Restaurant 44 im Swissôtel, Charlottenburg, Berlin

5 18 Beiträge

Beitrag schreiben
Folge uns
Schließen

Was ist "Folge uns"?

Folge Restaurant 44 im Swissôtel und erhalte alle Neuigkeiten direkt per E-Mail.


Beschreibung:

Mit tollem Blick auf den Ku'damm & fröhlichem Service bietet Die Kräuterküche von Danijel Kresovic ein Degustationsmenü mit "kleinen" Gängen, welche Sie nach Ihrem Wunsch zusammenstellen und so in den Genuss einer größeren Auswahl kommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Kategorie:
Gourmet Restaurants Charlottenburg | Gourmet Restaurants Berlin
Adresse:

Augsburger Straße 44, 10789 Berlin

030 220 10 22 88

Hierher mit Bus/Bahn

Website:

www.restaurant44.de

Geöffnet:
Frühstück: 6.00 - 10.30 Uhr
Mittagessen: 12.00 - 14.30 Uhr
Abendessen: 18.00 - 22.30 Uhr
Sonntag: Ruhetag
Mehr Details:
Anzeigen
von lokalreporter
<
>
Foto hochladen
Schließen

Du kannst so viele Bilder hochladen wie Du willst.

Video-Upload ist eine exklusive Funktion für Qype Premium Partner.

Mehr Infos

Alle Fotos
Bedenklicher Inhalt? Premium-Partner
Restaurant REmake - Mitte

Restaurant REmake

Große Hamburger Str. 32, 10115 Berlin

4

Das Restaurant Remake steht für leichte moderne Küche im Szene-Bezirk Berlin Mitte. Kundenzitat: "Welchen Wunsch auch immer man hat, alles ist umsetzbar, Essen und Wein sind grandios. Für uns ein besonderes Restaurant."

17 Beiträge zu Restaurant 44 im Swissôtel auf Deutsch

Benutzerfoto: lokalreporter

lokalrepo...

Berlin

623 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 11 Februar 2011 (aktualisiert am 16 Februar 2011)

schwierig schwierig. hier stimmt einiges, und einiges nicht.
der gast ist könig, aber auch der service besteht auf seiner rolle. die runtererzählten erklärungen der jeweiligen gänge, gehören mittlerweile zum standardrepertoire jedes hochpreisigen restaurantkonzepts - eine schauspielausbildung braucht man dafür keine.

was dann geboten wird, sieht hervorragend aus [alle sternchen für die perfekte präsentation], in der geschmacklichen partitur fand ich es insgesamt eher disharmonisch. meine begleiterin nannte das: das orchester findet nicht zueinander.

für mich war es ein gaumisches zuviel an kombination, wie ein zerrissener vielvölkerstaat. ob sich darin eine geheime botschaft des chefs danijel kresovic verbergen mag? ich vermute. kresovic kocht ökonomisch, visuell.
beilagen und kräuterbeiwerk sind von einfacher herkunft: rote bete, couscous, balsamico, fenchel, mango, viel mango. dagegen ist nichts zu sagen, das auge wird satt - die präsentation ist gekonnt, nährt erwartungen. aber. immer wieder ein aber.

geschmacklich war ich irritiert. hier wird eine rautische viererkette gespielt, die in krisenzeiten ein durchaus taugliches konzept darstellt. sie ist solide und verteidigend, wenn auch wenig raffiniert. aber nun, was zählt ist der sieg - das überleben.
ich mag es auf dem teller gerne harmonisch, mag es, wenn sich berge und täler geschmacklich ergänzen. was ich nicht mag, ist die verwendung einer kulinarisch-descart'schen reminiszenz. als amuse-gueule und[!] hors d'œuvre gänse-&-entenstopfleber [foie gras] zu reichen, gehört nicht mehr in die heutige zeit - auch wenn ich sie sehr gerne esse. einen schritt weiter, wieder was.
als zwischengericht gab es rochen, dargereicht auf einem gut eineinhalbmeterlangen porzellanrechteck [pluspunkte für diesen auftritt!]. schön anzusehen, nur, meeressäuger muss ich nicht auf dem teller haben - mit rind, schwein und hahn hab ich kein problem, aber flippers freund? davon abgesehen, konnte ich dem geschmack nicht viel abgewinnen, es schmeckte eigenwillig abgelegt, fasrig.

dann das hauptgericht. ein sehr zartes lammfilet, das war nicht etwa lauwarm, es war fast kalt. wenn das so sein soll, meinetwegen. ich jedoch bevorzuge als filet ein stück fleisch das frisch vom feuer kommt. es darf bluten und darf molekular verfremdet sein, ich hätte es trotzdem gerne heiß und saftig.

der service war sehr aufmerksam, hatte sich nach dem dritten gang aber immer weiter in den hotelangestelltenmodus zurückgezogen. sehr gerne mochte ich die junge frau, mandy, die ein gutes gespür für stimmung und umsichtiges timing hatte, sie war jederzeit präsent.

gesamtresümee:
der blick auf die kudammkreuzung, die ziemlich unglückliche inneneinrichtung samt bösartiger kerzenhalter, die einem bei der kleinsten berührung eine brandwunde zufügen, verlangen meiner ansicht nach nach einer gründlichen rundumveränderung [bis auf den kudammblick]. die kunst an den wänden, die entfernt an den abstrakten expressionisten sam francis erinnert, ist nichts weiter als deplazierte imitation.
das wirft die frage/n auf: wer denkt sich eigentlich verwirrend informelle einrichtungskonzepte dieser art aus? und; welcher investor lässt sich derlei innenarchitektonische geschmacksneurosen andrehen?

trotzdem: insgesamt sehr solide und ob des aufwands fünf sterne wert. richtig herausragend aber ist das 44 nicht. leider.

lokalreporter naja.
mein rochen schmeckte nicht, er hatte einen hauch von aceton. ob man das/ihn nun probieren muss? ich weiß es nicht.

cherrybabe Warum haben Sie dann 5 Sterne vergeben?

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: amexoo

amexoo

Zug

20 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 1 Dezember 2010

Mit dem iPhone geschriebener Beitrag Hol Dir die App

Wir bekamen den besten Tisch, ganz vorne am Fenster mit direkter Sicht aufs Café Kranzler. Die Speisekarte ist sehr ungewöhnlich, da man sich die Gänge querbeet zusammen stellen kann. Das sehr kompetente Personal unterstützt und berät einen gerne.
Wir bestellten den 4 Gänger für 62€. Die Qualität der Speisen war exzellent, wenn auch ein wenig übersichtlich auf dem Teller präsentiert. Uns wurde jeder Gang ausführlich erklärt. Der Lammrücken war unglaublich zart...sowas hatte ich noch nie. Alles in allem war das Abendessen sehr sehr lecker, mit besten Zutaten und mit Leidenschaft zubereitet.

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: labelladonna

labelladonna

Berlin

13 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 8 September 2010

Das Restaurant im Swissôtel ist einfach ein wunderschöner Abend im Sommer auf der Dachterrasse wert. Leckereien und das Alles über den Dächern des Kudamms. Wenn in den nächsten Tagen nur Temperaturen über 20 Grad sind bin ich die Erste, die an diesen schönen Tischen mit genug Privatspäre sitzt und ohne Ende wieder schlemmt. Im Moment, wenn es nochmal etwas wärmer wird denke ich, es wird dann der Mittag, der mir das Gefühl gibt ich bin in südlichen Gefilden und lass`es mir gutgehen. Innen ist es auch bezaubernd, aber da ich rauche, ist es schwierig. Langes Verweilen mit diversen Köstlichkeiten ist angesagt und ohne Zigarette halte ich das nicht aus. Sie gehört dazu, aber in keinster Weise Kritik an Diesem Exzelenten Restaurant.

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: QAKU

QAKU

Berlin

15 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 20 August 2010

Experiment -
so muss ich das Essen bezeichnen.
Die meisten Gänge waren sehr gut bis perfekt, besonders das Niedrig-Temperatur gegarte Lamm. Der Service war sehr nett, freundlich und dezent...
Nun zu den Kritikpunkten:
- eine der Vorspeisen war etwas japanisch angehaucht... m.E. etwas unglücklich. Der frittiere Tofu war mittelmäßig verarbeitet (Panade gerissen) und geschmacklich auch kein Hochgenuss. (zu Hause machen wir das viel besser! es ist keine Kunst und kein feines Restaurantessen!)
- gekochte Shiitake sah etwas traurig aus. Vielleicht gehört es zum Standard in Deutschland, dass Shiitake dünn sind... In Japan werden eher dicke Pilze mit schönem Rand geschätzt... im 44 hatte man für die dünnen entschieden. Zubereitung war "japanische Art", nur schlecht nachgemacht.
- Kombination Jakobsmuschel und luftgetrockneter Rinderschinken: jede zutat an sich sehr lecker und von guter Qualität... nur zusammen durfte man die nicht essen, denn der Schinken zusammen mit der warmen Muschel hat einen ziemlich ekeligen fischigen Gestank entwickelt (der erste Gedanke war schon - vergammelte Jakobsmuscheln)...
- Dessert: ein Teller mit vielen Kleinigkeiten darauf, dazu noch extra Tasse mit Eis in Champagne... Da fehlte mir irgendwie die Konzeption von dem ganzen. Nicht alles passte zusammen, also musste ich als Gast erstmal rausfinden - wie es zu essen ist... Das muss schon vorher passieren. Manche Restaurants servieren dann mehrer Gänge Dessert, wenige Zutaten in der passenden Kombination.

Trotz der Kritik meinerseits - empfehlenswert :)

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: Bemo

Bemo

Berlin

148 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 28 September 2007 (aktualisiert am 12 November 2009)

Tim Raue ist, zumindest im 44, Geschichte. Mittlerweile hält Danijel Kresovic das Zepter fest in der Hand und macht seine Sache großartig. Sowohl das Design, als auch das Handwerk zeigen, dass sich der Spitzenkoch mit Können und Liebe seinen Gerichten widmet. Das macht richtig Spaß. Kresovic' Kredo "Küchenkräuter" hat er gekonnt in sein Menü integriert, ohne es an der Nervgrenze durchzuziehen.
Das Restaurant 44 ist ein Restaurant für besondere Anlässe. Mir persönlich zu groß, aber das ist eine andere Sache.

Älterer Beitrag:
Wir haben unseren Valentinstag dort verbracht. Spannende Geschichte. Wir nahmen das Menü "Evolution" mit 8 Gängen. Vier Gänge als Erlebnisfaktor und danach irgendwo ein Schnitzelchen zur Sättigung, das hätte gereicht.
Zur Erklärung: es gibt eine Karte Evolution, hier probiert Tim Raue Neues aus und kocht recht experimentiell. Klassich dagegen bedeutet, dass er Gelerntes gekonnt einsetzt.
8 Gänge und immer scharf, süß, sauer, bitter, salzig und umami variiert, das steht man nicht durch. Nach dem 4. Gang wird es anstrengend. Aber handwerklich - Hut ab!
Besonders enttäuschend war die Weinbegleitung. Hier hat man den Keller aufgeräumt. Besonders der Chablis war hoffnungslos überlagert.
Punkteabzug auch für den Preis. Wir bezahlten zu zweit 420 EUR. Da muss der Abend schon perfekt sein!

Bemo Vielleicht muss Tim Raue nach den ganzen Lobhudeleien auch einfach mal wieder auf den Teppich zurück kommen.

looker Leider entnimmt man dem Restaurant 44 immernoch den Charakter des Hotelrestaurants. Dennoch hat Danijel Kresovic das Restaurant und dessen, vom Tim Raue eingemeisselten Stil, umgekrempelt und ganz von vorn angefangen. Nach schwerer Zeit hat er grandioses geleistet und bringt kreative Kräuterküche auf den Tisch. Besonders begehrenswert finde ich jedes Jahr die feierliche Eröffnung des Kräutergartens... bei der ab und zu die creme de la creme der Berliner Gastroszene sich am Küchenblock wiederfindet.
Mal abgesehen davon ist Danijel Kresovic auch menschlich eine ganz andere Grössenordnung als es Tim Raue jemals hätte sein können.

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: Ruprecht Frieling

Ruprecht ...

Berlin

196 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 4 Oktober 2009 (aktualisiert am 8 Oktober 2009)

Seit Februar 2008 steht das hoch gelobte "Restaurant 44" unter der Leitung von Danijel Kresovic und seinem Team. Kresovic hat sich von der asiatisch geprägten Küche seines Vorgängers Tim Raue gelöst und verfolgt eine eigene Linie.

Wer mehr wissen will: http://berlin-reisen.suite101.de/article.cfm/schlemmen_in...

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: looker

looker

Berlin

499 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 26 April 2009

Nachdem nun Tim Raue weg ist, ist endlich auch die Kochkunst wieder eingezogen und das Restaruant 44 bietet wieder “ehrliche Küche”. Ich muss Speedi88 wiedersprechen, Tim Raue hat sich, anders als eigentlich üblich, einen Sch….ß um den f&b-Bereich des Hotels und die Frühstücksküche gekümmert. Für ihn war immer nur das Restaurant 44 wichtig. Leider gab es hier sehr große qualitative Unterschiede, je nachdem wann man da war. Das Konzept der Geschmäcker: bitter, salzig, süß etc. pp. war zwar spannend, aber nach einiger Zeit auch langsam langweilig, zumal sich kaum Neuerungen finden liessen. Die Grundprodukte wurden gänzlich geschmacklich vernachlässigt.
Nun, nachdem Danijel Kresovic das Steuer im Restaurant 44 übernommen hat, wird wieder “ehrlich gekocht”. Mit guten Grundprodukten und neuem Enthusiasmus. Hier werden die Kräuter und Gewürze in hervorrgender Art und Weise verarbeitet, aber die Grundprodukte nicht erschlagen.
Meines Erachtens hat sich das Restaurant 44 neu definiert und gefunden. Nun ist es wieder die Adresse um hervorragend und kreativ essen zu gehen, ohne Qualitätsschwankungen unter der Woche. Auch die Bankett-Küche ist nun wieder zu ertragen und dem Niveau des Hotels angemessen!

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: foodandmore

foodandmore

Zürich

171 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 31 Januar 2009

Ganz kurz, da sich das Urteil noch auf die Tim Raue Zeit bezieht und er zwischenzeitlich schon weiter gezogen ist: Damals schlichtweg genial! Kreative Küche, guter Service, schöner Ausblick auf den KuDamm und zum Abschied noch selbstgemachte Schokolade (Kokos und Lavendel; hätte nie geglaubt, dass mir insbesonders zweitere schmecken könnte, aber sie tat es)

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: ElleBe

ElleBe

Berlin

74 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 3 Dezember 2008

Auch wenn Tim Raue nicht mehr da ist: Wunderbar gut! Weihnachtszeit auf dem Ku´damm - es leuchtet und blinkt und wenn man den richtigen Tisch hat, kann man in dieser weihnachtlichen Atmosphäre den geschmacklichen Himmel auf Erden erleben: Degustationsmenue - wahlweise als Überraschungsmenü (keine Angst, die Gerichte bleiben im Rahmen des Üblichen) mit passenden Weinen oder als Wahlmenue für diejenigen, die Gerichte wie Gänsestopfleber oder Wachteln doch lieber ausschließen möchten. Der Service ist angenehm kompetent und zurückhaltend. Aber das absolute High Light: man muss als Frau seine - modisch übergroße - Handtasche nicht irgendwie plazieren, sondern ihr wird eine eigene kleine Ablage neben dem Stuhl der Dame geboten. DAS HAT STIL!

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: Sascha Rehlinger

Sascha Re...

Aachen

155 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 19 August 2008

Über Einrichtung und Ambiente des Restaurants möchte ich nicht viel sagen. Das Swissotel ist schon sehr styish und cool designt. Vielleicht sagt mancher, es sei etwas sehr unterkühlt, mag sein, aber mit gefällts.

Zum Essen:
ich nahm an einem Bankett teil.
Buffet sehr schön aufgebaut, optisch ein Genuss.
Das Essen soweit auch, einige nette Berliner Spezialitäten, die neu interpretiert wurden…Berline Weisse Grün Sorbet…echt ein Hit. Leider war für meinen Geschmack kein Oberhit dabei.

Der Service:
waren wohl Aushilfen…nicht sehr aufmerksam, lustlos und nicht freundlich.

Denke, das geht besser.

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: speedi88

speedi88

Friedrich...

309 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 2 Januar 2008

Tim Raue ist ein Turbokoch mit unglaublichem Arbeitspensum, verantwortlich nicht nur fürs Gourmetrestaurant, sondern auch für Bankett und Frühstücksei des Großho-tels – damit muss sich kaum ein anderer deutscher Chef seines Niveaus herumschlagen. Dennoch findet er dann und wann Zeit, etwas zu tun, was bei seinen Kollegen so rätselhaft selten ist: Er fliegt um die Welt, um jedem interessanten kulinarischen Trend in Echtzeit nachzugehen, egal, ob er sich im Baskenland ereignet oder auf Mauritius. Das Ergebnis – wir schreiben das nicht zum ersten Mal – ist eine enorm weltläufige Küche, die Modebewusstsein und Handwerk auf faszinierende Weise verbindet.

Die naheliegende Einschränkung servieren wir gleich zur Vorspeise, damit das Thema vom Tisch ist: Häufig sind seine Menüs etwas ungestüm komponiert, zu sehr besessen von der Idee, alle nur denkbaren Kontraste zwischen süß und sauer, heiß und kalt, mild und scharf, kross und weich möglichst auf jedem einzelnen Teller zu versammeln. Wer sich durch ein großes Menü isst, sehnt sich manchmal danach, dass Raue einen Moment Atem holt und in aller Gelassenheit einen Gang einschiebt, der nur dem Geschmack und keiner hochgezwirbelten Textur- und Konsistenz-Theorie verpflichtet ist, wie sie gegenwärtig manche Köche verrückt macht. Dass er es kann, ist keine Frage – wenn er es tut, wird er ein ganz Großer.

Die Voraussetzungen sind da: Er konnte endlich durchsetzen, dass das Restaurant am Sonntag geschlossen bleibt. Damit kann er Patzer viel leichter ausschließen, wie sie bisweilen vorkamen, wenn er einen freien Tag hatte. Auch der Service wird davon profitieren, denn dessen Leistungen hängen ja stark an der liebenswürdigen Gastgeberin Marie-Anne Raue, die die Schöpfungen des Gemahls in- und auswendig kennt und mit Bravour die nicht einfache Aufgabe löst, diesen Gerichten passende Weine hinzuzugesellen; speziell die großen weißen Burgunder aus Frankreich werden kaum irgendwo so geschickt eingesetzt.

Dies ist "Aromaküche", verstanden als eine Stilistik, die nichts mehr fürchtet als Fadheit, den puristischen Verfechtern des sogenannten Eigengeschmacks gern provokativ ins Gesicht springt und mit Substanzen arbeitet, die auch weitgereisten Gourmets fremd sind – ein kleines Glossar zur Speisekarte wäre unendlich hilfreich ...

Doch die Tricks der Molekulartüftler interessieren Raue wenig, manches wirkt eher inspiriert von der Direktheit einer asiatischen Garküche, z.B. die glasierten Schweinerippchen auf scharfem Püree von der So-brassada-Wurst und chinesisch inspiriertem Gemüse aus Ananas, Sellerie und Paprika, das mit einer Sauce aus einem nach Curry schmeckenden Kraut abgerundet wird. Raue zielt mit solchen Kombinationen eher auf einen satten Gesamteindruck als auf Nuancen, sucht eher Überwältigung als Differenzierung und hat dafür den besten denkbaren Grund: Es schmeckt ihm so am besten.

Dennoch kann er auch diskretere Aromen herausarbeiten und optimal einsetzen: Der grandiose Vierer aus Hähnchenkeule mit asiatischem Hauch, kühlem Gänsestopfleberparfait, zitronig gewürztem Gin-Gelee und einer halbierten, dezent an Birne erinnernden Sapodilla-Frucht spornte uns an, im Kreis herum zu essen und die Zunge mit immer neuen, durchweg harmonischen Akkorden auf Touren zu bringen.

Nichts, was es hier gibt, kommt einem irgendwie bekannt vor, selbst die heimtückisch als "Tradition" betitelten Gerichte betreffen eine Tradition, die wohl erst noch begründet werden muss. Zur Chiboust-Crème von der Erbse legt Raue gebackenen Kaisergranat und einen herrlich frischen, geradezu knusprigen Salat aus Sojasprossen, Apfel und Ingwer mit Melissenöl, zum Spargel mit knapp angebratenem Lachs-Tataki und einem kompakten Dressing aus Senfkörnern und Orangen gibt es ein Gelee aus Käyangessig (Glossar! Bitte!).

Da wirkt Raues Klassiker, die geschmorte Brust vom Atterochsen mit roten Beten und Trüffeljus, fast wie eine Insel der Ruhe, doch auch sie fällt durch enorme Geschmacksintensität aus dem Rahmen des Normalen. Die Versuchung ist groß, die kulinarische Überwältigung als nicht enden wollende Speisenaufzählung an Sie weiterzugeben – wir zähmen uns und nennen mit Bewunderung nur noch zwei Desserts: Raz-el-Hanout-Eis mit Palmherzen, Grantapfelkernen und Goldblättern sowie Erdbeeren in Romanoffsauce mit Holundersorbet und Basilikumschokolade – für Auge und Zunge gleichermaßen faszinierend und damit repräsentativ für unseren "Koch des Jahres", der in der Hauptstadt die Weltstadt auftischt. Herzlichen Glückwunsch!

Den Service erlebten wir durchweg fehlerlos und stets auf der Höhe, denn Marie-Anne Raues Weinberatung ergänzt die Küche mit exzellenten Champagnern, besagten weißen Burgundern oder Raritäten wie dem profunden Roten des verrückten österreichi-schen "Club Batonnage", gern auch aus der Magnum. Wer rechtzeitig reserviert, sitzt vorn am Fenster und schaut auf den Kurfürstendamm drunten – dann hat er Berlin an einer seiner besten Stellen erwischt. (Bliebe noch unbedingt anzumerken, dass der Business-Lunch hier ein einzigartiges Sonderangebot darstellt. Denn Raue zündet auch mittags gern sein komplettes Feuerwerk.)

looker sorry, speedi88, aber ich habe mit Tim Raue mehrmals zusammengearbeitet:

Zum ersten: Tim Raue hat da selbe Arbeitspensum wie jeder Koch in dieser Kategorie auch. Das hier F&b-Bereich des Hotels und auch das Restaurant betreut werden musste ist nicht ungewöhnlich, war Herrn Raue aber auch nie wichtig. Er hat sich grundsätlich nur um das Restaurant 44 gekümmert, sowohl das Frühstücksangebot als auch der Bankett-Service im Hotel (f&b) gingen ihm schlichtweg am A… vorbei. Dies habe ich mehr als einmal zu spüren bekommen.
Mit dem neuen Küchenchef ist ein weitaus besserer Koch in das Haus eingezogen.
Punkt zwei:
Die Strategie und Aufmachung von Tim Raues Kochkreationen (süss, bitter, salzig etc. pp.) sind zwar ganz nett und interessant, die Grundprodukte kann man aber in keinem Fall mehr definieren. Dies ist sicher Ansichtssache, aber bei zum Kochen gehören für mich auch die Grundprodukte und deren Geschmack hinzu!

Nicht übel nehmen, aber ich kann Deine Meinung zu TR nicht einmal ansatzweise stützen, und wie gesagt, ich habe mit ihm zusammen gearbeitet, wenn man das so nennen kann!

lokalreporter looker - GEFÄLLT MIR

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: bhk

bhk

Valencia

9 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 28 September 2007

Es ist das qualität-schwankenste Restaurant das ich kenne.
Das erste Mittagessen war fantastisch, eine Lachsforelle auf den Punkt gegart... Wunderschööön!!!
Was für ein gewagtes Spiel mit der Säure, Säure bei allen Gerichte. Sensationell. Was für ein Fingerspitzengefühl. An diesem Tag war alles perfekt, Herr Raue kam sogar persönlich an unseren Tisch um uns den Hauptgang zu servieren. Lieb.
Also rief ich gleich nen guten alten Freund an, der mir dann mein Urteil, "ich hab noch nie sooo gut im "44" gegessen" bestätigte.
Eine Woche später gingen wir nochmal hin, und ohweh, das Cazpacho war zu scharf, alle "Säuren" waren zu sauer, die Garpunkte überhaupt nicht gepflegt... welche Enttäuschung. Und der Herr Raue auch nicht zu sehn. Wahrscheinlich hatte er seinen freien Tag.
Jetzt müsste man/frau halt wissen wann Herr Raue da ist, und wann nicht, wir gehn nämlich nur wegen dem aussergewöhnlichem Essen dahin, denn das Restaurant 44 ist nun wirklich keine Schönheit, und zudem immer nur höchstens halb voll, denn ein grosser Teil der Tische sind (obwohl eingedeckt) wohl nur fürs Frühstück gedacht.

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: chill

chill

8 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 8 März 2007

Es ist ja nun länger bekannt - Tim Raue hat sich einen (den?) Spitzenplatz in Berlin erkocht!

Er ist aus der "spanischen" Schule, volle Experimentierfreude breitet sich aus, was bei den Vorspeisen und den Nachspeisen absolut top ist, ein geschmacklicher Traum breitet sich oftmals aus.

Bei den rienen Hauptspeisen vermisst man aber oft die Geschmacksexplosion - da geht es immer mal wieder kleine Enttäuschungen - aber auf absolut höchstem Niveau.

Das Menü ist top, die korrespondierenden Weine dringend zu empfehlen. Der Service sensationell. Die Außentische sind zu empfehlen - in der Mitte sitzt man etwas ungemütlich.

Insgesamt ist die Einrichtung etwas langweilig und die Stühle nun doch sehr abgesessen. Der Gesamteindruck bliet aber dennoch.... top location um toll zu essen!

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: SusanneEF

SusanneEF

2 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 24 Februar 2007

Super Küche, schöne Atmosphäre, und das beste: Tisch für heute Abend reserviert :-)

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: SusanneEF

SusanneEF

2 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 24 Februar 2007

Super Küche, schöne Atmosphäre, und das beste: Tisch für heute Abend reserviert :-)

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: Nimmzo

Nimmzo

Hövelhof

56 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 12 Februar 2007

Hatte im Gault Millau gelesen,dass T.Raue
2007 zum Koch des Jahres gewählt wurde.
Also: Kurzurlaub im Januar in Berlin! Habe das Menue Evolution gegessen mit korrespondierenden Weinen.
Fazit: hat die Auszeichnung verdient.Sehr gut aufeinander abgestimmt,aber gleichzeitig Gegensätze miteinander verbunden; innovative Küche.
Preise: nicht billig,aber angemessen.

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?
Benutzerfoto: man

man

13 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel vom 11 Juli 2006

DAS ist es !! Bei Sonnenschein auf der Aussenterasse die " Evolution " geniessen. Mit Blick auf die Q-damm Kreuzung und allen ( durch die Höhe gedämpften )Geräuschen einer Weltstadt. Sensationeller und bester Service.

Gefällt Dir dieser Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel?
Bedenklicher Inhalt?

Schreibe einen Beitrag zu Restaurant 44 im Swissôtel

Wie viele Sterne?

Schreibe so, als würdest Du mit einem guten Freund sprechen. Kein Spam, keine Eigenwerbung und keine Beleidigungen.

 
*Pflichtfeld

CHECK-INS

Ruprecht Frieling
Ruprecht Frieling
Berlin
Champion bei Restaurant 44 im Swissôtel
(1 Check-In)
Download App

Plätze in der Nähe von Restaurant 44 im Swissôtel