Kategorie: Essen & Trinken
Details: Baskisch
29.06.2009
Ich kann mich den positiven Beiträgen nur anschließen! Ich fand die Atmosphäre bei “Chez Gladines” sehr unterhaltsam, witzig und entspannt. Leider haben wir uns gleich zu Anfang als “Neue” geoutet, nämlich als wir den megaüberfüllten Laden hineinkamen und uns an den ersten frei werdenden Tisch saßen… und haben gelernt: man meldet sich am Tresen an und wird der Reihe nach aufgerufen, wenn etwas frei wird. Wir hatten genug Zeit noch durch die Gässchen herumzuspazieren, also Zeit mitbringen! Wenn man zu 2t kommt, kann’s passieren, dass man mit anderen Gästen zusammengesetzt wird. Vielleicht erst etwas gewöhnungsbedürftig, wenn der Nachbar auf den Teller guckt und fragt, was man bestellt hat, man kommt ins Gespräch, teilt den wein… aber das macht den Charme aus, finde ich.
Ich hatte auch das Baskische Hähnchen und fand es mit dem Ratatouille und den gebratenen Kartoffeln sehr gut, genauso wie den baskischen Kuchen zum Abschluss, vom Wein ganz zu schweigen! Nach einem Besuch ist man auf alle Fälle satt, hat nette Tischnachbarn kennengelernt und ist glücklich! Ich war’s jedenfalls, vielleicht auch wegen der Flasche Wein. ;-)
29.06.2009
klasse stimmung, superleckeres essen. absoluter geheimtipp.
21.05.2009
Ich bin der Meinung, dort muss man nicht gewesen sein. Der Besuch im “Chez Gladines” war eine herbe Enttäuschung.
Es stimmt schon, ab 19 Uhr füllt sich das Lokal und es geht locker und ungezwungen zu. Aufgefallen ist uns, dass es vorwiegend Touristen waren, die das Lokal besucht haben, wirklich fast an jedem Tisch lag der Reiseführer auf dem Tisch und es schien fast so, als ob die Gäste auf Empfehlung der jeweiligen Reiseführer hin, hergekommen waren.
So weit so gut, wenn das Essen gut gewesen wäre, das war es leider wirklich nicht. Wir hatten als Vorspeise Schnecken auf Baskische Art. Serviert wurden uns Schnecken, die in einer dünnen, Sahnesoße, bzw. mehr Suppe schwammen, die wässrig schmeckte und kaum Geschmack hatte.
Der Hauptgang war auch nicht viel besser. Bei der Bestellung fragte der Kellner noch, ob wir das Entrecote halbdurch, durch oder blutig wollten. Wir wollten es medium. Serviert wurde uns dann ein so dünnes Entrecote, das vom Aussehen her an eine Schuhsohle erinnerte und durchgebraten war, alles andere wäre bei diesem dünnen Fleisch auch nicht möglich gewesen. Die dazu servierten Kartoffeln waren sehr fettig und nicht knusprig ( aus der Friteuse). Auch das baskische Hähnchen hat uns nicht überzeugt, zerkocht und nicht gewürzt, was daran baskisch sein sollte, war nicht zu erkennen.
Eine unserer Bekannten, die mit uns das Lokal besucht hat, wollte eine Salatschüssel essen, die, wie wir am Nebentisch gesehen hatten relativ groß waren und auch recht gut ausgeschaut haben. Als Sonderwunsch wollte Sie allerdings nur grünen Salat. Dieser wurde Ihr dann auch serviert, die Portion war allerdings nur etwa ein viertel so groß, wie die Salatschüsseln an den Nebentischen, weshalb Sie sich gleich noch eine Schüssel grünen Salat nachbestellt hat. Der Salat war geschmacklich sehr gut, geschockt waren wir allerdings über den Preis. Für die beiden kleinen Schalen Salat musste unsere Bekannte zusammen 15 € bezahlen, das war Wahnsinn!
Aus diesen Erfahrungen heraus kann ich das Lokal wirklich nicht empfehlen.
1 Leser fand dies lesenswert
18.03.2009
Im Chez Gladines muss man mal gegessen haben, um an Wunder glauben zu können. An kleine Wunder, zugegeben, aber immerhin Wunder, die sich jeden Abend ereignen. Im Chez Gladines. Wenn man den Laden so gegen halb sieben, sieben betritt, gähnt einem die Leere entgegen. Verwirrt blickt man sich um. Das hier soll der Geheimtipp von Butte-aux-caille sein? Irre Preise, Super-Stimmung, jeden Abend brechend voll? Das wundert einen doch sehr.
Verwirrt nimmt man an einem der dicht an dicht stehenden kleinen Tische Platz. “Gottseidank ist heute nicht so voll. Wenn die Tische links und rechts noch besetzt wären, könnte man sich kaum noch bewegen…” Dann greift man zur Karte, schaut, stutzt, schaut noch mal: das mit den irren Preisen stimmt immerhin. Vorspeisen um die 5 Euro, Salate 8 bis 9, Hauptgerichte höchsten 11, die Flasche Wein ebenfalls um 10 Euro… Tatsächlich irre. Wenn das Essen auch noch gut ist, wäre das ein Wunder.
Und während man beim freundlichen Kellner bestellt, geht die Tür auf, so viertel nach sieben wird es jetzt sein, und ein nicht enden wollender Strom von Menschen ergießt sich ins Lokal, Minuten später ist kein Platz mehr frei, bombastische Stimmung, alles lacht, trinkt, ruft durcheinander… ge-ni-al! Ist zwar unglaublich eng, fühlt sich aber nicht so an. Wunderbar!
Und da kommt auch schon das Essen: zur Vorspeise haben wir uns einen Teller mit Chorizo für 5 Euro geteilt, der wäre in Berlin als Aufschnitt-Teller für 4 Personen durchgegangen. Dazu reichlich ausgezeichnetes Baguette, und der Pegel der Flasche Muscadet, die wir uns gegönnt haben, sinkt schon bedenklich. Für die Hauptgänge reicht’s noch, die geduldigste Gemahlin genießt ein Cassoulet von gargantuanischen Ausmaßen und lukullischer Qualität, und ich habe mir “Tripes basquaise” bestellt, Kutteln baskische Art, in einer aromatischen Brühe mit viel Paprika und leicht angebratenen Kartoffelscheiben, die sich mit der Zeit voll Brühe saugen und immer größer und lecker werden… ein Gedicht, was sag ich, ein Epos! Bei einer anderen Gelegenheit probierten wir das Hühnchen baskische Art und die gegrillte Andouillette mit Pommes Chips, beides ebenfalls die reinsten Gaumenschmeichler (wobei die Andouillette sicherlich nicht jedermanns Sache ist, diese Spezialität kann man nur mögen oder hassen).
Die meisten Gäste halten sich hier an die Salate, und das ist nicht weiter verwunderlich, denn mit dem, was hierzulande meist als Salat serviert wird (Eisbergschnipsel in Essigwasser), haben diese Salate nichts gemeint: In großen Metallschüsseln serviert, dienen einige diskret unten platzierten Salatblätter als Namensgeber und Alibi, dann folgen die mehr als üppigen Garnituren: Lebergeschnetzeltes, Grillwürste, Bratkartoffeln, Spiegeleier… genauso habe ich mir immer einen gesunden Salat vorgestellt.
Das letzte Wunder im Chez Gladines ereignet sich beim Bezahlen der Rechnung: man starrt auf den Betrag, rechnet mehrmals nach… das kann doch nicht sein. Die müssen sich vertan haben, nur knapp vierzig Euro für so eine ungeheure Völlerei… sie haben sich nicht vertan. Es ist hier unglaublich gut und unglaublich preiswert. Seit Jahren. Wie gesagt, ein kleines Wunder. Nein, ein großes.
Veröffentlicht auf: www.twitter.com/ChrisKurbjuhn
13 Leser fanden dies lesenswert
25.05.2008
Kleines, alternatives Restaurant in dem baskische Spezialitäten serviert werden. Wir waren mittags da und hatten noch Glück, es wird schnell sehr voll - vor allem jungen Franzosen schauen hier vorbei. Aufgrund der Enge sitzt man meist mit fremden an einem Tische, was aber auch den Charme des Platzes ausmacht. Wir hatten das “Omelette Basque” (7,5 €) und den “Salad du 5 Diamants” (9 €), dazu ein Corona (4 €) und ein Glas Muskateller (4,50 €). Der riesige Salat mit Schafkäse, Lebergeschnetzeltem, Kartoffelscheiben, Ei wird - wie alle Salate im “Chez Gladines” - in großen Metallschüsseln serviert. Das Omelett war ebenfalls sehr lecker und für ein Mittagessen fast zu mächtig. Preislich ist das auf jeden Fall günstig für Pariser Verhältnisse. Auch die Lage lädt ein, nach dem Essen eine ausführlichen Verdauungsspaziergang durch die Gässchen zu machen.
Veröffentlicht auf: m.tacker.org/blog/
2 Leser fanden dies lesenswert
Verzeichnis: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
U-Bahnen in der Nähe:
Leihfahrräder in der Nähe: