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Chienbäse, Liestal

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Kategorie:
Sehenswürdigkeiten Liestal
Adresse:

Rathausgasse, 4410 Liestal

Website:

www.chienbaese-verein.ch

Geöffnet:
Sonntag vor Basler Fasnacht, vier Tage nach Aschermittwoch
Beginn 19.15
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von margie
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margie

Basel

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Beitrag zu Chienbäse vom 1 März 2008 (aktualisiert am 20 März 2008)

Chienbäse

Immer am Sonntag vor der Basler Fasnacht, vier Tage nach Aschermittwoch spielt sich in der Rathausgasse von Liestal ein archaisch-feuriges Schauspiel ab. Winteraustreiben? Männerritual?
Männer und heutzutage auch einzelne Frauen jeglichen Alters in abenteuerlichen feuerabwehrenden Gewändern und Helmen auf dem Kopf tragen kunstvoll gebundene Riesenbesen aus Holzscheiten brennend durch die mit Zuschauern vollgepackte Gasse.

Alle paar Meter ein Feuerwehrmann mit Wasser, um eventuell in Brand geratenen Träger zu löschen, in der Nebengasse ist ein Feuerwehrauto postiert, die Schläuche unter Druck.

Gespannt warten alle in der engen Rathausgasse auf die Feuerwagen, geschmiedete Gitterwagen, hochbeladen mit lichterloh brennenden Holzscheiten, die Flammen bis an die Dachtraufen schlagend. Das Tor, durch das die Wagen kommen, ist allerdings nur gut vier Meter hoch. Die Erregung steigt, wann kommen sie, brennt es dieses Jahr? Ein Summen, die Stimmen heben sich, da rotes Licht im Stadttor, die Flammen müssen sich ducken und lecken befreit nach dem Tor zum Himmel hoch, die Männer rennen brüllend mit ihrem Wagen durch die Menge, die Menschen schreien und feuern die Läufer an, Wehe, wenn sie genau vor uns haltmachen, um sich auszuruhen, diese Hitze, schnell die Hände vors Gesicht und abgewandt. Zurückweichen ist unmöglich, zu dicht steht die Menge.

Die Funken der Brände steigen in den Nachthimmel, es riecht nach Feuer und Rauch, ein Glücksgefühl in der Menge, alle sind aufgeregt und begeistert.

Irgendwann ist dann aber doch der letzte Wagen, der letzte Feuerscheit an uns vorbeigezogen. Müde und zufrieden ziehen wir mit der Menge zum Bahnhof und fahren zurück nach Basel.

margie @lieber vilmos, sus ist sehr gut informiert. Es braucht harzreiches Holz, manchmal, mindestens früher, wurde noch ein bisschen Pech aufgetragen, brennt besser.
@lenz, den Eimmer Wasser hat doch der Feuerwehrmann, also in der Nähe eines Feuerwehrmannes aufstellen. Servela werden wir sicher nochmal in fröhlicher Qyperunde braten, du weisst ja, die berühmte benisssimo Frage: “des Schweizers liebstes Hobby?” Antwort: “Dusse bröötle”

vilmoskörte Der Unterschied zwischen Föhre und Kiefer ist eher ein landsmannschaftlicher. Frisches Holz riecht wirklich toll, nichts geht da olfaktorisch über einen Besuch im Sägewerk, wo die Hölzer für die Chienbäse aus dem Stamm geschnitten werden.

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