 90 - 125 cm tief. Durch eine Ausschwimm-Schleuse gelangt man ins etwas größere Außenbecken, wo man als Attraktionen eine Sprudelliegenbank mit fünf Plätzen sowie eine Massagebucht mit sechs Massagestationen findet. Die einst ebenfalls vorhandene Wasserkanone wurde entfernt. Röhrenrutsche
Nun zur Haupt-Attraktion, der ganz neuen Riesenrutsche. Im Internet wird sie mit 72 Metern Länge und 11,3 % Gefälle beschrieben. Laut Hersteller Hartwigsen hat sie jedoch nur 70,67 Meter Länge bei 7,07 Metern Starthöhe, also exakt 10 % Gefälle. So steht es jedenfalls auf der Typentafel zu lesen. Naja, nicht schlimm, aber dennoch nicht korrekt. Es geht über den gemauerten Aufstiegsturm vier Absätze nach oben, wobei man zweimal von kalter Luft seitlich angeblasen wird. Das ist überflüssig und unangenehm, denn jeder hier ist naß. Oben steht man dann in der Regel in einer kleinen Schlange, die sich aber schnell auflöst. Die Rutsche ist ampelgesteuert, wobei eine Lichtschranke den Zutritt regelt. Die Kinder halten sich daran allerdings nur dann, wenn sie Wettrutschen vereinbart haben, ansonsten rutschen sie ganz gerne auch im Pulk - was dann für die Nachfolgenden eine längere Wartezeit bedeutet, da das System die Rutsche dann auf eine Minute Rotphase schaltet.

Der Schwierigkeitsgrad ist mit „mittel“ angegeben, was hauptsächlich wohl aus der Abdunkelung resultiert. Nach einer anfänglichen Linkskurve geht es in eine flache, liegende Acht, dann durch einen Jump in eine Rechts-Links-Kombination. Zwischendurch rast man durch zwei Wasservorhänge und an einigen Lichteffekten vorbei. Richtig dun-kel ist es nur ganz kurz. Die letzten Meter legt man in der Regel - sofern man schnell gestartet ist - fast fliegend zurück und wird dann im flachen Auslaufbecken abgebremst. Für erfahrene Rutscher ist die Strecke problemlos und relativ ungefährlich.

Unten befindet sich außerdem eine Leuchtanzeige mit der gerutschten Zeit, die aber nur ein paar Sekunden stehen bleibt, bis der nächste Rutscher startet. Die Zeiten liegen in der Regel zwischen 11 und 14 Sekunden. Bei meinen Ra-cing-Durchläufen erreichte ich Bestzeiten von 9,62 und 9,68 Sekunden. Als Tages-Bestzeit waren 8 Sekunden ange-geben, was aber nicht stimmen kann. Entweder ein Meßfehler oder eine Vorgabe. Unter 9 Sekunden dürfte es definitiv nicht machbar sein, schnellere Rutschvorgänge als meine habe ich nicht gesehen. Auf jeden Fall ist die Rutsche ein Erlebnis, ein wirkliches Highlight. Die Kinder waren so begeistert, daß sie fast nur auf dieser Rutsche zu finden waren und auch mehrere Erwachsene standen ständig an.

Schade allerdings, daß die Anzeige an der falschen Stelle positioniert ist, nämlich hinter den Rutschenden, und daß immer nur eine Zeit angezeigt wird. Sinnvoller wäre es, zusätzlich die Zeit des vorherigen Rutschers anzugeben, denn ansonsten kann man kein faires Wettrutschen veranstalten. So weiß nämlich jeder nur seine eigene Zeit. Negativ an-merken muß man auch, daß der Rutschenturm recht phantasielos gebaut wurde und zudem sehr viel Tageslicht weg-nimmt. Ich hätte einen gläsernen Aufstiegsturm gewählt und wohl einen anderen Standort.

Dampfbad
Leider verfügt das Delphino über keine eigene Saunalandschaft. Das mag damit begründet sein, daß es zuvor schon zwei ältere Saunabäder in Bremervörde gab, die beide heute noch existieren. Zwischenzeitlich ist noch ein drittes Saunaland in einem Fitneßcenter hinzugekommen. Diesen drei Sauna-„Landschaften“ ist jedoch gemeinsam, daß sie allesamt sehr schwach, relativ unbedeutend und überregional unbekannt sind. Sie verfügen nur über je zwei Schwitz-räume (Finnsauna 90 °C und Sanarium 60 °C). Dennoch ist wohl nicht zu erwarten, daß man in eine neue Saunaland-schaft beim Delphino investiert. Als kleinen Ausgleich hat man immerhin ein kostenloses Textil-Dampfbad zur Ver-fügung gestellt. Dieses ist mit einer doppelten Sitzbank versehen und aus GFK gefertigt. Hier finden etwa zehn Er-wachsene Platz, wobei farbige Spotlights in der Decke für wechselnde Stimmungen sorgen. Nach dem Schwitzen nutzt man die beiden regelbaren Duschen vor der Kabine. Solarien
Zwei Einsteiger-Solarien befinden sich in einer Nische zwischen den Umkleiden und dem Freibad-Ausgang. Die Kabinen sind nicht sehr ansehnlich, zudem war eine davon gesperrt. Somit stand also nur eine Sonnenbank zur Verfügung, die jedoch mit 2 Euro je 7 Minuten relativ preiswert ist. Gastronomie
Hinter den Solarien grenzt die verglaste Schwimmbad-Cafeteria an, die Platz für 40 Gäste bietet, jedoch nur die Spaß-bad-typischen Speisen und Getränke. Ein paar Sitze befinden sich auch im externen Bereich, so daß man nach dem Baden noch eine Cola trinken kann. Freibad
Das Freibad war erwartungsgemäß nur sehr schwach besucht, es ist durch eine Tür und ein paar Treppenstufen nach unten zu erreichen. Der Freibad-Eintritt ist stets inklusive. Das einstige 50-m-Schwimmbecken wurde vor ein paar Jahren umgebaut. Es verfügt nun über einen Spaßbereich mit Edelstahl-Breitrutsche in Wellenform, einen 25-m-Schwimmbereich sowie eine Sprungbucht. Der Spaßbereich ist nicht wirklich spaßig, denn die einzige Attraktion ist die Breitrutsche und die Wassertemperatur liegt bei gewöhnungsbedürftigen 24 °C. Die Schwalldusche am Beckenrand ist offensichtlich außer Funktion.

Durch eine schmale Öffnung kann man - von einer Schwimmsperre gesichert - ins Sportbecken einschwimmen. Hier gibt es nun nur noch vier 25-m-Bahnen, durchgehend 200 cm tief und mit vier Startblöcken. Wettschwimmen ist also möglich. Die quer dazu liegende Sprungbucht ist recht groß, die beiden Sprungmöglichkeiten waren bei unserem Besuch gleichzeitig geöffnet. Das ist gefährlich und nicht erlaubt. Zudem gab es hier nie eine Aufsichtskraft zu sehen. Das wird sich bestimmt ändern, wenn einmal ein Personenschaden eintritt.

Das kleine, runde Planschbecken war zum Zeitpunkt unseres Besuchs geschlossen, wahrscheinlich noch wegen der Bauarbeiten an der Röhrenrutsche. Hier waren noch Bauzäune, das Gelände muß wohl noch gartentechnisch bearbei-tet werden. Kein schöner Anblick, das könnte längst erledigt sein.

Die Liegewiese ist flach und ohne stille Plätzchen. Im hinteren Bereich findet man einen abgegrenzten Bolzplatz, links einen hölzernen Spielplatz. Dann gibt es noch eine Tischtennisplatte, links und rechts von Büschen gesäumt. Vielleicht bietet das einen gewissen Windschutz. Den Sommergarten könnte man aber sicherlich noch schöner gestalten. Das Beach-Volleyballfeld, mit dem man früher geworben hatte, konnte ich allerdings nicht entdecken. Vielleicht ist es dem Fußballplatz gewichen.

Personal
Außer der Kassendame, die offenbar gleichzeitig die Gastronomie betreut, begegneten mir eine Reinemachefrau (of-fensichtlich fleißig) sowie zwei Aufsichtskräfte. Diese beiden Mädels machten zwar einen netten Eindruck, saßen je-doch nahezu immer im Aufsichtsraum. Eine permanente Aufsicht an den beiden Schwimmbecken oder am Sprung-turm - wie vom Bundesverband öffentlicher Bäder gefordert und damit gesetzlich vorgeschrieben - wurde nicht durch-geführt. Auch bei der Rutsche war nur einmal eine Aufsicht anzutreffen. Das bezieht sich auf unsere Besuchszeit zwi-schen 17 Uhr und 21.15 Uhr. Offensichtlich waren die beiden Mädels wohl nicht sehr erfahren, vielleicht auch nur angelernte Rettungsschwimmer, vielleicht aber auch nur unmotiviert. Jedenfalls stelle ich mir unter Sicherheit etwas anderes vor, gerade nach dem kürzlichen Bade-Unfall im ostfriesischen Leer, wo vier Nichtschwimmer gleichzeitig im Sprungbecken versanken und es ein totes, kleines Mädchen sowie Hirnschäden bei zwei weiteren Kleinkindern zu beklagen gab. Die Mutter muß übrigens schon vorher einen Hirnschaden gehabt haben, sonst wäre sie als Nichtschwimmerin nicht mit drei kleinen Nichtschwimmer-Kindern an den ausgestreckten Armen ins Sprungbecken gelaufen... (Naja, die Welt ist voller Intelligenzbestien) Eignung
Das Publikum im Delphino besteht hauptsächlich aus Kindern sowie Familien im mittleren Alter. Behinderte können das Bad ohne größere Einschränkungen nutzen, denn es gibt einen Aufzug zum Eingang und ansonsten ist alles eben-erdig. Zum Freibad hin gibt es allerdings Treppen zu überwinden, eine Schräge ist mir nicht aufgefallen. Sport-schwimmer kommen im Innenbereich nur eingeschränkt auf ihre Kosten, werden jedoch vom Sommerbad entschädigt. Erholungsbedürftige und Senioren sind hier falsch, denn das Thema Entspannung wird nur am Rande abgehandelt. Außer dem Textil-Dampfbad und den Sprudelliegen konnte ich keine Relax-Möglichkeiten entdecken. Für Familien ist das Bad aber eine wirkliche Empfehlung, denn das Angebot ist für Kinder interessant und sehr preisgünstig. Ausstattung
Freizeitbad innen: Kombibecken (28 °, 25 x 10 m, 4 Bahnen, 250 m², 135 - 200 cm); Entspannungsbecken (32 °, ca. 20 m², 80 - 125 cm) mit 2 Massagedüsen, Bodensprudler, Schwalldusche; Planschbecken (34 °, 40 m², 0 - 45 cm) mit Spritztieren und Edelstahl-Kurzrutsche (4 m); Blackhole-Röhrenrutsche (71 m, GFK, Starthöhe 7 m, 10 % Gefälle) mit Lichtschranken-Ampelsteuerung, Lichteffekten, Wasservorhängen, Zeitmessung und Sicherheits-Auslauf; Textil-Dampfbad (50 °, 100 %, Plastik, 10 Plätze auf 2 Ebenen); 16 Liegen am Beckenrand; 2 Solarien „Noblesun Flexotic“ (2 Euro / 7 bzw. 8 Min.); SB-Cafeteria (40 Plätze)

Freizeitbad außen: Ausschwimmbecken (32 °, 110 m², 125 cm) mit 5 Sprudelliegen, 6 Massagesitzen.

Sommerbad: Sport- und Sprungbecken (25 m, 4 Bahnen, 500 m², solarbeheizt, 200 - 380 cm) mit 1-m-Brett, 3-m-Plattform; Freizeitbecken (24 °, 350 m², 135 cm) mit Schwalldusche und Breitrutsche (13 m, Edelstahl); Planschbecken (rund, 4 m Durchmesser, 20 cm); große Liegewiese mit Spielplatz, Fußballplatz, Tischtennisplatte; SB-Cafeteria (40 Plätze)

Aktivitäten: Wassergewöhnung; Kindergeburtstage; Poolparties; Spiel- und Tobetage; Aqua-Power; Schwimmkurse

Sonstiges: Bistro für externe Gäste (4 Plätze); 2 Kunst-Lindenbäume; Wickelstube; Behinderten-Aufzug; Seeräuber-Abzeichen; 1 Euro Pfand für Schränke

Fazit
Wir blieben über vier Stunden im Delphino, länger als eigentlich geplant. Das war hauptsächlich durch die neue Röh-renrutsche begründet, die eine wirkliche Attraktion darstellt und das Bad wesentlich aufwertet. Das Drehkreuz benötigt keine Austrittskarte und schließlich bekam ich auch noch meine Quittung. Negativ aufgefallen ist mir vorwiegend das weitgehende Fehlen von Entspannungs-Angeboten. Da die Tarife jedoch sehr günstig sind und zusätzlich das Freibad zu nutzen ist, bewerte ich das Bad mit vier von fünf Sternen.

© by wellSPAss, 23. Juli 2009

Sauna am Kalkofen - Bremerhaven

Bütteler Straße 6, Stadtteil Lehe (in der Nähe des Rotlicht-Viertels), 27568 Bremerhaven

22.06.2009

… 205 … „Sauna am Kalkofen, Bremerhaven“

Nostalgische Sauna-Gefühle…

Vorwort
Es kommt vor, daß man selbst als Saunafan jahrelang ganz in der Nähe einer Sauna-Anlage wohnt, ohne dieses zu kennen. So erging es mir mit der „Sauna am Kalkofen“. Bis letztes Jahr hatte ich von dieser Sauna, die nur 20 Minuten Autofahrt von uns entfernt liegt, nie gehört. Erst durch einen Gutschein im Schlemmerbuch wurde ich darauf aufmerksam, jedoch kamen wir nie dazu, diesen auch einzulösen. Jetzt wurde ich durch eine Kunst-Aktion der Theater-Werkstatt (Die „reisenden Liegestühle“ mit dem Programm „Well-Nass“) nochmals darauf aufmerksam gemacht und wir entschlossen uns spontan zum Besuch. Fakten
Adresse: „Sauna am Kalkofen“, Bütteler Straße 6, D-27568 Bremerhaven-Lehe
Region: Bremen, Bremerhaven
Typ: Saunaland
Eignung: Erwachsene / Senioren / Behinderte / Wellness / Textilfrei

Telefon: (+49) 0471 - 502 200
Internet: keine Website
Eröffnung: ca. 1960

Öffnungszeiten
Mo: 13 - 22 Uhr (gemischt)
Di: 07 - 12 Uhr (Herrensauna) und 12 - 22 Uhr (Damensauna)
Mi: 13 - 22 Uhr (Herrensauna)
Do: 07.30 - 12.30 Uhr (Damensauna) und 13 - 22 Uhr (gemischt)
Fr: 08 - 22 Uhr (Damensauna)
Sa: 07 - 22 Uhr (gemischt; So/Fei geschlossen) Tarife
Kinder: 5,50 € (Tag)
Ermäßigte: 10 € (Tag)
Erwachsene: 11 € (Tag)

Ermäßigte sind Rentner, Schüler und Studenten. Sonderpreise für 5er- und 10er-Karten. Stand: 06/09

Anfahrt
Die Vorbereitung war sehr schwierig, denn es gibt keine Website und auch sehr wenige Infos über die Sauna im Internet. Viel mehr als die Adresse ist hier nicht zu erfahren. Auch im Navigationssystem war nichts gespeichert, nur die Straße war einzugeben. Also eine Fahrt ins Blaue. Die Gegend ist nicht die allerbeste in Bremerhaven, nur einen Steinwurf von der „Roten Meile“ mit den „leichten Mädels“ entfernt. Eine ziemlich vernachlässigte Wohngegend mit vielen Sozialwohnungs-Blocks. Und schließlich, am Ende der Straße, versteckt zwischen den Wohnsilos ein altes, flaches Haus, umgeben von alten Bäumen. Kein Problem, einen Parkplatz zu finden, da sich die meisten Einheimischen hier wohl kein Auto leisten können. Eingang
Der Empfang war sehr freundlich, jedoch war heute kein Saunieren möglich. Sonntags ist die Sauna generell ge-schlossen, heute nur ausnahmsweise für die Veranstaltung geöffnet. Trotzdem - wo wir schon mal da waren, gingen wir dann halt nur zur Performance. Der Sonderpreis von fünf Euro für unsere Kleinfamilie war auch okay. Die Künstlerin kassierte uns im Liegestuhl vor dem Eingang ab, dann ging es hinein.

Der Eingangsflur ist etwas düster und eng, erinnert noch an die Vorkriegszeit. Wohl auch eines der wenigen Häuser in Bremerhaven, die den Krieg überlebt haben. Das Gelände beherbergte früher eine Kalk-Brennerei, der Umbau zur Sauna wurde wohl in den 1960er oder 1970er Jahren vollzogen. Werbematerial gibt es nicht, nur eine Visitenkarte mit Adresse und Öffnungszeiten ist vorhanden. An der Wand sind dann auch die Eintrittspreise zu lesen. 11 Euro für die Tageskarte sind für eine kleine Privatsauna kein Sonderpreis, aber immerhin gibt es auch Ermäßigungskarten. Chip-system und bargeldloses Zahlen darf man hier natürlich nicht erwarten, bezahlt wird mit Bargeld.

Erster Eindruck
Drinnen sieht es ebenso aus, wie man es sich von draußen vorstellt: ein Sauna-Museum, eingestellt auf das langsam aussterbende Klientel der älteren Stammgäste. Sicherlich die älteste Sauna im weiten Umkreis. Früher, als es noch keine Konkurrenz gab und alles neu war, also vor vielleicht 40 Jahren, florierte hier das Geschäft. Heute verirrt sich kaum noch jemand hierher, Neukunden sind Mangelware. Das Inhaber-Ehepaar ist schon im Rentenalter, das Ende des Saunabetriebs ist also wohl abzusehen - falls es keinen Nachfolger gibt. Bedauerlich eigentlich. Umkleiden
Die Kasse ist wohl normalerweise personenbesetzt, wobei auch gleich die Saunabar mit bedient wird. Es gibt nur etwa ein Dutzend Sitzplätze, aber ausreichend um seinen Kaffee, ein Bier oder Wasser zu trinken. Rechts und links des Empfangs sind die Umkleide-Gelegenheiten. Wie in einer Turnhalle zieht man sich hier um, es stehen nur Bänke und Kleiderhaken zur Verfügung. Schon etwas gewöhnungsbedürftig, da man keinen abschließbaren Schrank für seine Sa-chen hat. Offenbar vertraut man sich hier noch, zumal die Gäste sich untereinander sicherlich fast alle kennen. Wahr-scheinlich kann man seine Wertsachen auch an der Kasse abgeben. Veranstaltung
Wir gingen nach draußen, um uns die Theater-Vorstellung anzuschauen. Hundert von Schülern handbemalte Liege-stühle auf der Wiese, vielleicht die Hälfte davon besetzt vom theaterliebenden Publikum. Schönster Sonnenschein, wirklich Bilderbuchwetter für eine Outdoor-Veranstaltung. Eine Tänzerin räkelte sich im dünnen Seiden-Kleidchen von Liegestuhl zu Liegestuhl, sehr dekorativ und spontan. Der Sinn der Handlung war schwer zu erkennen, aber ganz hübsch anzusehen. Performance-Kunst eben, begleitet von einer eigenwilligen Musik-Komposition. Aber mal was Anderes, denn so was sieht man ja nicht jeden Tag.

Die junge Dame näherte sich schließlich dem Außenbecken, tanzte auch auf der Trennmauer herum, spritzte ein wenig herum und glitt schließlich heldenmutig in das kalte Naß. Dort räkelte sie sich noch ein paar Minuten weiter und wurde schließlich von ihrem Partner aus dem Wasser gezogen. Übrigens aus dem wirklich erfrischenden Becken mit etwa 12 °C Temperatur. Respekt. Für meinen gerade 7-jährigen Sohn war die Sache natürlich etwas langweilig, er spielte die ganze Zeit am Becken oder mit ein paar Spielzeug-Autos, die ihm die Inhaberin freundlicherweise ausgeliehen hatte. Immerhin war er brav und störte nicht allzu sehr. Die Vorstellung war nun nach etwa einer Stunde zu Ende, das Publikum zufrieden und ich begab mich auf Entdeckungstour durch das Gelände.

Gelände
Umgeben ist das Gebäude, das winkelförmig auf dem etwa 1.000 m² großen Grundstück und einer Grundfläche von vielleicht 300 m² steht, von hohen Büschen und alten Bäumen, vorwiegend Tannen. Diese geben ganzjährig Sicht-schutz zu den Nachbarhäusern hin und spenden im Sommer auch Schatten. Ein kleines Idyll in der Großstadt, von blühenden Rosensträuchern aufgelockert. Haupt-Blickfang ist allerdings nicht das Haus, sondern der alte Kalkofen, der auch den Namen für die Sauna spendierte. Dieser ist rund und kegelförmig etwa 15 Meter hoch aus Ziegelstein gemauert. Wirklich imposant - und natürlich unter Denkmalschutz stehend. Schade allerdings, daß das Bauwerk heute nur noch als Abstellkammer dient. Ein Blick ins Innere war ernüchternd, denn Bierkisten und Kellergut bilden natürlich kein tolles Ambiente. Man hätte hier, dem Sinn der Anlage entsprechend, eine tolle Sauna auf zwei oder gar drei Ebenen einbauen können. Oder auch eine gemütliche, außergewöhnliche Gastronomie oder eine Ruhezone. Das hat man aber leider verpaßt. Dampfig…
Drinnen finde ich im linken Gebäudeteil hinter den Umkleiden und einer Aufenthalts-Ecke einen durch eine Glaswand abgetrennten Raum mit einem hochliegenden, quadratischen Whirlpool. Dieser bietet Platz für vielleicht sechs Personen und ist heute rund 32 °C warm - vielleicht bei Betrieb aber wärmer. Daneben findet man die Dampfkammer, aus Plastik und mit ebenfalls sechs Plätzen. Gegenüber der Warmzelle befinden sich eine kalte Dusche sowie ein Unisex-WC. Entspannung
Eine schmale, gewinkelte Treppe führt eine Etage höher in den Schlafraum, mit Blick über den Saunagarten und die Außenbecken. Zehn Liegestühle findet man hier und auch etwas zu Lesen liegt aus. Übrigens gibt es hier nicht nur die Regenbogenpresse, sondern auch ein paar dicke Bücher. Der Raum ist vielleicht zehn Meter lang und drei Meter breit mit einem Spitzdach. Wieder unten sehe ich beim Durchqueren des Kaminzimmers neben der Saunabar noch eine hübsche, altertümliche Waage und ein Ergometer unter einer zweiten Treppe stehen, die hoch zum Massageraum führt. An der Wand gegenüber hängt auch ein monumentaler Föhn, sehr dekorativ und natürlich funktionsfähig. Finnische Saunas
Im anderen Gebäudeflügel befinden sich die Finnsaunas. Die beiden spiegelverkehrt identischen Räume beinhalten jeweils einen mächtigen Ofen in einer Ecke und etwa 20 Sitzplätze auf drei Stufen. Die Bestuhlung hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und wirkt dadurch sehr rustikal. Spärliches Licht dringt von außen durch eine Milchglas-Scheibe, ansonsten ist es recht düster hier. Lampen sehe ich keine, aber vielleicht sind sie unter den Bänken versteckt. Heute ist ja auch kein Saunabetrieb. Welche Temperaturen die Schwitzräume haben und wann es welche Aufgüsse gibt, kann ich leider nicht finden. Es ist aber davon auszugehen, daß hier jeweils zwischen 85 und 95 °C herrschen und eine der beiden Saunas trocken, die andere mit Aufgüssen gefahren wird.

Weiter hinten findet man noch ein Einsteiger-Solarium zum recht günstigen Preis sowie eine weitere, von beiden Ge-schlechtern zu nutzende Toilette und einen Duschraum mit einem Vierer-Duschrondell. Die Duschen hier sind in der Temperatur regelbar. An der Wand befinden sich weiterhin zwei Fußwechsel-Becken.

Außenbecken
Durch einen zweiten Ausgang bei den Finnsaunas gelangt man wieder zu den Außenbecken. Es handelt sich um ein hochliegendes, ungefliestes Betonbecken mit der Dimension 25×10 Meter, wobei dieses durch eine Mittelwand in zwei gleichgroße Bassins geteilt wird. Die Becken sind beide 90 cm tief, innen mit blauer Farbe bestrichen und mittels flacher Rampe oder über eine steile Leiter zu besteigen. Die linke Beckenseite ist sehr kühl, wohl um die 12 °C im Juni, im Winter soll hier eine Eisdecke drauf sein. Also wohl unbeheizt. Die rechte Seite ist etwas wärmer, heute 20 °C. Das ist immer noch sehr erfrischend. Um den Wärmeverlust im Winter zu verringern, schwimmen auf der Wasser-Oberfläche unzählige Pingpong-Bälle. Das sieht lustig aus, bringt aber wohl nicht allzu viel Energie-Einsparung. Und für mich wäre die Becken-Temperatur selbst im Sommer doch etwas zu erfrischend. Der Saunagarten mit der Liegewiese hat nochmals etwa 400 m² Fläche, also ausreichend Platz. Publikum
Die Gäste kommen hier größtenteils aus der näheren Umgebung, vorwiegend Senioren, die Ruhe suchen. Jüngere Leute sind hier - nach Auskunft eines Stammgastes - eher selten anzutreffen. Eignung für Behinderte / Familien Gehbehinderte kommen im Saunaland ganz gut zurecht, denn bis auf Ruhe-raum und Massagen ist alles ebenerdig angelegt. Einen Aufzug gibt es natürlich nicht. Für Familien ist die Sauna na-türlich weniger gut geeignet. Kinder und Jugendliche sind im Freizeitbad „Bad1“ oder im Kinderspielhaus „Krabben-land“ besser aufgehoben. Ausstattung
Saunaland innen: Aufgußsauna (20 Plätze auf 3 Stufen); Trockensauna (20 Plätze auf 3 Stufen); Dampfbad (45 °C, 100 %, Plastik, 6 Plätze); Whirlpool (32 °C); 2 Fußbecken (Keramik); Schlafraum (10 Liegen); Kommunikationsraum (20 Plätze) mit Kamin; Solarium „Ultra Sun“ (2,60 Euro / 10 Min.); Saunabar

Saunaland außen: Bewegungsbecken (12 °C, 25×5 m, 125 m², 90 cm); Bewegungsbecken (20 °C, 25×5 m, 125 m², 90 cm) mit Oberflächen-Bällchen; Saunagarten (ca. 300 m²) mit Liegewiese, Terrasse und historischem Kalkofen

Wellness: Klassische Massagen (18 Euro); Fango (11 Euro)

Resumée
Insgesamt betrachtet bietet diese Saunalandschaft ein sehr individuelles Saunavergnügen. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber durchaus interessant und - wenn man nicht zu hohe Anspruche stellt - auch entspannend. Ein Geheimtipp für alle, die vor allem das pure Saunieren nach finnischer Art und die Ruhe suchen. Es ist übrigens auch erlaubt, den eigenen Picknick-Korb mitzubringen.

Man könnte übrigens - mit etwas frischer Farbe, gar nicht viel Geld aber Idealismus und persönlichem Einsatz, aus diesem Saunaland ein richtiges kleines Paradies machen. Der mediterrane Charakter könnte in den Vordergrund ge-bracht werden und neue Gäste wären dann auch leicht zu werben, vor allem natürlich aus dem näheren Umfeld. Aber das ist wohl kaum zu erwarten. Wer also die „Sauna am Kalkofen“ besucht, sollte keine moderne Saunalandschaft er-warten, kann aber mit einer freundlichen Atmosphäre rechnen. Von mir zwar nur zwei von fünf Sternen, aber auf jeden Fall eine Besuchs-Empfehlung.

© by wellSPAss, im Juni 2009

26.04.2013

  • wellspass hat ein neues Foto zum Platz Calypso hinzugefügt um 14:18 Uhr