Kompliment
hotzenplotz (18.02.2008) •••••5
Marseille. Partnerstadt.
Nicht ganz so groß, nicht ganz so gut aussehend.
Heimat von Zinedine Zidane und einer berühmten Suppe.
Wir hatten immerhin Uns Uwe und Birnen, Bohnen und Speck.
Zuletzt war ich hier vor zwanzig Jahren. Ich mag den starken Einfluss Nordafrikas, vor allem im Bereich des Konditoreigewerbes.
Datteln, Feigen und Marzipan. Granatäpfel, Pistazien, Honig und Rosen. Mandeln, Pinien und Rosinen. Sehr süßes Gebäck, kleinste Teilchen zum schwarzen Tee mit Minze.
Den Hafen mag ich auch. Nicht den Industriehafen, der kann einpacken gegen Hamburg oder Rotterdam. Aber dieses alte Hafenbecken am Fuße des Zentrums der Stadt mit seiner kleinen turmbewehrten Öffnung, geschützt vor Piraten und mit Tausenden von kleinen Booten, Yachten und Fischerbötchen belegt.
Der Fischmarkt kommt ohne Obst- und Gemüsestände aus. Keine Schuhe, keine Teppiche, keine Crêpesbuden, keine Würstchen. Nur Fisch.
Meist leben die noch, zappeln in kleinen meerwassergefüllten Bassins. So mag es der Franzos.
Anguilles, Lottes, Huitres, Cigales de mer, Barbeaus, Rascasses, Barbues, Daurades, Flétans, Saint-Pierres, Homards, Crevettes, Coquilles Saint-Jacques, Cabillauds, Calmars, Pétoncles, Limandes, Grondins, Poulpes, Macquereaus, Congres, Mulets, Rougets, Moules, Murènes, Pageaus, Anchoises, Sardines, Langoustines, Espadons, Oursins, Loups de Mer, Soles, Turbots, Morue, Bigorneaux, Tourteaus, Thons, Seiches, Palourdes, Bars, Poissons de Roches. Et tous les autres.
Die Gesichter der Händler sprechen vom Leben auf dem Wasser, in der Sonne. Nicht immer alte Männer, immer aber mit Falten und Furchen.
Es wird hart gefeilscht, eben nordafrikanischer Einfluss.
Ich habe viele Fotos gemacht, alle an einem einzigen Tag, in einer Stunde.
Das Licht ist an manchen Tagen beeindruckend klar.
Bitteschön.
Stichworte
frische, fische, fritz, fischers, fängt
Kommentare (31)
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