Adresse: Rodelberg 13, 24558 Henstedt-Ulzburg
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SonjaHU (05.05.2008)
Solange die Eindrücke noch frisch sind möchte ich hier einige Berichte zur diesjährigen Austauschreise nach Maurepas liefern.
Reinhard und ich sind das zweite Mal dabei. 2006 (es geht alle zwei Jahre los – in den Jahren dazwischen sind die französischen Freunde bei uns in Henstedt-Ulzburg zu Gast) sah das offizielle Programm vor zwei Schlösser im Loire-Tal zu besuchen. Das eine war Cheverny, an den Namen des zweiten kann ich mich nicht mehr erinnern. Das sollte sich aber nicht wiederholen, deshalb habe ich dieses Mal alles aufgeschrieben und fast 500 Bilder gemacht. Zum Aufenthalt dort gehört auch, dass man individuell mit seinen Gastgebern etwas unternehmen kann. Letztes Mal hatten wir etwas von Paris sehen können, Eiffelturm, Champs- Elysees und recht intensiv den Schloßgarten von Versailles.
2006 sind wir mit dem Bus gereist, dieses Mal wollten wir mehr Zeit gewinnen und sind deshalb mit der Air France geflogen.
Donnerstag morgen (1.Mai und Vatertag) ging es los von Hamburg-Fuhlsbüttel mit dem Ziel Paris Flughafen-Charles-de-Gaulle. Dort wartete schon Philippe Prevost auf uns und brachte uns mit einem Bus nach Maurepas, wo wir planmäßig am Place Broerec eintrafen und mit großem Hallo begrüßt wurden. In Frankreich ist es Brauch, dass man sich am 1. Mai Maiglöckchen schenkt. Die Männer bekamen hier auch erst mal symbolisch ein Fläschchen Champagner. Am ersten Tag ging es zunächst zu den individuellen Gastgebern. Wir wurden von Jean-Pierre und seiner Frau Brigitte aufgenommen. Nach einer kurzen Mahlzeit und einer Erholungspause wollten wir dann Paris entdecken. Beginnen wollten wir dort mit einem Rundblick vom 50 Meter hohen Arc de Triomphe. Das ging aber nicht, da wegen des ersten Mais die Aussichtsplattform nicht zugänglich war. Beim Stadtbummel besuchten wir aber dann die Rarität Laduerre mit den ganzen Leckereien. Das ist wohl ein legendärer Laden mit Cafe. Die Schlange reichte bis auf die Straße hinaus. Jetzt wollten wir eigentlich Notre-Dame de Paris besuchen, aber der Andrang war hier so groß, dass es schätzungsweise wohl zwei Stunden gedauert hätte um hier hineinzugelangen. Dafür gingen wir dann über die zwei Inseln und sahen uns Geschäfte und Plätze an. Entlang der Seine standen zum Beispiel diese Buchhändler, die aus Ihren Kisten heraus sog. Antiquarisches an die Vorübergehenden verkauften.
Abends bekamen wir zusammen mit hinzugeladenen Nachbarn die französische Esskultur zu spüren. Auch das wären eigentlich ausführliche Berichte wert, hier vielleicht nur soviel, dass der Hauptgang ein Portefeuille war.
Freitag war der offizielle Besuchstag, alles von den Franzosen organisiert. Zuerst ein ausgiebiger Besuch des Luftfahrtmuseums Le Bourget, dann ein Mittagessen im Novotel. Ich habe extra die Menükarte mitgenommen, damit Reinhard darüber berichten kann. Nachmittags eine Bootsfahrt auf der Seine und ein Fußmarsch durch Montmartre hoch zur Basilika Sacre Coeur, endlich ein atemberaubender Rundblick über Paris.
Samstag morgen wieder privat organisiert waren wir nahezu die ersten Gäste im Schloß Versailles und verbrachten den ganzen Nachmittag im Miniaturenland France Miniature. Abends war dann der Festakt mit Essen und Tanz im Salle du Fet von Maurepas.
Sonntag morgen noch einige Spaziergänge durch Maurepas und am Anwesen des Dassault-Erben vorbei um dann an einer Grillparty bei Mme. Guislan teilzunehmen. Um 15:00 Uhr ging es dann zum Flughafen zurück. Es gab zwar noch eine ärgerliche Panne mit dem Busunternehmen, das uns vom Flughafen abholen sollte, dann waren wir gegen 22:00 Uhr aber endlich wieder zuhause.
Meine Eindrücke habe ich immer noch nicht ganz verarbeitet, auch nicht, was ich über die französische Sprache dazugelernt habe. Mittwoch soll ich bei unserem Französisch-Unterricht in der Volkshochschule ja von der Reise berichten. Ich lasse am besten aber erst Else und Hellmuth vor, dann brauche ich nicht so viel zu erzählen.
Alles in allem kann ich nur jedem empfehlen auf so eine Weise die deutsch-französische Freundschaft mit Leben und Erleben zu erfüllen.
In diesem Falle kann ich den Henstedt-Ulzburgern nur raten über den Freundeskreis, der jedem offensteht, bei solchen Aktionen teilzunehmen.
Mein Anteil an den Fahrtkosten und mehr brauchte ich nicht - in Frankreich waren wir überall zu Gast - betrug 150 € pro Person. Dies ging wegen dem stark frequentierten Wochenende nicht günstiger. Ich finde aber, dass das nicht zuviel war und würde das nächste mal auch wieder fliegen.
Vielen Dank an die Franzosen und an unseren Vorstand.
Es war schön. Sonja
Stichworte novotel, maurepas, jumelage, air france
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reinhardb (26.04.2008)
2006 feierten wir 20 Jahre Partnerschaft mit unserer Patengemeinde Maurepas. Maurepas ist ein Vorort von Paris und bei diesem Freundeskreis geht es um das Ausleben der deutsch-französischen Freundschaft.
Zu diesem Freundeskreis ist jeder eingeladen, der eine Beziehung zu unseren französischen Freunden pflegt oder aufbauen will. Hier treffen sich regelmäßig (an jedem ersten Freitag im Monat im Bürgerhaus) Vertreter unserer Vereine und Verbände, interessierte Gemeindevertreter, Französichlehrer, Freunde der französischen Kultur, Bürger mit Bezug zu Maurepas und unseren anderen Patengemeinden wie Usedom, Wierzchowo/Polen usw. Es gibt hier keine festen Regeln wer mitmachen darf.
Der Freundeskreis ist Anlaufstelle für Franzosen, die Deutschland besuchen wollen, ein Praktikumsplatz suchen, den Kontakt überhaupt suchen und umgekehrt.
Wir besuchen regelmäßig Maurepas. Die nächste Reise ist bereits geplant, sie findet vom 1. bis zum 4. Mai statt. Dieses Mal fliegen wir, einige fahren auch mit dem Fahrrad hin.
Wir freuen uns schon darauf
Sonja und Reinhard
Hier noch einige Details zu Maurepas:
Maurepas ist eine französische Gemeinde bei Versailles im Départment Yvelines (Region Ile de France mit einer Fläche von 832 Hektar und 19.829 Einwohnern (2006). Die Höhenlage beträgt 135 m über Normalnull.
Sehenswürdigkeiten:
* Reste eines Wehrturms (11. und 12. Jahrhundert)
* Kirche St. Sauveur
* Kirche Notre-Dame (1973), Architekt Roland Predieri, mit einem großflächigen Fassadenmosaik (250 m²) des Künstlers Robert Lesbounit (* 1904 † 1989)
* Friedhof mit dem Grab von Erich von Stroheim († 1957)
Stichworte patenschaft, freundeskreis, maurepas, jumelage
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