Der ist ja lauschig. Das erste Mal auf einem Foto von Henri Cartier-Bresson bewundert.
Da war ja vor x-Jahren eine wundervolle Ausstellung im Zwanzger-Haus (wers noch kennt).
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Ile de la Cité, Paris
vert galant, Paris
U-Bahnen in der Nähe:
Leihfahrräder in der Nähe:
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Hinter der Pont Neuf liegt die Spitze der Ile de la Cite,auf deren äußersten Zipfel, der Square du Vert-Galant. Die Pont Neuf hatte Henry IV errichten lassen, um schneller von seinem Wohnsitz, dem Louvre, zur Abtei in Saint-Germain-des-Prés zu gelangen.

Hier, in der Nähe der Pont Neuf, steht denn auch das Reiterbild des beliebten Königs.
Frankreich stand in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts ganz unter dem Stern der Hugenottenkriege. Das Geschlecht der Guise aus Lothringen führte die katholische, das der Bourbonen unter dem Prinzen Ludwig I von Conde die protestantische Partei an. Spanien und England mischten auch munter mit, Spanien auf Seiten der Katholiken, England (natürlich) auf Seiten der Protestanten.
Das französische Königshaus, angeführt von Charles IX, saß zwischen den Stühlen.
Die Königsmutter Katharina von Medici versucht zu vermitteln (wobei ihre Position aber eigentlich auf der katholischen Seite war).
Mit dem Edikt von Saint-Germain-en-Laye, werden den Hugenotten 1570 Zugeständnisse gemacht: bedingte Religionsfreiheit und als Zufluchtsort, die Selbstverwaltung vierer Städte. Die bedeutendste davon: La Rochelle.
24.8.1572: Die Hochzeit der Schwester des Königs, Marguerite de Valois (Margot) und dem protestantischen Heinrich von Navarra aus dem Hause Bourbon, sollte die nationale Versöhnung besiegeln. Die Hochzeitsnacht wurde die blutigste der Geschichte, in der Bartholomäusnacht kamen tausende Hugenotten ums Leben.
Nach der "Pariser Bluthochzeit" wurden die Kämpfe noch heftiger geführt. Ein Krieg folgt dem nächsten, ein Edikt dem nächsten, das Chaos ist perfekt.1574 stirbt Charles IX und 1589 folgt ihm sein Bruder, der letzte König der Valois, Henry III.

Da dieser kinderlos geblieben war, hatte Heinrich von Navarra den höchsten Anspruch auf den Thron und wurde 1589 zu Henry IV gekrönt. Anfangs konnte er seine Rechte nur schwer geltend machen, die Zerrissenheit des Landes war groß. Erst als der König 1593 zum Katholizismus konvertiert, öffnen die Pariser ihm bereitwillig die Tore.
Das Edikt von Nantes besiegelt 1598 das Ende der Glaubenskriege und gestand den Hugenotten weitestgehende Rechte zu.
Danach beginnt die Rekonstruktionspolitik Henry IV, dieser Phase der Regierung hat er auch den Beinamen; Der gute König zu verdanken.
Die Verluste Frankreichs, durch die insgesamt 8 Hugenottenkriegen, waren groß, allein in der Schlussphase seit 1585 waren es rund 1 Million Todesopfer, auch Hunger und die Pest taten das ihre.
Henry IV schafft es, unter der Leitung des Herzogs von Sully, das Land wieder zu stabilisieren. Eine strenge Sparpolitik und die Förderung der Landwirtschaft, sind 2 Eckpunkte seines Erfolges. Leider darf der fähige König sein Amt nicht lange ausüben. Am 14.5.1610 wird er von einem katholischen Fanatiker ermordet. Ihm auf dem Thron folgt sein 8-jähriger Sohn Ludwig XIII, eine neues Zeitalter beginnt, aber das ist eine andere Geschichte.

Der Platz am Ende der Ile de la Cite, trägt den anderen Beinamen Henry IV, den das Volk ihm gegeben hat: Vert-Galant. Das kann man wohl am ehesten (ohne respektlos sein zu wollen) als Schürzenjäger übersetzen.
Dieser kleine Park ist wirklich sehr charmant, nie überlaufen und bietet ein schattiges Plätzchen mit dem Blick auf die Seine. Die Bateaux Mouches, die Ausflugsboote haben auch eine Anlegestelle hier.
Ruhiges “Zipfelchen” der Île de la Cité. Der Name (“vert galant”) bezieht sich auf den Spitznamen von Heinrich IV, der ein naja, sagen wir mal sehr lebensfroher Mann war, v.a. im Hinblick auf die Damenwelt. Am Pont Neuf steht eine Statue, die ihn darstellt. Hinter dieser Statue geht´s runter zu einem kleinen, sehr ruhigen Park, umspült von der Seine.
Von hier fahren auch Bateaux Mouches weg.
Kommentieren 2 Kommentare zu diesem Beitrag
Der ist ja lauschig. Das erste Mal auf einem Foto von Henri Cartier-Bresson bewundert.
Da war ja vor x-Jahren eine wundervolle Ausstellung im Zwanzger-Haus (wers noch kennt).
Das ist wirklich eine schöne "Ecke"" von Paris...und Henri Quatre schaut stolz von seinem Pferd!
Les Vedettes du Pont-Neuf rue du Pont-Neuf, 75001 Paris
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roc2roc: “Ich kann nur die Nachtfahrt den Parisbesuchern ans Herz legen. Sehr tolle Atmosphäre, besonders wenn der Eifelturm zu blinken anfängt. Das ist echt...” mehr…
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Mais tu adores Paris, Kiwi et tu en parles très bien !
Danke
Nicht wahr? das ist Paris einmal "gründlich" mit offenen Augen besucht!!!
Wenn ich kiwis Parisberichte (und Frankreich-) möchte ich mich am liebsten gleich ans Steuer setzen und losfahren.
Merci beaucoup und Danke schön, meine Lieben, für eure Kommentare und euer Lob!
Und da war ich noch überhaupt nicht (schluchz!)
Danke für die Geschichtsstunde.