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Gedenkstele antifaschistischer Widerstand von HilRo2
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Gedenkstele antifaschistischer Widerstand

Adlershof, Berlin

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2 Beiträge zum Platz "Gedenkstele antifaschistischer Widerstand" auf Deutsch

Benutzerfoto: HilRo2
HilRo2
Berlin
752 Beiträge
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5 Sterne für Gedenkstele antifaschistischer Widerstand
Beitrag zu Gedenkstele antifaschistischer Widerstand vom 24 Februar 2008
(aktualisiert am 25 Februar 2008 )

An die Antifaschisten Otto Nelte, Willy Gall und Walter Gerber, die von Nazischergen ermordet wurden, erinnert eine Gedenkstele in der Adlershofer Dörpfeldstraße. Täglich laufen viele Menschen an ihr vorbei. Kaum jemand nimmt dieses Mahnmal noch wahr.

Ein Foto der beigestellten Inschriftentafel findet sich in der Galerie; darin ist folgender Text gemeißelt:
"Zum Gedenken an die heldenhaften Widerstandskämpfer gegen die faschistische Barbarei. Ihr Vermächtnis hat sich in der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik erfüllt."

Kommentieren 2 Kommentare zu diesem Beitrag

  • agentberlin, 24 Februar 2008: Vielleicht liegt es ja an der schönen Umgebung des Denkmals, da würde ich auch schnell vorbei laufen wollen. Vielleicht liegt es ja auch an der oberflächigen Art mancher Mitmenschen mit den Dingen umzugehen. Schnell mal hier ein Info, schnell mal da 'ne Notiz. Wer waren denn Otto Nelte, Willy Gall und Walter Gerber und was hat Sie zusammen auf dieses Denkmal gebracht. Da sie ja verschiedene Todesdaten haben, wurden sie ja zum Beispiel nicht an einem Tag zusammen hingerichtet. Wieso steht das Denkmal in der Dörpfeldstraße in Adlershof. War da eine Polizeistation, eine Hinrichtungsstätte ? Waren Otto Nelte, Willy Gall und Walter Gerber Antifaschisten in unserem heutigen Begriffsverständnis oder eher im Begriffsverständnis der ehemaligen DDR. Immerhin gab es ja in Adlershof auch DDR Elitekasernen. Ja, und wer waren eigentlich die Nazischergen ? Sind die dann in die Bundesrepublik geflüchtet oder wurden in der DDR zur Rechenschaft gezogen oder ist das so ein Begriff für Sachen die man nicht versteht ?
    Freue mich schon auf deine Antwort.
  • agentberlin, 25 Februar 2008: Zur Info, für alle die es interessiert, Herr Dr.Hans Erxleben schrieb mir zum Thema Wer war den Otto Nelte, Willy Gall und Walter Gerber

    Hallo, die drei von Ihnen Genannten waren Antifaschisten, die in Adlershof wohnten bzw hier Widerstandsarbeit leisteten, woran das Denkmal aus DDR-Zeiten(1977 aufgestellt) im Zentrum des Ortsteils erinnern soll. Der Bürgerverein hat in Zusammenarbeit mit der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und dem Bezirksamt am 27.Juli 2005 eine Gedenkveranstaltung an diesem Denkmal veranstaltet, um diese Adlershofer der Vergessenheit zu entreißen. Für Otto Nelte gibt es ja noch eine Straße in Adlershof.

    Näheres zu den Personen finden Sie z.B. in der Chronik „Adlershof“ vom Ortchronisten Rudi Hinte, erschienen 2003, in den Adlershofer Buchhandlungen erhältlich. Am meisten steht dort zum KPD-Funktionär Otto Nelte, der auch illegale Zeitungen organisierte. Gall war sogar Beauftragter des ZK der KPD, auch er gab Zeitungen heraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr.Hans Erxleben
    Vorsitzender Adlershofer Bürgerverein
    Sprecher Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick
    Sprecher gegen Rechtsextremismus Die Linke Treptow-Köpenick



    Nelte, Otto, * 4.12.1898 Berlin, † 25.7.1941 Berlin, Metallarbeiter, Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.
    Nelte, seit 1921 KPD-Mitglied, wurde im Mai 1933 zum erstenmal verhaftet, von der SA schwer mißhandelt und im KZ General-Pape-Straße inhaftiert. Von den Folterungen erlitt er bleibende Körperschäden. Nach seiner Freilassung übernahm er im Widerstandskampf verschiedene Parteifunktionen, u. a. war er ab 1936 Mitglied der illegalen Unterbezirksleitung Adlershof und übernahm 1938 die Führung der Gebietsleitung Adlershof. Zusammen mit dem KPD-Instrukteur Willi Gall verfaßte er Flugschriften und gab im November 1939 eine illegale Zeitung unter dem Titel "Berliner Volkszeitung" heraus. Nelte wurde noch vor der zweiten Ausgabe am 7.12.1939 von der Gestapo verhaftet, am 23.1.1941 vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt und im Zuchthaus Plötzensee hingerichtet. Nelte wohnte in Adlershof, Hackenbergstraße 30.
    Die Neltestraße, Treptow-Köpenick, Ortsteil Adlershof zweigt vom Adlergestell ab und führt zur Köllnischen Heide.

    Schön HilRo2, das wir mal drüber gesprochen haben. Wenn ich mal wieder in Adlershof bin, werde ich mal ne Rose ablegen gehen !!!
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Benutzerfoto: agentberlin
agentberlin
Berlin
746 Beiträge
Bedenklicher Inhalt?
1 Stern für Gedenkstele antifaschistischer Widerstand
Beitrag zu Gedenkstele antifaschistischer Widerstand vom 25 Februar 2008

Inschriften:
ZUM GEDENKEN
AN DIE HELDENHAFTEN
WIDERSTANDSKÄMPFER GEGEN
DIE FASCHISTISCHE BARBEREI
IHR VERMÄCHTNIS HAT SICH
IN DER SOZIALISTISCHEN
DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN
REPUBLIK ERFÜLLT
Hilfe, hilfe, die armen Opfer haben sich sicher im Grabe umgedreht !
Otto Nelte ( Berlin ), Willy Gall ( Falkenstein/Vogtland, Sachsen ) wurden in Berlin Plötzensee am 27.07.41 hingerichtet. walter Gerber ( aus Gera ) am 21.12.39 ermodet.

Kommentieren 3 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • buskutscher8, 25 Februar 2008: Wer stellt so eine Stele auf?- und wer lässt solche Worte darauf meißeln?
  • HilRo2, 25 Februar 2008: Ich fand es ein Zeichen der Anmaßung der DDR. Offiziell hatte sie ja mit dem WK II nix zu tun, aber Widerstand hat sie geleistet *hirnwindungkopfkratz*
    ABER: Daß "agentberlin" einfach den Text abschreibt, wo ich doch extra ein Foto eingestellt hatte ... ist schon ein Ding :-(((
  • agentberlin, 25 Februar 2008: Hatte nur das erste Foto gesehen, sorry ! Den Text fand ich im Netz bei der Suche nach den Geschichten der drei Männer auf der Gedenktafel. Wollte doch so gern wissen, warum Sie zusammen auf der Säule stehen obwohl sie an verschiedenen Tagen ermordet wurden.
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